Doppelgänger Folge #575 vom 30. Juni 2026

KI-Jobapocalypse ohne messbar mehr Produktivität? | Planwirtschaft USA | Sondersteuerzonen für KI #575

Mythos ist zurück bei 100 US-Institutionen. Amazon verliert Vorzugskonditionen bei Anthropic und prüft Alternativen. Österreich lobbiert in der EU für ein Anthropic-Zuhause. OpenAI startet GPT 5.6 als Sol, Terra und Luna, aber nur die US-Regierung entscheidet, welche Firmen Zugang bekommen. Brynjolfssons Canaries-Dashboard liefert neue Daten zur Entry-Level-Job-Erosion. Masayoshi Son wettet gegen Elons Datacenter-im-All. Coinbase halbiert seine KI-Rechnung mit Sipu und Kimi. Apple bittet die US-Regierung um Freigabe für Speicher von der blacklisteten chinesischen CXMT und Samsung, SK Hynix und Micron stehen vor einer Class Action Klage wegen DRAM-Preisabsprache. Meta sperrt Claude Code und Codex intern aus Destillationsangst. Eine Studie der Gesellschaft für Freiheitsrechte stuft die AfD als verfassungswidrig ein und Mark Andreessen sitzt jetzt im Defense Policy Board.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Mythos zurück

(00:01:31) Newsom-Claude-Deal

(00:03:40) Anthropic-IPO-Timing

(00:11:09) Österreich lobbiert Anthropic

(00:13:18) Sondersteuerzonen für KI?

(00:17:27) Trump-Zoll-Drohung

(00:19:35) GPT 5.6 limitiert

(00:24:23) Faire KI-Regulierung

(00:26:52) Sol cheatet

(00:28:22) Meta verliert Gemini

(00:30:18) Datacenter-im-All

(00:42:46) Self-Selection-These

(00:52:50) GLM-2 matcht Mythos

(00:54:10) DeepSeek DSpark

(00:57:38) Coinbase nach China

(00:59:14) China-Aktien-Option

(01:02:02) Apple Memory-Crunch

(01:04:08) Apple bei CXMT

(01:04:50) Memory-Trio verklagt

(01:06:50) Korea-Mega-Investition

(01:09:06) Chamath 8090 Labs

(01:12:25) Meta sperrt Claude Code

(01:13:49) Meta-Contractor-Teenager-Test

(01:16:51) AfD verfassungswidrig


Shownotes

Mythos zurück bei 100 US-Institutionen - semafor.com

Fable 5 soll auch bald zurückkehren - axios.com

Newsom holt Claude für halben Preis - politico.com

Amazon zahlt mehr für Anthropic-Tech - theinformation.com

Österreich lobbiert für Anthropic in der EU - bloomberg.com

OpenAI startet GPT 5.6 Sol/Terra/Luna - axios.com

X-Post zur OpenAI/Anthropic-Lage - xcancel.com

Kucharski zu KI-Benchmarks - substack.com

Google cappt Metas Gemini-Nutzung im Compute-Crunch - ft.com

Son wettet gegen Elons Daten-Center-Vision - wsj.com

Canaries-Dashboard zu Entry-Level-Jobs - fortune.com

Stanford Canaries Dashboard - digitaleconomy.stanford.edu

SignalFire: Engineering bleibt resilient - techcrunch.com

Chinas KI matcht Mythos in Cyber - wsj.com

DeepSeek DSpark: 85% schnellere Inferenz - scmp.com

Coinbase wechselt auf chinesische Modelle - the-decoder.com

Memory-Crunch erstickt kleine Hardware-Firmen - cnbc.com

iPhone 18 Pro Tata-Datenleck - reuters.com

Apple will Blacklist-Firma CXMT - fortune.com

Samsung, SK Hynix & Micron verklagt - en.sedaily.com

Samsung & SK Hynix planen $600 Mrd. Chip-Ausbau - ft.com

Trump droht 100% Zoll auf Digital-Tax-Länder - cnbc.com

Chamath wird CEO bei 8090 Labs - techcrunch.com

Meta sperrt Claude Code & Codex intern - the-decoder.de

GFF-Gutachten: AfD ist verfassungswidrig - linkedin.com

Department of War: neues Defense Policy Board mit Andreessen - war.gov


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 575, am 1. Juli 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Wir müssen nicht mehr über Fußball reden, wir können uns einfach über AI unterhalten. Es ist passiert, die Top-Unternehmen dürfen wieder mit Anthropic arbeiten und wir warten hier geduldig. Was denkst du, wird Europa freigeschaltet, dürfen wir auch wieder richtig schlau sein?
Also man munkelt ja, dass es diese Woche passieren wird. Die wichtige Frage ist natürlich, passiert es vor dem 1. Juli? Da war ja die Probability auf Polymarket zwischendurch mal auf 74 Prozent hoch. Jetzt ist sie wieder runter auf 25. Da kann man natürlich richtig Geld machen, wenn man es dann wieder am heutigen Abend US-Zeit doch noch freischaltet. Was schon, wie gesagt, relativ freigeschaltet ist, ist Mythos oder wie auch immer man es ausspricht im Englischen. Also das so ein bisschen gefährliche Model. Fable ist ja die kommerzielle Version, die entschärfte davon. Fable ist noch nicht draußen, wird aber diskutiert, dass es jeden Tag passieren kann. Angeblich sind Ludnig und Besant dabei, die Wogen zu glätten, während Hexess wohl weiter Hexess ist. Aber ja, Mythos ist, das ist das, was nur 40 plus x Partnern zur Verfügung gestellt wurde. Das wurde wieder freigegeben. Aber die Allgemeinheit muss noch warten auf den Fable-Release. Ansonsten, wer sich Zugang gesichert hat kürzlich zu Anthropics-Modellen, ist der Staat Kalifornien unter Leitung des Governor Gavin Newsom. Fairerweise müssen wir da natürlich auch da sagen, dass das natürlich auch vielleicht, ich will nicht sagen, also Kulturkampf, es hat auf jeden Fall einen politischen Charakter, weil Newsom natürlich der einer der wenigen und entschiedensten Widersprecher von Trump ist. Vielleicht könnte man es auch so deuten, dass er dann, wenn er glaubt, er muss ein Tropic unterstützen als Governor, und dass das eventuell auch im Kontext von Newsom vs. Trump zu sehen ist, dann ist es natürlich wiederum vielsagend, dass er sich dafür, dass er diese Entscheidung trifft. Vielleicht deute ich da auch zu viel rein. Man könnte fairerweise, also eigentlich müsste er als Governor von Kalifornien sagen, wir nutzen sowohl OpenAI als auch Entropic. Beide Firmen sind in San Francisco beheimatet und sich jetzt so klar für eine Firma zu entscheiden, Eine mögliche Interpretation wäre, dass auch er das in einer Art Clash zwischen Trump-Admin und Anthropic sieht und sich da auf die Seite des Gegners von Trump, Opfersgegners, wie man möchte, stellt. Aber wie gesagt, vielleicht interpretiere ich auch zu viel rein. Dafür hat der Kalifornische Staat einen 50% Discount wohlbekommen. Also er soll in der Lage sein, das deutlich günstiger einzusetzen. Bei 50% Discount dürfte Anthropic zumindest nichts mehr daran verdienen. Das ist wahrscheinlich so ihre Rohmarge, die sie haben ungefähr in dem Dreh. Das heißt, dann ist es mehr oder weniger ein Goodwill- oder PR-Deal, den man da macht. Es ist aber natürlich insofern wichtig, dass wenn das gut klappt in der Zusammenarbeit mit Kalifornien, was im Zweifel dann der europäische Staat oder Bundesstaat der USA ist oder der, der am ehesten vielleicht als Inspiration gilt, weil sie auch zum Beispiel das Datenschutzrecht adaptiert haben in ähnlicher Form wie Europa usw., könnte das natürlich ein wichtiger Signalkunde sein, um andere Regierungen oder Institutionen zu bekommen. Wer nicht so viel Glück hatte, wie Gavin Newsom, ist Amazon, berichtet die Information. Die sollen in Zukunft mehr zahlen für Anthropix-Modelle.
Das ist die Petzl-Steuer wahrscheinlich.
Die Petzl-Steuer? Achso, weil Andy Jassy den Jailbreak verfiffen hat, meinst du? Ja. Das wäre natürlich geil. Also was ich gerade sagen wollte, ist, also eigentlich müsste man täglich so eine Soap darüber schreiben und dann dachte ich als nächstes sofort, könnte man nicht mit KI so eine Soap generieren, also zumindest als Comic irgendwie, so eine Art Silicon Valley, wo wir, wir machen statt täglicher Episode, machen wir ein AI-Schlopp, einfach so eine tägliche Soap-Opera, wo man genau solche Themen verarbeitet.
Warte mal, ich hol da mal was.
Oh oh. Glöckl läuft durch sein Büro. Kommt wieder. Mit einem Heft.
Kennst du zufällig das hier?
Mit einem Comicheft, das Elon und Jeff on Mars heißt. Ah. Ja genau, an sowas denke ich. Nur natürlich als Video, damit es Social Media fähig ist. Ja oder so, man könnte auch so kleine abgeschlossene Geschichten natürlich als Comic machen. Ja, also ich glaube, das Materialgebe ist gerade, da das ja alles so ein bisschen schmieren-Comedian-haft teilweise anmutet, würde ich die Idee mal mit aufs Offside nehmen. Wie auch immer, also... Amazon bekommt in Zukunft von Entropic eine höhere Rechnung gestellt, höchstwahrscheinlich. Amazon ist einer der frühesten Investoren in Entropic gewesen. Aber wie du richtig erwähnt hast, sollen Mitarbeiter von AWS auch die Sicherheitslücken in Fable darauf hingewiesen haben. Das heißt, wie das Verhältnis zwischen Amazon und Entropic jetzt wirklich ist, Kann man nur darüber mutmaßen. Amazon schien vorher Vorzugskonditionen zu haben und sie sollen jetzt nicht mehr zahlen als normale Kunden, sondern sie sollen quasi mehr in Richtung des normalen Preises gesetzt werden und ihre Vorzugskonditionen verlieren, so wie ich das zumindest verstehe. Amazon seinerseits sagt, sie würden daraufhin darüber nachdenken, ihr eigenes Nova-Modell, also Amazons eigenes Modell heißt Nova, oder auch OpenAI-Modelle zu präferieren in Zukunft. Es geht nicht darum, die Modelle, die man direkt an Kunden verkauft, sondern die, die man für Amazon verkauft. Leistungen selber oder für Amazon-Produkte selber nutzt. Also wenn Amazon irgendein Feature hat, zum Beispiel Rufus oder dies und das, dann scheint ab und an dahinter Claude zu stecken und um die Einkaufsrechnung für diese Nutzung, also wo man selber Produkte basierend auf anderen LLMs baut, das soll teurer werden, weil ein Topic höhere Preise durchsetzen müsste. Ob Amazon dann wirklich stattdessen auf OpenAI wechselt oder auf ihr eigenes Nova-Modell, wird man sehen. Das ist natürlich die spannende Frage am Ende.
Kann es nicht einfach auch eine gute Story für den IPO sein, dass man die Margen nochmal ein bisschen hochzieht? Amazon ist ja wahrscheinlich einer der größten Kunden.
Ja, kann man so sehen. Ich würde es auch so sehen, dass man einfach die Verhandlungsmacht hat inzwischen, dass eventuell einzelne Kunden nicht mehr so groß sind. Also was brauchst du, um selbstbewusst verhandeln zu können mit dem Amazon? Amazon darf weniger als 10% oder besser 5% deines Umsatzes ausmachen, damit du kein großes Klumpenrisiko hast, wenn der Bluff auffliegt. Und wenn du glaubst, du hast ausreichend Nachfrage oder andersrum, Amazon blockiert auch Ressourcen, an denen du nur 25% Rohmarge statt 50% Rohmarge wie bei anderen Kunden verdienen kannst oder vielleicht sogar mehr bei der derzeitigen Knappheit. dann ist es natürlich auch gegeben zu sagen, warum soll ich einen relativ großen Kunden bis zu 10% meiner Kundenkapazität, das ist Pull out of my ass, ich weiß nicht, wie viel Amazon abnimmt von Anthropics Gesamtkapazität, aber warum soll ich denen das besonders günstig anbieten, wenn ich es am Markt auch für den normalen Preis verkaufen kann. Also sagen wir, du baust 100 Autos im Jahr, Und bisher hat immer jemand 50 für einen Fixpreis, der günstig mit 20% Rabatt abgenommen. Und das hast du gemacht, weil es die Planbarkeit gibt. Aber jetzt weißt du eigentlich, du hast 200 Kunden in der Warteschlange. Warum würdest du die 50 noch an den Großkunden verkaufen, statt sie alle zum Marktpreis oder in der Auktion idealerweise zu verkaufen? Und es geht ja fast Richtung Auktion, teilweise was Computerressourcen angeht. Insofern macht es, glaube ich, Sinn. Und ja, aber es ist dann natürlich auch die Optimierung der Rohmarge. Also Rohmarge ist die Differenz zwischen Umsatz und Leistungserstellung. Also die Serverkosten hauptsächlich in dem Fall. Das zu optimieren im Vorfeld des IPOs ist ja auch zeitlich perfekt. Und das Q2 ist abgeschlossen. Wenn du ab morgen teurer billen würdest, dann würde im Q3 halt schon die Rohmarge besser aussehen im Wettbewerb.
Und aktuell sieht es so aus, als ob der Anthropic IPO im nächsten Quartal, also in diesem Quartal, wir sind ja Erster, passiert, oder?
Schließt du woraus?
Ja, also warum würden sie es im dritten Quartal, im vierten machen? Sie haben ja alles vorbereitet, das muss ja jetzt irgendwann freigegeben werden.
Ja, ich würde sagen... Und dafür spricht, das Umsatzwachstum wird wahrscheinlich nie wieder so hoch sein. Also diese 10x, 900% plus, die sie wahrscheinlich haben im Q2 gegenüber dem Vorjahr, das haben sie im Q3 vielleicht schon nicht mehr. Im Q4 ganz sicher, ganz sicher kann man nicht sagen, höchstwahrscheinlich auch nicht. Dagegen wiederum spricht, also sie müssen schnell raus, weil das Umsatzwachstum niemals schneller sein wird. Sie könnten aber auch warten, weil das Umsatzwachstum hoch bleibt, die absolute Umsatzzahl, also das Topline Revenue natürlich weiter steigt. Also jedes Quartal werden sie eine größere oder wertvollere Company sein tendenziell. Auch wenn die Geschwindigkeit sinken mag, ist der Umsatz natürlich höher. Und vielleicht können sie die Marge eben noch verbessern, weil sie diese Knappheitssituation halt noch besser handeln könnten und damit umgehen. Geld verdienen. Also unsere allwissenden Crowd-Gambler sagen, 3 Viertel Chance, dass sie bis zum Dezember rausgehen. Nur 10% Chance, dass sie so ein Gut 3 schaffen.
Und könnte es sein, dass die US-Regierung irgendwie noch mehr Steine in den Weg wirft und es überhaupt nicht zum IPO kommt?
Ich würde nichts mehr ausschließen heutzutage. Also Du kannst viele Fragen mitstellen mit Kann es sein, dass... Dann kann man ganz üblich Ja beantworten. Irgendwelche Dinge ausschließen kann man bei der derzeitigen Regierung glaube ich nicht. Ich glaube, es wäre dumm, die eigene KI-Industrie immer wieder solchen willkürlichen Sachen auszusetzen oder scheinbar willkürlichen Handlungen auszusetzen. Aber ausschließen würde ich trotzdem nicht, ehrlich gesagt. Wer dann davon noch der Profiteur ist, frage ich mich dann irgendwo auch aus. Man setzt irgendwie Wert darauf. Aber gut ist das für niemanden. Ist zumindest meine Meinung.
Aber auch so ein bisschen gewünscht. Auf der einen Seite bremst du es, auf der anderen Seite ist es das beste Marketing überhaupt.
Ja, aber die Gefahr ist, und da kommen wir gleich später nochmal drauf, die Gefahr ist halt wirklich, dass während man sich da intern in Konkurrenz macht und ausbremst, der Staat überall mit reinfuscht, die USA zu einer Planwirtschaft mehr werden, China halt große Fortschritte macht. Für den Fall, dass Entropic weiter sozusagen gemobbt wird von der US-Regierung, wenn man das so sehen möchte, hat der österreichische Staatssekretär für Digitalisierung, Alexander Pröll, den Vorschlag gemacht, Entropic ein neues Zuhause in der EU zu geben. Das haben wir ja hier vorher schon diskutiert, aber eigentlich für uns beschlossen, dass das wohl nicht realistisch ist, weil der Zugang zu Talent für Entropic hier nicht gewährleistet ist und man mit so erheblichen... Vergeltungsmaßnahmen durch Trump rechnen muss, dass es wahrscheinlich nicht dazu kommen wird, dass Entropic irgendwie seinen Firmensitz verändern wird und wenn, dann bestimmt eher nach Kanada als in die EU. Würde ich denken. Aber warum diese Einlassung mich trotzdem zum Nachdenken bringt, ist, wenn wir jetzt schon so darum werben, und es geht dabei natürlich nicht irgendwie um den Umsatz von Entropic, also es wäre natürlich auch nett, aber in der EU zu haben, sondern einfach um sich auch Zugang zu den Modellen weiterhin zu sichern. Und wenn wir die Realisierung jetzt haben, dass wir eventuell den Zugang zu Modellen verlieren könnten, dann frage ich mich jetzt schon, was wir in Zukunft bereit sind zu tun, damit wir den Zugang erhalten. Also die USA verwalten jetzt ja effektiv, wer welches Modell weltweit verwendet. Nutzen darf und wer nicht. Wir kommen gleich auf eine Story, dass das bei OpenAI jetzt inzwischen auch passiert. Das ist schon mal das kleine Hint. Also letztlich gibt die USA vor, mit wem die KI-Firmen noch arbeiten dürfen. Und insbesondere auf internationale Klienten wird dann natürlich geschaut werden. Und meine Befürchtung ist so ein bisschen, dass die KI-Firmen sich mit Trump mehr oder weniger verbünden oder sich seinen Schutz sichern. Wie auch immer sie das tun, ob sie irgendwelche von seinen Shitcoins kaufen oder in seine nächste Kampagne spenden oder, oder, oder. Und dann sagen, unsere Modelle dürfen in der EU nur noch eingesetzt werden, wenn wir eine Special Economic Zone einrichten. So eine Sonderwirtschaftszone, wie man die aus Asien oder den Golfstaaten zum Beispiel kennt. In Jordanien, Saudi-Arabien gibt es das. Was diese Zonen machen, ist in der Regel lokales Gesetz außer Kraft setzen. Zum Beispiel... dass 50% der Firmen einem lokalen gehören müssen, könnte man dort in der Goldregion, wo das teilweise ist, könnte man da aussetzen. Man kann aber auch Steuergesetzgebung, dass man sagt, da gelten nur halbe Steuern oder es ist eine Freihandelszone. Es gibt ganz verschiedene Arten von Special Economic Zones. Aber die, die die KI-Companies sicherlich gern hätten, wären, wir zahlen hier keine Steuern oder wir können unsere Steuern besonders gut verschieben, die Profite ins Ausland. Und wir möchten, dass GDPR hier zumindest nicht so eng gilt. Und wir möchten, dass der AI Act, obwohl der AI Act schützt fast die großen KI-Companies, weil es für die Kleinen viel mehr Aufwand darstellt als für die Großen. Aber Sie können mal sagen, die ganze Regulierung ohne uns und über Steuern müssen wir auch mal reden. Diese hohen Unternehmenssteuern in der EU wollen wir sowieso nicht zahlen. Und ich könnte mir vorstellen, dass das so kommt, wenn wir überlegen, wie verzweifelt wir jetzt schon nach Zugang zu diesen Modellen quasi betteln müssen und wie ausgeliefert wir dem sind. Und in so einer Auslieferungssituation ist es natürlich so, dass Kapitalisten, aber auch Trump, sich natürlich sofort fragen, was kann ich sozusagen im Gegenzug bekommen. Und das, was im Gegenzug eben opportun wäre, wäre natürlich zu sagen, irgendwie man verbessert die Steuer, also sorgt dafür, dass die Steuern nicht in Europa bezahlt werden oder lässt die Firmen noch freier walten, sagt die DSA, DMA soll nicht für sie gelten, also die Regulierung AI Act. GDPR, all das, oder DSGVO auf Deutsch, all das lindern wir so ein bisschen. Auf jeden Fall sind diese Firmen in Zukunft groß genug. Und insbesondere, wenn sie die, sagen wir, J.D. Vance oder Trump im Rücken haben, um sowas, glaube ich, durchboxen zu können. Also es wird schwer, sich dagegen zu stellen. Wäre natürlich zudem auch der Traum von Open AI-Investor Peter Thiel. Wenn du so mehr oder weniger rechtsfrei wärst, ein bisschen übertragen, aber eine Sonderwirtschaftszone ist ja der erste Weg zu einer libertären, rechtsfreien Zone oder die einfachste Form von der Liberalisierung einer Gebietskörperschaft oder wie man das nennt. Insofern bin ich gespannt, ob wir solche Diskussionen in Zukunft hören werden. Ehrlich gesagt, ich würde es nicht ausschließen. Und wenn wir ganz ehrlich sind, mit Luxemburg und Irland haben wir 80 Prozent davon ja eh schon geschafft. Also die Steuern kriegst du ja schon ganz gut an der EU vorbei manövriert inzwischen durch Schlupflöcher, die wir selber zu verantworten haben, weil unsere Politiker sie nicht schließen, wo man sich auch fragen muss. warum niemand Interesse hat, die Steuern im eigenen Land zu halten, sondern quasi dafür sorgt, dass sie aus der EU raus transferiert werden können. Wenn man überlegt, was für Einnahmeprobleme die Staaten gerade alle haben, wäre der einfachste Weg, mal die Steuern zu erheben von den großen Tech-Firmen und die Schlupflöcher zu schließen von den nicht nur US-Unternehmen, aber insbesondere auch die großen digitalen Unternehmen, weil sie Gewinne besonders gut verschieben können. profitieren. Weil es gerade passt, für den Fall, dass man zum Beispiel genau das tun würde, also sagen wir mal, es ist zu kompliziert, das Steuerstopfloch in Irland, Luxemburg, Niederlande ist, glaube ich, einigermaßen gefixt zu schließen, dann können wir sagen, Wir besteuern einfach nicht mehr den Gewinn, weil der ist so einfach über Lizenzverträge zu verschieben. Also einfach gesagt, Google Deutschland könnte eigentlich einfach von Google Irland eine Lizenz kaufen für die Nutzung der Suchtechnologie oder Daten oder was auch immer. Und das ist zufällig genau der Gewinn, den man mit deutschen Nutzern macht. Und so wäre Google Deutschland, wir hatten es irgendwo kontrolliert, wo gab es ein Jahr, wo sie insgesamt acht Millionen Steuern gezahlt haben. Da gibt es Einzelunternehmer, die mehr zahlen. Also Gewinne lassen sich einfach verschieben durch Lizenzverträge. Google jetzt nur als Beispiel. Es gibt andere, die es machen. Deswegen könnte man den Umsatz besteuern. Das ist ja das, was Österreich, Frankreich und so versuchen. Und da ist Trump jetzt am Freitag nochmal laut geworden und hat schon gesagt, dass europäische Länder, die eine Digital Services Tax in Betracht ziehen würden, also genau das, digitale Umsätze, um sie irgendwie zu besteuern, besteuern zu können im Land, über den Umsatz besteuern wollen, dass die mit einem 100% Tariff rechnen müssen. Ob der nicht wieder einkassiert wird, ist eine andere Frage. Also die letzten Retaliation Tariffs wurden ja einkassiert vom obersten Gerichtshof. Aber er droht schon mal wieder, dass wir gar nicht auf die Idee kommen sollen, die Tech-Konzerne fair zu besteuern. Dann gäbe es sofort Vergeltung von Trump.
Ich glaube, mit eines der traurigsten Sachen ist, dass wir wahrscheinlich nie erleben werden, dass dieses Double Irish Sandwich aufgebrochen wird.
Ja, das ist tatsächlich traurig. Ich glaube, Schäuble hatte irgendwann mal einen Versuch gestartet, wenn ich mich recht erinnere. Offensichtlich erfolglos. Wie gesagt, ich glaube, er hieß ja Double Irish Dutch Sandwich. Ich glaube, das Dutch hat man so ein bisschen schließen können. Aber allein Irland, wie gesagt, netto ist Irland meiner Meinung nach unglaublich. überhaupt nicht auf die Menschen oder die Nationen bezogen, aber aus einem steuerlichen Gesichtspunkt oder einem Gemeinwohlgesichtspunkt ist Irland ein Parasit in der EU. Weil die Steuern, die im Rest der Länder nicht eingezogen werden können, weil Irland diese Ausnahmeregelung ermöglicht und nicht schließt und damit selber die Tech-Unternehmen auch noch ins eigene Land zieht, Und zumindest wenn man eine Union wie die EU, wenn man an das Prinzip grundsätzlich glaubt, du kannst natürlich sagen, warum sollten Staaten nicht auch um Tax-Regimes konkurrieren? Und warum soll ein Land nicht sagen, bei uns ist es günstiger, wir sind more business-friendly? Das geht schon, aber dann kann man eben nicht Mitglied in einer Union sein. Oder man muss dafür sorgen, dass die Länder dann doch besser ihre Gewinne einzeln bestellen können. Naja, ich habe es eben schon angedeutet, es ist nicht nur Anthropics Model Fable, was noch an der Kette liegt, sondern für den Launch von GPT 5.6 ist auch vorgesehen, dass es eine Limited Preview Phase gibt, also OpenAI geht quasi den gleichen Weg wie Anthropic damals, in der nur ausgewählte Parteien Zugang zu dem Modell bekommen und nach und nach rechnet man mit einer weiteren Verbreitung des Modells. Zunächst aber aber handselektierte Kunden. Und die Handselektion übernimmt nicht etwa OpenAI, sondern die US-Regierung in dem Fall. Also die USA geben jetzt jeden einzelnen OpenAI-Kunden, der das 5.6-Modell nutzen will, händisch frei, wenn man so möchte. Sam Ortman schreibt auf X.com, Good News First, also er sagt quasi, es gibt diese neue Familie 5.6, das hat drei Modelle so ein bisschen von Entropic abgeschaut, würde ich sagen, und zwar Sol, Terra und Luna, offenbar angelehnt am Sonnensystem oder unserem Sonnensystem. Sol, das größte Modell, Terra, die Erde, das mittlere und Luna, das super effiziente kleine Modell. Und das soll ganz gute Benchmarks bisher schaffen. Und das Schlechte ist aber, sagt er, es wartet auf Government Improvals, wird nur mit wenigen Parteien geteilt im Moment und die sind handgewählt. Ich finde es wichtig, gerade vor dem Hintergrund, dass wir wissen, wie diese Trump-Regierung funktioniert, dass jede Einmischung in Wirtschaft meiner Meinung nach auch immer das Potenzial zum Handaufhalten hat. Also du darfst bei jemand anderem die Handbremse anziehen und natürlich sorgt das dafür, dass derjenige sagt, was muss denn passieren, damit die Handbremse wieder gelöst wird. Also Trump zieht an der Handbremse. Und die Firmen müssen jetzt erstmal überlegen, wie können wir denn schneller Umsatz machen? Wie können wir denn schneller wieder in Konkurrenz mit Entropic treten? Oder die schneller mit den Chinesen konkurrieren? Wie gesagt, ich halte es nicht für schlau, sich dazu einzumischen. Vielleicht ist KI so gefährlich, dass die Regierung mit draufschauen sollte. Ich glaube, aber es ist bestimmt nicht der beste Approach, dass man die einzelnen Kunden... Das ist so, als wenn du mal als Vergleich, wo es eine andere sehr regulierte Industrie ist, wo es um High Stakes geht, um gefährliche Dinge, Pharma. Das ist so, als würdest du jeden Patienten als Regierung freischalten. Also du sagst nicht, nach Tests ist das Medikament freigegeben worden mit den und den Nebenwirkungen, sondern du sagst, wir kontrollieren jetzt, wer das Medikament bekommen darf.
Wer hat was gegen die Regierung gepostet, der kriegt jetzt nicht das Medikament.
Genau, Krebsmedikamente nur noch für Republikaner in Zukunft. Genau, insofern finde ich, dass Involvement ist, auch wenn ich dafür bin, dass es reguliert wird, dass man schaut, dass es sicher ist, aber das sollte man halt transparent, vergleichbar, fair machen und das scheint mir nicht der fairste, vergleichbarste Ansatz, aber es ist einer, der auf jeden Fall Also ich meine, OpenAI hat jetzt einen Anreiz, das irgendwie zu beschleunigen und auf die Regierung einzuwirken. Und wie man auf die Trump-Regierung einwirkt, weiß man ja. Durch irgendwie selber Gefallen tun, Geld überweisen, was weiß ich. Und gleichzeitig die Kunden, die unbedingt das Modell haben wollen, Die müssen jetzt auch betteln kommen bei der Regierung. Und nichts ist schöner für so einen Mob-Boss wie Trump, wenn alle wieder vor seinem Schreibtisch sitzen und betteln müssen, um irgendwas zu bekommen, weil jedes Mal hat er die Chance, sagen wir, wenn Goldman Sachs jetzt da hingehen muss und sagen, wir hätten gern auch das neueste Open-AI-Model, kann Trump immer fragen, aber was kriege ich denn von Goldman Sachs? Ob das so ist, weiß man nicht. Ich glaube, der Eindruck, dass diese Regierung mal höflich formuliert sehr transaktional arbeitet, der ist, glaube ich, schwer von der Hand zu weisen. Inwiefern man jetzt diese Einmischung immer macht, um dann wieder Verhandlungsgewinne rauszuziehen, muss jeder selbst für sich entscheiden. Bei mir entsteht dieser Eindruck. Auf jeden Fall. Ansonsten einen schönen Kommentar, der auf Twitter dazu entstanden ist, finde ich, von Tony Carnevale. Der hat geschrieben, dass die CEOs die ganze Zeit, also insbesondere Sam Ortman, aber auch Dario Amodei, haben ja immer nach Regulierung gebettelt. Die haben gesagt, reguliert uns, das ist gefährlich. übernehmt auch ein bisschen Verantwortung von uns und mischt euch ein als Regierung. Und jetzt, wenn die Regierung sich einmischt, bezeichnet er es als Bad News. Das hat natürlich auch eine gewisse Doppelmoral darin zu sagen, das ist jetzt doof, wenn die Regierung sich einmischt, aber gleichzeitig habe ich vorher immer gefordert. Aber andererseits bin ich inhaltlich natürlich bei ihm, dass das mit Sicherheit der schlechteste Weg ist, wie sich die Regierung einmischen kann. Und ich glaube, so schreibt er es dann darunter auch noch, dass the government picking customers Isn't the best idea, basically. Insofern würde ich das Sam Ortman auch schon recht geben.
Aber was wäre denn eine gute Regulierung oder eine faire Regulierung für AI? Dass es irgendwie ein Gremium outside gibt, das irgendwie sehr kurzfristig über Sachen drüber schauen kann?
Also du hast entweder eine Government-Behörde oder eine unabhängige Stelle, die das untersucht. Keine Ahnung, die haben vier Wochen Zeit oder so lange, bis sie es blacklisten oder whitelisten können. Danach ist es für alle offen. Und wenn im Nachhinein Fehler auffallen, dann kann man es auch wieder einbeschlagnahmen, das Modell, und dann muss es nachgebessert werden. Ich glaube schon, das ist so, wie man mit der Pharmaindustrie arbeitet, würde ich sagen. Wenn du im Nachhinein feststellst, ein Medikament ist viel gefährlicher als gedacht, dann würde man es ja auch wieder zurückziehen. Aber man testet es im Labor. Natürlich sollte es nicht Jahre dauern, sondern es muss schon darauf angelegt sein, es in wenigen Wochen hinzubekommen. Die KI-Forschenden müssen es rechtzeitig einreichen vor dem Marktstart. Das ist ja ein relativ erprobter Mechanismus, der ganz gut funktioniert, wenn es nicht Jahre dauert wie in Pharma. Aber das liegt natürlich an der Langfristigkeit der Studien auch und dass Nebenwirkungen auch deutlich später eintreten können und so weiter und so fort. Aber zu sagen, also du musst mir erklären, warum es eine gute Art der Regulierung ist, zu sagen, es gibt amerikanische und internationale Firmen, die es bekommen dürfen und die es nicht bekommen dürfen. Also es gilt ja im weitesten Sinne der Gleichbehandlung, oder sagen wir mal so, für Staaten mit einem normalen Verständnis von Gerechtigkeit gilt ja so eine Art Gleichbehandlungsgrundsatz. Und warum IBM das bekommen darf, aber Oracle nicht, oder Goldman Sachs bekommen darf, aber morgen Stanley nicht, oder warum es Ford bekommen kann, aber Eli Lindy nicht, musst du mir alles erklären. Also, du kannst natürlich sagen, es dürfen Ausländer schon nicht bekommen, dann musst du aber auch ganz klar sagen... Unsere Industriepolitik ist jetzt, das Ausland zu deacceleraten und Kerntechnologien für uns selber zu behalten. Ist eine valide. Für eine Nation, die keine Partner mehr möchte, ist das eine valide Option. Wenn ich irgendwie den goldenen Schlüssel hätte, würde ich erstmal auch nicht teilen. Und erstmal mir ein bisschen Zeit nehmen zu überlegen, was ich damit ganz Sinnvolles anstellen kann. Ansonsten, was die Ergebnisse von GPT 5.6 angeht, gibt es noch eine ganz schöne Anekdote. Und zwar hat Meter, das ist einer der Dienste, die ich für meine Präsentation verwende, diese Benchmarks erstellen für die Modelle. Unter anderem dieser Benchmark, wie lange die Modelle autonom arbeiten können. Der Fakt, den ich da rausgestellt habe, war ja, dass die Entropic-Modelle inzwischen einen halben Tag lang so Agents orchestrieren können und für sich selbst hinarbeiten können, was vor einem Jahr irgendwie eher ein, zwei Stunden waren oder noch weniger. Vor zwei Jahren waren es Minuten, die unabhängig arbeiten konnten. Und wenn man das mit GPT 5.6 Zoll, also der mächtigsten Variante, macht, dann erwischt man das Modell wohl immer wieder beim Cheaten. Also es versucht immer wieder, diesen Benchmark zu manipulieren. Wenn man ihm das erlaubt, dann könnte es theoretisch über eine Woche unabhängig arbeiten. Erlaubt man es ihm nicht, ist es eigentlich nicht mehr messbar. Sagen Sie, nicht zuverlässig messbar. Und deswegen wird es wahrscheinlich kein Rating in diesem Benchmark vorerst bekommen. weil das Modell quasi beim Cheating erwischt. Ob das von OpenAI geplant ist oder auch ein unerwartetes Verhalten des Modells, geht daraus erstmal nicht hervor. Aber es ist ganz lustig, dass das Modell versucht, diesen Batchmark besonders gut zu lösen.
Also es arbeitet mittlerweile so wie mutmaßlich der CEO.
Im Sinne von? Es tut so, als wenn er hier jeden Tag arbeitet, aber... Weiß nicht. Sparen wir mal den Arbeitskommentar. Wer in Zukunft nicht mehr mit Gemini arbeiten darf oder weniger, sind die Meta-Angestellten. Und zwar hat Meta wohl in Vergangenheit das Google-Modell Gemini eingesetzt. Und die Financial Times hat am 28. Juni, das war der Sonntag, berichtet, dass Google wohl auch im Compute Crunch, also weil die Ressourcen knapp wurden, weniger Leistung an Metabyte gegeben hat, beziehungsweise die gecappt hat, teilweise unterbrochen und verlangsamt. Und das soll bei Meta nicht gut angekommen sein, aber eigentlich ganz ähnlicher Fall gelagert wie bei Antropic und Amazon vielleicht. Also vielleicht hat sich Google auch gefragt, warum sollen wir der Konkurrenz oder Meta das noch so günstig geben, wenn der Marktpreis inzwischen viel höher ist. Also cappen wir vielleicht hier das, was wir vermutlich ein bisschen günstiger an Meta abgeben und verkaufen. Also die Neukunden, würde ich behaupten, zahlen immer die höchste Marge im Moment, weil es noch ein Markt ist, der von Angebot dominiert ist. Also wer gerade KI-Kapazität anbieten kann, ist im Vorteil. Die Nachfrage scheint zumindest derzeit ausreichend da zu sein, auch wenn einige Leute das bezweifeln. Aber wenn man in den Markt schaut, sieht es eben so aus, dass die Nachfrage scheinbar unbegrenzt ist, zumindest im Vergleich zu den Kapazitäten. Und in dieser Situation heißt es, da nicht alle Verträge ständig geändert werden können, preislich, sind die neuesten Verträge wahrscheinlich immer die teuersten. Das heißt, einen alten Vertrag zu limitieren und stattdessen neuen Kunden aufzunehmen, verbessert wahrscheinlich immer tendenziell die Marge. Eigentlich genau das, was eben bei Antropic wahrscheinlich passiert ist. Genau, und so ist es schon jetzt, hat Meta bereits getroffen, die ja so als eine der Firmen, die tendenziell noch Beim Token-Maxing unterwegs, auch wenn sie ihr Leaderboard abgebaut haben inzwischen, aber da noch ganz groß dabei waren. Dann hat letzte Woche zweimal Masayoshi San, der CEO von Softbank, auf sich aufmerksam gemacht und zwar einmal mit einer seiner legendären Präsentationen. Einfach mal nach Son und Gus, also Gans, suchen, dann kann man sich das Prachtwerk anschauen. Wir wollen es jetzt nicht im Detail durchgehen, dazu sind die ernsthaften News zu wichtig. Aber wer verstehen will, wie man wirklich visionär argumentiert, dem sind eigentlich alle Präsentationen von Masayoshi-san sehr zu empfehlen, würde ich sagen. Und gleichzeitig nach Mass Space Center im All Fragen wurde ausgerechnet Sun, der ja als auch eher ein visionärer Optimist gelten darf, dann relativ skeptisch. Also der sagt jetzt nicht, dass das technisch nicht möglich wäre oder so, aber und ich glaube der Einwand ist nicht ganz doof. Er sagt, bis Data Center wirklich im All sind, ist das KI-Rennen eigentlich schon entschieden. Also es wird noch auf der Erde entschieden. Ich würde ihm da tendenziell zustimmen. Also klar kann man theoretisch Datacenter im All betreiben. Klar könnte das irgendwann wirtschaftlich werden in eher ferner Zukunft. Klar würde es schneller wirtschaftlich interessant werden, wenn es noch schwerer würde, auf der Erde Datacenter zu bauen. Aber sofern du es nicht in den nächsten fünf Jahren hinbekommst, was alle außer Elon Musk eigentlich bezweifeln, kann man davon ausgehen, dass wenn jemand AGI oder sowas erreicht oder einen Großteil des Marktes für sich gewinnen will, dann wird dieses Rennen noch auf der Erde entschieden werden. Also zu sagen, es wäre der ultimative Vorteil, dass ich Datacenter im All habe, ist so ein bisschen, als wenn du beim 400 Meter Sprint dir mit dem Startsignal Rollschuhe anziehst, mit denen du am Ende zwar schneller bist, aber bis du sozusagen losgelaufen bist, sind schon alle anderen... Im Ziel, so ein bisschen, wenn man das glaubt. Matsuyoshi-san glaubt natürlich auch aus einer Perspektive, wo es Kingmaker gibt. Also er versucht ja selber Kingmaker zu sein und auf die Technologie zu setzen, die irgendeinen Markt monopolisieren kann oder einen großen Anteil des Marktes gewinnt. Ich versuche immer wieder zu erklären, dass ich bei KI nicht 100% daran glaube, sondern es wird viele kleine Märkte für KI geben, so wie bei Software auch. Es ist so, als hättest du 1980 gesagt... der Softwaremarkt wird von einer Company gewonnen. Das sah vielleicht sogar eine Zeit lang mal so aus mit Microsoft, aber am Ende ist es dann doch anders gekommen, weil es ganz viele Softwaremärkte gibt. Ähnlich wird es, glaube ich, bei AI sein, Mit einer Ausnahme, die es ein bisschen schwerer macht, das so genau zu beschreiben, weil für den Fall, dass es sowas wie AGI geben wird in absehbarer Zeit, könntest du natürlich argumentieren, wenn jetzt jemand wirklich intelligente KI baut, die sich selber vervielfältigen kann, die selber Firmen bauen könnte und so weiter. dann gäbe es natürlich so einen Punkt, wo es vielleicht doch einen Winner-Takes-it-all-Market oder Winner-Takes-it-most-Market gäbe. Ich glaube das persönlich nicht, weil ich glaube, du kannst die Technologie nicht schnell genug abschotten und der Erfolg ließe sich zu schnell bauen. Und selbst wenn die KI ganz schnell ist, also sagen wir, die KI verselbstständigt sich insofern, dass sie in der Lage ist, immer schlauer zu werden, immer mehr sich selber zu verbessern, eigene Firmen zu bauen und so, bis der Markt das annimmt und so weiter, dauert es dann doch relativ lange. Und bis dahin haben andere Player vielleicht doch aufgeholt. Also selbst wenn die KI besser wird, schaffst du es nicht, den Markt schnell genug zu erobern, weil die Menschen nicht schnell genug die Verträge abschließen, wenn du so willst, oder weil es zu lange dauert, bis Menschen Entscheidungen treffen. Und bis dahin könnten andere KI-Unternehmen eventuell aufgeschlossen haben. Aber das ist nur ein Szenario. Es gibt sicherlich Konkurrierende, die das auch anders sehen. Aber wie gesagt, Master of the Sun sagt, Base Center im All, nicht mal für mich erscheint das kurzfristig zumindest sinnvoll. Die andere Sache ist, vielleicht hat auch einfach die letzte Episode gehört, ich habe es ja schon erklärt, oder man kann es auf Substack in einem der Notes, die ich veröffentlicht habe, nachlesen. Ich gehe mal kurz rauf auf die Grafik. Die Daten sind von Epoch.ai, glaube ich. Auch ein Dienst, den ich viel verwende für die Präsentation. Epoch.ai. Und zwar rechnen die mal für 1 Gigawatt die Kosten aus. Und 5 Milliarden der Kosten, um 1 Gigawatt sozusagen Kapazität aufzubauen, gehen ans Server. Also Server sind in dem Fall die Server, aber eben auch die GPUs, die drinnen. Also im ganz engsten Sinne Hardware oder Serverkosten und Processingkosten sind quasi 5 Milliarden. Dann kommen nochmal 1,4 Milliarden Facility, das ist die Halle, wenn man so möchte. Alles, was im weitesten Sinne Gebäude und Land wäre, in den Land kommt nochmal extra später. Also das Aufbauen des Gebäudes. Und der Infrastruktur, dann kommt nochmal explizit Netzwerkinfrastruktur. Das ist eben dann die Verknüpfung der Server untereinander, die nochmal 1,2 Milliarden kostet. Also wir haben 5 Milliarden plus 2,6 Milliarden, ungefähr 7,5 Milliarden an echter Hardware. quasi. Und die Energiekosten sind im Vergleich nur 590 Millionen US-Dollar. Also nicht mal ein Zehntel der Gesamtkosten sind Energie. Und das ist ja der einzige oder der Hauptvorteil, den Datacenter im All hätten, neben dass sie kein Land und keine Zulassung bräuchten vorerst, ist, dass sie Energie günstiger produzieren können, eventuell, irgendwann. Und das wiederum ist aber nur 10% der gesamten Kosten von dem Data Center. Plus alle anderen Kostenbestandteile, also Server, Facility, Network, werden ja tendenziell teurer durch das Verbringen ins All. Selbst wenn du sehr günstige Kostenstrukturen irgendwann hast, billiger als das Kerosin, kannst du es kurzfristig nicht anbieten. Insofern, man könnte sagen, vielleicht wären Facility-Kosten nochmal günstiger, aber wie gesagt, das Land selber ist eigentlich der kleinste Also zum Vergleich, Land sind 13 Millionen Kosten für ein Gigawatt. Wasser sind 6 Millionen. Utility, also Versorgungsbetriebe, 20 Millionen. Arbeit nur 40 Millionen, also weniger als 0,5 Prozent der Kosten gehen in die Arbeit bei Data-Centern, weil sie einfach nicht viele Jobs schaffen am Ende. Insofern muss man sich auch wirklich fragen, wie lange es noch dauern wird, wann es wirklich wirtschaftlich interessant werden wird, diese Data-Center mal zu bauen. Genau, aber wir müssen jetzt nicht das Zehnte Mal drüber reden. Reden. Wo auf jeden Fall nochmal drüber geredet werden musste offenbar, ist die berühmte Canary-Studie. Auch die, sagen wir, wer nicht weiß, worum es dabei geht, auch die kann man im OMR-Vortrag sich nochmal kurz erklären lassen. Einfach gesagt, es geht um Stanford-Professor, ein Däne namens Erik Brynjolfsson, der Diese Hypothese, dass Entry-Jobs, also Junior-Jobs, besonders belastet werden durch KI und mehr oder weniger wegrationalisiert werden von KI als erstes. Ich versuche dazu zu erklären, warum ich das für zumindest... nicht den einzigen, vermutlich auch nicht den Hauptgrund halte. Ich will nicht sagen, dass es keinen Impact hat, aber ich glaube, der Impact ist brutal überschätzt, ehrlich gesagt. Fortune interviewt jetzt nochmal den Stanford-Professor und überschreibt den Artikel It's not going away. The Stanford economist who called their entry-level job prices early has the receipts. Also er hat die Belege jetzt dafür. Die Belege sind einfach, dass sich das, was er damals schon gesehen hat, fortgesetzt hat. Also es wird, wenn man so möchte, noch extremer oder der Verfall den er in einzelnen Jobs bei Junior-Einstellungen gesehen hat, der geht so weiter. Er dramatisiert sich nicht, würde ich sagen, sondern er geht einfach weiter. Es gibt auch ein ganz gutes Dashboard, das Canaries-Dashboard. Also Canaries kommt, weil die Studie hieß Canaries in a Coal Mine. Das ist diese Anlehnung an die Kanarienvögel, die man früher mit in die Mine genommen hat, weil die früher an Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben sind als Menschen. Also das Bild soll sein, in diesen Jobs sehen wir zuerst, wenn Jobs verloren gehen. Das ist sozusagen unser Frühwarnsystem, was er versucht zu bauen. Deswegen gibt es hier dieses, wie habe ich es gerade genannt, Canary's Dashboard. Das ist bei Stanford gehostet an seiner Universität. Da kann man sich dann angucken, wie das eben insbesondere zum Beispiel bei Software-Developern oder Customer-Service-Angestellten so ist, dass der sogenannte Employment-Index, also wie viele Jobs wurden neu geschaffen oder sind weggefallen, für diese Berufe wirklich drastisch runtergeht teilweise für diese Early-Career-Bracket. Das sind Leute zwischen 22 und 25 Jahre. und wie sie weiterhin steigt, aber noch für Mid-Career-Leute, zum Beispiel zwischen 40 und 50 Jahren. Jetzt sieht das relativ klar aus, es hat aber immer noch die gleichen Probleme, auf die ich damals versucht habe hinzuweisen. Also A, wenn man hier den Zusammenhang sehen müsste, dann muss man auch erklären, warum diese Entwicklung schon ein halbes Jahr vor ChatGPT angefangen hat. Also war ein Unternehmen so schlau, ChatGPT ein halbes Jahr vorher zu sehen und dann anzufangen, Junior-Leute nicht mehr einzustellen oder sogar zu feuern? Unwahrscheinlich, würde ich sagen. Es gibt auch inzwischen viele Ökonomen oder verschiedene Ökonomen, die ihm widersprechen. Google, Apollo Ökonomen, aber auch andere Leute, unter anderem einer von Stanford an seiner eigenen Universität. Wie gesagt, es ist viel wahrscheinlicher, dass am Overhiring im Tech-Software und der Zinskurve, weil immer wenn die Zinsen steigen und die Tech-Industrie dann eine schwere Zeit hat, dann trifft es zuerst quasi Berufseinsteiger, was ja auch total logisch ist, weil das sind natürlich die Jobs, also einfach Stellen nicht mehr ausschreiben, ist erstmal der erste Weg, Leute zu feuern, während alte Leute dann eben hier teilweise noch weiter im Unternehmen verbleiben oder sogar weiter geheiert werden. Das andere Problem meiner Meinung nach mit der Studie ist, dass die Daten kommen von ADP Research. ADP ist ein Payroll Provider. Also wenn ich meine Lohnbuchhaltung auslagern möchte, dann gehe ich halt zu ADP und die machen das für mich. Problem ist, dass bei ADP der typische Kunde zwischen 50 und 1000 Mitarbeiter hat. Also es sind eher kleine, mittlere Unternehmen, würde ich sagen. Und bei der Datenauswahl hat man, um Konsistenz sicherzustellen, nur Unternehmen genommen, damit man es gut tracken kann, die zwischen den Jahren 21 und 25 aktiv waren. Also wurdest du 22 gegründet oder 24 geschlossen, dann erscheinst du nicht in den Daten. Was natürlich dazu führt, dass insbesondere Firmen wie Startups die kürzlich gegründet worden sind und vielleicht eine hohe Wahrscheinlichkeit hätten, Junior-Developer auch einzustellen, gar nicht inkludiert sein können in der Studie, weil die Datenlage das ausschließt oder die Datenauswahl das ausschließt, was, glaube ich, problematisch ist. Wie gesagt, trotzdem wird da tendenziell was dran sein, aber die Makro-Frage ist, glaube ich, hier wichtiger, als dass das wirklich schon okay ist. Was auch ganz spannend ist, er nimmt da natürlich als absolutes Gegenbeispiel Home Health Aid Employment, also das sind Pflegedienstmitarbeiter, würde man auf Deutsch wahrscheinlich sagen. Und da ist es so, dass Early-Career schneller steigt. Also da ist es Seniors werden weniger geheiert und ganz viele Leute im Alter von 22 bis 25 werden geheiert. Also da werden mehr junge Leute geheiert im Pflegedienst. Das ist natürlich die ganz klare Begründung, weil hier noch kein KI eingesetzt werden wird, funktioniert es da noch ganz super. Und das hat mich auf zwei andere Ideen gebracht, die ich viel spannender finde. Das eine ist natürlich, dass im Pflegedienstmarkt besonders viele junge Leute eingestellt werden müssen. Ist relativ logisch. Das hat nichts mit KI oder mit der Nichtnutzung von KI zu tun, sondern es hat damit zu tun, dass durch die Überalterung in der Gesellschaft wir immer mehr davon brauchen. Und Leute, die du früher nicht eingestellt hast, können natürlich nicht als Senior, also wenn du in der Vergangenheit nicht Juniors ausgebildet hast, können die als Senior nicht in den Arbeitsmarkt gehen. Also es gibt die Pflege, die Nurses, männlich oder weiblich, halt gar nicht im Markt. Das heißt, der einzige Weg, noch mehr Leute in den Pflegedienst zu bekommen, ist neue Jobs für Juniors zu schaffen. Es sei denn, du glaubst, ein 40-Jähriger entscheidet sich, um nochmal Pflegedienst zu machen, was, glaube ich, allein aufgrund der psychischen und physischen Beanspruchung keine einfache Entscheidung ist, mal vorsichtig gesagt. Das heißt, dass in einem Markt, wo immer mehr Jobs geschaffen werden und wo es zu wenig Arbeitsnachfrage und zu viel Jobangebot gibt, dass da viele Early Jobs entstehen, vollkommen logisch. Das hat aber nichts mit KI zu tun, sondern damit, dass du so eine riesige Nachfrage nach Pflegedienstleuten hast. Und das andere, was ich da gedacht habe, ist, Ob es nämlich eine Self-Selection gibt, weil wenn du davon ausgehst, dass das zum Beispiel ein Job ist, der eigentlich nur noch von ganz jungen Leuten angenommen werden kann, weil es die Seniors nicht gibt und die Berufseinsteiger wiederum nicht aus dem Senior-Bereich kommen in der Regel, da dachte ich, liegt es vielleicht gar nicht daran, dass Firmen keine Junior-Jobs mehr schaffen, sondern dass Juniors keine Software-Jobs mehr wählen. Also du kommst von der Uni und zumindest wenn du die Wahl hast, natürlich haben gar nicht alle Leute die Wahl, weil es ein relativ großes oder vergleichsweise großes Maß an Jugendarbeitslosigkeit gerade gibt, 25-jährige haben ja gerade Probleme, einen Job zu finden, was an der Industrie liegt, nicht an der AI behaupte ich. Aber du kommst jetzt von der Uni, du hast die letzten zwei Jahre schon viel mit ChatGPT gearbeitet und ich meine, wenn du dann Junior Customer Service Agent wirst, Das ist ja logisch, das muss ja mit einem Klammerbeutel geprüft sein. Das heißt, und darüber trifft die Studie, glaube ich, keine Aussage, aber ich glaube, aber es wird immer ganz falsch interpretiert, meiner Meinung nach. Nämlich, man sagt immer, die Firmen schaffen die Jobs nicht mehr. Meine Hypothese, die ich jetzt weiter verprüfen muss über die nächsten Tage, weil ich es super spannend finde, ist, dass die Menschen diese Jobs nicht mehr wählen. Also die Jobs gibt es vielleicht und das ist der Grund, warum auch weiter die älteren Semester geheiert werden, weil die können sich nicht mehr umentscheiden. Wenn du 40-jähriger Software-Ingenieur oder Engineering bist, dann versuchst du es wahrscheinlich nie nochmal im neuen Job, sondern hoffst, dass du bis zur Rente irgendwie durchhältst. Wenn du aber von der Uni kommst und du hast jetzt die Chance, dich zu entscheiden, dann wählst du vielleicht gar nicht erstmal den Job als Customer Service Agent, weil du weißt, der ist im Untergang geweiht. Was ja richtig ist langfristig. Das ist ja gar keine Frage. Aber dieses... Dieses junge-Leute-Narrativ, ich glaube es auch noch nicht. Wenn, dann ist es wahrscheinlich sogar eine Art von Self-Selection und es geht vom Arbeitnehmer aus, könnte ich mir vorstellen. Also ich habe daran null geforscht natürlich, das heißt, ich kann es noch schlechter belegen als Erik Brinjofsen, der bestimmt zumindest prinzipiell hier bessere wissenschaftliche Arbeit gemacht hat. Aber um das mal zu challengen, finde ich die Idee ehrlich gesagt ganz gut. Ein anderes Problem in der Datenlage ist übrigens noch, dass nur bestehende Jobbezeichnungen verwendet werden. Also das Arbeitsamt kennt ja so 3000 Jobbezeichnungen oder so, aber wenn jetzt jemand da eben Customer Support Ninja genannt wird oder AI Integration Engineer oder so, dann gibt es das vielleicht noch gar nicht als Jobbezeichnung und dann wird es ausgeschlossen. Wenn es die Jobbezeichnung 2021 nicht schon gab, dann wird es aus dieser Studie ausgeschlossen, was glaube ich auch dafür sorgt, dass viele Jobs, die vielleicht oder tendenziell Jobs, die von Jüngeren angenommen werden, eventuell auch nicht 100% repräsentiert sind. Ich glaube nicht, dass die ganze Studie verfälscht, aber das ist ein Problem. Und ein letztes Problem noch, warum ich die Datenlage anzweifle, ist... Ich habe einerseits gesagt, dass hier die Software-Engineers komischerweise schon vor dem Chat-GPT-Moment begonnen wurden, weniger junge Leute zu hiren. Und deswegen, dass das nicht erklärt. Das andere ist, wenn man überlegt, wie doch relativ langsam KI integriert würde, dann würdest du eigentlich eine langsamere Entwicklung erwarten, würde ich behaupten. Und wenn es wirklich an KI liegt, dann würdest du erwarten, dass mit dem Release von Cloud-Code nochmal deutlich, also dass sozusagen die Schere auseinander geht mit Cloud-Code, weil das war der eigentliche Durchbruch, wo sich Unternehmen hätten fragen müssen, wie viele Entwickler brauchen wir nochmal. Und das Interessante ist aber, dass das genaue Gegenteil hier der Fall ist, wenn du dir die Daten anschaust. Also wir sind immer noch auf diesem canaries-dashboard.com. Du siehst, dass ich bin jetzt bei den Softwareentwicklern Early Career zwischen 22 und 25. Der Einbruch startet kurz vor Chat-DBT. Ist dann sehr, sehr steil nach unten. Also bis zu 20% der Jobs gehen verloren, wenn man diesen Index so lesen sollte. Dann gibt es aber mit dem Launch von Cloud Code ein Bounceback. Dann steigt es auf einmal wieder. Was glaube ich auch richtig ist, weil viele neue Firmen gegründet wurden und so weiter. Wobei die Neugegründeten hier ja nicht drin waren. Also das ist keine gute Erklärung, sondern auf jeden Fall wurden Wiederentwickler geheiert, tendenziell. Und danach geht es wieder ein bisschen abwärts. Aber Also die Kausalität kriegt man, glaube ich, einfach nicht raus aus dieser Studie. Auch wenn die Daten zu erheben erstmal super spannend ist und wie man die dann interpretieren kann, da gibt es, glaube ich, verschiedene Ansätze. Ich glaube, auf jeden Fall würde ich heute aus der Uni kommen und da irgendeinen Job, der im weitesten Sinne Customer Service, vielleicht auch Sales, Sales würde ich sagen, ist nicht mal so bedroht, weil du ja irgendwie den ganzen Software-Müll in Zukunft auch verkaufen musst. Aber es gibt bestimmte Jobs, die ich gar nicht erst wählen will. Also das Problem ist nicht Unternehmensschaffens. Eine mögliche Erklärung ist, dass das Problem gar nicht ist, dass Unternehmen die Jobs nicht mehr schaffen, sondern dass schlaue Juniors vielleicht diese Jobs nicht mehr wählen. Was zum gleichen Resultat führen würde natürlich, dass sie nicht besetzt werden oder dass die Jobs auf der Payroll am Ende nicht mehr erscheinen. Aber das würde sehr gut erklären, warum die älteren Leute weiter geheiert werden oder im Unternehmen verbleiben, während Jungere andere Jobs wählen. Und das ist vielleicht der andere Faktor nochmal, dass die Jungen vielleicht ganz andere Jobs und Möglichkeiten suchen, während die Alten eben tendenziell sagen, ich bleibe hier lieber ein Software-Developer und mache das noch zu Ende. Das ist ja auch die Gefahr, die ich sehe, dass wenn man jetzt nicht weiter Leute einstellt, sondern versucht fix zu bleiben, dann verliert man tendenziell eventuell die Jungen, behält die Alten Und dann hast du, glaube ich, aber ein Problem mit KI-Adoption früher als später, wenn du das so machst. Weil ich glaube, dass die Leute, die KI am produktivsten nutzen, natürlich definitiv die jüngste Generation ist. On average. Es gibt Ausnahmen, ist mir alles klar. Sorry, relativ lange. Aber weil diese Studie nochmal so aufgewärmt wurde von Fortune. Achso, was man dazu auch sagen muss, Eric Bruniofsson ist Gründer von, also er hat selber auch eine KI-Firma, die so die Implementierung von KI in Unternehmen misst. Das heißt, der hat auch Interesse damit, regelmäßig in der Presse zu sein. Aber wie gesagt, Fortune stellt ihm auch ein paar Meinungen entgegen von anderen, die sagen nicht das, was ich sage, aber die sagen zumindest, es ist komplizierter, es sind verschiedene Effekte, das, was wir vorher auch schon öfter mal erwähnt haben.
Wenn das so ist, dann müssten wir das doch wahrscheinlich jetzt auch bald in den Studienzahlen sehen, also wie viele junge Leute noch studieren. wenn du dich fragst, mit welchen Jobs, also welche White-Color-Jobs kann die KI übernehmen und ich werde jetzt lieber, unser Nachbar macht jetzt eine Schreinerausbildung nach dem Abi.
Der hätte vielleicht vor 10 Jahren BWL studiert.
Also spätestens 2026 müssten wir dann vielleicht sehen, dass weniger junge Leute studieren gehen. Und in Amerika muss es ja noch krasser sein, weil da musst du dir ja wirklich die Frage stellen, zahle ich jetzt richtig Geld für ein Studium? Und vor allem die Unis, die nicht irgendwie die Top-Namen sind und trotzdem teuer Geld sind, da stellt sich ja die Frage, fange ich sofort mit einem Kredit an oder nicht? Oder arbeite ich lieber in etwas, was vielleicht KI-sicher ist?
Ja, wäre eine super Idee, das zu überprüfen, weil das ja sozusagen der noch vorlaufende Indikator wäre. Also ich warte gar nicht erst, bis ich die Jobwahl habe, sondern ich entscheide mich direkt beim Studium um. Also man kann auf jeden Fall nachvollziehen, würde ich sagen, dass die Jobs in der Informatik nicht so schnell steigen wie früher. Teilweise auch stagnieren, wobei es kommt ein bisschen darauf an, das ist Elektroinformationstechnik, da geht es sogar zurück. Ingenieurwesen geht auch zurück. Informatik steigt noch leicht. Aber ich würde sagen, langsamer als vorher. Ich gucke mal, ob ich noch bessere Daten finde. Okay, finde ich gut, deine Hypothese. Und Early Data scheint es zu unterstützen. Und zwar... Die Daten kommen National Student Clearinghouse Research Center und Computing Research Associations. Und was ich gesucht habe, ist quasi Undergraduate Computer Science Enrollment. Also wie viele Studenten haben sich eingeschrieben für einen sozusagen einfachen Computer Science Degree. Und die Anzahl ist vom letzten Semester, also letzten Studienjahr auf dieses Studienjahr von 600, nee, über zwei Jahre sogar. Also Höhepunkt 2023, 660.000 Studenten. 2025, 26, nur noch 606.000 Studenten, also schon 10% weniger. Der KI-Effekt. Ja, und wenn das jetzt weiß, also dass die Leute beim Studium schon diese Berufe meiden, würde ich jetzt mal sagen, Dann können Sie auch davon ausgehen, dass Sie im Jobmarkt, wenn Sie die Wahl haben, wie gesagt, am Ende müssen Sie ja auch erstmal einen Job finden, aber dass wer kann. vielleicht lieber an den öffentlichen Dienst geht dann oder irgendwas anderes mit seinem Degree macht, aber nicht klassischer Software-Ingenieur wird, sondern dann eben Pflegehelfer. Weiß man nicht. Aber ja, wäre sozusagen weiterer, nicht Beleg, aber weiteres Indiz, dass an der These was dran sein könnte. Es gibt noch andere Daten. According to 2025-2026 Sierra Atoll v. Survey Data, internal pipeline minus 13% year over year. Und es werden weniger Degrees awarded, was vielleicht heißt, dass Leute länger mit Absicht an der Uni bleiben. Also sie versuchen eher noch eine extra Runde. Das macht vielleicht auch Sinn, dass du in der Arbeitsmarktsituation lieber ein bisschen länger da drin bleibst. Okay, wir haben jetzt lang genug darüber gesprochen. Ich finde das Thema auf jeden Fall spannend und werde da noch ein bisschen dranbleiben. Also ich glaube einfach nicht, dass man einerseits sagt, KI hat keinerlei Effekt auf Produktivität und gleichzeitig sagst, verändert aber den Jobmarkt schon ganz krass. Das macht ja so keinen Sinn. Also es sei denn, Firmen nutzen es als Ausrede, was natürlich auch Teil der Wahrheit ist, aber dass beides gleichzeitig wahr ist, ist relativ unwahrscheinlich. Und damit gehen wir in die China-Corner, wo zunehmend übrigens auch Tech-Firmen Leute entlassen und das auf KI schieben. Also da kommt mit Zeitverzug das Gleiche an, was in den USA in den letzten zwei Jahren passiert ist. Wobei es ja auch schon Gerichte gibt, die quasi das verbieten, Leute mit KI wegzurationalisieren und deswegen die Jobs liegen zu lassen. Und wir bleiben auch beim Thema, in Anführungsstrichen, gefährliche Modelle. Und zwar, das hier schon erwähnte GLM2 von Zipu AI oder ZAI soll im Bereich Cyber ähnliche Qualitäten wie Anthropics Mythos haben und dem in wenig nachstellen, wenn es konkret eben um Hacking und Defense-Fähigkeiten geht. Es ist nicht in allen Bereichen so gut, schreibt das Wall Street Journal. Aber im Bereich Hacking soll man quasi zumindest auf ein ähnliches Level kommen, wie diese Modelle, die gerade von der US-Regierung zurückgehalten werden. Was auch zeigt, wie gefährlich es ist, was die US-Regierung macht, nämlich einfach ihre eigene Wirtschaft behindern, während im Rest der Welt natürlich die Entwicklung weitergeht und insbesondere China sich direkt darum kehrt, beziehungsweise die Einladung gerne annimmt und weiter Gas gibt. Was natürlich gefährlich ist, wenn das Modell wirklich so fähig wäre, aber es ist auf jeden Fall keine Hilfe, wenn die USA ihre Modelle wiederum beschränken. Und es gibt noch einen weiteren, mindestens kleineren Durchbruch aus China. Und zwar bricht die South China Morning Post, dass DeepSeek mit seinem sogenannten spekulativen Approach es gelungen sein soll, die Inferenzkosten und die Inferenzgeschwindigkeit seiner Modelle um 85% zu beschleunigen und so Kapazitäten auch frei zu machen. Also am Ende geht es auch um Effizienz, weil die Rechner früher wieder zur Verfügung stehen, wenn sie schneller antworten. Also normale LLMs versuchen ja, das nächste Wort vorauszusagen. Oder das nächste Token, um genau zu sein. Diese vier, fünfer Buchstaben- oder Satzzeichen-Kombi. Dazu betrachtet man immer die Tokens, die da vorgeschrieben wurden. oder generiert wurden und daraus ergibt sich eine gewisse Wahrscheinlichkeit, was der nächste Token sein sollte. Man schaut immer wieder auf den gesamten Verlauf oder die letzten Tokens, die man ausgegeben hat und prediktet dann wieder genau ein Token. Das ist insofern ineffizient, dass während man das tut, also dieser Schritt-für-Stritt-Approach ist nicht so 100% effizient und es wird auch immer nicht 100% der GPU-Kapazität dadurch erzeugt, Rechenkapazität genutzt, dass man in dem Approach vorgeht. Und was D-Spark, so heißt diese neue Inferenzlogik von DeepStake, jetzt tun wird, ist, sie haben ein viel leichteres Model, jetzt mal einfach gesagt, also ein effizienteres Model, was kleiner ist, was gewisse Tokenkombinationen schon vorschlägt, Und das große Modell checkt dann nur noch, welches von denen die wahrscheinliche Antwort ist. Aber es geht nicht mehr Token bei Token, sondern man legt quasi schon einen Teil der Antwort hin oder ein paar mehr Tokens aneinandergereiht. Das wiederum ist günstiger und schneller. Und das große Modell überprüft dann nur noch, ob das kleine Modell in der Geschwindigkeit richtig geantwortet hat, was insofern der effizientere Prozess ist. Und man spart damit, wie gesagt, ungefähr die Hälfte an Zeit, was ein erheblicher Gewinn ist am Ende. Wie gesagt, es spielt auch für Kosten am Ende eine Rolle, weil wenn ein Chip 50% früher wieder verfügbar wird, kann er für andere Workloads genutzt werden. Um es vielleicht nochmal anders zu erklären, stell dir vor, wir spielen Scrabble. Diese Buchstaben sind Tokens, also natürlich sind Tokens mehr als ein Buchstabe, aber im Fall von Scrabble hast du ja nun mal nur ein Buchstaben auf dem Feld. Und statt jetzt Stein für Stein hinzulegen und zu überprüfen, ist das ein richtiges Wort, was da entsteht, legt das Billo-Modell, sage ich mal, so eine Art Shotgun-Approach, wo sie erstmal versuchen, fünf mögliche Kombinationen zu finden aus den Buchstaben, die zur Verfügung stehen. Und dann guckt das große Modell, das ist nur noch wie so eine Art Korrekturlehrer oder so, der draufschaut und sagt, ja, das hier ist ein echtes Wort, das ist die richtige Antwort, das sieht schlau aus oder das kann, den Weg gehen wir gar nicht erst weiter, das macht keinen Sinn. Und insgesamt soll das quasi effizienter sein. Das funktioniert nicht nur mit DeepSeeks-Modellen, sondern sie haben es auch mit Alibaba-Quen und mit Google-Jammer, also zwei anderen Open-Source-Modellen, reproduzieren können. Den Erfolg, gutes Beispiel dafür. wie weit wir noch am Anfang stehen, glaube ich, und mit was für relativ einfachen Approaches, einfach nur durch eine Art Heuristik oder andere Architektur, man einfach mal 50% der Kosten wieder einsparen kann, wenn man so möchte, in der Inferenz, was vergleichsweise natürlich ein Riesendurchbruch ist und es nur eine von vielen Maßnahmen, die es vielleicht gibt. Ob das wiederum die Entscheidung von Coinbase beeinflusst hat, sich selber auch beeinflusst, mehr und mehr für chinesische Modelle zu entscheiden. Wissen wir nicht, aber der Coinbase-CEO Brian Armstrong hat auf X ganz stolz verkündet, dass sie ihren Token-Output zwar weiter relativ stark vergrößern, ihre Kosten aber fast halbieren konnten, indem sie von US-kommerziellen Modellen auf GLM, also das eben beschriebene SIPU, oder Moonshot Kimi umgestiegen sind, behauptet Armstrong. Die verwenden es in ganz verschiedenen Abteilungen, sagt er. Und wie gesagt, sie steigern ihren Output weiter, aber die Kosten konnten sie erstmal halbieren. Was genau diese Daten zeigen, also insbesondere die token Kosten sind hier in verschiedenen Farben dargestellt. Was die verschiedenen Farbblöcke sind, konnte ich nicht nachvollziehen. Aber ist natürlich erstmal ein cooles Narrativ wieder für Brian Armstrong. Aber es ist natürlich ein Zeichen, dass Wie gesagt, bei Startups passiert das glaube ich schon längst so, bei größeren Firmen ist man sicherlich vorsichtiger, aber Coinbase ist natürlich eine Firma, die zwar publicly listed ist, aber gleichzeitig natürlich so ein bisschen cutting edge sein möchte und da als erster vorangehen möchte und sich traut, obwohl sie ja in einer hochregulierten Industrie arbeiten als Kryptobörse, möchten sie da eben als erster vorangehen und sicherlich auch einerseits sagen, wir machen ganz viel mit AI, aber andererseits sagen, dieses Kostenproblem haben wir eigentlich nicht mehr.
Gibt es irgendeine Möglichkeit für den Normalo, an diesem Move nach China irgendwie zu partizipieren?
Ja, also viele der, also Sipu ist zum Beispiel, beziehungsweise die Mutter-Company ist börsennotiert. Aber wer jetzt glaubt, er kriegt da ein China-Schnäppchen, hat sich geschnitten, würde ich sagen. Also die Bewertungen sind teilweise noch astronomischer als bei uns. Also es gibt eine große... Klasse von Neo-Chip-Herstellern, wenn du so möchtest, sowas wie Moorthreads, MetaX, es gibt noch drei, vier andere, die in China an den Börsen gegangen sind, sind alle irgendwo zwischen 500 und 2000 Prozent hochgegangen nach dem Börsengang, also brutale Euphorie an den Märkten. Wie gesagt, Alibaba kriegt man relativ günstig im Moment. Da ist AI natürlich nur ein Teil. Tencent wäre eine Möglichkeit, indirekt an KI in China zu partizipieren. Wie gesagt, Shibu wäre eine Möglichkeit. Aber was die Probleme mit chinesischen Aktien sind, haben wir lange genug ausgebreitet. Und wie gesagt, die sind jetzt Vielleicht mit Ausnahme von Alibaba oder Tencent nicht besonders günstig, sondern es ist so ein bisschen so, als ließe die chinesische Regierung den kleinen Mann die KI-Rallye mitfinanzieren. Und ich meine, das ist wichtig. Wäre ich China, würde ich das auch tun. Weil wozu führt das? Du kannst jetzt sagen, die sind alle überbewertet, wenn die sich irgendwie verzehnfacht haben nach dem Börsengang die Chip-Stocks oder die KI-Stocks in China. Das ermöglicht ihnen ja aber wieder auf dieser neuen Bewertung günstiger Geld aufzunehmen, also die Kapitalkosten. Das heißt, die chinesische Regierung lässt die eigene Börse und die Ersparnisse der kleinen Leute den KI-Ausbau mitfinanzieren. Das senkt die Kapitalkosten für die Firmen. Also sie müssen nicht stark verwässern, um eigene Datacenter zu bauen. Sie können viel Geld für Personal ausgeben. Sie müssen ja auch dafür sorgen, dass die Leute nicht alle in die USA gehen. Es gibt ja sehr viele Entwickler, die aus China in die USA gegangen sind. Also um die Leute da zu halten, braucht man Geld. Und wenn ich diese Überhitzung an der Börse zulasse oder sogar befeuere, dann führt das dazu, dass meine eigene KI-Industrie niedrigere Kosten hat. Also anders gesagt, würden wir jetzt alle SAP-Aktien kaufen und die Bewertung verdoppeln, könnte SAP günstiger die nächste Kapitalerhöhung machen und damit das nächste Datacenter günstiger finanzieren, wenn man so möchte, oder niedrigere Kapitalkosten finanzieren. Insofern ist das aus chinesischer Sicht diese Übertreibung wahrscheinlich sogar gewertschätzt, könnte ich mir vorstellen. Natürlich birgt es eine noch viel größere Bubble-Gefahr. als hier. Das war im Dotcom-Crash, wenn ich mich richtig erinnere, nicht anders, dass die chinesischen und südostasiatischen Geheimtipps, die es damals schon gab, die Yahoo's und Softbanks und was weiß ich, also das sind natürlich japanische Aktien, aber auch damals war es schon so, dass die teilweise noch heißer gelaufen sind, aber noch schneller abgestürzt sind. Zum Beispiel in diesem Nordasien-Fonds oder sowas, da hieß es glaube ich, oder? Ich weiß nicht mehr. Naja. Wir bleiben in China indirekt, würde ich sagen. Und zwar, in den letzten Tagen hat man ja darüber gehört, dass Apple seine Preise erheblich anheben muss, weil die Speicher so teuer geworden sind. Vielleicht nochmal zur Erklärung. Ich habe es bei Devin und Chip, wer irgendwie mit der Episode hier durch ist und noch nicht genug hat, kann sich gerne nochmal den Weltpodcast Devin und Chip anhören. Da reden wir auch kurz darüber. Aber der Grund, warum das die Apple-Preise so erheblich trifft, ist natürlich, weil Apple eine relativ hohe Marge auf seine eigenen Produkte hat. Und Scott Galloway sagt ja immer so treffend, Apple hat das Produktionsvolumen von Toyota, aber die Margen von Ferrari, also Luxusmargen bei einem absoluten Massenprodukt, was eine sehr komfortable Marktstellung ist. In Phasen wie jetzt ist aber das Problem natürlich, dass wenn der Speicher sich die Preise für den Speicher, der im iPhone ist, sich um 50 Dollar und ungefähr in dem Rahmen müsste es sein, erhöhen und du möchtest die gleiche Rohmarge behalten, dann kannst du das iPhone natürlich nicht 50 Dollar teurer machen, weil dann frisst du den Rohmargenverlust selber komplett. Sondern sagen wir mal, die Rohmarge am iPhone ist 60 Prozent oder der Einfachheit halber 66. Ich glaube, es ist eher so zwischen 50 und 60. Aber insgesamt ist die Apple-Rohmarge bei 50 Prozent. Ich glaube, das iPhone ist je nach Modell aber ein bisschen besser. Oder sagen wir, der Einfachheit halber 50 Prozent. Also wenn ein Speicher von 50 auf 100 Dollar steigt im Preis, dann kannst du halt nicht um 50 Dollar den iPhone-Preis erhöhen, sondern musst ihn um 100 Dollar erhöhen, damit du weiterhin 50 Prozent Rohmarge hast, musst du alles doppelt so teuer verkaufen. Und wenn die Rohmarge höher ist, also vielleicht sogar bis zu drei Viertel, dann müsstest du es halt viermal so teuer verkaufen. Das heißt, die Kunden bezahlen am Ende nicht nur die Rohmarge der Chip-Hersteller, die irgendwo bei 80, 90 Prozent liegt inzwischen, sondern auch noch die hohe Rohmarge von Apple. Und dadurch ist ein Bauteil, was in der Herstellung weiterhin 5, 6 Dollar kostet, kostet den Endkunden am Ende 200 Dollar, weil beide Unternehmen eben diese Margen behalten möchten. Warum? Apple sich ja inzwischen darum bewirbt, chinesische Bauteile zu kaufen. Also sie stellen gerade eine Sondergenehmigung bei der US-Regierung, Chips und Speicher bei einer chinesischen Firma namens CXMT, das steht für Shangjin Memory Technologies, also im Speicher geht es, einzukaufen. Ob das genehmigt wird, ist noch nicht klar, aber man versucht quasi, sich da irgendwie aus dem Würgegriff der Speicherhersteller frei zu ringen, sage ich mal. Und Ob das wirklich ein Würgegriff ist oder nicht, könnten demnächst Gerichte entscheiden. Und zwar ist es so, dass in den USA inzwischen kleinere Hardwarehersteller klagen. Und die Klage wurde zugelassen und sogar als Class-Action zugelassen. Also es könnten sich weitere anschließen. Die glauben, dass SK Hynix und Samsung an einem Price-Fixing, also Preiskartell, beteiligt werden. Also Preisabsprachen miteinander unterhalten und präsentieren. Das ist natürlich ein Weg, auf 90% Rohmarge zu kommen, dass man einfach sagt, in einem Markt, der knapp und begrenzt ist, warum sollen wir konkurrieren? Wir können auch einfach beide die Preise erhöhen. Es ist ja nicht so, dass jemand woanders hingehen kann. Ob das wieder nur ein politisches Mittel ist oder was dran ist, das werden jetzt die Gerichte entscheiden. Aber auch das ist sicherlich ein Grund, warum Apple versucht, weitere Produktionskapazitäten aufzutun in China. Dass das immer wieder auch Gefahren birgt, zeigt ein ganz aktueller Fall aus Indien. Und zwar einer von Apples Contractors, nämlich Tata. Tata ist so ein Riesenkonzern in Indien, so wie Reliance oder so auch. Aber unter anderem gibt es eine Tata Electronics-Sparte. Es gibt auch eine Consulting-Sparte. Es gibt LKWs, Autos, was weiß ich. Aber Tata Electronics scheint einer der Zulieferer von Apple zu sein. Und die wiederum hatten einen Software-Breach von einer sogenannten Ransom-Company, die versucht, Lösegeld zu erpressen für Daten. Und da sollen wohl 200.000 Dokumente geklaut worden sein. Unter anderem die Hersteller- und Teileliste des iPhone 18. Also wer baut da was? Eventuell auch zu welchem Preis? Screenshots und Videos vom iPhone 18. Also wer die nächste Generation nicht abwarten kann, muss irgendwo im Dark Web Danach suchen wir, publizieren es nicht. Genau, das ist die Gefahr, wenn man dann mit neuen Anbietern zusammenarbeitet. Überall auf der Welt natürlich, aber vielleicht auch besonders in China oder Indien, die tendenziell natürlich auch immer Konkurrenten sind. Was macht Samsung und SK Hynix? Also das sind die Speicher, die Memory-Hersteller, die zwei größten auf der Welt, die sind, kann man schon sagen, Duopol oder Oligopol. Da haben, wenn man China ausnimmt, wobei Micron gehört auch noch dazu, die investieren jetzt nochmal deutlich mehr in neue Chip-Herstellungskapazitäten. Und zwar die Firmen selber bis zu 600 Milliarden. Ich glaube, der südkoreanische Staat will sich beteiligen. Und so kommt man auf 1,3 Billionen, wenn ich es richtig erinnere. Zumindest habe ich die Zahl gelesen. Die Firmen wollen aber 600 Milliarden investieren, was für die Firmen auch unheimlich viel ist. Muss man sagen, es geht über mehrere Jahre natürlich. Es ist nicht alles in einem Jahr. Und es ist insofern besonders, weil die Semiconductor- oder Chipindustrie im weitesten Sinne ja eine sehr zyklische Industrie ist. Das heißt, man möchte in so... Hochkonjunkturphasen wie jetzt eigentlich nicht neue Fabriken bauen. weil in zwei Jahren das wieder alles vorbei sein kann und dann sitzt man auf der Überkapazität und macht eventuell sogar Verluste. Wenn man sich den Profit von Samsung zum Beispiel über die Zeit anschaut, dann ist das so sehr zyklisch, so typische Vier-Jahres-Zyklen würde ich sagen. Und da schwankt der Gewinn durchaus mal zwischen 2023, war nichts los, 8 Milliarden Euro. Und 2018 war viel los. Da waren sie bei 56 Milliarden. Milliardengewinn, der übrig geblieben ist. Und teilweise kann es negative Jahre geben, wo du Verlust machst, weil du Überkapazitäten hast. Und damit die Fabriken überhaupt ausgelastet sind und die Mitarbeiter bezahlt werden können, musst du vielleicht mit Verlust verkaufen. Deswegen ist man eigentlich vorsichtig, in der Hochkonjunktur weitere Kapazitäten auszubauen. Aber man könnte, wenn man möchte, daraus lesen, dass die Hersteller von Speicher schon daran glauben, dass die Nachfrage langfristig sein wird oder es zu einer langfristigen Erhöhung der Nachfrage kommt und so baut man dann erheblich neue Chip-Packaging und Chip-Produktionskapazitäten aus, was wie gesagt ein großer Schritt ist, weil dahinter muss sich eigentlich die Gewissheit verstecken oder zumindest eine große Conviction verstecken, dass man glaubt, dass in Zukunft die Gesamtproduktion auch weiterhin abgenommen wird und man das an den Markt bringen kann. Alles. Dann jetzt noch die letzten paar News, dann haben wir es geschafft. Aus der Ecke Bubble Corner vielleicht. Shamad Padiapathia ist back in the arena. Und zwar kündigt er an, dass er einerseits für sein KI-Labor 8090 Labs 135 Millionen Dollar geracet hat. Also man könnte vermuten vielleicht, Auf eine Milliardenbewertung? Vielleicht auch nicht, weiß man nicht. Vielleicht hätte man es gesagt, wenn es eine Milliardenbewertung ist. Können wir nur darüber spekulieren. Die Investoren sind Salesforce Ventures, leitet die Runde, zusammen mit David Sachs, also seine Besties David Sachs, Reed Burke, Jason, investieren mit Der Palo Alto-CEO Nikesh Arora, aber auch Quora-CEO Adam D'Angelo, der bei OpenAI im Aufstiegsrat war, all die nehmen an der Runde teil. Böse Stimmen sagen, das ist schon wieder nur Reputation-Washing. Ich würde schon sagen, dass Salesforce-Venture nicht die erste Riege der Investoren ist. In der Stage, das ist die Series A, 135 Millionen Series A, ist auch lustig. Aber möchte man natürlich eigentlich, ich würde schon sagen, bessere VCs da drin haben. Das Produkt, nach meinem Verständnis, ist es so eine Art Software-Development-Umgebung für... Ja, Firmen, vielleicht auch in regulierten Industrien, die ein bisschen höheres Sicherheitsbedürfnis haben, also wo einfach so Vibe-Coding keine Option ist wie beim Start-up, sondern es geht eher darum, KI in bestehende Entwicklungsumgebungen zu integrieren, die Erstellung von Software einerseits KI zu nutzen, gleichzeitig aber hohe Sicherheitsanforderungen und Compliance-Anforderungen durchzusetzen. Wie gut das funktioniert, kann ich natürlich nicht einschätzen. Ich habe natürlich versucht, Research dazu zu machen. Außer einem scheinbar bezahlten Review of X auf den größeren Plattformen konnte ich für das Produkt Software Factory, so heißt das, ehrlich gesagt nicht ein Review finden. Oder Leute, die sich irgendwie dazu äußern, ob das jetzt ein besonders gutes oder schlechtes Produkt ist. Die Community ist natürlich aufgerufen, mich zu erhellen, was echte Bilder und Experten über die Produkte halten. Die Leute, die da in den Trenches sind mit mit Shammat zusammen. Für mich riecht es schon wieder alles ein bisschen fishy. Also, dass man in der Pressemitteilung Salesforce Ventures und nur deine besten Kumpels nennst, zeugt für mich nicht von der maximalen Nachfrage und vielleicht versucht er da eher seinen Namen zu versilbern. Achso, und apropos, er selber geht natürlich jetzt in die CEO-Rolle. Das war ja vorhin in seinem Venture-Studio, wenn man so möchte, entstanden und jetzt ist diese Firma natürlich zu wichtig geworden, als dass sie nicht seine alleinige Aufmerksamkeit verdient und deswegen wird er auch CEO dieser neuen Firma. Ich bin gespannt, wie es läuft. Er hat natürlich den Vorteil, dass er über seine Medienpräsenz das ganz gut pushen kann. Am Ende ist es aber auch ein sehr umkämpftes Spielfeld und ich kann nicht so richtig erkennen, außer in der Medialeistung, wo da sein Vorteil liegen würde. Der Kontext dieser Runde liest sich für mich auch eher Es gibt ja andere Leute, die bauen Ähnliches und raisen dann wieder sofort auf 2 Milliarden die erste Runde. Und das scheint hier nicht der Fall zu sein. Ich habe den Deal auch nirgendwo gesehen, wo sowas eventuell auffallen würde, wenn es größer wäre. Insofern, und vielleicht auch aufgrund seiner Historie einfach, sind wir mal vorsichtig skeptisch, wie das weiter ausgehen wird. Dann noch eine News zu Meta. Und zwar berichtet Decoder und andere Medien, dass Meta wohl die Nutzung von Cloud Code, aber auch OpenAI Codex bei den eigenen Ingenieuren begonnen hat zu beschränken. Also es ist vielleicht keine Überraschung, dass auch bei Meta die Modelle von XAI und Anthropic intern genutzt werden. Und anscheinend werden sie aber so intensiv genutzt, dass man befürchtet, dass in eigenen KI-Produkten quasi Destillationsmerkmale auftauchen können. Also dass der Eindruck erweckt wird, dass man eins zu eins abkupfert von diesen Modellen, weil man sie unter anderem für die Entwicklung von Software wohl nutzt und eventuell auch für die Entwicklung von KI. Und würde man dann zu sehr auf Cloud-Code und OpenBI zurückgreifen... Könnte es dazu kommen, dass es so aussehen würde, als würde man, so wie die Chinesen das quasi eins und grog, das eins zu eins. Was wir auch wissen, was so ein bisschen Industriestandard ist, dass man die Modelle der anderen nutzt. Gleichzeitig hat man hier Leute aber sicherheitshalber mal informiert und zurückgefiffen. Vielleicht auch, weil man weiß, dass es schon Beschwerden gab von Entropic. Es wird da auch von sozusagen der Verstimmung, der möglichen Verstimmung der Partner gesprochen. Also, dass man eventuell mit seinen Lieferanten ansonsten in einen Clinch gerät. wozu die Mitarbeiter offensichtlich diese Modelle benutzt haben, unter anderem ist, und das kam zeitgleich raus, das ist wieder ein lustiges Timing, und zwar schreibt Wired, dass Meta-Contractors, also nicht Mitarbeiter, sondern Contractors, also Leiharbeiter, sollen wohl die KI-Bots der Konkurrenz genutzt haben. um sich selber als Teenager auszugeben und über Selbstmordideen, sexuelle Fantasien, Drogen und so weiter zu kontemplieren, zusammen mit diesen Bots. Das soll angeblich sozusagen ein sehr aufwendiges Benchmarking der Konkurrenz gewesen sein. Man könnte überlegen... hat Meta hier vielleicht versucht, Reverse Engineering zu machen. Also genau das, was eben in dem vorherigen Artikel ausgeschlossen werden sollte. Also Distillation könnte man ja sagen, ist auch nur eine Art von Reverse Engineering. Um so typische Chat-Verläufe zu erkennen, schaue ich einfach, wie gut meine Konkurrenten die abfangen. Und wenn ja, trainiere ich auf Basis dieser Aussage einfach mein eigenes Modell. Und so bekomme ich ein bisschen günstiger meine Child-Safety-Politik integriert. Sowas kann ganz praktisch sein. Es gab mal, darf man das erzählen? Ich sage nicht bei welcher Firma. Aber es gab mal einen Anbieter, der hat dir geholfen, Bots auszuschließen. So ähnlich wie Cloudflare, das auch heute tut. Aber es waren auch andere Zeiten, da war Cloudflare noch nicht ganz so populär. Das heißt, wenn ständig Konkurrenten eine Webseite gescrapet haben oder Preisabfragen automatisiert gemacht haben oder Hackingversuche oder so, dann konntest du so ein Tool davor schalten. Und das hat mithilfe von Machine Learning herausgefunden, was sind echte Nutzer und was sind wahrscheinlich Konkurrenten, die dir schaden wollen oder Daten klauen und so weiter. Und das war aber relativ teuer, die Lösung. Und was man machen konnte dann ist, man konnte einfach beobachten, wie dieses Modell sich entschieden hat. Also welche Besucher es blockt und welche nicht. Und welche Daten zur Verfügung stehen, das weiß man ja, also den Traffic sieht man ja selber. Und dann konnte man quasi sehr gut re-engineeren, wie dieses Modell entscheidet und hatte nach ein paar Tagen Entscheidung beobachten, ein Modell, was eigentlich sehr, sehr nah die ursprüngliche Entscheidung bietet. Und hat viel Geld gespart im Zweifel, indem man quasi aus den Entscheidungen des vorherigen Modells Training betrieben hat. Und ich könnte mir vorstellen, dass eine der Möglichkeiten, solche Daten zu nutzen, wie Meta sie hier erhoben hat, wäre natürlich auch, um die eigenen Systeme zu trainieren. Es könnte auch sein, dass sie einfach nur schauen wollten, wie gut sind sie im Vergleich zur Konkurrenz. Vielleicht auch, um in Anhörungen vom Kongress oder so sagen zu können... Irgendwie bei Character AI ist es noch viel schlimmer oder bei Chat-GBT. So böse sind wir doch gar nicht. Man weiß es nicht. Aber auf jeden Fall hat man Leute bei der Firma Covalent damit beschäftigt, sich als Minderjähriger auszugeben und Chatbots in irgendwelche anzüglichen Gespräche zu bringen. unter anderem zu fragen, ob es total normal ist, wenn man Bock hat, die Kinder seiner Nachbarn aufzuessen und ähnliche geschmackvolle Interaktionen. Apropos geschmackvoll, es ist eine neue Studie rausgekommen von der Gesellschaft für Freiheitsrechte, die mal versucht hat, so gut es geht, rechtlich zu überprüfen, wie erfolgreich ein AfD-Verbot derzeit wäre. Und man kommt zu dem Schluss, dass die AfD quasi in Gänze verfassungswidrig ist. Das heißt nicht, dass jeder Einzelne in der AfD jetzt irgendwie ein Verfassungsfeind ist, aber dass die Partei sozusagen als Organ insgesamt als Verfassungsfeind widrig eingestuft werden könnte. Das liegt unter anderem daran, oder man erwähnt es sozusagen als Highlights, dass man unter anderem deutsche Staatsbürger ausbürgern möchte, mit migrantischem Hintergrund natürlich, dass man die politischen Gegner verfolgt, beziehungsweise deren Verfolgung ankündigt, die Rechte von Muslimen einschränken möchte. Abschiebung ohne Grenzen, dass irgendwie trans Menschen die Existenz abgesprochen wird. Dies und das, also die Gesellschaft für Freiheitsrechte ist relativ überzeugt, dass das erfolgreich wäre. Ich glaube, es ist auch einigermaßen gut nachvollziehbar. Das Problem ist natürlich, dass es inzwischen nicht mehr so einfach ist, diese Partei zu verbieten. Nachdem sie jetzt in einzelnen Bundesländern irgendwie von 30, 40 Prozent der Bevölkerung eventuell gewählt wird, ist es glaube ich eine ganz andere Diskussion, ob du die Konsequenzen aus so einem Gutachten jetzt auch umsetzen kannst. Also ich glaube, darüber zu berichten und immer wieder diese wirklich widerlichsten Äußerungen, die da getroffen wurden von einzelnen Leuten, in die Erinnerung zu bringen, gerade wenn Wahlen vor der Tür stehen, das halte ich für richtig, auch den Fakt zu betonen, dass nach der Einschätzung der Gesellschaft für Freiheitsrechte, dass die Partei als verfassungswidrig einzustufen wäre, Aber daraus jetzt ein Verbotsverfahren zu schließen, würde natürlich die Partei in die einzigartige Situation versetzen, dass sie sich insbesondere im Vorfeld der nächsten Wahlen, wie üblich, in so eine Art Märtyrer- oder Opfernarrativ begeben können, sich als vom Staat Verfolgte profilieren würden und das wahrscheinlich sogar im kontraproduktiven Sinne. Effekt hätte, befürchte ich. Deswegen glaube ich, bin ich zumindest inzwischen auch kein Fan mehr von einem Verfurtsverfahren, auch wenn ich der Meinung bin, dass die Partei unheimlich gefährlich ist für unsere verfassungsmäßigen Rechte. Aber dafür ist das Momentum oder der richtige Zeitpunkt, glaube ich, leider so ein bisschen verpasst worden. Und jetzt muss man sie halt politisch bekämpfen und versuchen einfach wieder gute Politik zu machen. Was unter anderem mit der Rentenreform, möchte ich auch gerne mal loben, sollte die jetzt so durch den Bundestag kommen, einigermaßen unverändert, ist es eigentlich ein gutes Beispiel, wie sich die derzeitige Koalition zusammengerafft hat, um mal eins der wichtigsten Probleme als das zu bezeichnen, was es ist, B, Kompromisse zu machen, was die Aufgabe von Politik ist und C, und das finde ich das Wichtigste, das dann auch als Fortschritt und Erfolg zu verkaufen und nicht einen Tag später schon wieder Wert darauf zu legen, zu sagen, was die Gegenseite falsch gemacht hat, was man eigentlich gar nicht möchte und so weiter, sondern zu sagen, das ist ein Kompromiss, wo wir nicht 100% gut finden, aber den wir unterschreiben können, wenn wir unsere Forderungen kommen. So sollte Politik funktionieren. Ich glaube, wenn das regelmäßig passieren würde, würde Und irgendwie die Leute, die aus rassistischen, xenophoben Motiven der AfD wählen, die kriegst du damit vielleicht nicht eingefangen, aber die, die aus purer Frustration mit der derzeitigen Politik der anderen Parteien wählen, ich glaube, davon könnte man teils Leute wieder zurückgewinnen, wenn man schafft regelmäßig die wichtigsten Probleme. Also... demografischer Wandel, also Rente, Altersvorsorge, Verteidigung. Wie setzen wir unsere Wirtschaft wieder auf vernünftige Füße? Wenn man da gute Reformen und Ansatzpunkte finden würde, glaube ich, täte das dem Vertrauen in Politik insgesamt unheimlich gut. Und dann noch ganz kurz eine letzte News, die jetzt gerade eben nochmal reingekommen ist. Und zwar hat das Department of War unter Pete Hackfess wohl ein neues Defense Board Defense Policy Board etabliert und unter anderem, also auf Position 1, und das ist vielleicht dem Alphabet geschuldet, erscheint da Mark L. Andreessen, also der Gründer von Andreessen Horowitz und einflussreiche US-VC, der auch relativ öffentlich ins Trump-Lager gewechselt ist. steht jetzt, steht nicht vor, ist die falsche, aber nimmt Teil am Defense Board. Ist natürlich nicht problematisch, dass jemand, der regelmäßig jetzt in Defense Companies investiert, da auch in dem Defense Policy Board quasi mit integriert ist. Andreessen hat ja sogar einen spezialisierten Fonds, der American Dynamism genannt wird, so als Thema, als Topic aufgesetzt, wo man viel in Verteidigungsluft- und Raumfahrtsunternehmen investiert. Da drin sind unter anderem Enduril, Zeronic, Shield AI, Epirus, das sind Hadrian, das sind jetzt die mir, die ich schon mal gehört habe zumindest, Also da wird der Bock mal wieder zum Gärtner so ein bisschen gemacht oder beziehungsweise darf Marc Andreessen bald in Zukunft mit Berat schlagen, welche seiner Firmen die Defense Contracts bekommen oder wie die Defense Strategy der USA aussieht.
Also der neue David Sachs.
Fairerweise ist bei der NATO in Europa ja gar nicht so viel anders, wenn man vergleichen möchte.
Gut. Habt einen schönen Mittwoch. Wir hören uns wieder am Samstag.
Bis dann. Peace. Ciao, ciao.
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