Doppelgänger Folge #579 vom 14. Juli 2026

Rotten to the Core: Apple attackiert OpenAI-Kultur | ohne Belege: 200 Ökonomen warnen vor KI-Jobverlust | Nadella warnt vor KI-Daten-Risiko #579

Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen und nennt die OpenAI-Kultur "rotten to the core". Satya Nadella warnt vor der KI-Nutzung durch Unternehmen: Ihr bezahlt nicht nur mit Geld, sondern mit eurem proprietären Wissen. Elon Musk und Sam Altman liefern sich auf X einen Schlagabtausch. Bei OpenAI konsolidiert Greg Brockman die Macht nach Fiji Simos Rücktritt, während die Anthropic-Bewertung am Secondary-Markt in Richtung 1,2 Billionen läuft. 200 Ökonomen und 16 Nobelpreisträger unterschreiben ein "We Must Act Now"-Statement zur KI-Job-Verdrängung. Meta committet weitere 40 Milliarden für sein Louisiana-Data-Center, Gesamtinvestition Richtung 250 Mrd. Shein bekommt grünes Licht für den Hongkong-IPO auf 40 Mrd. Bewertung. Counterpoint zeigt: Smartphone-Markt bricht 11% ein wegen Memory-Crunch. 


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Apple verklagt OpenAI

(00:15:09) Nadella-Warnung

(00:24:53) Altman kontert Musk

(00:26:49) Codex 7 Mio.

(00:29:18) Fable 5 verlängert

(00:31:37) Brockman übernimmt

(00:32:19) Anthropic $1,2 Bio.

(00:34:01) Cursor baut SAND

(00:35:53) We Must Act Now: KI Jobverlust ohne Belege

(01:00:36) Meta Louisiana

(01:02:43) Shein Hongkong

(01:03:46) Smartphone-Einbruch

(01:08:11) Pioneer 3


Shownotes

Apple verklagt OpenAI wegen Trade-Secret-Diebstahl - techcrunch.com

Apple: OpenAIs Hardware-Business rotten to the core - uk.pcmag.com

Nadella warnt vor KI-Daten-Risiko für Unternehmen - techcrunch.com

Sam Altman kontert Elon Musk - xcancel.com

OpenAI: Brockman konsolidiert Macht vor dem IPO - cnbc.com

Anthropic verlängert Fable-5-Zugang bis 19. Juli - economictimes.indiatimes.com

Codex knackt 6-7 Mio. aktive Nutzer - latent.space

Anthropic auf $1,2 Bio. Bewertung am Secondary-Markt - businessinsider.com

Cursor baut SAND als Claude-Cowork-Konkurrent - theinformation.com

We Must Act Now: 200 Ökonomen zum KI-Risiko - wemustactnow.ai

NYT: Ökonomen warnen vor KI-Job-Verlust - nytimes.com

Indeed: Codex-Launch treibt Entwickler-Hiring +15% - hiringlab.org

Meta Louisiana Data Center wird $250 Mrd. - bloomberg.com

WSJ: Shein bekommt grünes Licht für Hongkong-IPO - wsj.com

Counterpoint: Smartphone-Markt bricht 11% ein - counterpointresearch.com

Bild: Thelen sagt Brandmauer schadet Deutschland - bild.de

Bunte: Thelen verliert Millionen wegen Politik-Aussagen - bunte.de

Pioneer 3 launcht - instagram.com

Anne Schwedt: Optionen-Websession bei Ikonista - montagshappen-verlag.de

Übermedien: Grat zwischen Journalismus und Anlage-Tipps - uebermedien.de

NYT: Terrorgruppen wie Boko Haram nutzen KI - nytimes.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 579 am 15. Juli 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und wir fangen mit einer großen Geschichte an. Als wir aufgehört haben aufzunehmen, kam es glaube ich schon so raus, Freitagabend, Nachmittag, Apple verklagt OpenAI.
Was ist da los? Ja, es soll um den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen gehen, der OpenAI mutmaßlich vorgeworfen wird. Das werden natürlich am Ende Gerichte zu entscheiden haben. Dazu muss man verstehen, dass OpenAI in der Vergangenheit ca. 400 Apple-Angestellte aus der Hardware-Abteilung geheiert hat. Also einerseits hat OpenAI ja mit Johnny Ive, dem ehemaligen Apple-Designer, so eine Art Joint Venture gebaut, beziehungsweise dessen Company gekauft, für, ich glaube, 6,5 Milliarden US-Dollar. Und dann, man könnte vermuten, hat Johnny Ive ihm vielleicht auch ein bisschen geholfen zu sagen, wer sind denn die schlauesten Leute bei Apple eigentlich, die wir jetzt feiern sollten, um die Geräte dann auch zu bauen. Also es geht natürlich um die Entwicklung von Wearables, eigenen Geräten bei OpenAI. Vermeintlich daraufhin hat man 400 Leute geheiert von Apple. Und in den USA gibt es relativ harte Regeln, dass du nicht Dein Wissen vom vorherigen Arbeitgeber, also du kannst natürlich generelles Wissen mitbringen, dafür wird man ja auch geheiert, aber alles, was im weitesten Sinne ein Geschäftsgeheimnis sein würde, wie baut man besonders effizient ein Telefon oder sowas, wenn das wirklich proprietäre Technologie ist, Patente, Intellectual Property. dann darf man das mit dem neuen Arbeitgeber nicht teilen. Da sind die Reglementierungen noch mal strenger als in Deutschland, würde ich sagen. OpenAI soll dem aber nicht nur nicht im Wege gestanden haben, mutmaßlich wie gesagt, sondern Mitarbeiter fast so ein bisschen motiviert haben, das zu tun. Also es wird davon gesprochen, dass... Unter anderem, also angefangen hat es mit Tang Tan, der hat vorher bei Apple gearbeitet. Das war so einer, der leitet die Hardwareabteilung bei OpenAI. Und ja, der soll Leute motiviert haben. Es gibt Fälle, wo jemand den alten Apple-Laptop mitgebracht hat und weiter genutzt hat zum Beispiel und seinen Zugang offensichtlich damit verlängert hat. Dann gibt es wohl E-Mails oder Konversationen im weitesten Sinne, wo Tang Leuten gesagt haben soll, also die ja von Apple, seinem ehemaligen Arbeitgeber, geheiert hat, dass sie echte Teile, in Klammern Batterien oder Schaltkreise, mitbringen sollen und so ein bisschen zum Zeigen und Diskutieren. Also sie wurden mehr oder weniger mutmaßlich motiviert, Geheimnisse zu teilen, mitzubringen, zu entwenden. Ich würde davon ausgehen, dass das nicht nur ein Fall wäre, dann würde man sich mehr gegen die Person richten vielleicht, sondern es scheint ein gewisses System... darin gewesen zu sein, sagt zumindest oder behauptet zumindest Apple. Sie sagen, die Kultur bei OpenAI ist, Zitat, rotten to the core, also verdorben bis ins Innerste der Organisation. Ich würde sagen, das ist auch so. Ich will nicht sagen unprecedented, das passiert in einzelnen Fällen immer mal wieder, gerade in kompetitiven Industrien, dass der eine dem anderen die Leute wegheiert, um so ein bisschen den Vorsprung auszugleichen. Dass man da mal erhofft, dass da ein bisschen Technologie und Know-how mit rüberwandert, passiert sicherlich auch, aber das hier scheint von der Systematik her schon eben auch, weil es mit Johnny Ive anfängt, dann Tang Tang. Und am Ende 400 weiteren Mitarbeitern wirkt es natürlich deutlich systematischer. Und Apple ist, glaube ich, auch nicht dafür bekannt, irgendeine haltlosen Claims zu machen. Also ich könnte mir schon vorstellen, dass da viel dran ist und dass Apple damit auch durchkommen will. Was Apple erreichen möchte, ist einerseits Ausgleich des finanziellen Schadens. Das könnte schnell in die Milliarden gehen, in dem Fall, glaube ich, einfach weil... der vermeintliche Schaden bei Apple durch den vermeintlichen Vorsprung in der Technologie relativ groß sein könnte. Insbesondere wenn OpenAI wie geplant 2026 oder Anfang 2027 schon das eigene Produkt rausbringen sollte. Gleichzeitig möchten sie natürlich das Verhalten unterbinden oder ich vermute auch so ein bisschen die Entwicklung eigener Geräte verzögern. Damit uns Zeit gewinnen gegen OpenAI. Nicht in dem Sinne, wie Elon Musk seine Klage gestaltet hat. Also ich möchte eigentlich nur harmvoll Interference machen, dass ich versuche, den Stein in den Weg zu legen, ob ich gewinnen kann oder nicht. Ich glaube, Apple hat hier schon eine große Wahrscheinlichkeit, das zu gewinnen, aber gleichzeitig wäre es natürlich ein netter Nebeneffekt. die Entwicklung bei OpenAI so ein bisschen einzufrieren und zu behindern, weil sie ja eben natürlich im gleichen Markt sind für Variables. Am Ende, man kann es ganz gut nachlesen bei New York Times, bei Axios gibt es eine gute Zusammenfassung. Da kann man sich nochmal schauen, was genau vorgeworfen ist. Grundsätzlich geht es aber um Geschäftsgeheimnisse und dass während Apple quasi so eine So eine Reglementierung, ein NDA hat für Leute, die rausgehen, die kriegen nochmal eine Verschwiegenheitsklausel, eine Checkliste, was sie alles nicht machen dürfen. Und OpenAI scheint mehr oder weniger die Anleitung dafür geschrieben haben, wie man dagegen verstoßen soll. So ungefähr, das sind zumindest die Vorwürfe, die kursieren.
Vor allem Apple ist ja mit das geheimnisvollste Unternehmen. Es gab ja Geschichten, dass jemand einen Job verloren hat, weil irgendwas gepostet wurde oder von der Tochter irgendwas gepostet wurde. Ich kann mich erinnern, als ich meine erste iPhone-App hatte, war ich mal bei Apple und ich kam gar nicht wirklich rein. Ich war in so einem Vorzimmer mit einer Kaffeemaschine und es wurde immer ganz klar kommuniziert, was die Regeln sind, was nicht die Regeln sind und dann hat man hier so einen Fall, wo sogar mutmaßlich irgendwie ein alter Notebook irgendwie mitgenommen wurde und man da auf Daten konnte.
Ja. Das ist schon crazy. Ja, vollkommen richtig. Eigentlich ist Apple ein sehr verschlossenes Unternehmen und ist damit auch relativ erfolgreich. Mit ein paar Ausnahmen, dieser Mark Gurman bei Bloomberg scheint einfach sehr, sehr gute Kontakte zu haben und Der hat jetzt wieder geleakt, dass der nächste Chip 1,5 Gigabyte RAM haben wird. Zum Beispiel der M17 oder was kommt jetzt? Der hat schon wieder ausgefunden, so ein paar Specs vom nächsten MacBook und der nächsten Hardware-Generation. Da gibt es ein bisschen Leaks, aber das ist jetzt auch nichts Schlimmes, wenn man ehrlich gesagt ist. Das ist fast Marketing. Da musst du dich fragen, ob der nicht Informationen zugestochen bekommt, die nicht wirklich wichtig sind, aber so ein bisschen Appetit aufs Produkt machen. Also die Leute schreien ja jetzt schon, wo kann ich meine 4000 Dollar lassen für das nächste MacBook?
Ja, der ist für mich eher Chief Evangelist. Also sobald der was hat, ist der sofort im Fernsehen.
Wenn jemand so tief integriert ist in Unternehmen, ich gehe davon aus, dass das weniger parasitär und eher symbiotisch ist, würde ich sagen. Also das Unternehmen möchte natürlich auch einen Sprachkanal in Bloomberg zu haben. Ist natürlich auch für ein Unternehmen wertvoll. Gleichzeitig möchte man natürlich, dass er jetzt auch keine Grenzen überschreit und dann wirklich wichtige Trade Secrets eventuell in die Öffentlichkeit spielt. Ich kann mir schon vorstellen, dass man den so ein bisschen mit Informationen, die zwar interessant sind für die Öffentlichkeit, aber gleichzeitig für die Konkurrenz nicht so wertvoll. Also was willst du jetzt machen? Also die Informationen, wie viel Speicher da im MacBook ist, wie gesagt, das ist mehr Marketing, als dass dir das jetzt hilft. Ich meine, wo du da nachlegen musst und Gas geben, das weiß die Konkurrenz auch so. Also, ja.
Ein vergleichbarer Fall gab es mal in dieser ganzen Automotive, autonomes Fahren Bubble. Und zwar hat dort jemand 2016 Google verlassen. Der hat in dieser ganzen Unit gearbeitet, die dann zu Waymo wurde.
Anthony Lewandowski.
Der Typ hat dann sein eigenes Startup gegründet. Leider... Also Otto hieß die Firma und die haben leider gemacht autonome Busse oder LKWs. Dem wurde dann vorgeworfen, dass er 14.000 Dokumente hauptsächlich über diese Technologie geklaut hat, als er weggegangen ist und hat das Ding noch im gleichen Jahr für 680 Millionen an Uber verkauft. Das hat natürlich Google nicht gefallen und Google hat jetzt Anteile von Uber. Also die haben für diesen Case 245 Millionen bekommen in Uber-Aktien damals. Und der gute Junge wurde dann noch zu 18 Monaten Gefängnis bestraft. Ich habe mich gefragt oder die AI gefragt, was macht der Gute jetzt? Hast du eine Idee, was er macht?
Aber es ist nicht der Lewandowski, der in der Trump-Admin ist, oder?
Möglich, das weiß ich nicht. Aber der Gute wurde von Trump begnadigt. Hat wohl gute Freunde. Thiel und so haben da wohl geholfen. Also null Tage im Gefängnis.
Sag nochmal den Namen, bitte.
Anthony Lewandowski.
Also ich erinnere mich an den, es war definitiv einer der prominentesten Cases. War das zu der Zeit, wo wir schon einen Podcast hatten? Ich glaube, wir hatten mal drüber geredet.
Ja, also genau, es ist gut möglich, weil so ein Case dauert ja ein bisschen. 2016 hat der Google schon verlassen, aber bis das alles dann rauskam, hat es wahrscheinlich ein bisschen gedauert. Wir haben auf jeden Fall mal drüber gesprochen.
Nee, der andere ist Corey Lewandowski, der mit Kristi Noem eine Affäre hatte.
Aber es geht noch weiter. Also, der hat noch 0 Tage im Gefängnis und dann gründet er ein neues Startup. Was macht das Startup? Leider für Nutzfahrzeuge. Und das allerkrasseste ist, er verkauft es jetzt an Atoms. Atoms ist die Firma von dem Uber-CEO und Gründer, der damals schon den Deal gemacht hat. Also, ja, als ich das gelesen habe, habe ich gedacht, vielleicht ist das der Grund, warum OpenAI gerade so sagt, hier 5% Legal Trump Admin hier könnt ihr gerne haben.
Und die andere Frage, die ich mir gestellt habe, also die richtige ist wahrscheinlich, dass OpenAI nicht durch die Presse jetzt erfahren hat, dass Apple sie verklagen wird, glaube ich. Also das haben die bestimmt vorher kommen sehen. Während Apple da die Beweise gesammelt hat für den Case, gibt es bestimmt Leute, die ihnen gesagt haben, hier braut sich gerade was zusammen.
Ja, und dann die andere Frage und vielleicht auch der Übergang zu einem nächsten Thema ist, Möchtest du deine Daten einer Firma geben, die wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen angeklagt wurde?
Das ist nicht nur eine hervorragende Überleitung, sondern auch eine hervorragende Frage. Also die Frage wird sich ja gerade zunehmend gestellt. Begonnen hat das so ein bisschen die Debatte, natürlich Alex Karp von Palantir, der diesen Fallout bei CNBC hatte.
Fallout, der ist doch ein normaler Auftritt bei dir.
Genau, ein normaler Dienstag. Aber wir haben ja gesagt, er hat da natürlich schon recht mit, dass man überlegt, er nennt das das Alpha, also die Geschäftsgeheimnisse oder die Edge, die man als Unternehmen hat. Wenn man ausgerechnet die an das KI-Labor weitergibt, wird damit natürlich trainiert. Also gemeint ist, in dem Moment, wo ich zumindest die Public Frontends oder APIs nutze von Entropic oder OpenAI oder anderen, wandert auch immer Wissen und in dem Fall eventuell Wissen, was exklusiv bei meiner Company ist, an die Modelle zurück. Also jedes Mal, wenn ich das Modell korrigiere, wenn ich ihm einen besonders konkreten Use Case aus meiner Firma gebe, ein besonders konkretes Problem, was meine Industrie betrifft, dann wandert auch Wissen zurück. Das ist jetzt nicht so, als wenn mit jedem Download da die Firmengeheimnisse geklaut werden. Das wäre auch ein bisschen übertrieben, aber abstrakt ist es natürlich schon so, dass das Modell mindestens so viel von der Firma lernt, wie die Firma vom Modell. Das kann man glaube ich Alex Carp ist dann natürlich nicht der Verteidiger der US-Wirtschaft, sondern Talking His Own Book, würde man im Englischen sagen. Also mal ein bisschen zugespitzt gesagt, ist Ontology und Palantir ein Claude-Rapper. Also Ontology ist auch nur ein Harness für Claude, wenn man so möchte. Wir wissen, dass insbesondere die militärischen Anwendungen von Palantir auf Anthropics Claude basiert haben in der Vergangenheit. Und was Alex Karp natürlich auch merkt, ist, dass mehr und mehr der Wertschöpfung bei vielleicht Entropic verbleibt und Palantir eben nur noch ein Wrapper ist, auch wenn die Distributionen an große Unternehmen und öffentliche Träger besonders gut können, ist für Palantir natürlich viel spannender zu sagen, wir bauen zusammen mit Nvidia jetzt ein Open-Source-System, ersetzen Cloud und dann haben wir einen Großteil der Wertschöpfung wieder bei uns, weil für Open-Source müssen wir nicht zahlen, wir müssen nur noch den Compute organisieren, die Rechenzeit. Und wir haben keine Woke, Entropic Leute dazwischen, die hier so ein bisschen auch ihre eigenen Regeln versuchen zu machen. Also Alex Karp hat aus Business-Sicht einen Grund. Das ist auch, glaube ich, die Begründung, warum er jetzt beginnt, gegen Entropic und OpenAI zu schießen, weil er sie eigentlich in seinem Geschäftsmodell nicht drin haben möchte. sowohl den Kunden als auch ihnen klar werden muss, dass Palantir eigentlich nur ein Rapper ist und wie lange man den Rapper noch braucht und wie lange es dauert. Und auch er bekommt bestimmt schon mit, dass Entropic letztlich mehr und mehr das Gleiche baut wie Palantir. Also diese Deployment Codes, also die Firmen, die OpenAI und Entropic bauen, um KI in ihr Unternehmen zu bringen, die unterscheiden sich natürlich kaum noch von einem Palantir. Also das sind Forward Deployed Engineers und Projektteams, die in die Firmen gehen, in die Datenstruktur reinarbeiten und damit versuchen, KI nutzbar zu machen. Das war in der Vergangenheit genau das Geschäftsmodell von Palantir und Claude oder Entropic war ein Partner von Palantir, dabei vermeintlich einer der größeren Partner, wenn nicht der Hauptpartner. Und Palantir muss sich bewusst werden, dass das jetzt alles Konkurrenten geworden sind und gleichzeitig ist Palantir noch angewiesen darauf. Also verändert man die Strategie und baut mit Nvidia oder auf Basis von Nvidias Nemotron ein eigenes Modell. Das ist der Grund, warum Carp damit anfängt, glaube ich. Und trotzdem hat er recht mit seiner Aussage, dass die Kunden sich mal überlegen sollten, ob es so schlau ist, die Daten da hochzuladen und außerdem noch Geld zu bezahlen für den Zugang. Der zweite, der da eingestimmt hat, ist Marc Benioff von Salesforce, hat was ganz ähnliches gesagt. Deswegen sagt Salesforce, müssen sie ihre APIs relativ dicht machen und werden sich nicht komplett öffnen für dritte Anbieter, weil sie in Anführungsstrichen ihre Kunden beschützen wollen. Ich würde behaupten, Narrativ oder Motivation ganz nah gelegen an der von Alex Karp auch. Die sehen ihre eigenen Fälle davon schwimmen und müssen deswegen auch so ein bisschen Protektionismus verkaufen. Und jetzt kam jemand, von dem man es vielleicht weniger erwartet hätte, nämlich Microsoft-Chef Satya Nadella. sagt auf einmal ganz ähnliches über die Nutzung von KI durch große Unternehmen. Und zwar sagt er, Zitat, Also du bezahlst nicht nur einmal mit Geld für die Nutzung von KI, sondern du bezahlst mit etwas viel wertvollerem. Dein proprietäres Knowledge, also das, was nur du selbst zur Verfügung hast, man könnte sagen Geschäftsgeheimnisse, die du hochladen musst, damit KI überhaupt funktioniert. Und das ist natürlich eine überraschende Warnung von jemand, der bisher damit gut Geld verdient hat, Distribution zu machen für die großen KI-Modelle. Microsoft, Top-Implementierungspartner von OpenAI, bisher inzwischen auch mit Anthropic zusammenarbeiten. Und jetzt warnen die auf einmal davor. Sie haben vorher versucht, die Kunden da reinzutreiben. Bitte nutzt doch OpenAI. Wie können wir das noch besser integrieren? Wie können wir hier Compute verkaufen an euch und Tokens? Und jetzt auf einmal die Warnung, dass das gefährlich ist. Und auch das, würde ich sagen, ist natürlich nicht das paternalistische Denken über die Kunden, die man vor den Gefahren bewahren muss, sondern auch hier steckt ein Eigeninteresse dahinter. Nämlich, dass Microsoft bisher ein gern gesehener Distributionspartner für Entropic und OpenAI war. Aber dass die natürlich auch merken, dass am Ende alles, was Entropic und OpenAI von ihnen brauchen, ist Rechenzeit. Und wir wissen, die bauen eigene Chips, die bauen eigene Rechenzentren oder versuchen das zumindest zunehmend. Und wie lange sie auf diese Hyperscaler dabei noch angewiesen sein werden und dass das nicht ihr Langfristplan ist, deren Marge mit zu finanzieren, sondern eigentlich wollen sie komplett vertikal integrieren. Das heißt, sie wollen eigene Chips bauen lassen, zumindest von anderen. und so die Marge eventuell der Chip-Designer, wobei die müssen sie im Moment noch bezahlen, aber auf jeden Fall wollen sie die Marge der Datacenter-Betreiber der Hyperscaler mit vereinnahmen. Das heißt, auch Satya Nadella weiß, dass die Zeit der Hyperscaler, je nachdem wie schnell, ich korrigiere das gleich nochmal, also der muss davon ausgehen, dass die Zeit der Hyperscaler auch schon tickt, weil am Ende möchten natürlich die großen KI-Labore ihre Rechenzeit selbst erstellen um ihre Marge. zu verbessern und auch deswegen sagt Microsoft bestimmt inzwischen, hey, bei uns könnt ihr auch DeepSeq in der Cloud nutzen natürlich und bin mir relativ sicher, dass man bald GLM 5.2, Chemie 2.7 und alle anderen chinesischen Modelle auch nutzen kann, weil aus Hyperscaler-Sicht ist es eigentlich vollkommen egal, welches Modell du laufen lässt, solange du die Compute-Preise plus deren Marge zahlst. Ist mir doch egal, welches Modell läuft, ob das effizienter ist oder nicht. Wenn es effizienter ist, werden die Kunden mehr nachfragen. Wenn es teurer ist, werden sie es ein bisschen restriktiver handhaben. Aber am Ende monetarisiere ich meine Rechenzeit. Kann man natürlich sagen, die Hyperscaler werden nicht in drei Jahren arbeitslos sein, weil die Nachfrage so viel schneller wächst, als man Datacenter bauen kann, ist zumindest meine Prognose. Deswegen würde ich jetzt nicht sagen, Microsoft oder die anderen Hyperscaler, man sollte da jetzt diversifizieren oder die haben keine gute Zeit vor sich. Ich glaube nur, dass die natürlich die Konkurrenz von den KI-Firmen sehen, die irgendwann eigene Hardware aufbauen wollen, von Chips begonnen über Datacenter. Ich glaube trotzdem, dass beide gutes Geschäft machen wollen. Aber ich glaube, Microsoft versteht langsam auch, dass sie nur ein Vertriebsarm und Zulieferer für die großen KI-Firmen sind. Plus, dass sie natürlich auch mit Co-Pilot in Konkurrenz stehen mit allen.
Ich hätte gedacht, dass das viel mehr der Punkt ist. Wir können ja eigentlich bald eine neue Corner hier aufmachen. Irgendwie KI, IK, also KI im Konzern. Und haben so ein paar E-Mails ja bekommen. Und viel davon war so, ja, wir dürfen hier den Chatbot nutzen von Microsoft, aber wesentlich mehr nicht. Also es gab irgendwie eine Mail, dass jemand halt keinen Cowork hat, keine Verknüpfung zu Excel beispielsweise.
Ja, aber können wir kurz zusammenfassen. Wir haben ja letztes Mal nach Feedback gefragt und ich würde sagen so 60, 70 Prozent bestätigen das, was ich vermutet habe. Nicht als ausnahmslosen Fall, der überall so ist, aber als Durchschnitts- oder Median, die Median-Corporate-Company in Deutschland scheint wirklich, zumindest das ist das Tiefwerk, was wir jetzt empfangen, wirklich so sein, wie ich es vermutet habe, nämlich wir integrieren gerade Co-Pilot, wir können das aber nur sehr begrenzt nutzen, es dürfen nicht alle Abteilungen nutzen, es gibt eventuell Limits. Nicht mal Limits, was die Usage angeht, sondern eher, auf wie viel Daten kann ich zugreifen. Es gibt auch Fälle, die uns geschrieben haben, die schon einen Schritt weiter sind, wo man das Modell frei wählen kann. Es gibt größere Forschungsinstitutionen, die da einen deutlich besseren Approach haben. Das gibt es auch. Und es ist auch klar, es gibt natürlich auch Firmen, die gar kein KI nutzen bisher, weil der Betriebsrat es verbietet oder die Legalabteilung noch nicht sich entschieden hat. Aber der Average Use Case scheint schon so zu sein, wie wir das beschrieben haben, mit Ausnahmen auf beiden Seiten, was auch klassisch ist. Und jetzt du.
Und dann kommt jetzt die große Frage, wie wird KI weiter im Unternehmen ausgerollt? Und da wird es wahrscheinlich Bemühungen geben von allen Großen. Auf LinkedIn sehe ich jetzt vermehrt, dass Leute von den Hyperscalern zu den LLMs gehen. Die Sales-Leute, die Leute, die früher Google Cloud verkauft haben, verkaufen jetzt OpenAI.
Die Frage ist jetzt, was wird Microsoft machen? Werden sie das Apple der Business World, wo sie sagen... Wir bauen Käfige um eure Daten, um eure KI. Wir sind der Apple, der eure Daten respektiert. Co-Pilot könnt ihr ganz genau definieren, was das darf, was das nicht darf. Ihr könnt es in unserem Rechenzentrum gefenst, also abgeschottet machen. Ihr könnt es on-premise bei euch machen. Ihr könnt uns aber auch alle Daten geben und dann kriegt ihr vielleicht bessere Konditionen. Aber viel Kontrolle über die Privacy, wenn du so möchtest, und IP. gleichzeitig dadurch, dass Microsoft jetzt viel Integrationsvorteil haben wird, also sehr viel Distribution in große Konzerne, könnten sie natürlich das auch nutzen, um den Vorsprung so ein bisschen einzuholen von OpenAI und Entropic. Also dass sie sagen, wir nutzen jetzt die Daten, die wir bekommen von Kunden, um Copilot so ein bisschen auf State-of-the-Art zu trimmen endlich. Wobei, dann würdest du dieses Statement nicht machen. Also ich nehme an, Microsoft wird jetzt den Weg gehen, dass sie sagen, alle anderen Böse-Böse klauen euch Daten. wir sind die Guten, Windows hat euch in den letzten 40 Jahren noch nie Daten geklaut oder Office, also uns könnt ihr vertrauen und das bleibt auch so, das läuft auf eurem Computer oder in Azure Reaction Zentrum, aber auf eurer Instanz, wir fassen da nicht rein, das Modell lernt nicht zurück, es sei denn, ihr möchtet, dass es für eure Firma spezifisch lernt vielleicht oder so weiter. Also, um das vielleicht so ein bisschen abzuschließen, es sei denn, du hast noch Punkte, ich glaube, wir sehen jetzt eine Bewegung, die vollkommen richtig ist, dass man sich mal fragt, gebe ich eventuell auch was weg in dem Moment, wo ich KI nutze als Unternehmen. Sagen wir, du bist ein forschender Pharmakonzern oder du bist ein Automobilzulieferer, der gerade irgendwie eine neue Technologie gebaut hat. Dann solltest du dich wirklich fragen, ob das schlau ist oder ob nicht morgen in China jemand das aus Versehen aus seinem Modell rausholt, was du da mal als Sparring-Partner von Claude so ein bisschen evaluieren lassen. Richtig ist aber auch, dass insbesondere die drei, die jetzt hier besonders vocal waren, also Alex Karp, Mark Benioff von Salesforce und Satya Nadell von Microsoft ein hohes Interesse haben. diese Firmen tendenziell eher schlecht aussehen zu lassen. Microsoft ist natürlich Investor bei OpenAI, aber vielleicht sind sie gerade dabei, das abzuschreiben, das weiß man nicht. Aber Salesforce ist natürlich eine der am meisten bedrohten Companies, die sozusagen Klammer auf die Daten der Unternehmen behalten wollen und selber KI nutzen wollen. Palantir wird zunehmend ersetzt, weil es, wenn man so möchte, ein KI-Rapper war mit einer Forward Deployed Engineer Organisation, die jetzt komplett eigentlich nachgebaut wird von den großen KI-Laboren. Und Microsoft, glaube ich, versteht, dass ihr Platz in der Value Chain von KI, bis auf die Distribution beim Kunden, Co-Pilot, was sie gut können, alles davor, also Azure, OpenAI, über die Cloud und so, das ist alles vielleicht auch, hat keinen harten Login und kann schnell ersetzt werden. Und Sam Ordman würde keine Sekunde warten. das in ein eigenes Datacenter umzuziehen, wenn er 20% mehr Marge bekommt natürlich und damit Microsoft umgehen könnte. Das muss Satya Nadella auch klar sein und ich glaube, deswegen shiftet man da so ein bisschen. Und das Investment in OpenAI hat sich längst zurückgespiegelt, die Cloud-Umsätze, die da zurückgekommen sind. Also du fragst dich ja, warum redet Microsoft, das Unternehmen, wo ihnen was, 25% gehören oder so, gerade schlecht? Aber das Investment ist längst zurückgespielt von den steigenden Cloud-Umsätzen. Was das an Market Cap geholt hat für Microsoft, ist viel mehr wert als die, keine Ahnung, 300, 400 Milliarden, die sie jetzt an OpenAI besitzen. Also sie könnten eher OpenAI abschreiben. Sie würden weiter Kohle machen mit der Cloud erstmal, dadurch befeuert in der Vergangenheit zumindest. und sich gleichzeitig eher gegen OpenAI positionieren, weil strategisch ist es wahrscheinlich schlauer, an eine Zeit zu denken, wo sie kein bester Partner von OpenAI mehr sind, weil wir wissen, Sam Ortman kennt keine Freunde und dass diese diese Relationships so nach und nach aufbricht, hat man ja auch schon gesehen. Und ich glaube, Satya Nadella geht jetzt hier so ein bisschen in die Konfrontation. Ehrlich gesagt, was aus seiner strategischen Sicht, glaube ich, auch nachvollziehbar und richtig ist.
Ja, und nicht mal was für ein Timing mit der Apple-Klage.
Ja, es brauchen sich so ein bisschen, also Sam Ortman kriegt natürlich V-Stick jetzt nicht nur von uns, sondern aus allen Seiten, unter anderem von seinem alten Freund Elon Musk, der auf den Plan tritt wieder. Also sich über die News, dass Apple gegen OpenAI kämpft. klagt, sichtlich freund, also er war ja vorher der Hauptkläger gegen OpenAI mit verschiedenen Verfahren, kommentierte Elon Musk das am 11. Juli am Wochenende mit dem Kommentar, he takes scamming to a whole new level, also OpenAI-CEO Sam Ortman würde Betrug auf ein ganz neues Level führen. Walt Sam Altman antwortete, Homeboy, you're the one selling public market investors on Shertom Space Data Centers. Also sagt, wer wäre hier der Scammer? Du verkaufst den Leuten die Vision von, es gebe kurzfristig Space Data Centers, was natürlich, ja. Ich würde es jetzt nicht Betrug nennen, aber es ist natürlich eine illusorische Vision, mit der man Anleger irreführend. Wobei eine Täuschung mit einem gewissen finanziellen Motiv dahinter ist natürlich genau das, was Betrug definiert. Vielleicht kann man es auch als Betrug sehen, das soll jeder selbst entscheiden. Rechtlich scheint es das nicht zu sein, sonst würde die SEC natürlich handeln. Wobei die ja auch gerade nicht besonders... Sam Ortman hat es dann versucht, nochmal ein bisschen souveräner zu formulieren später und hat daraus Produktmarketing gemacht und gesagt, der Fakt, dass Elon Musk sich wieder mit ihm beschäftigt, zeigt, wie gut Zoll 5.6 ist. Also er hat es dann versucht, auf das neue Modell zu schieben. Was ganz gut ist, das hat glaube ich viel Aufmerksamkeit darauf, ganz neues Marketing, dass du deinen Top-Hater dein Produkt promoten lässt, indem du sagst, der beschuldigt mich hier nur, weil unser neues Produkt so geil ist. Habt ihr das eigentlich schon gesehen? Und das ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt und zwar berichtet der OpenAI Codex-Chef auf X selbst über den Erfolg und sagt, dass es gerade krass vorangeht eigentlich mit Codex. Also Codex ist die Cloud-Code und Cloud-Cowork-Alternative von OpenAI. Und er sagt, dass sie 6 Millionen Active Users, ob Monthly, Weekly steht da nicht, aber 6 Millionen Active Users erreicht haben, was wahrscheinlich auf einem Level mit Cloud Code ist. Ich glaube, Cloud Code war zwischen 4 und 5, sind die letzten halboffiziellen Zahlen. Das heißt, sie könnten, und das haben wir gesagt, dass Codex eigentlich ganz gut am Aufholen ist. Wie gut genau, ist schwer zu quantifizieren. Man sieht es noch nicht in den öffentlich verfügbaren Zahlen, aber... Wir müssen jetzt den Zahlen hier glauben und die sprechen von 6 Millionen Usern, was auf jeden Fall vergleichbar wäre mit Cloud-Code. Ob die jetzt im gleichen Tier sind, also das gleiche genauso viel bezahlen, ist eine andere Frage. Ich glaube, der durchschnittliche Cloud-User zahlt noch mehr als der durchschnittliche Codex-User, da wäre ich mir relativ sicher. Aber auf jeden Fall findet Codex schon auch reißenden Absatz, kann man sagen. Das wäre eine Verzehnfachung innerhalb der sechs Monate der User, was natürlich daran liegt, dass sie von einer sehr niedrigen Basis kommen auch. Aber sechs Millionen User sind natürlich ganz beeindruckend. Und nur einen Tag später, also das hat er am 12. Juli gesagt mit den sechs Millionen, einen Tag später, am 13. Juli, schreibt Chibou, Das ist, wie gesagt, der Codex-Chef bei OpenAI. Thank you to the 7 million active users. Also innerhalb von einem Tag haben sie offensichtlich eine Million neue User bekommen. Das wäre ein sehr schnelles Wachstum. Auf jeden Fall. Ich weiß nicht, ob das ein Elon Musk lag tatsächlich. Aber es war auf jeden Fall der Tag mit dem höchsten Useranstieg pro Tag. Lustigerweise an dem Tag, wo OpenAI die Vorwürfe von Apple bekommt. schaffen sie es gleichzeitig, eine Million neue Nutzer für Codex zu generieren, woher auch immer sie die Aufmerksamkeit generiert haben. Die hängen natürlich auch damit zusammen, dass die neuen Modelle 5.6 rausgekommen sind, das sich dann verbreitet durch die Industrie und die Foren und so weiter. Außerdem haben sie dann gesagt, sie verschenken ein Reset, also deine Usage Limits werden zurückgesetzt als Geschenk an die Community. Und da sieht man auf jeden Fall gerade, dass der echte Wettbewerb losgeht. Ich habe ja in der Vergangenheit mal gesagt, dass OpenAI seine Sachen kostenlos anbietet oder deutlich discounted. Das ist kein gutes Zeichen, weil das heißt, du kannst anders nicht mehr mithalten. Das würde ich jetzt mit 5.6 und Codex gerade nicht mehr so unterschreiben, sondern es hat sich ein bisschen geändert. Jetzt ist es nämlich so, dass ausgerechnet Claude seine Discounts weiter verlängert. Also Fable sollte ja kostenpflichtig ab 7. Juli werden. Das wurde bis zum 12. und inzwischen bis zum 19. verlängert. Also du kannst auf Fable 5 weiterhin zugreifen. Das Rate Limit wurde 50% erhöht, also du kriegst 50% mehr Leistung für den gleichen Preis von Anthropic. Und ich würde sagen, die Preiskriege beginnen gerade so ein bisschen. Also Anthropic bietet quasi weiter Discounts an, weil sie wissen, Sol 5.6 ist ganz gut geworden. Codex gewinnt gerade massiv Marktanteile. Wir haben außerdem Sipu AI, DeepSeek, Moonshot, Cursor, alle mit relativ guten neuen Modellen, die rumkommen, insbesondere für Coding. Und ich glaube, so ein bisschen spürt Anthropic jetzt auch, den Atem im Nacken und macht Konzession bei den Preisen. Das ist natürlich für die CFOs der Firmen nicht so geil, weil die Margen dann wieder sinken, natürlich zumindest kurzfristig, auch wenn nicht 100% des Usage über jetzt quasi das Modell geht. Also es ist jetzt nicht so, dass man insgesamt 50% höhere Kosten dadurch hätte von heute auf morgen. Aber Ich würde sagen, wir haben hier gerade noch nicht ruinöse Competition, aber schon ein sehr, sehr kompetitives Umfeld, in dem alle Discounts geben. Wir haben außerdem eben sehr günstige Alternativen aus China. OpenAI ist relativ nah rangekommen oder OnPAR wieder bei Codex mit Cloud Code. Das kann sich auch wieder jeden Tag ändern, aber Im Zweifel, der Gewinner ist natürlich der Nutzer, die Nutzerin, die Consumer und die B2B-Businesses, die bei den Preisdiskontierungen am Ende profitieren können. Dann vielleicht noch zur Vervollständigung CNBC berichtet, dass, wir haben letzte Woche gesagt, dass Fiji Simon, die Head of Apps oder wie die hieß, oder BC Chief Product Officer, was war die genau? CEO of Apps, glaube ich, hieß das oder so. Also die Chefin der Applications unter ChatGPT und OpenAI. Und Wir haben so ein bisschen spekuliert. Sie ist aus gesundheitlichen Gründen, die sie auch vorher schon besprochen hat, zurückgetreten. Aber es hängt eben auch mit der großen strategischen Neufokussierung der Firma, Koinzident zumindest, zusammen. Und was auch so ein bisschen dafür spricht, ist, dass ihre Position nicht ersetzt oder neu geschaffen wird, sondern Greg Brockman wird das vermutlich bis zum IPO weiterführen. Also der Ich glaube, CEO war er vorher, Chief Operating Officer und Gründer von OpenAI. Greg Brockman wird diese Rolle einfach übernehmen, was auch eher für eine Refokussierung oder Strategieänderung spricht als jetzt ganz persönliche Gründer. Würde ich mal spekulieren. Genau, man hat ja auch die Komplexität reduziert und vielleicht möchte man deswegen dann auch die Founder-Attention darauf haben. Ich habe eben schon gesagt, dass Entropic eben jetzt mehr Konkurrenz bekommt oder die Konkurrenz wieder näher heranrückt und man preislich Konzessionen machen muss. Trotzdem richtet jetzt aber unter anderem Business Insider, dass die inoffizielle Secondary Valuation von Entropic wohl Richtung 1,2 Billionen rücken soll. Gerade, wir wissen, bisher war OpenAI's Größenrunde bei 852 Milliarden Euro. Entropic war um die 900 Milliarden und jetzt ist man mit 1,2 Billionen. Das ist keine offizielle Runde, also nicht von Investoren bestätigt. Und gleichzeitig würde ich sagen, die wahre Valuation ist wahrscheinlich sogar noch höher. Weil wenn du auf Secondary Plattformen schaust, ist der Wert von 1,2 Billionen eigentlich kein liquider Spot Price. Im Sinne von, du hast mit Sicherheit Nachfrage bei 1,2 Billionen. Ich glaube aber nicht, dass du viel Angebot gerade hast bei 1,4 Billionen. Also du findest kaum Leute, die zu dem Preis Shares abgeben wollen. Deswegen glaube ich eigentlich, dass der tatsächliche Preis eher Richtung 1,5 Billionen geht. Inzwischen, Business Insider tackert aber die 1,2 Billionen fest. Man kann das ja so ein bisschen in den Perpetual Markets nachverfolgen, wie die das handeln. Die sehen interessanterweise den Anstieg von Codex gar nicht so stark. Also die Valuation von OpenAI hat da nicht profitieren können von der Entwicklung bei Codex, obwohl die glaube ich sehr gut nachvollziehbar ist eigentlich und ich auch dem Erfolg da 100% glaube. Aber die Secondaries-Markets geben OpenAI deswegen nicht eine bessere Bewertung, vielleicht auch weil gleichzeitig das Apple-Verfahren jetzt droht, sie so ein bisschen zu lähmen, weiß man nicht. Aber zumindest Anthropics-Bewertungen scheinen erstmal weiter nach rechts oben zu gehen und noch nicht unter der gestiegenen Konkurrenz zu leiden. Apropos gestiegene Konkurrenz, auch Cursor, also das ist die Firma, die SpaceX AI gekauft hat. Also SpaceX heißt ja SpaceX AI, beziehungsweise XAI heißt ja SpaceX AI. Und die hatten ja im Zusammenhang mit dem IPO sich Cursor unter den Nagel gerissen. Und Cursor soll jetzt neben seinem Entwicklungstool auch sowas ähnliches wie Cloud-Cowork bauen. Das Tool soll wohl SAND heißen, S-A-N-D. Und quasi ein, wenn man so möchte, Cloud-Code für normale Desktop-Arbeit werden. Also das, was Menschen, die jetzt nicht Software erstellen, mit KI eventuell anfangen wollen, das wird dann SAND von Cursor machen wollen. Jetzt muss man sich fragen, ob gerade vor der Debatte, dass KI einem die Daten klaut, worüber wir eben gesprochen haben, man jetzt unbedingt mit SpaceX zusammenarbeiten möchte.
Tatsächlich habe ich mir gerade überlegt, wem müsste ich meine Daten eher geben?
Sam oder Elon? Die Antwort ist natürlich keinem. Und vor dem Hintergrund muss man ja nochmal sehen, dass SpaceX ja explizit gesagt hat, sie wollen mit MacroHearts so eine Art Microsoft-Competitor bauen. Also sie haben ein besonders großes Interesse, Desktop-Arbeit zu verstehen und daraus auch zu lernen. Also da wäre ich vielleicht nochmal, und ich meine, OpenAI möchte das sicherlich auch. Aber ja, ich wäre da, glaube ich, vorsichtig. Und bisher ist die Adoption bei Grog, also die Frage ist, wie gut kann man Cursor als Brand verschleiern, im Sinne von, dass Leute Cursor lesen und nicht an SpaceX oder XAI denken. Ich glaube, bei Grog so gut das vielleicht als Branding-Name wäre, so groß ist es aber auch als Stigma und jeder denkt sofort an Elon Musk und crazy Billionaires und Arschlöcher. Aber die Frage ist, ob Cursor quasi von diesem Fluch negativ beeinflusst sein wird oder als mehr oder weniger eigenständige Firma gesehen wird, was sie ja ganz klar nicht sind, wenn man ehrlich ist.
Dann gibt es mal wieder ein Dokument, dass AI gefährlich ist.
Endlich, hatten wir lange nicht mehr. Und zwar berichten eigentlich alle großen Medien, unter anderem New York Times, dass rund 200 Ökonomen hauptsächlich im weitesten Sinne, aber auch AI-Forscher teilweise, davor warnen, dass jetzt die richtige Zeit wäre, was zu tun, weil KI sich so schnell weiterentwickelt. Also das ist überschrieben. Die Domain ist wemustactnow.ai. Das ist auch der Aufruf. A Statement on AI's Transformation of the Economy. Der hat drei große Grundparadigmen, würde ich sagen. Number one, AI may become radically more powerful over the next 10 years. Das ist, glaube ich, eine Binse, natürlich. Also Da wundert mich nicht, dass das 200 Leute unterschreiben. Da muss man nur sagen, dass es ein bisschen auffällig ist, dass dann auch so Leute wie Darren Acemoglu darunter sind und ein paar andere, die vorher eher so KI-Kritiker waren, also die daran gezweifelt haben, dass das überhaupt irgendeinen Impact haben, dass ausgerechnet die jetzt unterschreiben, dass KI massiven Impact haben würde, macht sie so ein bisschen unglaubwürdig, würde ich behaupten. Wobei natürlich seine eigene Meinung zu ändern angesichts neuer Tatsachen, muss ja nicht heißen, dass man dumm oder verlogen ist, sondern es kann auch einfach heißen, man hat sich eines Besseren belehren zu lassen, was ja erstmal was Positives ist. Aber es ist trotzdem erwähnenswert, glaube ich, dass hier vorherige Leute die KI eher abdehnen. Power abgesprochen haben, jetzt auf einmal sagen, sie ist too powerful. Aber das Statement, AI may become radically more powerful over the next 10 years, ich glaube, man könnte eher sagen, ist das überhaupt klar genug definiert? Das ist ja alles sehr im Konjunktiv. Also das erste startet mit AI may, dann kommt this could. Das sind, glaube ich, sehr vorhersagbare Statements. Da musst du kein may und could vorschreiben, sondern AI will become Ja, dass es irgendeine Art von Transformation bringen wird, ist klar. Dann steht hier, sie wird vastly shorter timeframe than the Industrial Revolution. Die Industrial Revolution hat eigentlich so 30 bis 50 Jahre gedauert, wenn man ganz ehrlich ist. Also ein, zwei Generationen, bis sich die industrielle Welt wirklich verändert hat. Solange wird es sicherlich nicht dauern, aber ich bin mir schon sicher, dass die KI-Transformation auch nicht in zwei, drei Jahren durch sein wird. Insofern ist jetzt die Frage, was heißt hier vastly? Ich glaube prinzipiell, dass die Geschwindigkeit das ist, was Haupt überschätzt ist. Nicht, weil die Technologie nicht schnell genug voran streitet. Da bin ich relativ sicher, ehrlich gesagt, dass das sehr, sehr schnell geht. sondern es geht eher darum, dass es eben in der Regel nicht so schnell geht, wie man denkt, was an der Behebigkeit und den Beharrungskräften von Organisationen und Menschen liegt, worauf wir gleich nochmal eingehen. Und das dritte ist, »Economists, policymakers and technology leaders must act now to understand the economics of transformative AI and to build the incentive guardrails and institutions needed to steer AI in a direction that complements humans and benefits society.« relativ breiter Aufruf, wir müssen das gut hinbekommen, an Ökonomen, Politiker und Technology-Leaker. Wer unterschreibt das? Platz 1 der Signatories ist Eric Brynjolfsson, über den wir schon öfter gesprochen haben. Das ist der Canaries in the Coal Mine Study-Verfasser, der nicht per se falsch liegt, aber wo ich erhebliche Zweifel an der Aussagekraft der wissenschaftlichen Studie habe, zumindest dieser einen, die ja auch so ein bisschen zurückgerufen wurde später. Dann ist dabei unter anderem Joseph Stieglitz, Nobelpreisträger, Neil Ferguson, George Akerlof, auch Nobelpreisträger, glaube ich, wenn ich nicht irre, also auf jeden Fall ein großer Ökonom, Eric Schmidt von Google, Alvin D. Roth, ebenfalls Nobelpreis, dessen Buch über Marketplace ich immer empfehle, Paul Krugman, Ben Bernanke, ehemaliger Zentralbankchef, wen haben wir hier noch, so Reid Hoffman, von ehemals LinkedIn-Gründer, Wojcik Saramba, einer der OpenAI-Gründer. Jan LeCun, bekannter ehemaliger Facebook-KI-Entwicklungschef. Also insgesamt 200 Leute, die jetzt alle relativ profitiert sind. Ich überlege noch, wenn man hier noch herausfindet. Heben könnte Vinod Khosla von Khosla Ventures, einer der ältesten VCs oder erfahrensten VC im Silicon Valley. Sarah Fryer, die CFO von OpenAI, hat es mit unterschrieben. Auch ganz interessant. Albert Wenger von Union Square Ventures, seine Frau Gigi Danziger. Ich glaube, es ist seine Frau, wenn ich mich nicht irre. Oder Lebensgefährtin, whatever.
Hat sowas irgendeinen Impact?
Ja, das waren so die wichtigsten. Hat sowas irgendeinen Impact? Ja, das erregt jetzt wieder Aufmerksamkeit. Was mich so ein bisschen wundert, ist, dass dieser Aufruf aufgrund von meiner Meinung nach reiner Ideologie unterzeichnet wird. Also wo sind die wissenschaftlichen Daten, Also es geht ja hier um Large-Scale-Job-Displacement als Number One Risiko. Also das hat man ja nicht ohne Grund. Also man erwähnt kein weiteres Risiko. Also man sagt, could bring risk, including, und das Einzige, was man erwähnt, ist Large-Scale-Job-Displacement. Deswegen muss man vermuten, dass das ihre Hauptangst ist. Und jetzt ist es aber so, dass es gibt ja keinerlei Daten, die das belegen. Ich will nicht ausschließen, ich glaube, es gibt Berufe, die extrem bedroht sind von KI. Aber dass das in einer vastly shorter Timeframe passiert, dafür gibt es noch überhaupt keinen Beleg. Und dass es Large-Scale-Job-Displacement gibt, zeigt sich auch nirgendwo. Also aufgrund von purer Angst, also man kann natürlich sagen, die Fähigkeiten der Technologie, das ist sehr absehbar. Und darauf basierend kann man ja Annahmen treffen. Aber die Fähigkeiten der Technologie sind auch in den letzten drei Jahren schon sehr viel besser geworden. Also man hat ja fast paradoxe Entwicklungen. Also dass man seit Cloud Code raus ist, werden mehr Developer geheiert, was man begründen kann, weil mehr Firmen entstehen dadurch. Du hast New Business Formation, die Produktivität von Leuten steigt. Also warum solltest du nicht mehr davon einsetzen, wenn sie profitabler sind, wenn du so möchtest aus Sicht. Aber du kannst doch nicht beweisen, wo die Leute eigentlich entlassen werden mit ein paar Ausnahmen wie Modefotografen, Models oder sowas. Da gibt es natürlich, oder Übersetzer vielleicht, da gibt es vielleicht Cases. Aber wissenschaftlich, sagst du, du siehst ein Gespenst, die Daten zeigen in eine andere Richtung und du warnst trotzdem vor einer potenziellen Gefahr. Es ist vielleicht total sinnvoll trotzdem zu warnen, weil die abstrakte Gefahr besteht natürlich, aber mich wundert, warum das ausgerechnet 200 Ökonomen unterschreiben und Ökonominnen, wenn doch die Datenlage eine ganz andere ist. Also Sagen wir mal, Sie fangen an mit AI may become radically more powerful over the next 10 years. Jetzt können wir überlegen, was sind denn die zwei Use Cases, die schon funktionieren oder zwei, drei Use Cases. Wir fangen natürlich an mit Software Development. Da ist sie radically more powerful geworden im letzten Jahr insbesondere. Alles, wozu das geführt hat, ist mehr Employment bei Entwicklern und Entwicklerinnen. Die am meisten exponierte Industrie ist laut Goldman Sachs und anderen Studien eigentlich Legal Work. Anwälte, Anwälte in Paralegals. Es gibt mit Harvey, mit Legora, anderen Lösungen. Gibt es da Produkte? Ich würde sagen, die sind auch deutlich more powerful geworden über letztes Jahr. Und du hast Anwaltshiring auf einem All-Time-High. Es gab noch nie so viele Anwälte in den USA und der Trend ist positiv. Lass uns in Consumer Use Case gehen. Der erste Consumer Use Case ist bestimmt, sagen wir im weitesten Sinne, Google Search ersetzen. Also einfache Frage-Antwort-Spielchen. ChatGPT hat eine Milliarde Nutzer gefunden, die das machen. Während Google weiterhin nicht eine Person entlassen hat deswegen, sondern Bestergebnisse. Googles Ergebnis beschleunigt sich, wachsen beschleunigt sich. Search scheint sehr immun zu sein, auch gegen den Use Case, sondern es scheint alles zusätzlicher Nutzen zu sein oder zusätzliche Nutzung, wenn man so möchte. Nicht zu spüren von Job Displacement, wenn man ganz ehrlich ist. Was vielleicht auch daran liegt, dass Google selber noch nicht die Produktivität aus den eigenen Mitarbeitern rausbekommt, aber Ich finde es kompliziert, auch wenn ich mit der abstrakten Gefahr total übereinstimme, wenn 200 Wissenschaftler sagen, wir haben keinerlei wissenschaftliche Fakten, die das unterstützen, aber wir sagen mal, hier ist eine riesige Gefahr. Und ich glaube, Wahn auch vor Dingen, die dann nicht eintreten, ist total wichtig. Die All-In-Guys sagen immer, alle, die gewarnt haben vor dem Internet oder vor Social Media liegen falsch, weil am Ende ist es anders gekommen. das ist ja keine faire Analyse, weil du müsstest dich ja fragen, was wäre denn passiert, wenn niemand gewarnt hätte? Also die Warnung vor gewissen Zuständen führt ja auch dazu, dass man die Zukunft eventuell besser craftet, wie soll man sagen, also besser formt oder dass man daran arbeitet, gewisse Gefahren zu vermeiden und deswegen, sondern dieses There is no glory in prevention stimmt natürlich Auch hier, dass die Warner in der Regel nicht gewürdigt werden, wenn alles gut geht am Ende. Das liegt vielleicht aber auch daran, weil Leute gewarnt haben, dass es gut geht am Ende. Insofern, ich will das gar nicht verdammen. Ich finde es trotzdem nur ein bisschen abstrus, dass so viele Leute das unterschreiben mit ihrem guten Namen, während die wissenschaftliche Arbeit, die das untermauert, überhaupt nicht getan ist. Ich bin total gespannt, wie das ausgeht. Warum ich glaube... Und jetzt der andere Punkt, gehen wir mal davon aus, es gibt Berufsbilder, die ersetzbar sind. Also wir nehmen jetzt mal den maximal Doomer-Case. Uns droht Large-Scale-Job-Displacement. Es wird hier vom Zeitraum von zehn Jahren gesprochen, aber vastly shorter Timeframe. Das heißt, es sollte deutlich schneller gehen als die industrielle Revolution. Also ich würde jetzt sagen, eine einstellige Anzahl von Jahren. Und wir unterschreiben diese These jetzt mal. Also wir werden Large-Scale-Job-Displacement innerhalb von weniger als zehn Jahren haben. Dann musst du daran glauben, also wo ist der Transmissionsmechanismus, den wir jetzt noch nicht sehen? Die großen Unternehmen entlassen Leute manchmal sozusagen... mit der Ausrede von KI, aber wir wissen, es passiert nicht wirklich durch einen Produktivitätsanstieg oder weil die Technologie besser geworden ist, sondern weil man die Ausrede nutzt. Das können wir nicht gelten lassen. Glauben wir, dass... die Unternehmen, die 90% der Menschen beschäftigen, das sind die Mittelständler, die Einzelunternehmer, die großen Corporates, die die meisten Leute beschäftigen, dass die es schaffen, sich selber innerhalb von 10 Jahren oder unter 10 Jahren so zu transformieren, dass sie 10, 20% ihrer Leute entlassen können. Ich habe erhebliche Zweifel daran, weil die Organisationen das nicht hergeben, weil die tatsächlichen Der fehlende Transmissionsmechanismus, der die Fähigkeit, also Technologie wird 100% da sein. Die wird das können, bin ich mir sehr, sehr sicher. Dass das mit Sicht auf 10 Jahre stimmt, ist ein No-Brainer, würde ich behaupten. Aber die Produkte Adoption und Structural Transformation, die Produkte, die schaffen, dass normale Menschen mit KI sinnvoll was bauen können, wird es so schnell nicht geben oder nur nach und nach. Die Adoption, also dass Leute beginnen, das zu nutzen, wird nur nach und nach passieren. Das kommt aus der neuesten Generation und ein paar Early Adopter in den älteren Generationen, aber der absolute Durchschnittsmensch würde es nicht nutzen. Und dann die Structural Transformation, also dass Unternehmen und Organisationen sich auch so anpassen, dass sie diese Produktivität hebeln können, die entsteht bei einzelnen Menschen, Das wiederum wird Jahrzehnte dauern, meiner Meinung nach. Das heißt, selbst wenn du glaubst, es könnte zu dieser Large-Scale-Job-Displacement gehen, dann überschätzt du, glaube ich, wie schnell Unternehmen und Organisationen sich bewegen und transformieren und verändern können. Jetzt kannst du dir überlegen, was kann stattdessen passieren, wenn die Großen sich nicht bewegen? Was auf jeden Fall passieren wird, ist, es gibt Startups, von denen wir oft reden, die schon heute AI-first oder AI-native sind. Für die trifft das alles 100% zu. Die werden viele Leute gar nicht erst heiern. Die werden mehr Umsatz mit weniger Leuten machen. Dann ist die Frage, wie schnell werden die Marktanteile gewinnen? Ich glaube, nicht innerhalb der nächsten einstelligen Jahresanzahl. Die werden sicherlich viel schneller wachsen. Die werden einzelne Industrien vielleicht zunehmend disruptieren. Aber dass sie mehr als 10% Marktanteil in den Industrien von heute auf morgen einnehmen, ist auch unwahrscheinlich. Also die sorgen vielleicht dafür, dass die großen Unternehmen statt mit 7% nur noch mit 4% wachsen oder mit 3 oder 2%. Aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass die jetzt dafür zu führen, dass unheimlich viele Leute ihren Job verlieren von heute auf morgen, sondern auch das wird, wenn überhaupt, sehr allmählich passieren. Was ich inzwischen für den wahrscheinlichsten Überschriebenen, aber einen etwas wahrscheinlicheren Transmissionsmechanismus halte oder hielte, ist, dass es Firmen geben würde, zum Beispiel diese Deploy-Codes oder Transformation-Codes, also die Firmen, die OpenAI, Entropic, aber sicherlich bald auch Private Equity-Unternehmen und die großen Unternehmensberatungen bauen werden, dass die so eine Mischung aus Software- und Dienstleistungs-Startups bauen. Also die nutzen KI und sagen nicht, wir befähigen eure Buchhaltung, weil wir wissen, eure Buchhaltung ist eh nicht transformierbar oder euer HR ist eh nicht transformierbar, sondern was wir stattdessen machen, ist, wir ersetzen es. Also die großen Firmen, die schon wissen, zunehmend irgendwie, sie werden das KI-Alter nur eher schlecht durchstehen, könnten sagen, wir fokussieren uns auf unsere Kernfunktion, Und alle Nebenfunktionen lassen wir von neuen Startups oder neuen Firmen, die effizienter sind, die unsere Legacy-Probleme nicht haben, so ein bisschen übernehmen. Das heißt, es gibt dann eben statt Buchhaltungssoftware, hast du eine Mischung aus Buchhaltungssoftware und Dienstleistung, die in das Unternehmen mehr gehen, mehr oder weniger und mit einem Fünftel der Mitarbeiter bis zu einem Zehntel der Mitarbeiter versuchen die gleiche Leistung mit KI. zu erbringen. Das heißt, du kannst mehr oder weniger dein gesamtes Buch, also ich verstehe, dass das alles nicht so einfach ist und das von heute auf morgen auch nicht geht, aber ich halte das für das wahrscheinlichere Szenario, als dass du das eigene Unternehmen transformierst, ehrlich gesagt. Also statt die 10 Leute, die du eh nicht feuern darfst, zu transformieren, feuerst du das gesamte Department betriebsbedingt, Und lässt es ersetzen durch einen externen Service. Das hast du ja teilweise auch bei Lohnbuchhaltung schon, bei Debitorenmanagement vielleicht. Und ich glaube, den Trend, das ist zumindest eine Möglichkeit, wie du zu Large-Scale-Job-Displacement kommen könntest. Also dass du sagst, die alte Organisation lässt sich nicht transformieren, ist meine Hypothese. Deswegen gibt es ein neues Beiboot der Firma. was einige Prozesse übernehmen muss, aber nicht alle. Also es kann viel mehr AI-Native agieren. Es hat Schnittstellen. Es muss Schnittstellen bauen zur alten Firma, wenn du so möchtest. Und ersetzt dafür ganze Departments in den typischen Overhead-Funktionen. HR, Accounting, Finance, Legal, Pipapo. Das heißt, die Unternehmen würden sich fast nur noch auf Produktentwicklung, Produktion fokussieren, was immer sie als Kernfunktion sehen würden. Und alles andere wird so ein bisschen von KI-Dienstleistungsfirmen ersetzt. Das halte ich für den wahrscheinlichsten Weg, wie es etwas schneller zu echtem Jobdisplacement kommen könnte, ehrlich gesagt. Wobei auch das eher ein Jahrzehnt dauert als zwei, drei Jahre, glaube ich, bis ich das durchsetzen würde. Also insofern... Was natürlich stimmt ist, also und wir haben die strategische Joblücke, wir müssen ja eh 1% der Leute ersetzen jedes Jahr, das ist unsere demografische Challenge. Das heißt, wenn wir 1% der Jobs abschaffen jedes Jahr, ist das gar nicht so schlimm. Das Problem ist natürlich, dass wir nicht aussuchen können, welche Jobs wir abschaffen. Das heißt, du brauchst Reskilling ganz sicher von den Jobs, die dann wirklich wegfallen nach und nach oder weniger werden, zu Jobs, die es können. Und ich glaube... Einige der erfolgreichsten Firmen, die in den nächsten Jahren gegründet werden oder hochwachsen, sind so Reskilling-Firmen. Du wirst doch in Europa und der ganzen Welt Hunderte von Milliarden an Spezialfonds haben vom Staat, also sowohl Städte, Länder, aber auch Staaten. Eventuell große Organisationen werden Fonds machen, um ihre Leute zu reskillen. Also wir wollen nicht 20.000 Leute entlassen, deswegen entlassen wir 10.000 und 10.000 reskillen wir, um sie woanders einzusetzen. Und dafür brauchen wir dann Anbieter, die unsere Leute KI-fit machen. Also wie mache ich aus einem Designer einen KI-Content-Creator? Oder wie mache ich aus einem Buchhalter einen, keine Ahnung... was da die nächstbeste KI-Job ist, die er machen könnte, aus dem Buch fing. Naja. Aber ich glaube, da kannst du, ich glaube, da wird es so massive Slush-Funds geben, an denen du dich bedienen kannst oder die zur Verfügung stehen werden. Und wer da das Produkt für hat, wie kann ich Leute für 12.000 Euro umschulen zu einem Job, wo sie dann mit KI arbeiten? Da wird der Staat für zahlen müssen, da wird ein großes Unternehmen für zahlen müssen, damit sie Leute entlassen dürfen. Das ist wahrscheinlich spannend. Aber ich glaube nicht an dieses Large-Scale-Job-Displacement. Wie gesagt, das heißt nicht, dass keiner seinen Job verliert. Ich glaube, es ist genauso Quatsch, dass was der Ramp-Ökonom veröffentlicht hat, dass mehr Jobs entstehen durch KI, zumindest signifikant mehr, also im Sinne von 12% mehr. Das ist natürlich Selection-Bias. Wenn ich mir schnell wachsende Firmen aus dem Technologiesektor anschaue, dann sind das die, die zuerst KI einsetzen und zufällig wachsen die ja sowieso schnell. Also das ist kein Beweis dafür, dass jeder, der KI einsetzt, jetzt sofort mit 12% mehr Einstellungen rechnen könnte ab morgen. Das ist wissenschaftlich, glaube ich, genauso großer Unfug. Ich warte vor allen Dingen auf die ersten Studien, die das beweisen können. Und dafür bin ich ein bisschen enttäuscht, dass 200 Leute hier mit sehr guten Namen sich dahinter stellen. Auch wenn ich Respekt habe vor der Mahnung und es, glaube ich, angebracht ist, da genauer hinzuschauen. Aber es wäre doch schön, wenn man das mit ersten Studien mal hinterlegen könnte und es nicht so fast ideologisch in den Wald reinruft.
Ich habe das Gefühl, es ist wieder so 2013 oder so. Wird jetzt irgendwas kommen, so General Assembly? Weißt du noch dieses Tech Design Bootcamp, was so Leuten erklärt hat, wie man jetzt neu entwickelt und designt? Dann vielleicht ein Großkonzern macht sowas ähnliches wie Otto mit About You. Also auf die Nachrichten warte ich die kommenden Wochen.
Also ich finde, dass die meisten Analogien mit der Digitalisierung ganz gut halten, ehrlich gesagt. Also du kannst natürlich sagen, um auf das Otto About You zu kommen, die Beiboot-Strategie ist das Richtige. Also die eigene Transformierung, die du natürlich trotzdem machen musst, ist mir auch klar, aber die ist natürlich viel schwerer und weniger aussichtsreich, wie ich baue auf der grünen Wiese mein eigenes Geschäftsmodell nochmal nach und wie würde ich es heute bauen. Das ist, glaube ich, besser, also wenn ich nur auf ein Projekt setzen könnte. Die Zwangstransformierung meiner 12.000-Leute-Organisation oder das Venture-Building meines Geschäftsmodells auf der grünen Wiese mit allen Vorteilen, die ich vielleicht noch habe, aber mit allen Freiheiten, die es dafür braucht, dann würde ich natürlich den About You Approach wählen. Und wie du sagst, du wirst alles möglich haben. Du hast diese Search-Funds, die versuchen, sich einzukaufen und der Illusion unterliegen, man könnte Unternehmen mal schnell transformieren. Du wirst das Modell haben, was ich vielleicht eben beschrieben habe. Du wirst Private-Equities haben, die sich einkaufen und glauben, das besser hinzubekommen als andere. Du wirst KI-Firmen haben, die das selber anbieten, aber dann eben nicht, zwar schnell wachsen, aber von einem kleinen Niveau. Du kannst natürlich sagen, Zalando hat viel Marktanteil gewonnen. Und ist mit About You zusammen auf irgendwie 10, 12 Milliarden Umsatz gekommen. Du musst aber auch anerkennen, dass Inditex immer noch bei 40 Milliarden ist. Irgendwie der größte Fast Fashion Konzern weltweit oder auf europäischem Boden. Apropos, Shein News gibt es auch gleich. Insofern ist es gar nicht so einfach. Und ich meine, wie alt ist Zalando? 20 Jahre inzwischen? Sekunde. 15 glaube ich. Sekunde. Bisschen mehr als 15. Oktober 2018 Jahre. Ja, also 18 Jahre um ein Viertel des Größten sozusagen. Also du kannst sagen, du hast jedes Jahr irgendwie 0,2, 0,3 Prozent Marktanteil gewonnen. Das ist glaube ich das Tempo. Also wird die KI-Transformation schneller sein als die erste industrielle Revolution? Natürlich. Wird sie wahrscheinlich schneller gehen als Digitalisierung? Auch. Aber wird sie in einer einstelligen Anzahl von Jahren passieren? Halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich. Und wie gesagt, ohne hier einzelnen Personen was Böses unterstellen zu wollen, ich frage mich, wie sich das mit dem wissenschaftlichen Prinzip vereinbart lässt. Es sei denn, du kannst es ja sagen. Aber ich meine, wenn du es nicht mit Zahlen belegen kannst, dann mach doch wenigstens deine Heuristik öffentlich. Also sag, wir nehmen an, dass das passiert und deswegen glauben wir das. Also wenigstens die Denkweise möchte ich ja nachvollziehen können. Aber es ist wahrscheinlich auch schwer, eine Denkweise zu finden. Es wäre ja auch ein bisschen beängstigend, wenn die 200 leading Economists auf der Welt gleich denken würden über eine neue Technologie. Das ist ja eigentlich unmöglich. Vielleicht willst du auch deswegen so ein vollkommen abstraktes Statement, weil das dann wiederum, also zu sagen, KI wird more powerful, ist ein No-Brainer. Dass es schneller geht als industrielle Revolutionen, ist auch ein No-Brainer. Ob es vastly schneller ist, ist dann schon eher die Frage. dass es Jobdisplacement geben wird irgendwo, ist auch klar. Die Frage ist eben, ist es so schnell, dass man alarmistisch sein muss und ein Handlungsaufruf, dass da alle mal hingucken sollen, ist jetzt auch kein großer Move. Ich verstehe es nicht. Und gleichzeitig, ich habe gar nicht das Gefühl, dass die Alertness nicht da ist bei den Leuten. Das Level an Alertness, also wir dass das kommen wird, das haben ja von Politikern über Business Leader, über Ökonomen ja alle gescheckt auch irgendwie. Oder vermuten es zumindest. Und wenn du keine neuen Fakten hast, einfach sowas rauszudreschen. Ich weiß nicht, was es soll. Vielleicht ist es Marketing für Brinjolfsen einfach nur wieder. I don't know. Ich habe auch keinen guten Kommentar von den anderen Leuten. Es gibt ein paar Leute, die auf Twitter irgendwie Albert Wenger schreiben. Ja, wir haben das auch unterzeichnet. Aber dass da jemand nochmal neue Fakten an den Tisch bringt, sehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Apropos Fakten. Wir gehen stattdessen mal in die Zahlen. Da gibt es ganz spannende neue Zahlen vom 8. Juli von Indeed. Die haben auch so ein kleines Ökonomielabor. Die zeigen zum Beispiel, dass mit dem Cloud Code Lounge die indizierte Anzahl an Job Offers für Entwickler um 15% hochgegangen ist. Was sie aber auch gut zeigen ist, dass das von einem sehr niedrigen Level passiert. Wir hatten dieses Overhiring zu Corona und würde man jetzt prä-Corona, also den Januar 2020, als Index 100 nehmen, dann wäre es so, dass Entwickler-Hiring auf 72,5% liegt und Gesamthiring auf 101%. Also wir haben 1% Jobs aufgebaut oder Job-Office hinzugefügt seit 5 Jahren oder 6 Jahren. Aber wir haben immer noch ein Viertel weniger Entwicklerjobs, die ausgeschrieben sind. Also du hast die Erholung mit Cloud Code, aber es kommt eben auch vom niedrigen Und ansonsten die Korrelation zwischen KI-Usage und Jobloss, würde ich sagen, ist noch nicht sehr stark und deutlich. Auch nicht in diesen Zahlen.
Du brauchst wahrscheinlich mehr Projektmanager und weniger Entwickler.
Ja, also ich glaube, du wirst diese Arbeitsteilung vor allem gar nicht mehr so sehr haben, oder? Du hast, glaube ich, eher so... Solo-Entrepreneure, die im weitesten Sinne Projektmanager sind und bestimmt möchtest du noch Entwickler, Entwicklerinnen haben, die so eine Art Code-Eval machen oder den Code checken, ob er sicher ist eine Zeit lang. Wie lange das noch nötig ist, ist auch eine Frage. Oder du hast vielleicht auch so Doppelspitzen. Eine Person, die Code versteht, eine Person, die Produktmarketing, die Organisation versteht. Ja, wir werden sehen.
Dann ab in die Schmuddelecke.
Es ist noch nicht wirklich die Schmuddelecke, aber wir gehen in die Richtung.
Wo Meta draufsteht, ist Schmuddelecke drin.
Alles klar. Bloomberg berichtet, dass Meta für ein Datacenter in Louisiana, das sie schon am Bauen sind, nochmal weitere 40 Milliarden investieren möchte. Also man hat da schon 10 Milliarden in 1 Gigawatt investiert. Damit entstehen rund 200 Jobs. Also 1 Gigawatt scheint 200 Jobs zu schaffen. Und jetzt möchte man weitere 4 Gigawatt wohl aufbauen demnächst. Und committet damit weitere 40 Milliarden über dem bisherigen Spending und landet damit, ich glaube, Meta wollte sowieso schon 200 Milliarden ausgeben oder so und würde jetzt dann bei 240, 250 Milliarden landen. Die großen Investmentbanken und so, die sich das anschauen, die haben alle schon ihre Outlooks nochmal um sieben bis zehn Prozent nach oben korrigiert. Also nächstes Jahr One Trillion Data Center Investments oder CapEx scheint immer wahrscheinlicher. Auch, dass wir dieses Jahr schon über 900 Milliarden landen, relativ wahrscheinlich. Aber ist natürlich interessant. Vielleicht macht Meta das auch so ein bisschen um dem Narrativ, dass sie Unterauslastung hätten, gegenzutreten. Also dadurch, dass sie gesagt haben, sie fangen jetzt mit dem Data Center Business eventuell an, das auch zu vermieten, wurde ihnen ja vorgeworfen, das muss heißen, sie sind unterausgelastet. Worauf Mark Zuckerberg gesagt hat, nee, nee, nee, das ist eine falsche Schlussfolgerung. Wir testen das nur mal so. Und vielleicht sagen sie deswegen, wir bauen sogar mehr aus, was dann vielleicht so ein bisschen sagen könnte, wir brauchen immer noch mehr Kapazität. Dann gibt es News aus China. Wir haben eben es kurz schon angerissen. Ich habe immer gesagt, der Xi'in-Börsengang wird nicht stattfinden. Das stimmt soweit für New York und London, wo es ihnen letztlich der Weg verwehrt wurde an die Börse. Aus geopolitischen Gründen, aus Supply Chain Gründen, also schmutzige Lieferkette, eventuell Sklavenarbeit und so. Die Xinjiang-Provinz in China spielt eine Rolle. Ich glaube auch das abnehmende Wachstum und abnehmende Potenzial. Und jetzt wird wohl für ihn doch noch gegreenlighted. Und zwar für Hongkong. Also China hat entschieden, in Hongkong dürft ihr an die Börse. Man hofft noch 40 Milliarden aufzutreiben. Wir erinnern uns, die letzte Venture-Runde war glaube ich bei 66 Milliarden. Dann ging die inoffizielle Secondary-Bewertung auf über 100 Milliarden hoch zwischenzeitlich. Da hatte ich irgendwann, glaube ich, schon pieksche ihn ausgerufen oder fand das nicht mehr so nachvollziehbar. Jetzt sind wir auf 40 Prozent davon im besten Fall. Ich bin gespannt, wie die Zahlen aussehen, die wir dann sehen werden. Ich halte sie für nicht aufregend, ehrlich gesagt. Ich würde mich wundern, wenn da irgendwie mehr als 15 Prozent Wachstum drin sind. Ich gehe davon aus, dass es profitabel ist, aber das ist auch nicht das profitabelste Jahr, in dem sie sich befinden. Wenn sie weiter wachsen wollen. Alle so externen Daten, die man beziehen kann, sprechen eher dafür, dass wir den Höhepunkt schon gesehen haben. Wir werden es sehen. Ich bin gespannt auf die öffentlichen Daten. Apropos öffentliche Daten. Die Analysefirma Counterpoint hat den Smartphone-Markt mal wieder analysiert. und sieht, dass der Gesamtmarkt um 11%, also ein Neuntel, eingebrochen ist im Vergleich zum Vorjahr. Das führen sie zurück auf die Shortage in DRAM und NAND Schaltkreisen oder Chips. Also NAND ist Flash Memory, was man so im USB-Stick im Zweifel auch hätte, aber das ist natürlich auch in Handys verbaut. Und weil das so viel teurer geworden ist durch die KI-Nachfrage, geht jetzt der Smartphone-Markt zurück. Darunter leiden vor allen Dingen die Billighersteller. Also Oppo, Vivo und Xiaomi sind die, die am meisten Marktanteile verlieren. Interessanterweise, Samsung gewinnt Marktanteile und überholt sogar Apple. Apple gewinnt aber auch von 17 auf 20 Prozent. Samsung gewinnt aber von 20 auf 24 Prozent. Das hilft offenbar schon vorher so ein bisschen Premium-Pricedex zu haben. Da fällt der Speicher dann nicht ganz so sehr auf. Also es sind ja so Zwischen 20 und 40 Dollar ungefähr im Smartphone, die Speicherkosten sind. Das Problem ist natürlich aber, dass du ja deine Marge noch oben drauf haust und dann kann so ein Smartphone bei Apple schon mal 100, 200 Dollar mehr kosten am Ende. Und das drückt gerade erheblich auf den Markt für Smartphones und insbesondere die Billiganbieter. Apropos Billiganbieter. Einer der Fails der Woche definitiv ist ein deutscher Investor-Enactment-Spezialist, hat der Bild-Zeitung ein Interview gegeben und das ist die Kategorie Märtyrer der Woche vielleicht. Und zwar sagt Frank Thelen da, dass er Millionen verloren hat wegen politischen Aussagen. Also ich glaube, er meint damit wieder irgendwelche vermeintlichen Vergeltungsmaßnahmen gegen Lilium oder so, die angeblich auf seine Person bezogen waren oder dass Leute irgendwelche Business-Deals mit ihm abgesagt hätten, nachdem er sich politisch geäußert hat. Vielleicht liegt es einfach auch daran, dass er sich nicht besonders schlau politisch geäußert hat und nicht per se daran, dass er sich politisch geäußert hat. Ich finde es auf jeden Fall... also einen billigen Weg Presse zu machen, hier rumzuheulen, dir würde jemand kein Geld gegeben haben oder du hättest gar Geld verloren und das dann auf deine politische Äußerung zu schieben. Also A ist das so dieses typische dumme rechte Märtyrer- was irgendwie auch gerade Ben Bernd nachzieht. Irgendjemand hat was gegen dich und nur deswegen hast du es doppelt so schwer und kämpfst für den Rest der Republik. Und du bist der Einzige, der sich noch traut, konservative Politik zu verteidigen in Deutschland, wo man sich fragen muss, wie man einerseits an Technologie und Fortschritt glauben kann und gleichzeitig konservative Politik gut heißt, was in meinem Kopf nicht so richtig zusammengeht. Aber jeder darf wählen, was er will im demokratischen Spektrum, wenn es geht. Aber ich finde es auf jeden Fall mal wieder einen weiteren Tiefpunkt, sich da hinzustellen und zu sagen, er hätte jetzt Millionen verloren. Wir wissen ja auch, wie ernst solche Aussagen zu nehmen sind, wenn man überlegt, mit was für Speaker-Gehältern er rumwirft, die sich dann im Nachhinein als nicht nachvollziehbar herausstellen. Oder wenn er da seine Wasser-1000x-Rendite mit seinen Investments, wo hat er das rausgehauen? Das war auch bei Ungeskriptet, glaube ich, wo er gesagt hat, er hätte irgendwelche 1000x-Renditen gemacht und wo man sieht, dass es einfach rechnerisch vollkommen unmöglich ist, dass das der Wahrheit entspricht. Das heißt, dass er wie gedruckt während er gerade zu der Zeit irgendwie Geld für ein ETF geracet hat, lügt er über die historische Rendite in der Kamera und für genauso nachvollziehbar halte ich diese Aussagen von wegen, er hätte Geld verloren, weil er sich politisch geäußert hat. Und selbst wenn, hör auf zu jammern, du musst niemanden zwingen, dich politisch zu äußern. Ich sage ja auch nicht irgendwie, ich darf in drei Startups nicht investieren, weil die Leute meine politische Meinung nicht mögen oder ich werde nicht gefragt oder wir haben weniger Hörer und weniger Werbeeinnahmen, weil Leute sich an unseren politischen Äußerungen stören. Das passiert hier auch, aber ich meine, ganz ehrlich, alles, was nicht irgendeine Downside hat, ist eh nicht wert, darüber nachzudenken. Also alle relevanten Dinge im Leben. Das sind Zielkonflikte und sich dann hinzustellen und zu jammern und dann drucken bunte Fokus und was weiß ich das direkt alle nach. Ist okay, ist auch Sommerloch. Vielleicht hat er es auch PR-technisch schlau gemacht, das in Sommerloch reinzudrücken. Für mich ist es trotzdem der Märtyrer der Woche.
Tillens Zeit ist abgelaufen in diesem Podcast.
Tillens Zeit ist abgelaufen. So, wo wir gerade bei schlechter Medienarbeit sind. Was denn?
Super, freut mich.
Und zwar habe ich auf Instagram verfolgt, dass die Pionier 3 launcht. Instagram Kachel sagt, unsere Mission ist die Demokratisierung des Kapitalismus. Ein schwimmender Campus für unabhängigen Journalismus, Finanzbildung und Community Hub. Wie unabhängig der Journalismus bei The Pioneer sein kann, wenn man gleichzeitig mehr oder weniger der Event-Venue, Event-Agentur für viele der Firmen, die man regelmäßig im Wirtschaftskontext besprechen muss, ist und wenn man irgendwie eine der größten Mittelstandskonferenzen austrägt und so weiter? finde ich sowieso kompliziert.
Das ist keine Werbung. Das ist keine Werbung. Also wenn ich eine Location vermiete an einem Großkonzern, bin ich vollkommen unabhängig.
Okay, ist gut. Wenn jemand in deiner Wohnung ein Zimmer bucht, dir 2000 Euro dafür zahlt, heißt das ja nicht, dass du die Person hinterher gut findest deswegen, oder?
Also nur ich frage für einen Freund.
Also du hast ein Ferienhaus, jemand sagt, das würde ja eigentlich 500 Euro kosten, ich würde auch 1000 für zahlen. Deswegen änderst du ja deine Einstellung gegenüber der Person nicht. Deswegen kennst du die Person jetzt ja auch nicht besser von heute auf morgen.
Wann ist das erste Event von der Deutschen Bank in Frankfurt? Wie werden diese 4000 Quadratmeter oder wie groß ist das Ding?
1000 Quadratmeter bespielt? 400 Gäste kann es auf jeden Fall. Die Pioneer 3 wird auf dem Main natürlich kursieren. Wo natürlich... wo natürlich das Potenzial für Finanzbildung schlummert, weil es geht ja hier um die Demokratisierung des Kapitalismus und das macht man natürlich aus Frankfurt.
Wie geht es aus mit Drogen? Also wir haben gelernt, auf der 2 durfte man nicht rauchen, koksen geht, macht ja das Boot nicht kaputt.
Da meckert der Käpt'n auf dem Solarschiff nicht, meinst du? Die Frage für den Freund. Aber auch mit diesen unsachlichen Kommentaren. Du bist so ein Host-Red, du sagst das nur, weil du so ein Host-Red-Ad aus Verleser bist hier und deswegen neulich die volle Breitseite von Gabor Steingart bekommen hast.
Ich würde zehnmal so viel Werbung auflesen, aber ich bin froh, dass ich einen springerfreien Cap-Table hier habe.
Ja, das ist auch wertvoll. Wer weiß, vielleicht wollen die die nächste auch die Finanzbildung in Deutschland vorantreiben und kaufen dafür einen Podcast auf. Also per se ist das Motiv. Demokratisierung des Kapitalismus. Ich bin ja nicht gegen den Kapitalismus. Demokratisierung, Finanzbildung, ich finde das alles erstmal gut. Community Hub ist ein schöneres Wort für Lobby Zusammenkunft vielleicht, aber unabhängiger Journalismus, wenn das ginge und ich fand das am Anfang bei Pioneer wirklich sehr faszinierend, dass man das versucht hat. Ich glaube, man hat nur diesen Pfad leider verlassen an irgendwie die ersten Interviews, die Gabor Steingart dazu gegeben hat, fand ich sehr überzeugend, ehrlich gesagt und hätte mir gewünscht, dass das funktioniert, aber die Wahrheit ist, es scheint nicht so unabhängig zu funktionieren, wie man sich das wünschen würde. Aber um auf den Punkt Finanzbildung zu kommen, das wäre natürlich schön und wir würden das auch per se unterstützen. Aber schaut man sich an, was die Wallstreet-Korrespondentin von The Pioneer zum Beispiel hauptberuflich macht, dann sieht man, dass die unter anderem auch zunächst kostenlos Leute in ein Programm einlädt, in der es später gemäß der Erfahrungsberichte darum geht, für 5000 Euro Kurse zur finanziellen Bildung sich einzukaufen. Ob das dann wirklich der Finanzbildung Vorschub leistet, wenn die Person dann bei The Pioneer von Wall Street berichtet und ihre Marke damit aufbaut und dann Leute in so komische Coaching-Geminare reinfunnelt, die dann wiederum Werbung machen, unter anderem mit Webinaren finanzielle Freiheit mit Optionen Doppelpunkt. Das kostet nur 39 Euro immerhin. Aber Das, finde ich, lässt sich mit guter Finanzbildung so ein bisschen schwer vereinen. Ehrlich gesagt. Wir warten mal, was dabei rauskommt. Auf jeden Fall gibt es bald mehr Insights wahrscheinlich aus der Frankfurter Bankenszene.
Frankfurter Applaus dafür.
Ich würde es auch befürworten, wenn es besseren Finanz- und Wirtschaftsjournalismus aus Deutschland gäbe. Nur habe ich ihn ehrlich gesagt da noch nicht gesehen bei der Publikation. Aber Man könnte ja auch denken, vielleicht ist das eine Lücke, die sie schließen wollen und wenn das zu einer Verbesserung des Coverage führt, dann sind wir im Zweifel auch dafür. Auf die letzten News habe ich eigentlich keinen Bock. Die packen in die Shownotes. Also die New York Times schreibt, how terrorist groups using AI to gain an edge. Es geht darum, wie bei Boko Haram KI genutzt wird, um Anschläge zu planen und eigentlich die gesamten Operations von so einem Terrorismus-Netzwerk zu verbessern. Wer das interessiert, kann es selber durchlesen. Alle anderen möchte ich damit jetzt auch gerade nicht behelligen.
Dann habt einen schönen Mittwoch.
Damit haben wir es geschafft für diesen Mittwoch und hören uns am Wochenende, am Samstag wieder, hoffentlich.
Bis dann. Peace.