Doppelgänger Folge #568 vom 5. Juni 2026

Was die KI-Kritiker übersehen | S&P 500 ohne SpaceX | NSA nutzt Anthropic Mythos für Cyberangriffe #568

Ed Zitron, Scott Galloway und Gary Marcus warnen vor dem AI-Crash. Wie ernst muss man sie nehmen? ChatGPT knackt die Milliardenmarke an monatlichen Nutzern, OpenAI Codex meldet 5 Millionen Weekly Active Users mit sechsfachem Wachstum gegenüber Februar. WSJ enthüllt: Auf Sam Altmans Vorschlag erwägt die US-Regierung finanzielle Beteiligungen an den großen KI-Firmen. Anthropic erweitert sein Mythos-Programm auf 150 Organisationen weltweit. FT berichtet, dass die NSA Mythos jetzt offensiv für Hacking nutzt. Meta begrenzt sein Mitarbeiter-Überwachungstool nach Belegschafts-Backlash und launcht zeitgleich AI-Agents für WhatsApp Business. Google kauft heimlich Code von Play-Store-Entwicklern fürs AI-Training. Alibaba Qwen 3.7+ kommt multimodal zu einem Bruchteil der westlichen Preise. S&P 500 hält an Profitabilitätsregeln fest, keine Aufweichung für SpaceX. Morningstar bewertet SpaceX bei nur $780 Mrd., der Hälfte des IPO-Ziels. Alphabet erhöht seine Kapitalmaßnahme auf $85 Mrd., das größte Equity-Offering der Geschichte. Anthropic warnt vor Recursive Self-Improvement. Meta hat heimlich Gesichtserkennung in die Smart Glasses eingebaut. Peter Thiels Founders Fund startet ein YouTube-Format mit Tech-CEOs als Mafia-Spielern.


Unterstütze unseren Podcast und entdecke die Angebote unserer Werbepartner auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠doppelgaenger.io/werbung⁠⁠⁠⁠⁠⁠. Vielen Dank! 


Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) AI-Bären-Debatte

(00:34:54) ChatGPT 1 Mrd. Nutzer & Codex bei 5 Mio. WAU

(00:44:16) US-Regierung will Stake an AI-Firmen

(00:47:35) Anthropic dehnt Mythos Access aus

(00:49:27) NSA nutzt Anthropic Mythos offensiv für Hacking

(00:53:50) Meta limitiert Mitarbeiter-Tracking nach Backlash

(00:56:16) Google kauft Play-Store-Code für AI-Training

(01:00:40) Alibaba Qwen 3.7+ zum Spotpreis

(01:02:07) SpaceX-IPO konkret: $135/Aktie, Trade Republic

(01:05:56) S&P 500 bleibt hart, kein Frühzugang für SpaceX

(01:08:53) Morningstar halbiert SpaceX auf $780 Mrd.

(01:12:24) Alphabet raised $85 Mrd. (Rekord-Equity-Offering)

(01:19:01) Anthropic Recursive Self-Improvement

(01:24:43) Meta Smart Glasses mit heimlicher Gesichtserkennung

(01:26:07) Mafia: The Game von Founders Fund


Shownotes

Ed Zitron Bloomberg Podcast - youtube.com

Ed Zitron: Anthropics Profitability Swindle - wheresyoured.at

Scott Galloway: 95% der KI-Investments ohne Return, 50-70% Korrektur in 24 Monaten - the-ai-corner.com

ChatGPT-App knackt 1 Mrd. monatliche Nutzer in Rekordzeit - reuters.com

OpenAI launcht Codex for Knowledge Work - openai.com

US-Regierung diskutiert Beteiligungen an AI-Firmen - wsj.com

Anthropic to expand Mythos access - ft.com

Uber begrenzt Claude-Code-Nutzung, um Kosten zu sparen - bloomberg.com

Snowflake-CIO: Layoffs als Druckmittel, damit Mitarbeiter KI nutzen - theinformation.com

Metas AI-Agent für WhatsApp Business weltweit verfügbar - techcrunch.com

Meta rollt Mitarbeiter-Tracking-Tool nach Belegschafts-Backlash zurück - theinformation.com

US National Security Agency using Anthropic’s Mythos for cyber attacks - ft.com

Google kauft heimlich Code von Play-Store-Entwicklern fürs KI-Training - 404media.co

Alibaba Qwen3.7+: Text, Video, Bilder ab $0,40-$1,60 pro Mio. Token - venturebeat.com

SpaceX will $75 Mrd. im Rekord-IPO einsammeln - bloomberg.com

Morningstar bewertet SpaceX bei $780 Mrd., nur die Hälfte des IPO-Ziels - reuters.com

Wild Twist: SpaceX kommt doch nicht früh in den S&P 500 - marketwatch.com

Sitecore übernimmt Scrunch für $225 Mio. - bloomberg.com

Alphabet raised $85 Mrd. für AI: größtes Equity-Offering aller Zeiten - thenextweb.com

GitLab cuttet 14% der Belegschaft für AI-Workload-Skalierung - techcrunch.com

CrowdStrike Q1 2027 Earnings - cnbc.com

Anthropic Institute: Recursive Self-Improvement - anthropic.com

Anthropic fordert globale KI-Entwicklungspause wegen Self-Improvement-Risiko - wsj.com

Meta-Smart-Glasses mit Gesichtserkennung und Nametag - wired.com

Tech Celebrities Playing Mafia - newcomer.co


📧 Abonniere jetzt den Doppelgänger Newsletter auf⁠⁠⁠⁠⁠⁠ doppelgaenger.io/news⁠⁠⁠⁠⁠⁠ und erhalte jeden Montag die relevanten News der Woche 📧

👋 Aktuelle⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Werbepartner des Doppelgänger Tech Talk Podcasts⁠⁠⁠⁠⁠⁠, unser Sheet und der Disclaimer 👋

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 568 am 6. Juni 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Wir fangen heute mit einer Hörerfrage an. Und zwar hat Jan uns eine E-Mail an podcast.doppelgänger.io geschrieben und wünscht sich, dass wir uns den Researcher Ed Citrin einmal anschauen. Jan beschreibt AdCitron als einen AI-Bär, welcher den AI-Boom als eine gefährliche, auf irrationalem Optimismus basierende Blase sieht. Also es werden Milliarden für Rechenzentren und GPUs ausgegeben, ohne nachweisbare Renditen oder ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen zu können. Mir scheint, die Woche hat sich ein bisschen gewendet. Montag war noch so, wir ballern alles rein und dann kamen auf einmal die AI-Kritiker raus. Also mein Feed war eigentlich voll. Kurz vor dieser E-Mail habe ich auch so ein Video von Ed Citrin gesehen auf Bloomberg. Zehn Minuten hat er so seine Thesen da rausgehauen. Dann kam Ray Dalio irgendwie raus, hat irgendwas darüber erzählt. Dann Scott Galloway. Kriegst du langsam irgendwie ein bisschen Panik, dass die Party bald vorbei ist? Oder haben wir jetzt besten Content für die nächsten 24 Monate, in dem wir jede Woche den AI-Boom und Bust vorhersagen können?
Also das Letztere auf jeden Fall. Ansonsten Panik habe ich nicht. Wovor soll ich Panik haben?
Also es gibt glaube ich keinen Grund. Keine Ahnung. Anthropic Lockup Period.
Und auf einmal ist die Kohle weg. Ach, ich glaube, damit bin ich ganz... Also, dass da noch ein Risiko besteht, ist mir bewusst, aber... Nee, nee, also Panik ist der falsche Begriff. Ich würde dir beipflichten, dass es eine Woche ist, wo die Newslage eher AI-skeptisch war, um es mal vorsichtig zu sagen. Die Nachricht von dem Hörer Jan würde ich auch eher als stellvertretend einordnen. Das kam tatsächlich aus verschiedenen Ecken. Ich weiß nicht so richtig, wie Ed Citrin... Also, der ist mir länger bekannt. Ich lese dessen Newsletter auch. Also warum auf einmal so viele Leute auf den aufmerksam geworden sind, weiß ich nicht so richtig, ob das algorithmisch passiert ist oder ob so viele Leute hier hauptberuflich Bloomberg-Podcast hören. Ich würde den jetzt typischerweise nicht als Researcher beschreiben, vielleicht auch jemand, der auch Research macht. Ich glaube hauptberuflich ist er Journalist, Buchautor und PR-Spezialist und ich glaube, das macht er auch ganz gut.
Also die These, die er raushaut, ist, es gibt kein ROI. Also es ist nicht messbar. Die Leute können weder messen, was sie für AI ausgeben. Das meiste wären subventionierte AI-Subscriptions und der ROI wäre auch nicht messbar. Und dann geht ja so ein bisschen auf das Beispiel von Uber, der COO, der irgendwie gesagt hat, hey, wir wissen gar nicht, was uns das bringt und wir haben hier ein bisschen viel ausgegeben.
Ja, genau. Also Ich würde sagen, der ist auf jeden Fall so ein bisschen der Ursprung allen Übels. Dieses Zitat von dem Uber-COO, der gesagt hat, sie hätten da das Geld in Q1 schon verbrannt. Kann ich so richtig messen, wie es der Firma jetzt dadurch besser geht. Einerseits ist das so ein bisschen stark anekdotische Evidenz. Andererseits ist das was, was man durchaus insbesondere von CFOs und Controllern ganz viel hört, dass sie zwar Budgets für AI freischaufeln müssen, und die irgendwo finden müssen und gleichzeitig aber sehr schwer messbar ist, wie man das eigentlich rechtfertigen kann. Also ich würde das jetzt nicht so als Einzelmeinung abtun, aber trotzdem greift es, glaube ich, ein bisschen zu kurz und alle Leute stürzen sich auf die These, so wie damals mit dieser These, 95 Prozent der Unternehmen sehen den ROI nicht. Das gab es ja auch schon mal von dieser MIT-Studie, die jetzt natürlich auch gleich wieder mit hochkommt, obwohl wir schon mal alle verstanden hatten, dass das vielleicht nicht so tragfähig ist. Genau, ansonsten ist die Kritik, die Jan hier noch erwähnte in dem Brief, eine auf irrationalem Optimismus basierende Blase, Unternehmen Milliarden für Rechenzeiten, Zentrum und GPUs ausgeben, ohne nachweisbare Rendite oder ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen zu können. Ich würde ihm schon mal insoweit widersprechen, dass jeder Hyperscaler, der gerade nicht hunderte Milliarden in Datacenter investiert, macht glaube ich seinen Job falsch. Ich habe das jetzt ja schon mehrmals gesagt. Die Hyperscaler sparten und die setzen sich natürlich aus klassischen Datacentern und AI-Anwendungen zusammen. Nicht alles, was darin gerechnet wird, ist AI. Aber das Vermieten von NVIDIA-GPUs ist erstmal ein sehr tragfähiges Geschäftsmodell. Es wächst schnell und hat über 30% operative Marge. Jetzt kann man sagen, die Marge kommt nur, weil die großen KI-Labore da zu teuer, in Anführungsstrichen, die Ressourcen mieten müssen und die wiederum hätten kein Geschäftsmodell. Und ohne das gäbe es dann auch diese Mieter nicht und dann wären auch die Restländer nicht ausgelastet. So könnte man das sehen. Das ist auf jeden Fall, was man beobachten sollte und im Hinterkopf behalten sollte. Ich glaube trotzdem, dass das eine verkürzte Darstellung ist. Ich habe das ein bisschen auf Discord, wird das auch immer relativ belebt diskutiert und ist auch gut so. Wie gesagt, ich lese diese AI-Bärden auch alle. Ein anderer ist zum Beispiel Gary Marcus, der sich sehr skeptisch in der Regel äußert. Ich würde das aber gleich nochmal kommentieren, wie ich das sehe. Also, dass es eine Debatte gibt, finde ich total gut. Gleichzeitig, ich hatte das mal neulich sehr verkürzt zusammengefasst, Das ist das erste Produkt, wofür Leute 100 Milliarden ausgeben, was angeblich keinen Wert hat und nutzlos ist. Mal ein bisschen zugespitzt formuliert. Ich kann das jetzt einmal ganz persönlich an meinem Beispiel klären. Ich habe es schon ein paar Mal gesagt, würde mir jetzt ChatGPT oder Claude 500 Dollar im Monat abverlangen und ich verbrauche weniger Tokens als das, bin ich mir relativ sicher. Vielleicht in dem Bereich. Ich würde das sofort zahlen und ich glaube, es gibt vielen Leuten, die KI einsetzen. Also glauben wir, dass 80% der Entwickler, die inzwischen KI nutzen, sagen, nee, ab morgen schreibe ich das wieder alles selbst. Klar könnten die das, aber hätten sie Bock darauf nochmal? Wäre das sinnvoll? Ist es nicht sinnvoll, dass die 1000, 2000 Dollar zusätzliches Budget bekommt, um den Code zu generieren?
Ja, aber natürlich Entwickler lieben damit zu arbeiten, aber jetzt nach vorne weg oder hinten raus, was wird denn besser dadurch? Wenn du zum Beispiel sagst, die Hyperscaler hatten diese verschiedenen Hypes von Cloud, von Mobile und so, dann sind ja hinten raus immer irgendwelche krassen Produkte rausgekommen. Mobile, vielleicht Uber, Instagram oder sowas, Cloud. Ohne Cloud würde es wahnsinnig viele Internet-Startups überhaupt nicht geben. Die hätten sich gar nicht leisten können, anzufangen, würde ich mal sagen. Aber was wurde denn jetzt wahnsinnig besser? Haben wir irgendwas als Endkonsumenten, außer OpenAI, Anthropic, selbst als Nutzer, das jetzt maßgeblich besser wurde? Wir sehen ja, also da kenne ich bis jetzt keine Geschichte. Ich kenne auch keine Geschichte, dass irgendwie maßgeblich dann, also außer diese AI-Washing, dass man so ein bisschen sagt, hey, wir werfen die Leute jetzt raus wegen AI. So richtige Früchte haben wir doch jetzt noch nicht bekommen, oder?
Gegenfrage. Bloß weil wir das gerade noch nicht sehen, glauben wir, dass das nicht kommen wird? Also Uber ist auch nicht irgendwie am Tag 1 des Smartphones entstanden.
Ja, aber du hattest ja schon so eine gewisse Magie. Ich kann mich zum Beispiel erinnern, als Uber das erste Mal in London verfügbar war.
Ja, um dich an dein eigenes Wort zu erinnern, das Smartphone hat uns vor allem die Taschenlampe und ich trinke ein Bier aus beschert am Anfang. lange bevor irgendwie GPS sinnvoll genutzt wurde und Lieferando und Uber geboomt haben. Würde ich jetzt nochmal behaupten.
Das ist einfach von jedem geflasht, als das rauskam.
Weiteres Beispiel. Glaubst du, Jan würde Claude jemals nochmal zurückgeben? Oder was wäre Jans Zahlungsbereitschaft für Claude? Glaubst du, er würde die Shownotes irgendwann nochmal händeschreiben?
Hast du mal die Shownotes gelesen?
Sind die besser geworden seitdem Claude die macht? Sind die dafür da, dass der Host die liest? Keine Ahnung. Glaubst du...
Mir ist egal, was die Leute damit machen, ich will das Endergebnis sehen.
Und das Endergebnis ist aktuell... Das Endergebnis ist, dass Jan heimlich acht Podcasts schneidet inzwischen und nicht mehr nur unseren. Es ist so. Also ich persönlich würde sagen... Ich kann deutlich mehr Zeit in guten Research meiner Vorträge zum Beispiel stecken, weil das Folien erstellen schneller geworden ist oder teilweise schneller geworden ist. Plus der Research geht besser. Ich glaube, die Qualität meines Research ist tendenziell gestiegen, weil ich die Zeit für sinnvolle Sachen nutzen kann und nicht in irgendwelchen Rabbit Holes ewig versinke in der Recherche, sondern weil ich zumindest erstmal einen guten Aufschlag bekomme und mich dann weiter tiefer entweder informieren kann oder es auch lassen kann. Coderstellung, Customer Service.
Du hast jetzt einen guten Praktikanten für 200 Dollar im Monat.
Konntest du den vorher haben?
Klar.
Hatte ich 400 Euro im Monat gekostet vielleicht. Naja, aber ich meine, Claude generiert jetzt besseren Code schon als der durchschnittliche Outsourcing-Entwickler in Indien, würde ich behaupten. Also sagen wir, du willst einen Marktplatz bauen. Du willst einen Marktplatz für Yacht-Charter bauen. Früher hättest du 500, also um irgendwie erstmal ins Laufen zu kommen, 500 Anbindungen an Webseiten. Das wären alle Scraper gewesen, weil keiner dieser Anbieter hat eine API natürlich. Dann musst du 500 Scraper bauen. Das hätte dich Monate an Entwicklerarbeit gekostet. Heute 500 Scraper würde ich sagen, dauert eine Woche, wenn du dich dumm anstellst. Wenn du Glück hast, schaffst du es. Also sagen wir so, die ersten 80% kriegst du mit, du payst jetzt nur die URL an Cloud und der holt dir zweimal täglich alle Angebote und Preise daraus. Also ist ein Task, der 100% heute so geht. Es gibt dann trotzdem Fehler. Aber wenn du mal weißt, wie Scraper funktioniert haben, die du dir in Indien hast bauen lassen, da hast du auch alle zwei Tage ein 404 bekommen oder keine Antwort von der API oder von deinem Control Demon. Wir können darüber reden, ob das ein Hype ist. Keine Frage, dass vielleicht zu viel investiert wird. Keine Frage. Allein schon dadurch, dass so viel investiert wird, wird es ja auch viel zu teuer. Also die Preise für die Dinge, die in dem Datacenter drin sind, haben sich tendenziell alle verdoppelt. Schau dir die Margen an von Samsung, Micron und so weiter. Denen geht es ja allen nicht schlecht. Die Gas-Turbinen kosten auf einmal doppelt so viel. Die Arbeiter, die das bauen, kosten auf einmal doppelt so viel. Das wird jetzt nicht effizienter dadurch. Aber zu sagen, das wird alles niemals gebraucht werden... Ich sehe dafür überhaupt nicht die Anzeichen. Richtig ist, wir haben keine guten Wege gefunden, es zu messen. Nicht hinter aller Nutzung steht schon ein profitables Geschäftsmodell. Aber zu sagen, die wären alle chronisch pleite, oder Citrin geht ja so weit, die dürfen nicht an die Börse gehen, weil sie lossy sind, lossmaking. Also wenn wir Firmen nicht an die Börse gelassen hätten, weil sie Verluste machen, dann gäbe es die Nasdaq nicht. Oder 80% der Unternehmen an der Nasdaq nicht. Mein Gefühl ist so ein bisschen, dass das gerade en vogue ist und dass natürlich in so einem Superhype brauchst du immer die Bären. Du brauchst den Typen, der damals die Immobilienblase irgendwie gecallt hat. Du brauchst deinen Niklas Telep, der immer irgendwie Dauerbär ist und 20 der letzten vier Krisen richtig vorausgesagt hat. Damit kriegst du Öffentlichkeit und ich glaube, Ed Citrin ist sehr gut darin, die zu generieren. Wenn du dir mal schaust, wie er auftritt, dann wirkt der jetzt nicht super seriös. Der macht teilweise gute Analysen, das gebe ich ihm auch. Aber er und noch mehr Gary Marcus. Gary Marcus habe ich früher viel gelesen. Ich lese mir sowohl politisch, aber auch zu technologischen Themen immer auch die Kritiker durch, weil ich es super wichtig finde, die Seite zu verstehen und weil man ganz viel daraus lernen kann. Aber Gary Marcus kann ich inzwischen nicht mehr lesen, weil ich keinerlei oder fast 80% und bei Ed Citrin ist es ähnlich, 80% der Sachen sind inzwischen ideologisch und nicht mehr auf Fakten basiert. Also wenn du sagst, das ist alles und darf deswegen nicht an die Börse, dann hast du den Bezug zur Wirtschaftswelt entweder verloren oder hast ihn nie gehabt. Also verstehst gar nicht, wie Börse funktioniert. Wenn du sagst, KI ist nur eine Halluzinationsmaschine, die niemals zu irgendwas zu nutzen ist, während hunderte, tausende von Firmen Milliarden dafür zahlen, es nutzen zu dürfen und sich hinten anstellen und darauf warten, es nutzen zu dürfen, teilweise ihre Limits rationiert werden, damit es überhaupt noch jedem angeboten werden kann usw., dann bist du vielleicht ein bisschen weit weg von der Realität. Und klar schwanken wir hier manchmal auch ein bisschen zwischen Überoptimismus, also ich rede jetzt mal nur von mir, aber mir wird abwechselnd vorgeworfen, zu skeptisch zu sein oder überoptimistisch. Wenn beide Lager mir das regelmäßig vorwerfen, ist vielleicht auch ein gutes Zeichen. Aber ich finde bei Citrin und Gary Marcus, die guten Kommentatoren waren früher, ich glaube, dass sie einfach, weil sie die Aufmerksamkeit, die sie bekommen, je kritischer sie sich äußern und je mehr sie Bullshit callen, desto mehr werden sie zu CNBC und TVPN und was weiß ich eingeladen. Und das ist fair, ist ein gutes Business, gehört auch zur Blase dazu. Aber ich finde jetzt nicht mehr so viele interessante Fakten da drin wie früher. Wir gehen mal rein, also der aktuelle Artikel, womit Ed Citrin das so ein bisschen losgetreten hat alles. Wir packen natürlich auch sein Interview mit Bloomberg mal in die Shownotes, da kann man sich selber... ein Bild machen. Aber sein letzter Artikel ist vom 21. Mai, ist nicht ganz der letzte, glaube ich, ne Sekunde. Genau, es gab inzwischen drei andere, das ist hier sehr aktiv gerade. Aber der hieß zum Beispiel Anthropics Profitability Swindle. Da setzt er sich mit dieser Äußerung, dass sie mal einen Monat profitabel waren, wie sie selber gesagt haben, auseinander und behauptet, das würde nur passieren, weil sie Kolossus mehr oder weniger kostenlos zur Verfügung gestellt bekämen. Also weil diese Mietkosten von 1,25 Milliarden im Monat, die sie zahlen, also Entropic mietet, Datacenter bei XAI und da gibt es so eine Ramp-Up-Phase und da zahlen sie weniger als die volle Summe und weil sie quasi diese Chips besonders günstig bekommen oder mieten dürfen, nur deswegen werden sie profitabel. Jetzt musst du entweder glauben, dass Entropic keinen Zugang zu anderen Chips hat, außer davon XAI. Oder gibt es eine andere Erklärung dafür? Eigentlich musst du das glauben. Sie haben hier maximal 1,25 Milliarden geschenkt bekommen. Also tatsächlich wahrscheinlich weniger als die Hälfte. Es geht um eine Ramp-Up-Phase, da zahlen Sie nicht die volle Summe. Das heißt, irgendwas zwischen 0 und 1 Milliarde bekommen Sie im schlimmsten Fall geschenkt, wie er hier unterstellt, mehr oder weniger. Aber gemessen am Gesamtumsatz von 5 Milliarden im Monat, wo wir gerade sind... Dann sagen wir mal, wir nehmen das maximal schlechte Szenario, das maximal skeptische Szenario, das wäre Elon Musk, den wir als Wohltäter kennen, der andere KI-Firmen gerne unterstützt, schenkt Anthropic eine Milliarde im Monat. Jetzt wo ich das sage, was man sich schon vorstellen könnte, ist, ob Elon Musk mit Absicht gesagt hat, er macht die ersten zwei Monate besonders günstig und die anderen besonders teuer, damit der Long-Term-Value dieses Kontrakts höher ist. Also einfach gesagt, ich könnte ja drei Probemonate geben und ich mache die anderen Monate 25% teurer, um quasi den Long-Term-Value des Vertrags höher zu machen und trotzdem würde er den Tropic unterschreiben, weil es sozusagen der gleiche ist, wie auch immer. Entropic könnte hier eine Milliarde geschenkt bekommen haben von Elon Musk, was ich nicht glaube. Aber sagen wir mal, das ist passiert und nur deswegen ist Entropic profitabel geworden. Wir wissen, dass Entropic ungefähr 5 Milliarden Umsatz macht im Monat gerade. Und wenn diese eine Milliarde wirklich das Einzige ist, was sie profitabel gemacht hat, dann würden sie im Worst Case eine Milliarde Schattenverlust machen. Eine Milliarde Verlust bei 5 Milliarden Umsatz ist eine operative Marge von minus 20%. Und jetzt will mir Erzitron erklären, weil Entropik minus 20% Verlust noch macht, bei einem Wachstum von 1000%, sie verzehnfachen sich hier und hier, wäre das höchst problematisch und diese Firma würde niemals einen Gewinn machen? Also glaubst du nicht, dass sie irgendwann mal Sollte das so wahr sein, ein Fünftel der Kosten nochmal rausoptimiert bekommen, beziehungsweise dass sie durch das schnellere Wachstum irgendwann so viel Umsatz aggregieren, dass gewisse Gemeinkosten wegfallen oder relativ gesehen weniger werden, also du einen operativen Hebel hast. Also ich finde das wirklich konstruierte Kritik. Du kannst sagen, mit jedem Euro Umsatz, den sie machen, erhöhen sich auch die Kosten in Zukunft. Das wird wahrscheinlich so sein. Dann musst du davon ausgehen, dass sie keine Rohmarge haben oder eine Rohmarge von unter 20 Prozent oder sowas. Das glaube ich ist nicht der Fall. Ich glaube, sie ist zwischen 40 und 50 Prozent. Fakt ist, wir werden das alles mit dem IPO-Prospekt sehen und dann werde entweder ich sehr dumm aussehen oder etc.
Genau, Ad Citron geht davon aus, dass dann gezeigt wird, dass die alle mega krasse Verluste machen, dass die Zahlen auch nicht so ganz richtig sind und dass es dann einen Massaker gibt.
Die werden natürlich Verluste machen, das ist ja trotzdem richtig, aber die wichtige Information hier ist ja... Machen Sie eine positive Rohmarge mit dem Verkauf von Tokens. Da bin ich mir relativ sicher, dass das passiert. Entropic hat auch keine historischen Anzeichen dafür, dass sie regelmäßig lügen, was eigene Zahlen angibt. Das konnte man ihnen bisher nicht einmal vorwerfen. Deswegen verdienen sie, glaube ich, auch ein bisschen Vertrauen da. Jetzt sagen wir, sie haben eine positive Rohmarge. Sie werden trotzdem Verluste machen, weil das Training der Modelle natürlich relativ... teuer ist, schaut man sich aber das Kapital an, was in Shopping Instagram aufgenommen ist, dann kannst du jetzt auch nicht sagen, dass sie unheimlich schnell da durchgebrannt haben in der Vergangenheit. Ich würde behaupten, sie haben diese Runrate von 60 Milliarden, wie ich glaube, relativ kosteneffizient aufgebaut. ehrlich gesagt, mit dem Kapital. Das ist die andere Kritik immer, dass man hier von ARR sprechen würde, obwohl es natürlich kein Annual Recovering Revenue ist, sondern API Revenue oder Consumption Based Revenue, was morgen auch irgendwie zu Deep Seek wandern kann oder zu XAI. Das stimmt natürlich so. Andererseits, was wäre denn die bessere Metrik? Soll ich jetzt den Last 12 Month Revenue nehmen oder den des letzten Quartals, wenn sich der Umsatz verdreifacht im Quartal oder verzehnfacht gegenüber dem Vorjahr Das macht doch keinen Sinn, wenn ich jetzt den Umsatz der letzten 12 Monate nehme, weil da sind Monate drin, die ein Zehntel unter dem Umsatz von heute liegen. Natürlich muss ich da irgendwie annualisieren, um ein gesundes Bild zu bekommen. Es sei denn, ich glaube, dass Juni der einzige starke Monat sein wird bei Anthropic und danach wieder alles in sich zusammenfällt. Klar kann das schwanken, klar kann API-Revenue stelle- und hergeschriftet werden, aber klar handelt es sich ja auch um B2B-Verträge, die teilweise sehr lang laufen und langfristig committed haben. Wir werden ja beim IPO auch so ein bisschen das Revenue-Backlog von Anthropic sehen und ich glaube, da ist schon auch Umsatz dabei, der langfristig committed ist. Es ist total sinnvoll, das hier alles zu hinterfragen. Das versuchen wir auch oft, da wo es angebracht ist. Und es ist auch bei Entropic angebracht, das zu hinterfragen. Aber mir fällt es schwer, bei der maximal negativen Sichtweise zu sagen, dass keine dieser Firmen an die Börse gehen sollte. Ich würde sofort sagen, XCI hätte niemals... Also wäre XCI in die Börse gegangen, wobei selbst da hätte ich nicht gemeckert. Das ist halt irgendwie Venture-Business an der Börse. Das ist in den USA relativ typisch. Du kannst ja auch Biotech-Companies an die Börse bringen. Elon Musk macht das sowieso. Aber da würde ich noch verstehen, wenn man daran rumnörgelt. Aber... Ich glaube, dass ich einigermaßen financially literal bin. Nicht ein schutzbedürftiger Kleinanleger. Aber ich würde Anthropic gerne an der Börse sehen und die Chance haben zu investieren, wenn ich es jetzt nicht auch glücklicherweise anders könnte.
Scott Galloway hat letzte Tage bei so einem Live-Podcast gesagt, man sollte alles verkaufen. Also wenn man Anteile an Anthropic, OpenAI, SpaceX hat, also du würdest deine Anteile halten.
Also wir können das ja mal in die Predictions oder irgendwo festhalten. Ich würde dagegen wetten und ich würde sagen, zumindest Anthropic wird sich seit dem Tag, also er sagt quasi voraus, dass ich 50 bis 70 Prozent korrigiere. Ich glaube, dass zumindest Anthropic sich noch mindestens einmal verdoppelt bis Ende des Jahres.
Wetteinsatz ist die Stage auf der OMR nächstes Jahr. Wenn du richtig bist, darfst du auf die Mainstage und er muss auf die, wie auch immer sie dann heißt.
Ich wollte gerade sagen, das geht ja nicht, weil ich immer eine Stunde rede, aber er kriegt ja auch eine Stunde, fällt mir ein mit Interview danach und so. Von daher, ja, was soll das? Also, es braucht doch keinen Wetteinsatz. Wir können unterschiedlicher Meinung sein, aber wir können ja mal reingehen, weil er da so rauf springt. Es gibt, wir packen den Link in die Corner, der Newsletter AI Corner hat das netterweise ganz gut auseinandergenommen, sodass wir es nicht komplett gucken müssen, sind die Grundaussagen mal zusammengefasst. Also Nummer 1, Uber burned its entire 2026 AI budget before April. The CEO said the costs are getting too hard to justify.
So, das ist ein deutscher Podcast.
Ja, ich lese es ja nur kurz vor. Also es ist halt dieser Fall, dass der Uber-CEO gesagt hat, sie haben ihr gesamtes KI-Budget verbraucht im Q1 und er kann den Return nicht messen. Ich finde es immer schon mal kompliziert, wenn sich alle auf eine Person beziehen. Warum gibt es nicht 50 CFOs, die jetzt dahinter springen und sagen, bei uns ist das auch so? Und warum ist es so, dass alle Startups, die entstehen, sich diese Frage eigentlich gerade nicht stellen? Also ich höre das Gleiche nicht aus Startups, die gerade mit KI mehr und mehr bauen. Was übrigens ein anderer guter Indikator ist, dass das durchschnittliche Unicorn nur noch halb so viele Leute hat. Das liegt ein bisschen auch an der Bewertungsfrage und es ist einfacher, als gerade eine Unicorn-Bewertung zu bauen. Aber das durchschnittliche KI-Startup hat weniger Angestellte als das durchschnittliche andere Startup, also alle anderen im Schnitt. Das durchschnittliche Unicorn hat nur noch halb so viele Angestellte wie vor drei Jahren. Wie gesagt, da spielt Bewertung auch eine Rolle, aber ich glaube schon, dass die Leute den Return sind, vor allem Geschwindigkeitsgewinn. Und wenn du es nicht messen kannst, also der Grund, warum man es nicht messen kann, ist einerseits, weil die Leute irgendwie dem noch nicht ganz vertrauen, teilweise es auch nicht gut anwenden können und so weiter. Ganz viel aber auch, weil natürlich niemand hingeht und sagt, hey, ich habe jetzt meine Arbeit in 20% der Zeit geschafft, ich möchte jetzt bitte mehr Arbeit haben. Sondern Leute nutzen es natürlich, um vielleicht mehr Research zu machen, vielleicht nochmal drüber zu gucken, vielleicht auch ein bisschen die Freizeit zu nutzen, gerade in Work from Home. Du glaubst doch nicht, dass jemand, der schön in seiner Wohnung sitzt und jetzt als nächstes mit dem Hund Gassi gehen kann, sagt... Nee, ich frage jetzt nochmal den CFO, ob er nicht die Hälfte meiner Abteilung feuern kann, weil ich bin ja schneller geworden. Das passiert doch nicht. Die Leute reporten halt ihre Produktivität. Aber nicht zurück. Es gibt ein ganz schönes anderes Zitat gerade vom Snowflake. Snowflake Chief Information Officer, CIO, hat gesagt, er hat erstmal 20% Leute rausgeschmissen und dann geschaut, ob die Produktivität kommt. Also ob er das gleiche mit weniger Leuten schafft. Und surprise, Das hat Leute auf jeden Fall erst mal motiviert, mehr KI zu nutzen. Gut, aber dafür hast du aber auch KI nur nicht gebraucht.
Also ganz ehrlich, das hast du früher auch schon gemacht.
Ja, das wollte ich natürlich als nächstes sagen. Das stimmt. Aber ich finde es erstmal einen innovativen Weg. Wenn man es so rausfindet, ist das schon mal einfacher, als zu schauen, ob du 20% mehr schaffst. Abgesehen davon, wenn du es in Geld nicht messen kannst, du kannst ja mal schauen, wie viele Zeilen auf Code generierst. Ich sage nicht, dass das eine perfekte Metrik ist. Output, Output. Wie lange dauert es, ein Ticket zu bearbeiten noch? Also Velocity messen. Wie lange brauchst du eine Entscheidung zu treffen? Du kriegst aus Data Science viel schneller Zahlen zurück. Du kannst viel schneller Entscheidungen treffen, viel schneller den nächsten Task bearbeiten, viel schneller Tickets abhaken. Du burnst durch mehr Tickets im Jira vielleicht und so weiter. Die Leute müssen sich auch mal Mühe geben, das zu messen. Also der hat gesagt, ich kann 20% Leute entlassen und auf einmal fangen die Leute an, AI zu nutzen und ich glaube schon, dass da Produktivität steigt. Du hast vollkommen richtig gesagt, das war eigentlich schon immer so. Also rein anekdotisch, aber auf einer Anzahl von mehr als 20 Firmen würde ich behaupten, wann immer du Leute entlassen hast, hast du nicht weniger, sondern manchmal sogar mehr geschafft hinterher. Das sieht man ja auch bei Meta. bei Klarna und anderen Firmen, dass das durchaus passen kann, dass man mit deutlich weniger Personal auf einmal deutlich bessere Topline-Metriken, Bottomline sowieso auch bessere Topline-Metriken schafft und auch mehr gemacht bekommt. Das muss jetzt auch immer noch nicht an KI liegen, aber ich fand den Ansatz ganz interessant. Was der Uber-CEO übrigens dann gemacht hat, ist, dass er das Budget für jeden Mitarbeiter bei 1500 Dollar im Monat gecappt hat. Was wiederum eine komplett bescheuerte Aktion ist, meiner Meinung nach. Also, weil es gibt Safe-Mitarbeiter, die können mit 10.000 US-Dollar-Budget sehr produktiv umgehen und es gibt andere, denen kannst du 1500 geben und sie nutzen es nicht aus oder verspielen es trotzdem. Also, das ist eine genauso undifferente... Also, es ist natürlich blöd, jedem Open Budget zu geben. Jedem aber, egal welche Position, ein Cap bei 1500 zu geben, ist genauso... und diskriminieren.
Du musst wahrscheinlich irgendwie so regeln wie Reisekosten. Es gibt irgendwie gewisse Regeln und dann gibt es vielleicht noch Ausnahmen.
Ja, aber ich weiß nicht, ob man Angestellte immer so wie Kinder behandeln soll. Wenn jemand glaubt, der muss halt einfach die Verantwortung dafür tragen. Und wenn er selber 50.000 Budget verbrennt und nichts Sinnvolles damit baut, dann muss das halt sein Performance-Review-Talk mal ein bisschen anstrengender werden. Und wenn jemand 100.000 braucht und damit aber seine eigene Abteilung überflüssig gemacht hat, who cares?
Ja, aber es ist doch aktuell schon eher so, dass die ganzen Entwickler irgendwie die Tokens verbrennen, wie irgendwelche Lottomillionäre, die gerade das Geld überwiesen bekommen haben.
Wenn die Firma sie darauf inzentiviert, also Leaderboards und sowas macht, dann kannst du ja nicht, was immer du als Incentive oder als Metrik definierst, das wird natürlich erfüllt werden. Achso, wir waren noch bei Scott Galloway und wollten hier die weiteren Sachen durchgehen. Also er erwähnt diesen Uber-Case, weil er natürlich gerade die Runde macht. Dann sagt er, Stripe gibt am Tag 100.000 für AI-Tokens aus. Das wären 36 Millionen im Jahr, richtig? Also Arbeitstag, ja, wunderbar. Und wer am meisten ausgibt, bekommt eine Trophäe. So, das ist ja, was wir gerade besprochen haben, dass das vielleicht auch nicht sinnvoll ist. Also Token-Maxing und Leaderboards, wer die meisten Tokens benutzt. Je nachdem. Wobei, ich würde sagen, es gibt Es gibt Organisationen, wo der Selbstverantwortungsgrad so hoch ist, dass Leute wissen, dass es nichts bringt, diesen Wert künstlich hochzutreiben, sondern dass du sinnvolle Applikationen finden musst. Das hängt natürlich immer darauf an, was für Seitenbedingungen du noch hast oder Nebenbedingungen für die Optimierung. Dann Nummer 3. Der MIT-Professor found 95% of AI-Projects connect to no return. Das ist diese uralte Studie, wo eigentlich mehrmals schon erklärt wurde, warum die wissenschaftlich den Namen MIT vielleicht weniger verdient, als sie ihn missbraucht. Und komischerweise sind eben alle Projekte, die zum Beispiel Customer Service oder Coding, KI-Implementierung betreffen, nicht da drin, sondern es geht nur um irgendwelche Company-wide-Projekte, wo die ganze Firma irgendwie versucht wird, mit KI zu transformieren. Dass da 95% von keinem ROI sehen, glaube ich sofort. Das liegt an verschiedensten Gründen, dass die Leute es nicht anwenden können, nicht anwenden dürfen. dass sie eben die Produktivitätsgewinne nicht reporten und so weiter. Das lässt komplett außer Betracht, dass es einzelne Abteilungen gibt, wo das zu 100 oder zu 80 Prozent funktioniert. Also es kann sich gar nicht mehr die Realität vertragen eigentlich. Das wurde eigentlich inzwischen auch oft genug erklärt, aber es kommt natürlich jetzt wieder hoch. Also wenn du glaubst, dass nur 5 Prozent der KI-Projekte gerade positiven ROI zeigen, Dann spricht das entweder dafür, wie blöd Leute dabei sind, KI zu implementieren. Und es ist natürlich immer nur eine Auswahl von großen Unternehmen, also Fortune 500 Companies oder so, die mit komischen Beratungsprojekten sich dann sowas implementieren lassen und dann nutzt es keiner. Ja, Surprise. Das ist halt hauptsächlich so die Competence oder Enablement Gap oder Capability Gap, der, ich sag mal vorsichtig, Personal-Stack der Unternehmen vielleicht auch hat. Und natürlich vielleicht sind die Anwendungen auch noch nicht gut genug. Vielleicht sind die Frontends und die Applications noch nicht gut genug. Coding, Customer Service funktioniert halt und woanders funktioniert es halt noch nicht so gut. Dann Punkt 4, Chinese Models sind 10-30 mal billiger, 80% der Startups nutzen ihn. Das ist ja, was ich auch immer zitiere, würde ich ihm 100% recht geben. Das sage ich auch, dass das eine Riesengefahr ist oder für mich, ich halte das für die größte, nicht die einzige, aber die mit Abstand größte Gefahr. Dann sagt er eben, 50-70% des Werts werden innerhalb von 24 Monaten verloren gehen. 24 Monate, da könnte es natürlich, ich habe ja letzte Folge auch gesagt, so ein gefühlt sind wir in den letzten zwei Jahren in einer Blase. Das heißt, ich kann mir schon vorstellen, dass die Valuations in 24 Monaten ein bisschen zusammengeklappt sind. Aber das schließt ja, also wenn du die Vergangenheit kennst, schließt das ja ein Szenario ein, wo sie sich noch verdreifachen bis dahin und dann 50% verlieren. Das heißt, du würdest am Ende höher stehen als heute, selbst wenn sie 50% verlieren. Ich will nicht sagen, dass das passiert, sondern es gibt natürlich ganz verschiedene Szenarien. Aber wenn du 1998 die Internet-Bubble korrekt identifiziert hast, dann hast du zwar 2000 weniger Geld verloren, du hast aber auch die beste Möglichkeit, bis dahin Geld zu verdienen, komplett verpasst. Von daher würde ich Ihnen da jetzt nicht per se widersprechen, aber ich glaube gleichzeitig, es gilt vor allem nicht für alle Firmen. Also würde ich in einem Jahr noch in CoreWeave investieren? Vielleicht nicht. Würde ich gerade in Entropic nochmal Geld nachlegen, wenn ich könnte? Schon eher. Dann sagt der Xi Jinping, can flood the US with cheap AI? Das ist ja wieder die gleiche These mit China. Glaube ich auch, aber dagegen gibt es ja Maßnahmen, Protektionismus, du verbietest einfach, du sagst, Open Source ist zu gefährlich, chinesische Modelle müssen verboten werden, US-Firmen dürfen nur westliche Modelle nutzen, ist ja nicht so, dass... Also davon auszugehen, dass China das machen könnte, ist eine sehr richtige Einschätzung. Davon auszugehen, dass die USA darauf nicht reagieren würden, wohl wissend, dass Trump 100% weiß, dass die gesamte Wirtschaft nur an der KI-Blase hängt, Die Regierung könnte noch einen Backstop machen, also könnte Garantien aussprechen, sie könnte Tax Credits geben für Datacenter-Ausbau. Es gibt so viele industriepolitische und handelspolitische Maßnahmen, die man machen könnte, um das Zwangsläufer zumindest ein bisschen einzufangen. Also wenn du solche Thesen aufstellst, musst du, glaube ich, auch die Reaktion so ein bisschen Schach spielen und die Reaktion der Gegenseite darauf mit berechnen. Genau, seine Einschätzung zu SpaceX ist richtig, folge ich auch, das ist natürlich Quatsch. Und dass Retail-Investoren jetzt so ein bisschen die Exit-Liquidität sind für diese drei großen KI-Firmen, die an die Börse gehen, ist sicherlich auch richtig. Trotzdem diese fast generalisierte KI-Skepsis, die jetzt gerade so ein bisschen um sich greift, würde ich sagen, ich will nicht sagen, sie ist nicht berechtigt, aber ich glaube, sie greift zu weit. Und sie versucht zu wenig mit Zahlen zu belegen. Also es ist immer wieder diese MIT-Studie, wo es inzwischen genug Sekundärliteratur gibt, die zumindest die Schwächen zeigt, um es mal vorlichtig zu sagen. Und es wird immer wieder auf dieses Uber-CEO sich bezogen. Während die offensichtlichen Zahlen, also wir haben relativ gute Revenue-Zahlen von Entropic, es sei denn, wir müssen Entropic und OPI unterstellen, dass sie beide brachial lügen. wo es zumindest bei Anthropic keine größere Geschichte in der Vergangenheit gab, wo das nachweisbar war. Wir haben aber auch externe Daten durch Anbieter wie SimilarWeb, Google Trends. Die RAMP-Daten sind relativ zuverlässig, würde ich behaupten. Da sehen wir überhaupt keinen Abbruch der Spendings für KI. Und du kannst natürlich das alles ignorieren und sagen, das ist alles unprofitables Spending. Und deswegen kann ich das ignorieren. Es geht ja darum... In der Blase ist es immer so, dass Unternehmen sich gegenseitig Umsätze schieben und allein dadurch bleibt die Blase erhalten. Gerade in der Dotcom-Bubble oder neuer Markt-Bubble war das ganz viel so. Du hast natürlich Kreislaufgeschäfte, das sieht man, das ist auch gefährlich. Aber ich glaube nicht, dass die ganzen Entropic-Rechnungen jetzt nur von Softbank und Nvidia bezahlt werden, ehrlich gesagt. Auch wenn das natürlich auch Kunden sind und das problematisch ist und so weiter. Wir bleiben da näher dran. Wir werden dem immer auch Platz geben. Ihr könnt auch gerne mehr kritische Fragen einschicken. Wir werden die auch behandeln. Ich finde es total wichtig, auch immer darauf hinzuweisen, was die Risiken sind. Ich würde jetzt aber explizit die beiden Personen, oder die drei inklusive Scott Galloway, aber Ed Citrin und Gary Marcus, wer den regelmäßig folgt, ich glaube, wer einen einigermaßen realistischen Blick oder gut informierten Blick mit verschiedenen Meinungen sich eingeholt hat im Vorhinein, wird die vielleicht als Kritiker schätzen, aber als Analysten, ich will nicht sagen verachten, aber wenig achten können. Also dazu ist es wirklich zu ideologisch. Wenn du siehst, wie sie über KI reden und wie sie über die Akteure und Firmen reden und ich bin ja selber niemand, der super vorsichtig ist bei sowas. Also würde ich behaupten, also ich Ich würde sagen, 80% der Fälle versuche ich immer, die Kehrseite zu finden und was nicht stimmt an der Firma. Und es ist auch super, wenn es Leute gibt, die noch skeptischer sind als ich. Aber ich habe den Bezug zu Ed Citrin und Gary Marcus ein bisschen verloren, ehrlich gesagt. Einfach weil ich... jeden Newsletter lese und ich weiß schon, was kommt. Ich sehe die Überschrift und ich weiß schon, was kommt. Keine Zahlen, Daten, Fakten, sondern die Erklärung, warum KI noch nie was konnte, warum es alles aufgeblasen ist, alle Lügen, die Zahlen frisiert sind und so weiter.
Gut, auf der anderen Seite gibt es Interviews von der CFO von OpenAI, wo nicht einmal nach Zahlen nachgefragt wurde. Oder es gibt irgendwie jetzt, Elon Musk hat hier ein Banking-Interview gegeben und es wurde über Hotels auf dem Mond gesprochen.
Ich würde Elon Musk nochmal separieren von SpaceX, da haben wir uns auch kritisch geäußert. Sarah Fryers Interview war auf dem All-In-Summit oder diesem All-In-Event, dass man da keine kritischen Fragen bekommt, wissen wir ja. Wenn da keiner nachhakt und mal den Finger in die Wunde steckt, ja klar. Gleichzeitig ist mir vollkommen klar, ich habe eine Vermutung, warum Sarah Fryer sich nicht zu den Zahlen von OpenAI äußert. A, sie sind kurz vorm Börsengang oder dabei ihr Prospekt wird eventuell öffentlich werden und es ist sowieso nicht ein Plus. Ob sie sich in ihrem Zwist mit Sam Ortman überhaupt öffentlich äußern darf zu irgendwas gerade und das nicht später wieder zurückgefunden hat, da hat sie sich ja leider mehrmals die Finger verbrannt und das ist nicht zwangsläufig ihre Schuld, glaube ich. Also, dass sie ein bisschen vorsichtig ist, ist sowieso klar und die Zahlen von OpenAI werden einfach gerade nicht gut aussehen, ehrlich gesagt. Kein Wunder, was soll sie sagen? Unser Umsatz hat sich nur verzweieinhalbfacht auf Basis von Mai und Juni, während Anthropic 10X gewachsen ist. Da würdest du jetzt auch nicht rausgehen und sagen, sondern bist froh, wenn du irgendwie noch schnell genug an die Börse kommst und mit einem 200% Wachstum und wenn du Glück hast noch irgendwann in der Rule of 40, über 40, sodass das deine Verluste rechtfertigt, an die Börse. zu kommen. Apropos Zahlen von OpenAI, so ganz bedeckt sind sie doch nicht. Sie haben jetzt immerhin bekannt gegeben, wobei, das ist glaube ich sogar auch aus externen Daten, SensorTower, also ein Tracking-Dienst für Apps, hat bekannt gegeben, dass SensorTower glaubt, ChatGPT hätte über eine Milliarde globale Nutzer. Wie gesagt, ich würde immer behaupten, ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wer zuverlässig messen kann, außer durch Umfragen vielleicht, wie viel Nutzer ChatGPT hat, weil das bei einem Software ohne Authentication Wall, glaube ich, sehr schwer ist. Also Sensatower hat bestimmt gute Stichproben inzwischen und gute Werte, um auch Dinge hochzurechnen. Aber ich glaube, es ist nicht ganz so einfach, eine Milliarde hochzurechnen. Ich glaube aber, dass wir definitiv in hohen dreistelligen Millionenzahlen sind. Also das würde ich hier oben auch nicht infrage stellen. Und im Vergleich sieht Zensortower bei Claude etwas mehr als 50 Millionen Nutzer, wo wir aber wissen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass du bei Claude Geld ausgibst, viel höher ist und dass du einen Enterprise-Vertrag hast, nochmal deutlich höher ist. Insofern ist das nicht so richtig, beziehungsweise die monthly active user sind vergleichbar. Achso, es ist auch monthly active und nicht weekly active. Das ist auch nochmal ein Unterschied. Genau. Also das ist eine Zahl, die wir haben. Und das andere ist, was OpenAI selber sagt, dass die Anzahl der Nutzer, die Codecs nutzen, sich also das sind zwischen 5 Millionen Weekly Active User Codecs nutzen, was ich würde sagen eine relativ hohe Zahl ist. Also das heißt ja, du versuchst irgendwie urgentig was zu machen, was zu bauen, was bisher nicht so viele Leute gemacht haben. Das sind jetzt 5 Millionen und die sind sechsfach gewachsen gegenüber Februar. Haben wir in den letzten Folgen ab und an erwähnt, dass Codex eigentlich ganz gut anläuft und auch gute Reviews bekommt aus der Community. Einigen Leuten sagen wir das noch nicht laut genug, aber wer es hören wollte, konnte es hören. Und jetzt gibt es immerhin Zahlen von OpenAI selber dafür, die sagen 5 Millionen Weekly Active Users für Codex. Und die wachsen auch schnell mit sechs Mal gegenüber Februar. Das ist vergleichbar mit Anthropic, würde ich sagen, vielleicht sogar ein bisschen schneller. Anthropic ist 10x gegenüber dem Vorjahr, aber gegenüber Februar sicherlich keine 10x mehr. Insofern gibt es ein paar gute Zahlen, immerhin von OpenAI.
Ich hätte gerne noch einen letzten Take von dir zu Ed Citron. Und zwar hat er gemeint, dass OpenAI und Anthropic eigentlich die komplette AI-Capacity nutzen. Also es würde außer den beiden keine Nachfrage für Data Center geben. Gehst du da mit?
Nein, außer den beiden ist eine komplizierte Formulierung. Also richtig ist natürlich, dass am Ende mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eins der beiden Modelle in dem Datacenter läuft. Das ist hier aber ganz oft durch Kunden beauftragt. Wenn die Aussage ist, deren eigener Research für neue Modelle verbraucht 80% der Datacenter-Zeit, das halte ich für nicht wahrscheinlich. Ich glaube, das hat der CFO von Entropica auch ganz gut erklärt. Als KI-Frontier-Lab musst du ständig entscheiden, wie viele deiner Ressourcen gibst du den Kunden, also verkaufst du an die Kunden weiter mit wie viel Aufschlag. Wie viel nutzt du intern, also sagen wir mal, damit deine eigenen Entwickler KI nutzen können? Und wie viel nutzt du, um neue Modelle zu trainieren? Also das sind ja auch zwei verschiedene Sachen. Deine Entwickler und Entwicklerinnen trainieren ja nicht nur Modelle, sondern kreieren auch Software im weitesten Sinn, erweitern die Algorithmen, bauen Harnesses, Applikationen und so weiter. Das heißt, das sind mindestens die drei verschiedenen Technologien. Oder genau, du könntest bei den Kunden nochmal differenzieren zwischen Consumer, also zwischen Consumption-Based und wie viel gibst du in Subscriptions oder Free-Use rein, was ja noch eine andere Frage ist, die du beantworten musst. Und ich glaube, dass zumindest Entropic nicht mehr als 40% in die Forschung zum Beispiel packt. Sie brauchen bestimmt intern viele Tokens, aber ich glaube, dass insbesondere wenn du bedenkst, dass sie sagen, sie waren profitabel quasi, dass sie die allermeisten Ressourcen für Kunden bereitstellen, ehrlich gesagt. Aber du kannst sagen, dass wenig KI oder wenig Large-Language-Modelle außer die von OpenAI und Entropic in den Data-Centern laufen. Das glaube ich. Du hast vielleicht ein ganz klein bisschen XAI, wenn du so aggregiert drauf schaust. Ein bisschen Deep-Seek, dass Leute Open-Source-Modelle lokal nutzen. Keine Ahnung, ein paar Agenten der großen Software für irgendwie sowas, was Salesforce und so macht. Aber das ist alles relativ klein. Aber wo ist das Problem? Das ist Es ist so, als wenn du sagst, die meisten Google-Data-Center sind nur mit Google-Suchen ausgelastet. Aber solange Kunden suchen wollen, ist das ja vielleicht auch ganz sinnvoll.
In seiner Aussage hat sich das so ein bisschen angehört, wie du bist Vermieter und hast nur einen Mieter, weil die Firma irgendwie so groß ist. Und wenn die Firma halt pleite ist, hast du keine Mieteinnahmen mehr.
Das ist schon so, würde ich sagen. Aber die Firmen können nur pleite gehen, wenn Leute aufhören, KI zu nutzen. Oder anfangen, chinesische KI zu nutzen. Warum würdest du davon ausgehen? Wer würde KI wieder zurückgeben? Ich nicht, Jan nicht, bin ich mir sicher. 80% der Entwickler würden es nicht zurückgeben, glaube ich.
Seine Meinung ist, es sind alles so Experimente und die werden zurückgefahren oder es gibt halt harte Caps. Und was würde denn passieren, wenn...
Wie kannst du zu dieser Meinung gelangen?
Scheinbar nicht. Wenn man sich die Podcasts anhört, hört es sich tatsächlich so an, dass du sagst, es bringt mir nichts. Die einfachen Aufgaben werden einfacher, aber die schweren werden schwerer. Ich habe keinen Nutzen daraus.
Ich glaube, es gibt viele Leute, die den Nutzer nicht sehen oder einen Use Case noch nicht haben und sagen, das ist nicht immer der Fehler der Leute, sondern ganz oft sind die Applikationen auch noch nicht gut genug oder nicht einfach genug oder die Frontends oder User Interface ist noch nicht simpel genug. Insbesondere für den absoluten Durchschnittsnutzer, das ist alles, aber ich meine, wir sind auch im Jahr 3 der Entwicklung. Aber zu sagen, dass Das wird auf ewig. Und mir fehlt auch einfach so ein bisschen, also er nimmt hier einerseits ganz gut auseinander, wie die Zahlen, was ARR angeht, zusammen. Also es gibt eine Aussage vor Gericht vom CFO von Entropic, wo er sagt, sie machen to date 5 Milliarden. Ich glaube, er meinte damit ihr to date, man kann es nicht wissen. Und dann sagt Ed Citrin, es passt aber nicht zu den Runrates, die sie vorher bekannt gegeben haben und so weiter. Also hier versucht er das irgendwie finanziell auseinanderzusehen. Aber ansonsten allein die Differenzierung mal Deckungsbeitrag aus Inferenz von Training zu trennen. Klar ist Training, Lossmaking, Geschäft, anders geht es gar nicht. R&D ist immer Lossmaking erstmal. Dann gibt es so eine Webseite, die wird auch immer zitiert, isai-profitable.com. So, die rufe ich jetzt mal auf und dann erkläre ich mal, was man da sieht. So, da steht hier, Amazon hat 290 Milliarden oder wird 290 Milliarden in KI investieren und hat nur 22 Milliarden Umsatz bisher damit gemacht. Wenn du so definierst, ob was Lossmaking ist, also dass die Investitionen noch nicht vom Umsatz gedeckt sind, dann würdest du ja keine Investitionen der Welt mehr machen. Dann könnte BASF keine neuen Referenerien bauen, dann würdest du kein Datacenter mehr bauen, keine Autobahn mehr bauen, dann würdest du kein Stück Software mehr generieren, weil am Anfang hast du immer Anlaufinvestitionen. Und dann wird hier andererseits steht dann hier, Nvidia macht zwar Umsatz, aber das ist ja der Verlust der anderen Leute, weil die ja Chips damit kaufen. Wenn du jetzt sagst, wann immer jemand anders die Rechnung zahlt, kann das eigentlich kein Umsatz sein, dann machen ja nur noch Bauern, die irgendwie die Früchte der Erde und Sonne und Regens ernten, gewinnen. Oder wenn du Minenarbeit irgendwas aus dem Boden klaust. Ansonsten gibt es immer jemand, der dafür zahlt. Also zu sagen, das ist eine Loss-Making-Industry. Also im Moment wird steigen die Investitionen den Umsatz. Natürlich. Vollkommen klar. Aber das ist bei jedem Investitionsprozess BWL 101. Du hast am Anfang einen großen roten Strich und dann hast du 10 blaue in den nächsten 10 Jahren. Oder in dem Fall sind es halt 5, 6, weil die Chips wahrscheinlich, das ist noch nicht ganz klar, wahrscheinlich in 5 bis 6 Jahren abgeschrieben werden müssen. Und du musst halt es irgendwie schaffen, dass du so 20% der Investitionen in Jahr 1 reinbekommst oder Jahr 1 ab Fertigstellung des Datacenters. Es gibt andere Themen, dass die Datacenter zu langsam fertig werden und so. Das stimmt auch alles. Das ist sicherlich auch ein Problem. Das würde ja beim Zweifel heißen, dass die Investitionen erst langsamer passieren und nicht schneller. Aber mit was für einer Argumentation? Also ich kann jemanden nicht ernst nehmen, der mir sagt, das ist hier finanzieller Unsinn und selber nicht in der Lage ist, eine Investitionsrechnung einigermaßen sinnvoll nachzuvollziehen. Oder einen Unterschied zwischen Gross Margin, EBITDA und Operating Cashflow zu verstehen oder so. Normalerweise würde ich jetzt enden mit, man sollte die trotzdem beide lesen. Aber ich würde bei denen sagen, also ich habe die jetzt noch nicht gecancelt, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Newsletter immer öfter skippe, beziehungsweise nur die Headline lese, weil ich das Gefühl habe, ich weiß genau, in welche Richtung es geht und ich nichts mehr dabei lerne. Ansonsten, wie gesagt, kritische Stimme immer wichtig, aber die beiden qualifizieren sich zunehmend nicht mehr, würde ich jetzt behaupten.
Kurze Werbeunterbrechung. Geld auf dem Girokonto liegen zu lassen, ist wie im schönsten Frühlingswetter drinnen zu hocken. Draußen blüht alles, die Leute sind aktiv und dein Erspartes vegetiert bei 0% Zinsen vor sich hin. Quasi finanzielle Stubenhockerei. Schick dein Geld lieber in die frische Luft. Das Scalable Tagesgeld bietet dir 2,5% Zinsen pro Jahr, variabel.
Und anstatt monatelang auf Ergebnisse zu warten, gibt es die Zinsgutschrift jeden Monat.
Du kannst deinem Kontostand also förmlich beim Aufblühen zuschauen. Dabei bist du maximal flexibel, es gibt keine Mindesteinlage und die Zinsen gelten auf unbegrenztes Guthaben. PrimePlus Kunden erhalten bis zu 5x 100.000 Euro gesetzliche Einlagensicherung durch entsprechende Verteilung auf die Scalable Capital Bank und aktuell 4 Partnerbanken. Und sogar für die Jüngsten gibt es den Zins Frühling auf den Scalable Kinderkonten. Die genauen Konditionen und Infos zur Guthabenverteilung findest du unter scalable.capital-tagesgeld und über den Link in den Show Notes. 2,5% Zinsen pro Jahr bei Scalable Capital. Jetzt Konto eröffnen, alle Infos auf scalable.capital. Disclaimer, Kapitalanlagen bergen Risiken, das ist keine Anlageempfehlung, sondern eine Werbung für unseren Partner Scalable. Und nun viel Spaß mit der weiteren Folge, Werbung Ende. Dann lass uns weitermachen.
OpenAI und Politik. Das Wall Street Journal berichtet, dass auf Vorschlag von Sam Altman hin wohl... die US-Regierung überlegt oder in Erwägung zieht, würde ich mal formulieren, finanzielle Anteile an den großen KI-Unternehmen sich zu beschaffen. Ob dafür bezahlt werden soll?
Ich übersetze, Sam Altman sucht noch dümmere Anleger als die Retail-Anleger.
Könnte man auch, könnte man so sehen. Es gibt verschiedene, ich glaube, das ist eine Begründung, dass er einfach das Risiko noch weiter diversifizieren will. Und du kannst damit natürlich die Regierung auch so ein bisschen in Gefangenen-Dilemma bringen, oder so ein bisschen wie Stockholmsyndrom. Gefangenen-Dilemma ist das falsche Wort. Stockholmsyndrom ist das, was ich eigentlich meine. Also, dass, wenn die Regierung selber 20% an OpenAI halt, und hier werden bis zu 50% wohl diskutiert. Also, der offizielle Take ist natürlich, damit die Gesellschaft ausreichend an den Gewinnen, die durch KI generiert werden, profitiert, möchte man 50% quasi mit dem Staat teilen. Das ist sozusagen die Interpretation, die Sam Ordman wohl hervorbringen möchte. Du könntest sagen, man möchte einfach das Risiko auslagern, den Staat als Investor haben. Ich glaube vor allen Dingen, dass man eine Art Alignment haben möchte mit dem Staat. Also dass du den Staat schon so Stockholm-Syndrom-mäßig mit in die Firma reinziehst und damit kannst du im Zweifel negative Effekte immer so ein bisschen abblenden oder abwehren, indem du sagst, Aber der Staat ist auch hier mit drin. Also wenn wir jetzt viel Gewinn machen, profitieren ja alle davon und wenn wir was falsch machen, dann hat der Staat das ja auch irgendwie mit zu verantworten, während du die positiven Effekte ja doch noch mehrheitlich dann selber für dich vereinnahmst. Also dass man versucht, so ein bisschen Risiko zu sozialisieren, obwohl es ja eigentlich eine Möglichkeit wäre, eben auch Gewinne zu sozialisieren. Und das ist meine eigentliche Kritik, dass das natürlich ein weiterer Schritt wieder Richtung Staatswirtschaft wäre. Also das, was man China mal vorwirft, passiert ja in den USA inzwischen fast mehr als in China oder zunehmend zumindest unter Trump. Also dass man am Ende geht es darum, OpenAI zu verstaatlichen oder mit zu verstaatlichen. Es gibt eine andere Lösung, die Gesellschaft daran zu beteiligen, ist deine Steuern zahlen. Macht vernünftige Firmensteuern, besteuert die Investoren und Anteilshaber vernünftig, macht eine vernünftige Estate Tax, damit wenn die irgendwann mal sterben, unter die Erde gehen, ein Teil an die Gesellschaft zurückgeht. Steuern sind dazu gedacht, damit die Allgemeinheit an der Wertschöpfung partizipiert und man gewisse staatliche Aufgaben damit regulieren kann. Dazu muss der Staat sich doch nicht am Unternehmen beteiligen. Was ist denn aus den USA geworden, dass man jetzt Technologieunternehmen verstaatlicht auf einmal? Also überall auf der Welt versucht man die Telekom-Konzerne, die teilweise Daseinsvorsorge, Wasserwerke und was weiß ich, zu privatisieren. Und die USA wollen ihren Tech-Sektor verstaatlichen. Also ich kann nur hoffen, dass das nicht so kommt. Und wenn, bin ich tatsächlich eher bei dir. Also wenn die privaten Unternehmen vorschlagen, sie möchten verstaatlicht werden, ich würde mal behaupten, das ist kein gutes Zeichen. Und dass sie das nicht... Nicht aus altruistischen Motiven machen in der Regel. Apropos altruistisch, Entropic dehnt sein Preview-Programm für Mythos, also für dieses Modell, was angeblich zu gefährlich ist für die Allgemeinheit, auf jetzt 15 Länder und 150 Organisationen aus. Zuvor war es auf 40 Organisationen, hauptsächlich US-Banken und Technologieunternehmen beschränkt. Ich hatte kritisiert, dass das für den Rest der Welt durchaus problematisch ist, wenn die US-Unternehmen da früher Access bekommen und sich schützen können, während der Rest der Welt ungeschützt bleibt und jeder Tag ungeschützt sein in dem Fall ist. Ist gefährlich und wir erklären gleich, warum. Jetzt wurde es immerhin auf 150 Organisationen ausgedehnt. Unter anderem haben wir letztes Mal darüber berichtet, die EU-IT-Sicherheitsbehörde in Nisa und andere Unternehmen jetzt auf der ganzen Welt, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Italien, Schweiz, Netherlands und so weiter. Man kann sagen, das ist gut, damit auch die sich vorbereiten können. Das sollte ein Anspruch eines Dario Amadei, war ja gerade so ein bisschen auf Weltreise, wenn ich es richtig verstanden habe. Das heißt, der anderen die Möglichkeit geben, sich vorzubereiten, ist natürlich genauso wichtig. Man kann natürlich auch sagen, dass es so ein bisschen natürlich eine Vertriebstour ist, weil ein Modell zu bauen, was so gefährlich ist, dass du dich ohne das Modell fast nicht mehr dagegen wehren kannst... ist jetzt vielleicht wieder ein bisschen vereinfachte Aussage, aber ich glaube, tendenziell ist da ein bisschen was dran, ist natürlich auch das perfekte Marketing-Tool. Also ich schaffe ein Problem, was ich nur noch selber lösen kann irgendwann. Die herkömmlichen Cyber-Security-Anbieter würden natürlich immer sagen, wenn man die Lücken schnell genug schließt und so, kann man sich auch so dagegen wehren. Aber es hilft natürlich, die Lücken zu finden, wenn du selber Zugang zu Meters hast. Und ein besseres Verkaufsargument gibt es wohl nicht. Deswegen hat diese Nachricht, glaube ich, sowohl positive Auswirkungen, aber man kann sie durchaus auch kritisch sehen. Warum das wichtig ist, dass die anderen Seiten da Zugang bekommen, erkläre ich mal mit einem Sprung in die Schmuddelecke. Und zwar schreibt die Financial Times, dass die NSA, die US National Security Agency, also der Geheimdienst der USA, jetzt nicht mehr Entropics Mythos nutzt, obwohl nach meinem Kenntnisstand Entropic ja offiziell noch verboten ist für Regierungsorganisationen und ein Supply Chain Risk ist laut Trump-Administration. Trotzdem nutzt die NSA wohl Mieters und Entropic soll nach Informationen von Wired auch Forward Deployed Engineers in die NSA geschickt haben. Also es gibt den Berichten nach, Entropic-Ingenieure oder Ingenieurinnen, die mit der NSA zusammen daran arbeiten, Mythos offensiv zu nutzen. Offensiv zu nutzen heißt, es geht nicht mehr darum, rauszufinden, wie man die, oder es geht nicht ausschließlich mehr darum, rauszufinden, wie man eigene Software schützen kann, sondern es geht jetzt darum, aktiv andere Software zu kompromittieren, zu hacken, einfach gesagt. Also Entropic-Mitarbeiter arbeiten mit der NSA jetzt zusammen, die Software von anderen State Actors, den Ländern, Militärs, Geheimdiensten quasi zu penetrieren. Ich habe ganz am Anfang mal, als es um diese Pentagon Entropic Debatte geht, erklärt, wie gefährlich das für uns ist. Stell dir vor, Mythos findet in irgendeiner alten Fritzbox einen Exploit. Kann auf einmal Tausende von WLANs oder Millionen von WLANs auf der Welt klacken. Kann in irgendein altes Huawei- Modem genauso sein oder irgendein Hotspot, der typischerweise in Flughäfen oder so benutzt wird. Geht gar nicht darum, welche Firma das jetzt herstellt. Aber du hast irgendein altes Stück Hardware oder ein Hardware, wo Firmware oder Software drauf ist, die kompromittierbar ist. Mythos hat einen Weg gefunden, das zu tun. Und du kannst das jetzt quasi massenhaft hacken und die NSE gelangt dann so an weitere Möglichkeiten der Überwachung. Ist nicht so, dass es ihnen auch sonst besonders schwerfällt, schon Kommunikation zu überwachen, aber wie wir seit Edward Snowden wissen. Aber es macht es natürlich noch mal einfacher und noch mal gefährlicher. So ein bisschen zugespitzt gesagt, ist die ganze Welt irgendwie sehr vulnerable gegen Cyberangriffe jetzt. Und wenn die NSA, wofür würde die NSA das nutzen? Natürlich, um Informationen zu gewinnen. Das kann anfangen mit der Überwachung von Kommunikation. Das kann natürlich auch irgendwann sein, Informationen finden, die kompromittiert sind für einzelne Personen. Also das... man Agenten rekrutiert, in dem man sagt, ich weiß eigentlich ziemlich genau, wo du dich aufgehalten hast, mit wem du irgendwelche Kommunikationen pflegst und das will dein Arbeitgeber, dein Mann, deine Frau, was weiß ich, sicherlich nicht sehen. Hilf uns doch mal mit dieser Information oder mach mal dies und das für uns. Also damit hat die NSA, ich werde jetzt nicht von einer Superwaffe sprechen, am Ende kocht es vielleicht mit ein bisschen heißerem Wasser, aber es ist noch Wasser, mit dem man kocht. Aber deswegen ist es so gefährlich, wenn andere Länder keinen Zugang zu Mythos haben, um sich zu verteidigen, weil Entropic jetzt mit der NSA schon daran arbeitet, die offensiven Fähigkeiten, also Hacking-Fähigkeiten von Mythos zu nutzen. Man muss davon ausgehen, wofür würde die NSA das nutzen, wenn nicht Hardware und Software auf der ganzen Welt zu kompromittieren und dadurch an Informationen zu gelangen. Zumindest ist das nach meinem Verständnis die Aufgabe der NSA. In der Vergangenheit würde man diese Kommunikation jetzt massenhaft beschaffen, hätte man sie eben nicht auswerten können, weil es nicht genug Analysten dazu gäbe. Aber auch das Problem löst Claude und jedes andere KI-Modell ja leider, dass sich vollautomatisiert nicht nur Kommunikation überwachen, sondern auch auswerten kann und den abstrakten Inhalt eines Gesprächs innerhalb von Millisekunden bewerten kann. Ich kann ein Gesprächsprotokoll von drei Stunden wahrscheinlich in vier Sekunden auswerten mit Hilfe von KI und habe dafür irgendwie 10 Cent an Tokens verbraucht. Wir bleiben bei Spionage.
Ein perfekter Übergang vom Meta.
Ja, genau. Ich würde direkt mal in die Meta-News springen. Und zwar berichtet die Information. Das Meta wohl jetzt sein eigenes kleines Mitarbeiterspionage-Programm limitiert. Und zwar hat man ja ein Tool eingeführt, was den Mitarbeitern beim Arbeiten zuschaut, um die eigene KI besser zu machen. Zumindest hat man das so erklärt. Es geht darum, die eigenen Modelle zu verbessern. Das Programm soll Model Capability Initiative heißen. Dafür überwacht man die Desktop-Arbeit der verschiedenen Mitarbeiter. Und da gab es natürlich Gegenwitt. Wer möchte das schon, dass 100% der Dinge, die man macht, aufgezeichnet und ausgewertet werden? Und jetzt rudert, also die Überschrift heißt, Meta adds limits to employee tracking tool after staff backlash. Und du denkst, jetzt wird das hier aber hart zurückgerudert. Tatsächlich sind die Limits, du kriegst einen 30 Minuten Pause-Button. Also wenn du mal zwischendurch ein bisschen Recreational Movies schauen möchtest oder irgendwie Dirty Texting mit deiner Ehefrau machen möchtest, dann darfst du 30 Minuten mal kurz die firmeneigene Überwachung ausschalten. gewisse Applikationen sollen eventuell ausgenommen werden. Das hat ja jeder heutzutage auf seinem Mac auch den Messenger oder privates E-Mail-Programm parallel auf. Das kannst du ja gar nicht mehr vom Privatleben trennen. Ich weiß jetzt auch nicht, ob ich wollen würde, dass hier jemand ständig parallel auf meinen Monitor schaut. Ansonsten haben vorher wohl Mitarbeiter schon eigene Wege gefunden, indem sie einfach immer den Accept-Button nicht gedrückt haben oder den eigenen Computer so blockiert haben, dass die Software nicht mehr lief. Ja, aber Fakt ist, die Initiative geht erstmal weiter. Man hat nur so ein paar grundlegende Sachen gemacht, die einen Rest an Privatsphäre noch ermöglichen bei den Mitarbeitern von Meta. Genau, ansonsten schreibt TechCrunch noch über Meta, dass Meta, also PR-mäßig perfekt getimten Aktionen, gibt Meta bekannt, dass sie den KI-Agenten für WhatsApp jetzt verschiedenen anderen Businesses zur Verfügung stellen wollen, nachdem man gerade gelernt hat, wie gut das bei Meta intern schon funktioniert, in der Integrity-Abteilung, die sich so mit gehackten Accounts und so weiter beschäftigt. Bessere Promo kann man ja fast nicht haben, um jetzt auch einen Meta-AI-Bot zu nutzen. Wenn du auch möchtest, dass jemand direkt mal den Schlüssel deines Ladens sich über ein Chat-Interface holen kann oder ähnliches oder deine Öffnungszeichen ändert oder was auch immer, einen anderen Termin cancelt für einen Kunden und sich selber einen besorgt oder irgendwie sowas. dann würde man natürlich sich heutzutage auch unbedingt für ein Business-Tool aus der Meta-Familie entscheiden. War vom Timing vielleicht nicht ganz perfekt.
Und wenn du App-Entwickler wärst, würdest du jetzt Google Zugang zu deinem Code geben?
Ja, die Frage ist, why not? Also, 4Media berichtet, dass Google, die sagen still und heimlich, so heimlich war es jetzt nicht, aber sie haben über den App Store wohl App-Entwicklern ein Angebot gemacht, dass sie zusätzliche Vergütung bekommen, wenn sie den Code ihrer Applikationen für KI-Training zur Verfügung stellen. Haben wir in der Vergangenheit, glaube ich, auch schon viel darüber gesprochen, dass Daten, die noch niemand anders hat, relativ wertvoll werden. Natürlich sind die KI-Bots alle auf GitHub, Stack Overflow, irgendwelchen alten Programmierbüchern und vielleicht Google-eigenem Code, Meta-eigenem Code trainiert. Aber um noch besser und noch diversere Software bauen zu können und noch zuverlässiger, möchte man natürlich so viel Code zahlen wie möglich haben. Und idealerweise natürlich qualitativ hochwertigen Code, aber im Zweifel löst die Masse das. Und dafür versucht man jetzt neue Datenquellen aufzutun, würde ich mal sagen. Und Google sieht natürlich, dass sie im App Store Millionen und Abermillionen von Softwareprodukten verkaufen, wo dadurch, dass die, also ich nehme an, sie könnten es sich nicht einfach holen, einerseits technisch, weil es schon kompiliert ist, und andererseits rechtlich vielleicht auch nicht ganz einfach. Und deswegen bieten sie den Entwicklern quasi Geld dafür an. Ja, und nicht verwundert, es gibt ja inzwischen andere Startups, die kaufen tote Startups, um die Slack-Protokolle, den Google-Workspace zu bekommen, also die alte Gmail-Kommunikation, die im Unternehmen lief und den geschriebenen Code. also du hast jetzt quasi Insolvenzmasse, die Dateninsolvenzmasse eines Startups wird auf einmal wertvoll. Wenn du pleite bist, kannst du nochmal 10.000, 20.000 Dollar mitnehmen, wenn du an irgendeine KI-Firma die Daten deines Unternehmens verkaufst. Also was Mitarbeiter geschrieben haben an Code, was sie in Slack geschrieben haben, was sie in Teams geschrieben haben, die Transkripte ihrer Calls vielleicht, all das sind inzwischen wertvolle Trainingsdaten. Und ich glaube, wir werden auch sehr spannende neue Startups sehen, die sehr innovative Methoden entwickeln, um uns quasi Daten abzuluchsen. Insbesondere private Kommunikation, aber eben auch sowas hier wie Quellcode, Transcripts. Also so ein, ich meine, das Ding ist dadurch, dass Videoconferencing schon kostenlos ist, kann man da nicht mehr so viel anbieten. Aber du wirst bestimmt sowas Granola haben, dass dir ein Dollar pro Stunde aufgezeichneten Call gibt. Oder Riverside hier, warum sollen die uns nicht anbieten? Obwohl wir Podcaster geben ja sowieso kostenlos jedem ihr Transkript, von daher ist das nicht so sinnvoll. Aber können wir vorstellen, dass Google nicht schon Google Meet nutzt, um KI zu trainieren? Wenn ich zustimme, dass die Produktqualität damit verbessert werden kann in Zukunft, wird das für Training genutzt?
Jetzt mal angenommen, du hast die wunderschöne Taschenlampen-App entwickelt und sagst jetzt hier, Google, du kannst jetzt hier meinen Quellcode haben, dann könnte ich ja jetzt irgendwann Google fragen, baue mir mal so eine Taschenlampen-App.
Ja, genau. Also du machst dich als Developer, als App-Developer damit natürlich zunehmend überflüssig, aber das passiert so oder so, das wirst du jetzt nicht aufhalten, indem du da deinen Code nicht freigibst, ehrlich gesagt. Was ich gerade überlegt habe, ist, wenn du das günstigste chinesische Modell nimmst, ob du Code günstiger stellen kannst, als Google ihn bezahlt. Also kannst du Abitrage machen, also lässt... Du lässt dir für 10 Cent eine App hinwichsen und verkaufst dir dann quasi den Code für 50 Cent an Google. Das frage ich mich gerade, ob das funktionieren würde.
Skalieren.
Skalieren.
Amitrage-Modell.
Pippisberg. Das wäre es. Fände ich gut.
Wir machen...
Waschmaschine.
Moment, das ist eine Waschmaschine für AI-Slog dann eigentlich, oder?
Eine Waschmaschine? Nennt man das so? Du meinst eine Klickschleuder? Eine Coach-Schleuder würde man glaube ich sagen. Coach-Schleuder klingt nach was ganz anderem. Aber genau. Ich gehe mal nächste Woche auf ein Super-Return damit pitchen. Ein bisschen bei Investoren. Ich baue eine Coach-Schleuder für... Für AI. Wo wir gerade bei günstigen chinesischen Modellen waren. Unter anderem Alibaba hat wieder ein neues Modell rausgebracht oder eine Iteration. Qen 3.7 Plus ist multimodal, supports Text, Video und Imagery. Hat mal wieder super günstige Kosten. Input 40 Cent pro Million Tokens, Output 1,6 Dollar pro eine Million Tokens. Das ist ungefähr ein Fünfzehntel von Cloud Opus oder ein Fünftel von Gemini 3.5. Flash, also super günstig, vergleichbar mit DeepSeq oder Minimax oder Mimo, GLM und den Kimi, den anderen günstigen China-Modellen. Ist dabei multimodal, absoluter Kampfpreis, relativ gute Performance. Also dieser Druck, da stimmen Scott Gallagher und ich auf jeden Fall über einen aus China, der ist glaube ich real und das auch. 80% der Startups nicht zwangsläufig die US-Modelle nutzen, deckt sich auch anekdotisch mit meiner Erfahrung, aber macht doch einfach. Weil du könntest später für Firmenkunden kannst du immer noch schnell auf die anderen Modelle switchen, wenn du möchtest. Also wenn jetzt ein Fortune 500 Unternehmen sagt, wir möchten kein chinesisches Grundlagenmodell, dann tauscht das halt irgendwann hinten aus für den Kunden, aber für die ganze Produktentwicklung erstmal nicht. würde ich das so günstig wie möglich mit dem China-Modell natürlich bauen. Alles andere wäre dumm. Apropos dumm, wir kriegen neue Zahlen zum SpaceX-IPO. So neu und überraschend sind sie gar nicht, aber sie stehen jetzt fester als zuvor. SpaceX wird 555,5 Millionen neue Shares verkaufen zum Preis von 135 Dollar. Gar keine Wortwitze, ich bin ein bisschen, keine Zahlenwitze, ich bin überrascht, dass man irgendwie nicht den Erstkurs auf 69 Dollar oder 420 Dollar oder 4,20 Dollar oder ähnliches festgelegt hat. Aber so kommt man dann auf eine Bewertung von rund 1,77 Billionen, also rund 1,8 Billionen Dollar. US-Dollar und wird voraussichtlich 75 Milliarden plus paar zerquetschte an neuem Geld aufnehmen. Ein Viertel der Anteile soll an Retail-Investoren gehen. Donnerstagabend in meiner Inbox war ich überrascht zu lesen, dass einer der deutschen Neobroker Zugang zu SpaceX-Shares sich besorgt haben könnte. oder besorgt hat und das jetzt seinen Anlegern und Anlegerinnen anbieten möchte. Also es sieht so aus, die Konditionen sind noch nicht klar, das genaue Produkt steht auch noch nicht, sondern es wird erstmal darauf verwiesen, dass es demnächst kommen könnte. Aber Trade Republic hat seinen Klienten schon mal geschrieben, es soll eine Möglichkeit geben, und das muss ja in den nächsten acht Tagen passieren, SpaceX-Shares zu ordern über Trade Republic. Also sie scheinen irgendwie, entweder hat eine der Banken das untervergeben oder Sie haben über Peter Thiel sich da irgendwie noch reingesneakt oder Elon Musk hat Probleme, seine Shares an Manzu oder die Frau zu bringen. Auf jeden Fall sollen Trade Republic Kunden in der Lage sein, SpaceX Shares zu ordern zum Preis von 1,8 Billionen US-Dollar für ein Unternehmen, das ungefähr hundertfache des Umsatzes ist. Das ist auch insofern ein Novum, dass bisher Trade Republic an keinem IPOs, auch kleineren oder deutschen IPOs, nicht teilgenommen hatte. Also die Möglichkeit, IPOs zu zeichnen, gab es. Ich würde mal behaupten, aus Komplexitätsgründen hat man das sinnvollerweise ausgelassen. Jetzt birgt natürlich das SpaceX-IPO vielleicht so viel Anziehungskraft und später in Tropic noch umso mehr, würde ich mal behaupten. dass man sich die Mühe macht, die Software dafür hinzustellen, um das möglich zu machen oder im schlimmsten Fall sogar im Backoffice manuell abwickelt, wenn man es nicht schnell genug mit Software hinbekommt. Einfach als Neukundengewinnungsmaßnahme. Das wird wahrscheinlich, also wie gesagt, die Konditionen sind noch nicht öffentlich oder waren zum Zeitpunkt der Aufnahme des Podcasts noch nicht öffentlich. Es wird aber eben so sein, dass man eine Anzahl an, die könnte gecappt sein bei Trade Republic, weiß ich nicht, aber man würde aber eine Anzahl an Shares, zum Beispiel könnte man sagen, ich möchte 1000 Shares haben für bis zu 135.000. Man könnte 10 Shares bestellen zu maximal dann insgesamt 1350 US-Dollar und dann würde man vielleicht zwei bekommen. Also es ist davon auszugehen, dass man nicht alle bekommt. Deswegen neigen IPO-Investoren oft dazu, strategisch zu bieten. Wenn man weiß, wie stark der Börsengang überzeichnet ist, also sagen wir, du weißt, die Nachfrage ist viermal höher, dann könntest du theoretisch natürlich das Vierfache bieten. Ich würde aber abraten, davon das zu tun, weil es kann natürlich dazu kommen, dass man dann doch 100% bekommt und wenn man das Geld nicht hat. Dafür, also wenn man das Geld nicht im Account hat, dann könnte, also entweder geht man auf einmal eine Schuldposition an oder die Order wird nicht berücksichtigt, weil die Deckung dafür gar nicht da ist im Account. Also man sollte nur so viel ordern, wie man auch wirklich haben möchte und dann damit fein sein, wenn eventuell ein bisschen weniger rumkommen. Also strategisch überbieten könnte sehr gefährlich werden oder nach hinten losgehen oder dazu führen, dass man am Ende gar nichts bekommt, wenn die Deckung dafür nicht da ist. Ansonsten gab es noch News zu SpaceX. Sekunde. Achso, interessant, der S&P 500, der Standards and Poor, der Index Provider, hat bekannt gegeben, dass sie ihre Profitabilitätsregeln nicht aufweichen werden. Das stand ja sehr stark zur Debatte. Zuletzt und der S&P 500 ist jetzt nicht aufgeweicht. Die Nasdaq hat sich ja relativ flach hingelegt. Die S&P 500 bleibt wohl aber hart und nimmt weiterhin nur profitable Unternehmen auf. Das ist, glaube ich, was die Integrität der eigenen Standards angeht, die richtige Entscheidung. Es könnte aber auch schlau sein, weil man damit natürlich ein Konstrukt schafft, wo ich quasi einen Großteil der US-Wirtschaft ohne der KI-Spekulation kaufen kann. Also für Anleger, die ein MSCI World kaufen, aber eigentlich diese überbewerteten KI-Firmen nicht haben wollen, wird der S&P 500 damit auf einmal ein spannendes Argument. Weil ich habe die großen, profitablen Tech-Unternehmen ja alle im S&P 500 drin und auch relativ hoch gewichtet. Also ein Nvidia ist da drin, ein Alphabet und so weiter. Ich kann da in Tech und ich kann... Also S&P 500 ist einer der am besten laufenden Indizes, hat wahrscheinlich den MSCI World sogar geschlagen lang. Sekunde. SPY versus... Ich würde vermuten, dass er geschlagen hat. Die Nasdaq auf jeden Fall. Ich bin jetzt hier bei JustETF, weil es das erste Ergebnis war. Auf Sicht von 16 Jahren hat der S&P 500 ungefähr 800% gemacht, der MSCI World mehr als 500%. Also der S&P 500 liegt vorne. Also du könntest sagen, Der S&P 500 ist mir eigentlich ausreichend diversifiziert. Die Top-10-Holdings sind eins zu eins die gleichen. Im S&P 500 ist Berkshire drin und im MSCI World ist JP Morgan drin. Aber ansonsten sind es größtenteils die gleichen Positionen, also Alphabet, Broadcom, Microsoft, Apple, Nvidia eben die größten Unternehmen. Natürlich hat der S&P 500 einen viel stärkeren US-Fokus. Da fehlen mir die 5% Japan, 3% UK, 3% Kanada, 20% Rest of the World, sondern es ist 95% USA. Aber ich hätte ein Instrument, um zu sagen, ich möchte breit investiert in die besten Unternehmen der Welt und insbesondere in die USA investieren, ohne in die KI-Blase zu investieren. Vielleicht hat das bei der Entscheidung eine Rolle gespielt, weil der einzige andere Weg, das zu tun, wäre entweder ein MSCI World XKI Produkt zu wählen. Weiß nicht, ob es da schon was gibt, ehrlich gesagt. Oder eben den MSCI World zu kaufen und dann Futures Optionen, Faktor Zertifikate, Shorts kaufen auf die Unternehmen, was für Standardanwender eigentlich nicht besonders sinnvoll ist. Also wer quasi keinen Bock auf die KI-Unternehmen hat, der könnte in Zukunft stattdessen eine SSP500 kaufen und weil die USA in der Vergangenheit ausperformt haben, ist das rein rentitetechnisch auch gar nicht so ein schlechtes Idee, würde ich jetzt mal behaupten. Dann noch eine letzte SpaceX-News. Die Ketzer von Morningstar, einem Analyse- und Tracking- und Datenanbieter für Kapitalmärkte, haben versucht, eine faire Bewertung für den SpaceX-IPO zu finden und gehen davon aus, dass es ungefähr die Hälfte des Wertes sein kann. Und ich finde das noch sehr wohlwollend, ehrlich gesagt. Sie sprechen von 780 Ketzer. Milliarden Wert, den sie im besten Willen finden können, würden aber quasi sagen, dass SpaceX damit um den Faktor 100% ungefähr überbewertet ist. Also je nach Interpretation der Hörerschaft sind die offensichtlich auch Elon Musk Hater oder schließen sich den Großteil der Analysten an, die die Bewertung nicht nachvollziehen können, wie eigentlich jeder. deren Mathe aufgepasst hat. Ja, vielleicht gehört auch so ein bisschen in die KI-Blase, der Customer Experience Anbieter oder die Firma heißt Sidecore, baut sowas wie ein kleines Adobe, würde ich sagen, also eine Plattform, die hilft, die Kundenerfahrung auf Webseiten und in Apps zu optimieren, haben sich jetzt, Das KI- oder Geotool Scrunch, was ich ehrlich gesagt nicht kannte, für 224 Millionen gekauft, um quasi auch in dem Bereich mitstinken zu können. Scrunch nennt sich selber AI Customer Experience Plattform. Und man bietet letztlich so Visibility Audits an. Also ich kann mir anschauen, wie funktioniert eigentlich meine Webseite in generativen KI-Chatbots-Anwendungen. Und mit 2025... Millionen hat sich das wahrscheinlich nach zwei, drei Jahren Entwicklung schon ganz gut gelohnt für die Entwickler von Scrunch. Ich gehe davon aus, dass Adobe hat ja schon SEMrush gekauft, die ähnliches probieren. Ich gehe auch davon aus, ehrlich gesagt, es gibt ja in Berlin diese Peak AI, die ich glaube gerade 10 Millionen AR verkündet haben. Es gibt Profound sonst noch. Ich bezweifle ja so ein bisschen die Zahl, also ne, Wie soll man richtig sagen? Ich bezweifle ein bisschen die langfristige Zahlungsbereitschaft. Kurzfristig, wie gesagt, 10 Millionen EAA sprechen ja für sich. Ich glaube, dass die Anbieter alle ein bisschen Consulting mitverkaufen, dass sie zunehmend eigene Bots und Agenten mitverkaufen, weil ich würde man behaupten, mit dem Thema Visibility lassen sich diese Umsetzung und Bewertung eigentlich nicht rechtfertigen, wenn man schaut, wie wenig für Google Visibility auf der ganzen Welt noch ausgegeben wird, um das zu messen. Aber was ich schon glaube, ist, dass die Adobe, die Salesforce, also die Salesforce Marketing Cloud, aber vielleicht auch große Agenturen, also Publicis, Havas oder ähnliche Agenturen, am Ende sich einkaufen in diese Tool-Welt, um das ihren Kunden anzubieten. Weil es so eine Werbeleistung im weitesten Sinne ist, die man jedem, der eine Webseite betreibt, mehr oder weniger mitverkaufen kann und dafür zusätzliches Geld nehmen kann. Also der schwerste Job für diese Unternehmen, also für die Tool-Anbieter, ist sicherlich das Gewinnen neuer Kunden. Und wenn ich jetzt jemand habe, der schon irgendwie 2000 Kunden im Bereich E-Commerce betreut, ist es für die natürlich viel einfacher zu sagen, für 500 Euro im Monat analysieren wir hier noch vollautomatisch, wie deine Webseite bei Generative AI besser funktionieren könnte.
Dann haben wir noch ein bisschen Earnings und damit sind wir fast fertig.
Wir haben noch einen kleinen Nachtrag zu der Kapitalmaßnahme von Alphabet, über die wir letzte Woche gesprochen haben. Und zwar haben wir gesagt, dass sie 80 Milliarden raisen. Inzwischen sollen es 85 Milliarden sein. Also Alphabet, die Google-Mutter, gibt neue Aktien raus, macht eine Kapitalerhöhung, was relativ ungewöhnlich ist für das Profitabilitätsprofil und das Alter, das die Firma hat. Aber um den KI-Ausbau und die eigenen Gehälter zu bezahlen, gibt man neue Aktien raus im Wert von 85 Milliarden. 10 Milliarden davon wird übrigens Berkshire Hathaway, also Warren Buffetts Firma, der glaube ich nicht mehr vorsteht inzwischen, übernehmen. Ich glaube, er ist berühmt dafür, immer gesagt zu haben, dass es ihn geärgert hat, dass er Google nie rechtfertigen konnte und nie gesehen hat. Ansonsten wäre es natürlich sehr schlau gewesen, früher in Google zu investieren. Jetzt kauft sehr spät Berkshire Hathaway 10 Milliarden an Google-Aktien nochmal und nimmt einen großen Teil dieser Tranche ab. Und ich hatte einen Hörer nochmal darauf hingewiesen, auf etwas, was ich leider vergessen habe, letzte Folge. Man muss natürlich schon auch sehen, dass Google hier dem Markt Liquidität entzieht mit der Maßnahme. Also man sammelt 80, 85 Milliarden, ist ja mehr, als der SpaceX IPO einbringen wird. Das heißt, man platziert jetzt neue Aktien bei institutionellen Investoren. Und ich würde jetzt nicht sagen, dass das in der Lage ist, die IPOs von SpaceX und Entropic komplett zu torpedieren. Aber es wird dem Markt natürlich erstmal Liquidität entzogen, wenn man hier über Nacht mehr oder weniger 85 Milliarden neues Angebot an Aktien schafft, die irgendjemand kaufen muss. Wie gesagt, 10 Milliarden holt sich sofort Berkshire, aber einfach gesagt, das sind 85 Milliarden, die jetzt zumindest nicht mehr in die nächsten IPOs fließen können. Insofern macht es Google, und vielleicht hat es tatsächlich eine Rolle gespielt, seiner Konkurrenz durch die anderen KI-Labore damit ein bisschen schwerer, ihren Börsengang zu machen.
Glaubst du, dass die so denken?
Ich glaube, es wäre schon schlau. Es gibt vielleicht Investmentbanks, die ihnen das verkaufen als Strategie.
Aber sie sind doch selbst auch beteiligt an denen.
Ja, die Beteiligung ist schon wertvoll, aber sie haben eigentlich einen ziemlichen Trade-off und Interessenskonflikt. Du könntest sagen, sie sind selber an sowohl einem Anthropic als auch SpaceX IPO, dass der gut verläuft, interessiert, weil sie ein paar Milliarden Win-Fall-Profits da haben. Du könntest auch sagen, ihr eigenes Geschäft und die Dominanz von DeepMind im Bereich KI ist auch nicht ganz unwichtig. Und den Konkurrenten unnötig viel Kapital zuzuspielen, ist auch nicht in ihrem Interesse. Gibt es für und wieder, glaube ich, für die These. Ansonsten hat sich GitLab jetzt in die Reihe der Unternehmen eingereiht, die signifikante Teile der eigenen Workforce freigelassen haben. Freigelassen ist das falsche Wort, also rausgeschmissen haben. Und zwar jeder siebte 14% soll die Firma verlassen, obwohl man Rekordgewinne macht. Ich glaube mit 26% wächst, Sekunde, muss ich mal, nee, 23% wächst gegenüber dem Vorjahr und eigentlich ein ganz gutes Ergebnis geliefert hat, lässt man trotzdem jeden siebten gehen. Vielleicht haben sie sich dabei bei Snowflake was abgeguckt und wollen die Produktivitätssteigerung per Zwang herbeiführen, indem man Leute gehen lässt. Also sowohl Snowflake, bei GitLab habe ich es nicht gehört, aber der Snowflakes CIO sagt übrigens auch, dass er so ein bisschen mit dieser Maßnahme die KI-Verweigerer getroffen hat. Sekunde, ich gehe nochmal in den Artikel rein. Das habe ich vorhin noch gar nicht erwähnt, aber ich spreche ja immer ein bisschen von meinem undifferenzierten KI-Ageism und sage, die alten Entwickler haben keinen Bock drauf und man sollte die rausschmeißen und neue Leute heiern. Aber ich würde jetzt einfach mal Mike Blandina, also den CIO von Snowflake, quasi zitieren, beziehungsweise die Information zitiert ihn so. Er hat gesagt, alle Senior-Ingenieure waren mehr versäumt, AI-Coding-Tools zu nutzen als Younger Junior-Ingenieure. Also meine kontroverse Hypothese ist ja, oder Contrarian Hypothese, ist ja, dass es schlauer, also dass man junge Leute, also nicht den Statistiken folgen, die alle Schwächen haben, das würde ich jetzt nicht nochmal erklären, aber das größere Narrativ ist ja gerade, junge Leute finden keinen Job mehr, alle heilen nur noch Senior. Ich behaupte, dass sich das sehr schnell umkehren wird und man mehr junge Leute hiren wird und die Seniors tendenziell auf die Straße setzen, weil man die Qualifikation und quasi die AI-Native-Skills der jungen Leute braucht. Und diese Äußerung von dem Snowflake-CIO unterstreicht das, glaube ich, noch mal oder ist zumindest ein weiterer Anhaltspunkt dafür. Außerdem reported hat noch CrowdStrike, die haben so ein bisschen durchwachsene Zahlen, würde ich sagen, also keine schlechten Zahlen, aber sie haben ihre Prognosen gerade so getroffen. Und gleichzeitig war der Ausblick, glaube ich, nicht stark genug erhöht worden, sondern nur ganz leicht nach oben korrigiert worden. Der Markt hatte sich da offenbar mehr erhofft. Der Umsatz von CrowdStrike wächst um 26% nach 23% im Vorquartal, also Beschleunigung beim Umsatzwachstum. Rohmarge hat sich verbessert, weil der Rohertrag sogar um 28% gestiegen ist, während die operativen Kosten nur noch um 14% steigen. Also man ist quasi deutlich profitabler geworden im Vorquartal. Im Vergleichsquartal des letzten Jahres hat man noch 11% negative operative Marge gehabt. Jetzt sind es nur noch 2%, also deutliche Verbesserung der Profitabilität. Das Nettoergebnis nach Zinsergebnis und so weiter ist sogar 2% positive Netmarge nach US-Gap. Und die Rule of Forty hat sich so auch von 52% auf fast 60% verbessert. Magic Number sieht auch gut aus mit Punkt 66. Man hatte nur offenbar noch mehr erwartet. Fairerweise muss man sagen, CrowdStrike ist dieses Jahr schon sehr gut gelaufen und das war so eine Mischung, würde ich sagen, aus Gewinnmitnahmen und man hatte einfach noch mehr erwartet nach den positiven Äußerungen. CrowdStrike ist ein Cybersecurity-Anbieter und mit Mythos hatte man natürlich geglaubt, oder mit dem Mit dem generellen Aufkommen von neuen Cyberthreads, die mit KI zusammenhängen, hatte man gehofft, dass die Umsätze noch schneller steigen. Ich glaube, das wird man in den nächsten Quartalen sehen. Ansonsten bin ich mit der Performance von CrowdStrike und Cloudflare weiterhin sehr zufrieden. In der Vergangenheit. Apropos, wo wir gerade dran sind. Wie sieht es denn bei Monday aus gerade? In den letzten fünf Tagen nochmal 10% gemacht. Auf Sicht von einem Monat... Naja, läuft ganz gut weiter. Und dann, ja, ob das in die Schmuddelecke passt oder nicht, weiß ich nicht. Aber Entropic hat sich nochmal zu Wort gemeldet und einen neuen Blogpost geschrieben. Es war nicht Dario Amode, der den geschrieben hat, sondern zwei Entwickler oder Researcher. Und der Blogpost heißt When AI Builds Itself. Es geht um Recursive Self-Improvement. Auch das habe ich, wer sich die ersten fünf Slides meiner Präsentation angeschaut hat, Da gibt es einen Punkt, an dem ich darauf verweise, dass KI sich gerade nicht, oder dass mein Eindruck ist, dass KI sich gerade nicht nur linear, und das untermauere ich natürlich mit Zahlen oder mit Graphen, auf jeden Fall ist mein Eindruck, dass KI sich gerade nicht nur linear verbessert, sondern dass es zu so einer Art Beschleunigung kommt oder es eventuell tatsächlich so an dem Sockelpunkt einer etwas exponentielleren Entwicklung ist. Und ich mache dafür drei mögliche Gründe aus. Das eine ist die dass man nicht nur mit Hardware und Software skaliert, wie zuvor, also dass Menschen bessere Software bauen und mehr Hardware zur Verfügung stellen und dadurch mehr Leistung kaufen, wenn man so möchte, sondern dass drei zusätzliche Dinge passieren. Das eine ist, dass man, glaube ich, mehr an Datenqualität investiert, angefangen mit besserer Selektion von Daten, Generierung zusätzlicher Daten. Aber auch zum Beispiel die dedizierte Erstellung von Daten durch menschliche Experten, das sollte zu einer weiteren Beschleunigung führen, die würde aber jetzt allein nicht zu exponentiellen Wachstum führen. Das andere ist RLHF, also Reinforcement Learning from Human Feedback, dass die Modelle immer mehr aus unserer Interaktion mit dem Modell auswirken. Lernen, einfach gesagt, wenn ich ein Ergebnis teile, wenn ich jemanden einlade, wenn ich nicht weiterfrage, wenn ich den Daumen hoch drücke, wenn ich mich bedanke beim Modell, all das sind Indikationen dafür, dass es ein gutes Ergebnis war. Wenn ich ständig weiterfrage, wenn ich das Modell anschreie, wenn ich entnervt ausgebe nachts um vier, sind vielleicht negative Feedback. Und dadurch kann man, daraus kann KI quasi nochmal schneller lernen als ohne das. Google hat das die letzten Jahre, sagen sie, erfolgreich gemacht. gemacht, also die letzten 10, 15 Jahre schon. Und ich glaube, das sollte zu einer weiteren Beschleunigung der Entwicklung führen. Und das dritte ist eben dieser Self-Recursive Loop, nämlich das neue Cloud-Modell 4.8 von 4.7 erheblich mitgeschrieben wurde, beziehungsweise 4.7 erheblich von 4.6 mitgeschrieben wurde und dass das 5.0 sicherlich von 4.8 oder 4.9 geschrieben werde und dadurch quasi die Geschwindigkeit steigt und genau das behauptet Entropic jetzt, dass sie das mehr und mehr sehen. Sie machen das unter anderem daran fest, auch hier zeigen sie eine Grafik, also anekdotisch haben sie das schon vorher in ihren Interviews gesagt, aber sie zeigen jetzt hier eine Grafik, wo sie das an kreierten Codezeilen festmachen. Mir ist vollkommen klar, dass ... kreierte Codezeilen oder ausgegebener Code oder geschriebener Code ... ... nicht ultimativ die beste Metrik für Produktivität ist. Es ist aber auch besser als nichts, würde ich sagen. Und ich glaube nicht, dass man ein schlechteres Ergebnis mit achtmal so viel Code erreicht. Also dass es in irgendeiner Weise mit Produktivität korreliert, glaube ich wiederum schon. Und was sie quasi zeigen, ist, dass im Vergleich zu dem Zeitraum vor 2025 ... ... sie ungefähr achtmal so viel Code im Quartal produzieren ... pro Person logischerweise, wie vor zwei Jahren noch. Und das zeigt, glaube ich, wie stark die Produktivität intern gestiegen ist. Das sieht man sehr gut auch im Umsatz. Also wer sich immer noch fragt, ob KI und automatisiertes Coding überhaupt irgendwelche Produktivitätsvorschritte bringt, der muss mir mal erklären, warum Entropic 8 Millionen Dollar pro Umsatz macht und Google zum gleichen Zeitpunkt nur 1 Million Dollar Umsatz pro Angestellten gemacht hat. Jetzt kann man sagen, es liegt auch ein bisschen daran, dass noch die Hyperscaler-Kosten im Entropic-Umsatz mit drin sind. Gut, dann lass es 5 Millionen sein oder 4 Millionen, aber das ist immer noch eine deutlich höhere Produktivität, als andere Tech-Unternehmen zum gleichen Stadium hatten. Also man muss davon ausgehen, dass zumindest die KI-Native funktioniert. Firmen schaffen, auf eine deutlich höhere Produktivität zu kommen. Egal, ob es in Co-Zahlen gemessen ist oder in Umsatz, ich finde es schwer, diese Zahlen anzugreifen. Sie sind vielleicht nicht der letzte Schluss der Wahrheit, aber auch zumindest sehr indikativ für eine gewisse Performance. Wenn die Leute alle das Geld an den Tropic zahlen, ohne was dafür zu bekommen, dann kannst du natürlich sagen, es ist keine echte Produktivität, sondern nur Umsatz, Fake-Umsatz, wenn du so möchtest, aber Das werden wir jetzt nicht nochmal verhandeln. Also Entropic sieht auf jeden Fall so ein Zeitalter anbrechen, wo die KI mehr und mehr zur eigenen Verbesserung beitritt. Und es wäre kein Entropic-Artikel, wenn er nicht gleichzeitig vor der Gefahr warnt, dass wir natürlich damit auch ein Zeitalter anbrechen, wo KI eventuell sich so selbstständig verbessert, dass Menschen da irgendwann nicht mehr wirklich hinterherkommen und dass man dem früher oder später vielleicht auch Einhalt gebieten müsste. Das wird Entropic immer vorgeworfen, dass das so der klassische Weg ist, auch Marketing zu machen für sie. Also Fear-Mongering, Angstmacherei. Im Vorfeld des IPOs ist das natürlich gutes Marketing, wenn ich sage, ich habe hier eine Maschine gebaut, die sich von selber verbessert. Selbst wenn unsere Zahlen schlechter werden, wird die KI von alleine besser werden. Man könnte das als Marketing sehen. Man kann es aber schon auch so als konsistente Kommunikation von N-Shopic sehen, dass sie schon immer auf die Gefahren hingewiesen haben. Und dass sie ein weiteres Mal tun, kann jeder für sich selbst entscheiden, welchem Lager er da anhängt oder ob es auch einfach eine Kombination aus beiden sein kann. Dann habe ich ganz kurz vor der Sendung noch auf Wired gelesen, Wired.com, dass die wohl rausgefunden haben oder Code gesehen haben, der belegt, dass Meta in die Code-Basis ihrer Meta-Brillen wohl nach und nach Code eingeschleust haben, der die Gesichtserkennung Da gab es ja schon Leute, die das ein bisschen gehackt haben und die Kamera genutzt haben, um sowas zu machen. Also Studenten wurden dabei erwischt oder haben das öffentlich gemacht, dass es ihnen gelungen ist, die Glases so zu verfremden oder entfremden, dass man damit jetzt Menschen erkennen kann, sofern man die Trainingsdaten hat dafür. Und jetzt zeigt sich, wo das Meta selber nach und nach Code eingeschleust hat, der für Gesichtserkennung genutzt werden kann. Es gab ja vorher auch schon Berichte, dass Eisagenten wohl mit solchen Brillen ausgestattet zu sein schienen in der Vergangenheit und damit eventuell Leute, die auf der Flucht waren oder sich illegal in den USA aufgehalten haben, schneller entdecken konnten. Und jetzt hat man wohl Artefakte gefunden, die darauf hindeuten, dass Meta das, zumindest habe ich keine größere Pressemitteilung dazu gelesen, relativ heimlich vollzogen hat. In der Vergangenheit den vollen Artikel packen wir in die Shownotes, falls Claude daran denkt. Und dann, wem es nicht bubbly genug ist... Für den haben wir noch einen kleinen Medientipp, würde ich mal sagen. Und zwar gibt es auf YouTube ein neues Format, das heißt Mafia the Game, Can Tech Legends Find the Liar? Und zwar hat Peter Thiels Investmentfonds, der Founders Fund, diesen Kanal, diesen YouTube-Kanal aufgesetzt und eine TV-Produktion im weitesten Sinne, die in dem Fall, ich glaube, ein Dutzend im weitesten Sinne Tech-Leader an einen Tisch bringt, um das Spiel Mafia mit gegeneinander zu spielen. Wem das nicht vertraut ist, Mafia oder in Deutschland, es gibt verschiedene Variationen davor, die zweithäufigste ist, glaube ich, Werwolf. Hast du das mal gespielt? Kennst du das? Nee. Dann erkläre ich es auch für dich einmal. Also man hat eine Gruppe von, ich glaube, man braucht mindestens sechs Leute. Ich glaube, bei sechs fängt es an. Man kann es aber mit bis zu 100 spielen, wenn man will. Aber in der Regel spielt man es von sechs bis zwölf Leuten ungefähr. Jeder bekommt durch das Ziehen einer Karte eine Rolle. Die zwei Hauptrollen sind entweder Mafiosi oder Dorfbewohner oder im Fall von Werwolf bist du Werwolf oder Dorfbewohner. Es gibt in der Regel weniger Mafiosis und weniger Werwolfwölfe als Dorfbewohner. Und das wird rundenbasiert gespielt. Es gibt den Tag, an dem alle wach sind und miteinander diskutieren, wie in so einer Dorfversammlung. Und es gibt die Nacht, wo nur die Werwolf oder Mafiosis aufwachen. Also alle anderen halten sich die Augen zu oder legen Kopf auf den Tisch. Und dann dürfen nur die Wehrwölfe mit Hilfe von Blicken oder Gesten kommunizieren und dürfen Leute abschießen oder töten. Während tagsüber diskutiert wird, wer der Wehrwolf ist und man quasi sagt, ich habe den hier gehört, da hat sich was gerührt oder der verhält sich immer so verdächtig, lass den mal killen, der ist bestimmt ein Wehrwolf. Was dann oft dazu führt, dass man noch einen weiteren Dorfbewohner aus Versehen umbringt. Also es ist so ein Verschwörungsspiel, sage ich mal. Dabei kann man natürlich seine eigenen Einschätzungsskills trainieren, aber auch Überzeugungsskills, andere dazu zu bringen, den eigenen Argumentationen zu folgen. Es ist offenbar im Silicon Valley sehr beliebt. Es gibt auch in Deutschland Runden, die das ganz gerne spielen, habe ich das Gefühl. Und das spielt man jetzt vor laufenden... Ich bin mir nicht sicher, ob denen das bewusst ist. Ich habe jetzt schon lange bevor diese Episode aufkam, weil ich mich so ein bisschen für das Spiel interessiere aus privaten Gründen. Die Geschichte dieses Spiels ist interessanterweise ein russischer Sozialwissenschaftler, der mit diesem Spiel beweisen wollte, dass die informierte Minderheit immer gegen die uninformierte Mehrheit gewinnt. Also die Wehrwölfe oder Mafiosis sind in der Unterzahl. Aber man spielt quasi Fraktion gegen Fraktion. Es gewinnt nicht eine einzelne Person in der Regel, sondern es gewinnen entweder die Wehrwölfe oder die Dorfbevölkerung oder die Mafia oder die Dorfbevölkerung. Aber in der Vielzahl der Runden, die man spielen wird, werden die Werwölfe gewinnen oder die Mafia. Ich glaube, rein rechnerisch ist es nicht so einfach zu simulieren. Also man kann es mathematisch, glaube ich, nicht lösen. Man muss es simulieren. Es ist so, dass in der Regel die Dorfbevölkerung unterliegt. Es gibt noch so ein paar Sonderrollen, die man kann so sehr einbauen. Oder Polizisten, die dürfen dann die Rollen in der Nacht von einer Person sich aufzeigen lassen und so weiter. Also man kann das ein bisschen abändern. Aber per se ist die uninformierte Mehrheit der Dorfbevölkerung Dem Tod geweiht bei dem Spiel. Und wenn sie gewinnen und die Wehrwölfe treffen, ist das reiner Zufall eigentlich oder ein besserer Zufall. Davidoff heißt er, glaube ich. Sekunde, ich muss mal gucken, wie der Vorname ist. Die Wehrwölfe von Düsterwald heißt das übrigens auf Deutsch. Was ist das auch für ein Name, ey? Die Wehrwaffe ist eine Abwandlung von Mafia und Mafia wiederum Andrew Plotkin, Plotkin ist ja auch ein geiler Name für jemand, der in Verschwörungen spielt, der hat das Wehrwollspiel adaptiert und also Dimitri Davidov hat 1986, also gar nicht so spät, also im Endzeiten des Eisernen Vorhangs oder der, wie nennt man das, Eisernen Vorhang oder Kalten Krieges, hat der quasi das als Sozialstudie entwickelt, um damit zu beweisen oder erfolgreich zu beweisen, dass die uninformierte Mehrheit immerhin sozusagen unterlegen ist der informierten Minderheit. Ob das jetzt so schlau ist als Tech-Elite, die sich sowieso schon viel Kritik aussetzt, dieses Spiel öffentlich zu spielen, bin ich mir nicht so sicher. Ich halte es für ein bisschen Tone-Death. Ich glaube auch, ehrlich gesagt, Da gibt es im besten Sinne des Wortes für niemanden was zu gewinnen. Also du musst ja entweder deine eigenen Verdunklungsskills präsentieren oder die Fähigkeit, andere anzuschwärzen. Und auch da kann ich aus Privaterklärung sagen, wenn nach dem Spiel noch alle miteinander sprechen, ist das schon ein Gewinn für sich eigentlich. Und man die Raumaufteilung nicht neu klären muss im Ferienhaus. Also insofern... Verstehe ich nicht, wie man auf die Idee kommen könnte, außer weil das wirklich so ein komisches Fandom ist, so wie die Leute ihre Startups nachher der Ringe benennen müssen, die jetzt, weil sie privat gerne pokern oder dieses Spiel spielen, auch das noch in aller Öffentlichkeit tun. Ich halte es für einen PR-technischen Super-GAU. Ehrlich gesagt, ich habe die erste Episode noch nicht gesehen, aber ihr habt fürs Wochenende jetzt was zu tun. Mafia The Game heißt der YouTube-Kanal. Wir packen es in die Shownotes. In der ersten Runde sage ich vielleicht noch, wer da mitspielt. Es ist natürlich Sam Ordman dabei. Ohne das wäre es nicht gegangen. Parmalaki, der Gründer von Underwill und zuvor der Oxylos an Meta verkauft hat. Unser Longevity-Papst Brian Johnson. Ein Partner vom Founders Fund ist dabei. Ryan Peterson ist... Wer ist Ryan Peterson nochmal? Der Ramp... Ne, Ryan Peterson ist... Sekunde... Also von Ramp.
Flexport, oder?
Flexport, genau. Sehr gut, sehr gut, sehr gut. Der Gründer von Ramp ist, glaube ich, auch noch dabei. Moxie Marlinspike von Signal ist auch dabei. Wird, glaube ich, auch sehr früh rausgeschmissen als Frau und Foundation-President. Das möchte man natürlich dann nicht haben. Ich muss mir das noch in Ruhe zu Gemüte führen am Wochenende. Die erste Episode ist draußen. Ich halte es für wahnsinnig dumm.
Ich hatte schon Sorge, dass du das machen möchtest.
Wie machen?
Ja, im deutschen Kosmos.
Ich könnte mir vorstellen, dass es danach Armer-Modelle geben wird. Ich glaube, das ist auch gute Unterhaltung, wobei es nur halb so lustig ist, wenn du als Zuschauer siehst wieder die Rollen.
Ich habe reingeguckt, ich fand es lame. Meine View-Zahlen sind nicht gut auf dem Ding.
Ja, ich glaube, es macht auch nur Spaß, wenn du selber, also du bist emotional viel involvierter, wenn du da selber drin sitzt. So ein bisschen wie Oktoberfest. Solange du zuguckst, findest du es total bescheuert. Und wenn du mitspielst, irgendwie schreist du nachts um vier noch eine Runde, noch eine Runde. Machst eine Flasche Rotwein auf.
Und auch das kann Freundschaften zerstören.
Genau. Also Unterhaltungsformat, glaube ich, denkbar ungeeignet. Aber es zeigt auch, dass, ich würde es wieder in den Blasenkontext tun, dieses Selbstreferentielle, dass sich alles nur noch um die Protagonisten der Blase dreht, dass selbst im Fernsehen dann das eine Rolle spielt. Wen würden wir in Deutschland an einen Tisch setzen, ist die Frage. Eigentlich wünsche ich mir, dass das in Deutschland nachgemacht wird.
Würdest du mitmachen?
Ich bin dafür, dass das Manager Magazin einfach mal sehr freihändig dieses Konzept übernimmt und ein paar Leute einlädt, die sich da die gegeneinander Wehrwölfe von Distelwald spielen wollen. Das fände ich doch sehr zu befürworten.
Wärst du dabei?
Ich wäre im Privaten sofort dabei. Da ich aber sage, dass niemand da gewinnen kann, inklusive mir, ich wäre gegen die Veröffentlichung. Ich würde das sofort mit allen möglichen Leuten spielen. Das ist mir relativ egal, wer.
Freundschaften sind dir nicht wichtig.
Ich würde es sogar ausstrahlen lassen. Und zwar nur in der Hoffnung, dass das Format auch, also es heißt ja im Englischen Can Tech Legends Find a Liar? Also können Tech-Legenden den Lügner finden? Und nur um die Möglichkeit zu bekommen, in der ersten Runde zu sagen, alle, würde ich es ausstrahlen lassen. Ich würde sagen, ich möchte alle umbringen. Ich löse, ich möchte alle umbringen. Es sind alles Lügner. Inklusive meiner selbst. Aber eigentlich würde ich es nicht ausstrahlen lassen. Ich glaube, dabei sieht niemand gut aus. Und es macht Leute nicht sympathischer, das Spiel gegeneinander zu spielen. Das kann ich nur sagen. Genau. Dann viel Spaß bei der Auflösung der letzten Reste eurer Familie, Beziehungen und Freundschaften übers Wochenende, wenn ihr euch anstecken lasst. Ihr könnt das offizielle Doppelgänger geben. Wir machen eine Doppelgänger-Adaption dieses Spiels. Und verkaufen, ich glaube, so Spielkarten verkaufen ist sowieso eine super Idee als Merch. Und wir spielen das Doppelgänger, das heißt dann irgendwie die Brolyguys von Valleywelt oder von Valleywag. Wie nennen wir das? Die Brolyguys von, du musst quasi, die Mehrheit der Weltbevölkerung muss sich gegen die Brolyguys erwähnen. Nachts stehen die immer auf und entwickeln neue Apps oder klauen uns die Daten oder so. Was hältst du davon? Ich lasse Claude mir jetzt... Warte, warte, warte. Nein, nein, nein. Du hast wieder 13 Uhr Essentermin.
Ich habe Hunger.
Sekunde, Sekunde, Sekunde. Da kommst du jetzt nicht vorbei.
Ich habe Hunger und ich will Tennis gucken.
Was ist denn, Roland Garros oder was? Ja, das wäre Lieberklo.
Könnte gewinnen.
Bitte baue eine Adaptation des Kartenspiels.
Token Wasting hier.
Spiels Machia Wolf.
Hätte ich das gewusst, hätte ich den Simulator angelassen.
Dann würde ich jetzt hier ein bisschen rumspielen. Welchen Simulator?
Golf Simulator.
Das ist jetzt einmal hier ein bisschen Nerd-Content für Mafia-Fans. Also es geht nicht um das Computerspiel Mafia übrigens, sondern es ist so ein Kartenspiel.
Und du hast das schon mal gespielt und dann musstest du das Ferienhaus verlassen.
Vielleicht musste ich in der Schweineschränke schlafen. Wer weiß. Sekunde.
Kann ich mir nach unserem Monopoly-Spiel gut vorstellen.
Das müssen wir mal wieder machen.
Ja, das streamen wir live. Das war ja zur Folge 1000.
Äh, Claude hat gerade ein NDA unterzeichnet, ich weiß nicht von wer, aber... Also, es heißt, das Spiel heißt The Syndicate. Und jetzt werden die Rollen verteilt. Die Öffentlichkeit ist die uninformierte Mehrheit. Das hat er gut verstanden, auf jeden Fall. Sehr gut. Schlau, Claude. Jetzt steht hier weiterhin NDE unterzeichnet. Warum wird Claude die ganze Zeit in NDE unterzeichnet? Funding Round wird geschlossen. Board of Directors tritt zusammen.
Was macht der jetzt?
Lustige Kommentare. Produkt wird geschippt.
Hä?
Ja, siehste?
Der AI-Hype ist vorbei.
Claude hat hier eine komische Lingo dabei, seine Taten zu beschreiben. Außerdem dauert es ganz schön lange. Wahrscheinlich druckt er gleich die Karten mit oder so. Kommt gleich per DRL hier an, heute Abend. Was gibt's denn zum Mittag?
Ah, weiß ich noch nicht.
Aber ich muss noch für Pizza alles kaufen.
Einkaufen...
Willst du, dass ich daraus physische Karten als druckfähiges PDF oder PowerPoint-Deck gestalte? Claude versteht mich.
Ja, das ist bestimmt eine super Qualität, das Zeug.
Ja, das Problem ist nur, ich kann hier in meinem HTML-Ding nicht auf Spielablauf klicken. Ich soll nur die Rollen sehen. Ist ein bisschen... Ja, ich bin enttäuscht. Also ich reverse alles, was ich gesagt habe. KI-Blase platzt. Keiner wird dafür zahlen. Das macht gar keinen Sinn alles.
Wenn ihr die Secondaries von Pip kaufen wollt, schreibt uns eine E-Mail.
Wir wären auf 900 Milliarden noch in den Topic rein. Wir schreiben genug Leute schon. Bitte nicht mehr schreiben.
Zum Abschluss. Das ist auf jeden Fall das absolute Bubble-Zeichen Nonplusultra. Wie viele E-Mails wir bekommen von irgendwelchen Leuten, die jetzt nochmal schnell irgendwie als normales das erste Mal Secondaries kaufen wollen.
Don't do it. Nein, macht das nicht. Das ist für Retail-Anleger nicht geeignet. Ihr werdet auch keinen sicheren Weg finden, das zu tun, wenn ihr nicht zumindest akkreditierte Investoren seid. Ich rate davon ab. Ich gebe auch nichts von meinen Verlusten ab, wenn ich Verluste mache. Bei uns könnt ihr nur Werwolf-Spiele kaufen, keine Entropic-Shares.
Ja, in diesem Sinne, habt ein schönes Wochenende und bis Mittwoch.
Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Auf. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.