Doppelgänger Folge #573 vom 24. Juni 2026

How much is the Fugu | ASML: Lutnicks Bullying Taktik | Kalshi & Lime IPO #573

Welcher Layer der AI-Wertschöpfungskette wird commoditized? Pip rechnet vor, wann SpaceX zum viertgrößten Hyperscaler aufsteigt und ab wann eine faire Bewertung überhaupt denkbar wird. Lime probt den Börsengang mit erstaunlich niedriger Bewertung, Kalshi peilt 20 Milliarden an, während Polymarket mit Fake-Seiten und Kreditkartenwäsche-Vorwürfen kämpft. Sakana Fugu aus Japan baut einen Router, der je nach Anfrage zwischen Open Source und proprietären Modellen wählt. John Jumper, AlphaFold-Mitarbeiter, verlässt DeepMind. Five Eyes warnen vor KI-Cyberrisiken, Accenture-Aktie auf historischem Tief, Getty Images explodiert um 145% nach einem OpenAI-Lizenzdeal. Google investiert 75 Millionen in das Indie-Studio A24, Meta-Keylogger sollen private Mitarbeiter-Chats geleakt haben. Lutnick legt sich mit ASML an und Amazon stoppt das Sam-Altman-Biopic von Luca Guadagnino.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) SpaceX-Aktie

(00:10:41) Lime IPO

(00:12:50) Kalshi IPO & Polymarket

(00:15:24) Sakana Fugu

(00:19:44) Wer hat den Kundenzugang?

(00:28:17) John Jumper zu Anthropic

(00:29:42) FT: Anthropic-Fear-Mongering

(00:35:15) Five Eyes warnen

(00:40:00) Großkonzern verbietet KI-Code

(00:40:41) Accenture historisches Tief

(00:44:54) GPT 5.5 Cyber & Patch the Planet

(00:46:00) Getty Images +145%

(00:49:00) Google investiert in A24

(00:54:10) Meta-Keylogger leakt

(01:02:34) Lutnick vs. ASML


Shownotes

Reflection AI mietet sich bei SpaceX' Colossus ein - cnbc.com

Lime plant IPO mit Uber als Anker-Investor - bloomberg.com

Kalshi steuert IPO bei $20 Mrd. Bewertung an - siliconvalleyinvestclub.substack.com

Polymarket nutzt Fake-Seiten für Influencer-Werbung - wsj.com

Sakana Fugu: japanischer Best-of-Breed-Router - theverge.com

John Jumper verlässt Google DeepMind fuer Anthropic - xcancel.com

FT-Analyse: Anthropic kommuniziert 8x risikobetonter als OpenAI - ft.com

Five Eyes warnen vor KI-Cyberrisiken - theguardian.com

OpenAI Open-Source Bugs - wired

Getty Images +145% nach OpenAI-Lizenzdeal - bloomberg.co

Google investiert $75 Mio. in A24 - wsj.com

Accenture-Aktie auf historischem Tief - ft.com

Meta Daten Leak - wired

KI-Firmen kaufen Antiquariate leer und vernichten Buecher - srf.ch

Lutnick wirft ASML Verkauf einer Maschine nach China vor - bloomberg.com

Sam Altman Movie - variety

FT: Chip-Aktien-Selloff - ft.com

SpaceX plant erste Investment-Grade-Anleihe - cnbc.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 573, am 24. Juni 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und ich hatte gehofft, es wird eine Elon-freie Folge, aber dann ist auf einmal doch wieder SpaceX nach oben ins Docket geschossen. Wie läuft es mit SpaceX?
Alle Aktien grünen nur SpaceX unten, oder? Ja, hast du drauf geschaut mal auf dem Kurs? Nee. Wer sich geärgert hat, dass er zu früh verkauft hat, kann inzwischen, glaube ich, wieder ganz froh sein.
Alter, minus 16 Prozent? Holla, die Waldfee, was ist da denn los?
Ja, ich glaube, 155 oder so ist der Kurs. Ja, 155, knapp darunter. Bald wieder auf IPO-Kurs. Also ich würde sagen, unter 100 Dollar kann man dann fast wieder überlegen, ob man da noch mal einsteigen wollte. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Gehörten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Ihr müsst selbst hinterfragen, ob wir Milliarden meinen, wenn wir Millionen sagen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir können unmöglich für etwaige Verluste haften. Alles könnt ihr auch nochmal unter doppelgänger.io nachlesen. Weil was man schon sagen muss ist, dass es wird ja erheblicher Umsatz bei SpaceX dazukommen, der jetzt neben IPO-Prospekt noch nicht recognized war, zumindest aber angekündigt. Du hast die 1,25 Milliarden im Monat von Antropic, dann die, was waren das, rund 10 Milliarden im Jahr von Google. die Untermieter werden. Und jetzt außerdem noch das Open-Way-Startup Reflection AI aus den USA. Das ist quasi eines der wenigen Open-Source-AI-Startups aus den USA. Reflection AI. Sie sollen auch noch als Untermieter hinzukommen und auch nochmal 150 Millionen im Monat zahlen über drei Jahre. Das heißt, wir sind fast bei 30 Milliarden zusätzlicher Revenue-Run-Rate. Allein aus der Vermietung von Colossus Und das würde ja heißen, dass der Umsatz von SpaceX sich auf dem Papier zumindest ab Q3, es wird sich anzeichnen schon in den Q2-Zahlen, aber in Q3 wird SpaceX mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit über 100% Wachstum als Gesamtfirma haben. Weil wir wissen ja, sie haben letztes Jahr rund 18,7 Milliarden Umsatz gemacht. Und wenn jetzt allein 30 Milliarden aus... Datacenter-Vermietung hinzukommen, dann wachsen sie mit 160% oder so, allein durch den KI-Umsatz. Das wird dann erstmal natürlich sehr dynamisch aussehen. Also dynamischer als die 15%-Wachstum auf jeden Fall, mit denen man an die Börse gegangen ist. Also auch das Revenue-Multiple, das ist mit über 100 ja relativ hoch gewesen. Wenn sich jetzt der Umsatz verzweieinhalbfacht, Muss man schon mal wieder überlegen, wo ist denn eigentlich dann vielleicht doch auch ein fairer Preis für SpaceX? Also über 100 Dollar sehe ich ihn auf jeden Fall noch nicht. Aber irgendwo kann man natürlich überlegen. Die Frage ist auch, wie weit kann man das Data Center Revenue noch ausbauen? Man muss auf jeden Fall sagen, SpaceX ist einer der relevanten Player. Ich glaube in Nummer 4 müssen sie sein hinter Google. Also Amazon ist der erste, Microsoft der zweite, Google der dritte. Dann kommen Oracle und Alibaba und Tencent als nächstes. Aber erst Oracle mit 4% Marktanteil, glaube ich. Und da müsste SpaceX dann jetzt schon drüber liegen. Also es ist die größte Neo-Cloud, wenn man so möchte. Oder viertgrößter Hyperscaler der Welt. Fast über Nacht geworden. Und ja, das wird signifikant Kohle reinbringen. Mal sehen, an wen sie noch vermieten werden. Also ich weiß nicht, wie viel Kapazität da noch frei ist. Aber ich würde auf jeden Fall mal mit dreistelligem Umsatz Wachstum rechnen für SpaceX und sie müssten auch profitabel werden dadurch, ehrlich gesagt. Ich wüsste nicht, weil die Kosten, es kommen natürlich Kosten auf, aber die haben sie auch vorher schon erlitten, die Kosten. Das heißt, ein Großteil des Umsatzes wird Rohmarge, also 1 zu 1 Rohmarge, Grossprofit sein. Und dann würde ich vermuten, dass sie im Q3, lass mich kurz überlegen, ja, Also ich sage mal, im Q3 wächst SpaceX mit weit über 100% und ist profitabel. Was sie immer noch nicht zu einer 2-Billionen-Company macht, meiner Meinung nach. Aber irgendwo gibt es eine Bewertung, die vielleicht fairer ist. Also sie wachsen von unten jetzt sehr stark und sehr schnell in die Bewertung rein durch diese massiven Compute-Deals. Und das, was ursprünglich die Schwäche war, also dass sie Grog selber nicht nutzbar machen können oder nicht monetarisieren können, sorgt jetzt dafür, dass sie die profitabelste KI-Company werden, wenn du so möchtest, weil sie einfach nur ihre Datacenter vermieten, die zugegebenerweise natürlich schon sehr gut für KI optimiert sind und da gibt es glücklicherweise jetzt ausreichend Bedarf gerade für Und ja, also nicht das, wofür XE einmal gegründet wurde. Also statt die Woken-AI-Firmen, insbesondere Google und Entropic, was ja die wokesten KI-Firmen sind aus Elons Sicht, statt die zu bekämpfen oder eine Alternative mit Grog zu bauen, bietet man ihnen jetzt das eigene Datacenter an. Mi-Datacenter ist SU-Datacenter oder Mi-Kasse, SU-Kasse. Kommt rein, liebe Woken-AIs und mietet meine Datacenter an. Und so macht SpaceX dann jetzt in Zukunft seinen Multimilliarden-Umsatz. Aber wie gesagt, man muss schon sagen, rein wirtschaftlich wird SpaceX spätestens ab Q3, es wird sich schon andeuten in den Q2-Zahlen, aber in den Q3-Zahlen, die dann im Oktober oder Anfang November rauskommen, wird es eine andere Company sein, als die, die wir beim... Und das ist die spannende Frage jetzt. Warum ist man so schnell an die Börse gegangen, wenn man so deutlich bessere Zahlen hätte haben können? Ich meine, das Gute ist, man hat jetzt das Timing, wenn die Altaktionäre verkaufen dürfen mit den Q2-Zahlen. Da würden ja 20%, also die ursprünglichen 30% werden nicht klappen, weil der Kurs nicht mehr 30% über dem IPO-Preis liegt. Sollte er 30% über dem IPO-Preis liegen, dann können sie bis zu 30% verkaufen, wie auch immer. Also nach den Q2-Zahlen können die ersten Altaktionäre verkaufen. Gleichzeitig werden die Zahlen aber schon etwas besser aussehen. Das heißt, das könnte vielleicht auch ein weiterer Teil dieser sehr schlauen IPO-Logik sein. Und dann mit den Q3-Zahlen dürfen ja, glaube ich, alle verkaufen, mehr oder weniger nach einem halben Jahr. Und das werden die besten Zahlen überhaupt sein. Also entweder, wie gesagt, ist das noch der dritte Akt dieses Mega-IPOs. Und wir müssen auch den Prozess im Nachhinein wahrscheinlich als relativ schlau bezeichnen. Oder man kann sich fragen, hätte SpaceX nicht einen noch geileren IPO machen können, wenn sie noch ein bisschen gewartet hätten vielleicht. Andererseits, wir wissen, es gibt jetzt zwei Kolossos und du kannst die nicht fünfmal vermieten, sondern nur einmal vermieten. Das heißt, diesen Einmaleffekt... des Vermietens, der natürlich in dauerhaften Umsatz mündet, aber es ist ja trotzdem sozusagen eine Karte, die du nicht einmal ziehen kannst, zu sagen, ach übrigens, wir vermieten das jetzt. Das zu nutzen, um den Abverkauf der Altinvestoren so ein bisschen Einhalt zu gebieten, ist vielleicht langfristig der schlauere Weg und vielleicht ist man deswegen dann doch schon früh an die Börse gegangen. Man wollte ganz sicher aber auch vor OpenAI und Entropic rauskommen, bin ich mir auch sicher.
Aber glaubst du, dass du irgendwann die Firma anguckst und dir die Zahlen anguckst und sagst so, ja, die sind jetzt einigermaßen fair bewertet im Vergleich zu den anderen dreien? Also den anderen drei Hyperscalern?
Dass das bei einer Elon Musk Company überhaupt der Fall sein wird, dass sie jemals fair bewertet ist, wird mir wahrscheinlich nicht über die Lippen kommen. Zumindest habe ich das noch bei keiner seiner Firmen gesehen. Also man kann jetzt natürlich irgendwie die Finanzmathematik beugen und sagen, man muss diesen Elon-Musk-Faktor einrechnen und dann wiederum das eingerechnet, die Zusatznachfrage am Markt, weil es Elon Musk ist. Dann gibt es irgendwo vielleicht wieder eine faire Bewertung. Aber solange es einem um zukünftige Mittelrückflüsse geht, ist keiner der Elon-Musk-Firmen fair bewertet. Und SpaceX wäre auch mit einer Billion noch teuer. Jetzt kann man aber sagen... wenn sie 30 Milliarden Data Center Revenue machen, da könnten bis zu 10 Milliarden, vielleicht sogar ein klein bisschen mehr, an Operating Profits rauskommen. Sie werden jetzt auf dem Papier einmal schnell wachsen, aber diese Verdopplung kriegen sie natürlich nicht ohne weiteres nochmal hin. Also du kannst irgendwann Kolossus 2 nochmal vermieten. Und Elon Musk kann auch sehr schnell neue Data Center bauen, offenbar. Hat die... Verbindung in die Politik, um vielleicht noch Bauland, Zulassung, Energie irgendwie zu bekommen oder also die Möglichkeit, illegal Energie zu installieren, ohne verfolgt zu werden. Vielleicht kann er auch einfach sozusagen den schnellsten Hyper, also den Hyper-Hyper-Scaler bauen, der ganz schnell Data Center errichtet und sie auch wieder für andere vermietet. Ich würde es nicht ausschließen. Vielleicht schafft er es auch sogar nochmal zu verdoppeln nach diesen Deals. Dann kannst du irgendwann sagen, dass die Firma wahrscheinlich zumindest eine Billion Wenn du in deinem mentalen Modell hast, dass diese 30 Milliarden sich im nächsten Jahr nochmal verdoppeln, also dass er vielleicht 60 Milliarden Hyperscaler-Umsatz macht, dann wäre ich gewillt zu sagen, man kann zusammen mit Starlink irgendwann über eine Billion Bewertungen sprechen. Und dann ist die nächste Frage, ob man an die ganze Data Center in Space Geschichte und so glaubt, wobei... Wie gesagt, das würde ich jetzt in die Bewertung nicht einfließen lassen, obwohl es für den Preis sicherlich maßgeblich ist. Das ist meiner Meinung nach aber noch in so weiter Ferne, dass ich es nicht einpreisen würde. Aber ich glaube, es gibt einen Weg, wie Sie in diese Bewertung reinwachsen. Und man sollte nicht unterschätzen, wie unterschiedlich die Zahlen aussehen werden im Q3 im Vergleich zu den desaströsen Zahlen während des Börsengangs.
Bei dieser drösen Zahlen könnte man ja eigentlich zu Scootern gehen. Ich sehe hier, dass Lime ein IPO machen möchte und habe so dunkel in der Wahrnehmung, dass es ja mal der Erfinder des Scooter-Ausleihenmodells Bird gab, die einen Speck gemacht haben, irgendwann mal 2,5 Milliarden wert waren. Und jetzt nichts mehr wert sind. Also insolvent. War eine Talfahrt an der Börse. Let your winners ride. Oder wie geht der Spruch von einem der Investoren? Ist nicht so gut gelaufen. Sieht es mit Scootern jetzt besser aus?
Das weiß ich nicht. Aber David Sachs, also Bird ist relativ... Unsanft gelandet nach dem Börsendebüt. Ja, also The Other Original Gangster, Lime Bikes, will an die Börse. Wir sind ja mitten in der Bubble und jetzt versucht natürlich jeder, der irgendwann nochmal eine Chance hatte, hinterher zu rutschen. Die möchten nochmal rund 200 Millionen aufnehmen und auf eine 1,7 Milliarden Bewertung, fand ich überraschend niedrig, ehrlich gesagt. Wenn man überlegt, wie präsent das war und wie gehypt das mal war. Ich erinnere mich noch so an die Vor-Corona-Zeit, wo irgendwelche Social Events von Lime gesponsert wurden und die Executives hier rumliegen. Ich glaube, bei der Noah oder so war das. Ja, und jetzt ist Lime immer noch nur in Anführungsstrichen 1,7 Milliarden wert und möchte an die Börse gehen. Sie wünschen sich wohl Uber als so eine Art Anker-Investor. Also Uber soll direkt... einen Anteil übernehmen mit dem Börsengang, vielleicht auch damit die Übernahmefantasie direkt eingepreist wird. Uber beteiligt sich ja gerade, ich glaube, an Getty, also der Gorillas Mutter, haben sie sich am türkischen Geschäft beteiligt. Uber macht gerade überall so strategische Beteiligung, Delivery Hero glaube ich auch und so weiter. Bin gespannt, was sie am Ende noch dazukaufen dürfen und was nicht. Aber Lime soll an die Börse kommen, um dann die weitere Expansion zu finanzieren und Geldlöcher auch zu stopfen. Wer gerüchteweise auch ein IPO vorbereitet, ist die regulierte Prediction Markets Plattform Calci. Die soll angeblich ihren Umsatz vervielfacht haben auf 2 Milliarden ERA inzwischen, wenn man da von ERA sprechen möchte, also analysierten Umsatz auf jeden Fall. Das sehen Sie als... Gute Basis, um ein IPO auf einer über 20 Milliarden Bewertung zu machen, also ungefähr den Zehnfachen des schnell wachsenden Umsatzes. Gleichzeitig gibt es vermehrt wieder negative Presse zu den Prediction Markets. Einerseits schreibt das Wall Street Journal, gerade vom Kalti-Konkurrenten, nämlich Polymarket. Das sind die Unregulierten, die in den USA offiziell verboten sind. Das hat Polymarket aber anscheinend nicht davon abgehalten, mit Influencern und Kreatoren zusammenzuarbeiten, die auf einer Fake-Webseite quasi so getan hätten, als würden sie da super erfolgreich werden. Sie dürften diese Seiten in den USA überhaupt nicht besuchen oder nutzen. Dem Anschein nach hat Polymarket Polymarket dafür eine Fake-Seite oder Fake-Seiten zur Verfügung gestellt, um diese Videos zu drehen, berichtet das Wall Street Journal. Das ist schon der zweite Fall, über den wir berichten, wo die... Werbepartner von Polymarket so ein bisschen durchdrehen und sich so von grauen Taktiken bedienen, um die Produkte zu bewerben. Außerdem bin ich gespannt, sollte Calci wirklich den Börsengang annoncieren, wieso sie zum Beispiel die Risiken rund um Geldwäsche, KYC und so weiter beschreiben. Es gibt gerade auch spannende Berichte von dass viele Kriminelle zum Beispiel diese Plattform nutzen, um gestohlene Kreditkarten zu verifizieren. Also um zu gucken, ob man die prinzipiell noch einsetzen könnte. Es wäre natürlich auch ein netter Weg, um Geld zu waschen. Also nimmst du irgendwie eine gestohlene Kreditkarte und lässt dir später die Gewinne auszahlen und hättest vermutlich damit Geld gewaschen, würde ich annehmen, ehrlich gesagt. Also... Ich bin gespannt, wie man das alles lösen will. Aber Calci ist ja reguliert, irgendeine Lösung müssen sie gefunden haben. Aber die Chargeback-Raten sollen wohl deutlich über dem Marktdurchschnitt liegen bei den Plattformen, also dass die Kreditkarten platzen, weil immer wieder illegale Kreditkarten, also gestohlene oder ähnliche, eingesetzt werden, insbesondere dort.
Und dann kommen wir zum Thema des Tages. Ich habe eben auf deinem LinkedIn gesehen, Fugu. Haben wir den Deep-Seek-Moment erneut?
Also Deep-Seek-Moment würde ich nicht sagen, aber es gibt News aus Japan. Und zwar ist Japan ja bisher, was KI angeht, nicht besonders auffällig geworden. Aber das KI-Labor Sakana, was wiederum von... David H. heißt er, glaube ich. Sekunde, jetzt habe ich den Namen verpörselt. Ja, David H. ist der Gründer von Sakana. Und zwar ist das einer der ursprünglichen Co-Autoren des Attention is All You Need Paper, also dieses Google-Paper, was die Transformer-Architektur eingeleitet hat. Dann hat David H. mitgeschrieben und baut inzwischen in Japan an seinem eigenen KI-Startup. Das heißt Sakana und das wiederum hat ein Modell oder eine Architektur, Announce gerade, die Fugu heißt. Fugu ist übrigens dieser komische Kugelfisch, glaube ich. Das Besondere an Fugu ist, also erstmal die Benchmarks, man schlägt oder stellt die Rekorde ein der größten Frontier-Models in ganz vielen. Benchmarks. Also man ist ähnlich gut wie ein Fable oder wie die anderen führenden Modelle zumindest, die noch verfügbar sind oder teilweise sogar ein bisschen besser. Und wie man das erreicht ist, indem man diese Modelle selber nutzt. Also Fuku ist gar nicht in erster Linie ein eigenes LLM, sondern es ist eher so eine Art Router oder Koordinator, der je nach Prompt einst ein externes Modell oder das proprietäre Modell von Sakana einsetzt und dadurch quasi so ein Best-of-Breed-Modell, könnte man sagen. Also er sucht sich für jede Anfrage das vermeintlich beste Modell aus, sorgt damit natürlich auch für Utilization anderer kommerzieller und Open-Source-Modelle. Deswegen ist es, meine ich, auch kein Diebsieg-Modell, weil es ja zusätzlich, kein Diebsieg-Moment, weil es zusätzlichen Traffic eigentlich schafft oder Utilization auf anderen Modellen. Modellen, die Gefahr ist natürlich, dass man allein aus Kostengründen mehr und mehr auf Open Source Modelle setzt. Also du würdest ja aus dem Modell spätestens durch Reinforcement Learning lernen, wann Open Source Modelle relativ gut funktionieren und könntest immer die günstigsten Open Source Modelle einsetzen oder hättest irgendwann dann quasi nur noch die Serverkosten und würdest die allerbesten Modelle nur einsetzen, entweder wenn du merkst, du wirst gebenchmarkt, also so ein bisschen den Deedle-Skandal nachbauen. Also du holst die teuren US-Modelle nur raus, wenn du das Gefühl hast, jemand will gerade die Qualität des Modells wirklich checken und ansonsten bietest du den Nutzern den billigen Open-Source-Graben. Je nachdem. Will ich jetzt nicht unterstellen. Aber Prinzipiell ist es natürlich ein schlauer, innovativer Ansatz zu sagen, es gibt gar nicht das beste Modell, sondern jedes Modell hat seine Stärken und Schwächen und wir suchen uns für den jeweiligen Einsatzzweck immer die besten aus. Ich finde es cool, weil es nochmal ganz neu gedacht ist und eigentlich so eine einfache Heuristik ist. Ich argumentiere ja ganz oft dafür, dass man so ein Mix of Experts oder Majority Vote System nutzen sollte, um Halluzination zum Beispiel zu reduzieren, indem man mehrere Modelle gleichzeitig fragt und nur wenn sie sich einig sind, geht man davon aus, dass es nicht halluziniert. Das wäre so eine Heuristik oder ein einfaches Vorgehen, um das zu lösen. Und genauso zeigt das hier, wie man sau viel Performance schaffen kann, indem man einfach verschiedene Modelle kombiniert und selektiv reduziert. Und man könnte natürlich argumentieren, dass in der Zeit, wo Modelle auch mal von heute auf morgen abgeschaltet werden, ist einem auch so ein bisschen flexibel. Vielleicht ist es keine echte Souveränität, aber es gibt einem zumindest Flexibilität. wenn irgendeine Anfrage gerade blockiert wird. Also es kann entweder wegen der Exportkontrollen der USA sein, also dass Anthropic geblockt ist. Es kann auch sein, dass Claude selber die Arbeit verweigert und sagt, hier, das möchte ich nicht beantworten. Und dann nehme ich stattdessen halt das Open-Source-Modell, was vielleicht freizügiger, dann nehme ich irgendwie GLM oder Chemie oder irgendwas anderes, was bereit ist, mir die Frage zu beantworten, die Claude gerade verweigert.
Ich gehe mal zurück, weil ich gerade mit den Scootern da bin. Man redet ja immer, wer hat den Kundenzugang.
Ja, weil das wir Hyper, Hyper und Scooter jetzt in der Episode gesagt haben. Hyper-Hyper-Scaler und Scooter. How much is the Fugu? Hätten wir coole Episodentitel, dann wäre der Episodentitel How much is the Fugu?
Ja, Fugu oder Fubu.
Apropos Fugu. Fugu ist ja auch, dieser Kugelfisch ist ja auch hochgiftig. Also ich glaube, die Leber oder Eierstöcke oder fast alle in der Reihen, glaube ich, du solltest nur das Muskelfleisch essen. Ansonsten ist das ein Fisch, den man besser nur bei gekonnten oder ausgebildeten Köchinnen und Köchen konsumiert und nicht beim besten Freund oder Podcastpartner, weil wenn man da das falsche Organ serviert bekommt, ist es glaube ich hoch tödlich. Ich weiß noch nicht, ob das ein Bild sein soll für das Aussuchen dieser verschiedenen Modelle. Je nachdem, welchen Muskel man nimmt oder man hier irgendwie auch in die Tonne greifen kann und dann stirbt man. Wie auch immer. Aber was wolltest du gerade sagen? Scooter war der Hinweis.
Side-Note an Jan.
Wenn wir das nächste Mal zum Essen eingeladen sind, müssen wir darauf achten. Gibt's Fugu-Sashimi.
Aber man hat ja immer oder sagt immer so, am Ende zählt, wer den Endkundenkontakt hat. So ein bisschen so Mobilität zum Beispiel hat Uber. Uber macht ganz viele verschiedene Services und vielleicht, wenn du den Scooter oder verschiedene Scooter-Anbieter über die Uber-App buchen kannst, dann sind die Scooter Hersteller oder... Betreiber einfach nur noch Betreiber. Das könnte doch so eigentlich das Zukunftsmodell sein, das den LLMs irgendwie so ein bisschen den Kundenzugang wegnimmt. Wenn du überlegst, du sagst, meine Firma läuft auf Anthropic und jeder kann so viel spenden, wie du möchtest und dann irgendwann nach ein paar Monaten denkst du so, hm. In der Zukunft wollen wir das Modell doch ein bisschen anders haben. Für die schlauen Sachen nutzen wir die schlauen Modelle, die immer wiederkehrenden Tasks machen, Open Source. Und du möchtest ja eigentlich so ähnlich wie du deine Mitarbeiter managst, mit verschiedenen Qualifikationen werden verschiedene Aufgaben gemacht.
Machst du das ja mit der AI wahrscheinlich dann auch.
Und dann ist das oder ein Modell wie das doch die Zukunft ist.
Ja, würde ich so unterschreiben. Also ich glaube auf jeden Fall, dass dieses Orchestrierungs-Layer, würde ich das mal nennen, sehr wertvoll ist. Das Interessante ist, dass im Moment noch alle Layer Geld verdienen. Die Infrastruktur verdient unheimlich viel Geld, die Datacenter, haben wir ja gerade drüber gesprochen, im Kontext von SpaceX. Interessanterweise verdient das LLM-Layer, wenn man die Forschungsausgaben rausrechnen würde zumindest, hat es positive Deckungsbeiträge und macht erheblichen Umsatz und auch Profit, zumindest theoretisch. Und Das Application Layer, und das hier ist jetzt eine Mischung zwischen Application Layer und Orchestrierungslayer, könnte auch signifikanten Umsatz machen. Und es ist noch nicht so klar, dass man, ich würde sagen, es ist noch schwer abzusehen, welches Layer komplett commoditized wird. Also ob Datacenter irgendwann deutlich niedrigere Margen haben werden, wenn sie nicht mehr so knapp sind, dann... AWS und das Oligopol der Hyperscaler spricht nicht dafür. Die haben auch vorher alle gute 30% Margen gehabt. Die LLMs scheinen auch Margen zu haben. Ich glaube, ultimativ wird es aber, also was ich vermute ist, dass insbesondere durch solche Orchestrierungs-Layer wie Sakana Fugu, die werden am Ende, glaube ich, den Anwendern die Entscheidung abnehmen, sich selber zwischen Commercial Model und Open Source zu entscheiden. Sondern Fugu oder irgendwelche Applications, irgendwelche Chatbots, werden das beste Interface bauen und im Hintergrund werden sie ihre eigenen Kosten optimieren und da werden sie immer glaube ich so switchen zwischen verschiedenen Open-Source-Modellen und vielleicht für spezifische Anfragen, wo Commercial sich wirklich lohnt oder besser ist, da werden sie dann vielleicht doch ein Cloud nehmen oder doch ein Chat-GPT nehmen, aber Jede dieser Application Companies, von einem Replit über Cursor über Sakana Fugu, hat eigentlich einen hohen Anreiz im Hintergrund auf Open-Source-Modelle. zuzugreifen, um Kosten zu sparen, sofern der Nutzer nicht in der Lage ist, das mitzubekommen, zu messen oder gar zu sanktionieren. Der Durchschnittsnutzer würde, glaube ich, zumindest bei ChatGPT gar nicht sehen, wenn du da jetzt auf einmal ein Kimi hintendran steckst. Die würden es nicht merken, die meisten, würde ich behaupten. Klar, professionellere Nutzer und so weiter schon, aber... Insofern ist das schon spannend, dich in diese Situation zu bringen. Also dass du sagst, ich gewinne den Kunden, ich bin das Distributionslehrer und wer dann meine LLMs powert, Das wird entweder ein komplett dynamisches Konzept, wo ich im Markt quasi entweder Open Source nehme und dann würde nämlich genau das eintreten, dass die Margen wegcompetet werden. Weil dann müssten irgendwann OpenAI und Anthropic sich im Hintergrund unterbieten, um doch noch Zugang zu bekommen. Das heißt, sie würden sagen, ja, wir machen es jetzt auch günstiger, pipapo, damit der Preis nicht mehr gegen uns spielt und dann würden die Margen verschwinden tatsächlich aus dem LLM-Leer. Das heißt, sowas wie Fugu könnte... aber auch andere Applications könnten eigentlich der Treiber werden. Weil wenn die viele Kunden besitzen, dann würden sie ihre Supply Chain optimieren und das würde die Margen drücken bei den LMs, würde ich sagen. Weil die Drogen wäre immer. Ansonsten miete ich mir ein Data Center und haue da ein Kimi rauf oder ein GLM oder ein Quen und ich brauche dann Entropic und OpenAI gar nicht mehr.
Also eine Anspielung hast du hier auf Deep Seek vielleicht, aber es ist so ein bisschen mehrstufig, glaube ich, der Prozess.
Und die Frage ist eben, ob OpenAI und Entropic selber mehr Kunden gewinnen. Weil was ja noch nicht klar ist, dass Fugu jetzt natürlicherweise so viele Kunden gewinnt wie OpenAI, die eine Milliarde Nutzer haben angeblich, oder Entropic, die ich glaube so 60 Millionen haben oder so. Da ist ja jetzt noch niemand anders hingekommen, fairerweise. Die sind ja selber auch ein Distributionslehrer, darf man nicht vergessen. Und die tun natürlich alles, um selber den Kunden zu bekommen. Und sie bauen auch selber Applications. Also ChatGPT versucht ja gerade, das ganze Produkt umzubauen, um mehr so eine Application zu werden eigentlich. Entropic wird mehr und mehr Applications bauen. Also sie wollen natürlich selber das Fugu werden, wenn du so möchtest. Oder die Schnittstelle zum Endkunden haben und sich das eben genau nicht wegnehmen lassen. Aber welcher Ansatz am Ende gewinnt? Also wird es Open Source, wird es Commercial oder wird es so ein Vermittler wie Fugu, der dann im Hintergrund die Modelle gegeneinander ausspielt? Das ist noch sehr offen, würde ich sagen.
Der Sales Pitch ist halt mega geil. Du bist unabhängiger, du sparst Geld.
Ja, es gibt vielleicht auch Leute, die sich unwohl fühlen damit, dass das Modell einfach für dich aussucht. Und die lieber Konsistenz möchten oder wissen, bei welchem Vendor sie einkaufen. Oder wissen, auf welchen Daten das trainiert wird. Ich glaube, das ist auch nicht für jedermann.
We will see.
War eine spannende News auf jeden Fall der letzten Tage. Ja, ich finde es auch spannend. Ich würde den Consumer-Markt trotzdem weiterhin auf Google setzen. Ich habe letztes Mal ausgerufen, dass Google den Consumer-Markt eigentlich schon gewonnen hat. Wir wissen es nur noch nicht. Und im Enterprise-Markt, glaube ich, ist es relativ offen, auch wenn Entropic sehr weit vorne liegt, aber Da ist noch relativ unklar, glaube ich, was am Ende der effizienteste Approach sein wird. Da könnte sowas vielleicht ganz spannend sein. Überhaupt die Fähigkeit, verschiedene Modelle gleichzeitig zu fragen, da bauen jetzt auch ganz viele dran. Wer hat das neulich announced, dass man, war das Perplexity oder so? Irgendjemand hat gerade so ein Tool gebaut, wo du auch verschiedene, also das, was Jap AI auch mal gemacht hat, wo du einfach verschiedene Modelle gleichzeitig anfragst. Also du möchtest das aus Verlässlichkeit, möchtest du eigentlich gar kein Solo-Modell mehr haben, um Halluzinationen zu vermeiden. Das heißt, du möchtest eigentlich Majority-Vote von mindestens drei, besser vier Modellen haben. Dann möchtest du vielleicht eben so einen Expert-Router, der immer zum richtigen Modell umleitet, gleichzeitig aber Kosten optimiert für dich. Ich glaube, im B2B-Markt werden wir da auch einiges... Also da sind wir... dem Endzustand von KI, glaube ich, noch nicht sehr nah, ehrlich gesagt. Sie sind immer noch in den absoluten Kinderschuhen.
Über Anthropic haben wir noch gar nicht gesprochen diese Woche. Dürfen die langsam wieder ihr Modell aufschalten, anschalten?
Bevor wir das machen, reden wir noch über den weit drinnen. Wir haben ja eben gesagt, dass David Haar, der einer der Co-Autoren des Transformer-Papers war, Und es gibt einen anderen legendären Googler, also der von Google DeepMind, der war neun Jahre bei Google DeepMind, und zwar John Jumper, hat unter anderem an dem AlphaFold-Modell mitgearbeitet und interessanterweise verlässt er nach neun Jahren jetzt Google, um zu Entropic zu gehen. Was schon auch nochmal krass ist, ehrlich gesagt, wenn man sich entscheidet, Google zu verlassen. DeepMind ist jetzt zweifelsohne kein schlechtes Labor oder so, auch sehr, sehr gut aufgestellt. Aber von den besten Leuten, die eigentlich finanziell alle sehr unabhängig sein müssen, also wenn du neun Jahre bei Diebmann gearbeitet hast, bist du mit einer Sicherheitsgrenzenwahrscheinlichkeit mehrfacher, also mindestens zehnfacher Millionär, würde ich sagen. Das heißt, Geld ist vielleicht so ein bisschen eine Nebensache schon für John Jumper. Dennoch wechselt er zu Anthropic. Kann man jetzt nur mutmaßen darüber, ob das irgendwie... an ideologischen Fragestellungen liegt, an Unzufriedenheit mit Google oder Begeisterung für Entropiq. Oder er ist ja glaubt, dass er da an den sich schlaueren Sachen forscht. Man weiß es nicht, aber ich finde es schon erwähnenswert, dass jemand sich da noch umentscheidet. Und wir bleiben bei Entropiq. Und zwar hat die Financial Times sich nochmal die Mühe gemacht, so ein bisschen zu analysieren, was denn auch dazu geführt haben könnte, dass Fable dem Export... Bann unterworfen wurde von der Trump-Regierung. Und sie machen dafür, also sie gehen so ein bisschen auf dieses Fear-Mongering-Narrativ ein, so ungefähr, dass Anthropic würde immer wieder Angst machen vor KI, um das als Marketing zu nutzen oder die eigene Überlegenheit herauszustellen. Und man wertet hier unter anderem aufs wie oft Anthropic in öffentlicher Kommunikation Worte wie Risk Regulation oder Restrictions erwähnt. Und da indexiert Anthropic ungefähr Faktor achtmal höher als OpenAI. Also OpenAI passiert das unter einmal in tausend Worten. dass sie über Risiken oder Regulierung sprechen. Bei Anthropic ist es eher so Richtung fünfmal pro tausend Wort oder jedes zweihundertste Wort hat mit Risiko im weitesten Sinne zu tun. Dann hat man die Net Positivity ausgewertet, wer immer das auch gemacht hat. Und bei Anthropic ist der Score 0,67, bei OpenAI doppelt so hoch, also OpenAI kommuniziert doppelt so positiv wie Anthropic. Und außerdem hat man mal das Media-Coverage sich angeschaut und auch gesehen, dass noch nie ein Modell-Launch so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie der Mythos-Launch, und zwar bevor er gebannt wurde. Das wurde ja damals durch die Cyber-Gefahr relativ viel verursacht. Ich finde es erstmal ganz interessant als Daten und dass man statt nur Narrativen oder Anekdoten jetzt auch mit Zahlen so ein bisschen belegt, dass die Kommunikation von Entropic wirklich anders ist. Ich würde aber schon zu bedenken geben, dass das... zumindest in einer einigermaßen sinnhaften Welt nicht der Grund sein sollte, warum du unter Exportbeschränkung gestellt wirst. Also selbst sollte Entropic oder nachweislich oder dem Anschein nach kommunizieren sie negativer und dann risikosensitiver? Aber das sollte ja nicht der Grund sein, warum du ein Modell bannst oder nicht, sondern das sollte am Ende Zahlen, Daten, Fakten sein, ob das Modell gefährlicher ist als andere oder nicht. Das heißt, ich will jetzt nicht sagen, dass Kommunikation unwichtig ist, aber für eine Entscheidung sollte das nicht ausschlaggebend sein. Zumindest das ist meine persönliche Meinung, dass bloß weil jemand regelmäßig auf Risiken hinweist und eventuell damit auch einfach ein verantwortlicher Player ist, daraus einen Strick zu drehen, im wahrsten Sinne des Wortes, und ihnen dann die Fußketten anzulegen, was den internationalen Vertrieb des Modells angeht. halte ich ehrlich gesagt für keinen ausreichenden Grund, meiner Meinung nach. Es ist total interessant, das mal zu analysieren oder dass die anders kommunizieren. Das wurde ja zumindest anekdotisch auch immer schon berichtet. Aber es ist ja nicht verwerflich, auf die Gefahren von KI hinzuweisen, auch wenn man KI selber baut oder wenn man sie verantwortlich bauen möchte, wie Entropik es zumindest vorgibt. Also ich finde es ehrlich gesagt so ein bisschen eine gefährliche Argumentation auch, dafür dann fast noch die Argumente zu liefern, warum man sich nicht wundern müsse oder so. Also es ist ja trotzdem willkürliches oder es scheint trotzdem wie willkürliches Handeln, was Lattnig da macht und David Sachs verteidigt. Insofern hat es mich ein bisschen überrascht, ehrlich gesagt, das so aufgearbeitet zu sehen. Sicherlich interessante Auswertung, aber daraus jetzt zu schließen, Entropic hat mehr oder weniger nach Regulierung, also nach Regulierung haben sie geschrien, aber nicht exklusiv für sich. Du könntest ihnen das Gegenteil vorwerfen, dass sie vor allen Dingen wollten, dass andere behindert wurden, nachdem sie relativ weit vorne liegen. Das ist vielleicht auch eine faire Unterstellung oder auf jeden Fall eine Frage, die man sich stellen sollte, ob sie versucht haben, so eine Art Regulatory Capture durchzusetzen und Leute, nachdem sie einiges an Vorsprung haben, so ein bisschen anderen die Fußfesseln anzulegen. Das würde ich verstehen. Aber dass sie nach Regulierung gerufen hätten, Und deswegen jetzt zwangsläufig einseitig reguliert werden, das ändert den Fakt nicht, dass es eine sehr willkürliche Maßnahme des Handelsministers ist. Und wie gesagt, wenn du in Betracht siehst, wie das Pentagon da öffentlich darauf reagiert hat, was für Bilder Trump produziert hat, dann sieht es eben auch noch viel mehr aus als nur dem. Insofern ist es vielleicht ein weiterer Fakt, aber meiner Meinung nach nicht geeignet, um die Gesamtlage gut zu erklären.
Ist irgendwie jetzt kommuniziert worden, wie und wann das freigeschaltet wird?
Nee, also man signalisiert von beiden Seiten wohl, dass man gute Gespräche miteinander hat. Also sowohl Trump hat sich wohlwollend geäußert, hat mehr oder weniger gesagt, dass Amode auf der G7-Sitzung brav und nett war. Und man versucht das wohl aus dem Weg zu räumen. Ich bin gespannt, wie schnell das gehen wird. Mein Eindruck ist ja... Sowas ist man eigentlich, also von der Entropic-Seite ist man bestimmt gewollt, das in wenigen Tagen zu lösen und es ist jetzt schon wieder ein bisschen Zeit vergangen. Sollte es jetzt länger als zwei Wochen dauern, würde ich schon unterstellen, dass die US-Regierung vielleicht sich auch nicht ausreichend Mühe gibt, das schnell zu lösen. So wäre zumindest mein Eindruck. Ich bin mir sicher, dass Entropic gern wieder Faible auf dem Markt haben möchte.
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Der Guardian berichtet dann noch was Spannendes und zwar... treten fünf weitere Akteure hier ins Fearmongering ein. Also wenn man glaubt, dass das alles unnötige Angstmacherei ist, was da passiert ist, dann muss man den sogenannten Five Eyes, das sind die Geheimdienste von Australien, der USA, UK, New Zealand und Kanada, unterstellen, dass sie jetzt mitsingen in dem Lied, weil die warnen ihre Regierung davor, dass selbst wenn diese Modelle an sich noch kein autonomes Risiko darstellen, die nur wenige Monate davon entfernt wäre, wären wirklich offensive und defensive Fähigkeiten von ganz neuem Ausmaß zu entwickeln und dass man sich darauf vorbereiten müsse. Also sowohl die Industrie, aber auch der Staat muss sich auf diese neuen Cyber-Risiken, also die Gefahr gehackt zu werden von solchen Modellen oder mit Hilfe solcher Modelle vorbereiten. Insofern auch das würde ich sagen spricht. Also ich meine, was soll ein Shopper gern sagen? Wenn Sie jetzt kein Wort darüber verloren hätten, dass das gefährlich ist. Also Sie hätten jetzt sagen können, wir haben das beste Software-Modell der Welt gebaut, das ist mal wieder richtig gut und es braucht auch sehr sichere Software. Ein paar Sachen haben wir sicherheitshalber aber deaktiviert und weiter möchten wir das nicht kommentieren. Das hättest du natürlich so machen können, aber Leute mal zu warnen, auch weil natürlich andere Firmen und eventuelle Open Source Firmen ähnliche Fähigkeiten entwickeln werden in Zukunft. ist es, glaube ich, schon verantwortlich, darauf hinzuweisen, dass da erhebliche Gefahren bestehen. Vielleicht war es nicht schlau, vor einem Jahr zu sagen, dass irgendwie die Hälfte der Jobs in Gefahr sind oder so. Muss jeder selbst entscheiden, ob das absichtliche Angstmacherei war oder ob man auch selber sich erschrocken hat vor den Fähigkeiten, die die eigenen Modelle entwickeln. Und ich glaube, was man verstehen muss, ist, dass ganz viele solcher Statements sind nicht kategorisch falsch oder richtig, sondern sie sind vor allen Dingen undifferenziert. aus Sicht von jemandem, der bei Entropic arbeitet, der Produktmanager oder Entwicklerin ist, für die muss das schon so aussehen, als wenn ganz viele Jobs nicht mehr gebraucht werden. Weil die sehen selber, wie sie ihre Arbeit komplett selber wegoptimieren. Also es wird Code nur noch, zumindest behauptet man das, nur noch von Cloud geschrieben. Die Leute prompten oder entwickeln so Loops, die sich selber prompten, mehr oder weniger. Und wenn du so ein Boris Czerny bist, dann weißt du, du machst gerade die Arbeit von 20 Produktmanagern von vor drei Jahren und dann ist dein Eindruck wahrscheinlich, ganz viele Jobs können flöten gehen. Dass das dann aber nicht alle Industrien betrifft und so weiter und bis das in großen Unternehmen oder in der Regierung ankommt, noch ganz lange dauern wird wiederum, das sieht man in dem Moment vielleicht nicht so. Man sollte natürlich erwarten, wenn Dario Amode darüber spricht oder schreibt, dass er den intellektuellen Schritt auch noch macht und überlegt, dass seine Firma schon sehr weit sozusagen Avantgarde ist und die Speerspitze der Bewegung. Aber ich kann niemanden vorwerfen, der bei Entropic arbeitet, der glaubt, dass zum Beispiel in der Softwareerstellung Theoretisch zumindest viele Jobs wegfallen könnten. Wir wissen auch, dass es am Ende nicht so ist oder nicht zwangsläufig so ist, weil gleichzeitig wieder ganz viele Programmierer und Programmierinnen gesucht werden, weil es insgesamt einen großen Software-Boom gibt durch KI. Natürlich bieten Medien ja auch nicht den Raum. Einer der Gründe, warum ich so viel zu viel rede und so lange rede, ist, weil ich versuche. Dinge so differenziert wie möglich zu erklären. Aber wir wissen ja, dass das auf Social Media nicht funktioniert, dass es in Medien nicht funktioniert. In 800 Zeichen, die du für einen Artikel hast, funktioniert es nicht. In einem 2-Minuten-TV-Beitrag funktioniert es nicht. Aber die Wahrheit ist, zum Beispiel bei Entropic wird 100% oder 99% des Codes nicht mehr von Menschen geschrieben. Bei Siemens werden in zehn Jahren immer noch 80% des Codes von Menschen geschrieben werden, höchstwahrscheinlich. Und beides kann nebeneinander wahr sein. Es geht immer um Differenzierung. Es gibt nicht einen Markt, es gibt viele Märkte, es gibt nicht ein Unternehmen, ein Business, sondern es gibt Startups, die heute 100% wahrscheinlich, so wie Entropic, Und dann gibt es eben große Unternehmen, die in zehn Jahren das noch nicht tun werden, weil es gar nicht geht, weil das Personal es nicht kann, nicht möchte, der Betriebsrat nicht erlaubt, die Regulierung ist nicht erlaubt. Achso, das haben wir noch vergessen als Hinweis, dass Sakana Fugu in der EU nicht erlaubt ist gerade oder dass man es nicht geschafft hat, dass GDPR compliant auf den Markt kommt. zu bringen. Die Kommentatoren sind sich noch nicht sicher, ob man es der EU zuschieben sollte oder Sarkana, dass sie es nicht hinbekommen haben, was andere hinbekommen. Aber genau das gehört dann noch dazu.
Um das Thema abzuschließen, einer meiner absoluten Highlights der letzten Tage war, dass mir jemand, der eine Agentur hat, erzählt hat, dass sie eine App für einen Großkonzern bauen und sie mussten zustimmen, dass nichts mit AI gebaut wird. Da sitzt du heute, hast so einen Großkunden und musst sagen, unser Entwickler bauen das und wir bauen das so wie vor fünf Jahren.
Mussten Sie auch zustimmen, dass Sie Kobol nutzen?
Unfassbar. Wir wollen nicht, dass das günstig und schnell ist. Macht es bitte langsam und so wie früher.
Ja, Wahnsinn. Am Ende sollte ja das Endergebnis entscheiden und nicht, wie man dahin kommt. Weil wir gerade über Jobs geredet haben, würde ich mal noch eine andere News vorziehen. Wo haben wir das? Und zwar berichtet die Financial Times. dass der Aktienkurs von Accenture gerade auf einem historischen Tiefstand sich befindet. Man dieses Jahr wohl nur 4% wachsen wird. Die Shares sind 18% gefallen. Und ich glaube, Accenture ist Wenn es um Differenzierung geht, so der ultimative Case. Also einerseits hat Accenture ganz viel neues Business, weil sie die große, also Accenture ist so eine Mischung aus Unternehmensberatung und Auftragsagentur, würde ich sagen, und die größte oder eine der größten der Welt mit 800.000 Mitarbeitern, glaube ich. Also sie machen so von Content-Moderation bis komplexe IT-Projekte und Beratung. So ein bisschen alles und bestimmt noch ganz viele Sachen, über die ich nicht geredet habe. Aber die haben einerseits natürlich Sonderkonjunktur, wenn es darum geht, Menschen mit KI, also KI-Führerscheine zu machen, sage ich jetzt mal einfach gesagt, um KI-Projekte in Firmen zu bringen. Gleichzeitig sind die Menschen, die aber Fließbandarbeit bei Accenture vorgemacht hat oder Integrationsarbeit, deren Job ist extrem bedroht, würde ich behaupten. Das sieht man noch viel mehr bei den indischen Consulting, also die nennen sich Consulting-Firmen, aber eigentlich sind es auch Fließband-Software-Firmen, sowas wie Tata Consulting oder ICS heißt die andere, glaube ich. Die haben Millionen von Entwickler und Entwicklerinnen und denen geht es auch nicht gut. Und ich glaube, bei Accenture hast du so ein bisschen alle Effekte gleichzeitig, also sicherlich spätestens. viel KI-Consulting-Business und Beratungsbedarf, in Klammern sage ich gleich noch was zu, aber eben auch schon, dass viel Arbeit, wo du früher stundenweise abrechnen konntest, mehr und mehr schon wegoptimiert wird von KI und du selber vielleicht nicht immer der Profiteur davon bist. Zu den KI-Projekten, die hinzukommen, das ist die Klammer, die ich noch kurz schließen will. Da ist natürlich immer das Problem, dass es keine echten KI-Budgets gibt oft bei Firmen. Also die Firmen im Schnitt, zumindest die europäischen Firmen, müssen im Schnitt tendenziell wahrscheinlich eher sparen gerade. Und du willst es halt nicht, also im IT-Budget ist kein Sonderbudget für KI vorgesehen. Als Restrukturierung kannst du es irgendwie auch nicht verkaufen. Das würde der Betriebsrat vielleicht komisch finden, wenn du auf einmal ein Restrukturierungsprojekt hast, wo KI-Ausgaben reinfallen. Also woher willst du das Geld für KI nehmen, wenn gleichzeitig der oder die CFO relativ große Probleme hat, den Impact innerhalb von drei, vier Monaten zu messen oder einen Return zu sehen, womit man eventuell zusätzlichen Spend rechtfertigen könnte. Das ist, glaube ich, so ein bisschen das Problem. Obwohl alle KI-Beratungsbedarf haben, hat niemand eigentlich wirklich Budget dafür, ist mein Gefühl.
Aber meintest du nicht früher, dass so diese ganzen Consulting-Firmen die absoluten KI-Gewinner werden, weil die einfach die Transformation, die Implementation in den großen Firmen durchsetzen?
Das kommt, auch das muss man differenziert betrachten. Ich glaube, McKinsey, vielleicht in Teilen die Lloyd oder so, profitieren davon. Aber je mehr du eigentlich auch, wie gesagt, diese Fließbandarbeit im Backoffice hast, und das ist bei Accenture so, das ist glaube ich bei Deloitte tendenziell auch so, ist vielleicht ein bisschen weniger bei einem BCG oder McKinsey so, oder Bain. Also die McKinsey, Bain, glaube ich, die profitieren erst eher davon, glaube ich, dass sie KI-Projekte implementieren können. Bei Deloitte oder Accenture ist es glaube ich so, dass du gegenläufige Effekte hast. Und bei Accenture ist es eben so, dass die negativen Effekte, dass deine eigene Einsatztruppe schlechter eingesetzt werden kann, überwiegt den zusätzlichen Consulting-Bedarf, der entsteht. Bei Deloitte hält sich vielleicht die Waage, könnte ich mir vorstellen, oder vielleicht überwiegt sogar Consulting ein bisschen. Ja, ist alles nicht so homogen und ebenförmig, wie man es gerne hätte, um schnell darüber zu urteilen. So, Five Eyes haben wir erzählt. Dann gibt es noch eine News und zwar schreibt unter anderem Riot, das OpenAI hat nochmal GPT 5.5 Cyber nachgebessert. Das ist das, was David Sachs uns als genauso gut wie Mythos verkaufen wollte, das aber komischerweise unreguliert bleiben kann. Und zwar haben sie eine Initiative, das ist so ein bisschen das Projekt Glasswing von OpenAI, glaube ich. Also Entropix-Projekt, um die Software zu schützen. Andere Parteien hießen ja Glasswing, wo sich diese 40 Companies zusammengetan haben. Und bei OpenAI gibt es jetzt die Initiative Patch the Planet. Nee, Patch the Plant. Patch the Plant oder Planet? Sekunde. Patch the Planet fände ich ja viel lustiger. Nee, hier steht Patch the Planet. Ah, Schreibfehler in der U-Herschrift. Also es heißt nicht Patch the Planet, sondern Patch the Planet. Und mit Patch the Planet möchte man eben vulnerable Software auf der ganzen Welt kugelsicher machen und dafür betreibt man hier auch viel Mongering, würde man an anderer Stelle sagen, und sagt, wie gefährlich GPT 5.5 Cyber ist. Und dann gibt es noch spannende News von OpenAI und zwar hat OpenAI mit einem ich würde sagen relativ kleinen Deal, den Aktienkurs von Getty Images um 145% nach oben getrieben, schreibt Bloomberg. Also wir leben in volatilen Zeiten an der Börse. Es gibt einfach einen Lizenz-Deal mit Getty Images. Und zwar wird OpenAI in Zukunft auf die Imagebibliothek von Getty zugreifen können und diese in der Suche und Darstellung nutzen können in ChatGPT. Das war Grund genug, den Wert von Getty Images jetzt 150% höher zu taxieren. Von der Börse, Getty war mal über 30 Dollar wert, ist dann runtergegangen auf, keine Ahnung, unter 60 Cent, glaube ich, oder 80 Cent und ist jetzt wieder deutlich über einem Dollar geschlossen. Ja, also ob das das Schicksal von Getty jetzt nachhaltig verändert und berechtigt, die Aktie so viel höher zu sehen, bin ich mir nicht ganz so sicher.
Wenn wir schon bei Aktien sind, ich habe ja am Anfang der Folge gesagt, alles grün, nur SpaceX rot, das ist ja falsch.
Das ist ja alles rot.
Warum ist denn gerade alles rot? Amazon minus 4,7, Microsoft minus 3, Google minus 5.
Was ist denn da los? Keine Ahnung, was gestern los war. Ich war gestern die Sonne genießen und nicht abhören zu gucken.
Kann Jan einsprechen.
Ja, vielleicht war er Fugu schuld, wir wissen es nicht. Ja, SpaceX hat am Montag rund 16% verloren und damit an einem einzigen Tag etwa 400 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung abgegeben. Auslöser war wohl die Ankündigung, dass SpaceX zum ersten Mal Investment-Grade-Bonds verkaufen will. Bloomberg berichtet von einer geplanten Anleihe-Emission über mindestens 20 Milliarden Dollar. Am Dienstag hat sich SpaceX dann zwar um über 3% erholt, dafür hat sie es den Rest des Marktes erwischt. Am härtesten getroffen hat es die Chip-Aktien. Micron hat 12% verloren, Qualcomm 8, Sundisk fast 14% und ASML über 5%. Zwei Erklärungen werden in der Financial Times genannt. Erstens, Zinsängste. Der neue Fed-Chef Kevin Walsh hat letzte Woche signalisiert, dass die Fed die Zinsen eher anheben muss. Grund sind die hohen Energiepreise durch den Nord-Konflikt. Bank of America rechnet jetzt mit 0,75% Punkten Erhöhung nach dieses Jahr, ab September. Die Futures-Märkte hatten noch vor einer Woche erst für April 2027 mit einem Zinsschritt gerechnet. Jetzt ist bereits Oktober eingepreist. Zweitens werden laut Financial Times Investoren zunehmend skeptisch, ob sich die KI-Ausgaben der Hyperscale überhaupt je auszahlen werden. Außerdem könnten Sell-Offs auch einfach Gewinnmitnahmen sein vor den Micron-Zahlen am Mittwoch. Broadcom hatte Anfang Juni schon einen Tech-Sell-Off ausgelöst, weil die KI-Umsatzprognose unter den optimistischen Erwartungen lag. Ein weiterer spannender Deal, und zwar aus dem Google-Universum diesmal. Und zwar hat Google mehr oder weniger überraschenderweise in eine Firma namens A24 investiert. Das ist nicht die berühmte Autobahn zwischen Hamburg und Berlin, sondern ein Filmstudio, was unter anderem für die Filme Backrooms und Marty Supreme verantwortlich zeichnet. Und zwar soll Google da 75 Millionen investiert haben in dieses Studio. Warum würde Google... Das erklärst du mir. Du bist der Popkulturverantwortliche in dem Podcast. Warum... investiert Google 75 Millionen in ein relativ kleines independent Filmmaker-Studio.
Weil die so kreativ sind, dass die KI das nicht selbst hinbekommt. Wobei ich sagen muss, also Marty Supreme war super Marketing, aber der Film war zu lang. Ich bin frühzeitig rausgegangen.
Du gehst frühzeitig aus dem Kino?
So, da bist du.
Vor allem, du gehst ins Kino?
Naja, ich wollte den Film gucken und dann haben wir den geguckt hier im Westfield, da, schönes Kino, Originalsprache und alles, aber wir hatten einen Tisch und wir haben so gerechnet, so, ja, wir schaffen das. Und irgendwann war so, okay, also der Tisch küssig ist bald zu und Und dann haben wir uns natürlich für den Magen und gegen den Film entschieden. Und ich finde auch, also so mittlerweile, warum machen Kinos immer noch so 20 Minuten Werbung vor den Filmen und so. Deswegen, jetzt habe ich meine eigene Kinoleinwand, jetzt schaue ich nur noch hier im Büro.
Sehr gut.
Essen ist wichtiger.
Und warum wird der Film jetzt... Danke für den Einblick in dein Privatleben, aber willst du uns mal erklären, warum Google hier investiert?
Keine Ahnung. Die sind kreativ und die schaffen es wahrscheinlich... Wahrscheinlich macht es mehr Sinn, in so einem kleinen Studio zu sagen, wir machen das jetzt mit KI alles ein bisschen krasser und sind jetzt, anstatt irgendwie die paar Leute, haben wir jetzt hunderte davon oder jeder mal hundert, anstatt ein großes Studio zu sagen, wir disrupten das jetzt mit AI.
Ja, wäre auch mein Tick, ehrlich gesagt. Das Interessante ist, es geht nicht um Daten, weil es würde exklusiv ausgeschlossen, dass sie irgendwie die Verwertungsrechte oder Trainingsrechte an älteren Filmen bekommen. Wäre vielleicht auch kompliziert, weil vermeintlich vielleicht sogar noch vorherige Darsteller hätten zustimmen müssen oder oder oder, weiß man nicht. Aber ich glaube, was der Ansatz tatsächlich sein wird, ist, dass du ein Challenger-Studio, also so ein Up-and-Coming, nicht ganz klein, aber eben auch keins der großen Major-Studios, so ein bisschen aufmunitionierst mit KI. Also du findest eins, was eine relativ große Offenheit hat für KI. Mit dem zusammen entwickelst du deine Videomodelle weiter. Und das setzt die gesamte Industrie dann wiederum so unter Druck, dass du so vielleicht entweder dafür sorgst, dass weitere Challenger-Studios entstehen, die deine Software nutzen würden, Oder die Großen sich unter Druck gesetzt fühlen. Weil was nicht funktioniert, da bin ich 100% bei dir, ist irgendwie zu MGM zu gehen und sagen, ab jetzt nutzen wir mal alle KI hier. Und das sozusagen zu transformieren, halte ich für eher unwahrscheinlich, sondern in der Regel... funktioniert die Veränderung des Marktes so, dass jüngere Firmen, Startups eventuell sogar, die Technologie von Anfang an 100% adopten und damit größere Firmen mit starken Beharrungskräften nach und nach aus dem Markt bringen. Insofern könnte es dann Sinn machen oder sinnvoll erscheinen und das scheint mir auch die beste Erklärung, ehrlich gesagt, für den Deal, dass man genau das glaubt, dass das funktionieren könnte, wird man dann demnächst. Und das andere ist natürlich, ich habe ja mal erklärt, das ist von Entropic unter anderem schlauer, mit Software anzufangen im B2B-Markt, weil du das Ergebnis deiner Arbeit sehr gut messen kannst, weil es ist ja eine Firma von KI-Researchern und Programmierern, wenn man so möchte. Und das Problem hat Google jetzt natürlich, dass es unheimlich schwer ist. Also du kannst das beste Videomodell der Welt bauen und Videobearbeitungsmodell. Du hast aber eigentlich keine Ahnung, wie Menschen im Studio arbeiten oder es einsetzen werden am Ende. Und quasi einen Kooperationspartner oder eine eigene Unit zu bekommen, die das Daily Business hat und dabei auch so ein bisschen die Tools zu verbessern, also einen wichtigen Feedback-Cycle einzukaufen, ist wahrscheinlich auch super wertvoll. Das könntest du ja natürlich auch auf irgendwelchen Marktplätzen kaufen. so professionelle Film-Editors oder so einkaufen. Aber nichts ist natürlich besser, als so eine eigene Organisation zu haben, wo man das Tool ständig bei der Arbeit verbessert. Also ich kann mir vorstellen, dass da die Google-Leute, die daran arbeiten, mehr oder weniger den Leuten, die damit arbeiten, über die Schulter schauen oder sich damit reinsetzen, um zu verstehen, wie müsste die Software eigentlich noch besser werden, damit sie für die Industrie eingesetzt werden kann. Wir haben schon ein, zwei Mal darüber berichtet, dass Meta ja dieses umstrittene Projekt hat, wo sie den eigenen Mitarbeitern, wir haben ja gerade über die Schulterschauen gesprochen, das gleiche macht Meta ja längst schon professionell bei seinen eigenen Mitarbeitern. Also hat Keylogger installiert und arbeitet dabei. Ist dir doll warm? Dieses Couch ist ein bisschen unvorteilhaft. Wie warm habt ihr es denn in Hamburg?
Warm. Aber ich habe mich gerade entschlossen, die Klimaanlage hier abbauen zu lassen.
Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee war. Bei 30 Grad die Klimaanlage abbauen. Ich muss auch um den Klammer weiter gepudelt. Zur Erklärung, Glückler trägt ein wunderschönes graues Mesh-T-Shirt, was wirklich die schlauste T-Shirt-Wahl ist, die man bei dem derzeitigen Wetter haben kann. Apropos, die zweitschlechteste Wahl ist ein hellblaues Hemd, was ich im Tomorrow-Podcast anhatte, bei Tom Junkersdorf. Und bis zur Mitte der Aufnahme ungefähr halbseitig vollgeschwitzt. Hatte mein linker, warte Sekunde, mein linker, nee, mein rechter Arm lehnte so an den Körper angelehnt. Und weil es im Studio schon relativ warm war und man beim Podcast natürlich so Hochleistungsarbeit verbringt, du kannst, ich will die YouTube-Kommentare gar nicht lesen, ehrlich gesagt, aber gegen Mitte der Aufnahme, so war die rechte Seite meines Händes wasserdurchsträngend, mehr oder weniger. So, jetzt sind wir vom Thema abgekommen. Wie kommen wir von Glücklass-Achselhöhlen auf Meta?
Das stinkt.
Beides stinkt. Also, Meta hat seine eigenen Mitarbeitern über die Schulter gucken wollen, Mausbewegungen, Keystrokes und so weiter nachverfolgen. angeblich um die eigenen Modelle zu verbessern. Man könnte sagen, um zu lernen, wie Desktop-Arbeit funktioniert und wie man sie noch besser mit KI ersetzen kann. Und wer hätte geahnt, dass dabei was schiefgehen könnte? Und zwar berichtet Wired jetzt darüber, dass einige Mitarbeiter von Meta behaupten, dass private Anfragen, Chatverläufe und so weiter in der internen Öffentlichkeit Also nicht außerhalb von Meta, aber andere Mitarbeiter konnten wohl darauf zugreifen, auf die in Anführungsstrichen Trainingsdaten. Das ist natürlich sicherlich, was man nicht möchte, dass man seine Mitarbeiter bei privaten Chats nachvollziehen kann. Meta beteuert, man hätte sich Mühe gegeben, sowas zu verhindern. Man kann sich die Einlassung bei Wired durchlesen. Aber muss man nicht erklären, warum das besonders gefährlich ist, wenn man sowas aufsetzt. Und neben der allgemeinen Fragwürdigkeit sich eben auch sehr explizite Risiken daraus ergeben. Dann hat ein netter Hörer uns einen Artikel zugeschickt aus der nahen Schweiz. Und zwar berichtet das SRF, dass KI-Firmen ganze Antiquariate leer kaufen und Bücher vernichten. Und zwar, ich dachte erst, man vernichtet die Bücher, als ich das gelesen habe, die Überschrift, habe ich mich daran erinnert, dass ich, ich glaube, letztes Jahr in der Keynote erklärt habe, wenn es darum geht, zu erklären, warum Google so erfolgreich ist, sage ich gerne, dass Google 2002 begonnen hat, alle Bücher der Welt, also die sie finden konnten, zumindest zu scannen. Also Google hat Leute in die größten Bibliotheken der Welt entsandt, mit später einer automatischen Scan-Maschine, anfangs aber mehr oder weniger Praktikanten, die die Bücher durchgeblättert haben, um alle Bücher der Welt zu digitalisieren, mal paraphrasiert. Angeblich sollte das damals das Projekt Google Books werden, also dass du Bücher online durchsuchen kannst mit Hilfe von Google. Das muss man irgendwann einstellen, weil die Copyrights ungeklärt waren. Das wäre bei gewissen alten Büchern natürlich okay gewesen, das war aber super schwer nachzuvollziehen, welches Buch jetzt nicht mehr dem Copyright unterliegt und welches doch. Ich frage mich, ob Google, nachdem Google Books eingestellt wurde, diese Daten alle gelöscht hat oder ob das nicht vielleicht super spannende Daten gewesen wären, um ein KI-Modell darauf zu generieren. Weil Google hat 25 Millionen Bücher gescannt, während in den öffentlichen Korpus, ich glaube Korpus hieß es, Anfang des Jahres wusste ich doch mal, dass die Mehrzahl von Korpus ist. wieder vergessen. Ich glaube, Corpus. Mehrzahl Corpus. Scheiß doch, Corpora. Es gibt ja diese öffentlichen Book 1 und Book 2 Corpora. Und zwar, da sind so rund 300.000 Bücher drin. Das heißt, Google hat ungefähr Faktor 100 so viele Bücher gescannt, wie in GPT 3.5 zum Beispiel drin waren. Ob sie die fürs Training benutzt haben, weiß man nicht, aber so viel hatte man mal für Google Books gescannt. Und weil ich mich damit beschäftigt habe, dachte ich, wenn hier vernichten steht, bei Google Books war es so, dass ein Riesenproblem war, dass insbesondere die älteren Bücher, die will man ja nicht kaputt machen. Ansonsten ist das der einfachste Weg, ein Buch zu scannen. Hast du einen Verdacht?
Auseinanderschneiden?
Genau, Rücken abschneiden, dann kannst du die einzelnen Seiten durch den Scanner jagen, fertig. Das wollen jetzt aber nicht alle Bibliotheken, insbesondere mit historischen Büchern. Und deswegen hat man so eine Maschine gebaut, die die Blätter ansaugt, umlegt und man quasi, und aber total interessant, sie haben dann ein KI-Modell gebaut oder ein Image Recognition und KI-Modell, dass quasi, wenn die Bücher so aufgeklappt sind, dann hast du ja so eine Wölbung. Also es ist immer noch schwer zu scannen. Du müsstest sie platt drücken, um sie zu scannen. Aber um das nicht zu machen, haben sie quasi eine Technologie entwickelt, die fotografiert, während das Buch, ich glaube, sogar umgeblättert werden kann. und quasi die Zeilen wieder gerade rechnet und die Buchstaben. Also sie konnten quasi selbst aus verzerrten und umgebogenen Buchseiten den Text extrahieren und dadurch sozusagen viel mehr und viel schneller Bücher einscannen, weil man sie nicht mehr plattdrücken musste für jeden Scan, sondern quasi während des Blätterns mehr oder weniger hochgeschwindigkeitsabfotografieren und dann hat man mit KI die Zeile wieder gerade gerechnet. Superspannend. Kann man sich alles durchlesen für Nerds. Deswegen, langer Weg, um da zu kommen, als ich gelesen habe, KI-Firmen kaufen Antiquariate und vernichten die Bücher, dachte ich, es ging darum, sie wollen sie so effizient wie möglich scannen und deswegen schneiden sie sie kaputt. Aber der tatsächliche Grund ist noch obskurer. Und zwar gibt es ein juristisches Schlupfloch, berichtet das SRF, dass man in den USA nach Fair-Use-Prinzip, sobald man ein Buch gekauft hat, darf man es sogar als Trainingsdaten nutzen. Aber Damit du nicht in den Verdacht gerätst, du hättest eine Kopie des Buchs erstellt, wenn dann zum Beispiel der Buchtext später in deinem Modell erscheinen würde, musst du das Original vernichten. Weil dann hast du keine Kopie erstellt. Das ist so, also wenn ich dir meine David Hasselhoff Kassette gebe früher und du überspielst die, dann hast du ja eine Sicherheitskopie gemacht, was du nicht darfst. Also wenn ich sie dir gebe, darfst du sie nicht. Ich darf für mich eine Sicherheitskopie machen, aber ich darf dir die ja nicht geben. Wenn ich jetzt aber mein Original... nachweislich verbrenne, dann ist das sozusagen nach Fair-Use-Prinzip okay, weil nur weiterhin ein Werk im Umlauf ist. Und das ist jetzt diese bescheuerte Logik, warum man die Bücher zerstört, sobald man sie eingescannt hat, offenbar. Also man kauft aus Antiquariaten so zu Pfennigpreisen oder Kilopreisen alte Bücher, scannt die dann massenhaft ein und verbrennt, spart man sich aus PR-Gründen wahrscheinlich, aber vernichtet sie fachgerecht. im Anschluss, um quasi der Urheberrechtsgesetzgebung konform zu arbeiten. Ganz interessant. Ich würde trotzdem gerne mal wissen, wird das die erste Anfrage, die wir offiziell stellen bei Google, ob Google Books Scans verwendet wurden zum Training der KI-Modelle und würde Google darauf antworten? Ich muss mal, wenn ich bei DeepMind arbeiten würde und wüsste, dass Google mal 25 Millionen Bücher gescannt hat, hätte ich ein hohes Interesse daran, da mal rein zu luschen in die Scans.
Einmal mit dem USB-Stick von der einen Abteilung zur nächsten.
Dann, ganz interessant, am Wochenende ist Howard Nutlick wieder, der Trade Secretary, aufgefallen. Und zwar berichtet Bloomberg am 19. Juni, dass LATNIC der holländischen Firma ASML unterstellt haben soll. Das sind die, die diese Lithographie-Maschinen bauen, mit denen TSMC gerade dann die Chips ätzt. Und zwar haben sie denen vorgeworfen, sie hätten eine ihrer Maschinen gegen Handelsembargos nach China verkauft, beziehungsweise sie wäre in China aufgetaucht. Ich glaube, die Unterstellung, dass sie es aktiv verkauft haben, gibt es nicht mehr. Nicht mal, aber... Also der Take-away hier ist, Commerce Secretary Howard Lutnick expressed concerns to ASML's senior leaders that one of its top-of-the-line machines may have made its way into China in violation of US-led export restrictions. Die USA haben ASML diese Restriktion auf. damit China nicht die Fähigkeit erhält, diese hochpräzisen Maschinen zu nutzen, um zwei und drei Nanometer Chips zu ätzen, dürfen diese Maschinen nicht verkauft werden. ASML verkauft, glaube ich, so eine zweistellige Anzahl von diesen Maschinen. Also die kosten Millionen und Abermillionen und werden nur in kleiner Auflage produziert. Und interessant ist dabei eigentlich, Dass es gar nicht so viel Sinn macht, diese Maschinen. Also diese Maschinen müssen ständig gewartet werden. Also ASML baut die nicht nur, sondern die müssen ständig quasi neu eingestellt, justiert und gewartet werden von ASML. Das heißt, du kannst sie gar nicht alleine, zumindest sagt ASML, das in China betreiben. Es würde keinen Sinn machen. China könnte vielleicht sie aber auch einfach auseinanderbauen und versuchen zu lernen und sie nachzubauen. Das wäre eine weitere Frage. Aber eigentlich kann sie, sagt ASML, in China nicht im Einsatz sein, weil ASML jede einzelne ihrer Maschinen kennt und quasi mitbetreibt oder zumindest wartet. Das heißt, sie behaupten, sie kennen den Einsatzort jeder Maschine. Und wenn eine fehlen sollte, müsste ihnen auch das bekannt sein. Also wenn sie nicht mehr warten und eine verschwunden ist, müssten sie auch das wissen. Das heißt, sie können überhaupt nicht nachvollziehen, zumindest sagen sie das so, welche Maschine Howard Lapnick damit meint. Also, warum macht Lapnick hier Druck, glaubst du? Du darfst spekulieren. Weil er voll Idiot ist. Also, ich würde mich nicht wundern, wenn wir in den nächsten vier Wochen erfahren, dass die USA zur Sicherstellung der Supply Chain einen zwischen 20 und 50 Prozent Anteil an ASML erwerben wollen. Vielleicht mit so einer Art Staatsfonds. Sie sagen, das ist wichtige Infrastruktur und das ist der einzige Teil, der in Europa liegt, übrigens an der KI-Supply Chain. Alles andere, Taiwan ist problematisch, wissen wir. Der Rest, die darüber liegenden Firmen, alles US-Firmen, Broadcom, Nvidia und so weiter. ASML ist aber der eine wichtige Teil der KI-Supply Chain, der in Europa liegt und wo es weltweit keine Konkurrenz gibt, weil es nur eine Hochtechnologie-Maschine ist, die quasi ein Monopol ist. Dann würde man aus dem Trump der letzten zwei, drei Jahre lernen. Dann wäre meine Interpretation, das ist hier die typische Bullying-Taktik wieder. Also du bist der, sagen wir mal so, einfacher erklärt, du bist der Polizist, der jemanden hinterher fährt, der dir schon länger ein Dorn im Auge ist und jetzt ist das Auto leider nicht kaputt, also schlägst du das Rücklicht selber ein. Also du wirfst ihn hier vor, da ist eine Maschine aufgetaucht in China, das ist ja alles zu gefährlich, ihr habt das nicht unter Kontrolle, hier muss sich mal jemand kümmern. Und wer wird sich kümmern? Da ist natürlich nur die USA der richtige vertrauenswürdige Partner derzeit und deswegen brauchen wir eine strategische Beteiligung am holländischen ASML. Das ist meine Vermutung. Ich bin gespannt, ob es so kommt. Ansonsten würde es nicht so kommen. Wirkt dieses Einschreiten von Lattnig höchst erratisch, würde ich sagen. Also es ist schwer nachzuvollziehen, andernfalls. Im Zweifel würde ich fairerweise Arsene LDR glauben als Howard Lattnig, was die persönliche Geschichte angeht. Wir werden sehen, wie das ausgeht. Aber mir macht es so ein bisschen Angst, dass das heißt, die USA... nehmen sich die Chip-Supply-Chain in Europa auf den Kicker und wollen auch darüber die Kontrolle erringen. Weil es ist ja auch unser letztes Mittel als Europa. Also was ist unser letztes Mittel, was wir haben, neben Konsumverzicht oder so? Sagen wir mal, wir kommen in einen weiteren Industrie-Politik-Konflikt oder Handelskonflikt mit den USA. So, wir können jetzt sagen, wir kaufen irgendwie eure Motorräder nicht mehr, wie wir es immer machen oder keine Ahnung, wir Sojabohnen essen wir jetzt eh nicht so viel, aber was gibt es in den USA noch, was wir kaufen? Achso, Digitaldienstleistungen können wir irgendwie ablehnen oder Druck machen, dies und das, aber eigentlich haben wir nicht viel Möglichkeiten. Aber wir könnten natürlich ASML untersagen, die Taiwan- oder US-Unternehmen zu beliefern oder deren Vorprodukte, die Erzeuger der Vorprodukte. Das wäre theoretisch eine der Möglichkeiten, wenn es mal wirklich hart auf hart kommt, um Hardball zu spielen. Mein Verdacht ist ein bisschen, also Fakt ist, dass Latnik sowas nicht ohne Grund sagt, würde ich behaupten. Du kannst sagen, Exportrestriktionen sind seine Aufgabe als Handelsminister. Aber ich würde es ehrlich gesagt von jemand anderem erwarten. Wenn es wirklich ein sicherheitstechnisches Risiko wäre, dann würde ich nicht erwarten, dass Lattnicken sich damit beschäftigt, sondern vielleicht entweder eine Ebene höher oder eher was aus dem Geheimdienst oder Military Sector, ehrlich gesagt. Naja, wir werden es sehen. Ich habe auf jeden Fall das Gefühl, hier gibt es noch ein sogenanntes Nachspiel bei der Story, wo es nicht mal ein Vorspiel geben wird. Klasse Überleitung. ist der Film Artificial, der Sam Altman porträtieren soll. Und zwar hat der Filmemacher Luca Guadagnini, also der italienische Filmemacher Luca G., Name von der Redaktion gekürzt, ist dabei, einen Film über Sam Altman zu machen. Unter anderem auch da, wie er rausgeflogen ist aus der eigenen Firma und so weiter. Und zwar bei den MGM Studios, die inzwischen zu Amazon gehören. Und jetzt hat Amazon ja aber einen relativ großen Deal mit OpenAI gemacht, wo sie bis zu 50 Milliarden investieren in OpenAI und OpenAI wiederum AWS Data Center nutzen wird. Und Amazon hat jetzt erkannt, dass es besser wäre, wenn Luca G. sein Film woanders fertigstellen würde. Auf jeden Fall werden sie die weitere Produktion dieses Films nicht zu Ende bezahlen und ihn auch nicht selber in den Markt bringen, sondern sie haben ihm nahegelegt, ein anderes Studio zu suchen, was diesen Film mit ihnen fertig produziert. Der schon größtenteils fertig ist, aber offensichtlich noch nicht 100% fertig. Und deswegen müsste er sich jetzt ein neues Studio suchen, das den Film fertig porträtiert. Bin gespannt, wer jetzt Interesse daran hat, diese heiße Kartoffel aufzufangen. Oder ob es tatsächlich so endet, dass dieser Film niemals rauskommen wird. Ja, aber... Oligarchen unter sich. Die eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, sagt man.
In diesem Sinne, habt einen schönen, warmen Mittwoch.
Schön eincremen, immer gut trinken und ich wechsle jetzt das T-Shirt.
Bis dann.
Tschau, tschau.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Köckner und Philipp Löckler.
Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Aus.
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