Doppelgänger Folge #565 vom 26. Mai 2026

Schrödingers IPO | Papst + Anthropic | 1997 oder 2000? #565

Papst Leo veröffentlicht seine erste Enzyklika "Magnifica Humanitas" zur KI und warnt vor Ungleichheit und digitalen Sklaven. Anthropic-Mitgründer Olin Howe war bei der Verkündung dabei, vor einem Monat lobbyierten bereits Meta, Google und Amazon im Vatikan. David Sacks warnt vor staatlicher KI-Regulierung als Orwell-Risiko. OpenAI reicht IPO-Prospekt ein, Altman nennt es "Optionalität": Schrödingers IPO. CFO Sarah Friar will frühestens 2027. Pip rechnet damit, dass OpenAI vor Anthropic raus muss. Microsoft löst sein Senior Leadership Team auf: junge Mitarbeiter bekommen mehr Verantwortung, teure Mittelschicht-Manager fliegen. Delivery Hero: Uber bietet 38 Euro pro Aktie, Markt erwartet höhere Übernahme. Meta launcht "Forum", einen Reddit/Quora-Klon zur Sicherung exklusiver Trainingsdaten. EU droht Google mit dreistelliger Millionenstrafe wegen Self-Preferencing unter DMA. Trump-Administration verschärft Greencard-Enforcement: Antragsteller müssen zurück ins Heimatland, ein X-User nennt es "Atombombe für Silicon Valley". Enhanced Games von Christian Angermayer floppen medial, nur ein Weltrekord, Stream knapp 1 Mio. Views. Samsung-Streik erfolgreich: 290.000 Euro Bonus pro Mitarbeiter, künftig 12,5 Prozent des Operating Profits. Cornell und UCLA-Studie: 150.000 falsche Zitate in wissenschaftlichen Papieren durch KI. Pip argumentiert: Wenn Forscher das automatisiert finden, lässt sich das Halluzinations-Problem auch automatisiert lösen.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Intro

(00:03:28) SpaceX als Volksaktie?

(00:07:18) Dotcom-Vibes oder noch 1997?

(00:15:02) Papst Leo & KI: Vatikan-Enzyklika

(00:24:29) OpenAI: Schrödingers IPO

(00:33:41) Microsoft löst Senior-Leadership-Team auf

(00:37:50) Uber kauft Delivery Hero

(00:43:15) Meta launcht Forum-App

(00:46:00) EU-Strafe gegen Google

(00:48:39) Trump verschärft Greencard

(00:52:13) Enhanced Games Flop

(00:57:49) Samsung-Streik: 290k Bonus

(01:01:57) KI-Halluzinationen in Wissenschaft


Shownotes

AI guardrails stripped from Meta and Google models in minutes - ft.com

Satya Nadellas KI-Leadership-Reset: Microsoft löst Senior-Leadership-Team auf - businessinsider.com

Uber bietet 38 Euro pro Aktie für Delivery Hero - ft.com

Meta launcht Forum-App als Reddit-Challenge - xcancel.com

EU plant dreistellige Mio.-Strafe gegen Google wegen Self-Preferencing - reuters.com

Timnit Gebru zum Anthropic-Auftritt im Vatikan - linkedin.com

Papst Leo: Erste Enzyklika zur KI-Ethik - washingtonpost.com

Papst Leo XIV. fordert strenge KI-Regeln - manager-magazin.de

David Sacks reagiert auf Papst-Enzyklika - xcancel.com

Trump verschärft Greencard-Enforcement (FT Gift-Link) - ft.com

Enhanced Games endet mit nur einem Weltrekord - spiegel.de

Samsung zahlt 291.000 Euro Bonus pro Mitarbeiter - golem.de

KI halluziniert 150.000 falsche Zitate in Wissenschaft - cnet.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 565 am 27. Mai 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Philipp, nochmal vielen herzlichen Dank für die letzte Folge. Ich habe viele Nachrichten bekommen von Leuten, die mir geschrieben haben, PIP was on fleek, super Podcast, Sie hätten viel gelernt. Danke dafür.
Aus welchem Segment?
Also Unternehmer oder Corporates, die es geschafft haben.
Ich meine, aus welchem Segment des Podcastes haben sie das gelernt?
Also OpenAI, Anthropic und SpaceX. Den Rest hätten wir uns sparen können.
Ich würde ja denken, dass als Unternehmer, der man es geschafft hat, sollte man selber zu diesen Schlussfolgerungen kommen.
Vielleicht haben sie es auch selber gedacht und haben sich einfach bestätigt gefühlt, dass jemand das ausspricht, was sie eh schon gedacht haben.
Es gab noch einen kleinen Kritikpunkt, den können wir nochmal erwähnen, dass wir zu wenig über das Potenzial von Starlink Mobile gesprochen hätten. Das wäre eine wichtige Business Unit und das hätten wir noch gar nicht eingepreist. Vielleicht ganz kurz dazu, also man kann da immer anderer Meinung sein drüber, wir haben uns trotzdem versucht an die Fakten zu halten. Also A hat SpaceX selber das ja gar nicht versucht besonders groß darzustellen, ansonsten hätte man da auch mehr drauf eingehen können. B... kann man gern nochmal den größten Mobilfunkanbieter der Welt auf die Bewertung draufrechnen, dann kommt man immer noch nicht auf zwei Billionen. Und C ist Mobilfunk ja ein heavily commoditized business, also wie du da spannende Margen, also Wachstumsraten hätte man eine Zeit, spannende Margen, glaube ich, wird man da nicht erzielen, entweder weil es Konkurrenz gibt oder weil man ja viel bodengebundene Konkurrenz hat, die abgeschriebene Netze, also ich sehe das. Und plus in der TAM-Betrachtung, liegt ja 90% des Marktpotenzials in der AI. Also SpaceX lässt das selber nicht so spannend erscheinen. Dass das gibt, haben wir ja gesagt, also dass man von einem Mobilfunktelefon irgendwann auch direkt mit Satelliten kommunizieren kann. Ich sehe das Marktpotenzial dafür. Also ich sehe das Marktpotenzial, aber nicht in der Größe, als die Bewertungen gerechtfertigen. Und das ist ja auch jetzt nicht so, dass das eine exklusive Meinung von mir wäre. Also jeder, der irgendwie ein bisschen BWL-Hintergrund hat, ob man auf YouTube schaut, ob man in die Podcast-Landschaft schaut, in den Blätterwald, sofern er nicht komplett irgendwie Redpill ist, dann kommen ja alle auf ähnliche Analysen eigentlich.
Ich habe aber auch...
Manipulator von Kursen und so weiter, eine relativ klare Geschichte hat, das muss man schon mit einbeziehen. Dass er jetzt nicht dafür bekannt ist, besonders bescheiden die eigene Zukunft zu beschreiben und dass er regelmäßig eben die selbst gesetzten Ziele verpasst und aber davon auch regelmäßig profitiert, das gehört dazu. Geschichte, das nicht einzubeziehen wäre, auch falsch, glaube ich. Seine politische Gesinnung ist für die Bewertung der Firma vollkommen egal. Mit der sympathisiere ich trotzdem nicht, aber das hat jetzt das Urteil über den SpaceX IPO nicht gefärbt.
Am Wochenende wurde ich auch von Leuten angesprochen bezüglich des IPOs, die eigentlich, glaube ich, überhaupt nichts mit Aktien zu tun haben. Also maximal irgendwie ein, zwei Sparpläne am Laufen haben. Und da war so ein bisschen mein Gedanke, ob SpaceX nicht auch so ein bisschen die Telekom-Aktie wird. Also die Volksaktie, die ganz viele Leute zu Aktien bringen und dann vielleicht das Erlebnis nicht so gut endet. Ist das eine Möglichkeit, jetzt vor allem nach sechs Monaten, wenn die großen VCs rausgehen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Geschichte ist, die dauerhaft gut endet. Ich gehe davon aus, dass wir die irgendwann nochmal günstiger sehen werden. Alles andere würde mich überraschen. Das kann an einem allgemeinen Marktcrash liegen, das kann an irgendeinem Verhalten von Elon Musk liegen. Schwer zu sagen. Aber ich würde es niemandem raten, da einzusteigen. Es sei denn, man ist irgendwie ein Zocker und will, hofft, dass sie irgendwie durch die Knappheit der Aktie später nochmal höher geht oder man hofft, dass Elon Musk in der Lage ist, den Kurs so zu manipulieren, dass er nochmal höher geht. Darauf kann man setzen. Aber auf die fundamentalen Werte dieser Firmen darf man nicht über eine Billion investieren. Da bin ich mir relativ sicher. Was nicht heißt, dass die Aktie nicht auf drei Billionen gehen kann, das sehe ich total, aber das ist halt Spekulation und kann sich dann mit den Narrativen auch schnell wieder ändern. Aber auch das, glaube ich, was jede Analyse bisher gezeigt hat, egal ob das jetzt irgendwie die großen Zeitschriften sind oder Podcaster, Professoren und so weiter, es gibt kein Mittel der Unternehmensanalyse oder Unternehmensbewertung, dass diese Bewertung rechtfertigt. Du kannst so tun, als würden die Firmen doppelt so groß sein und doppelt so schnell wachsen und doppelt so profitabel sein und du kommst immer noch, also das ist dann ja 2, 4, 8, sozusagen 8x Bias, den du raufhaust oder 10x Bias und selbst dann würdest du noch nicht auf die Bewertung kommen, würde ich behaupten, weil die Firmen zu schnell wachsen, nicht profitabel genug sind, mit Ausnahme von Starlink. Aber wie gesagt, Starlink wächst auch nicht schnell genug. Das Space Lounge-Geschäft ist eigentlich nur eine Subvention für die Satelliten. Würde man das Space Lounge-Geschäft nicht haben, könnte man Starlink auch nicht so profitabel betreiben. Das heißt, es ist auch so ein bisschen linke Tasche, rechte Tasche Augenwischerei. Und die KI-Sparte ist Status heute... beziehungsweise hat einen negativen Wert, würde ich behaupten. Das heißt nicht, dass ich das nicht sehr schnell ändern könnte. Das ist ja das Schöne an diesen dynamischen Zeiten. Aber wer glaubt, die KI-Sparte von Elon Musk wäre besonders gut positioniert, also kann entweder... Ne, weiß nicht, was man darüber sagen soll.
Ich habe gedacht, du sagst jetzt wieder irgendwas mit gepudert.
Muss mit einem Klammerbeutel gepudert sein. Das ist die richtige Aussage. Das Einzige, was man fairerweise sagen muss, ist, Die Profitabilität von XAI wird sich deutlich verbessern durch den Entropic Deal. Der ist in den IPO-Zahlen natürlich noch nicht drin, aber da regnet es jetzt 15 Milliarden, wenn man so möchte, über die nächsten zwölf Monate. Und das wird die Profitabilitätslage ein bisschen verbessern. Das ist halt so ein Geschäft wie Oracle oder Coreweave, das machen, also Datacenter bauen und sie vermieten. Damit kann man Geld verdienen, aber damit schob man sich selber nicht die Führerschaft bei KI. Ist ein spannendes Business, kann man profitabel betreiben. Muss man auch überlegen, ob das jetzt ein echter Mode ist oder ein Wettbewerbsvorteil, Datacenter zu besitzen. Das können andere sich auch dazu kaufen oder bauen. Musk kann sie schneller bauen, weil er sich nicht um Bauvorschriften kümmert. und wann er es mit Gasturbinen unerlaubter Weise betreibt und so weiter.
Und kriegst du jetzt Dotcom-Vibes? Also ist das jetzt die erste große IPO-Story, wo man sagen kann, das fühlt sich an wie Pets.com?
Ja, man sagt ja so, Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich. Also es ist nicht eins zu eins mit Dotcom. Es gibt viele Sachen, die nicht zu Dotcom passen und es gibt Sachen, die zu Dotcom passen. Der Hype, also wie Leute quasi IPOs jagen, da rein wollen, wie Leute versuchen, Wege zu gewinnen, vorm IPO zu investieren, wie Leute bereit sind, inklusive meiner selbst manchmal, so Bewertungsmaßstäbe von 30 mal Umsatz ist doch eigentlich ganz okay, zu rechtfertigen. Leererweise, es gibt Szenarien, wo das rechtfertigbar ist, wenn man irgendwie sich verzehnfacht wie Anthropic, Year on Year. dann kann man halt auch mal 30 Mal Umsatz wert sein, solange man glaubt, dass das Modell prinzipiell profitabel werden kann. Aber das ändert alles ein bisschen an .com. Es ist definitiv ein Hype, es ist höchstwahrscheinlich eine Überinvestition, auch wenn man überlegt, dass die Chips ja vielleicht nicht in 5 Jahren, aber in 6, 7, 8 Jahren zumindest nicht mehr so genutzt werden können, wie zu ihrer Blütezeit, sondern zunehmend wertloser werden und irgendwann abgeschrieben werden. So 5, 6 Jahre ist jetzt die durchschnittliche Zeit. Abschreibungsdauer, wobei man auch sagen muss, es sind noch H100-Chips in Betrieb. Die jetzt komplett wertlos werden danach, ist auch noch nicht ganz klar. Was grundsätzlich anders ist als zu .com, ist, dass einige der Hauptakteure, also insbesondere die Hyperscaler und Meta, Meta, Google, Microsoft, Amazon, sehr gesunde nicht nur Umsätze, sondern Cashflow haben. In der Dotcom-Zeit war es ja wirklich so, dass irgendwelche Online-Medien mit Page-Impressions bewertet wurden. Da hat man gesagt, eine Page-Impression ist ein Dollar Börsenbewertung wert oder so ungefähr. Das war natürlich Unfug. Inzwischen haben diese Unternehmen nicht nur massive Umsätze in zig Milliarden Höhe im Quartal, sondern auch Operating Cashflow, der positiv ist. Den geben sie jetzt für Investitionen aus, aber das kann man ja, sollte das falsch sein, kann man das ja mal sehr schnell verändern, das Investitionsgebaren. Insofern sind die Firmen viel resilienter als vorher. Die Werbemodelle bei einem großen Crash würden auch die Werbemodelle von Meta und Google sicherlich kurz dippen, allein weil Kunden wegfallen aus der AI-Industrie. Zum Beispiel, das heißt, das wäre nicht auszuschließen, die ganze US-Ökonomie hängt ja ein bisschen an der KI-Blase. Aber wir würden nicht darüber reden, ob Meta oder Google 80, 90 Prozent des Wertes verlieren oder Amazon. Würde ein Corby vielleicht kippen? Würde ein Oracle sich vielleicht im Nachhinein verspekuliert haben? Würde ein XAI schnell runtergefahren werden müssen, damit SpaceX überleben können? Das glaube ich schon. Würde ein OpenAI vielleicht nochmal kippen? glaube ich auch, dass das passieren könnte. Entropic bin ich schon ein bisschen, weil Entropic defensive ausgebaut hat, was andere Probleme hat, nämlich dass sie nicht schnell genug wachsen kann eventuell. Aber Entropic würde ich als eine bessere Überlebenswahrscheinlichkeit, also mehr Upside und weniger Downside als OpenAI zusprechen gerade zum Beispiel. Aber das kann sich mit einem Produkt ändern, wie wir wissen. Warum fühlst du, dass es sich nach 2000 anfühlt? Aber das krasse ist zum Beispiel, der Unterschied zu 2000 ist ja noch, dass wir die höchsten Zinssätze, also relativ hohe Zinssätze haben mit um die 3,5-4%. Um das volle Potenzial einer Bubble auszuschöpfen, würde man ja irgendwann noch eventuell die Zinsen senken, was Trump ja aggressiv versucht. Dann könnte es ja nochmal richtig hochgehen. Also Scott Galloway sagt immer, du weißt nicht, ob du im Jahr 2000 bist oder 1997. Und wenn du 1997 bist, dann verpasst du die zwei geilsten Jahre, wo sich nochmal alles verdoppelt und verdreifacht. Und das könnte wohl sein, würde ich sagen. Ich fühle mich nämlich wie Top of Bubble.
Doch, ein bisschen schon. Du findest jetzt auf einmal auf Tabloid-Zeitungen die Aktientipps. Du wirst auf einmal angesprochen von Leuten, die eigentlich nichts mit Aktien zu tun haben, ob sie investieren. Es wird irgendwie händeringend versucht, auf irgendwelche Cap-Tables zu kommen.
Frank Thelen bringt neue Finanzprodukte raus. Das ist auch mal ein guter Indikator.
Echt?
Ja. Ja, hier sein komischer Jenny-Eye.
Ach ja, okay, das ist schon ein paar Wochen wieder her.
Aber es ist ein Anzeichen, würde ich sagen.
Ja, ja, es ist schon ein bisschen... Und dann könnte man auch sagen, so richtig Adoption ist er dann vielleicht doch noch nicht da.
Ja, aber das zeigt ja das Potenzial, diese ganzen Zahlen, also... Ich habe letztes Mal erklärt, warum ich glaube, dass Entropic eigentlich, so in einer Woche haben wir Juni, dann würde ich sagen, im Juni wird Entropic zwischen 4,5 und 5 Milliarden Umsatz landen und damit zwischen 55 und 60 Milliarden ARR, wenn man das als ARR sehen möchte. Und das tut es aber, obwohl die allermeisten Menschen gar keine KI produktiv nutzen. Das zeigt ja schon, ich meine, fairerweise, viele Unternehmen bereiten sich auch auf was vor, was noch gar nicht so viel Nutzen bringt, aber ich glaube schon, dass noch viel Potenzial vor uns steht. Wenn du siehst, wie wenig KI verbreitet ist, wie wenig Wert damit noch geschafft wird. Das ist so ein bisschen wie 1996, 1998 das Internet, wo du den Browser benutzt hast, um irgendwie bei der Technischen Universität Wien komische Sachen aus dem Krematorium oder aus der, wie heißt das hier, wo man so plastinierte Sachen und so... Weiß nicht, kennst du das noch? Oder wo du 80% deiner Zeit auf rotten.com verbringst, statt irgendwie deine erste Webseite zu bauen.
Wie viele Leute haben das jetzt verstanden?
Grüße gehen raus. Ja, aber so war doch die ersten zwei Jahre das Internet. Du hast halt nur damit irgendwie rumgeschwängelt und nichts Sinnvolles gemacht. Da sind wir jetzt eigentlich bei KI. Wir sind glaube ich in der Transition.
Für mich fühlt es sich so an, wie vor 10 Jahren autonomes Fahren.
Es wird gesagt, es ist nicht so machen machbar. Das heißt, in 10 Jahren gibt es das immer noch nicht. Genau. Ja, aber das würde ich nicht. Da würde ich immer hartes Nein sagen. Also entweder sind die Erwartungen zu hoch. Ja klar, ich kann jetzt noch nicht mein Unternehmen von KI laufen lassen. Das würde ja jeder eingestehen. Ich kann irgendwie so kleine Hasslerprojekte mit KI vielleicht bauen. Aber die Frage ist doch, wenn jemand dir morgen KI wegnehmen würde, würdest du sie vermissen. Ich würde 500 Euro im Monat zahlen, damit ich meine KI weiter benutzen darf. Ich bin natürlich jetzt auch nicht der medialen Bürger, aber das zeigt ja, dass es für Ich glaube, für drei bis fünf Prozent der Menschen hat es, also die möchten nicht mehr darauf verzichten, weil es ihre Arbeit deutlich erleichtert.
Genau, das sind halt die paar Leute, die vor 15 Jahren den Roadster von Tesla hatten. Die wollten auch nicht mehr darauf verzichten und haben es geglaubt.
Naja, aber der Roadster konnte nicht selber Auto fahren. Die KI kann mir massive Arbeit abnehmen. Also intellektuelle Arbeit. Kommt immer darauf an, was man als Arbeit sieht. Es gibt so Tage, da kann ich mich Stunden darüber unterhalten, was geht, was nicht geht. Und manchmal habe ich auch gar keinen Nerv mehr dafür. Heute ist einer, da könnte ich diskutieren, aber wir haben ja auch noch ein paar News heute. Es wird auch immer wieder genug Anlass geben, nochmal genau darüber zu sprechen, was geht und was nicht. Wir haben heute später auch noch eine News, wo man nochmal ein bisschen zu Limitierung und was funktioniert kommt. Wir steigen mal ein hier mit. Was haben wir denn zuerst?
Ich finde, wir müssen den Übergang sofort machen zum Vatikan. Das ist ja die News der Woche, dass es ein Unternehmen schafft, im gleichen Monat mit Elon Musk und dem Vatikan zusammenzuarbeiten. Ist der Vatikan für AI das, was Fußball für Dubai ist?
Sportwashing? Die Analogie musst du mir erklären.
Vatikanwashing anstatt Sportwashing.
Na, ich glaube, das hat AI sich nicht ausgesucht, dass der Papst jetzt über KI sprechen möchte.
Na gut, aber Anthropic war vor Ort.
Genau, das ist einer, okay, also wir setting the stage erstmal. Worüber reden wir? Der aktuelle Papst Leo hat seine Enzyklika, heißt das. Das sind so Rundschreiben, wie würde, Memo würde man im Unternehmen sagen. Also Päpste haben so die Angewohnheit, ihre Weltsicht ab und an in sogenannten Enzyklikas zu verbreiten. Das ist eine gute alte Tradition und das sind mehr oder weniger Rundschreiben, wo man aber auch so ein bisschen, also die erste Enzyklika ist... Die Regierungserklärung des Papstes, wenn man so möchte, wo man so ein bisschen ablesen kann, auch was er sich vorgenommen hat für seine Amtsperiode oder wie nennt man das, sein Pontifikat, die seine Weltsicht auch so ein bisschen darlegt. Und da hat KI jetzt relativ viel Platz eingenommen. Die Überschrift war Magnifica Humanitas, die großartige Menschheit, oder was ist Magnifica, die allwissende Magnifizienz, das ist doch eigentlich die... Die großartige Menschheit heißt das. Also eine Lobpreisung der Menschheit und des Menschsein. Bonuspunkte, wenn du sagst, welches Amt man mit eurer Magnifizienz anspricht. Keine Ahnung. Trump. Nee, der ist exzellent. Nee, Eminenz, oder? Nee, ich glaube, der Papst ist noch größer als Eminenz. Das ist eine Ansprache des Papstes. Ich glaube, Rektoren, so Uni-Leute spricht man mit Magnifizienz, weil die so allwissend sind. Oder vielwissend sind. Wenn nicht, wäre es ja die Omnisienz. Der Papst heißt Eminenz, oder? Falls du mal eine Audienz hast demnächst, musst du ja wissen, wie das geht. Eure Heiligkeit. Heiliger Vater oder eure Heiligkeit. Also mit Eminenz würdest du ihn beleidigen. Ja gut, wir glänzen hier weiter mit Unwissen. Also, die Magnifica Humanitas, die Enzyklopädie, wie heißt das? Also dieses Rundschreiben, das Memo, was keiner bekommen hat von uns, weil es an die Kardinäle und Bischöfe geht.
Also der Groupchat.
Genau, die WhatsApp-Gruppe, die Paps Leo geschrieben hat zum Thema KI. Die warnt natürlich hauptsächlich, also sie zeigt auch Potenzial und Chancen, aber warnt natürlich hauptsächlich vor der Gefahr, dass der Mensch da nur zum Digitalsklaven verkommt. Es geht um öffentliche Güter, also ob sich da nicht Personen bereichern an dem, was andere geschaffen haben für die Menschheit. Es geht um Ungleichheit, was natürlich eine logische Voraussicht ist, dass Obwohl viele Menschen Chancen erhalten durch KI, sich das Kapital und die Profite aus KI bei ganz wenigen Menschen drohen anzuhäufen. All das hat der Papst gesehen. Aufhebens wurde gemacht, weil ein Co-Founder von Entropic namens Olin Ohan, wie hieß er? Glückweise habe ich ja gar nichts gelesen vorher. Naja, also ein Cloud-Founder von Anthropic war zugegen, als das verkündet wurde.
Ja, aber also ein Co-Founder, von dem wir nicht wussten, dass er Co-Founder ist, oder? Sonst hättest du den Namen ja parat.
Es ist der, der angeblich die Seele verantwortet von Cloud, also der im weitesten Sinne an Ethik arbeitet. Der war bei der Verkündung dabei und deswegen... macht man so ein bisschen Scherze darüber, dass der Papst hier quasi sich über Anthropic an das Thema KI annähert, was insofern nicht ganz richtig ist, weil es schon vor einem Monat eine Delegation gab von Vertretern, unter anderem von Meta, Google und Amazon, die sich mit dem Papst auch getroffen haben. Also man lobbyiert interessanterweise den Vatikan aktiv, auch der Silicon Valley lobbyiert den Vatikan schon mal um, die Segnung für die eigene Technologie zu bekommen. Und da stelle ich jetzt einfach mal, Politico schreibt unter anderem, dass Vater Erik Solobier, eine Delegation aus dem Silicon Valley, zum Petersplatz begleitet hat. Mit ihm waren Representatives of Meta, Google, Amazon as part of a small group gathered in Rome to discuss child protection in the age of artificial intelligence. Und mit wem würde man Schutz von Kindern nicht lieber besprechen als mit der katholischen Kirche? Da hat man natürlich die richtige Autorität gefunden. Ja, gibt gar nichts mehr zu sagen eigentlich, oder? Das Silicon Valley betreibt... Die beiden Hürden unserer Kinder, die katholische Kirche und das City in Valley, die beiden Institutionen, die glaube ich das meiste Gute für unsere Kinder getan haben bisher, treffen sich, um das mal zu diskutieren, wie man das in Zukunft besonders gut machen könnte. Naja, ansonsten ist es natürlich, glaube ich, schon eine Aufgabe. Also wenn man glaubt, dass der Papst irgendeine Aufgabe hat, dann gehört KI und die Auswirkungen von KI ganz bestimmt dazu, das zu interpretieren, weil, glaube ich, nichts die Menschheit demnächst so bewegen wird wie KI. Und wie gesagt, Vor- und Nachteile sehr ungleich verteilt werden können, sich viele Chancen ergeben, aber auch... viele Risiken. Ansonsten hat der ehemalige KI-Zaar David Sachs sich auch nochmal dazu geäußert, er macht so ein schönes Shit-Sandwich auf, lobt den Papst erstmal dafür, dass er die Menschenwürde, dass er der Beachtung schenkt, das wäre vollkommen richtig. Aber David Sachs befürchtet natürlich vor allen Dingen, dass Regierungen jetzt AI regulieren würden und damit den Fortschritt der KI-Firmen begrenzen. Und er sieht natürlich als Hauptgefahr, dass Regierungen diese Regulierung nutzen würden, um zu sensor, surveil and control citizens, wie Orwell vorausgesagt hat, sagt er, also Zensur, Überwachung und Kontrolle der Bürger könnten damit einhergehen, was, glaube ich, sinnvoll ist. Die Frage ist, ob die bessere Alternative ist, dass man das jetzt drei, vier Leuten im Silicon Valley überlässt und ob die die besseren Hürden und der Menschheit da sind im Vergleich zur Regierung. Also in beiden Fällen droht, glaube ich, also Überwachung, also Kontrolle. Dass die Firmen alle geneigt sind, auch zu zensieren, wenn es ihnen selber hilft, ist klar. Dass sie Überwachung mit anderen Motiven machen, aber Surveillance Capitalism ist nichts anderes. Also es ist was anderes, aber es ist Überwachung auf anderem Level als staatliche. Und dass wir kontrolliert werden als Bürger, würde ich in der Privatwirtschaft auch unterstellen. Wenn du überlegst, was KI kann und das ganze Thema Persuasive AI, dann ist es nur eine andere Form der Kontrolle. Und ich würde sagen, im Fall des Staates gibt es ja noch Verfassungs- und Freiheitsrechte, die einem Menschenwürde, informationelle Selbstbestimmung und so weiter garantieren, sofern man sich daran hält, wie das zumindest in Europa größtenteils passiert. Bei einem Unternehmen habe ich diese Rechte eben erstmal nicht, würde ich sagen.
Aber hat der Papst denn irgendwas da zu sagen? Also am Ende ist das doch im Statement eine Diskussion, so kurz, ein bisschen Inspiration, aber die Firmen machen auch weiterhin das, was sie wollen und China und Amerika werden sich versuchen, so viel wie möglich Freiheiten zu geben, dass die ihr Wettrennen machen können.
Ja, ich habe nicht das Gefühl, dass die Silicon Valley Leute sich als den Papst verpflichtet sehen, ehrlich gesagt. Es ist ja auch relativ kontrovers, dass dieser Entropik-Mitarbeiter da war, weil er bekennender Atheist ist. Also nicht nur Agnostiker, sondern Atheist. Ich weiß nicht, ob er das so scharf sagen wollte oder so. Aber er hat sich mehrmals sehr kritisch gegenüber der Kirche geäußert und den dann neben den Papst zu setzen dabei. Das wurde auch kritisiert. Am Ende ist der Papst, ob man das richtig findet oder nicht, eine der moralischen Instanzen von Milliarden von Menschen. Und irgendwie deswegen schon relevant, dass jetzt irgendwie Gedal und Verderb dieser Firmen aktiv mitentscheiden kann, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, es gibt keine Institution, die das kann. Wenn du einen komplett rogue Präsidenten hättest, der frei von allen möglichen Lobbyverpflichtungen wäre, der nicht auf Spenden angewiesen wäre, das wäre die größte Gefahr für KI. Aber selbst Politik, Regierung... Politiker kannst du ja beeinflussen mit Geld in der Regel, gerade in den USA. Von daher glaube ich, gibt es jetzt eigentlich keine große Instanz, vor die man noch Angst haben müsste. Am ehesten vielleicht der chinesischen KI-Industrie.
Was für KI-News gab es denn seit Freitag?
Die Information hat erstmal nochmal geschrieben, wir hatten über die IPO-Pläne gesprochen. von OpenAI gesprochen, dass die bekannt gegeben haben, dass sie zumindest ihren Prospekt einreichen wollen. Das haben sie an dem Tag, wo das Prospekt von SpaceX rausgekommen ist, bekannt gegeben. Was so ein bisschen fieses Timing ist natürlich, aber dafür ist OpenAI auch bekannt. Was sie, glaube ich, noch ein bisschen zu wenig gehighlighted haben, ist, dass OpenAI... Ich glaube schon, dass OpenAI auch relativ früh raus muss, weil die Zahlen gerade nicht besser werden. Also wenn es jetzt so weitergeht, wie es gerade läuft im B2B-Markt, dann müsste OpenAI eigentlich auch noch im Q2 raus, weil ich befürchte, dass Wachstum von Q1 auf Q2 sich schon verflacht. Von Q4 auf Q1 sah es bestimmt noch ganz gut aus. Im Q1 hat Entropic dann sehr stark gewonnen. Was nicht heißt, dass OpenAI jetzt irgendwie negatives Wachstum hat, aber auf jeden Fall ist die Wachstumsgeschwindigkeit glaube ich schon gesunken. Ich wäre nicht überrascht, wenn OpenAI aus Panik im Q2 rausgeht, weil man eventuell Angst hat, dass man nicht genug mehr wächst im Q2 und Q3. Also ich glaube, so viel Zeit hat OpenAI nicht, sondern sie haben so ein bisschen Druck, weil die Bewertung, die sie haben mit den hohen Verlusten, lässt sich nur rechtfertigen, wenn das Wachstum schnell genug ist. Und ich habe gesagt, wahrscheinlich wachsen sie noch Zwei-, dreimal gegenüber dem Vorjahr, ob das im Q2 und im Q3 auch noch so aussieht, ist eine ganz andere Frage. Da könnte es schon komplizierter werden. Insofern haben sie, glaube ich, da ein bisschen Zeitdruck. Sam Altman hat zwar vor seinen Angestellten nochmal wohl bekräftigt, dass der Fakt, dass sie das Prospekt einreichen, noch nicht heißt, dass sie dann auch... baldmöglichsten IPO suchen, sondern dass es erstmal die Herstellung einer gewissen Optionalität ist, so würde ich es jetzt umschreiben, das hat er so nicht gesagt, aber wie gesagt, das Einreichen heißt noch nicht, dass man auch an die Börse geht, sondern er würde warten, bis die Firma auch fertig ist. Was ja so ein bisschen dafür spricht, dass er allein, dass er das sagen muss, spricht ja so ein bisschen dafür, dass es in der Firma vielleicht andere Meinungen zu dem Thema geben könnte. Wir wissen ja, dass die CFO Sarah Fryer da eher restriktiv war und gesagt hat, vor 2027 sollten wir auf keinen Fall an die Börse gehen. Jetzt hat er aber gleichzeitig das Filing eingereicht, also die Unterlagen eingeschickt oder das bekannt gegeben, dass er es möchte. Das widerspricht sich natürlich so ein bisschen, deswegen versucht er jetzt, glaube ich, so ein bisschen zwischen den Stühlen hin und her zu rücken und zu sagen, das ist so ein bisschen Schrödingers IPO. Niemand kann es vorwerfen, wir wollen ein IPO machen, solange wir es nicht ankündigen. Wir können es aber trotzdem in die Position bringen, dass wir es machen könnten, indem wir das Prospekt schon einreichen, weil dann könnten wir eigentlich innerhalb von zwei Wochen jederzeit raus, sofern der Rest der Firma dafür bereit ist. Also ich glaube, man macht sich ready, man möchte die Optionalität maximieren, also dass man jederzeit die Chance hätte, wenn es mal sein muss, sagen wir mal, Anthropic gewinnt weiterhin zu. Man merkt, dass die eigenen Zahlen noch schlechter werden. Also ich behaupte jetzt, schlechter ist immer im Sinne von im Vergleich zu vorher. Nicht, dass sie jetzt allgemein schlecht wären, aber sie können sich ja trotzdem verschlechtern, allein was das Wachstumstempo angeht. Und dann würde man wahrscheinlich lieber schnell als kurzfristig, lieber kurzfristig als langfristig an die Börse gehen. Genau, und er muss jetzt ein bisschen beides managen. Also die Leute in der Firma, die glauben, dafür ist es noch zu früh und gleichzeitig... ist das maximale Risiko natürlich, dass der Moment, dass man überhaupt raus kann, verschwindet. Selbst wenn Entropic seinen Prospekt nicht einreicht und selber kein IPO macht, könnte Entropic durch das regelmäßige Veröffentlichen von Wachstumszahlen, OPME, ICE, IPO-Prognosen, glaube ich, signifikant schaden. Weil sie mit jeder Veröffentlichung mehr so aussehen, als wären sie die attraktivere Prognose. Firma. Zusätzlich kommen immer Third-Party-Daten raus, also SimilarWeb oder SensorTower, die App-Ökonomie wird zeigen, dass Cloud eigentlich regelmäßig in den Top 5 der beliebtesten Apps ist, über alle Kategorien. Die RAM-Daten zeigen immer wieder, dass die B2B-Adoption viel stärker steigt bei Anthropic und dass sie bei OpenAI stagniert, wenn nicht sogar leicht sinkt. Das alles, selbst wenn keine offiziellen Zahlen draußen sind, verfestigt ja ein Bild. Mit jedem Tag, an dem die Newslage jetzt so bleibt, werden die IPO-Aussichten für OpenAI, insbesondere im Vergleich zu Entropic, ja ein bisschen schlechter, würde ich sagen. Ich glaube, deswegen möchte man sich zumindest die Chance geben, im Notfall ganz schnell an die Börse zu gehen. Ansonsten bräuchte man einen Prospekt nicht einreichen. Also der Firma zu sagen, wir reichen einen Prospekt ein, aber wir wollen ihn nicht nutzen, so dumm ist ja jetzt auch keiner.
Aber ist es wirklich so schnell möglich?
Das ist so, wie du hinterlegst deine Scheidungspapiere beim Anwalt und sagst, nur weil ich die irgendwann mal brauche. Aber ich würde das jetzt schon mal machen.
Ist es wirklich möglich, dass Sie jetzt in zwei Wochen ein IPO machen können? Was ist der frühestmöglichste Zeitpunkt?
Also im Q2 schaffen sie es nicht mehr, würde ich sagen. Oder es würde sehr knapp werden. Also sie müssen ja das Prospekt erstellen. Das dauert ein paar Wochen. Also das wird dann geprüft von sehr, sehr teuren Anwälten. Aber dass sie da gut equipped sind, haben sie ja gezeigt. Dann würde es ein paar Wochen dauern. Also wenn das Prospekt draußen ist, könntest du theoretisch innerhalb von zwei bis vier Wochen, glaube ich, auch den Börsengang machen. So werden wir es ja jetzt gerade bei SpaceX sehen. Also im Q2 schaffen sie es nicht mehr. Und im Q3 ist die Frage, ob sie dann schon... Ne, sie müssten im Q3 noch nicht die Q2-Zahlen schaffen. Sagen wir, wenn du im ersten Monat von Q3, also im Juli, an die Börse gehen würdest, dann könntest du sagen, die Bücher sind noch gar nicht geschlossen für Q2. Auch die anderen börsennotierten Unternehmen reporten ja eigentlich eher so Mitte des Quartals, Anfang des zweiten Monats, Mitte des Quartals. Könnte mir... Ich glaube, es wäre schlauer, die Q2- und Q3-Zahlen nicht zu zeigen für OpenAI, um rauszugehen. Aber ich meine, die Lockup-Frist läuft dann ja eh zwei bis drei Quartale noch hinterher. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass... Also ich bin ja ein kleiner, wenn du so möchtest, OpenAI-Investor. Ich möchte meine Exit Liquidity eher früher als später haben. So viel kann ich ja sagen. Ich wäre froh, wenn sie gestern an die Börse gegangen wären und ich dann im November wenigstens verkaufen könnte. oder verkauft werden würde.
Ich glaube, dass die in der gleichen Woche wie Anthropic ein IPO machen werden. Wie so richtige Rapper, die sich biefen.
Ja, aber es wäre nicht schlau. Ich behaupte immer auf Basis der heutigen Informationen mit dem Hinweis, es könnte sich schon ändern, aber OpenAI muss vor Anthropic rauskommen. Wenn du die Anthropic-Zahlen gesehen hast, dann wird OpenAI beschissen aussehen, ehrlich gesagt, im Vergleich. Da können Sie noch so lange sagen, unser Revenue wird anders berechnet, aber man kann dann ja die Rohmarge, die operative Marge, also Entropic ist aus Versehen profitabel und wächst 10x, OpenAI wächst 3x und ist hochunprofitabel. Ganz egal, wie du da irgendwas recognizest, am Ende Bottomline und Wachstum, darüber lässt sich nicht verhandeln, würde ich sagen.
Aber dann wäre doch das Beste, dass Anthropic einfach wartet, bis OpenAI an die Börse geht und den Tag danach sagt, jetzt sind wir auch da.
Ja, aber dann würde der OpenAI-IPO ja so ein bisschen analysiert werden und das könnte schon negative Auswirkungen auf das IPO-Fenster insgesamt haben, wenn es nicht gut aussieht. Ich glaube, es wäre schlauer, also OpenAI muss vor Entropic raus. Bei Entropic könnte man sagen, wenn es ein Wettrennen ist, dann sollten sie auch besser vorher rauskommen. Gleichzeitig sind ihre Zahlen zumindest vermutlich so gut, dass sie am ehesten taktieren können. Bei Entropic kannst du sagen, wenn die 2027 rauskommen, solange die 10x wachsen, gibt es keine Not. Und selbst wenn sie nur auf 5x wachsen, vielleicht Ende des Jahres... Da bin ich als Investor als weniger heiß drauf, dass sie bald an die Börse müssen, ehrlich gesagt. Solange Enterprise sich entwickelt, wie es sich gerade entwickelt, können die meinetwegen auf Ewigkeiten private bleiben. Wenn die ganze Bubble gebürstet ist, erst an die Börse gehen, meinetwegen.
Und bekommt Microsoft Probleme, wenn der IPO von OpenAI nicht so gut läuft?
Probleme? Was heißt Probleme? Wäre schon besser für sie, wenn er gut läuft. Man hat ja quasi schon das gegenseitige Revenue-Sharing-Agreement aufgelöst, was Open AI's Marge höher erscheinen lässt. Wer weiß, was dann nochmal. Also all diese Firmen, die bei Open AI investiert sind, haben schon Interesse, da vielleicht sogar nochmal Umsatz reinzuschubsen oder Deals zu machen, um den Gesamtwert zumindest hoch zu halten oder zusätzlichen Wert zu schaffen, damit diese IPO funktioniert. Weil die haben ja alle inzwischen zig Milliarden drin. Wir werden sehen.
Das habe ich mir von dir abgeguckt.
Du hattest Microsoft angesprochen, da gibt es noch ganz spannende News gerade. Es geht ja auch immer so ein bisschen über das Thema, wie baut man die Organisation der Zukunft für KI und Microsoft scheint eine Entscheidung getroffen zu haben und sie... lösen ein Management-Lehrer fast auf, das SLT heißt. Das steht für Senior Leadership Team. Also mehr und mehr lösen sie so die seniorsten und erfahrensten Rollen in der Firma auf, um dann wieder, in Bildern sprechend sagt man gerne Schnellboote dazu, kleinere Teams mit flachen Hierarchien aufzubauen. jüngere Mitarbeiter, denen mehr Verantwortung zu geben. Das ist, glaube ich, die richtige Entscheidung. Habe ich ja jetzt in den letzten Folgen ein paar Mal erklärt, warum das, glaube ich, wichtig ist, da auch jungen Leuten mehr Verantwortung zu geben. Auch das, dass man diese mittleren Management-Layer am ehesten entfernt, wenn man Leute gehen lässt, macht aus Alterssicht Sinn, macht aber auch aus Kostensicht. Das sind natürlich auch die teuersten Mitarbeiter im Zweifel und die, die in Zukunft vermeintlich zumindest weniger wichtig werden. Ich will nicht sagen, dass die jetzt irgendwie obsolet sind oder man die nicht mehr braucht. Das wäre, glaube ich, auch zu weit gegriffen. Aber es ist vielleicht das Layer, wo das Verhältnis zwischen Kosten und Impact tendenziell kleiner geworden ist oder weniger vorteilhaft aussieht. Und Microsoft scheint sich in die Richtung zu bewegen, indem man jungen Leuten deutlich mehr Verantwortung gibt und versucht, Management-Layer relativ weit oben komplett rauszunehmen. Man hat ja Ähnliches von Cloudflare gehört, die sagen, Die nennen das so Measurers, also Etagen in der Organisation, die hauptsächlich damit beschäftigt sind, die Arbeit anderer Leute zu bewerten und zu messen, dass man das weniger bräuchte und zentraler machen kann mit einer zentralen BI, AI-Lösung oder Verwaltung. Und das sind ja Leute, die per se erstmal keinen Wert stiften. Selbst wenn man das mit KI automatisieren kann, diese ganzen Reports, die man nur für Menschen macht, das braucht man ja vielleicht auch weniger. Ich befürchte, wir werden das in fast allen großen Unternehmen sehen. Dass man das nutzt, um die teuersten, ältesten... Das ist natürlich in großen Unternehmen politisch nicht ganz einfach, weil das ja irgendwie auch die Menschen sind, die die Geschäftsführung unterstützen, wenn man so möchte. Das sind ja die treuesten, ältesten Ritter der Organisation, wenn man so möchte, und RitterInnen. Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es, um die Organisation für die Zukunft aufzustellen, schlau wäre und dass man das mehr sehen könnte, was Microsoft jetzt macht oder was SAP auch relativ früh gemacht hat. In Deutschland vielleicht noch mit ein bisschen anderem Hintergrund, da ging es noch gar nicht so sehr um AI, aber ich glaube, im Endeffekt war es trotzdem das Richtige, was sie gemacht haben.
Das hat doch eigentlich überhaupt nichts mit AI zu tun. Das ist doch einfach normales Management-Behabe.
Ja, aber normalerweise schmeißt du nicht die seniorsten Leuten zuerst raus, würde ich sagen.
Mieter hat das doch vor kurzem auch schon oder vor ein paar Jahren auch gemacht, dass sie gesagt haben, hey, es ist irgendwie alles viel zu langsam, wir müssen schneller werden und wir wollen nicht so viele Wasserkampfer haben.
Ja, Mieter ist ja nicht das Standardunternehmen, würde ich sagen. Das durchschnittliche... Das absolut durchschnittliche oder mediane Unternehmen würde eher aufhören zu hiren erstmal, dann bei jungen Leuten sparen, irgendwie die Leute, die noch nicht befristet sind, nicht übernehmen, so Last-In-First-Out-Logik applizieren. Und das kann man vielleicht am besten beschreiben, die Veränderungen. Früher hätte man hauptsächlich Last-In-First-Out. Verträge werden nicht verlängert, Probezeiten werden nicht verlängert, Internships, Praktikanten werden nicht übernommen, solche Sachen. Und in Zukunft wird man, und das halte ich ja für richtig, man will weiter heiern, weil du willst weiter junges Blut, neues Talent haben. Und damit das möglich ist, musst du alte Leute gehen lassen. Und das hat insgesamt positive Effekte auf die Talent-Density und die Struktur der Organisation. Zumindest ist das meine Überzeugung, die Stecker und Stecker reift in letzter Zeit.
Dann gibt es ein bisschen News aus Deutschland.
Delivery Hero sagt, Wird vielleicht verkauft?
Ist das Gold kriegen für dich?
Nee, ich bin ja vor Jahren ausgestiegen. Aber was interessant ist, ich lese hier das beste Angebot. Also die amerikanische Uber versucht für Delivery Hero zu bieten. Die haben im Vorfeld schon immer Aktien gekauft und sich stark beteiligt an Delivery Hero. Und jetzt machen sie inzwischen auch Übernahmeangebote. Das letzte bei 38 Euro. Das wurde aber bei den Financial Times berichtet von einem großen Shareholder abgelehnt. Ich nehme an, dabei wird es sich um Prosus oder so handeln. Aber ich glaube, als ich verkauft habe, war der Kurs auch so um die 32, 35. Also sie hat sich einfach fünf, sechs Jahre nur seitwärts, oder ich weiß nicht, wann war das?
Ist die Aktie nicht irgendwie um 80, 85 Prozent nach unten gegangen?
Also es ist ein bisschen verwässert. Sekunde. Was ist denn hier maximal... Nee, nee, sie ist 2017. Juni 2017 ist sie für 28 Euro an die Börse gegangen. Ich glaube, mein Verkaufskurs war irgendwie nach der Lockup-Rest so um die 30. Und da stehen wir mehr oder weniger immer noch. Also damals, ich kann genau sagen, damals war das Unternehmen 7,5 Milliarden wert. Das weiß ich noch, jetzt ist es 11 Milliarden wert, weil neue Aktien geschaffen wurden, heißt der gleiche Kurs. Trotzdem mehr Unternehmenswert. Aber ja, es war gut, die zu verkaufen. Hätte man zwischendurch nochmal richtig viel Geld mitmachen können, aber dann hat sie auch wieder ganz viel verloren.
Genau, sie war schon mal 100 Dollar oder 100 Euro mehr wert.
Genau. Aber was man sagen kann, ist, der Markt scheint an die Übernahme zu glauben, weil Delivery Hero hat sich dieses Jahr in den letzten sechs Monaten allein verdoppelt. Steht jetzt bei 37. Am Tiefstkurs hätte man sie für 15 bekommen können, hätte man mehr als verdoppelt. Aber das Übernahmeangebot war 38 das letzte, der Kurs steht bei 37. Das impliziert so ein bisschen, dass man dann ausgeht, dass es eine Frage der Zeit ist, bis es passieren wird. Jetzt wird vielleicht Uber nochmal nachbessern müssen, vielleicht bieten sie 41,50, weiß ich nicht, ist natürlich dann irgendwann auch schon eine heftige Prämie, aber damit könnte es dann quasi sein, dass man die übernimmt. Das Motiv ist jetzt, ich nehme an, vor allen Dingen Konkurrenz in einzelnen Märkten so ein bisschen auszuschalten, weil schöner KI-Use-Case, was normalerweise viel Zeit gekostet hätte, was jetzt 15 Sekunden gedauert hat. Ich habe einen der KI-Bots gefragt, in welchen Märkten sich die Subunternehmen von Uber und Delivery Hero eigentlich überlappen und dann erfährt man eben, In Europa, also in Österreich, gibt es Uber Eats und Foodora. In Tschechien Foodora, Uber Eats. In Griechenland E-Food. In Norwegen Foodora. In Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Glovo. Also Uber Eats konkurriert in ganz vielen Märkten. mit Delivery Hero-Töchtern, die Nummer 1 oder Nummer 2 sind, insbesondere auch in der MENA-Region, also Türkei, Emirate, Jordanien. Da ist es zum Beispiel Talabat und Yemexepiti, die mit Karim oder Getir konkurrieren. Das heißt, man könnte die Nummer 1 in vielen Märkten schaffen oder Konkurrenzdruck rausnehmen. Und wenn das durch Wettbewerbsbehörden durchgeht, dann... könnte man sagen, da sollte sich eine Margenverbesserung draus vergeben und deswegen macht es vielleicht Sinn für Uber, deutlich mehr für Delivery Hero zu bieten, als jetzt die eigentlichen Zahlen hergeben, weil wenn ich mir einen Konkurrent in den Markt wegkaufen kann damit, ist das natürlich sehr wertvoll. Und selbst wenn ich nur mehr Inventar in die eigene App bekomme, hat das eventuell auch schon Effekte auf die Effizienz. Insofern vermutlich sinnvoll und vermutlich wird Uber da auch noch ein bisschen mehr bieten und ich glaube, die Shareholder würden nicht so hoch pokern. Ich glaube, du möchtest Delivery Hero für 38 nicht besitzen, sondern lieber verkaufen eigentlich. Vielleicht hofft man, man kriegt noch mehr Geld dafür. Oder man weiß, dass vielleicht auch noch Chinesen oder jemand anders darauf bieten würde im Zweifel. Aber dass man jetzt glaubt, aus eigener Kraft käme Delivery Hero in den nächsten drei Jahren auf eine Bewertung von 12 Milliarden wieder, glaube ich eher nicht, ehrlich gesagt. Der CEO ist inzwischen ja auch zurückgetreten worden. Da hat man abgestimmt und er ist, glaube ich, also... Ich glaube, pro forma freiwillig zurückgetreten. Also Niklas Oeström, Oestberg, so ein Aufdruck aus dem Gesellschaftskreis ist erstens zurückgetreten und seitdem interessanterweise kommen jetzt die Übernahmeangebote auch rein. Also ich würde sagen, das ist in den nächsten drei Wochen gegessen bei irgendwie 41, 50 oder was das nächste Gebot sein würde vielleicht.
Aber glaubst du auch, dass die Wettbewerbsbehörde das zustimmt?
Ja, es kann immer sein, dass man in einzelnen Ländern, also es muss dann natürlich in jedem einzelnen Land mehr oder weniger durchgehen, aber dann muss man manchmal sagen, in der Türkei wäre es ein Monopol mit Jemex, Epti und Uber Eats und deswegen muss man da dann eins verkaufen und dann verkauft man das eben an den Dritten. Man kann auch argumentieren mit Volt. Amazon ist die Konkurrenz vielleicht noch weniger, aber mit Volt ist die Konkurrenz größer denn je. Es gibt ja noch neue Player, die entstehen. Der Markt funktioniert noch. Aber es kann gut sein, dass einzelne Länder am Ende rausgenommen werden, damit die Gesamtvision funktionieren kann.
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Oder Tesla hat eine neue App.
Bist du schon raus? Kommst du zu Facebook zurück deswegen?
Auf keinen Fall. Aber Matt Navarro, jemand, der sowohl Social Media sehr gut im Blick hat, als auch teilweise so Reverse Engineering macht, also sehr früh neue Features und Code entdeckt oder Leute hat, die das für ihn tun, berichtet von einer neuen Facebook-App, die Forum heißen soll. Gehört explizit zur Facebook-Familie, also Meta selbst scheint sie der Facebook-Familie zuzuordnen. Und man kann sich natürlich denken, dass es keine große Neuerfindung ist, wenn es um Meta geht, sondern es geht eigentlich nur um eine Kopie, welcher App handelt es sich hier. Und ich würde sagen, es ist eine Mischung zwischen Quora und vor allen Dingen Reddit. Also Forum ist letztlich eine Anhäufung von Facebook-Gruppen und Einzelfragen. Da kann man dann, wie man es auf Quora oder Reddit gewohnt ist, sich entweder Diskussionsforen anschließen über eine Suchfunktion oder einzelne Fragen beantworten lassen von der Community in so einem Feature, das hier zumindest in der Beta-Version Ask genannt wird. Der Hintergrund ist für mich, glaube ich, hauptsächlich einerseits der Aufstieg von Reddit, also dass man sich überlegt, wie konnte Reddit eigentlich so erfolgreich werden. Die Frage ist eher, warum MetaReddit nicht übernimmt, aber es wird wahrscheinlich nicht ganz einfach. Also der Aufstieg von Reddit und das Engagement und Aufmerksamkeit dahin rüber geht und Reddit auch mehr und mehr zu einem relevanten Advertising-Player wird. Aber ich glaube, viel wichtiger ist die wertvollen Daten, die Reddit generiert. Also die User-Daten, beziehungsweise noch wichtiger der User-Generated-Content, der in Reddit entsteht, hat sich für das KI-Training insbesondere von Google bestimmt als sehr wertvoll erwiesen. Und ich könnte mir vorstellen, dass Meta sich das als Datenquelle sichern möchte, exklusiv. Also eine Datenquelle, wo viel diskutiert wird, guter Content entsteht, schwer vorzustellen, wenn man überlegt, dass die Grundgesamtheit erstmal Facebook ist. Aber das wäre natürlich spannend, wenn man sich eine exklusive Contentquelle zusammenbauen könnte. Warum man das jetzt außerhalb von Facebook macht, weiß ich nicht. Ich glaube, dass man sich wichtige Teile der Audience verschließt, wenn das eine Facebook-App ist. Also Es gibt ja vielleicht Leute, die irgendwann Reddit verlassen wollen würden, aber würdest du da ausgerechnet dann zu einer Facebook-App gehen, wo du mit dem Facebook-Login und Facebook-Login viel konfrontiert bist? Ich glaube ja nicht, ehrlich gesagt.
Ja, ich glaube auch nicht. Lass uns doch kurz in den Antitrust-Corner geben. Bekommt Google mehr als ein Parken-Ticket? Ist das eine große Summe?
So berichtet es zumindest das Handelsblatt, dass es um eine dreistellige Millionenstrafe gehen soll. Die Europäische Kommission wird vermeintlich den Digital Markets Act endlich mal wieder durchsetzen und das Handelsblatt glaubt erfahren zu haben oder am Montag, hat es berichtet, dass sie glauben, es wird eine dreistellige Millionenstrafe gegen Google erlassen. Es geht um Self-Preference, dass man seine eigenen Produkte bevorteilt. Google sagt, unter dem Druck des DMAs mussten sie schon, sie nennen es the biggest downgrade in the products history, sie mussten ihr Produkt so stark verschlechtern, wie schon lange nicht mehr. Wobei ja eigentlich jede Promotion des eigenen Produkts eine Verschlechterung darstellt. Also wenn ich Google Shopping, Über die Angebotestelle, über den besten Preisvergleich, dann habe ich das Produkt eigentlich auch stark verschlechtert. Aber Googles Repräsentation ist natürlich, dass jeder Eingriff durch Regulation zu einem schlechteren Produkt führt. Und sie sagen auch, dass es eine zweitklassige Erfahrung für europäische Nutzer dadurch gibt. das mag der ein oder andere vielleicht so wahrnehmen, dass man jetzt die Maps links nicht mehr direkt klicken kann aus den Google-Suchergebnissen, ist so ein Resultat, was sicherlich ein bisschen nervig ist, aber das ist halt die einzige Möglichkeit, irgendwie noch ein bisschen Rest-Competition zu bewahren, ob das jetzt andere Anbieter rettet oder nicht, ist dann wieder eine andere Frage. Also die Google-Pressesprecher-Person sagt, wie gesagt, dass es eine zweiklassige Erfahrung für die europäischen Bürger gibt, nur um einige wenige self-interested complainants, also Beschwerdeführer, zu befriedigen. Ja, das ist halt Googles Meinung. Am Ende vertreten diese Firmen ja nicht nur ihre eigenen Interessen, sondern auch die von Verbrauchern, also Konsumenten, die damit geschützt werden, wenn es noch andere Vertikale suchen oder Preisvergleiche geben würde. Und was man auch sagen muss, es sind viele amerikanische, das heißt viele, aber es sind auch amerikanische Firmen unter den Beschwerdeführern regelmäßig. Also da beschwert sich auch manchmal, ich weiß nicht wie es in diesem Verfahren ist, aber eine Expedia oder TripAdvisor oder Booking, die auch nicht zufrieden sind mit ihren US-Unternehmen und aber wissen, dass wenn überhaupt sie ihre Rechte nur in der EU durchsetzen. Wir werden mal sehen, wie hoch die Strafe wird. Ein Parkticket, wenn wir über eine dreistellige Mediationssumme sprechen, ist es aber trotzdem nur ein Parkticket für Google. Also das ändert sich nicht, leider. Und damit geht es weiter in die Schmuttel-Ecke und dann haben wir es auch schon geschafft für heute. Relativ wichtige Nachricht, glaube ich, wo es auch viel Kritik gibt, ist, dass die Trump-Administration das Verfahren, Also nicht ändert, aber anders enforced könnte man sagen. Und zwar ruft man jetzt Leute, die sich für eine Green Card, also die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in den USA interessieren, auf zuerst in ihre Heimatländer wieder zurückzureisen und von dort dann ihre Green Card zu beantragen. Oder mit anderen Worten, man schiebt Leute erst ab, um dann aus dem Ausland zu entscheiden, ob sie wieder in die USA gehen. rein dürfen? Man könnte sagen, das ist einfach nur das Enforcement von bestehenden Gesetzen. Trotzdem gibt es also viel Gegenwand, insbesondere auch aus dem Silicon Valley. Das ist, glaube ich, das Hauptthema, wo die Businesswelt in der Regel deutlich anders argumentiert als die Trump-Administration, obwohl die angeblich pro Business ist. Aber dass die massive Restriktion von Immigration immer schädlich ist für Unternehmen, hat man in den USA inzwischen eigentlich ganz gut festgestellt. Und da geht es natürlich vor allen Dingen um qualifizierte Einwanderung. Aber die US-Ökonomie, gerade der Service-Sektor, basiert natürlich auch ganz stark auf weniger oder noch weniger qualifizierte Einwanderung, die dann mit der Aufnahme des Jobs erst einen Beruf bekommt in den USA. Jemand hat es ganz gut, also mein Lieblingskommentar auf X war, jemand hat geschrieben, China könnte eine Atombombe in Silicon Valley werfen und es würde weniger Schaden anrichten als dieses Gesetz. Es geht hier um Familienmitglieder von Tech-Workern, es geht um Tech-Worker selber, die ans Ausland verschoben werden, bis sie den Prozess durchlaufen haben. Es geht um Studenten natürlich noch, die in den USA studieren, in der Hoffnung, da einen Job aufnehmen zu können und darüber die Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Für uns in Europa ist es im Zweifel gut, weil wir versuchen können, den Menschen ein besseres Zuhause anzubieten. Insbesondere, wenn sie ausgebildet werden möchten, arbeiten möchten, mit ihren Familien sich hier ansiedeln wollen. Aus US-Sicht ist es, glaube ich, das Beste, was man machen kann. Ich habe immer so das Gefühl, dass Trump dann mal am Ende so eine Art goldenes Visa, also es gibt ja schon ein goldenes Visum, aber dass es so eine Art abgeschnittenes Silbervisum geben wird, wo der Arbeitgeber einfach 200.000 zahlen muss, um den Mitarbeiter einzustellen. Ich glaube, in die Richtung geht es auch so ein bisschen, so klar haben sie es nur noch nicht gesagt, aber... Es ist natürlich eine Möglichkeit, die beiden Seiten zu vereidigen, indem man sagt, zu seiner irgendwie mal positiv formulierten nationalistisch angehauchten Wählerbasis, in Klammern Rassisten oder Immigrationsmaximalisten, den kann man verkaufen, wir lassen keinen mehr rein. Und der Businesswelt sagt man, wenn ihr das Geld zahlt, dann könnt ihr die schon, es kostet jetzt halt ein bisschen Geld, Ausländer einzustellen, aber wenn ihr die unbedingt braucht, dann kriegt ihr die, ihr müsst halt nur bezahlen und dann mit dem Geld sozusagen tun wir dann den anderen Leuten was Gutes oder irgendwie so. So wird am Ende der Ausgleich aussehen, glaube ich. Und immer wenn es Geld zu verteilen gibt und umzuverteilen, dann schaut Trump ja auch, dass er eventuell selber oder ein Familienmitglied da noch was von bekommen kann.
Genau, es ist schon möglich. Dazu muss halt noch irgendwie im Trump Tower eine Wohnung gemietet werden für zehn Jahre oder so.
Genau, so könnte das aussehen. Genau.
Gut, dann Enhanced Games.
Hast du die Enhanced Games im Fernsehen gesehen? Nee, aber... Hast du sie im Streaming mitverfolgt?
Nee, aber ich bin positiv überrascht. Also, was ich nicht gedacht habe, ist, dass sie so eine leichte Relevanz bekommen. Also, ich wurde darauf angesprochen. Ich habe gesehen, es war in der Tagesschau so. Also, es ist schon so gewissermaßen bis nach Deutschland gekommen. Aber ich bin auch enttäuscht. Und zwar bin ich enttäuscht, dass es lediglich die 50 Meter Freistil im Schwimmen geschafft haben, einen inoffiziellen Weltrekord zu brechen. Alle anderen sind, obwohl sie sich die ganze Zeit dopen und alles mitnehmen, was man mitnehmen kann, nicht schneller als die Weltrekorde. Was ist da los? Das ist doch eigentlich eine Blamage.
Nicht, wenn man den Twitter-Account von Christian Angermeier liest. Der ist ganz hingerissen von seinem eigenen Vermarktungsprodukt. Ich würde auch sagen, es ist massiv gefloppt. Es gab einen neuen, in Anführungsstrichen, Weltrekord. wenn man das so sehen möchte, es ist halt kein in Anführungsstrichen normaler Sport. Nicht, dass es in anderen Sporten nicht auch teilweise gedopt wurde, aber da versucht man es irgendwie ein bisschen einzudämmen. Du könntest halt genauso gut mit dem Außenborder durchs Becken fahren und sagen, du hast einen neuen Weltrekord. Also ich glaube, es wird Im großen Kampf um die Deutungshoheit gehen. Also das eine Lager wird natürlich sagen, das hier ist kein Sport und es ist ein Affront gegenüber jedem ehrlichen Athleten, der es versucht mit seinen ihm von der Natur gegebenen Mitteln und hartem Training zu erreichen. Und es gibt natürlich die ultra libertäre Fraktion, die sagen wird... Anything goes. Jeder ist sich selber nur verantwortlich und wie er den Weltrekord erreicht, ist doch egal. Und das hier sind die echten Weltrekorde so ungefähr. Wenn hier ein Weltrekord erreicht wird, dann ist das eben der offizielle. Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Im Moment sieht es nicht danach aus, als wenn es die Relevanz bekommt. Man kann, glaube ich, sagen, dass es aus Mediensicht, auch wenn Medien ihm viel zu viel Relevanz geben, tendenziell, glaube ich. Mediensicht ein relativer Flop ist, würde ich behaupten. Also ich habe gerade mal auf YouTube eingeben, die Top 3 Videos, die mir vorgeschlagen werden, haben irgendwie 35.000 Views, 90.000 Views, 190.000 Views. Also 190.000 Views ist weniger als meine KI-Keynote, damit ist alles gesagt. Also das ist nicht...
Damit hört der Podcast auf.
Ja, genau. Tschüss, bis nächste Woche. Ich sehe hier gerade noch den... Achso, das hier ist der offizielle Stream. Also der offizielle Stream... hatte 890.000 Views. Das ist definitiv das Median-Piece, was ich sehe, was am meisten hat. Alles andere ist so im fünfstelligen Bereich. 10.000, 70.000, uah, hier ist ein Short-Video von so einem Schwimmer, The Missile, James Magnuson, der sieht schon aus, als wenn das nicht so auf Natur gewachsen ist, ein bisschen. Also ich würde sagen, medial einerseits wurde überall darüber berichtet und gleichzeitig gab es nicht viele Leute, die sich da vorgesetzt haben. Eine Million Views auf dem Stream oder 800.000 Views auf dem Stream ist jetzt nicht groß. Damit würde es auch wirtschaftlich kein Erfolg gewesen sein. Man würde jetzt nicht viele Peptides und Supplements verkauft haben. Dass nur ein Weltrekord gebrochen wurde, zeigt, dass man entweder nicht die besten Sportler akquirieren konnte. oder den positiven Effekt von Doping nicht nachweisen können. Ich glaube, es geht eher um die Selektion der Sportler, dass zu viele der wirklichen Top-Athleten sich noch nicht in dieser zweitklassigen oder drittklassigen Liga messen wollten.
Oder dass die richtigen Sportler besseres Doping haben.
Oder dass die richtig Sportler schlauere Dopers, bessere Doping-Teams haben. Das ist auch eine Möglichkeit. Der Markt scheint es ähnlich zu sehen. Also nicht nur der Aufmerksamkeitsmarkt, sondern die Börse hat die Aktie auch eher ein bisschen runtergeschickt nach den Ernst Games. Also es ist da zu keiner positiven Überraschung gekommen, kann man zumindest sagen. Ich bin jetzt gespannt, ob die nochmal stattfinden werden und in welchem Zyklus man das macht. Ich glaube, man kann schon sagen, es ist ein Flop, einfach weil es nicht genug Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Was man natürlich gut geschafft hat, ist durch die Polarisierung, dass Medien sich eben doch damit beschäftigen und man es überall zumindest kurz verfolgen konnte. muss man sich so ein bisschen als Medien auch fragen, ob es diese Relevanz verdient. Aber das macht es natürlich spannend, dass es so ein polarisierendes Thema ist, dass Medien dann doch nicht ganz drum herum kommen. Aber dafür laufen die Streams dann erstaunlich schlecht.
Ja, aber ich habe schon unterschätzt, dass das halt bis hierhin irgendwie kommt. Also ich hätte gedacht, das kommt nicht aus unserer Bubble heraus.
Aber es wurde ja schon ein bisschen berichtet.
Und so schlecht sind die Zahlen ja dann auch nicht für irgendwie was ganz Neues.
Ja, aber eine Million Streams macht ein schlechter YouTube. Also nicht ein schlechter, aber... Überleg mal, für den Aufwand und ich hätte ja ein paar Streams dazu gekauft, allein schon, um die Relevanz herzustellen im Zweifel. Wenn man überlegt, wie günstig das gewesen wäre. Und also Fakt ist, dass du mit einer Million Streams nicht viele Supplements verkaufen wirst. Also da wäre ein paar Influencer bestechen oder einfach den Sportlern direkt das Geld geben, glaube ich, die schlauere Taktik. Das kann man sagen, das fängt ja gerade erst an. Das war die erste Ausgabe. Aber das ist ja nicht ganz unwichtig, wie so eine erste Ausgabe funktioniert, dafür, ob es überhaupt eine zweite geben wird.
Gut, fahr uns nach Hause. Gibt es noch gute Nachrichten?
Genau, weiß nicht, ob es gute Nachrichten sind, aber noch ein kleiner Nachklapp. Wir hatten mal darüber berichtet, dass die Samsung-Angestellten streiken, weil es durch die Speicherknappheit Samsung, dem größten Speicherproduzenten der Welt, so gut geht, dass sie erhebliche Windfall-Profits haben, also bei gleicher Produktion deutlich mehr Geld verdienen. Und die Angestellten haben gemerkt, das ist eine Chance. In der Industrie braucht man eine gewisse Grundausbildung, das kann nicht jeder machen. Und wenn wir nicht mitmachen würden, dann läuft es gerade gar nicht gut für Samsung. Deswegen hat man die Marktmacht ausgenutzt auf dem Arbeitsmarkt und gestreikt. Man wollte 15% des Operating Profit von Samsung, glaube ich, haben, was 400.000 Probeschäftigen entsprochen hätte. Jetzt hat man tatsächlich 290.000, 291.000 Euro Probeschäftigen bekommen. Das soll, ist so ein bisschen festgeschrieben, dass man in Zukunft 12,5%, also fast die Maximalforderung, des Operating Profit unter gewissen Voraussetzungen, dass es ein gutes Jahr ist, ein gewisser Gewinn insgesamt gemacht wird. Aber wenn das der Fall ist, dann kriegen in guten Jahren, man muss verstehen, Chips sind ein sehr zyklischer Sektor, es gibt auch sehr schlechte Jahre, aber in guten Jahren kriegen Mitarbeiter 12,5%, ein Achtel des Operating Profits von Samsung. Und das ist, wenn es Jahre wie jetzt sind, natürlich eine 300.000 Euro Bonus. Das ist natürlich, Krass, das ist das Zehnfache des medianen Einkommens in Korea. In Korea verdient man so 35.000, 38.000 US-Dollar, glaube ich. Und in Euro ist es ziemlich genau das Zehnfache des Jahreseinkommens des durchschnittlichen Koreaners oder Koreanerinnen. Und damit wäre es natürlich einer der besten Jobs, die man haben kann. Ich glaube, es wurde auch diskutiert, ob man nicht eine Dividende... Man könnte natürlich auch, weil das geht jetzt so ein bisschen in Richtung Sozialismus, aber es wurde auch diskutiert, ob man nicht stattdessen so eine Art Staatsfonds oder Staatsdividende daraus macht, dass jeder Koreaner ein bisschen davon abbekäme. Passt nicht so 100% zu Verfügungsrechten, würde ich sagen. Also warum sollte sich der Staat, also das sind jetzt auch Überprofite, an denen niemand anderen, also sagen wir mal so, Wenn das jetzt die Mineralölbranche ist oder so, da kann man auch argumentieren, dass andere wirklich darunter leiden. In dem Fall würde ich jetzt nicht sagen, ja klar, deren iPhones wären ein bisschen teurer. Aber den Case zu machen, warum man das komplett sozialisieren sollte... sehe ich nicht so. Und auch, also am Ende heißt es ja, ich saniere den Staatshaushalt auf Kosten von einem Unternehmen, dem es besonders gut geht. Das ist eine Art von Sozialismus, die ich definitiv nicht unterstütze. Also ich unterstütze Sozialismus prinzipiell nicht, sondern bin Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Das würde mir zu weit gehen quasi, dass man sagt, jetzt kriegen alle Koreaner was davon ab. Das könnte Samsung als Marketing machen, dass sie sagen... Wir bieten ihnen 250.000 pro Angestellten und dafür zahlen wir 1.000 Euro noch jedem Koreaner in sein Altersvorsorge-Depot. Also das fände ich gutes Marketing, um zu sagen, uns geht es so gut, wir möchten auch gesellschaftliche Verantwortung legen, aber es sollte freiwillig sein. Fände ich gut, wenn Firmen das machen. Der Staat sollte uns aber nicht auferlegen. Und dass die Mitarbeiter hier dafür kämpfen, in einer Position, in der sie viel Macht haben, sich mehr Anteil an den Gewinnen, die sie ja mit erarbeitet haben, zu holen, finde ich Das ist Marktwirtschaft. Also wer dagegen jetzt was hat, dann bist du kein Fan von Märkten, weil wenn Mitarbeiter in einem engen Arbeitsmarkt sagen, der Firma geht es gerade gut und gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von Mitarbeitern, weil das jetzt die schlechteste Phase ist, um einen längeren Streik zu haben, wenn wir eigentlich immer Akkord produzieren müssen, dann dafür neue Arbeitnehmerrechte zu kämpfen oder für bessere Vergütung. So sollten Märkte ja funktionieren. Ansonsten bist du nicht für Märkte, wenn du das nicht, in dem Fall da nicht einsiehst, wenn es mal ausnahmsweise um die Marktmacht von Mitarbeitern geht. Finde ich ganz spannend. Es ist natürlich schade, dass wir in Deutschland lange Zeit kein Unternehmen hatten, was in so einer Marktlage wäre, um sich diese Luxusprobleme oder diesen Luxusproblemen zu stellen.
Und zum Schluss noch ein bisschen Slop.
Genau, dann gibt es... Das ist keine Good News, aber ich fand es trotzdem ganz spannend. Unter anderem CNET berichtet darüber, dass es jetzt eine neue Studie gab von der Cornell University und University of California LA, wo man viele Millionen Dokumente, wissenschaftliche Dokumente durchsucht hat, Veröffentlichungen. Und dabei 150...
Ich weiß genau, was dich nervt. Dieses scheiß Overlay-Video hat mich auch schon geärgert.
Ja, aber ich weiß nicht, wo es startet. Das ist auf CNET. Und zwar berichtet unter anderem CNET von einer neuen Studie der Cornell University und University of California in L.A. die Millionen von wissenschaftlichen Papieren. Ey, was ist denn das für eine Webseite? Okay, ich suche mir jetzt eine andere... Also, ich gehe nie wieder auf CNET, weil ein Autoplay-Video im Hintergrund startet, was ich nicht wegklicken kann und mir einfach... Blabla auf die Ohren ballert. Stattdessen berichtet Nature unter anderem von einer neuen Studie der Cornell University und University of California in L.A., wo man gefunden hat, dass in Millionen von Dokumenten, wissenschaftlichen Dokumenten, allein 150.000 falsche Zitate aufgefunden werden konnten. Das passiert natürlich, wenn man sie mit Hilfe von KI-Unterstützung schreibt. Ich finde das aus vielerlei Hinsicht spannend. Das eine zeigt, dass man eben KI nicht 100% vertrauen sollte. Das ist so ein bisschen die Dumbo-Interpretation dieser News. Was ich spannender finde ist, wenn du es wissenschaftlich rausfinden kannst, zeigt das Ganze von dem Grundproblem. Also warum finden wir es nicht einfach raus und machen den Prozess, bevor wir die Papiere in den Markt lassen? Sollte es doch einfach so wie wir ein Peer-Review-Verfahren haben, kann man ja ein AI-Review. Also diese Forscher, die das rausgefunden haben, die werden ja auch irgendwas genutzt, ganz egal, ob es ein KI- oder deterministisches System ist oder irgendwie Mass Labor. Wenn die das rausfinden können, dann sollten es die Publizierenden auch rausfinden können. Und damit ist das Problem schon gar kein so großes Problem mehr, weil das heißt nur, wir müssen unsere Arbeitsabläufe ein bisschen anpassen. Und man kann das, glaube ich, als Analogie für ganz viele Einsatzthemen von Nämlich wo wir sagen, das halluziniert und deswegen können wir es nicht nutzen. Das habe ich in so und so vielen Fällen entdeckt. Ja, geil, aber wenn du das entdecken konntest... dann löst doch einfach das Halluzinationsproblem. Dann heißt es auch nur, du musst eine Schleife mehr gehen und dann hast du es gelöst. Und jetzt könnte man sagen, man sollte eben jedes wissenschaftliche Paper durch so einen Prozess laufen lassen und dann habe ich doch einen Großteil der Halluzination offen besichtlich gelöst und dann schreibt man es nochmal ordentlich oder lässt es korrigieren von der KI oder lässt die KI mit der anderen KI so ein bisschen adversarial diskutieren. Problem gelöst oder zumindest deutlich gelöst. Ein schönes Beispiel dafür ist die Webseite, die ich schon mal mehrmals erwähnt habe, von Damien, wie heißt er, Charlotte, Forscher an der HEC Paris. Und der führt eine Datenbank mit KI-Halluzinationsfällen aus der Juristerei. Also wann immer Anwälte mit falschen Zitaten, Präzedenzangaben, Verweisen auf andere Fälle auffällig werden, dann führt er darüber ein Register, wo das Spannende ist, dass das eben auch richtig passiert in der Urteilsbegründung, die KI genutzt haben. Und der hat aber das Richtige gemacht. Der hat gesagt, ich kann das automatisiert rausfinden und tracken, Also kann ich auch ein Tool bauen, nämlich einen Automated Reference Checker, den er Pelikan genannt hat, also Pelikan, wie AI Pelikan. Und der macht quasi das, was er als wissenschaftliche Arbeit macht, nämlich solche Fälle aufdecken, macht er als Service. Und das ist halt genau die Logik, die du mit den wissenschaftlichen Schriften machen müsstest, dass du sagst, da wird halluziniert, also alles was ich brauche ist ein Service, der die Halluzinationen, entdeckt und überprüft. Ich muss nur eine extra Runde machen oder zwei extra Runden. Ein Human-in-the-Loop-Verfahren, ein Cross-Check mit dem deterministischen Verfahren, ein Cross-Check mit der anderen AI, ein Majority-Vote-Verfahren zwischen verschiedenen AIs. Es gibt so viele Lösungen dafür. Und das andere ist, dass natürlich das falsche Zitate lange vor der KI gab. Also man kann gut nachweisen, dass das deutlich angestiegen ist mit KI, aber richtig ist auch, Menschen haben schon falsche Zitate gemacht, lange bevor das passiert. Ein anderes Thema, was zu Kritik auch gehört ist, dass die KI überwiegend... besonders reputable und damit oft männliche Quellen zitiert, also das Bias der Forschung verstärkt. Auch da muss man fairerweise sagen, das hat die KI sich natürlich nicht ausgedacht oder ist kein Fehler der KI, sondern ein Fehler des bisherigen Forschungsapparats oder der Praxis von wissenschaftlicher Publikation, dass man sich im Zweifel auf Koryphäen bezieht und diese in der Vergangenheit zu oft männlich waren oder das Männliche als schlauer oder relevanter wahrgenommen wurden. teilweise vielleicht korrekterweise, teilweise oder ganz oft sicherlich auch ohne guten Grund. Und natürlich kann das der Anspruch sein, dass KI das besser macht. Gleichzeitig muss man, glaube ich, immer sehr gut messen, wo ist die Human Baseline und nicht jedes Problem, was die KI hat, was gar nicht an der Technologie liegt, dann der KI zu schieben. Ich finde es ganz spannend, weil es so für mich stark symbolisiert, was diese ganze Debatte, was KI kann und nicht kann, zeigt und wie einfach es wäre, große Teile davon zu lösen. Das ist so ein bisschen wie Facebook, die sagen, 5% unserer Posts waren rechtswidrig, haben wir festgestellt im Transparenz-Report. Und dann fragst du dich, ja, aber wenn ihr es feststellen könnt, warum könnt ihr sie nicht früh genug Also entweder muss es noch deutlich mehr geben, die ihr nicht mehr erkannt habt, oder wenn ihr sie für den Transparency Report erkennen könnt, warum könnt ihr dann das Problem nicht lösen, zumindest deutlich besser lösen als zuvor. Ist ja genau die gleiche Debatte. Und im Zweifel finde ich immer, Probleme, die man gut quantifizieren und identifizieren kann, sind die, die schon halb gelöst sind. Weil da braucht es dann nur noch Action und Willen und Aufwand und Geld, um das zu lösen. Wenn du es intellektuell gelöst hast, dann ist ja die größte Arbeit schon getan, wenn es quantifizierbar wird. So, und damit entlassen wir euch in diese Hitzewoche. Hier wären heute 30 Grad, deswegen gab es ein bisschen Background, weil man die Fenster schon morgens noch auflassen muss, um die Wohnung noch einmal kalt zu bekommen, falls man so ein bisschen Spielplatzgeräusche im Hintergrund hatte. Und dann hören wir uns am spätestens Samstag. Wieder.
Ich hoffe dann noch nicht mit dem Open Air. Gebt euch gut ein. Immer schön Wasser trinken. Bis Samstag.
Gebt euch gut ein.
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