Doppelgänger Folge #581 vom 21. Juli 2026

Late Stage 99? Galloway vs. Pip | China auf Fable-Niveau: Second-Order-Effekte | Allianz der Billigen #581

Scott Galloway ruft das Platzen der KI-Blase aus. Pip fragt sich, ob es nicht vielleicht erst 1998 ist. Aus China kommt diese Woche ein Modell nach dem anderen: Kimi K3 bricht unter der eigenen Nachfrage zusammen, Alibaba zeigt Qwen 3.8 Max, und Zhipu alias Z.ai baut das erste Gigawatt-Rechenzentrum komplett auf chinesischen Chips. Xi ruft derweil eine neue KI-Allianz aus, während in Washington schon die ersten Pläne gegen chinesische Open-Source-Modelle zirkulieren. Bei der Rechenleistung wird es kurios: Meta und SpaceX vermieten auf einmal Kapazität an Anthropic und ans Pentagon. Dazu Trumps Vorstoß gegen die EU-Regulierung, Sandbox-Ausbrüche bei Coding-Agenten, der Rücktritt von Jens Spahn und der Springer-Preis für Peter Thiel.

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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) 1999?

(00:17:16) Kimi K3 überrannt

(00:20:27) Meta vermietet Compute

(00:22:37) SpaceX ans Pentagon

(00:25:33) China AI-Tigers

(00:30:52) Z.ai auf China-Chips

(00:33:50) Allianz der Billigen

(00:42:40) FINRA für KI

(00:44:33) Google Frozen-Chip

(00:54:15) Google frisst offenes Web

(00:56:23) EU-Strafe für AliExpress

(00:58:17) Trump gegen EU-Regeln

(01:00:58) Sandbox-Escapes

(01:03:55) Spahn tritt zurück

(01:07:25) Thiel Springer-Preis

(01:14:29) ASML-Bonus


Shownotes

Kimi stoppt neue Abos wegen Compute-Mangel - ⁠⁠scmp.com⁠⁠

Meta vermietet Anthropic Compute für 10 Mrd. - ⁠⁠nytimes.com⁠⁠

Meta holt AWS-Manager für den Cloud-Push - ⁠⁠wsj.com⁠⁠

SpaceX liefert dem Pentagon Rechenleistung - ⁠⁠wsj.com⁠⁠

Alibaba zeigt Qwen 3.8 Max - ⁠⁠bloomberg.com⁠⁠

Z.ai erreicht 1 Mrd. Jahresumsatz - ⁠⁠bloomberg.com⁠⁠

Z.ai baut Gigawatt-Rechenzentrum auf China-Chips - ⁠⁠bloomberg.com⁠⁠

Xi gründet KI-Allianz WAICO - ⁠⁠aljazeera.com⁠⁠

USA erwägt Bann gegen chinesische Open-Source-Modelle - ⁠⁠axios.com⁠⁠

USA erwägt FINRA-artige KI-Aufsicht - ⁠⁠bloomberg.com⁠⁠

Googles Frozen-Chip gießt Gemini in Silizium - ⁠⁠theinformation.com⁠⁠

AI-Mode trocknet das offene Web aus - ⁠⁠nytimes.com⁠⁠

EU-Rekordstrafe: 550 Mio. gegen AliExpress - ⁠⁠ft.com⁠⁠

Trump gegen EU-Tech-Regeln über die UN - ⁠⁠politico.eu⁠⁠

Sandbox-Escapes bei KI-Coding-Agenten - ⁠⁠bleepingcomputer.com⁠⁠

Peter Thiel bekommt den Axel-Springer-Preis - ⁠⁠axelspringer.com⁠⁠

ASML zahlt allen Mitarbeitern 20.000 Euro Bonus - ⁠⁠bloomberg.com⁠⁠


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast Folge 581 am 22. Juli 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und wir fangen an mit ein bisschen unvorbereiteter Frage. Am Wochenende, als wir schön entspannt haben, habe ich irgendwann mal kurz in Pivot reingehört. Und da höre ich die neue Platte von Scott Galloway. Und zwar, er meint, wir sind im Jahre 99 und jetzt platzt erstmal die Customer Place, also OpenAI, dann die B2B-Wette, Achtung, Achtung, deine Anthropic Shares gehen steil nach unten und am Ende des Jahres geht es dann an die Infrastruktur NVIDIA. Ja, die Platte läuft. Ich glaube, wir hören sie jetzt die nächsten Monate. Ist der DJ ein bisschen zu früh dran oder hast du auch schon so Bubble-Vibes?
Also mein Gefühl ist eher, wir sind 1998. Er sagt Herbst 99 oder Late Stage 99. Das wäre dann kurz vorm Platzen der Bubble. Wobei man sagen muss, die 2000er, also er meint damit natürlich die Internet-Bubble, wenn er 99 meint von 2000. Die ist ja über zwei Jahre zerfallen in so einer Salami-Zerschichtung. Es war gar nicht so ein Platzen irgendwie, dass man innerhalb von ein paar Wochen 40% verliert oder so, sondern es hat 80% über lauter Anstiege, also Abstiege und zwischendurch wieder Aufstiege verloren. So dramatisch war das gar nicht. Ich habe nicht das Gefühl, also ich habe noch nicht den Newsletter geschrieben, aber der Titel, der mir im Kopf rumschwebt, ist schon wieder Diebsieg. Also Wir haben halt all diese Diskussionen einmal geführt, als Diebstik rauskam. Chinesische Modelle bieten alles irgendwie zehnmal günstiger, fast gleiche Leistung. Die Diebstik hatte damals kurze Zeit mal gleiche Leistung. Und es hat nichts getan, tatsächlich. Jetzt kommt das, glaube ich, von einer breiteren Front, das Vordringen Chinas und der Open-Weights-Technologie. Aber... Ich sehe das nicht. Also ich finde es vollkommen valide und mache das ja auch selber, auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Und ich habe auch selber gesagt, dass das die größte Gefahr ist, die ich sehe. Aber auch da fehlt mir so ein bisschen die Logik. Also A, warum sollte die Data Center und Nvidia Blase platzen, wenn China der Grund sein sollte? Also, wobei, fangen wir mal an. Seine Hypothese ist ja, die Applikationen funktionieren nicht, dann wechseln alle auf B2B, das klappt auch nicht und dann merkt man irgendwann, dass man auch die Infrastruktur hätte nicht bauen müssen. So war das tatsächlich in der 2000er-Blase, wenn man das ganz stark zusammenfassen oder paraphrasieren möchte. Funktionieren die Consumer-Produkte nicht, Fragezeichen? Hat ChatGPT nicht eine Milliarde Nutzer und Google noch mehr und gibt es nicht noch andere Lösungen, die mehr und mehr genutzt werden? Funktioniert B2B nicht? Haben wir nicht Customer Care Agents gebaut? Haben wir nicht Robo-Programmierer gebaut? Also was funktioniert da nicht genau? Vielleicht sind die Ambitionen ein bisschen groß, aber jeder, der im KI arbeitet, würde, also die KI-Forscher sagen alle relativ uno sono, dass sie überrascht sind, wie schnell insbesondere Software-Programmierung vorangegangen ist, dass sie überrascht sind, wie schnell Reasoning vorangegangen ist, dass mathematische Probleme jetzt vielleicht nicht reihenweise, aber immer mal wieder sporadisch gelöst werden. Also ich unterschreibe die Grundhypothese schon mal gar nicht. Was nicht heißt, dass wir nicht in einer Bubble sind oder dass die nicht platzen kann oder dass da Luft entweichen kann. Das ist natürlich vollkommen richtig. Aber das Er versucht das ja mit einem Narrativfall fast von einer gefehlten Technologie, oder dass sie zehn Jahre zu früh ist, oder was auch immer man in der Internet-Bubble hätte vorwerfen sollen. Die Wahrheit ist ja auch, aus der Internet-Bubble ist später eine 30-Billionen-US-Dollar-Industrie geworden, also 30.000 Milliarden Industrie, oder was die Nestec heutzutage wert wäre. Also ich sehe es nicht so. Ich sehe das kommen. Ich glaube auch nicht, wir sind late 99, weil dafür sehe ich zu viel Fortschritt, dafür sehe ich eine viel zu langsame Adoption immer noch. Das heißt, es kommen noch jeden Tag neue Leute in den Markt, glaube ich, oder in die Märkte. Die Firmen lernen gerade erst, das sinnvoll einzusetzen. Das Wissen verbreitet sich gerade erst, also wie erfolgreiche Use Cases auch funktionieren. Der Build-Out Also eine andere Sorge von mir ist, neben dem China-Risiko, ist, dass der Build-Out immer teurer wird. Dass die Hyperscaler zwar eine Billion ausgeben nächstes Jahr, aber dass man gar nicht so viel mehr Rechenzeit dafür bekommt, weil einfach alles nur teurer wird. So ein bisschen wie bei der Rüstungsbeschaffung in Europa. Wir haben irgendwie zehnmal so viel Geld zur Verfügung, aber kriegen die gleiche Anzahl Panzer jetzt mal ganz stark übertrieben auch. Aber so das... Ja, aber um dann nochmal das einerseits zu den Argumenten, die er so ein bisschen gesagt hat. Dann die China-Gefahr, das versucht er ja auch damit zu verknüpfen. Es ist doch vollkommen klar, dass selbst wenn ich ein Open-Source-Modell nutze, ich das ganz sicher nicht in einem chinesischen Data Center laufen lasse. Also es wird auf westlichen Chips, auf Nvidia-Chips höchstwahrscheinlich zur Mehrheit noch, na Mehrheit weiß ich nicht, aber entweder wird ein großer Marktanteil behalten, es wird in westlichen Cloud-Providern laufen. Klar, Google, Microsoft, Amazon bauen ihre eigenen Chips, Anthropic Open AI bauen ihre eigenen Chips. Das heißt, es wird für Nvidia schwerer, aber das heißt nicht, der Chipmarkt wird kleiner, im Gegenteil, er wird größer, die Hyperscale und Energie wird weiter brummen. Es sei denn, wir glauben, der Demand lässt nach, aber Das ist das Einzige, was ich wirklich überhaupt nicht sehen kann. Also vielleicht wird es eine Firma, wir werden jetzt bald auch wieder mal so Nachrichten lesen, wie irgendein deutscher Mittelständler stutzt sich da hervor und sagt, also wir haben das mit der KI wieder abgeschafft, weil das bringt ja gar nichts, ich habe das durchgerechnet. Oder vielleicht ist es auch ein Wall Street CEO. Werden wir bestimmt auch hören, aber das... Die Masse sagt, wir machen jetzt weniger KI in Zukunft. Keine Ahnung, woher man seine Informationen beziehen will, um zu dem Schluss zu kommen, dass man seiner Organisation jetzt KI verweigern sollte oder sagt, ich verbrauche jetzt weniger Tokens demnächst. Vielleicht, es gibt immer diese kleinen Übertreibungen, ich habe mal hier zu viel durchgebrannt und ich muss das mal ein bisschen einregieren. Das mag alles kommen. Aber dass es ein Quartal gibt, in dem die Menschheit weniger Tokens verbrennt als im Vorquartal, Vielleicht gibt es da mal ein Ausnahmequartal, das weiß ich. Drei aufeinanderfolgende Quartale, die Tokenconsumption der Menschheit, oder nee, zwei aufeinander, wir machen es so ein bisschen wie die Rezessionsdefinition. Ja, man muss natürlich aufpassen, weil wenn ich jetzt sage ein Quartal, dann haben wir irgendwie das nächste Corona oder irgendwie Weihnachten und dann sagen wieder alle, deswegen, also zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkender Tokenconsumption halte ich für Nicht unmöglich, aber extrem unwahrscheinlich. Und das wäre so ein bisschen für mich die Definition von, man kann sich jetzt fragen, ob KI überschätzt wurde. Solange wir immer noch mehr Tokens verbrauchen, werden die weiter in Datacenter gerechnet werden, werden die weiter auf Chips mit Speicher und so weiter gerechnet werden. Das heißt, diese ganze Industrie wird weiter wachsen. Ob sie trotzdem zu hoch bewertet ist und nicht so schnell wächst, wie erwartet, ist eine andere Frage. Ja, weiß nicht, wenn ich rauszoome, also man muss sich halt so ein bisschen mal aus dem Moment entfernen, jetzt gewinnen wieder irgendwelche Narrative, wir sind überflutet mit Nachrichten aus China, wie eine Firma nach der anderen die Leistung der großen US-Modelle einstellt, also sozusagen den Rekord einholt oder sehr nah rankommt. Klar, aber wir waren damals vor anderthalb Jahren mit Diebsieg und es hat nichts verändert im Markt, außer dass man noch mehr investiert hat und dann ist das doch alles so ein First-Order-Thinking. Also was ich ja hier im Podcast schon mehrmals gesagt habe, ist, dass wenn China das Problem wird, es ist doch nicht so, dass der Rest der Welt den Atem anhält oder die Füße still hat. Natürlich wird Trump das verbannen und er wird es nicht nur in den USA verbannen, sondern er wird gleich sagen, dass die westlichen Alliierten ja nicht wagen sollen, chinesische Modelle zu nutzen, sonst werden sie selbst als Sicherheitsrisiko eingestuft werden. Ist doch vollkommen klar, was passieren wird. Also man muss schon auch so ein bisschen die Man muss jetzt hier nicht 5D-Schach spielen, aber so ein bisschen Second- und Third-Order-Effekte mit einbeziehen. Und dass es ja ein dynamisches System ist, wo Leute aufeinander reagieren und es Handlungsspielraum gibt. Ist, glaube ich, auch klar. Das wäre das Gesündeste, was passieren kann, dass wir eine Parallelwelt aus Open-Weights-Modellen haben, die ganz viel für die Verbreitung der Technologie tun, die ganz viel für Start-ups tun, die da kostengünstig mitarbeiten können, die ganz viel für Forschung in der sich entwickelnden Welt oder KI-Nutzung in der sich entwickelnden Welt im sogenannten globalen Süden. Das ist total gut, dass es die Open-Weights-Modelle gibt. Das ist ja auch die Hoffnung, dass wir in Europa irgendwie was auf die Kette bekommen, indem wir die nutzen. Und trotzdem ist das für mich nicht die Berechtigung zu sagen, dass die US-Konzerne deswegen alle scheitern würden. Es gibt wahrscheinlich zu jedem großen US-Software-Konzern, den wir gerade kennen, der über 100 Milliarden groß ist, eine Open-Source-Alternative. Du musst nicht Microsoft Windows nehmen, du kannst Linux nehmen, du musst nicht Apples iOS nutzen, du kannst auch da Linux oder ein Android-Handy nutzen. Du musst nicht Salesforce nehmen, du kannst entweder ein viel günstigeres, kleineres System nehmen, du kannst aber auch Open-Source-CRM-Alternativen nutzen, du kannst die heutzutage wipe-coden, zumindest Bestandteile davon. Und trotzdem entscheiden sich Leute, das zu tun. Du musst ja auch nicht SAP nehmen, sondern auch da gibt es... da gibt es jetzt keine full-suite Open-Source-Alternative, aber ich sehe das deutlich nicht so kritisch. Wie gesagt, gar nicht sagen, es kann nicht platzen oder es gibt keine Blase. Aber die Leute, die jetzt wöchentlich erklären, warum die Blase diese Woche jetzt aber wirklich platzt und sich die Anzeichen mehren und so weiter, es gibt sicherlich Anzeichen. Wie gesagt, wir sind in der Blase. Aber dass wir jetzt spät 99 sind, also innerhalb der nächsten sechs Monate, dass hier irgendwie beginnt, einen deutlichen Abwärtstrend zu zeigen, Das sehe ich ehrlich gesagt nicht. Das sind glaube ich hauptsächlich Leute, deren Aufgabe es ist, Narrative zu formen. Gehören die natürlich auch so ein bisschen dazu, mit aller Selbstkritik. Aber wenn man sieht, was passiert in der Verbreitung, der Distribution, der Adoption im B2B-Markt, bin ich eigentlich noch verhalten bullisch, ehrlich gesagt, für KI alle Risiken anerkennt.
Im B2B-Markt, ja. Kann man sagen, dass B2C irgendwie der Dominostein ist, der das alles zum Rollen bringt? Man kann sich ja schon vorstellen, dass OpenAI-Tokens weniger genutzt werden in den kommenden Monaten.
Boah, nee. Nichts ist unvollstellbar. Es geht immer nur um Wahrscheinlichkeiten und Szenarios. Aber Codex läuft ja relativ gut an. Ja, da sind irgendwie kostenlose Angebote teilweise dabei oder hohe Discounts und so. Aber laufen die Leute von ChatGPT weg? Nee. Ich glaube zwar, dass Google schneller wächst. Ich glaube, SimilarWeb hat gerade wieder neue Zahlen rausgebracht zum Wachstum von Gemini, was brutal ist. Ich glaube, auch Google gewinnt den Consumer-Markt. Trotzdem, die Leute, die ChatGPT nutzen, lieben es. Und ich glaube, ChatGPT kreiert auch jeden Tag noch mehr Tokens. Und Codex, also der professionelle Markt, wächst auch unheimlich schnell im Moment. Und ich sehe die Menschen, die heute ChatGPT nutzen, bis auf ein paar... vermutlich genauso sein wie bei allen Tech-Entwicklungen. Es gibt ein paar Nerds, die brüsten sich damit, ein Open-Source-System zu nutzen, sagen hier, in China kriege ich das alles günstiger, es läuft auf meinem Handy oder es läuft auf meinem kleinen Mac Mini oder auf dem nächsten MacBook oder nächsten irgendwie Lenovo-PC. Mag sein. Aber dass der Durchschnittsbürger von ChatGPT jetzt weggeht, glaube ich erstmal nicht.
Oder? Das ist wahrscheinlich so wie Facebook, dass wir irgendwie vor Jahren schon gelöscht haben, aber sich trotzdem noch gut entwickelt hat.
Ja, könnte man so sagen.
Also du hältst dagegen. Du sagst, OpenAI, Anthropic und Nvidia sind Ende des Jahres mehr wert und nicht weniger.
Ich würde sagen, Anthropic ist mehr wert. OpenAI ist... Gerade sehe ich eher positives Momentum. Auch wenn, glaube ich, viele Sachen nicht perfekt machen. Aber mit Codex könnte auch OpenAI wieder mehr wert sein. Ja, ob die jetzt 5% mehr oder weniger wert sind, finde ich gar nicht so wichtig. Aber ich meine, wenn er sagt Ende 99, dann meint er, dann ist das ja nicht, also die Prediction dahinter ist ja nicht, die werden Ende des Jahres 5% unter Markt performen, sondern wir stehen mal im Abgrund und gucken sozusagen in den fallenden Kurs hinein, der uns jetzt zwei, drei Jahre begleiten wird. He might be right, I might be right. Ich würde in dem Fall dagegen bitten. Ich glaube, wir haben noch definitiv gute sechs Monate. Ich glaube, dass wir auch, und man kann das natürlich nicht auf länger als sechs Monate hinaus sehen, aber ich sehe auch, dass das ja auch ein Jahr vorangeht. Der Ausgabezwang ist ja weiter da. Du darfst ja nicht vergessen, selbst wenn wir als Consumer jetzt nicht genug KI nutzen, dann befinden sich die großen Tech-Konzerne immer noch in dem Rennen um AGI und jeder will das gewinnen und nicht ins Hintertreffen graben. Das heißt, die würden erstmal stur wie blöde weiter Datacenter bauen. Und wenn es, dann würde man halt weniger für Inferenz nutzen und mehr für Training im Zweifel, um die Technologie voranzubringen, um vielleicht auch mehr Anwendungen zu bauen, die wiederum Demand schaffen. Du könntest ja auch sagen, mit jeder Intelligenzstufe, die die Modelle voranschreiten, entsteht wieder neuer Demand. Das sieht man ja auch. Also die Retention Rates über die Jahre hängen ganz klar an den Fähigkeiten der Modellen, würde ich behaupten. Das ist erstmal nur eine Korrelation, aber was du siehst ist, ChatGPT-Moment 2022 haben 50% der Unternehmen nach 12 Monaten aufgehört, für OpenAI zu zahlen. Ein Jahr später, 23, waren es schon 70 Prozent, die dabei geblieben sind. Ich sage es jetzt ein bisschen aus dem Kopf, es gibt einen Chart, der es uns gezeigt hat, in meiner Präsentation kann man anschauen. Und inzwischen sind wir halt bei 80, 85, 90 Prozent der Unternehmen, die dabei blieben. Und das liegt natürlich auch daran, dass die Anwendungen besser geworden sind, aber dass die Modelle besser funktionieren und mit Wenn man die Modelle noch weiterentwickelt, werden die Anwendungen noch besser werden und alles, was derzeit nicht funktioniert, Halluzination, Zuverlässigkeit, Nachvollziehbarkeit und so weiter, dann wird ja weiter geforscht. Und das wird ja nicht aufhören, weil der große Pokal, der dann vielleicht nicht in zwei, sondern in drei oder vier oder fünf Jahren kommt, bleibt ja irgendwie da und die sind weiter im Rennen darin und die Waffenverkäufer, die NVIDIAS und so weiter, die Broadcoms werden weiter davon profitieren. Ich sehe eine Gefahr, dass der Ausbau so ein bisschen stoppt, weil in der Supply Chain nicht alles parallelisiert werden kann. Das heißt... Ein Billiard kann zwar mehr Chips bauen vielleicht, aber du kriegst nicht schnell genug Generatoren hin oder Transformatoren oder Energie oder Building Permits. Das ist auch schon eine Gefahr, die ich sehe. Aber wird irgendwas davon jetzt die Entwicklung komplett reversen oder aufhalten? Ich sage eher nicht. Ich glaube, mehr als anderthalb Jahre eine Prognose zu machen, macht gar keinen Sinn derzeit. Aber ich sehe in den nächsten zwölf Monaten ohne ein echtes Black Swan Event keinen Platz in der Blase. Und wie gesagt, wenn China, sagen wir China entkoppelt sich, so Entkopplung würde ich definieren als China schafft es mehr als nur abzugucken im Westen, sondern schafft ein günstigeres und besseres Modell zu bauen. Also was nicht nur in einem Bereich, sondern wirklich in allgemeiner Intelligenz besser wird als westliche Modelle. Dann wäre das sicherlich so ein Schock oder Black Swan, beziehungsweise kein echter Black Swan, weil das ist ein Known Unknown oder wie sagt man das? Aber wie gesagt, darauf würde der Westen reagieren, entweder mit noch mehr Investitionen oder sehr protektionistischer Politik. Das könnte die Märkte erschüttern, aber... Die Leute sind sich ja der Risiken sehr bewusst. Also ich bleibe da optimistisch. Wir haben schon die erste halbe Stunde des Podcasts verbracht, ohne irgendwas über News zu reden. Aber das ist ja eine schöne Diskussion, die wir jetzt wahrscheinlich jede Woche haben. Aber die Lage ändert sich ja auch jede Woche ein bisschen. Es wirkt so, als wenn es sich ändert, wie gesagt. Aber man muss auch mal rauszoomen und sagen, wir hatten das alles mal. Es ist schon wieder die Psyche. Damals war es im Nachhinein wahrscheinlich eine Kaufgelegenheit für viel. Also hätte man damals nachgekauft. Ich habe jetzt keinen Bock, die Analyse zu machen, aber wir können jetzt hier einen französischen Praktikanten... Fragen und dann wäre es wahrscheinlich ganz schlau gewesen, zu dem Deep-Seek-Moment nochmal die ganzen AI-Stocks nachzukaufen. Ich sage nicht, dass man das jetzt tun soll, aber wenn du siehst zum Beispiel, wie die großen Hyperscaler gerade performen gegen den Nasdaq, also da frage ich mich schon, ist das nicht eher eine generational buying opportunity oder die Softwarekonzerne? Naja, das ist ja auch lustig, dass der Markt einerseits denkt, das geht jetzt alles in die Binsen und gleichzeitig aber glaubt, Software wird disrupted. Also was denn jetzt? Also man kann es ja nicht glauben, ServiceNow, Salesforce und Workday gehen alle kaputt, aber KI wird nicht erfolgreich.
Also es sind doch, wie gesagt, wir gucken uns das an. Ja, aber wir gehen zu den News und was wir auf jeden Fall in den letzten Monaten mehr in den News haben, ist China. Also die hauen ja jede Woche was raus.
100%. Wir haben letztes Mal schon darüber geredet, dass Kimi K3 draus ist, die neueste Iteration des Kimi-Modells. von der Firma Moonshot AI, in Klammern, wo ich auch indirekt beteiligt bin, mit ganz kleinem, sowohl aus meiner Sicht, vor allen Dingen aber aus deren Sicht, minimales Investment. Und die brechen jetzt so ein bisschen unter der Lastsuche. Also die haben ihren Opus 4.8-Moment, könnte man sagen. Und zwar schließen sie die Registrierung, weil... Der Demand für das K3-Modell, das ist das, was in, ich glaube, Frontend-Entwicklung besser war als die anderen und ansonsten sehr, sehr nah rankommt an die Top-Modelle. Ja, zu viel Registrierung. Man versucht, die bestehenden Nutzer erstmal weiter zu surfen. Deren Kapazität muss aber auch ein bisschen eingeschränkt werden. Interessanterweise bekommt Moonshot dafür überwiegend Liebe. Also wenn man sich anschaut, wie auf X in dem Fall ähnliche Nachrichten von OpenAI oder Cloud oder Entropic kommentiert werden, ist es erstaunlich, wie nett die Nutzer mit Kimi und Moonshot umgehen. Ist aber natürlich erstmal jetzt ein gutes Zeichen, dass man wirklich so viel Nachfrage da sieht. Also kommt drauf an, für wen müsste man natürlich dazu sagen. Für Entropic ist es wahrscheinlich schon problematisch. Ja, aber Ich habe heute auf LinkedIn so ein bisschen verglichen den US-Markt. Eigentlich, du siehst alles, was du in den USA gesehen hast, so mit vier Monaten, drei Monaten Verzug in China. Es ist ja so, dass diese China-Modelle, Aber die China-Dinger, auch da sind die großen Tech-Konzerne. Alle investiert interessanterweise. Also es gibt ja so die sogenannten AI-Tigers. Das ist ZAI, also Sibu, die das GLM-Modell machen. Das ist Minimax, das ist Moonshot Kimi, noch drei andere, nicht so A1-AI und Sekunde, muss jetzt mal in meine Infografik gucken, wie die anderen noch gleich heißen. Ich vergesse sie immer. Stepfun, genau, Stepfun und Bytron. Und in denen sind wiederum beteiligt oder haben die ersten Finanzierungsrunden in der Regel die alten Tech-Konzerne, also Alibaba, Tencent, Baidu, Xiaomi, Maituan und Hongshan Capital gemacht. Also ganz ähnlich wie bei uns. Der Grund vermutlich auch, weil die natürlich schon Rechenzentren hatten und GPUs und beim Training helfen konnten. Also so wie das auch im Westen gelaufen ist. Sehr analog, finde ich. Und Jetzt bei Kimi kann man sagen, das ist so der Moment, wo Entropic irgendwann mal Probleme hatte zu surfen. War das mit Mythos oder schon mit Opus 4.8? Ich glaube, es war Opus 4.8. Aber auf jeden Fall auch da sehr vergleichbar. Also die haben wahrscheinlich zu wenig Kapazität aufgebaut. Wir kommen später nochmal auf Sipu. Die haben gerade ganz gut in Kapazität aufgebaut und fahren damit weiter. Auch ganz gut. Wo wir über Kapazität reden, die Firma, die kein Hyperscaler ist, weil sie zu viel Kapazität aufgebaut hat, das möchte ich nochmal ganz klar sagen, dass Mark Zuckerberg das dementiert hat, also Meta wird zwar Rechenzentrum vermieten, das heißt aber nicht zwangsläufig, dass man zu viel Kapazität, dass man sowas wie Überkapazitäten hätte. Aber die sind jetzt in Gesprächen mit Anthropic, um Datacenter-Dienstleistungen im Wert von 10 Milliarden an Anthropic zu verkaufen, was natürlich auch einer gewissen Ironie nicht entbehrt. Also einerseits, dass SpaceX, Elon Musk oder SpaceX AI heißen sie jetzt, dass sie ausgerechnet an den Woken Cloud und Dario ihre Datacenter jetzt vermieten. Aus der Richtung ist es lustig. Es ist natürlich genauso lustig aus der anderen Richtung, nämlich dass Woke and Shopping ausgerechnet bei Meta und SpaceX neben vielen anderen jetzt die Überkapazitäten abnimmt und damit seinen Bot betreibt. Genau das berichtet die New York Times. Wie gesagt, Mark Zuckerberg hat gesagt, man hätte keine Überkapazitäten. Interessant ist, dass für dieses Nicht-Über-Kapazitäten-Business außerdem ein sehr seniorer Amazon-AWS-Executive geheirat wurde. Also einer der höchsten, Dave Clark? Dave Brown? Wer ist Dave Clark nochmal? Das ist auch irgendein Tech-Executive. Sekunde. Bringt überhaupt nichts für die Sendung. Ich muss aber trotzdem wissen, damit ich weitermachen kann. Keine Ahnung. Also Dave Brown, Senior Vice President, das ist eine relativ seniore Rolle bei AWS. Zuvor hat er 20 Jahre bei Amazon Web Services gearbeitet im Hyperscaler-Segment. Den hat Meta jetzt geheiert, um das eigene Datacenter-Geschäft, also das Vermieten von Nicht-Überkapazitäten zu leiten. Und da sicherlich weitere Kunden, die die knappen Ressourcen von Meta noch knapper machen sollen, heranzuschaffen. Genau. Ansonsten, wo wir bei Datacentern sind, die anderen, die ja keine Überkapazitäten haben, sind SpaceX. Die haben einfach nur genug ausgebaut. Und die vermieten jetzt wohl ihre Nicht-Überkapazitäten an das Pentagon.
Überhaupt keine Bubble-Feelings hier.
Ich sage das bei den beiden, weil ich es lustig finde, weil die das so versuchen zu dementieren und zu tun, als wäre es kein Problem. Für die Gesamtindustrie ist es ja kein Problem, weil es gibt ja Firmen, die händereißend versuchen, diese Ressourcen zu bekommen. Also bloß, weil zwei überausgebaut haben und zwei unterausgebaut, nämlich Google und N-Shopping, heißt das ja nicht, dass die gesamte Infrastruktur, so wie Scott Wagoner das inszenieren will, demnächst nutzlos bleiben wird. Da wäre ich mal ein bisschen vorsichtiger.
Aber ich habe mittlerweile das Gefühl, vielleicht hat der auch irgendwas geflüstert bekommen. Vielleicht kriegen wir jetzt die ersten Earnings Calls, in denen einer der Hyperscaler sagt, wir bauen jetzt mal ein bisschen langsamer.
Ja, nein. Also, wer weiß? Ich glaube eher nicht. Ich glaube, es gibt... Goldman Sachs hat neulich eine sehr gute Grafik released in einem Newsletter. Und zwar, das, was ich immer sage, also wenn ich am Anfang des Jahres meine Präsentation halte, wo ich dann zeige, 780 oder 990 Milliarden sollen dieses Jahr in DataCent investiert werden, sage ich immer, und diese Zahl wird über das Jahr nochmal nach oben korrigiert in der Regel. Also ich rechne damit, dass wir eher Richtung eine Billion gehen, auch vielleicht schon gegen Ende dieses Jahres. In der Grafik sieht man sehr gut, wie wirklich über das Jahr diese Projections immer um bis zu 40 Prozent, glaube ich, nach oben korrigiert werden. Weil Meta jetzt, wie neulich sagt, hier in Louisiana war das, glaube ich, da haben wir nochmal 40 Milliarden drauf eben und geben nochmal richtig Gas. Und so sieht es ja auch dieses Jahr aus. Das heißt, ich gehe eher davon aus, dass die Projektionen bei CapEx noch mehr steigen werden als gedacht und nicht, dass da Investitionen zurückgezogen werden. Was es sicherlich gibt, ist, dass gewisse Dinge nicht so schnell gebaut werden konnten, wie man wollte. Das sehe ich schon. Aber nicht, dass jemand sagt, wir brauchen weniger Kapazität. Auf jeden Fall, SpaceX vermietet an das Pentagon. Und das ist natürlich einer der größten Kunden im Datacenter-Geschäft, das Defense Department oder Department of War, wie es jetzt genannt wird. Und das darf prinzipiell, hat es in der Regel so Rahmenverträge mit allen großen Tech-Konzernen, aber jetzt soll SpaceX wohl, vorher haben sie hauptsächlich bei AWS in so einer speziellen Instanz von AWS gehostet und jetzt sollen sie wohl zunehmend auch auf die SpaceX-Dienstleistung zurückgreifen in Zukunft. Elon Musk, gute Beziehungen zur Trump-Regierung haben dabei sicherlich nicht geklappt. Gehäufen. Fairerweise ist, wenn man auf den Markt schaut und du brauchst irgendwoher Compute, dann gibt es das halt entweder in den Neo-Clouds, relativ teuer bei den großen Hyperscalern, oder eben bei denen, die so ein bisschen zu viel haben, nämlich SpaceX und Meta. Insofern ist es vielleicht auch einfach der normale Markt, der das entscheidet. Weiß man nicht. So, wir gehen nochmal zurück nach China. Und zwar ist es nicht nur so, dass die großen Tech-Konzerne alle in diese sogenannten AI-Tigers, das ist diese neue Klasse von AI-Frontier-Labs, wenn man so möchte, aus China investieren, sondern die haben ja auch alle selber ihr eigenes Open-Weights-Modell in der Regel. Also bei Alibaba ist es Quen, bei... Tencent ist es, Hi3 glaube ich heißt es. Bei Xiaomi ist es Mimo. Also auch die haben ihre eigenen State-of-the-Art LLMs in der Regel, die auch relativ gute Performance machen und immer zu sehr guten Preisen vor allen Dingen auch. Das neue Qen 3.8 Max von Alibaba kommt auch wieder sehr gut an und ähnlich wie Kimi K3 und GLM 5.2 kommt es sehr nah an die Performance der besten Coding-Modelle ran und sorgt dafür unter anderem, dass der Kurs von Alibaba um 5% Gestiegen ist, genau. Und was man so ein bisschen überlegen muss, das, was ich heute auf LinkedIn geschrieben habe, ist, ob du halt weiter China ignorierst aufgrund der ganz offensichtlichen Probleme mit Governance, mit Besitzrechten und so weiter. Ob du versuchst, in diese neuen Frontier-Modelle hineinzukommen. zu investieren, wo man aber sagen muss, die sind kein Stück billiger als im Westen. Also Sipu ist an der Börse, ist mit 60 Mal Umsatz bewertet, glaube ich. Kommen wir gleich drauf. Minimax ist an der Börse, ist sehr teuer bewertet. Das heißt, du bekommst die gleichen Preise wie im Westen und noch mehr Unsicherheit. Die Frage ist, ob dir das wert ist, weil sie vielleicht die bessere Strategie haben oder weil Open Source noch schneller wachsen kann, theoretisch. Vielleicht, vielleicht nicht, das weiß man nicht, aber einen Preisvorteil kriegt man in China nicht. Es sei denn, glaube ich, man investiert über die Tech-Konzerne, also dass du in Tencent, Alibaba, Baidu oder so investierst, dann kriegst du halt Anteil an diesen Firmen mittelbar. Die haben eigene Data-Center-Sparten, die sicherlich auch ganz gut laufen und sie bauen ihre eigenen Modelle zusammen. Das wäre eine Alternative, aber mit allen Nachteilen, auf die man hinweisen muss, wenn es um das Investment in chinesischen Aktien geht. Es gibt natürlich eine Vielzahl an Risiken, mehr als bei jedem Aktieninvestment nochmal, weil man es nur indirekt investieren kann, weil die chinesische Regierung da besonderen Durchgriff hat, weil man als westlicher Anleger sowieso Anleger zweiter Klasse ist und nicht gleich investiert. Nicht ähnlich geschützt wie Nusa, wobei die große Enteignung und Sozialisierung fängt im Westen ja auch an. Also die Frage ist, ob man als OpenAI-Shareholder gerade besser geschützt ist. Die müssen ja eventuell auch 5% abgeben, beziehungsweise wird da jetzt alles durchreguliert und durch, was der Gegenteil von privatisiert, verstaatlicht. Trotzdem ist es nicht das Gleiche, also ich will jetzt nicht sagen, dass... Die USA bewegen sich in Richtung China, das sehe ich schon. Vielleicht müssen die es sogar auch ein bisschen, um das EIRN zu gewinnen. Aber es ist natürlich noch nicht das Gleiche.
Wenn du jetzt vergleichst Amazon und Alibaba, was würde denn dafür sprechen, eher in Alibaba zu investieren?
Ich glaube, Alibaba ist mit dem anderthalbfachen des Umsatzes bewertet. Es hat eine Cloud-Sparte. Es wächst viel langsamer, muss man sagen. Es hat viel mehr Konkurrenz. Das QAN-Modell ist relativ erfolgreich, wobei es wirklich schwer ist auszumachen, wer da jetzt gewinnt. Also China hat es ja so gemacht, dass sie einfach 100 Modelle in den Markt geschickt haben. Daraus sind diese sechs Tiger und Deep Seek entstanden, wenn man so möchte. Plus die großen Tech-Konzerne haben ihre eigenen Modelle. und ich finde es da fast noch schwerer zu sehen, wer welchen Markt gewinnt, ehrlich gesagt. Und ich glaube nicht, dass der westliche B2B-Markt an irgendeinen dieser Player geht. Also ich kaufe jetzt keine Alibaba-Aktien deswegen, aber man kann natürlich überlegen, ob man nicht irgendwie auch Exposure zu China haben möchte, für den Fall, dass dort auch Wert geschaffen wird. Und Also die Chipfirmen in China, MetaX, Byron, Moorthreads und so, sind auch ähnlich bewertet, überbewertet, könnte man sagen. Das macht aus Sicht der chinesischen Regierung aber eben alles Sinn, weil man die Kapitalkosten natürlich senken müsste. Also diese Firmen können sich an der Börse dann viel günstiger finanzieren, weil sie Kapitalerhöhungen zu 60-fachen Umsatzmultiples machen können, was für die Kompetitivität der chinesischen Firmen unheimlich wichtig ist. Weil ansonsten wäre der Grund, warum die USA gewinnen, dass sie besseren Zugang zu Kapital haben. Also dass ein Entropic irgendwie auf 60-mal Umsatz oder ein OpenAI Geld raisen kann, Das hilft natürlich, weil es einfach schneller ist, die nächsten 10 Milliarden aufzutreiben. Aber genau das passiert in China gerade auch. Also die Regierung wird natürlich einen Teufel tun und den Leuten verbieten, mit den Aktien zu spekulieren. Im Gegenteil, wenn ich sage, man heizt das an, aber unterbinden tut man das Ganze gar nicht. Da gibt es genauso eine... Craziness am Aktienmarkt gerade über diese Chip-Titel, über die Tiger Labs. Nur die alten Tech-Konzerne, die Alibabas und Tencents, die erreicht das noch nicht so 100 Prozent, würde ich sagen.
Ja, wie bei uns, beziehungsweise in Amerika.
Könnte man so sagen, ist die gleiche Entwicklung wie hier. Die alten Tech-Konzerne kriegst du auch vergleichsweise günstig gerade wieder. So, wir machen die Runde, die China-Runde voll und zwar reden noch kurz über die Firma Zipo oder ZAI. Die geben das ebenfalls populäre Modell GLM 5.2. Ich glaube, die drei größten Tiger sind eben Moonshots Kimi mit Kimi K3, dann Sipu mit GLM 5.2 ist das aktuelle, dann Sipu und Z-AI ist das gleiche. Kimi, wie gesagt, von Moonshot. Moonshot übrigens heißt eigentlich gar nicht Moonshot, sondern auf Chinesisch heißt es Dark Side of the Moon, weil die Gründer Pink Floyd Fans waren. Das ist auch ganz lustig. Moonshot, die haben immer so einen westlichen Namen und einen chinesischen Namen. Das ist ganz lustig. Und das dritte ist Minimax, genau. Und dann kann man sagen, Alibaba, Quen und Deepsea R4 sind natürlich auch noch sehr kompetitiv. Das sind so die wichtigsten chinesischen Modelle, würde ich sagen. Und Sipu hat heute allein an der Börse, Sekunde, ich gucke nochmal kurz, weil die Börse natürlich noch auf ist in Hongkong, wir nehmen, oder ist sie zu jetzt? Ja, ist jetzt so. Die Mutter von Jibu hat heute 37% Plus gemacht an der Börse. Unter anderem, weil man das erste 1-Gigawatt-Datacenter errichtet hat und ein Team rekrutieren konnte, was das leitet. 1 Gigawatt, so zum Vergleich, 750.000 Menschen können damit auch leben, aber man kann auch 10.000 Chips reinknallen. Und das war für Siku jetzt nochmal ein großer Schritt offenbar. Die Börse fand das wohl sehr gut, weil es hilft natürlich auch das zu verhindern, was bei Moonshot bei Kimi passiert ist, dass man keine Leute mehr annehmen kann. Also Siku hat jetzt, man könnte sagen, GLM 5.2 ähnliche Performance wie Kimi oder kommt in gleiche Regionen. Und wenn du dann einfach Kapazität hast... Die Leute, die vielleicht Open Router benutzen oder auch sehr standardisierte Anwendungen haben oder commoditisierte Anwendungen, die switchen dann auch mal schnell hin und her vielleicht zwischen Kimi, GLM, Minimax, Quen, was gerade das günstigste, schnellste und verfügbarste ist. Genau, der Markt saß auf jeden Fall sehr, sehr positiv. Die haben jetzt mal hier heute 560 Milliarden Hongkong-Dollar, das ist glaube ich rund 1 zu 10. Achso, sie haben auch vermildert, dass sie bei einer Milliarde Runrate sind. Da siehst du, dass sie 60 Mal Umsatz Runrate Bewertung haben. Und dann sind sie heute einfach nochmal 36% gestiegen. Also jetzt ist ihre Bewertung dann eher so Richtung 90 Mal Umsatz, wenn ich das richtig rechne. Also komplett crazy. Ja, das erinnert schon sehr an neue Marktzeiten, würde ich sagen.
Am Ende der Folge habe ich dich soweit.
Ja, ich glaube nicht. Und auf der politischen Ebene passiert natürlich auch was. In China, wir haben letztes Mal da schon kurz drüber gesprochen, ich habe es die Allianz der Billigen genannt, es findet ja gerade die WICO, das ist die World AI Conference... World AI Conference in Beijing statt. Und da hat jetzt Xi natürlich auch geredet zu dem Thema und diese Allianz verkündet, wo man eben mit ich würde mal sagen, den Staaten, die jetzt nicht die ersten Alliierten der USA und des Westens sind, so eine Art Allianz baut als Gegengewicht, aber auch um wahrscheinlich die weltweite AI-Regulierung mitzubestimmen, indem man einfach mehr Power hinter sich bringt. Also China kooperiert da mit großen Nationen wie Brasilien, Indonesien, also von der Anzahl der Menschen her auf jeden Fall Malaysia, aber eben auch mit So ein bisschen den Parieren oder South Africa, Russland, Pakistan, Belarus, Kuba, Venezuela und so weiter. Weitere afrikanische und südostasiatische Staaten. Wehrerweise muss man sagen, das sind natürlich die Staaten, auch das habe ich in der Keynote gezeigt, die jetzt schon chinesische Modelle nutzen in der Regel. Also das sind die, die nicht privilegiert von OpenAI, von Intropic gesurft werden. oder vielleicht auch gar nicht bedient werden können, dürfen wegen, weil sie sanktioniert sind teilweise. Und mit denen tut natürlich China sich zusammen und Für viele Staaten ist das ja auch wichtig. Es muss ja möglich sein, dass auch solche Länder KI nutzen. Bloß weil sie aus unserer Sicht vielleicht nicht typisch Alliierte sind, haben sie natürlich genauso das Recht, die Vorteile aus dieser Technologie zu genießen. Und China nutzt das natürlich, da eine Allianz zu bilden, um ein Gegengewicht gegen die USA und den Westen zu schaffen. Und dann kommen wir nochmal darauf, was ich am Anfang schon angedeutet habe, wo es um First-Order- und Second-Order-Effekte gibt. Also du kannst natürlich sagen, die Chinesen machen uns jetzt platt, bieten alles umsonst gleiche Leistungen an. Da musst du aber bedenken, wie würde der Westen denn darauf reagieren? Ich habe im Podcast schon mehrmals gesagt, dass natürlich insbesondere die Trump-Administration, die der KI-Branche jetzt relativ nahe ist, im Zweifel einfach einen Stecker ziehen würde und sagen würde, Wir verbieten es, chinesische Modelle zu nutzen, wir regulieren es sehr stark oder wir streuen auch einfach so ein bisschen Missgunst und Angst, so eine FUD-Strategie quasi, um den Erfolg der chinesischen Modelle zu unterminieren. Eigentlich. Und da gibt es jetzt wohl die ersten Pläne, die man zumindest hinter verschlossenen Türen spricht, berichtet Axios am Donnerstag. Und die sagen quasi, dass die Trump-Regierung eine Entity-List vorbereitet, also eine Liste von Unternehmen, die dann vielleicht sanktioniert werden könnten. Also im Sinne von US-Unternehmen dürften mit diesen... nicht arbeiten oder es wird eben deutlich strenger reguliert. Und natürlich wären das genau die Player, über die wir in der ersten Hälfte geredet haben. Also die Moonshots, die Minimaxes, die Xiaomi's und so weiter. Das kann man als Zeichen deuten, dass man glaubt, China könnte sich entkoppeln oder schafft es viel zu schnell, die Leistung der US-Unternehmen einzuholen. Ich glaube, es ist vollkommen nachvollziehbar. Also würden wir das anders machen? KI ist einfach zu wichtig, um jetzt zu sagen, dann sollen die Chinesen das halt gewinnen und unsere Unternehmen nutzen chinesisches KI. Ich glaube, gleichzeitig würde man in den USA auch versuchen, Open Source- zu machen. Es gibt natürlich auch die Leute, die jetzt sagen, das liegt nur daran, weil man uns die Hände hinterm Rücken zubindet. Also so David Sachs. der quasi sagt, wir haben hier noch viel zu viel Regulierung. Wir müssen unsere Modelle ständig irgendwie auf Sicherheit testen und dies und das und sind schon jetzt überreguliert und die Chinesen können machen, was sie wollen und nur deswegen sind sie so gut. So einfach ist es natürlich dann aber auch nicht. Aber wie vollkommen erwartbar und auch rational logisch wird die US-Regierung natürlich, sofern dieses Szenario weiter so bedrohlich bleibt, etwas dagegen tun und Das wirkt ja jetzt schon in dem Moment, wo das publik wird, weil doch jedes größere Unternehmen sich jetzt fragt, lohnt es sich überhaupt noch, Kimi einzubauen, wenn eventuell Open Router das mit Gerichtsbeschluss dicht machen muss, am nächsten Donnerstag so ungefähr. Das weißt du, du weißt, die Trump-Regierung, kann man gut oder schlecht sehen, handelt extrem schnell, aber auch extrem erratisch. Und Das, was man vorher kritisiert hat an der Trump-Regierung, dass sie so viel Unsicherheit im Markt packt, indem sie ihre eigenen Unternehmen reguliert, kann sie natürlich genauso gut mit China machen, indem sie sagt, wir gucken uns das mal ganz genau an, wie lange man das noch benutzen darf. Und in dem Moment beginnen Unternehmen natürlich schon zu entscheiden, dann mache ich es vielleicht lieber doch mit dem westlichen Modell, weil das inzwischen wiederum vermeintlich sicherer scheinen könnte. Auch wenn es damals wirklich nicht schlau war, dass man die gleiche Taktik gegen den eigenen Markt genutzt hat, als man da diesen Streit mit N-Shopping ausgefochten hat. Man könnte auch sagen, dass war vielleicht auch ein Teil, der erst zu dieser Entwicklung geführt hat, würde ich sagen, dass man jetzt in diese Bredouille geraten ist.
Also ich denke gerade, der krasseste Black Swan oder Effekt könnte ja eigentlich sein, dass Mira Murati es tatsächlich schafft, ihr Open Source, Open Weight Modell irgendwie so stark zu machen, dass man darauf switcht. Ein westliches oder amerikanisches Open Source Modell.
Auf Augenhöhe? Ja, also die beste Position, die du gerade haben kannst, ist ein Open-Weights-Modell. Open Source heißt ja nicht, dass du damit kein Geld verdienst. Ich habe ja gerade gesagt, dass SIPO da eine Milliarde Umsatz mitmacht. Das liegt natürlich daran, dass Open Weights heißt erstmal, Open Source nicht Open Weights, wenn es komplett Open Source ist, muss ich den Source-Code sehen können, muss ich Trainingsdaten kennen, nur dann ist es richtig Open. Wie auch immer wollen wir jetzt nicht zu sehr im Detail durchsprechen, aber prinzipiell heißt Open Weights eben, dass ich es auf jeden Fall auf meinem eigenen Server installieren kann und die Gewichte nachvollziehbar sind. Das ist aber nicht, was alle Kunden machen werden, sondern es gibt Leute, die wollen es zum Beispiel trotzdem über eine API oder ein Chat-Interface nutzen. Das heißt, mit denen verdienst du weiter Geld, weil sie es auch auf deinem Rechenzentrum machen oder über dein Interface. Es wird Leute geben und nach denen... schaut sich Miramurati bestimmt um, die möchten grundsätzlich ein offenes Modell haben, das dann aber auf ihre Zwecke angepasst wird. Da ist ein großes Business dahinter. Also Open Source heißt nicht zwangsläufig, dass man damit kein Geld verdienen kann. Und der Sweet Spot, also für westeuropäische Unternehmen, ist im Moment ganz sicher, dass man eigentlich in Europa gehostet ist, idealerweise Open Source Modell hat, was dann aber gleichzeitig eine Organisation dahinter hat, die in der Lage ist, es bei dir zu implementieren. wer das am Ende sein wird, ob es dann doch Accenture ist, ob es so eine Deployment-Co ist von einer der Labore, ob es dann ein eigenes IT-Team wird, das muss man sehen. In den USA willst du wahrscheinlich nicht zwangsläufig ein europäisches Modell, sondern eher ein US-Modell, aber vielleicht willst du auch da ein Open-Source-Modell, um ein bisschen Souveränität und Unabhängigkeit zu erlangen. Gleichzeitig forschen natürlich aber, also von der Forschungsintensität sind Google, Entropic und OpenAI natürlich aber so hoch, dass sie immer versuchen werden, irgendwas zu erforschen und zu Innovationen zu betreiben, um was zu liefern, was du halt über ein Open-Source-Modell nicht hast. Das heißt, die Verknüpfung eben mit deinem Operating-System, mit deinen Firmendaten, Sei es eine Applikation, die obendrauf gelegt ist, sei es ein Orchester von Agenten, was sich nicht so einfach erstellen lässt mit Open Source oder besonders einfach erstellen lässt mit Open AI oder so oder Anthropic. Genau, es ist schon hochdynamisch und man muss immer die Wechselwirkung zwischen den Entwicklungen ein bisschen mitbedenken, als zu sagen, jetzt ist es bei Open Source da, jetzt wird keiner mehr Geld bei ChatGPT ausgeben. So einfach ist die Welt dann eben doch nicht, würde ich zumindest behaupten.
Kurze Werbeunterbrechung. Wir haben in den letzten Monaten öfters darüber gesprochen, Secondaries von privaten Firmen zu kaufen. Zum Beispiel Anthropic vor dem IPO. Das Problem, wer gezielt am Wachstum künstlicher Intelligenz teilhaben will, sucht an der Börse oft vergeblich. Rund 85% der weltweiten Top-Unternehmen sind in privater Hand und nicht jeder hat Zugang zu Secondaries. Diese Lücke schließt Scalable Capital. Seit einem Jahr mit Private Equity Zugang für private Anleger. Über Scalable kannst du jetzt in einen Elte von BlackRock investieren. Und der hat neben OpenAI jetzt auch ganz frisch Anthropic als Neuzugang im Portfolio. Also genau die Firmen, über die wir hier jede Woche reden. Einstieg ab 10.000 Euro. Danach geht es auch per Sparplan weiter. Und bis zum 31. August erhalten Anlegerinnen und Anleger einen Bonus von einem Prozent auf ihr nächstes Private Equity Investment. Die Aktion gilt sowohl für Erstinvestments als auch für die Aufstockung bestehender Positionen. Alle Infos auf scalable.capital.com. Disclaimer. Es gelten Teilnahmebedingungen. Kapitalanlagen bergen Risiken. Es bestehen Liquiditätsbeschränkungen. Bitte beachte die spezifischen Produktinformationen. Werbung Ende. Dann gehen wir nochmal zu Google. Da gibt es wieder ein bisschen Servership-News.
Wir haben noch zwei andere Regulierungssachen unterschlagen. Und zwar also einerseits die Chinesen, also wir rechnen damit, dass die Trump-Regierung, wie hier schon ein paar Mal angedeutet in der Vergangenheit, in der nächsten Zeit eventuell diese insbesondere chinesische Open-Source-Modelle so ein bisschen regulieren oder sie einfach verbieten wird, Protektionismus schaffen. Sie werden natürlich sagen, das passiert aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die Wahrheit ist natürlich, aber es liegt hauptsächlich ein wirtschaftliches Interesse dahinter. Dann hat man ja trotzdem weiter noch das Problem, dass man die eigenen Modelle einigermaßen sicher halten muss. Da gibt es jetzt Bestrebungen unter Scott Besant, der das so ein bisschen an sich reißt, würde ich mal sagen, dass man eben doch eine neue Behörde macht, die unterhalb der SEC, also der Börsenaufsicht, die Sicherheit der Modelle überprüft. Es sollte eine unabhängige Institution sein. In der Vergangenheit haben auch die Chefs allergrößeren Labore eigentlich dafür plädiert. Also fast zeitgleich haben sich Demis Hassabis, Sam Ortman und Dario Amode so ein bisschen mit anderen Touches oder anderen Perspektiven, aber alle haben sich eigentlich dafür ausgesprochen, sie wollen eine Behörde, die diese Modelle trainiert. Man kann auch sagen, das ist der Beginn von so ein bisschen Regulatory Capture, also dass du sagst, Du beginnst jetzt die KI-Industrie so durchregulieren, zu deregulieren, dass es für kleinere Konkurrenten immer und natürlich auch die ausländischen, chinesischen Modelle immer schwerer wird, noch Zugang zum Markt zu bekommen. Analogie ist so ein bisschen der Fleischereimarkt in Deutschland vielleicht, wo du so hohe Hygieneanforderungen baust, dass ein kleiner Fleischer es eigentlich nicht mehr leisten kann und deswegen kannst du nur noch bei Tönnies schlachten. Das ist ein bisschen zugespitzt formuliert. Und das gleiche könnte man unterstellen jetzt in den USA. Auch da würde David Sachs jetzt eben Regulatory Capture schreien und da ist schon was dran, glaube ich. Und trotzdem ist natürlich richtig, dass wir diese Modelle schon auch ein bisschen regulieren müssen und so eine Art... FDA, also wie es bei Food and Drugs ist, also bei Pharmaprodukten, bevor die auf den Markt kommen, sollte die vielleicht schon nochmal jemand testen, ob die sicher sind. Und dass man das nur den Laboren überlassen kann, ist schon ein bisschen eine steile These, würde ich sagen. Von daher will ich das jetzt gar nicht so negativ framen. Dann kommen wir zu Google. Und zwar berichtet die Information, dass Google einen neuen Chip baut. Und da würde ich auf unsere Episode 367 von vor zwei Jahren verweisen, in der ich schon mal angekündigt habe, dass genau das passieren wird. Also nicht, dass Google den baut, sondern dass man versuchen wird, mehr und mehr der eigentlichen Transformer-Modelle auf die Hardware zu verlegen. Das ist ja so ein bisschen die Geschichte der TPU schon, dass man... gewisse Strukturen in der Berechnung, also diese Matrix-Multiplikation auf diese, also TPU steht ja für Tensor Processing Unit, die können quasi durch das Chip-Design die Matrix-Multiplikation, die wichtig ist für KI-Training und Inferenz, besonders gut. Und man kann Chips effizienter machen, einfach gesagt, je mehr der Software man in die Hardware, also auf den Chip ätzt, wenn man so möchte, desto schneller und effizienter wird der Chip später ein Transformator-Modell ausführen können. Das habe ich ungefähr so, da ging es um die Firma Edge, die das nicht so wie Google es meist macht, aber ganz ähnlich macht, in der Folge 367 schon mal erklärt vor zwei Jahren. Und es ist, glaube ich, eine relativ logische Konsequenz, dass wenn du weitere Geschwindigkeitsvorteile und Effizienzvorteile rausholen willst, dass du alles, was an den Modellen sich nicht mehr stark verändert, mehr und mehr in die Hardware legst. Die Analogie ist so ein bisschen, wenn man so möchte, das menschliche Gehören. Es gibt ja diese sehr umstrittene Äußerung von Sam Altman, der mal gesagt hat, als es um die Kosten von, ich glaube, da ging es um den Wasserverbrauch oder Energieverbrauch von Menschen und Chips ging, wo er meinte, der Mensch hat irgendwie 20.000 Jahre Evolution oder so Ressourcen verbraucht, um dahin zu kommen und man soll es jetzt nicht so beschweren, dass die Technologie zu erschaffen dann doch relativ für Strom und Wasser verbraucht. Und auch wenn es tone-deaf ist als Vergleich oder taktlos, würde ich sagen, da ist natürlich was dran, weil wenn wir Menschen auf die Welt geboren werden, mit dem Menschwerden haben wir schon so ein paar Schaltkreise voraktiviert. Das sind so Reflexe zum Beispiel. Über zigtausend Jahre Evolution sind gewisse Reflexe im Stammhörn, im Rückenmark schon vordesignt, die, keine Ahnung, es knallt links von dir, du drehst dich automatisch an, wo die Gefahr ist oder bewegst dich automatisch weg von der Gefahr. dass du einigermaßen weißt, wie du schluckst, dass du schlucken nicht lernen musst und die Nahrungsaufnahme als Kind oder sowas. So ist das alles schon angelegt und das kommt quasi aus der Evolution. Davon kann man natürlich so ein bisschen abschauen, dass man sagt, du versuchst dem Chip quasi Reflexe zu geben, also Dinge, die auf dem Chip schon angelegt sind und dann fällt es einfacher, Software, die dafür spezifisch geschrieben ist, auszuführen. Dann ist es effizienter. das zu tun. So würde ich es jetzt mal versuchen in Leihendeutsch zu beschreiben. Die Gefahr ist, das habe ich damals so ähnlich verglichen, glaube ich, in der Folge auch, dass du baust jetzt hier die bessere Einspritzpumpe für den Common Rail Diesel und wenn aber morgen E-Autos in Mode kommen, also andere Modelle, dann werden diese Chips relativ schnell wertlos. Also die sind dann wirklich nur gut für LLMs und vielleicht sogar spezielle Ausprägung der Transformer-Architektur für die Google, die jetzt designt hat. Aber Diese Architektur der Software, wären sie um Faktor 6 bis 10, schätzt man, effizienter ausführen können. Und zwar nicht verglichen mit Nvidia-Chips, sondern verglichen mit den bereits schon besonders effizienten TPUs. Also es ist nochmal effizienter als die besonders effizienten Google-Chips, wenn man so möchte. Das wird halt der absolute Durchbruch werden für Google-Chips. Um das zu sagen, was ich ebenfalls schon mal behaupte, nämlich dass Google einfach jeden KI umsonst geben wird, also jeder Consumer-Anwendung zumindest. Wenn du die Kosten der TPUs nochmal um Faktor 10 senken kannst, hast du natürlich einen Vorteil gegenüber OpenAI. Ich will nicht sagen, du brauchst nicht mal das Werbemodell, um das zu finanzieren, aber es wird so günstig. Also am Ende kriegt man die Kosten früher oder später vielleicht in Richtung der Kosten einer normalen Suchanfrage, also wo man nur auf dem Suchindex von Google gesucht wird oder kann sich dem immer mehr asymptotisch annähern. Also die Kosten werden irgendwann infinitissimal klein für die einfachsten KI-Aufgaben. Und sich diese strategische Position zu sichern, ist natürlich mega schlau von Google. Genau daher kommt ja auch die Entwicklung der TPUs, die vor, ich glaube, inzwischen 13 Jahren Gebaut wurden, damals hat Google viel, also das ist so der Mythos zumindest, viel mit Natural Language Processing rumprobiert, um zum Beispiel zu gucken, kann man Sucher eigentlich per Sprache steuern, kann die Suchmaschine auch verstehen, was der Mensch meint und nicht nur nach Keywords suchen. Und dabei ist ihnen aufgefallen, ja, das funktioniert alles ziemlich gut, es ist nur furchtbar aufwendig. Deswegen brauchen wir, wenn wir das anbieten wollen, brauchen wir Chips, die das Faktor 10 günstiger können. Und deswegen hat man TPUs entwickelt, die bis heute sozusagen führend sind in dem Bereich der Inferenz. Und jetzt will man das eben nochmal um Faktor 10 verbessern mit diesen Frozen Chips, wo man einfach gesagt... Teile der Modelle oder der Software auf die Chips raufätzt als Standardanwendung, wenn man so möchte. Wir packen den Artikel nicht schon, als wenn für alle, die das jetzt noch verwirren fanden.
Das wird doch das Thema der kommenden Monate, oder? Diese ganzen Token-Efficiency. Habe ich jetzt auch vermehrt die letzten Tage gehört, dass OpenAI sagt, sie sind effizienter als so ein Open-Source-Modell zum Beispiel.
Ja, sehr guter Punkt. Das ist nämlich noch die andere Second-Level-Entscheidung. Du musst dich ja fragen, was kann China dauerhaft günstiger? Sie haben einen großen Vorteil, dass der Strom noch günstiger ist.
Also riesig günstiger auch nicht.
In den USA hast du ja auch Netgas, also günstigen Erdgasstrom. Und du hast auch Renewables viel in den USA. Also China hat vor allen Dingen viel Strom. Der ist nicht so knapp, vielleicht vom Preis her. Also der Preis ergibt sich ja irgendwann aus der Knappheit dabei. Sie hat einen Stromvorteil, sie können vielleicht Datacenter günstiger bauen, wenn sie es mit eigenen Chips bauen. Sie sparen vor allem beim Training Geld, weil sie halt schummeln und abgucken. Am Ende musste ich ja fragen, warum sollte ein Modell dauerhaft Inferenz günstiger anbieten können als ein westliches Modell. Und da macht es wirklich mal Sinn, auf First-Principle-Thinking zurückzugehen und zu sagen, wo ist der physikalische Grund? dass ich in China Faktor 10 günstiger Tokens erzeugen kann. Du kannst sagen, die Investoren sind überteuert, weil man das Training mitfinanzieren muss. Das Training schreibst du aber irgendwann ab und könnte man sagen, da hast du eine Fixkostendegression. Also je mehr Inferenz du machst, desto weniger Training machst du vergleichsweise. Jeder Inferenztoken hat einen immer kleineren Anteil an der Amortisierung der Trainingskosten. Und ansonsten sind die Hauptkosten irgendwann Strom, die wiederum, wir wissen, nur 10% der Datacenter-Kosten sind. Aber du hast billigere Arbeitskraft beim Aufbau des Datacenters. Das ist aber auch nicht der wichtigste Faktor. Der wichtigste Faktor sind die Chips. Also was am wichtigsten ist, könnte man fast argumentieren, ist, dass der Westen günstige, also effizientere Chips weiterhin baut. Und das sehen wir jetzt gerade. Google hat zumindest versucht, einen Fortschritt zu machen. Ich glaube definitiv, dass die großen KI-Labore alle so eine Art Discount-Model haben werden, wo das Ziel ist, einen Großteil der Leistung, also eigentlich das China-Produkt, zu challengen und zu sagen, du kriegst hier 5% weniger Performance als das Top-Top-Top-Produkt. Aber wir geben dir auch zum Top-Top-Top-Produkt einen 90%-Discount eigentlich. Du steuerst deine Ressourcen vielleicht ein bisschen anders. Das wird nicht priorisiert, wenn es zu Knappheit kommt und so weiter und so fort. Aber klar, nicht nur wird die US-Regierung sich China widmen, sondern der freie Markt wird natürlich auch versuchen, kompetitive Produkte zu schaffen. Und wie gesagt, die Hardware ist als Hauptkostentreiber da sicherlich ausschlaggebend dafür. Und es ist, wie gesagt, aus Googlesicht aber nochmal super wichtig, es ist der Schlüssel, um jedem Googlenutzer auf der Welt mehr oder weniger kostenlos ein hohes Maß oder immer mehr KI-Dienstleistungen anzubieten. Heute sind es die IAI-Overviews und der IAI-Mode, Demnächst werden es vielleicht auch schon erste Gemini-Agenten sein, die du kostenlos nutzen kannst oder sehr, sehr günstig. Und Google hat da einfach einen strategischen Vorteil durch die eigene Hardware. Und der ist so einfach nicht für OpenAI aufzuholen. Wie lange die OpenAI-Investoren sich das noch anschauen, ist halt die Frage. Also da immer mehr Geld reinzubuttern, weil du musst davon ausgehen, dass zumindest Teile des OpenAI-Business immer noch subventioniert sind, insbesondere kostenlose Nutzer, die mit Werbung nicht monetarisiert werden können ausreichend. Und wie lange das sinnvoll ist, das zu tun, muss man sich halt fragen. Aber sicherlich wird OpenAI eben Ähnliches probieren. Sicherlich werden die großen Cloud-Anbieter Ähnliches probieren. Entropix baut eigene Inferentials, wie wir wissen. Dies und das. Die Frage ist halt, wer sich traut, sich so weit festzulegen auf die derzeitigen Modelle, dass er sagt, wir entwickeln jetzt einen Chip, der vielleicht in zwei Jahren fertig ist, beziehungsweise wird auch das beschleunigt, wenn er in anderthalb Jahren fertig ist und dann sechs Jahre aber nutzbar sein muss. Und damit sind wir aber auf siebeneinhalb Jahre auf die aktuelle Transformer-Technologie festgelegt. Und wenn sich da irgendwas komplett ändert, dann können wir die Chips abschreiben, beziehungsweise nur für andere Dinge nutzen. Wobei es ja immer Dinge geben wird, die auch weiter mit Transformern gemacht werden. Dann gab es einen relativ neuen Artikel in der New York Times, wo nochmal erklärt wird, wie Google, von dem wir eben gesprochen haben, also ein bisschen die Kehrseite von diesem ganzen AI-Mode-Ding, also dass man jetzt eigentlich in jeder Google-Suche mehr oder weniger, also nicht in jeder, aber eine Großteil der Google-Suche ist es inzwischen, kann man sagen, diesen AI-Mode reinbringt. Das führt natürlich dazu, dass immer weniger Traffic im Web landet, auch wenn Google dem pro forma widersprechen wird. Da müssen wir jetzt nicht die Argumente nochmal komplett austauschen. Das haben wir in der Vergangenheit schon öfter gemacht. Interessant finde ich, dass hier relativ lautstark in dem New York Times Artikel Cloudflare mit einsteigt. So ein bisschen wirkt, als wäre es fast die einzige Quelle. Oder als hätte das Cloudflare PR Department so ein bisschen daran mitgewirkt. Also die zitieren nicht nur das, oder lassen sich zitieren, dass mehr als 50% des Traffics inzwischen Bots sind und der humane Traffic zu Webseiten relativ klar sinkt. Also sie widersprechen der Google-Hypothese. Und dieser Konflikt zwischen Cloudflare und Google deutet sich, also was heißt andeuten, ist lange vorbei. Also der spitzt sich immer mehr zu, könnte man sagen. Cloudflare möchte natürlich auch die Lösung verkaufen. Google zu blocken und Google zu zwingen, die Bots unterschiedlich auszuweisen. Also welcher Bot ist eigentlich der normale Google-Bot, der die Webseite indizieren will, damit ich gefunden werden kann? welcher Googlebot wurde gerade von einem Nutzer geschickt, um agentisch was mit meiner Webseite zu machen und welcher Googlebot klaut mir gerade die Inhalte, um darauf KI zu trainieren, dass das besser ausgewiesen wird. Ich habe so das Gefühl, man begibt sich hier so ein bisschen in so einen PR-Krieg, um da Awareness für das Thema zu schaffen. Natürlich nicht aus Barmherzigkeit, sondern weil es für Cloudflare einfach ein riesen Business ist, die Schleusenwärter zu verkaufen, um die KI-Bots rauszublocken und da einer der größten Anbieter zu sein, um die intellektuellen Besitzrechte der Webseitenbetreiber durchzusetzen, wenn man so möchte.
Und die EU hat auch ein riesen Business jetzt gefunden, nachdem sie X zum Zahlen gebeten haben und Temu jetzt noch mehr Kohle, und zwar 550 Millionen für AliExpress. Ist das die Zukunft von Europa? Wann wird es die Milliardenstrafe geben?
Milliardenstrafen gab es ja gegen Google Shopping, gegen Android, im Display-Advertising-Markt schon. Da ist man ja bei zweieinhalb Milliarden und so gewesen. AliExpress kriegt jetzt 550 Millionen aufgebrummt. Das ist natürlich, wenn man davon ausgeht, dass wir in einer einigermaßen gerechten Welt leben, nicht überraschend. Wenn Temu irgendwie eine Strafe bekommt in hunderte Millionen Höhe, dann musst du natürlich anerkennen, dass bei AliExpress ähnliche Dinge passieren. Also es geht um den Verkauf illegaler Güter, wird das genannt. Da geht es natürlich um... fehlende oder falsche CE-Kennzeichnung, also Produktsicherheit bei elektronischen Geräten. Es geht sicherlich um Counterfeit-Products, also Markenpiraterie, eventuell um weitere Sicherheitsprobleme, Inhaltsstoffe und so weiter. Und was über Temu nach Europa gelangt, gelangt auch über AliExpress nach Europa tendenziell. Und deswegen hat die EU jetzt hier eine saftige Strafe verhängt gegen AliExpress. Am Ende geht es aber hauptsächlich um die Sicherheit. Es ist sicherlich gut für die E-Commerce-Anbieter in Europa, wenn da endlich mal so ein bisschen durchregiert wird. Weil am Ende wurden ja hauptsächlich rechtliche, nicht mal rechtliche Lücken. Rechtliche Lücke ist das falsche Wort. Es wurde das Recht gebrochen einfach von diesen Plattformen, muss man relativ klar sagen. Und dass da jetzt endlich mal durchgegriffen wird, ist das Mindeste. Da fragt man sich, warum die E-Commerce-Labi nicht geschafft hat, das früher so ein bisschen anzuschieben. Vermutlich, weil man so kein wirklich gemeinsames Sprachrohr findet. Aber es geht natürlich auch um den Schutz der EU-Konsumenten wirklich. Und insofern ist das schon... Schon richtig so. Achso, und hier passt das jetzt gut rein, was ich eigentlich in die Sprudlecke verschieben wollte. Und zwar der Schutz der EU-Konsumenten ist auch Donald Trump unheimlich wichtig. Der möchte sich nämlich dafür jetzt einsetzen, dass auf der nächsten UN-Vollversammlung eine Free Speech Declaration verlesen wird oder sich darauf geeinigt wird. Und da geht es explizit darum, die EU, also explizit ist vielleicht übertrieben, aber es geht Ja, es geht schon darum, dass die freie Rede in der EU nicht begrenzt wird, könnte man sagen. Also das ist natürlich der Deckmantel, um Tech-Regulierung so ein bisschen zurückzufahren, indem man, also unter dem Freedom of Expression oder Free Speech kann man halt immer sagen, lasst mal unsere Ex in Ruhe, hört mal auf Meta zu regulieren. Also wir sind dagegen, dass hier irgendwelche Dinge, Hate Speech oder sowas verboten wird oder Misinformation, Disinformation, wer entscheidet das überhaupt? Wir wollen, dass man sagen kann, was man will, mehr oder weniger. Oder wir wollen, dass mindestens die US-Richtlinien Free-to-Free-Speech, die ja relativ weit gefasst im Vergleich zu unseren sind, gelten und versucht quasi das Wertesystem der USA in die Welt zu bringen. Ich hoffe, wir müssen nicht bald Waffen tragen hier oder es wird verboten, irgendwie ungewollte Schwangerschaften abzutreiben. Man weiß ja nicht, wie weit das immer noch geht, wenn die USA Machtpolitik machen. Es ist ja relativ klar, dass sie... so handeln, dass, wenn sie Macht haben, sie diese auch nutzen, um quasi ihr Wertesystem in den Rest der Welt zu bringen. Sei es so mit der Unterstützung von rechten Kandidaten auf der ganzen Welt, aber eben auch Sowas. Ich bin gespannt, ob das gelingt, das wirklich so durchzubringen. Wie gesagt, am Ende geht es darum, einen Deckmantel zu schaffen, der die Regulierung von Tech-Konzernen im Rest der Welt schwerer macht, weil man dann gegen diese UN-Richtlinie verstoßen würde, wenn man sagt, ich möchte Verbrechen auf sozialen Medien an oder dass das kein rechtsfreier Raum sein soll. Natürlich hat er jetzt auch gar keinen Punkt, gerade wenn man sich jetzt wieder die Diskussion um Chat-Kontrolle, die wieder nicht zurückgenommen wurde, anschaut, gibt es bestimmt auch problematische Aspekte. Wir wissen auch, dass Regulierung oder einzelne Verfolgung von vermeintlichen Straftaten, einfachste Beleidigung oder so oft übergriffig weit gegangen sind in der Vergangenheit. Also es ist auch nicht so, dass wir da alles richtig machen per se, glaube ich. Aber darum geht es natürlich viel weniger als darum, dass die US-Konzerne ein leichteres Leben in der EU haben und noch mehr Geld bei Content Moderation und so weiter einsparen können.
Und dann kommen wir in den Rücktrittskorner.
Wir müssen noch ganz kurz eine KI-News abhandeln, die wir jetzt die ganze Zeit hin und her geschoben haben. Aus Sicherheitsgründen ist die ganz spannend. Und zwar haben Sicherheitsforscher immer wieder Modelle, also insbesondere die Coding-Modelle, also Cursor, Codex, Gemini, CLI und Anti-Gravity, das sind so die Devins-Entwickler, also die Frontends, mit denen man quasi mit KI programmiert, dabei erwischt aus sogenannten Sandboxen auszubrechen. Das habe ich letzte Sendung, glaube ich, gerade erklärt, was eine Sandbox ist. Also ich schaffe eine abgeschlossene Umgebung, in dem mein Agent schalten und walten kann, wo er nichts kaputt machen kann, so eine kleine Gummizelle oder eben Sandkasten, wo er rumspringen kann. Und gleichzeitig sage ich aber, auf mein Laufwerk C oder in den Systemordner darfst du aber bitte nicht zugreifen oder in meine Cloud-Zugänge, in meine Dropbox, in meine Apple-Fotos, Google-Fotos, was auch immer, möchtest du bitte nicht oder meine E-Mails bitte nicht alle durchlöschen für diese Woche oder alle Termine canceln für die nächsten drei Jahre. Jetzt haben diese Forscher immer wieder beobachtet, wie diese Agenten ausbrechen aus diesen Sandkästen. Und zwar nicht so mutwillig, wie man sich das vorstellt. Die Zeitschriften titeln da natürlich immer von ausbrechenden Agenten und so. Was tatsächlich passiert, ist ein bisschen indirekter und diffiziler. Und zwar bleiben die zwar in ihrer Sandbox, aber was sie machen können, ist quasi Files und Instruktionen schreiben, die dann von Software außerhalb der Sandbox gelesen wird. Also ich würde es so vergleichen mit jemand, der im Knast sitzt. Der kann zwar nicht ausbrechen, aber er kann seine Verbrecherorganisation steuern, indem er Zettel schreibt, die über die Gefängnismauer wirft. Und draußen arbeiten die eigentlich vielleicht sogar gutartigen Agenten, sammeln die Zettel auf, sehen das als Instruktion und tun dann mittelbar trotzdem, was dieser Agent im Knast wollte. Das ist so ein bisschen die populär-technische Erklärung, wie ich es beschreiben würde. Also er schafft es quasi... Content oder Inhalte, Files zu generieren und ohne sich daraus zu bewegen, aus dem Sandkasten gibt es aber die normale Software, die außerhalb des Sandkastens liegt, die eventuell in den Sandkasten reingreift, beziehungsweise dort Files von vertrauenswürdigen Quellen, so typische Repositories oder so, sich rausholt und damit dann quasi vergiftet wird. Also da sollte man aufpassen, selbst wenn man so eine Sandbox baut, ist das nicht zwangsläufig sicher. Die haben natürlich versucht, auch das so ein bisschen zu provozieren und zu rekonstruieren. Das heißt auch nicht, dass jede Sandbox per se nicht funktioniert, aber so richtig sicher ist nichts. Genau. Und damit kommen wir in die Schmuddel-Ecke. Und dann gibt es noch eine, wenn man so möchte, gute News vielleicht zum Ende. Oder ist das eigentlich? Ne, fangen wir mit der guten News an. Jens Spahn ist zurückgetreten. Herzlichen Glückwunsch auch dazu. Ich hätte nicht gedacht, dass er so schnell merkt, dass Elternschaft und Berufsleben richtig schwer zu vereinbaren sind in Deutschland. Er hat sich ja bei seinem Freund Paul Ronzheimer, die sich für den Podcast aber nochmal gesiezt haben, was ich ganz gut fand, erklärt. Und es ist ihm da, ich würde sagen, erstaunlich gut gelungen. in scheinbarer menschlicher Wärme zu erklären, dass die reale Welt dann eben doch ganz anders funktioniert als die Bibel oder das Abstimmungsverhalten der CDU. Hat aber auch relativ klar gesagt und irgendwie fand das Ronsheimer nicht so wichtig, darauf einzugehen, dass er definitiv wieder so, also Parteidisziplin geht dann oder Fraktionsdisziplin geht dann trotzdem auch in Zukunft weiter. Also würde das wieder zur Abstimmung stehen, meinte er, würde er sich wieder der Fraktionsdisziplin beugen und wieder dagegen wählen, dass andere Menschen das Recht zugestanden bekommen, was er sich selber im Ausland gekauft hat. Insofern da ja. Einsicht über, wie Menschen sich zu ihm verhalten, aber Änderungswille nicht so richtig zu.
Was ich wahnsinnig finde, ist, wie er so erklärt wird. Also was verboten ist und was erlaubt und dass er ja eigentlich was gemacht hat, was erlaubt ist.
Also das war wiederum total... Einerseits gelingt es ihm ganz gut, so auf die Tränendüse zu drücken, würde ich sagen. Und so reumütig zu sagen, die Welt ist halt anders, es ist nicht alles so einfach. Und der Mensch ist fehlbar, das sagt uns auch unser christliches Weltbild. Und dann exerziert er aber in so einem fast Gutachtenstil, warum ja die Vermittlung von Leihmüttern und die Betreuung des Leihmutterprozesses als Arzt oder Ärztin illegal ist. die Leihmutterschaft oder das Beziehen von Kindern, sage ich jetzt mal, aus Leihmutterschaft, wiederum legalisiert wurde durch höchstrichterliche Entscheidungen und deswegen er sich natürlich nicht strafbar gemacht hätte. Das Problem ist natürlich, dass das trotzdem nicht jedem Menschen so zur Verfügung steht. Selbst wenn er da quasi die Lücke gefunden hat, das ist halt auch Tone-Death. Das ist ja nicht, was die Menschen verstehen. Wenn du dir erklärst, warum das jetzt nicht illegal, also warum niemand es machen darf in Deutschland, aber das, was er gemacht hat, trotzdem nicht illegal ist, das ist ja nicht, was Menschen hören wollen. Sie wollen hören, warum hast du das gemacht, während du dagegen gestimmt hast. Die CDU hat ja auch nicht mit Absicht den Leuten erklärt, wie das Schlupfloch ist und wie sie es nutzen können und dass jetzt jeder 150.000 Dollar bekommt von der Regierung, dass er es auch machen kann. Insofern... Aber das alles hat ja nicht geholfen, sondern er hat am Ende dann seinen Hut nehmen müssen. Ich bin mir sicher, dass es in der CDU auch Leute gibt, die ganz happy damit sind. Meine Angst ist so ein bisschen, dass er das vielleicht sogar ganz gut findet, dass er jetzt die schlechtere Hälfte der März-Regierung nicht mehr mitmachen muss und dann eventuell in zwei Jahren wieder aus der Schublade geholt wird. Das wäre meine Befürchtung, weil ich persönlich würde mich eher für eine lange Elternzeit aussprechen bei ihm und hoffe, Dass er nicht in die Politik zurückkommt. Und dann eine andere, durchaus umstrittene News aus letzter Woche ist, am 17.07., das war der Freitag, aber nachdem wir aufgenommen haben, glaube ich, hat der Axel Springer Verlag verkündigt, dass Peter Thiel 2026 den Axel Springer Preis erhalten wird. Der Axel Springer Preis wird explizit an Leute verliehen, die Das ist ein bisschen... zugeschnitten auf den, uns ist nicht mit Geld verbunden, fairerweise, die den Award bisher bekommen haben, waren fast ausnahmslos Milliardäre. Sekunde. Wir sagen auch gleich mal, wer das war. Also der erste Award 2016 ging an Mark Zuckerberg. Dann der nächste an Tim Berners-Lee, das gilt so ein bisschen als der Erfinder des Internets, der es am CERN erfunden hat. Dann Jeff Bezos, dann Shoshana Subroff, eine tech-kritische Autorin. Also am Anfang hat man noch so abwechselnd den Ausgleich gesucht zwischen, ich möchte es gerne einen Tech-Media-Day ergeben, damit ich den nach Berlin einladen kann. Und Matthias Steffner, also da stelle ich jetzt mal ein paar Worte mit dem Wechseln darf. Zwischendurch hat man aber dann auch eher verdiente Leute aus Wissenschaft und Kultur, würde ich mal sagen, geholt. Dann 2020 war es natürlich Elon Musk, dann das nächste Jahr wieder die BioNTech-Familie. Gründer Wladimir Selinski, dann Satya Nadella, letztes Jahr Sam Altman und dieses Jahr jetzt Peter Thiel. Und man kann jetzt über die vorherigen denken, was man will. Wie gesagt, ich glaube, das wird wie viele Preise, das ist jetzt auch nicht exklusiv für den Axel Springer-Preis so, aber genutzt, um dann eben auch Beziehungen zu diesen Personen aufzubauen oder sich mit denen zu zeigen, zu schmücken. Ich weiß nicht, ob Axel Springer das jetzt so wichtig gewesen wäre, diesen Award zu haben, aber spätestens bei Peter Thiele muss man sich natürlich mal fragen, ob das noch im Sinne des Erfinders ist, wenn man so möchte. Das Problem ist ja, dass der Erfinder dieses Preises eben nicht Axel Springer ist, wie der Preis vom Namen her vermuten lassen würde, sondern eben der Vorstandsvorsitzende Matthias Döpfner, beziehungsweise der Vorstand, der am Ende darüber entscheidet, wer diesen Preis bekommt. Den gibt es, wie gesagt, erst seit 2016, also nach dem Tod von Axel Springer. Und ich habe mich so gefragt, wie das eigentlich ist, wenn jemand nach deinem Tod einfach einen Preis nach dir benannt und dir dann reihenweise einen Arschlöcher verleiht. Ich fände das nicht so geil. Wie gesagt, Peter Thiel ist jetzt, also was wir da gerade vorgelesen haben, du kannst natürlich sagen, dass er für freie Märkte ist, in seiner libertären Prägung für das freie Wirken von Märkten, dem sich Sankt Springer ja auch verpflichtet sieht. Aber gleichzeitig hat er die Regierung ins Amt gehoben oder geholfen, ins Amt zu heben in den USA, die wirklich so schädlich für das Vertrauen in Märkte, in Kapitalismus war, wie keine zuvor, würde ich behaupten. Also Ich glaube, Mamdani würde den Märkten weniger schaden, als Trump es tut, weil er die Institution der Märkte korrumpiert mit Insiderhandel, mit seinen Crypto-Grifts und so weiter. Also Ob Peter Thiel jetzt wirklich den Märkten so verhaftet ist, wie man glaubt, da bin ich mir nicht sicher. Zumindest hat er im Endeffekt das Gegenteil erreicht. Und abgesehen davon gibt es, glaube ich, keinen größeren Feind der freien Presse in der westlichen Welt als Peter Thiel, der sich immer noch damit rühmt, dass er Gorka in den Ruinen geklagt hat, weil die ihn geoutet haben und geschrieben haben, dass er ein unerfolgreicher Hedgefondsmanager ist. war zuvor, worauf er die Zeitung quasi in den Ruinen geklagt hat, indem er ein anderes Verfahren unterstützt hat, mit dem er eigentlich zwar nichts zu tun hatte, aber was ihm die Möglichkeit gegeben hat, einen Schadenersatz zu klagen oder zu erreichen von 140 Millionen für jemand anders, einfach nur um diese Zeitung zu ruinieren, der mit Objection AI ja diese andere Firma gegründet hat, die eigentlich nichts anderes tut, als freie Journalisten zu unterdrücken und Und sie versucht so vorsorglich zu zensieren oder zu disziplinieren, indem man quasi androht, dass man so in Toplisten irgendwelche Journalisten denunziert. Dann, was Palantir als Überwachungsinfrastruktur für die Welt tut, für wie es in den USA von ICE genutzt wird vermutlich und so weiter. Ob Axel Cäsar Springer das so gut gefunden hätte, bin ich mir auch nicht so sicher. Und dass Thier jetzt jemand ist, der sagt, dass Freiheit und Demokratie nicht länger kompatibel sind in seiner Sicht, hat er 2009 aufgeschrieben. Ob Axel Springer das jetzt so unterschrieben hätte, bin ich mir auch nicht so sicher. Das ist so ein bisschen, als wenn wir jetzt hier den Dr. Matthias Köpfner-Preis ins Leben rufen und eine goldene Vulva an Danger Denon verleihen würden für sein Engagement für den friedlichen Erhalt der Demokratie.
Also er hätte den Preis mehr verdient.
Also ich finde es schon höchst kompliziert, dass du im Namen jemand, der sich sicherlich dem Journalismus einigermaßen verpflichtet gefühlt hat, mit aller Brecht der Kritik, was dann auch an schlechten Journalismus passiert natürlich in dem Haus und auch früher schon passiert ist unter seiner Ägide, bin ich mir relativ sicher, dass Axel Springer... mit dieser Verleihung nicht einverstanden gewesen wäre, ehrlich gesagt. Also es gibt natürlich weitere Probleme, also dass der Sohn von Matthias Döpfner quasi zur Schule gegangen ist bei Peter Thiel, also der deutsche J.D. Vance hat jemand das unterschrieben, war also bei dem Family Office von Peter Thiel gearbeitet hat, da seinen eigenen Venture Fund gegründet hat, den Peter Thiel mitfinanziert hat, Man könnte jetzt garstig unterstellen, Döpfner musste Peter Thiel den Preis verleihen, damit der seinen Sohn fandet, so ungefähr, weil er das Geld vielleicht sonst nicht geracet hätte, weiß man nicht, kann sein, ist auf jeden Fall ein Interessenkonflikt, würde ich mal sagen. Ein gutes Händchen hatte man hier sicherlich nicht und ich würde gerne sagen, das wird noch schlecht altern, aber darauf muss man gar nicht warten. Wie Peter Thiel politisch geprägt ist und was er versucht in der Welt zu bewirken, ist schon heute vollkommen offensichtlich. Dazu muss man nicht warten, wie schlimm das noch wird oder so. Ich finde es auch heute schon ein Ding der Unmöglichkeit, ihn mit solchen irgendwie unter dem Mantel der Freiheit, Demokratie und Liebe für Märkte kreierten Preisen zu beschenken. Und dann... Der niederländische Hersteller von Lithographie-Maschinen, also die, die diese Chips ätzen, ASML, ehemals von Philips mal gegründet. Philips ist übrigens einer der erfolgreichsten Konzerne Europas, wenn man so sehen würde, was daraus entstanden ist. Unter anderem eben ASML, aber auch, was war das andere? Ich habe es schon wieder vergessen. Ich glaube, TSMC war das nicht auch mal? Sekunde. TSMC, ASML und NXP. NXP ist nur 70 Milliarden wert. Also die wurden alle mal aus Philips oder mit der Hilfe des niederländischen Konzern Philips gegründet. Also könnte ich sagen, die heutigen Protagonisten des Chip-Ökosystems sind alle mal aus dem niederländischen Unternehmen Philips entstanden, die nicht nur Gliedböden bauen. Und eben dieses ASML hat sich zum Beispiel an Samsung genommen oder man könnte auch sagen, haben vielleicht Angst bekommen davor, dass ihnen das gleiche passiert wie Samsung und haben vorsorglich ihren Angestellten auf der ganzen Welt mal 20.000 Euro Bonus geben. Nicht auf die Hand, sondern das wird in Aktien bezahlt und bis 2030 gewestet. Also man muss noch vier Jahre durchrackern. Das sind aber relativ normale Bedingungen für so ein Aktienincentive. Aber wer jetzt die nächsten vier Jahre auch noch bei ASML bleibt, der bekommt 20.000 in Aktien, was dann wiederum aber natürlich auch nur 5.000 Euro im Jahr sind und Ich würde sagen, ein nettes Almosen bei der ansonsten doch sehr guten Geschäftsentwicklung von ASML. Die Vorgeschichte ist halt, dass Samsung ja bestreikt wurde während des Chip-Booms und sich dann gezwungen sah, ich glaube, das Zehnfache des durchschnittlichen Jahresgehalts eines Südkoreaners an seine Mitarbeiter weiterzugeben als in Anführungsstrichen freiwilligen Bonus. Ganz so viel gibt es bei RCML nicht. Aber immerhin gibt man so ein bisschen was weiter an die Mitarbeiter.
Wir haben genug weitergegeben. Habt einen schönen Mittwoch.
Bis Samstag.
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