Doppelgänger Folge #577 vom 7. Juli 2026

Uber für Akademiker: Mercor auf $2 Mrd. ARR in unter 3 Jahren | Gutscheine für Compute à la Peak-Quick-Commerce | Threads überholt X #577

Microsoft entlässt tausende Mitarbeiter. Verteilen die großen KI-Labs Compute-Gutscheine an Startups, um sie von chinesischen Open-Source-Modellen fernzuhalten? Der Reinforcement-Learning-Marktplatz Mercor knackt in unter drei Jahren 2 Milliarden ARR. Der Trump-Coin hat Kleinanleger nach NYT-Berechnung 3,8 Milliarden gekostet, während Trump-Familie über 2 Milliarden rausgezogen hat. Threads überholt X bei 500 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Die BBC deckt auf, dass Instagram in Indien Werbeanzeigen für CSAM-Material zugelassen hat. XAI wird zu SpaceX AI umbenannt. SpaceX-COO Gwynne Shotwell spendet SpaceX-Aktien in die Trump-Accounts. Ein DeepMind-Entwickler portiert Command & Conquer via Claude Code in 40 Minuten aufs iPad. Zum Schluss: KI-Nutzung treibt einen Gründungsrekord bei deutschen Startups, 20 neue Firmen pro Tag im ersten Halbjahr.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Intro

(00:06:58) Microsoft-Xbox-Layoffs

(00:08:14) KI-Giganten verschenken Compute

(00:13:36) Tencent Hy3

(00:15:51) Mercor auf 2 Mrd. ARR

(00:19:38) Trump-Coin: 3,8 Mrd. Verlust

(00:22:09) Threads überholt X

(00:28:58) Instagram-CSAM-Ads in Indien

(00:34:32) Musks Bromance

(00:38:15) XAI wird SpaceX AI

(00:39:21) Shotwell spendet für Trump-Accounts

(00:44:18) Command & Conquer via Claude Code

(00:48:08) KI-Gründungsrekord in Deutschland


Shownotes

Microsoft entlässt 9.000 Mitarbeiter, vor allem bei Xbox - theverge.com

KI-Giganten verschenken Compute an Startups - wsj.com

Tencent Hy3 unter Apache-Lizenz, halb so groß wie GLM 5.2 - venturebeat.com

Mercor knackt 2 Mrd. Umsatz nach unter drei Jahren - theinformation.com

Trump-Coin: 3,8 Mrd. Verlust bei Kleinanlegern - nytimes.com

Threads überholt X mit 500 Mio. MAU - nytimes.com

BBC: Instagram bewirbt Kindesmissbrauchs-Material in Indien - bbc.com

WaPo: Musks Bromance mit anonymem @xfreeze-Account - washingtonpost.com

XAI wird zu SpaceX AI umbenannt - businessinsider.com

Gwynne Shotwell spendet Aktien in Trump-Accounts - xcancel.com

Command & Conquer via Claude Code in 40 Min. aufs iPad portiert - the-decoder.com

KI treibt Gründungsrekord deutscher Startups - zeit.de


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 577 am 8. Juli 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere seit sechs Jahren mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Happy Birthday to us. LinkedIn hat mir gesagt, dass wir sechs Jahre jetzt diesen schönen Podcast machen. Hast du eine Kerze angemacht für uns?
Mir war das nicht mal bewusst, dass wir ein Datum haben, ehrlich gesagt. Aber sechs Jahre. Ich freue mich.
Folge 577. Irgendwann hat es angefangen. Und ich habe mir überlegt, was wohl passiert wäre, wenn man 10.000 Euro in einen ETF-Sparplan gesetzt hätte am 06.07.2020. Was denkst du, wie viel Geld wäre es jetzt? Einfach nur 10.000 Euro ohne Sparplan.
Kommt drauf an, welcher MSCI World. Vor sechs Jahren hätte man sein Geld verzweieinhalbfacht.
Also 140 Prozent, was? Ja, 24.000 Euro.
Sehr gut gerechnet. 150 Prozent ist genau richtig.
Ja, super, super, super.
Ich kann rechnen. Es war educated guessing, aber ich bin erstaunt, wie nah dran.
Und jetzt Sparplan. Wenn du zusätzlich 200 Euro im Monat Sparplan gemacht hättest.
Sag mal, welches Datum haben wir angefangen?
6.7. Vor 6 Jahren.
Ja, Cloudflare hätte man für siebenfach.
Und man noch keine 10x DNA.
Ja, fehlt mir einfach.
Also, jetzt mit Sparplan 200 Euro im Monat? Also 10.000 Euro einmal reinzahlen und dann jeden Monat 200 Euro Sparplan. Wo würdest du ankommen?
Also ich mache trotzdem einmal 10.000 und dann nochmal 200 pro Monat? Über sechs Jahre. Genau. Das sind 72 Monate. So rund 40.000. Ne, ein bisschen mehr.
47.000. Sehr, sehr, sehr, sehr gut. Also mach den Stab ab. Nun habe ich mir aber gedacht, es gibt ja jetzt hier die ganzen Crash-Propheten und so.
Also man hätte dann aber auch 25 eingezahlt. Das musst du schon dazu sagen. Aber ich hätte 20 gewollt, ja.
Aber 200 Euro im Monat, das kann man ganz okay, das kriegt man schon hin. Machen oder nicht machen, ist da eigentlich nicht mehr die Frage. Aber jetzt gibt es ja die letzten Wochen diese ganzen Crash-Propheten. Also ich kann mein Feed gar nicht mehr aufmachen, ohne dass mir irgendwann sagt, jetzt ist es bald vorbei. Und wir haben in den Jahren jetzt, seit wir den Podcast machen, das beste Jahr waren 32,5%, MSCI World. Das schlechteste Jahr war dann ein Jahr danach, 2022, minus 13,5%. Und ich habe hier recherchiert, also so bei richtigen Crashs, da geht es auch schon mal so 50% runter bei MSCI World oder 30%. Corona war 30%, .com war so ein bisschen mehr als 50%. Wenn ich hier so meinen Grundschul-Mathematik-Kurs mache, könnte man sagen, man hört jetzt mal kurz auf zu tanzen, also macht den Sparplan nicht mehr oder geht sogar komplett raus, weil man annimmt, Die nächsten zwei Jahre macht es irgendwann mal und 50% ist weg. Also ich könnte jetzt annehmen, im Schnitt 13% machen. Also aus 10.000 mache ich irgendwie 11.500 und dann 13.000 in zwei Jahren. Also so 3.000 Euro. Aber wenn ich da die 30% von verliere, habe ich ja weniger als vorher. Also ist das rational sinnvoll oder einfach Augen zu, weiter Sparfladen, egal?
Dann bist du halt ein aktiver Trader. Also dann versuchst du den Markt zu timen. Also du glaubst, du kannst vorhersehen, wann die Einstürze kommen. Kann auch sein, dass du den größten Hype-Zyklus der Geschichte verpasst und die Börse sich nochmal verdoppeln wird. Ich sage nicht, dass es wahrscheinlich ist, dass es sich verdoppelt, aber es ist auch ein Szenario. Eigentlich spart man deswegen weiter.
Also immer weiter tanzen?
Also wenn ich irgendwann mal das Gefühl habe, es ist jetzt wirklich zu crazy. Es gibt viele Anzeichen für Übertreibung. Wir versuchen die immer wieder zu erwähnen, wenn wir von Exzessen sprechen. wie wenn Nvidia Bürgschaften für Startups ausspricht, die dann ihre eigenen Chips kaufen, also die von Nvidia und Nvidia sie am Ende eventuell selbst betreiben würde. So diese Beispiele gibt es alles, aber im Moment bräuchte es glaube ich ein Black Swan, um das zum Einstürzen zu bringen, also irgendein unvorhergesehenes Event, das kann auch immer passieren, aber Ich sehe alle noch nicht bullish genug, also sofern es immer mal wieder die Luft ein bisschen rausgelassen wird. Es gibt viele Skeptiker. Der Markt ist überkauft, aber auch nicht komplett überkauft. Gleichzeitig ist es so Margin Debt, also Zocker auf Pump ist auf dem Höchststand. Das ist sicherlich auch ein Anzeichen, was vor allen Dingen für einen schnellen Crash sprechen wird. Ich würde die Strategie nicht ändern. Änderung meiner auf jeden Fall nicht, sondern ich versuche in dieser Zeit jetzt Geld zu verdienen.
Auch nicht, wenn Jim Cramer twittert, dass er sagt, man sollte Nvidia weiter kaufen?
Ja, das ist das Gefährlichste eigentlich, dass der gestern oder am Montag getwittert hat, dass Nvidia für ihn ein Kauf ist. Das könnte schlecht. Der ist ja so ein bisschen das Inverse-Orakel. Aber gleichzeitig, die Hyperscaler, wenn du dir die Multiples von Amazon, von Microsoft, von Google anschaust, von Meta, sind relativ günstig. Das heißt relativ, aber sie sind jetzt auch nicht an historischen Höchststand, obwohl sich teilweise das Umsatzwachstum beschleunigt.
Also noch abwarten.
Aber du kannst doch dein ganzes Geld auf die hohe Kante legen und dann versuchen, nach einem vermeintlichen Crash einzukaufen. Aber dann glaubst du halt, du bist schlauer als die Märkte. Ich glaube, was bestimmt sinnvoll ist, ist vielleicht so eine 20% Cash-Position mal irgendwann aufzubauen, dass man für den Fall, dass es mal eine Korrektur gibt, vielleicht die Chance hat, nachzukaufen. Das hat sich historisch eigentlich immer... dass das super wertvoll ist, wenn man dann Cash hat, wenn man kein anderes hat, wenn man dann wirklich Schnäppchen machen kann, ob im Private Market oder an den Börsen. Das fände ich nachvollziehbar, aber ansonsten...
Lass uns in die News einsteigen. Wir fangen mit Microsoft an. Da werden ein paar Leute rausgeworfen bei Xbox. Das ist jetzt ein normaler Layoff, kein AI-Layoff, oder? Ja.
Ich glaube, es wird wieder auf KI geschoben, angeblich. Aber es sollen knapp 5000 Leute gehen, nachdem zuvor schon mal doppelt so viele entlassen wurden. Das ist gemessen an der Gesamtarbeitskraft von Microsoft, aber dann letztlich nur in Anführungsstrichen zwei Prozent. Also Microsoft beschäftigt fast 200.000 Mitarbeiter. Das heißt, 5000 Leute sind dann entlassen. Instagram gar nicht so viel, aber hauptsächlich bei den Xbox-Studios räumt man auf. Sie sagen, sie werden nicht replaced by AI, aber dann müssen sie erklären, warum sie die sonst entlassen müssen oder wollen. Aber ich glaube, wenn wir jetzt mehr sehen, dass Leute einerseits entlassen werden und gleichzeitig an anderer Stelle wieder eingestellt wird, weil ich glaube, es gibt viele Business-Units, wo man Leute braucht.
Und dann wirklich in die AI-News. Du hast einen Artikel geteilt, das fühlt sich an wie Quick-Commerce. Es gibt Gutscheine und zwar die AI-Giants geben Gutscheine aus, dass man doch bitte bei ihnen die AI arbeiten lässt. Ist das ein Anzeichen, dass es die ersten Wachstumsschwierigkeiten kriegt? Also merken die, dass die chinesischen Modelle...
Ja, also zum Kontext gehört es auf jeden Fall dazu, die Open Source-Modelle aus China. Also was das Wall Street Journal schreibt, ist, dass die großen KI-Labore zumindest für Startups solche Credits ausgeben. Also man kriegt quasi Gutschriften für Token-Consumption als Startup. Das ist jetzt nicht komplett untypisch. Die Google-Cloud-Plattform hat das zum Beispiel schon länger gemacht, nicht nur für KI, sondern insgesamt für Cloud-Anwendungen. Also man versucht, schnell wachsende Firmen, die eventuell in mittlere bis große Kunden wachsen könnten über die Zeit, früh an die Firma zu binden, indem man dann, wenn das Geld noch besonders knapp ist, also nach der Gründung der Firma, ihnen bis zu niedrig siebenstelligen Summen an Rechenleistung zur Verfügung stellt. Die Kosten dafür, also wenn ich jemandem drei Millionen Credits gebe, ist der eigene Erstehungspreis vielleicht die Hälfte davon. Also die Kosten dafür sind nicht ganz so hoch wie das, was das Startup dann nominal empfängt, weil man es natürlich selber günstiger herstellen kann. Aber wie gesagt, das ist gar nicht so untypisch, dass es jetzt eben KI-Tokens sind, die man geschenkt bekommt von den großen Laboren, dass es... Schon etwas neuer. Und ja, ich glaube, es ist schon damit, die Startups nicht aus Geldnot früh an Open-Source-Modelle denken oder an chinesische Modelle, sondern auch mit kommerziellen Modellen, mit Gemini oder LGBT-Modellen. oder Claude beginnen können. Ich glaube, es macht total viel Sinn, ehrlich gesagt. Beziehungsweise, ob das Sinn macht, sieht man, wenn man weiß, wie viel dann früher oder später wirklich switchen bzw. bleiben im System und wie viel dann doch rausswitchen, sobald die Uhr tickt oder das Geld bezahlt werden muss. Aber um eine Art von Login zu schaffen, um die Leute an die eigene Plattform zu binden, zu gewöhnen, ist das, glaube ich, eine legitime Maßnahme. Und gemessen an dem, was später, wenn man dadurch wirklich einen langfristigen Kunden gewinnt, an Umsatz blüht, ist es wahrscheinlich auch finanziell zu rechtfertigen. Also ich glaube, dass mehr als 20% der Startups dann am Ende doch auch dort bleiben. Und dann hätte sich das wahrscheinlich... Gelohnt, wenn man überlegt, wie teuer es auch sonst ist, Cloud-Kunden zu finden, insbesondere große und schnell wachsende, die dann ja auch das entsprechende Revenue-Wachstum mitbringen am Ende.
Aber was ist denn der richtige Login bei denen? Ich bin immer noch der Meinung, man kann von LM switchen wie bei Streaming.
Es kommt auf die Anwendung an. Es gibt welche, wo du im Hintergrund das Modell einfach umswitchen kannst. Es gibt sicherlich auch welche, die eine gewisse Präferenz für Cloud haben. Cloud funktioniert halt zum Beispiel in dem Coding-Kontext ein bisschen besser und ist stark darauf auch optimiert. Codex genauso von OpenAI. Ich nehme an, man versucht dann in der verbleibenden Zeit auch eben Ökosysteme darum aufzubauen. So wie bei den großen Hyperscalern könntest du ja auch sagen, nichts ist austauschbarer als Compute. Aber es sind halt die Applikationen in der Cloud, also du kaufst die Rechenzeit oder die teilweise auch nur Hosting-Kapazität, Aber was du dann drumherum bekommst an Anwendungen, Irgendwie die Cloud-Front, die Cloud-Play-Alternative von Amazon, die Datenbanken, die zur Verfügung stehen, die Datenbanktechnologie. Das unterscheidet sich halt alles ein bisschen und arbeitet alles ein bisschen besser oder schlechter mit anderen Dienstleistungen vielleicht auch zusammen. Und so versucht man sich halt zu differenzieren, beziehungsweise so ein Gesamtökosystem oder Operating-System zu schaffen, was dann nicht ganz so einfach austauschbar ist. Vielleicht gleichzeitig gibt es dann wieder Services, die versuchen, diese Austauschbarkeit besonders zu reduzieren. einfach herzustellen. Also ich glaube, it depends so ein bisschen.
Ich habe das Gefühl, es gibt immer mehr, die zu Open Router dann irgendwie schauen, wie sie sich austauschen können. Also die guten Sachen lässt du von den guten LLMs machen und die einfachen Sachen lässt du halt im Hintergrund und optimierst auf Kosten.
Es gibt definitiv, also sagen wir mal, du willst... Standard-Mahnungen generieren lassen, also du hast Rechnungsdaten und lässt die Mahnung automatisch generieren oder so. Ob das überhaupt sinnvoll ist, mit KI zu machen, ist eine andere Frage, aber nur als Beispiel. Da ist es wahrscheinlich vollkommen egal, was du nimmst. Da wärst du wahrscheinlich sogar schlau und lokal gehostet, das Open-Source-Modell zu nehmen am Ende und gar nicht mehr über die Cloud zu gehen. Aber es gibt so verlängerte Werkbank-Eselsarbeit, die man machen kann. Es gibt aber auch Sachen, die vielleicht Customer-Facing sind, die Kommunikation sind, die eigene... eigene Produktivität sind, also Software-Erstellung, Business-Prozess-Optimierung. Da willst du vielleicht das Leading-Model haben und eins, was immer besser ist und sich relativ konsistent verhält.
Dann geht es ab nach China, zu Tencent.
Ja, genau. Wir haben gerade schon darüber gesprochen, über die quasi bedrohene Maschine. Und mit Tencent ist jetzt ein weiterer Player in die chinesischen Frontier-Models eingedrungen. Und zwar hat Tencent sein eigenes Modell Hi3 unter Apache-Lizenz gestellt und offen gemacht. Das soll relativ nah an GLM1 rankommen, also den Vorgänger von Zipo oder ZAI. Eventuell sogar Richtung 5.2. Das ist noch nicht ganz zu Ende evaluiert. Da wartet man jetzt noch auf die Ergebnisse von Artificial Intelligence Analysis und anderen Diensten. Aber es soll höchstwahrscheinlich ein Modell sein, was man als Frontier-Modell bezeichnen kann, also was ganz vorne mitspielt. Inzwischen kommen eigentlich wöchentlich fast täglich neue Modelle aus China, die alle sehr weit vorne mitspielen. Es wirkt fast, als wäre es ein statistisches Problem, wann das erste Mal so ein Leap Forward macht und vielleicht sogar stärker wird oder besser wird als die geschlossenen Modelle aus dem Westen. Gerade wenn man überlegt, was China vielleicht auch an Daten zur Verfügung hat. Wir werden sehen. Also dieses Decoupling ist schon eine Gefahr, glaube ich, dass China irgendwann nicht nur günstiger wird, sondern eventuell in einzelnen Bereichen auch besser wird. Wobei man dafür eigentlich neue Forschungsansätze bräuchte, weil sie werden es mit Hardware nicht schlagen können. Daten, könnte man sagen, gibt es in China mehr. Gleichzeitig sind die natürlich nicht ganz so wertvoll, weil wenn die nicht in englischer Schrift sind, ist es wahrscheinlich schwerer, damit quasi so eine Art internationaler Intelligenz zu entwickeln. Oder universelle Intelligenz ist vielleicht das bessere Wort. Aber ja, es braucht vielleicht nur einen Durchbruch bei der Architektur der Modelle oder ein neues Herangehen, ein neues System. Und dann könnte es schon passieren, wenn man sieht, wie knapp sie dran sind. An den besten Modellen ist es zumindest nicht ausgeschlossen.
Und mit Daten hast du eigentlich die perfekte Überleitung?
Genau. Und zwar berichtet die Information exklusiv, dass das Startup Mercor, das sind die, wo man Experten mieten kann, um die eigene KI zu schulen, zu verbessern durch Reinforcement Learning. Also da kann ich Investmentbanker, Ärzte, Physiker, was auch immer quasi mieten stundenweise, die dann den Output meines LLMs verbessern oder raten. Und wir haben damals noch berichtet, dass die Bewertung doch ganz sportlich ist für so ein besseres Mechanical Turk für Uni-Abgänger. Und inzwischen soll man wohl bei über zwei Milliarden Umsatz liegen. Das Startup ist keine drei Jahre alt. Wahrscheinlich einer der schnellsten Wege zu zwei Milliarden Umsatz, könnte man sich vorstellen. Also wahnsinnige Geschwindigkeit. Und es zeigt so ein bisschen, wie stark auf der Datenseite auch investiert wird. Das war also eine meiner Hypothesen letztes und dieses Jahr, dass eigentlich noch viel zu viel in Hardware gesteckt wird und vergleichsweise zumindest viel zu wenig in Datenqualität. Merkers größte Konkurrenz, Handshake, macht wohl auch schon eine Milliarde an Umsatz, also halb so viel wie Merker. Relativ unbekannt, aber ist auch schon bei einer Milliarde Umsatz. Fairerweise muss man sagen, dass der Marktplatzumsatz, also der Innenumsatz, das Net Revenue ist ungefähr ein Drittel da. Davon das andere ist das, was sie auch wieder an Experten auszahlen. Dann, wenn man das so sieht, dann ist es schon wieder gar nicht mehr so beeindruckend. Vielleicht auch. Aber es zeigt, dass hier wirklich Milliarden inzwischen in neue Daten, bessere Daten, exklusive Daten, aufgeräumte Daten, verbesserte Daten investiert wird. Und das ist, glaube ich, ein großer Trend. Ich bin gespannt. was wir noch für Apps sehen würden. Also eigentlich müsste man ja so eine Art Game bauen, wo Leute sowas wie, wie hieß das damals? Dieses Pokémon-Game. Oder Ingress. Also wo Leute durch die Interaktion mit einem Spiel, lass es ein Quiz sein oder so, ständig den Output von KI-Modellen replacen. Das ist die Frage, wie man das schlau bauen muss, was der beste Gamification-Ansatz wäre. Aber eigentlich möchte man ja massenhaft Daten hochautomatisiert generieren und dafür bräuchte es fast so ein Game. Ansonsten, die Leute mal zu bezahlen, ist natürlich auf Dauer relativ teuer. Gemessen am Gesamtumsatz der KI-Labore ist es aber schon zu rechtfertigen, natürlich mehrere Milliarden da reinzustecken, wenn man bedenkt, dass insgesamt fast eine Billion in Hardware gesteckt wird nächstes Jahr.
Meinst du, in unserer Hörerschaft gibt es Leute, die bei Merkur so für 100 Dollar die Stunde irgendwelche Sachen machen? Ich würde ja gerne mal verstehen, was man da so macht. Vielleicht muss ich mich mal bei Management und Strategy konsultieren. Kann ich das machen als MBA?
Kannst dich ja mal anmelden und gucken, was du... Ja, vielleicht ist das auch kaputt. Mal gucken. Ja, melde dich doch mal an. Bei Merkur.
Ich würde lieber wissen, also falls ihr Erfahrungen habt, schreibt uns mal an podcast.doppelgänger.io Also am Ende ist es ja fast wie Uber fahren für Akademiker.
Ja, 100 Prozent. Ich meine, es ist auch voll cool. Du kannst das irgendwie bei einer Bahnfahrt machen oder je nachdem, wie viel du sonst verdienst und wie viel deine Freizeit dir wert ist, kann das natürlich ein attraktiver Nebenverdienst sein. Also zwei Stunden in der Bahn arbeiten und dann irgendwie ein romantisches Essen drin haben, ist doch ein gutes Angebot. Also du musst natürlich noch Steuern drauf zahlen, aber...
Dann schon weit oben im Docket.
Nach einem Drittel sind wir in der Schmuddelecke, diese Folge. Aber es gibt auch noch ein paar gute News am Ende. Und zwar hat die New York Times nochmal zusammengeschrieben, wie viel Geld in Anführungsstrichen Investoren, allein durch den Trump-Coin verloren haben. Und sie beziffern das auf ungefähr 3,8 Milliarden US-Dollar, die von, man muss relativ klar sagen, das ist eine Umverteilung von unten nach oben. Man geht davon aus, dass auch reichere externe Parteien irgendwie das als Korruptionselement genutzt haben. Und dann ist es vielleicht nicht nur von unten nach oben, wobei deren Geld kommt ja im Zweifel dann auch von unten nach oben. Auf jeden Fall hat die New York Times berechnet, dass 3,8 Milliarden quasi von Investorengeldern vernichtet wurde, während man davon ausgeht, dass Trump da nördlich von 2 Milliarden allein rausholen konnte für sich und seine Familie. Insofern hat sich diese Präsidentschaft schon sehr lange für ihn gelohnt. Interessant ist ja auch, dass er früher noch angetreten ist mit Man muss diesen Crypto-Grift und so endlich stoppen. Das war ursprünglich mal eine seiner Aussagen. Inzwischen ist er da wirklich zum Top-Grifter geworden. Es gibt glaube ich kaum welche, die so viel Geld da die Community gekostet haben. Wie Trump selbst in dem Fall.
Glaubst du, er wird da irgendwelche Konsequenzen nochmal für erfahren?
Ehrlich gesagt, nee. Also der wird an seinem letzten Tag sich, seine Familie, seine Getreuen, alle auf Ewigkeiten quasi begnadigen. Und dann hat sich das. Also du kannst dir so vorsorglich begnadigen in den USA, was absurd ist eigentlich, dass du jemandem, der noch nicht mal eine Anklage hat, schon eine Begnadigung ausstellen kannst. Also du kannst ihm letztlich damit Immunität aussprechen.
Wie eine rote Karte einfach annullieren.
Genau, ja. Hat man das belgische Atomprogramm eigentlich schon gefunden und die Bombardierung gestartet?
Nichts hat mich so gefreut, dass die roten Teufel die Amerikaner rausgeworfen haben.
Heute sind wir alle Belgier mal. Ja, finde ich auch eine gute Leistung. Auf dem Sportfeld gegen einen ansteigenden Rasen 4 zu 1 zu gewinnen, finde ich sehr schön. Das kommt in die guten News auf jeden Fall oder ist in den guten News jetzt damit.
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Genau. Wir gehen nochmal... Ich weiß nicht, ob es gute News sind oder schlechte am Ende, aber auch das schreibt die New York Times gerade gut zusammen. Und zwar kartografieren sie so ein bisschen den Aufstieg von Threads. Darüber wird gar nicht so viel geredet hier, aber ich bin immer mal wieder auf Threads. Nicht täglich, ehrlich gesagt, aber wenn ich da bin, finde ich den Content oder die Content-Auswahl, das Machine Learning funktioniert schon echt gut von Meta da. Die Content-Auswahl, es war mir immer ein bisschen zu bubblig im Sinne von, ich hatte da sehr starke Echokammer-Vibes. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass Threads insgesamt zu sehr meine eigene Bubble ist oder dass meine Bubble zu sehr zusammengezogen wird von Meta quasi. Ich fand es ein bisschen einseitig. Gleichzeitig gibt es ja auch Tage, wo das für die Mental Health ganz gut ist, ein bisschen die Sachen zu lesen, die... mit dem man auch übereinstimmt, wobei es prinzipiell was ist, was ich nicht befürworte. Ich möchte natürlich idealerweise was Relevantes aus allen politischen Lagern verstehen. Aber wie auch immer, was New York Times beschreibt, ist also einerseits, dass Threads mit 500 Millionen monthly active users inzwischen X überholt hat oder deren Rekord eingestellt hat, wenn man so möchte, oder sich auf dem gleichen Level bewegt. Und dass es sich zu so einer Mischung aus X und Reddit entwickelt. Also es hat so diesen Community-Charakter von Reddit nachbilden können, dadurch, dass es so topical Communities gibt. Also du kannst sagen, du bist irgendwie bei rhythmischer Sportgymnastik, ist da ein Lebensmittelpunkt oder Birdwatching und dann bist du halt da in deiner Bubble drin. Das macht es so ein bisschen Reddit-like, also da bilden sich Communities. Aber es funktioniert eben auch, wie X, dass du ein relativ starkes Newsfeed hast. Wobei, das ist bei X auch besser geworden, fairerweise muss man sagen. Also du siehst immer wieder diese Dinge, die da als scheinbar Trending-Post dazwischen gespielt werden, die immer aus einer politischen Ecke kommen, zufälligerweise. Aber der Rest des X-Feeds, würde ich sagen, wird auch schon, ich würde sagen, noch besser. Also ich habe das Gefühl, dass die ersten Sachen, die mir angezeigt werden, wenn ich die Sachen... die ich nicht folge, da mir rausdenke, sind die Sachen, die auch früher drin gewesen wären, eigentlich besser sortiert, habe ich das Gefühl. Also das Relevante ist relativ weit oben. Aber wie gesagt, die Zweitschaft ist auch sehr gut und hat mit einer halben Milliarde Nutzer, kann man auf jeden Fall sagen, nach drei Jahren schon einen Erfolg und glaube ich einen ernstzunehmenden Ex-Konkurrent. Ich glaube, wenn einem Ex aus irgendeinem Grund zu hostile ist, zu feindlich, zu ungehobelt, Dann ist Threads erstmal eine Alternative, wobei, das ist was, was mir auch auffällt, der Ton verschlechtert sich schon auf Threads. Das habe ich zunehmend wahrgenommen. Was habe ich denn neulich mal gepostet?
Irgendwas zur AI.
Da habe ich etwas Positives über KI gepostet. Und da habe ich etwas erlebt, was mir bei Threads vorher nicht aufgefallen ist. Nämlich, dass es erheblichen, also auch sehr... Respektlosen, also du musst jetzt nicht irgendwelchen Voraussagen Respekt vor mir haben, aber den Grundrespekt, den man vor jedem haben sollte, habe ich so ein bisschen vermisst. Das hat, glaube ich, aber auch einerseits mit der Kernaudience von Threats zu tun, dass das teilweise auch KI-Gegner sind oder dass mehr und mehr Leute in den USA glauben, sie könnten die Verlierer von KI sein und deswegen sich eine relativ starke KI-Opposition bildet. Und um darauf zurückzukommen, was du am Anfang unserer Episode gesagt hast, nämlich, dass wenn du auf LinkedIn gehst, was ist da eigentlich los mit den KI-Skeptikern und was weiß ich, da ist der Umgangston ja auch rauer. Und das beobachte ich in den letzten vier bis acht Wochen auch extrem, dass wir jetzt die gleiche Polarisierung, die wir in vielen anderen Ecken von Politik haben, Kulturkampf, Pipapo, dass wir die jetzt gerade bei KI haben. Also gefühlt musst du dich entscheiden, ob du KI-Doomer oder KI-Accelerator oder Optimist sein möchtest. Und da gibt es zwei ganz starke Pole, die sich ausbilden. Also die einen wollen unbedingt sagen, das ist alles eine Riesenblase und Bullshit und KI kann eigentlich gar nichts. Und die anderen sind vielleicht auch zu optimistisch und tun so, als wäre die Zukunft noch da. Und natürlich steckt die Wahrheit dazwischen in einem möglichst differenzierten Approach. Darüber haben wir letzte Folge viel geredet. Ich glaube, es gibt eben beide Realitäten. Und man muss einfach mit verschiedenen Leuten reden, dann versteht man, dass für manche Leute ist die KI-Realität lange da und für andere wird sie auch in fünf Jahren noch nicht da sein. Und das heißt nicht, dass einer von den beiden Unrecht hat, sondern dass es einfach verschiedene Realitäten gleichzeitig gibt. Aber diese Polarisierung finde ich mega anstrengend, ehrlich gesagt. Also A, weil die Zwischentöne dabei natürlich verloren gehen und B, weil wenn du also, weiß jetzt nicht, ob man mir typischerweise vorwerfen würde, dass ich ein blauäugiger KI-Optimist bin, vielleicht sehen das manche Leute so, aber was da auf Threads, ich muss nochmal gucken, was sich da geschrieben hat, was da die Gemüter so erregt hat. Achso, da ging es darum, das war der Chart von Semi-Analysis, war das, oder wer hat das gepostet, dass die Abschreibungen schon mit Umsätzen reinverdient werden, von Exponential View, genau. Und ich hatte, also ich habe nur diesen Chart gepostet, der quasi besagt, Es wird mehr Umsatz mit KI gemacht, als gerade an Chips abgeschrieben wird. Und die Kurve scheint aufzugehen. Also nicht nur, dass es mehr ist, sondern es wird zunehmend mehr. Und habe das als Bad News for Doomers überschrieben. Und dann gab es irgendwie 60 Antworten darauf, die auf jeden Fall eine deutlich andere Meinung hatten. Ja, fand ich sehr überraschend. Aber vielleicht ist es die Threads, die tendenziell vielleicht sogar left-leaning Threads-Bubble, die da so KI-skeptisch sind inzwischen, dass sie so auf KI-Post abgehen. Aber ich glaube, es gibt eine generelle Polarisierung bei KI. Also irgendein moderierter View, der sagt, Das verbessert sich allmählich, es gibt Nachfrage, das zeigen Zahlen, irgendwie faktengetreu, das Beschreiben, bisschen detaillierend auch, was vielleicht zwei, drei Jahren möglich ist. Und gleichzeitig über Limitierungen reden, sodass es nicht mehr gewollt sein. Du musst entweder dagegen sein und sagen, das ist... kompletter Wahnsinn alles diese Investitionen oder du bist komplett AI-pillt und verkaufst alle anderen für dumm, aber dazwischen wird es gerade zunehmend schwerer und unbequemer zu leben, ist zumindest mein Gefühl gerade. So, wir waren bei Threads, wir bleiben bei Meta.
Ja, aber wir müssen jetzt mal wieder schlechte Nachrichten hören. Es war zu viel Good News von Meta. Jetzt mal wieder zurück zur Realität.
Ja, und das gehört in die Rubrik das Letzte wahrscheinlich. Oder unter die Überschrift Meta being Meta. Und zwar schreibt die BBC, Instagram running ads promoting child sexual abuse material in India, BBC finds. Also der BBC ist aufgefallen, dass innerhalb von Instagram Material, das Kindesmissbrauch zeigen soll, nicht nur auffindbar ist, sondern beworben wird und damit quasi dann Geld verdient wird. Die Anzeigen verweisen auf eine Telegram-Gruppe, wo man dann für unter einen Dollar solches Material käuflich erwerben kann. Jetzt würde mir natürlich immer sagen, ihr habt gar keine Ahnung, wie schwer das ist, sowas zu identifizieren bei so vielen Nutzern. Wir haben dreieinhalb Milliarden Nutzern. Das dauert halt auch ein bisschen, bis das auffällt. Das ist ja auch alles gut getarnt. Die BBC schreibt auch, dass diese Videos, die Anzeigen, Begriffe genutzt haben wie Rape-Video und Child-Video. Das ist im Zeitalter der KI natürlich unheimlich schwer auszuschließen, dass solche Sachen automatisiert erkannt oder zumindest verlangsamt werden. Naja, also es scheint mal wieder wie was, was eigentlich technisch möglich sein sollte, würde ich sagen. Ich verstehe auch nicht, warum es nicht zumutbar wäre, dass Anzeigen einfach manuell freischaltbar sind. Es ist natürlich im Zeitalter, wo sie immer automatisierter erstellbar werden, schwer. Aber dass du sagst, dass ich bei neuen Accounts ein bisschen besser hingucke, dass ich, wenn was auf Telegram verweist, ich meine, sorry, dann wird es wahrscheinlich kein großer Advertiser mit Relevanz sein, wenn der drei Tage warten muss auf die Freischaltung, ist das vielleicht auch nachvollziehbar. Ich will nicht sagen, dass das die einfachste Challenge der Welt ist oder so, aber es scheint, ich glaube, wenn man da fünf schlaue Leute, die da irgendwie stattdessen im Metaverse und KI mit Alexander Wang bauen, hinsetzen würde, du kannst, also Mit ein paar einfachen Filtern scheint es mir doch, und ich meine, du hast die ganzen User-Meldungen als sozusagen Training-Ground, also die sich sehr schnell was neue Dinge auf... Also ich würde mir ein Dashboard bauen, wo alles, was von Usern gemeldet wird, aggregiert, was sind ähnliche Muster, das lässt du dir von Cloud auswerten, was sind die Muster, was muss ich tun. Verstehe nicht. Es sei denn, man möchte wirklich aktiv damit verdienen, warum man das so langsam macht. Und natürlich hast du immer Falsch-Positives. Also dann wird man Advertiser getroffen, der halt irgendwie eine Babywindel oder ein Baby-Swimsuit verkaufen wollte. Ja, aber dann muss das halt manuell freigeschaltet werden, wenn es ein false positive ist. Der soll es für Review einreichen oder so. Das passiert halt. Ich glaube, Advertiser sind bereit, den Extrameter zu gehen, um ihre Anzeigen zu schalten. Wenn sie dadurch verändern können, dass neben ihren Anzeigen Kindesmissbrauchmaterial verkauft wird. Also ich glaube, Meta macht hier einen furchtbaren Job. Wir wissen ja, was 15% ihres Umsatzes ist oder so, hängt an Scam, Betrug und auch solchen Sachen. Es ist unverantwortlich, es scheint technisch möglich, selbst wenn es technisch aufwendig ist oder manuelle Arbeit erfordert. Sie schaffen es ja auch für alle mögliche KI-Training und so Leute anzuheuern, dann sollen sie es dafür auch machen. Und für mich ist es unerklärlich. Die BBC hat auch einfach neue Accounts nochmal aufgesetzt und nach wenigen Tagen wurden ihnen wieder solche Anzeigen angezeigt, obwohl sie nicht signalisiert hätten, dass sie sich für irgendwelche dieser Materialien interessieren. Die indische Regierung hat darauf Meterleute einbestellt. Wir werden sehen, wie das jetzt ausgeht. Aber ich glaube, es muss einfach Strafen regnen. Und ich glaube, du musst auch die Local Executives, also du musst die Staatsanwaltschaft mal nach Hamburg schicken und die Leute einfach einsacken und ein paar Leute mitnehmen, die dafür verantwortlich sind. Ehrlich gesagt, wenn sowas passiert und gegen geltendes lokales Recht verstößt, Du musst ja irgendwie die Firma dazu zwingen, das durchzusetzen. Das ist ja nicht irgendwie das Plattformprivileg und so, dass sie für Inhalt nicht verantwortlich sind. Für die Werbung, die sie freischalten, sind sie, ich weiß nicht, was ja die gängige Rechtsauffassung ist, aber meiner Meinung nach bist du dafür verantwortlich. Und wie gesagt... Das hier ist kein schwerer Edge-Case oder so. Es sind auffällige Worte. Das hättest du vorher schon irgendwie algorithmisch erkennen können oder durch Pattern-Matching, spätestens im Zeitalter von Machine Learning kennengelernt. Es gibt sicherlich Algorithmen, die man entwickeln kann, die Dinge, die als Rape-Video oder Child-Video überschrieben sind, erstmal als dubios einzuordnen. Und wie gesagt, wenn der Link dann zu Telegram geht, weißt du, Meta kann sofort erkennen, wenn der Link irgendwie zu einer Konkurrenzplattform geht. Wenn du Inhalte auf X oder was weiß ich bewirbst, bin ich mir sicher, dass sie das algorithmisch sofort bremsen können. Aber wenn Werbeanzeigen in dubiose Kanäle gehen, Wie gesagt, ich möchte mal sehen, wie viel der Werbeanzeigen, die auf Telegram münden, am Ende einen legitimen Zweck haben und warum das so schützenswert ist. Wie auch immer, man könnte sich schon lange drüber aufregen, aber es ist auch einfach nur traurig und man darf es auch nicht totschweigen, bloß weil es immer passiert. Es ist ja so ein bisschen wie der Trump-Effekt hier. Und es ist eben auch kein Zufall, dass es immer Meta ist, denen sowas passiert, glaube ich. Wir bleiben in den Abgründen von Social Media. Es geht um eine romantische kleine Männerbeziehung.
Du und Tee?
Zwischen einem einsamen Immigranten und einem Menschen, der laut Berichten der Washington Post noch in Indien domiziliert. Und zwar ist dieser indische Mensch aber zu einem der populärsten Accounts auf X geworden. Und zwar, weil er immer wieder von Elon Musk getweetet, geretweetet wird in dieser kleinen Bromance zwischen ihm und Elon Musk. Und der Trick, wie er es geschafft hat, ins Herz von Elon Musk zu kommen, ist, die Washington Post beschreibt es als Glazing, also dass er quasi... Elon Musk hat kein Haar krümmt, ganz im Gegenteil. Er glasiert ihn mit Lob und ideologischem Beistand, springt auf jedes Thema an, was Elon Musk gerade interessiert. Im Moment ist er damit natürlich bei Immigranten gelandet und versucht, irgendwelche scheinbaren Fakten oder News-Reportings zu finden, oben Immigranten. zu diffamieren, auch das kommt natürlich gut an bei Elon Musk und er schafft es damit überdurchschnittlich oft, beziehungsweise der absolute Top-Retreat, so ein bisschen wie der Doge-Designer oder wie hieß der früher, der Doge-Account, der so oft, ich glaube Doge-Designer, ich weiß nicht mehr. Also er ist jetzt einer, der sozusagen der derzeitige Musen-Account von Elon Musk gewonnen, hat damit allein eine Viertelmillion Follower gefunden und indem er ihm einfach nur ständig nach dem Mund redet und das Talent dafür entwickelt hat, Content zu bauen, der dann eine hohe Like-Liege hat, dass Elon Musk ihn retweetet. Es müsste eigentlich, also da gibt es dann so Comics irgendwie, wie Sam Ortman Geld von OpenAI stiehlt und Elon Musk ist zurückerobert für die Allgemeinheit und Ja, also einfach gesagt, Elon Musk ist der Held, wird geglaced ohne Ende und retweeted ist am Ende, weil es den Anschein erweckt, dass objektive Quellen sozusagen ihn richtig einschätzen. Als Mensch ist vielleicht für das Gesamtpsychogramm von Elon Musk nochmal ganz interessant, was für ein Würstchen er dann doch ist, dass er es irgendwie...
Wie hoch ist die Chance, dass er den Account auch selbst erstellt hat?
Das könnte auch sein. Ich habe mich ja gefragt, ob der Inder eventuell eine Möglichkeit gefunden hat, quasi KI... Also eine KI automatisiert Posts zu entwickeln, die auf die Wahrscheinlichkeit, dass sie retweetet werden, von Elon Musk optimiert sind. Das müsste ja möglich sein, quasi in das Gehirn so ein bisschen reinzukommen und zu überlegen, was wäre in diesem Moment gemessen an den Posts, die er selber gerade gepostet hat, die beste Möglichkeit, da reinzukommen.
Aber wie kriegst du denn die Sichtbarkeit?
Also du musst ja auch irgendwie ins Feed kommen von ihm. Ja, du fragst dich, wie das erste Mal das passiert. Also wir sagen, die... Initial Traction bekommen hat, wird sein Geheimnis bleiben. Vielleicht liest Elon Musk alle seine Mentions, aber das ist eigentlich nicht möglich. Aber vielleicht durch die Echo Chamber, die sich automatisch baut, dass er ihm, wenn du anfängst, ihm nach dem Mund zu reden, dass du dann besonders oft angezeigt hast. Also man fragt sich ja auch, wie Elon Musk auf andere relativ kleine, irgendwie europäische Neonazi-Accounts oder so raufkommt. Naja. Wir werden es nicht erfahren. Ist ja auch nicht mehr so einfach, das zu erforschen, seit die ganzen APIs zu sind. Genau. Dann berichtet Business Insider, dass XAI Geschichte ist. Und zwar wird mit der Übernahme durch SpaceX die Übernahme jetzt sozusagen Und dazu gehört, dass aus X-AI Space X-AI wird. Das muss Elon Musk relativ schwer fallen. Ich glaube, X wäre seine bevorzugte Brand gewesen. Aber die Wahrheit ist, die Brand von Space X ist besser. Das ist eine Firma, die ein vernünftiges Businessmodell hat, die für Erfolge steht, die für technologischen Fortsprung steht, für Innovationen. und definitiv die bessere Brand hat im Vergleich zur X. Und wenn die Vision von SpaceX, XAI, zu eben auch mehr und mehr mit KI zu tun hat, dann ist es wahrscheinlich aus Markensicht und Business-Sicht die schlauere Kombination, XAI und SpaceX umzubenennen. Und genau das hat man jetzt getan. Und damit gehen wir in die, ich würde mal sagen, bewegen wir uns zumindest auf die guten News zu. Und zwar hat auf eben jenem X die COO von SpaceX angekündigt, das ist Gwynne Shotwell, dass sie und ihr Mann Teile ihres Vermögens, also die haben beim SpaceX Börsengang auch einen einstelligen Milliardenbetrag gemacht an Papiervermögen erstmal oder Aktienvermögen und davon wollen sie wohl einen Teil, der nicht näher beziffert ist, zur Verfügung stellen für die sogenannten Trump-Accounts und wollen damit mehr als zwei Millionen Kinder fördern oder ihnen eben Zuwendung geben. Man weiß nicht, ob es am Ende eine ganze Aktie sein würde, dann wären es so rund 300 Millionen US-Dollar. Wäre relativ viel. Andererseits wäre es vielleicht genau das, was sie auch an Steuern zahlen müssen. Und vielleicht ist es von daher opportun, das zu tun. Wie auch immer, kann man nur spekulieren. Prinzipiell, und deswegen sind es gute News, man muss ja sagen, diese Trump-Accounts, würde man den Namen Trump streichen, wäre es zweifelsohne eine gute Sache. Also Kindern, gerade aus unterprivilegierten...
Das ist mit vielen Sachen so im Leben.
Also Kinder, insbesondere aus unterprivilegierten Familien, denen früh eine Möglichkeit am Kapitalaufbau zu partizipieren zu geben, ist glaube ich ein wirklich schlaues Konzept. Das macht sie zu Kapitalisten im besseren Sinne, im besten Sinne vielleicht. Es hat einen gewissen Umverteilungs- Effekt, auch wenn das, was da von oben weggegeben wird, am Ende... Das Krasse ist ja, du kannst den unten ein paar tausend Dollar ins Depot legen, ohne dass das jemand oben signifikant Geld kostet. Das ist wie ungleich das Vermögen verteilt ist. Deswegen ist es für oben keine große Bürde. Deswegen sollte man da trotzdem nicht verurteilen, dass immerhin mal was getan wird. Dass da unten ein paar tausend Dollar ankommen, ist glaube ich schlau. Ich würde mir auch wünschen, dass es sowas für Deutschland gäbe. Ich würde mir wünschen, wenn Arbeitgeber ist im Kampf um im Kampf um Arbeitskräfte da auch konkurrieren und sagen, bei uns gibt es jedes Jahr nochmal 100 Euro von der Deutschen Bank oder von Trade Republic oder von Adidas oder von Mercedes-Benz in euer Kinderdepot. Ich finde das echt eine gute Sache. Die Aktienkultur wird davon profitieren. Wie gesagt, es führt zu ein bisschen mehr Gleichheit. Es führt zu Interesse am Börsenmarkt. Leute lernen auch, dass wenn man zwangsläufig, also du würdest das Geld ja idealerweise bis sie 18 sind blockieren, Und dann lernt man auch zwangsläufig so ein bisschen, dass wenn man lang genug durchhält, auf jeden Fall Geld damit verdient. Das ist schon wirklich eine schlaue Sache, die da, glaube ich, Brad Gerstner von Altimeter, der das mit aufgesetzt hat, Michael Dell, der das unterstützt. Das ist leider alles mit einem hohen Maß an Vetternwirtschaft und so mit dem gewissen Korruptionsgeschmack in den USA verbunden. Angefangen damit, dass es Trump-Accounts heißt und dass Leute sich eben durch die Unterstützung dieser Trump-Accounts dann auch versuchen, Gefallen bei der Trump-Regierung einzukaufen. Das ist sicherlich der negative Effekt, aber trotzdem muss man sagen, glaube ich, dass diese Trump-Accounts was unheimlich, eigentlich ein saugeiles, smartes Instrument sind. Also es fällt mir schwer, da die negativen Implikationen zu sehen. Diese ganzen Donations, die da gemacht werden in die Trump-Accounts, natürlich sind das auch einfach Steuerabschreibungs- oder Steuerverhinderungsoptimierung, ist mir in dem Moment auch egal. Also wahrscheinlich ist es einer der effizientesten Wege, das Vermögen so nach unten umzuteilen an die Kinder, als wenn du jetzt stattdessen die Steuern einnimmst und es dann über den Staat verteilst. ist halt, nimmt sich zumindest nichts wahrscheinlich. Ich will nicht sagen, dass der Staat jetzt dieses Geld komplett veruntreuen würde auf dem Weg oder dass er nicht mal die Hälfte der Leistung erbringen kann, aber Am Ende, wenn große Firmen, große Individuen oder reiche Individuen da, auch wenn es für sie nur ein Prozent ihres Vermögens ist, wenn jeder es tun würde, würde sich schon extrem viel ändern. Wir haben ja letztes Mal vorgerechnet, sagen wir, dass Elon Musk quasi jedem Kind weltweit 1000 Dollar geben könnte und nicht mal 10 Prozent seines Vermögens verlieren würde. Insofern kann man auch loben, dass Frau Schottwell da einen Teil steuerabzugsfähig spendet. Wie gesagt, wie groß der genau ist, sieht man nicht. Ob SpaceX dann in Zukunft ebenso viele Staatsaufträge bekommen wird oder weiterhin so viele Staatsaufträge bekommen wird wie in der Vergangenheit und wie Dell sich das scheinbar sichern konnte mit seiner Spende, werden wir sehen. Aber bloß weil es im Hintergrund eben diese Vetternwirtschaft dahinter steckt, muss es nicht zwangsläufig was ausnahmslos Schlechtes sein, sondern es hat definitiv auch sehr positive Effekte. Dann noch ein bisschen was für unsere KI-Skeptiker und gleichzeitig für Nerds. Und zwar hat es ein Developer von Google DeepMind, also Googles KI-Labor, geschafft, das Computerspiel Command & Conquer General Zero Hour zum iPhone oder iPad zu portieren. Und zwar hat der erste Shot 40 Minuten gedauert. Dann hat er noch ein paar Stunden übers Wochenende daran rum optimiert, also Debugging gemacht, damit es auch wirklich verlässlich läuft. Nach zwei Tagen hat er es geschafft, ein PC-Game komplett aufs iPad zu übersetzen, indem er Cloud-Code dafür genutzt hat innerhalb der Cloud Max Quota. Also er musste nicht tokenbasiert bezahlen, sondern hat Cloud Max genutzt. Das Spiel kann im späteren Spielverlauf trotzdem abstürzen. Das liegt aber eher daran, dass relativ viel Memory gebraucht wird, um das zu spielen und das nicht ohne weiteres funktioniert. Aber das zeigt, wie gewisse Tasks schon super autonom gemacht werden können. Also ich glaube, du bist heute schon da, wo du dir mit Cloud Quota Du könntest dir jeden Tag ein neues Computerspiel entwickeln. Du könntest an einem bestehenden Spiel jeden Tag arbeiten als Nicht-Coder. Du könntest alte Spiele wieder ins Leben rufen. Wenn du Cherrykin nochmal spielen willst auf dem PC oder Civilization 1 nochmal spielen möchtest oder whatever, kannst du dir das eigentlich heute relativ gut nachbauen lassen. Ich erwähne es auch deshalb, weil ich würde sagen, vor drei Jahren bis sechs Monaten Leute sowas noch explizit ausgeschlossen haben. Das heißt immer noch nicht, dass Cloud Code komplette Software-Stacks von Unternehmen eins zu eins ersetzen kann in autonomer Arbeit. Das nicht. Aber das Level an Autonomie steigt, glaube ich, sehr nachvollziehbar immer weiter. Und ich glaube, es ist ein schönes Beispiel dafür, was möglich ist. Das war jetzt hier in dem Fall ein Entwickler, aber ich glaube, es ist auch etwas, was zunehmend eben nicht Entwickler können. Die brauchen dann vielleicht ein paar Loops mehr und müssen ein bisschen mehr Beta testen. Aber es geht ja auch gar nicht darum, was heute möglich ist und was nicht, sondern um die Trajektorie, von wo wir gekommen sind, vor einem Jahr, vor zwei Jahren, vor drei Jahren. Und die Entwicklung zeigt, glaube ich, nur in eine Richtung. Und ich persönlich sehe nirgendwo echte, also teilweise hast du diminishing returns beim Training und so, das stimmt, aber irgendeine Glasmauer, gegen die wir laufen, kann ich nicht so richtig sehen.
Und welches Spiel machst du dir noch ready für die Sommerferien?
wünschte, ich hätte genug Zeit, um noch Spiele zu bauen. Ich bleibe bei meinem Favorite, also bei Civ 6. Ich komme an 7 nicht ran. Vielleicht gebe ich 7 irgendwann nochmal eine Chance. Aber ich bin jetzt in dem Alter, wo man sagt, die neueste Version des Spiels spiele ich nicht mehr, die ist nicht gut. Hätte ich auch mal nicht geglaubt. Wobei, bei Civ gab es schon immer so Sachen, die... Ich glaube, 4 war zum Beispiel auch nicht so richtig. Manchmal greifst du halt eine Generation daneben. Und es ist auch schwer, ein Spiel, was einfach schon sehr komplex und von der Game-Mechanik total schlau ist und schon sehr komplex ist, das noch zu verbessern. Ich würde behaupten, der typische Civ-Gamer will eigentlich nur mehr Challenges, mehr Content haben, irgendwie mehr Karten, Szenarios, Anführer, Nationen, Weltwunder meinetwegen. Du musst halt nicht das ganze Konzept noch mal ändern. Wenn du nicht 100% sicher bist, dass du es besser machen kannst, naja, wie auch immer. Das ist ja kein Gaming-Podcast. So, noch eine gute News für alle Deutschland-Todderer und Doomer. KI-Nutzung sorgt für Gründungsrekord bei deutschen Startups. Tätet die Zeit? Ich glaube basierend auf Informationen vom Startup-Verband oder wer hat das ausgewertet eigentlich?
Ja klar.
Also die kommentieren es auf jeden Fall ganz erfreulich, wie es ihre Aufgabe ist. Im ersten Halbjahr entstanden 3053 neue Firmen. Das sind dann nur die, die als Venture-Kapital finanzierte Startups gelten. Wie ist die Definition da überhaupt? Weil insgesamt entstehen ja mit Sicherheit mehr Firmen. Wie auch immer. Also es sind 20 neue Startups am Tag. Kommt mir fast noch klein vor, ehrlich gesagt, die Zahl. Aber es ist ein Rekord. Es sah lange nicht so gut aus, wenn man das als Indikator nimmt. Ich glaube, es spiegelt wieder, was man auch anekdotisch aus der Branche wahrnimmt, also dass kleinere Teams sich trauen, was zu machen, dass Leute, für die vorher vielleicht auch Software noch eine größere Hürde war oder größere Blocker, dass die es... zumindest zum Prototypen schaffen. Ich glaube, KI ist eine Technologie, die viele Leute empowert und enhanced, also dass man einen Schritt weiter gehen kann, ohne ein großes Team aufzubauen, was nicht heißt, dass man sich mit Cloud-Code irgendwie eine Enterprise SaaS-Software bauen kann. Sicherlich nicht. Irgendwann brauchst du zumindest eine erfahrene Entwicklerin, aber man kommt, glaube ich, weiter und dieses Ich-probiere-einfach-mal ist, glaube ich, deutlich einfacher geworden.
Die beste News aus dem Artikel ist natürlich, dass Hamburg vor München steht. Also mehr Startup-Gründungen in Hamburg als München. Berlin ist natürlich weiterhin noch für eins in Deutschland.
Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, sieht man, dass es da weniger um die Anzahl und Relevanz sind. Da sind schon noch zwei verschiedene Sachen. Ich glaube, die relevanteren Sachen werden weiterhin aus München. Komm, ehrlich gesagt.
Ja, und das war der Punkt, also Anzahl und Relevanz. Ich habe schon das Gefühl, also es werden mehr Sachen ausprobiert, aber ich finde auch, es wird auch mehr Slop produziert. Also es ist halt deutlich einfacher heute zu sagen, baue mir mal eine App, die wie die und die App ist für die und die Nische zum Beispiel.
Ja, ich weiß, was du meinst. Also was ich sehen kann, ist so, dass gerade die Cold Outreach Pitches ganz oft so sind. Ich baue jetzt das nochmal mit KI oder ich will nicht sagen, es befähigt die falschen Leute, sondern im Zweifel ist es ja immer gut, wenn Leute es versuchen. Man kann so früh auch gar nicht sagen, wer richtig oder falsch ist, aber... Man sieht viel, sehr viel das, was auch der Grund dafür war, warum wir in den letzten zehn Jahren viel zu wenig relevante Unternehmen gebaut haben, weil man wieder irgendwas mit KI fünf Prozent besser machen will oder zehn Prozent besser. Es sind nicht die ganz neuen Ansätze, die jetzt kann man mit KI was bauen, was vorher unmöglich ist, sondern es ist eher sowas, irgendwie wir haben Das Unternehmen XXX für Abteilung XXX gebaut, aber jetzt mit KI. Wir haben das Palantir für Dibitorenbuchhaltung mit Hilfe von KI gebaut oder irgendwie solche Pitches. Das finde ich, ehrlich gesagt, noch relativ lame. Aber dafür hat man ja Märkte, die das filtern und entscheiden, was da dann auch wirklich gefundet wird und was funktioniert und was nicht. Wie gesagt, trotzdem sollten die Leute alle gründen. Ich finde es cool, dass man es, es ist ja auch super kapitaleffizient, dass du das eben günstiger probieren kannst. die Shots on Goal irgendwie günstiger geworden sind, ist doch eigentlich ein netter Umstand. Früher hast du halt 10 Millionen verbrannt, um eine Hypothese zu validieren manchmal, weil du erstmal die Software entwickeln musstest, um dann herauszufinden, niemand will sie haben. Heute kommst du, glaube ich, mit weniger Budget weiter, auch wenn die Runden vielleicht trotzdem größer sind und mehr Geld geracet wird. Aber theoretisch kannst du die Ideen viel schneller validieren am Markt, was eigentlich die Gesamtgründerszene effizienter machen sollte auch.
Ja, genau. Ich sehe die einzige Gefahr halt, dass es so günstig ist, Sachen zu machen, dass du halt einfach Sachen machst. Es gibt ja schon, also wenn du hart priorisieren musst, weil du nicht so viele Ressourcen hast, schaffst du es vielleicht, das bessere Produkt zu bauen.
Ja, ich weiß, was du sagen willst, aber gleichzeitig kannst du viel schneller und viel öfter pivoten oder nochmal das Produkt anpassen. Bei Airbnb hättest du am Anfang vielleicht auch gesagt, das ist einfach nur so ein billiger Marktplatz-Shot. Hätte vielleicht auch niemand draufgesetzt. Sie haben ja viele Leute nicht draufgesetzt. glaube ich, eine lange Liste an VCs, die Airbnb gepasst haben und uns nachher einen bereuen, weil es ihnen zu dünn, zu langweilig, zu klein aussah als Markt. Deswegen wäre ich da nicht zu voreilig, ehrlich gesagt. Also was heute Slop sein kann, kann die nächste große Plattform noch sein. Meinst du?
I don't know.
Das wäre eine gute Gründergeschichte.
Vom Slop zum Unicorn. Und damit sind wir wieder in München, in Unicorn City.
Genau, und zwar hat das Fusions-Startup Proxima Fusion eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen, über rund 400 Millionen Euro. Gesamtbewertung damit auf 2,4 Milliarden Euro. Die wollen in Bayern das erste Magnetfusionskraftwerk bauen. Ich glaube, dafür werden auch 400 Millionen nicht reichen, wobei der bayerische Freistaat da bestimmt ordentlich dazu gibt. In Partnerschaft mit RWE wollen sie das wohl machen. Prinzipiell würde ich sagen, gute News. Ich glaube, man sollte weiter Fusionsforschung betreiben. Gleichzeitig glaube ich, dass Fusion nicht geeignet ist, unsere kurzfristigen Energieprobleme zu lösen. Aber es sollte sicherlich ein Weg sein, den man weiter erforscht und wenn man ihn erfolgreich erforscht. Die Frage ist jetzt, wie groß ist die Industrie, die man damit aufbauen kann mit Fusionen? Am Ende sind Elektronen ja schon ein sehr commoditized Produkt, wo es schwer ist, hohe Margen mitzumachen. Aber allein der Zugang zu Energie und grundlassfähige Energie wäre natürlich wertvoll. Insofern ist es, glaube ich, wert, da ein paar Milliarden reinzustecken, meinetwegen, um das zu erforschen. Das passiert ja auch schon mit Wendelstein und den anderen Testreaktoren. Es ist, glaube ich, gut investiertes Geld. Ich glaube, bei Energie sollte man Vielleicht mit Ausnahme von Fossilen wirklich relativ technologieoffen sein. Und wenn irgendjemand es hinkriegt, irgendwann sichere, saubere, günstige Fusionsreaktoren zu bauen, wäre das sicherlich eine große Errungenschaft, um vielleicht langfristig gute Energiepreise zu sichern für Deutschland.
In diesem Sinne, habt einen schönen Mittwoch.
Bis Samstag. Tschüss. Ciao, ciao.
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