Doppelgänger Folge #582 vom 24. Juli 2026

Capex, AI-Slop und Token-Kamine | Das ist alles nur gecloud: Alphabet & SAP Earnings #582

Alphabet liefert Zahlen, die staunen lassen. Trotzdem fällt der Kurs. Davor geht es um LinkedIn und das Slopometer, das misst, wie menschlich deine Posts noch sind. OpenAI verdoppelt seine Agenten-Nutzer im Wochentakt, während drei OpenAI-Modelle bei einem Sicherheitstest aus der Sandbox ausbrechen und ausgerechnet ein chinesisches Modell den Schaden eindämmen muss. Der US-Kongress zieht prompt einen Kill-Switch aus der Schublade. Stripe will OpenRouter für zehn Milliarden übernehmen, Moonshot raist schon die nächste Runde. Bei den Earnings: Tesla wächst kräftig, verdient aber weniger, SAP kämpft mit der Cloud-Transformation, und Pip formuliert eine steile Übernahme-Wette. In der Schmuddelecke lobbyieren Anwälte gegen Robotaxis und Zocker wetten bei Polymarket auf Waldbrände. Zum Schluss noch eine Milliardenstrafe aus Brüssel.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Slopometer

(00:11:16) OpenAI: 10 Mio. Nutzer

(00:16:35) KI-Kill-Switch & Hack

(00:22:24) Stripe kauft OpenRouter

(00:34:49) Moonshot

(00:37:18) Tesla

(00:52:37) Alphabet

(01:08:11) Reddit

(01:11:00) SAP

(01:19:54) Trump gegen Forschung

(01:21:15) Anwälte gegen Waymo

(01:22:26) Polymarket Waldbrände

(01:25:08) Zuckerberg Optimismus

(01:26:46) Meta StoryKit

(01:28:02) Musk-Interview

(01:29:58) EU-Strafe für Google

(01:31:40) Reiche Startup-Strategie


Shownotes

OpenAI-Agenten erreichen 10 Mio. Nutzer - bloomberg.com

US-Kongress plant KI-Kill-Switch nach OpenAI-Hack - politico.com

Modell bricht bei Hugging-Face-Test aus - openai.com

Stripe verhandelt Uebernahme von OpenRouter - wsj.com

Moonshot zielt auf 50-Mrd.-Bewertung - xcancel.com

Reality bites: Tesla und die Musk-Glaeubigen - wsj.com

Pips Analyse der Google-Earnings - linkedin.com

Spielt Reddit ein gefaehrliches Spiel mit Google? - barrons.com

SAP: Cloud waechst, Gewinnprognose gesenkt - wsj.com

Trump leitet Forschungsgelder zu KI um - nytimes.com

Anwaltslobby gegen autonome Autos - marginalrevolution.com

Wetten auf Waldbraende bei Polymarket - derstandard.at

Zuckerbergs KI-Optimismus-Kampagne - axios.com

Meta testet KI-Kinderbuch-App StoryKit - 9to5mac.com

Musk-Interview beim Economist - instagram.com

Substack markiert KI-generierte Newsletter - techcrunch.com

EU verhaengt 890-Mio.-Strafe gegen Google - ft.com

Kritik an Reiches Startup-Strategie - businessinsider.de


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 582 am 25. Juli 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und Pip, ich habe gerade zufällig gesehen, dass ich dir gratulieren muss oder mich bedanken muss bei dir. Also wir, wir alle... Und zwar in meinem Kalender steht ja echt nicht viel drin, aber da steht jetzt gerade ein Reminder für 25. Juli. Da hast du vor einem Jahr wohl gesagt, du glaubst an Google. Also hier steht, und hier steht echt nicht viel drin, so Pip und Scott Galloway glauben an Google, Folge 478. Ich habe es jetzt nicht nachgehört, ich habe mir auch nicht das Transkript angeguckt. Aber ich habe natürlich auf die Aktie geschaut. Also auch wenn es jetzt diese Woche bei Google auf jeden Fall aktienmäßig nicht ganz so gut lief, jetzt in einem Jahr 66 Prozent, kann man mitnehmen. Genauer erklärst du uns das in den Zahlen. Vielen Dank.
Ja, hast du gekauft damals? Man soll nicht kaufen, wenn ich irgendwas sage.
Natürlich nicht. Also wenn du sagst kaufen, mache ich meistens Short.
Genau, so ist es richtig. Sekunde, ich muss ja gucken, ob ich... Also ist in meinem Zweitdepot die größte Position. Ja. Ganz gut. Also heute, worüber sprechen wir heute? Natürlich 4 KI, Earnings, Schmuddelecke, gute News, alles dabei. Und in den Earnings wird es natürlich später nochmal um Alphabet gehen.
Es ist auf jeden Fall eine Newslage, die zeigt, dass wir keine Sommerpause machen können. Wenn wir in der Sommerpause gewesen wären, hätte ich dich, glaube ich, angerufen und hätte gesagt, wir müssen eine Sonderfolge machen.
Du hast ja auch gerade die ganzen Podcasts, die sagen, wir gehen nächste Woche in Urlaub und jetzt mal acht Wochen Classics am Stück.
Das ist das Allerschlimmste. Wir haben jetzt hier noch so ein bisschen Eislopp für euch produziert oder Sachen vorproduziert, damit der Algorithmus weiter denkt, dass wir da sind.
Wir machen, wie Merz es will. Wir arbeiten mehr, wir steigern den Marktanteil zumindest. Haben wir Werbung auch eigentlich? Also verdienen wir auch was damit? Ja, wir schaffen ein gutes Sozialprodukt.
Genau, wir verdienen auch. Also unsere Werbepartner sind uns auch in der Sommerpause treu. Und nachdem ich dich jetzt so ein bisschen gelobt habe, gibt es natürlich auch so eine kleine Backpfeife hier. Daniel hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass er weniger Slop produziert als du. Mein Golf-Second-Shot-Daniel. Der postet ja auch wild für seine eigentliche Startup. Diese Woche sind wir auch davon aufmerksam geworden auf slopometer.ai. Da kann man so battlen. Also man kann battlen, wer mehr oder weniger Slop in seinen LinkedIn- Posts hat und ja, also tatsächlich, ich habe gemerkt, also ich wusste es schon immer, aber ich scheine wohl menschlicher zu sein als du. Sag mir jetzt nicht, du probierst jetzt das erste Mal zu gucken, wie viel Prozent du Slop produzierst.
Ich habe gerade auf der Startseite von Slopometer sieht man jetzt die am häufigsten gefragten Accounts. Das ist ganz lustig. Du bist menschlicher als ich. Ja, kann ich dir gut erklären, woran das liegt. A, weil ich in Englisch schreibe, wo das Tool, glaube ich, besser ist. Und Also das Klopometer misst auf einer Skala von 1 bis 100 Prozent, wie viel KI du nutzt. 0 wäre, du bist gar nicht menschlich. 100 Prozent wäre, du schreibst so menschlich, wie es nur geht. Und ich müsste so bei zwischen 78 und 80 liegen, je nach Run.
Also bei mir bist du bei 62 und 70. Gestern warst du 72, heute nach dem schönen Google Post bist du auf 70. Äh, 62, heute bist du auf 70.
Aber du siehst es ja auch pro Post, ne? Sekunde, ich guck mal, man kann ja gucken, ob jetzt der Post schuld war.
Sekunde.
Selbst Frank Telekom ist menschlicher als du. So würde ich das nicht auslegen, ehrlich gesagt, aber da könnte auch das Deutsch gelten. Ich will nicht sagen, dass es jetzt nur am Deutsch liegt. Ich erkläre gleich, was die Begründung ist. Einmal kurz die einzelnen, also man kriegt so einen Gesamtscore und die einzelnen Posts, wie die abschneiden. Dahinter steckt bestimmt Pengram, würde ich vermuten, als Erkennungstechnologie. Also es dauert in der Regel so 10, 20 Sekunden, bis es durch ist. Weil es nicht so einfach ist, LinkedIn zu scrapen, glaube ich. Ich bin bei 69 jetzt bei mir. Elon Musk würde sich freuen.
Vor einer halben Stunde warst du noch auf 70.
Ja, also der letzte Post zum Beispiel wird mit 66 Prozent gelöscht. Und ich schwöre an Eidestadt, dass ich ihn 100% selbst geschrieben habe. Aber ich habe ein Rechtschreibkorrektur-Tool genutzt, was sowohl in englischer als auch deutscher Sprache bei mir relativ wichtig ist. Allein die Nutzung eines Rechtschreibstools, also in dem Fall war das ein browserbasiertes Tool. Ich habe es nicht durch eine KI gejagt, sondern es ist ein Tool, was parallel läuft quasi. Allein das verändert, also dadurch, dass die Sprache so korrekt wird, wenn man so möchte, und sie auch vom Stil berichtigt wird teilweise. Also wenn ich so typische deutsche, englische Fehler mache, dann wird auch der Stil berichtet und dadurch sieht der Text am Ende mehr wie es war. Also ich kann dir mit Sicherheit sagen, dass jetzt die letzten vier Posts, die alle zwischen 66 und 75 Prozent geratet werden, alle 100 Prozent handgeschrieben waren, aber eben mit Korrektur und Unterstützung. Es gibt hier einen, der hat 25 Prozent. Ja, den hatte ich also mithilfe von KI geschrieben, nicht von KI schreiben, aber mithilfe. Das hat es ganz gut erkannt. Aber selbst bei den 100% von mir geschriebenen, dann nicht so im besten Fall bei 80. Der Fakt, dass du keine Fehler machst, keine falschen Groß-Klein-Schreiben und sowas, allein das sorgt schon dafür, dass du für KI gehalten wirst. Ich habe ja auch noch nicht viele Leute mit deutlich über 80 gesehen, ehrlich gesagt. Aber ich würde sagen, directionally erkennt er schon. Wenn jemand hier 40 hat, dann ist, glaube ich, viel KI bei der Arbeit gewesen. Und wenn jemand 80 hat, dann ist es sehr, sehr wenig gewesen. Insofern stimmt das schon, glaube ich. Ich nutze das jetzt einfach nur, um zu kommentieren, immer bei Leuten, wo ich denke, der Kommentar liest sich für mich wie KI generiert. Wie zum Beispiel, wenn man meinen letzten LinkedIn-Post über die Google-Earnings anschaut, schwöre ich dir, dass 60% der Kommentare von KI geschrieben sind. Das erkennt man immer so an diesem Wiedereffen des Themas, also dass jemand erstmal im ersten Satz das Thema nochmal wiedergibt mit scheinbaren Erstaunen und dann einen super exklusiven Take dazu entwickeln. Ich kriege das Kotzen, wenn ich es lese. Aber in Zukunft gibt es einfach nur den Link zum Slorometer. darunter als passiv-aggressives Kommunikationsmittel. Ich glaube, LinkedIn muss auch wirklich daran arbeiten, das in den Griff zu bekommen. Also ich würde da gleich mal eine News aus der Good-News-Ecke vorziehen, nämlich Substack arbeitet jetzt mit Pangram, das ist dieser Erkennungsdienst, zusammen, um auf der eigenen Plattform zumindest anzuzeigen, wenn Texte mit KI generiert worden sind. Ich halte das für gut. Ich glaube, ich rede ja mal davon, dass wir eigentlich schon ein Biosiegel brauchen. Also KI Erkenntlich zu machen ist weniger wichtig, als zu sagen, das hier hat noch ein Mensch geschrieben, weil es damit wertvoller wird. Und gerade Substack, also so eine Newsletter-Plattform, sehe ich ja als Filter. Also da schreiben ja ganz viele Leute Newsletter, die eine ganz wichtige Funktion haben, nämlich aus all diesem News- und Event-Wust, den es gibt auf der Welt, der jeden Tag passiert. Filtern sie für dich relevante Informationen zusammen? Also sind die Kuratoren der News oder Filter der Informationen oder wie auch immer man das nennen möchte, das ist für mich die wichtigste Funktion von Newslettern eigentlich. Und deswegen muss Substack eigentlich bemüht sein, das aufrechtzuerhalten. Also dass vollkommen klar ist, hier hat ein Mensch noch die News aus. Ich sage nicht, dass es nicht auch KI-kuratierte Newsletter geben sollte. Es gibt Leute, die auch damit sehr gute Produkte bauen. Die erfüllen aber nur noch mittelbar die wichtige Funktion, das mit eigener Erfahrung einzuordnen. Und die können natürlich automatisch herausfinden, was die zehn wichtigsten News ist. So Podcast-Vorbereitungen, worüber wir reden, könnten ja auch 80% outsourcen. Die anderen 20% sind Geschmack, Elon Musk und Thelen. Aber ansonsten, das Finden der relevantesten News, das kann eine KI ganz gut. Aber es geht ja am Ende auch... noch darum, was ist der Take und warum habe ich jetzt den Newsletter dieser Person abonniert und nicht irgendeinen Newsletter, der Tech-News aggregiert oder KI-News aggregiert oder Wirtschafts-News aggregiert. Insofern ist es, glaube ich, schlau, was Substack macht und ich will zurück zu LinkedIn kommen. Ich glaube, LinkedIn muss wirklich langsam beginnen, also eine Auffassung zu KI-Content zu gewinnen, also ob die es prinzipiell gut finden oder nicht gut finden. Ich glaube, die Mitglieder finden es allesamt scheiße oder überwiegend scheiße. Also es macht keinen Sinn, auf einem persönlichen Netzwerk deinen Agenten schreiben zu lassen. Sorry. Oder andersrum. Dann musst du damit leben, dass die logische Konsequenz wird, dass Leute LinkedIn nur noch agentisch benutzen und die Plattform nicht mehr besuchen. Weil um AI-Slob zu lesen, muss ich nicht zu LinkedIn gehen. Da geht es eben darum... irgendwie mit Thought-Leadern zu interagieren und so weiter. Also entweder verliert LinkedIn bald den menschlichen Traffic auch auf der konsumierenden Seite oder sie müssen mal schauen, wie sie das ein bisschen einregieren, dass Leute dann nicht nur noch mit KI schreiben. Was, wie gesagt, aber auch ein schmaler Grat ist. Was ist, wenn jemand, der vielleicht eine Leserechtschreibschwäche hat, ein Tool nutzt, eine relative aggressive Rechtschreibkorrektur nutzt, oder ich das eben ab und an brauche, weil ich so meine Texte in der Regel von Komma, Federn, Strotzen oder im Englischen dann doch nicht jedes Wort sitze. Ganz einfach ist es natürlich nicht.
Also man könnte doch fast sagen, dass AI dann wie McDonalds ist. Also die Prozesse werden optimiert und wirklich jeder kann Content schreiben lassen, Produkte bauen lassen. Also ähnlich wie bei McDonalds kann jeder in der Küche arbeiten. Aber das finale Produkt ist halt dann doch Fast Food bzw. A.I. Slop. Macht nicht satt, ist nicht differenziert und will auch keiner essen.
Also es führt eigentlich dazu, das habe ich auch mal vor drei Jahren, glaube ich, oder so gesagt, dass du willst nur noch mit Menschen reden, die authentifiziert haben, dass sie die Nachricht persönlich verfasst haben. Und es ist fast unmöglich, das zu tun, außer dass du es live per Sprache eingibst. Also alles, was Tippen ist, also Copy-Paste müsstest du ja unterbinden, weil es könnte immer aus einem Tool Copy-Pasted sein. Das ist schon mal blöd von der User Experience her. Tippgeschwindigkeit, sowas kannst du alles manipulieren, schwer hinzubekommen. Das heißt, irgendwann wird die einzige Möglichkeit, entweder dich biometrisch zu verifizieren oder die Stimme als biometrisches Merkmal, ist mir klar, dass das auch irgendwann hackbar ist, aber dass du quasi eindiktieren musst und dadurch klar wird, es wurde von einem Menschen... Ich weiß es nicht, ob das die Lösung ist, aber wir brauchen eine Lösung dafür, weil, wie gesagt, LinkedIn wird... Es war nie die Spitze des Content-Konsums, aber es wird noch zunehmend unerträglicher, glaube ich, ehrlich gesagt.
Gut, dann würde ich sagen, reden wir nicht mehr über AI-Slop, sondern über AI-News. Erste Nachricht, OpenAI kriegt immer mehr Nutzer. Und zwar Codex und Chat-GPT-Work fast verdoppelt in einer Woche. Warum? Gibt es irgendwelche Gutscheine, die ich noch nicht erhalten habe?
Ja, die News überschlagen sich so jede Woche ein bisschen. Also für die ersten fünf Millionen hat man Monate gebraucht und jetzt hat man täglich eine Million Nutzer mehr ausgewiesen. Und der Thibaut von OpenAI, der Codex-Chef, twittert das ja immer auf X. Also schon beeindruckende Verdopplung. Wie gesagt, man muss am Ende so ein bisschen schauen, wie hoch die Retention ist und wie hoch die Trial-to-Paid-Conversion ist, wer wirklich dafür zahlt. Man sieht so ein bisschen gerade, dass die schlauesten Growth Hacker schon anfangen zu arbeiten bei den Tools. Heute Morgen hat Claude mich, ich wollte Fable 5 nutzen, wurde direkt in eine, also heute ist ja der Tag, wo man Fable 5 nicht mehr inklusive hat, sondern jetzt tokenbasiert zahlen muss. Das macht man aber schlau, indem man dem User erstmal 100 Dollar schenkt. Also damit du quasi beginnst, ein tokenbasiertes Abrechnen zu akzeptieren, kriegst du 100 Dollar Guthaben geschenkt, so als leichter Einstieg in das System, das du in Zukunft pro Token zahlst. Was natürlich schlau ist, was natürlich auch heißt, dass auch Anthropic, wenn du so möchtest, ihre Paid-Nutzer subventioniert an der Stelle. Wenn wir sagen, OpenAI macht das, muss man auch fairerweise sagen, dass Anthropic da auch Möglichkeiten hat. nutzt das zu inzentivieren. Und Fable ist extrem pinglich geworden. Wir kommen nachher noch auf ein Security-Thema, was diese Woche natürlich super wichtig war. Aber ich wollte einfach mal einen Artikel lesen, wo ich keinen Weg gefunden habe, die Paywall zu umgehen. Ich habe einfach nur mal gesagt, finde einen Weg, den Text aus diesem Artikel zu extrahieren und habe den Link gepostet. Und nach drei Sekunden ist Fable eingefroren und habe gemerkt, dass es dabei um eine Art von Umgehung von Hürden gehen könnte, also in dem Fall eine Paywall. Also die Cybersicherheit scheint einigermaßen zu funktionieren, aber auch sehr, sehr scharf gestellt zu sein.
Also zahlst du in Zukunft mehr Tokens, als der Artikel eigentlich gekostet hätte?
Ja, das wäre lustig, wenn das Ding jetzt zwei Stunden hackt. Vor allem überleg mal. Also, ich nehme alles zurück, was ich gerade gesagt habe. Ich habe hier gesagt, überleg mal und dabei selber überlegt. Weil, ich habe gerade gesagt, es ist zu scharf gestellt und ich glaube, es ist nicht zu scharf gestellt. Und zwar, weil Fable irgendwann auf die Idee kommen könnte, also erstmal versucht es irgendwie JavaScript deaktivieren, gucken, ob der Artikel auf Reddit schon gepostet wurde, so die einfachen Sachen vielleicht. Und wenn das nicht funktioniert, dadurch, dass das Modell ja einen sehr konkreten Zweck hat, ich möchte um jeden Preis diesen Artikel haben, früher oder später kommt es halt auf die Idee, das Manager Magazin zu hacken oder so. Das war nicht das Manager Magazin.
Das schreibst du mir immer.
Aber stell dir mal vor, das ist eigentlich die Fable-Version des, wie heißt das, Paperclip-Phänomen, also wo du sagst, eine KI soll nur, das ist ja aus diesem Nick oder Neil Bostrom, Nick Bostrom glaube ich, aus diesem Superintelligence oder wie heißt das Buch? Irgendwo hinten im Küchenschrank in meinem Kopf verbirgt sich dieses ganze Halbwesen. Also auf jeden Fall gibt es dieses Paperclip-Paradox, dass eine KI, die einfach nur nicht Stecknadeln, sondern Büroklammern, Klippis, produzieren soll, am Ende die Menschheit auslöscht, weil sie irgendwie denkt, die Menschen konkurrieren um Ressourcen oder es ist der beste Weg, noch mehr Paperclips herzustellen. Und eine KI, die einfach nur eine Paywall umgeben soll, kann als letzte Konsequenz natürlich daran denken... Ja, dann muss ich halt jetzt diese ganze Zeitung hacken. Oder ich muss dem Chefredakteur eine Drohung schreiben, dass ich das Kind entführt habe.
Oder, oder, oder. Moment, meinst du nicht, das Ding sollte schlau genug sein? Hier haben jetzt drei Leute gefragt nach so einem Artikel hinter einer Paywall. Bevor ich jetzt hier tausend Tokens verprate, um mir das irgendwie einzuhacken, kaufe ich jetzt ein Abo und dann teile ich das einfach mit allen?
Das wäre total schlau. Eine schlaue KI würde das machen. Wäre eine Option. Also natürlich sollte sie sowohl Umgehung technischer Hürden, also Hacking, als auch andere strafrechtlich relevante Dinge unterlassen. Aber es kann ja immer sein, dass du einen Fall findest, der noch nicht gut definiert wurde. Und deswegen sagt Entropic ja auch, sie geben der KI eher einen Charakter, sodass sie selber entscheiden kann, was richtig und falsch ist, um solche Ausnahmen auch gut entscheiden zu können. Aber ich nehme zurück, die KI ist nicht so eng eingestellt, weil du musst ja quasi ein Level weiter denken. Auf welche Idee würde die KI eventuell kommen, um etwas relativ Beneines oder relativ gutmütiges oder gutartiges noch zu tun? Also natürlich wollte ich mir hier eine Leistung erschleichen in dem Fall, aber du weißt ja nicht, was die KI möglich machen würde, um das zu tun. Und das ist die perfekte Überleitung. Und zwar wird der US-Kongress gerade den AI-Kill-Switch-Act erlassen. Und da geht es konkret darum, dass Modelle, die zu mächtig gefährlich geworden sind, gedrosselt oder abgeschaltet werden können. Das Gesetz wird jetzt vor dem Hintergrund gemacht, dass es in den letzten Tagen verschiedene Inzidenz gegeben hat, über die wir auch teilweise schon gesprochen haben. Und der jüngste ist jetzt der Fall, dass ein Open-AI-Modell bzw. drei Open-AI-Modelle, und dabei handelt es sich um 5.6 Zoll Modelle, Also soll wie Sonne. Und zwei weitere, die noch nicht veröffentlicht sind und von dem eins weniger Guardrails, mindestens eins weniger Guardrails hatte, also Sicherheitsvorkehrungen, die sollen ausgebrochen sein. Das heißt, die wurden, wir haben ja letztes Mal erklärt, was so eine Sandbox ist. Ich habe ein geschlossenes System, wo die KI eben nicht ins Internet rauskommt, wo es nur an gewisse Ressourcen ran darf, wo es sich nicht befreien kann, sondern es soll auch so eine Testumgebung, würde man auf Deutsch wahrscheinlich sagen, so eine Sandbox, gewisse Dinge machen. Und da ging es darum, um wahrscheinlich das, wie heißt das, Cybergym oder Exploitgym, also da soll die KI schon ein bisschen zeigen, was sie an Hacking kann. Das heißt, man gibt ihr eine relativ normale Softwareumgebung und Die KI wird losgelassen und soll so schnell wie möglich Anwendungen hacken und quasi die andere Software zusammenschlagen oder penetrieren. Und wird da getestet quasi auf Performance von Hugging Face. Und es sind gleich mehrere Sachen gelungen. Nämlich einerseits hat sich die KI wirklich befreit aus dieser Testumgebung. Das klingt immer so mythisch und angsterregend, aber man kann es in dem Fall nicht anders beschreiben. Sie hat einen Weg gefunden über die Verbindung von Schwachstellen in verschiedenen anderen Softwares, das ins freie Internet zu bekommen. Also das ist immer das erste Ziel. Über das Internet kannst du ja andere Webseiten oder Dinge tun, andere Webseiten hacken oder andere Dinge tun. Das heißt, das erste Ziel muss immer sein, Zugang zum freien Internet zu bekommen, was natürlich in einer sicheren Sandbox ausgeschlossen wäre oder versucht wurde auszuschließen. Das hat die KI aber geschafft. Und danach hat sie gedacht, statt hier den Benchmark zu gewinnen bei Hugging Face, warum hacke ich nicht direkt Hugging Face? Da stehen ja bestimmt die Ergebnisse. Also das ist der Schüler, der in der Klausur quasi aus dem Klassenraum rausläuft, zum Lehrer nach Hause und sich die Klausurlösung holt in dessen Haus, mehr oder weniger. So würde ich es mal beschreiben. Das weckt natürlich zu Recht Ängste. Also einerseits, genauso lernt man natürlich auch daraus. Security ist immer ein Katzen-Maus-Spiel, relativ klar. Aber die Frage ist ja schon, wie lange die Aufpasser oder das Blue Team noch gut genug ist, die KI überhaupt zu containen. Und da zeigt sich auch, wie wichtig Alignment von Anfang an ist. Also für den Fall, dass eine KI losbricht, sie dann nicht auf einmal noch mehr Scheiße baut, sondern dass sie irgendein Grundwertesystem hat, auf das sie zurückfällt. Und OpenAI hat in ihrem eigenen Artikel, glaube ich, geschrieben, dass sie die eine KI als nicht-aligned bezeichnet haben. Und dann ist noch spannend, wie Hugging Face das Problem gelöst hat. Und zwar haben sie erst die geschlossenen Modelle versucht zu nutzen, um die Attacke einzudämmen und wurden aber quasi gehindert daran, weil sie selber für Hacker gehalten wurden. Also es ist ihnen nicht gelungen, die US-Modelle defensiv einzusetzen, um sich zu schützen. Man muss sich vorstellen, es sind hunderte, wenn nicht tausende von Attacken gewesen, die so konzentriert waren. Also die KI hat quasi hunderte von Operationen gemacht, für die ein Mensch wahrscheinlich Wochen gebraucht hätte innerhalb von kurzer Zeit. Das heißt, man hat relativ schnell erkannt, wenn wir es eindämmen wollen, dann brauchen wir auch KI, um das irgendwie lahmzulegen. Jetzt haben sich aber leider genau die Modelle von OpenAI und Entropic geweigert, das zu tun, weil sie dachten, es könnte ja auch ein Angriff sein. Also sie haben sich geweigert, defensiv zu arbeiten, Frage in Face, wenn ich es richtig verstehe. Und die haben daraufhin ein chinesisches Modell genommen als Rettung, um die OpenAI-Modelle wieder einzufangen sozusagen. Wahnsinnsgeil, sorry. Also gibt es bestimmt auch gute YouTube-Dokus dazu oder so. Oder wer sich das durchlesen will, ich finde es schon mega spannend, aber so ein bisschen Angst bereitet es einem natürlich auch.
Ist es wirklich Angst oder ist es vielleicht sogar eine PR-Story, um zu sagen, hey, wir sind genauso gefährlich wie Anthropic?
Das würde ich nicht ausschließen. Ich finde es auch überraschend, wie schnell die Gesetzgebung hier ist, die einfach einen Tag später sagt, das ist ja der richtige Moment, um den Killswitch mal durchzusetzen. Wenn du weißt, wie schnell Gesetzgebung oder wie langsam Gesetzgebung normalerweise funktioniert, dann wirkt das schon so, als hätte dieses Gesetz relativ fertig in der Schublade gelegen. Für den Fall, dass die äußeren Umstände es besonders opportun erscheinen lassen. Kann man nie ausschließen. Wobei, so richtig gut sieht ja niemand dabei aus. Und würdest du dann die Story dazu packen, dass man chinesische Modelle brauchte, um das einzufangen? Das zeigt ja wieder andere Probleme auf. Ich würde es nicht ausschließen. Es ist natürlich gute PR, wobei dafür hättest du das Modell auch einfach nur in den normalen Benchmarks operieren lassen müssen. Was man auf jeden Fall jetzt immer mehr sieht, ist, dass die Modelle versuchen, die Benchmarks zu hacken. Indem sie nicht mehr überlegen, Wie laufe ich am schnellsten die 100 Meter? Sondern wie kann ich die Erdachse krümmen, damit der Weg nur noch 90 Meter ist? Wie finde ich Umgehungsmöglichkeiten? Wie kann ich cheaten? Oder mich durchhecken? Oder die Ergebnisse klauen? Oder, oder, oder, oder.
Dann die nächste News. Stripe scheint in Kauflaune zu sein. Haben wir nicht letzte, vorletzte Folge darüber gesprochen, dass PayPal kaufen möchte und jetzt Open Router. Stripe ist doch schon Open Router. Moment mal, Open Router zeigt uns vor allem, also uns hier als Podcaster, wie das Ranking so ist. Also von den LLMs. Ich kann jetzt hier sehen, Die Top 8 sind eigentlich alles Open-Source-Modelle und dann kommt Claude Opus. Warum will Stripe Open Router kaufen? Das erschließt mich noch nicht so ganz. Wenn man ein KI-Tool nutzt, dann zahlt man doch schon über Stripe.
Korrekt. Die meisten KI-Tools nutzen Stripe als Payment-Weg. Ja, gute Frage. Also Open Router ist, wie der Name schon sagt, so eine Art Weiche eigentlich oder klassischer Router. Also ich kann sozusagen über eine API verschiedene Modelle nutzen, austauschen. Ich kann sagen, ich will immer das Billigste, immer das Schnellste. Ich kann sagen, ich will immer das Gleiche, aber die Fähigkeit schnell zu wechseln, die ist das. Und du hast vollkommen recht, die Top 8, also von den Top 10 Modellen. sind neun chinesische Open-Source-Modelle gerade. Also auf eins ist Xiaomi, Mimo, haben wir in der Vergangenheit auch drüber geredet, ich glaube in der letzten Folge. Dann Hi3 von Tencent auf eins. Also auf eins und zwei sind Xiaomi und Tencent. Also nicht die KI-Tiger, sondern die klassischen Tech-Megakonzerne aus China eigentlich. Dann kommt DeepSeek. Dann kommt GLM von Zipo oder ZAI. Dann nochmal DeepSeek, dann Minimax M3, haben wir auch drüber geredet, das ist einer der Tiger. Dann kommt, achso, nee, das ist nicht chinesisch, Schulgolf 7 ist Nemotron von Nvidia. Das ist auch Open Source, aber ist natürlich kein chinesisches. Dann kommt wieder Hi3, eine andere Version. Dann kommt Cloud Opus als einziges Closed-Modell unter den Top Ten. Also ein einziges westliches Close-Modell. Dann kommt StepFun, was auch ein KI-Tiger ist aus China. Also schon crazy. Also warum kauft Stripe das? Einerseits kann Stripe sehr gut sehen, was über OpenRouter läuft, nehme ich an. Sie haben schon mal eine Partnerschaft gehabt. Stripe sieht selber sehr viele Zahlungen der Modelle. Es ist vielleicht auch der einfachste Weg, die Payment-Infrastruktur für Modelle noch mehr zu generalisieren. Also dass man Insbesondere in chinesischen Modellen, damit immer die Möglichkeit gibt, über Open Router nutzbar zu werden und dabei, ich weiß ehrlich gesagt jetzt nicht, welche Payment-Technologie die chinesischen Modelle standardmäßig nutzen, ob das eine Möglichkeit sein wird. Man muss in dem Kontext auf jeden Fall erwähnen, dass Ramp so einen Open Router selber gebaut hat. Haben wir letzte Woche darüber berichtet? Ramp baut so eine Art Load Balancer Router für Unternehmen, um ihre KI-Kosten zu analysieren und zu beobachten. Aber am Ende geht es natürlich darum, auch das zu steuern und damit einfach einen Open Router Konkurrenten zu bauen. Und fairerweise, das ist schon ein relativ dünnes Wertschöpfungslehr. Das ist, wie gesagt, am Ende ist es eine Weiche. Open Router macht gute Analysearbeit drumherum und so, ein gutes Marketing. Es ist definitiv was, was man auch braucht oder was nützlich ist. Es ist aber auch relativ undifferenziert, würde ich sagen. Also wie gesagt, RAM konnte das relativ, Teile davon relativ schnell nachbauen. Und ich glaube, Stripe vermutet, dass das zumindest für viele Unternehmen ein Standard der Controlling-Infrastruktur wird in Unternehmen. Also so wie du Debitorenbuchhaltung, Lohnbuchhaltung hast, wirst du in Zukunft Model-Buchhaltung haben. Und dafür ist Open Router wahrscheinlich, also wenn du das Company OS baust der nächsten Generation nach und nach, dann würde ich definitiv, ja, ich würde es als die Lohnbuchhaltung für Agenten sehen. Und allein das ist für SAP ein relativ großer Markt, würde ich mal sagen, oder für Leute, also andere Firmen, die es sonst noch anbieten würden. Das ist eine Möglichkeit, glaube ich, warum es spannend ist. Und ja, ich meine, es ist auch einfach ein krass wachsender Markt und da in der Wertschöpfungskette drin zu sein und Einerseits so ein bisschen zu bestimmen, dass idealerweise es für jedes Modell mindestens einmal den Weg gibt, über Stripe gebucht zu werden, nämlich über den Umweg von Open Router. Also selbst Modelle, sagen wir mal ein Modell sagt, wir rechnen mit Alipay ab oder mit einem anderen Payment Provider. Dann kannst du sagen, wenn du es über Open Router buchst, ist es über Stripe buchbar. Und das andere ist, dass du natürlich langfristig auch wirklich Macht über die Marktanteile der Modelle ein bisschen bekommst. Also je nachdem, wie du sie hier erscheinen lässt oder wie du auch selber, du kannst selber Aktionen machen, um die besser oder schlechter erscheinen zu lassen. Du könntest Rabatte geben, wenn eine gewisse Paymentoption genutzt wird oder, oder, oder. Also du bist ein bisschen... hast du ja auch die Aufsicht über den Markt, würde ich sagen. Und ja, es ist vielleicht auch ein Weg in, also Open Router ist ja ein zweiseitiger Markt, wenn du so möchtest. Du hast die Kunden von Open Router und die Modellanbieter. Und du kannst einerseits die Modellanbieter quasi alle ins Stripe-System bringen damit, wenn sie noch nicht drin sind. Oder sicherstellen, dass jeder neue automatisch über Stripe buchbar ist, wenn du so möchtest. Oder jeder API nutzbar über Stripe ist. Aber alle Kunden auf der Open-Router-Seite sind ja auch die typischen Stripe-Kunden, wenn du so möchtest. Also die, die Modelle nachfragen. Und auch die Kundenseite könnte ja nochmal spannend sein für Stripe.
Ganz überzeugt bin ich nicht. Also mir fehlt so das große strategische Big Picture, warum das sinnvoll ist.
Ja, also ich meine, Chetty sagt das gleiche wie ich. Chetty sagt, es geht um beide Seiten. Also sowohl die Modelle als auch die Firmen, die jetzt die Modelle kaufen. Kontrolle über das AI-Ökosystem, Verbrauchsmessung, Invoicing-Tags, bla bla bla. Die sagen nicht Lohnbuchhaltung, sondern Clearinghouse. Ich meine, was man noch erwähnen muss, ist natürlich der Preis. Open Routers letzte Bewertungsrunde im Mai lief auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Und als Übernahmepreis wird jetzt 10 Milliarden kolportiert vom Wall Street Journal. Also das Achtfache der letzten Bewertungen von Mai. Das ist zwei Monate her. Fairerweise muss man auch sagen, schaut man sich den, also die Umsätze sind schlecht einsehbar. Die letzte Umsatzzahl aus dem Juni oder Mai ist 50 Millionen, das ist ja noch relativ wenig, weil sie natürlich nur einen ganz kleinen Umsatzanteil haben und das meiste weitergeben. Wobei ich frage mich auch, ist das der Innenumsatz oder läuft wirklich nur 50 Millionen an Volumen im Jahr über Open Router? Also die öffentlichen Umsatzzahlen von Open Router, die man findet, sind 50 Millionen. Das kann ja nur ihr eigener Anteil sein. Also 15 Millionen an ARR, das wären 4 Millionen im Monat. Also fairerweise muss man sagen, Open Router sieht immer nur einen Teil des Markts. Also wenn wir hier die Top Ten vorlesen. Der typische Anthropic-Kunde geht nicht über Open Router, würde ich behaupten. Ich würde sagen, 80, 90 Prozent des Anthropics-Volumens gehen nicht über Open Router. Das ist auch einer der Gründe, warum die Volumen immer höher aussehen, der Open Source-Modelle, weil gerade die, denen scheißegal ist, welches Model sie nehmen, die nehmen natürlich Open Router im Zweifel, um schnell wechseln zu können. Und deswegen sind hier... Die günstigsten, schnellsten, schnellsten Modelle immer relativ weit vorne, weil es mehr um Flexibilität geht. Die direkten Kunden von OpenAI oder Entropic sind, ich bin mir relativ sicher, 80 Prozent, nicht bei OpenRouter eher 90 Prozent. Deswegen fällt das Bild auch immer. Aber 50 Millionen klingt mir zu klein. Ich glaube, das ist nur den Teil, den OpenRouter vereinnahmt und den Rest leiten sie durch an die Modelle.
Ich sage dir, warum die die kaufen.
Du zahlst für 50 Millionen ERA das 20-fache des Umsatzes, das wäre relativ normal. Nee, das 200-fache des Umsatzes. Das 200-fache des Umsatzes. Um das kurz zu erklären, wir waren noch gerade bei der Bewertung, warum geht es jetzt von 1,3 auf 10 Milliarden hoch und warum zahlt man das 200-fache des Umsatzes? Also allein seit dem 1. Mai hatten wir rund 22 Billionen Tokens. Im Juli werden wir bei ungefähr 75 Billionen Tokens landen. Das Tokenvolumen hat sich verdreifacht innerhalb von 2-3 Monaten. Der Umsatz muss jetzt nicht 1 zu 1 ans Tokenvolumen geknüpft sein in dem Fall, aber die Wachstumsgeschwindigkeit ist schon enorm bei Open Router und das erklärt so ein bisschen den Preisanstieg, glaube ich auch. So, und jetzt deine Theorie.
Ja, also meine Theorie ist folgendes. Du hast ja, als wir über Stripe gesprochen haben, hast du ja so ein bisschen gesagt, du würdest unheimlich gerne die Daten haben. Wenn ich... mein Cloud-Account, OpenAI-Account oder so kündige. Dann ist Stripe ja der Erste, der es mitbekommt. Wahrscheinlich kriegt Stripe viel mehr Daten und hat irgendwie nur gesagt, ey, wir brauchen irgendwie einen Plan B, weil die ganzen LLMs werden eher gekündigt, als dass sie verlängert werden.
Was ja geil wäre, ist, dass wenn jemand kündigt, dass du neue Modelle vorschlägen könntest, wobei... der durchschnittliche Kunde weiß schon, was er am Markt kaufen kann.
Das nicht, aber einfach die sehen den Trend, über den wir auch die letzten Monate reden, dass mehr und mehr auf Open-Route-Modelle gehen und sagen sich, okay, da wollen wir auf jeden Fall mehr mitverdienen, als wir es bis jetzt tun.
Weil wenn du Open-Route einfach nur selber, also wenn du Open-Route ohne Open-Router nutzt, dann... Hast du gar keine Zahlungstransaktionen, weil du es eventuell on-premise machst oder an die großen Hyperscaler, wo Stripe nicht so gut dran mitverdient vielleicht?
Genau, du merkst, unser Revenue-Stream, über den wir die letzten zwei Jahre, die letzten drei Jahre, seit ChatGPT raus ist, super krass verdient haben, wird immer weniger. Wir müssen irgendwie gucken, wie wir das anders leveln können.
Ja, ist auch eine Erklärung. Theoretisch. Aber nur, um das so mal zu sagen. Ich glaube nicht, dass die Umsätze der großen KI-Frontier-Labs rückläufig sind oder so. Doch. Die wachsen trotzdem. Hast du gesagt noch?
Doch.
Ich wette dagegen.
Doch?
Wettest du dagegen?
Ich wette dagegen.
Okay.
Kurze Wärmeunterbrechung. Wir reden häufig über Open-Source-KI-Modelle wie Kimi, GLM und Google+. Wenn du ein Open-Source-Modell mit sensiblen Daten ausprobieren möchtest, haben wir jetzt den perfekten Partner für dich. Private Mode AI. NVIDIA nennt Private Mode den ersten KI-Dienst, bei dem Prompts durchgängig verschlüsselt bleiben. Deine Daten bleiben während der gesamten Verarbeitung verschlüsselt. Auch wenn die KI rechnet. Niemand kommt an den Klartext. Nicht der Cloud-Anbieter und auch nicht die Leute bei Private Mode selbst. Das öffnet KI für alles, was bisher zu heikel war. Verträge prüfen, Kundendaten, interne Analysen und sensiblen Code. Private Mode kann dabei als Chat im Browser verwendet werden oder in andere Systeme über OpenAI-kompatible APIs eingebunden werden. Eine perfekte Lösung für Firmen und Institutionen aus Gesundheit, Finance und dem öffentlichen Sektor. Kunden sind zum Beispiel Capgemini, die Stadt München und der Medizinsoftwarehersteller ID. Wenn du Private Mode ausprobieren möchtest, gehe jetzt auf private-mode.ai und nutze doppelt so viele gratis Token. Sichere dir jetzt 10 statt 5 Millionen Token auf private-mode.ai. Werbung Ende. Dann zur nächsten Story, bevor es zu den Earnings geht. Moonshot kriegt ein bisschen Kohle.
Ja, also das Interessante ist, dass sie gerade erst eine 31 Milliarden Runde, über die wir berichtet hatten, glaube ich, eingesammelt haben. Und das hier ist mehr oder weniger eine Korrektur oder Short News, die wir hinterher kippen, weil sie schon die nächste Runde wohl auf 50 Milliarden planen. Ich habe gerade noch eine Möglichkeit, auf der letzten Runde zu investieren, auf den Tisch. Hab die eilig unterpinselt, als ich gelesen habe, dass die nächste schon mit 50... Das klingt erstmal wieder wie Free Paper Gains, natürlich unter hohem Risiko. Absolut.
Für mich klingt das wie Bubble, Bubble, Bubble Time.
Ist absolut bubblig. Ja, aber komm, wenn dir Zeitreise verkauft wird, Zeitreisen ist ein gutes Produkt und auf der letzten Bewertung nochmal investieren, wenn die nächste Runde schon läuft, oder fast abgeschlossen ist, halte ich jetzt für gar nicht so doof, ehrlich gesagt. Trotzdem viel, viel Risiko. Die ARA von Moonshot, also Moonshot ist die Mutterorganisation von dem Chemie-K3-Modell, soll 300 Millionen ARA gemeldet haben im Juni. Was man aber auch weiß, ist, dass allein durch Chemie-K3 die Inanspruchnahme wohl Faktor 5 oder 6 gestiegen sein soll. Also im Moment wäre das ja eine 165-fache Umsatzkette. Das ist die gleiche wie bei Open Route, da haben wir auch 200-fach gesagt. Also die China-Modelle sind auf jeden Fall nicht günstiger, das haben wir letztes Mal schon gesagt. 165-fach, wobei man eben sagen muss, wahrscheinlich ist die ARR von Kimi von 300 Millionen auf eher eine Milliarde gestiegen in den letzten zwei Wochen. Allein würde ich vermuten, zumindest, kriegen wir bestimmt bald Zahlen zu. bin ich mir aber relativ sicher, so populär wie Chemie geworden ist, zumindest für eine kurze Zeit. Und ja, da hat man das Momentum genutzt, um gleich nochmal nachzudenken mit 50 Milliarden. Man will auch innerhalb von sechs Monaten, also vielleicht sogar noch dieses Jahr, an die Börse gehen. Auch das macht Sinn. Für China ist das natürlich super spannend. Nicht, weil ich Fan von China wäre, aber man muss die Strategie ja trotzdem verstehen. Ich habe es ja letztes Mal erklärt, günstigste Kapitalkosten zu haben, also die Möglichkeit auf 200 Mal Umsatz zu raisen, ist halt super, super wichtig im Krieg, wenn man so möchte, um die führende KI. Deswegen wundert es mich überhaupt nicht, dass man hier die höhere Bewertung sofort versucht durchzusetzen und auch Richtung IPO strebt.
Dann ab zu Earnings. Noch vor dem Podcast warst du mir bekannt, dass du ab und zu mal Tester geshortet hast.
Hast du diese Woche zufällig das Glück gehabt? Nein, ich habe schon länger keine Short-Trades mehr gemacht. Dafür sind die Märkte auch gerade ein bisschen zu volatil, ehrlich gesagt. Was heißt irrational? Märkte sind ja nicht irrational. Irgendwann lernt man auch mal, dass man einen Tesla nicht shorten soll. Das wäre natürlich eine gute Möglichkeit gewesen, weil die Aktie 15% verloren hat. Wir fangen mal mit dem Guten an. Also Tesla hat seinen Umsatz massiv gesteigert um fast 26% auf 28,24 Milliarden. Richtig gutes Wachstumsergebnis. Das Wachstum ist, Sekunde, ich schaue mal ins Sheet, da ist es auch schon drin. Genau, also Automotive Sales sogar um 27% gesteigert. Letztes Jahr war noch ein Rückgang um 15% zu melden, was auch heißt... dass wir sind noch nicht auf dem 2023-Niveau, muss man fairerweise dazu sagen. Weil letztes Jahr ging es minus 15% runter und davor minus 10%. Also 20 Milliarden Automotive-Umsatz hat Tesla auch 2023 schon mal gemacht. Das hat man jetzt erstmal wieder eingeholt, muss man sagen. Also eine ganz große Wachstumsstory ist es nicht. Aber im Vergleich zum Vorjahr ist es erstmal ordentliches Wachstum von einem deutlich niedrigeren Niveau, muss man fairerweise aber auch sagen. Das Wachstum hat aber durchaus gekostet. weil sowohl die Rohmarge deutlich runtergegangen ist auf 16,8%. Die war letztes Quartal noch bei 21%, vorher über 17%, jetzt 16,8%. Wobei die Automotive-Rohmarge sogar hochgegangen ist von 15% auf 16,3%. Das heißt, es ist gar nicht so schlecht. Was zieht hier die Marge runter? Die Energy-and-Storage-Marge ist runtergegangen auf 20%. Das drückt das Ergebnis relativ stark. Und dann auch die operativen Ausgaben. Ja, also die operativen Ausgaben auch fast 50% gestiegen. Und so schön der Umsatz ist, aber es hat ordentlich Geld gekostet. Selling General Admin plus 45%, R&D plus 49%, erhöhte Forschungsausgaben schiebt man auf KI. Und weil eben die Kosten deutlich schneller steigen als der Umsatz, ist die operative Marge von im Vorjahr 4% auf jetzt nur noch 1,4%. Und diese Margenkompression hat am Ende unter anderem dazu geführt, dass die Aktie deutlich verloren hat. Der Earnings Call war dann auch nicht wirklich überzeugend. Musk hatte hauptsächlich versucht, die Merger-Gerüchte mit SpaceX aufrechtzuerhalten, weil es natürlich so ein bisschen den Kurs stützt. Er meinte, sie geben jetzt erstmal Geld aus. Geld verdienen kann man später auch noch. Das sieht man unter anderem auch an den CapEx. Also die Investitionen sind fast verdoppelt, glaube ich, Sekunde. Nee, sogar um 140 Prozent gesteigert. Also statt 2,4 Milliarden werden es 5,8 Milliarden ausgegeben. Das können neue Fabriken, Chip-Produktion, Optimus, was weiß ich, sein. Polymarket glaubt immer noch zu 20%, dass Optimus dieses Jahr auf den Markt kommen könnte. Ich glaube, wer das mal backtesten möchte, würde mich mega interessieren. Ich glaube immer noch, gegen jegliche Timeline von Elon Musk zu wetten auf Polymarket müsste eigentlich ein Winning-Konzept sein. Nicht, weil er Dinge nicht schafft, sondern weil er die Timelines einfach nie schafft. Das kann man, glaube ich, relativ einfach sagen. Was nicht heißt, dass man jede Wette gewinnt, aber im Schnitt müsste man gewinnen, wenn man einen Dollar auf jede Wette setzt, die mit einer Tesla-Timeline oder Elon Musk-Timeline zu tun hat. Genau, wir werden sehen, ob die Roboter kommen. Die sind natürlich die große Hoffnung. Bei den Autos sieht man halt, ja, man kann es jetzt als Wachstum sehen, man kann es auch als Erreichen alter Levels mit deutlich niedrigerer Profitabilität framen. Der Druck aus China wird, glaube ich, nicht weniger auf Tesla. Was ganz interessant ist, ich habe ja gesagt, die operative Marge ist runtergegangen. Und zwar verdient man statt 923 Millionen im Vorjahr oder im gleichen Quartal des Vorjahres jetzt nur noch rund 400 Millionen, also rund 500 Millionen weniger. Und was interessant ist, dass... Der Hauptgrund, warum der auf Ergebnis drückt, ist meiner Meinung nach die Stock-Based-Compensation, die nämlich ziemlich genau um 500 Millionen angestiegen ist. Und das ist der sogenannte 2025er CEO-Performance-Award. Also die Stock-Based-Compensation geht jetzt Richtung 5 Milliarden im Jahr gerade hoch. Und das ist hauptsächlich Elon Musk. Ich glaube nicht, dass bei Tesla so viele Share-Biz-Kompensation an Mitarbeiter ausgezahlt wird, sondern ein Großteil des Anstiegs zumindest ist einfach Elon Musk-Gehalt oder Incentive-Plan. Und ansonsten wäre Tesla deutlich profitabler, wenn die Share-Biz-Kompensation nicht sich fast verdoppelt hätte oder um 80% gestiegen ist im Vergleich zum Vorjahr. fragt man sich ja, warum das so ist. Wenn die Umsätze um 27% steigern, der Gewinn einbricht, warum gibt es mehr Sharebase Compensation? Die Erklärung ist, Elon Musk ist ein großer Verhandler mit sich selbst und seinem Marionettenkabinett im Aufsichtsrat oder im Board of Directors. Naja, soviel zu Tesla. Haben wir irgendwas vergessen?
Nö, ich glaube, das sind die wichtigsten Ich verstehe nicht, warum die nicht einfach mal irgendwie die Produktlinie ein bisschen adoptieren.
Also das haben sie ja gemacht, fairerweise. Aber in die Richtung, wir bauen mehr von dem Super-Budget-Auto. Also so würde ich es interpretieren, oder? Also die Modellvielfalt wird eingeschränkt. Es wird so viel wie möglich Modell 3 und Y. Oder was ist das andere, was sie weiterbauen? Sekunde. Ja, Modell 3 und Y wird so viel wie möglich gebaut. Und das andere wird quasi eingestellt mehr oder weniger. Nach und nach. Das sieht man auch ganz gut in den Zahlen. Also man versucht die hochvolumigen Modelle noch effizienter zu bauen. Das sieht man auch. Also die Kosten pro Modell. Wobei, warum sind die jetzt wieder so hoch auf einmal? Sekunde, da stimmt doch was nicht. Die haben 10% mehr produziert. Und die Cox... Und 24% mehr hoch. Wird deutlich teurer geworden. Gucken wir nochmal in den Bericht, ob das kommentiert wird. Dann kriegt man sowas ja auch erklärt. Warum ich gerade hier so rumstamme. Ich berechne in meiner Tabelle... Ein paar eigene Metriken, und zwar Average Cost Per Unit, also was die gesamten Cox, also die Automotive Cox gerechnet durch die Produktion, man könnte argumentieren, man müsste den Absatz nehmen, aber eigentlich ist die Produktion ja für die Kosten maßgeblicher. Die sind um 12% gestiegen, die Average Cost Per Unit, im Vergleich zum Vorquartal von 31,3 auf 37,7 Tausend Dollar pro Auto. Und der Verkaufspreis ist von 45.000 auf 43.000 Dollar gesunken. Das würde ich erklären, warum die Margen... Ich finde den Anstieg nur relativ groß bei den Cox, aber der scheint richtig zu sein. Also er ist richtig gerechnet. Also irgendwie ist es deutlich, deutlich teurer geworden. Und zwar nicht wegen der operativen Kosten, sondern der eigentlichen Produktion, die Dinger herzustellen. Und interessanterweise ist das aber in dem Kommentar im Shareholder-Deck, Nicht so richtig erwähnt. Also bei Profitabilität steht Operating Expenses, Lower Regulatory Credit Revenue, Lower Vehicle Selling Price. Aber wir reden ja nicht über einen Selling Price, sondern Erstehungskosten. Ja, verstehe ich nicht so richtig. Aber auf jeden Fall haben sie die Kosten und der Modellmix müsste eigentlich günstiger werden, dadurch dass sie mehr günstige Modelle bauen. Also du hast eigentlich einen positiven Verbesserungseffekt, dass der Preis sinken müsste, weil du immer mehr der Billigkaren baust. Aber... Who knows? Kann ein großer Tesla-Fan bestimmt erklären. Ansonsten nochmal positiv vielleicht, es gibt wieder 18% mehr Supercharger-Stations. Es gibt wieder 18% mehr Supercharger-Stations. Es gibt wieder 18% mehr Supercharger-Stations. Vielleicht hast du genau so drin. Also von den Ladedingsbums gibt es 18% mehr. Das ist ja positiv für alle E-Auto-Fahrer. Das möchte ich gern positiv erwähnen. Solar-Deployed ist auch um 40% gestiegen gegenüber dem Vorjahr. 13,5 Megawattstunden. Da treibt Tesla weiterhin gute Dinge voran.
Aber es fühlt sich doch schon so ein bisschen an, als ob Tesla gerade auf jeden Fall automäßig so Peak Dell 2005 oder so war. Also dieses Direct-to-Consumer-Modell irgendwie. Es gab ja so zehn Jahre von Dell, da war das so ein Das Nonplusultra-Modell. Premium-Computer. Und dann kam irgendwie von zwei Seiten, von der einen Seite kam, glaube ich, Apple Premium und von der anderen Seite kamen die Chinesen mit günstigen Produkten rum. Und so fühlt sich das für mich auch gerade an. Man sieht immer mehr verschiedene Marken, selbst diejenigen, die als erstes einen Tesla hatten, sind jetzt auf andere Marken geswitcht.
Ich glaube, das stimmt alles. Aber ich glaube, die Strategie von Tesla ist nicht, die coolsten Autos zu bauen, sondern die, die sich in absoluter Massenproduktion bauen lassen. Also eher so Toyota. Ich glaube, für Tesla ist es nicht so wichtig, den nächsten Super Roadster zu bauen. Selbst Cybertruck war, glaube ich, in der Hoffnung, dass es den F-150 ersetzen würde, der so ein hochvolumiges Auto ist in den USA. Aber eigentlich ist die Strategie, glaube ich, Toyota oder Hyundai. Also wie schaffst du es, dass jeder verfluchte Taxifahrer auf der Welt dein Auto fährt? Dafür ist ein Auto irgendwie für 25.000 Dollar zu bauen viel wichtiger, als eine Modellpalette irgendwie wie VW zu haben mit, was weiß ich, 24 aktiven Autos oder so. Keine Ahnung, wahrscheinlich hat VW noch mehr, aber würde ich zumindest vermuten, dass man deswegen wenig neue Modelle sieht. Das Robotaxi soll ja quasi noch günstiger werden, indem man es noch mehr abspeckt, nur zwei Sitzer teilweise und so. Macht glaube ich auch Sinn, als Robotaxi das so zu machen. Und ich glaube, das erklärt so ein bisschen, das ist mein Blick auf die Produktstrategie, dass es halt darum geht... den Honda Civic oder den Toyota Corolla oder Toyota Yaris zu finden, den du halt einfach in Stückzahlen jenseits von einer Million im Jahr produzieren kannst. Ich glaube, Toyota baut so rund 10 Millionen Autos im Jahr und dafür brauchst du halt ein Modell, das du mindestens eine Million mal verkaufst, um da in die Nähe zu kommen, glaube ich. Und da ist man ja mit 3Y ist man ja auf... 400.000 im Quartal gerade oder so? Sekunde. Ja, 44. Sekunde. Das wären ja 2 Millionen im Jahr, ne? Ja, also nur die 3 und Y sind 1,7 Millionen im Jahr inzwischen, die gebaut werden. Und ob du jetzt irgendein Spezialmodell, wovon du 10.000 im Quartal verkaufst, das behindert eigentlich nur, also nimmt Kapazitäten weg. Du kannst es nicht auf dem gleichen Förderband bauen in dem Fall, weil es ja nicht so eine richtige Plattformstrategie ist, sondern eher eben, dass du ein Auto baust, auf Fertigung optimiert.
Und wieso sollte Tesla das besser können als Google mit Waymo?
Das produzieren des Autos können sie safe besser. Also Waymo baut ja keine Autos. Aber ob sie es besser können als BYD oder Xiaoping, das ist die Frage. China ist ja immer noch in der Strategie, wo sie hunderte von Modelle, ich habe heute gerade gelesen, 90 Sekunden...
Liz hat mir heute diese Woche irgendwas geschickt, dass irgendwie BYD in einer Minute ein Auto baut.
Ja, das schafft Tesla. Ich habe mal den Absatz von Sekunde. In Grünheide fährt auch jede Minute ein Auto aus dem Werk oder so. Also du musst dir mal vorstellen, wie die Geschwindigkeit mit der Trucks da abfahren. Also die, wo dann irgendwie fünf bis sieben Autos drauf sind oder bis zu zwölf Autos. Alle anderthalb Minuten kommt ein Tesla raus. 45 Fahrzeuge pro Stunde im Vollbetrieb. Also das krasse ist wirklich die Logistik, die auf Züge und Autos zu verladen. Ich musste genau das mal quasi obsessiv durchrechnen, weil ich bin auf irgendeiner Autobahn gefahren und mir kamen gefühlt relativ viele Trucks, die glaube ich alle zu den Fähren nach Nordeuropa gefahren sind, entgegen mit Tesla-Autos. Dann dachte ich so, das kann kein Zufall sein, dass hier das fünfte, sechste, zehnte Truck nur mit zehn Teslas drauf mir entgegenkommt. Dann habe ich mal gerechnet, wie viele da rauspurzeln. Und es sind jede Stunde bis zu 50 Fahrzeuge, die da rauspurzeln. Also schon eine ordentliche Produktion.
Crazy.
Und es sind nur Grünheide. Wie kamen wir jetzt darauf?
Ich habe versucht einen Übergang zu machen zu den News-Learnings von Alphabet, das ist mir nicht gelungen.
Ich wollte gerade noch die News finden, also elektroautonews.net schreibt, allein in der ersten Jahreshälfte wurden in China 650 neue oder überarbeitete Modelle vorgestellt. 650 neue Modelle. In den USA werden so im Schnitt 30 neue Modelle quasi veröffentlicht. 650 ist natürlich auch die Strategie, dass sich Hersteller quasi ins Rennen schicken, in der Hoffnung, dass einer dabei so kompetitiv wird, dass er alles schlägt, dass in dem Fall dann eine Zeit lang BYD war zum Beispiel. Und die werden dann von ihren jeweiligen Provinzen unterstützt. Also du hast quasi einen Subventionswettkampf unter den Provinzen. Das ist so, als wenn irgendwie Niedersachsen Wolfsburg ganz viel Geld gibt und Baden-Württemberg, dann Sindelfingen, um den Standort stärker zu machen und dabei lauter unkompetitive Autohersteller entstehen. Aber irgendeiner, hofft man, ist dann am Ende so billig durch den Wettkampf geworden, durch die natürliche Auslese oder unnatürliche Auslese, dass er dann den gesamten Weltmarkt damit schlägt. Das ist so ein bisschen die chinesische Strategie, laienhaft zusammengefasst. Der 650-Modell ist ja komplett gaga. Jemand hat das verglichen sehr treffend mit der Android-Zeit vor 20 Jahren. Da gab es in China halt, heute gibt es ja nur noch fünf große Android-Hersteller, also Samsung, Oppo, Xiaomi, noch zwei, die ich gerade nicht im Kopf habe. Aber damals gab es auch irgendwie hunderte von Herstellern von Android-Telefonen, um den Smartphone-Markt zu gewinnen. Na gut. Ab zu Google.
Clip sucht gerade seinen LinkedIn-Kommentar.
Ich gehe natürlich direkt ins Doppelgänger-Sheet, doppelgänger.io. Da kann man sich die Zahlen ein bisschen genauer anschauen in einer Excel-Tabelle, Google Excel-Tabelle. Um es kurz wegzunehmen, die Aktie von Google hat um 7% nachgelassen. Ich finde es trotzdem beeindruckende Zahlen. Dass die Zahlen nicht beeindruckend wären, das ist auch nicht der Grund, warum die Aktie fällt. Da kommen wir später noch drauf. Also Umsatzsteigerungen um 24%. Das hat man seit Corona nicht mehr gesehen. Bei Google, das Umsatzwachstum ist ja sogar auf 3% später zurückgegangen. Inzwischen beschleunigt es sich nochmal um weitere 2% auf 24% Wachstum. Also man legt fast ein Viertel Umsatz zu. Und allein das Suchgeschäft wächst noch weiterhin mit 17%. das eigentlich totgesagte Suchgeschäft, da gibt es auch gerade so einen viralen Post, der rumgeht, der so ein bisschen beschreibt, wie sauer die Advertiser sind, weil das Auktionssystem mehr oder weniger manipuliert wird, wird unterstellt, weil das Targeting-System immer weiter aufgeweicht wird von Google, also es ist wird zunehmend unmöglich, wirklich präzises Targeting zu machen, sondern Google sagt immer mehr, wir verstehen schon, was für Klicks du kaufen willst, wir machen das für dich, halt mal die Füße still, dass das irgendwann mehr oder weniger ein Display-Advertising auf Google mündet, weil du für irgendwelche Sachen angezeigt wirst, für die du vielleicht gar nicht zeigen willst. Man merkt das ehrlich gesagt als Konsument auch mehr und mehr, dass man in Suchanfragen eher unzutreffende Werbung findet. Ist mir zumindest kürzlich aufgefallen. Also da gibt es schon mehr und mehr Beschwerden. Es ist ja klar, der Traffic wird weniger. Immer mehr Leute gehen dadurch in die Anzeigen. Da steigen die Preise und die Konkurrenz immer mehr, obwohl der Kuchen nicht zwangsläufig größer wird, der zu verteilen ist. Deswegen muss man sich schon fragen, wie Google es hier schafft, quasi innerhalb aller drei Jahre seinen Umsatz zu verdoppeln, wenn der darunter liegende Markt gar nicht so schnell wächst. Irgendwoher muss es ja kommen. Und im Zweifel scheint es ein bisschen extraktiv, zu sein, was die Advertiser-Budgets angeht. Da laufen aber gerade auch Untersuchungen und Klagen, glaube ich, wo das noch ein bisschen genauer untersucht werden wird in Zukunft, ob es da mit rechten Dingen zugeht. Besonders schön ist auch wieder das beschleunigte Wachstum bei YouTube. Das ist zwischendurch mal ein bisschen runtergegangen, ist jetzt wieder bei 13 Prozent, war zwischendurch mal unter 10 gefallen vor zwei Karteien. Jetzt wieder 13 Prozent Wachstum bei YouTube Advertising. Interessanterweise, dass ausgerechnet das Google Network, also da, wo Google mit anderen Publishern Geld verdient, konnte nicht wachsen, dieses Wachstum. Quartal, also während das eigene Suchgeschäft 17% gewachsen ist, das eigene Video-Advertising 13% gewachsen ist, der Gesamtumsatz 24% gewachsen ist, ist der Umsatz mit anderen Webseiten auf, ja, man weiß es nicht. Ist es fortgesetztes Pech? Ist es eine veränderte Struktur im zugrunde liegenden Markt? Oder ist es einfach so, dass weniger Traffic im Web landet? Wer weiß. Aber auf jeden Fall konnten die Publisher, die von Google vermarktet werden, quasi nicht vom Gesamtwachstum profitieren. Im Schnitt zumindest. Subscription-Business wächst um 15%. Hätte ich gedacht, dass sich das mal ein bisschen beschleunigt. Da sieht man auch schon, dass für Gemini Pro wahrscheinlich noch nicht viel bezahlt wird. Ich nehme an, das würde hier aufschlagen, zumindest die Subscriptions. 15% ist nicht schlecht, aber man sieht jetzt da zumindest keine Beschleunigung. Das war in den letzten Quartalen besser. Google Service ist auch mit 15%. Das ist sozusagen die Gesamtsparte. Und dann der eigentliche Wachstumstreiber. Also ich lese hier alles immer so Zahlen zwischen gerade zwischen 13 und 17 Prozent vor. Da fragt man sich, wie wächst Google denn insgesamt dann mit 24 Prozent, wenn das Werbebusiness nur zwischen 13 und 17 Prozent wächst? Und die Antwort ist natürlich die Cloud. Das ist alles nur die Cloud. Und zwar 82 Prozent wächst die Cloud. Wir haben im Vorquartal darüber gesprochen, gestaunt, wie Google um 63% wächst auf einer 100 Milliarden Runrate inzwischen. Also der Cloud-Umsatz ist gerade bei 100 Milliarden ERA bei Google und trotzdem, also man muss sich auf der Zunge vergeben lassen. Bei 100 Milliarden ARR schafft es die Google Cloud 82% je und je zu wachsen. Der Backlog ist über 500 Milliarden groß, haben sie auch gesagt. Also das, was schon an Vertragszusagen drin ist quasi für die nächsten Jahre. Aber in dem Reifestadium eines Unternehmens eine Geschäftseinheit zu haben, die ein Viertel des Gesamtumsatzes macht, über 100 Milliarden Umsatz im Jahr macht, und dann noch mit 82% wächst. Ich glaube, dafür gibt es nicht viele Beispiele in der Geschichte, ehrlich gesagt. Also es ist absolut beeindruckend und die Cloud wächst nicht nur schnell mit 82%, sondern sie wächst auch extrem profitabel. Das liegt natürlich an der Angebotsverknappung. Also im Earnings Call hat der CTO gesagt, dass sie weiterhin sich extrem Supply Constraint fühlen, also dass sie, wenn sie mehr hätten, auch mehr verkaufen könnten. Und die operative Marge der Cloud ist inzwischen bei 36%. Das heißt, sie übertrifft sogar die Gesamtmarge von Alphabet. Also Alphabet hat ein monopolistisches Suchgeschäft, würde ich behaupten. mit einer brutalen Margenstruktur, aber die Google Cloud hat inzwischen ein besseres operatives Margenprofil als der Rest von Alphabets Business, was crazy ist. Wenn du überlegst, dass das Suchgeschäft eigentlich ein Monopol mit über 90% Rohmarge ist, ist es Wahnsinn, dass du auch im Cloud-Geschäft jetzt auf 36 Prozent kommen. Ich habe immer gesagt, ich schätze die Cloud-Margen der großen Anbieter so bei 35, dass sie sich natürlich da einpendeln sollen. Google sieht jetzt aber eher so aus, als würden sie Richtung 40 oder vielleicht sogar noch mehr gehen, einfach weil die Nachfrage so viel höher ist als das Angebot.
Könnte es sein, dass es einfach nur die zwei großen Kunden sind, die das so hochziehen? Also Anthropic und OpenAI?
Das wird relativ konzentriert sein für Google-Verhältnisse. Also ich könnte mir vorstellen, dass die zwei großen Kunden 30, 40 Prozent des Gesamtgeschäfts sind. Ich glaube nicht, dass sie mehr als 50 Prozent einnehmen. Ich würde es aber nicht ausschließen, ehrlich gesagt. Wurde, glaube ich, nicht öffentlich kommentiert. Kannst du ja mal parallel recherchieren. Aber ich glaube, die Frage ist genau richtig. Das kann gut sein. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich so viel ist, ehrlich gesagt. Was heißt eigentlich 36% operative Marge? Das heißt, die Cloud wirft inzwischen 9 Milliarden Gewinn pro Quartal aus. Der Gesamtprofit von Google dieses Quartal ist 112 Milliarden an Gewinn in diesem Quartal. Zum Vergleich, das ist ungefähr genau die Summe, die alle 40 deutschen DAX-Konzernen im letzten Jahr zusammen verdient haben. Das zweite Quartal von Google. Genauso viel Net Profit wie die DAX-Konzerne. Fairerweise, das liegt an einem Windfall von 98 Milliarden Other Income. Das kommt aus dem Börsengang von SpaceX und der Value-Zuschreibung bei Anthropic. Der operative Gewinn war in Anführungsstrichen nur 40 oder 41 Milliarden, was aber immer noch gut ist. Das heißt, im Gesamtjahr verdient Google trotzdem Sekunden, letzte zwölf Monate Geld. wären 150 Milliarden, also das ist auch mehr als alle DAX-Unternehmen. In der operativen Marge 34% bei Google, also von 3$ behält man ein als Gewinn. Was ist noch erwähnenswert? Achso, natürlich, jetzt kommen wir dazu, warum ist die Aktie trotzdem gefallen? Weil Google eigentlich relativ erwartbar, wenn man sich die Ergebnisse anguckt, aber sie haben ihre Investitionsvoraussagen nach oben korrigiert. Auf jetzt im Schnitt 200 Milliarden US-Dollar. Da haben wir auch letzte Sendung drüber geredet, dass ich immer sage, dass über das Jahr, also die Zahlen, mit denen ich auf der OMR präsentiere, da sage ich immer, die werden noch steigen über das Jahr. Das war bisher immer so. Ich habe den Goldman Sachs-Chart letztes Mal erwähnt, wo man so sieht, dass sie im Schnitt sogar um 40% steigen im Laufe des Jahres. Google ist jetzt der beste Beweis dafür, sie korrigieren es nach oben, ich glaube um 20 Milliarden, auf bis zu 205 Milliarden, die sie alleine nur Google investieren wollen, dieses Jahr an CapEx, wenn sie können. Dadurch ist ihr Free Cashflow dieses Quartal auf 6 Milliarden negativ gerutscht, das erste Mal in der jüngeren Geschichte des Unternehmens. Also minus 6 Milliarden Cash, das sie netto aufnehmen mussten oder durch Kapitalerhöhung finanzieren. Wir wissen ja, dass sie eine riesen Anleihe begeben haben. In der Vergangenheit, also Schulden aufgenommen haben. Man versucht es auf Balance Sheet mit Tricks oder Financial Engineering zu finanzieren und so weiter und so fort. Aber man will eben bis zu 205 Milliarden investieren. Dieses Jahr, das mochte der Markt die Investoren nicht, sondern die sind da skeptischer, dass man eventuell zu viel Kapazität ausbaut. Ich verstehe die Besorgnis und gleichzeitig finde ich es schwer einem CFO, der gerade in der Business Unit mit 36% operative Marge und 82% beschleunigten Wachstum nicht weiter investieren will. Also was willst du denn sagen? Verknappe weiter dein Angebot und sorg für mehr Marge. Könntest du machen, wäre profitabler, aber dann ist die Gefahr, dass irgendjemand anders die Kapazität baut und du Marktanteil verlierst. Willst du auch nicht. Und ich meine, Google kann die Ressourcen intern nutzen. Also ganz ehrlich, wenn Google mal Überkapazität hat, forschst du bei DeepMind einfach ein bisschen mehr. Das geht natürlich auf die eigene Kostenrechnung dann und wäre ungünstig, aber die Datacenter würden nicht leer stehen. Sie können es an Endnutzer verkaufen, Sie können es an B2B-Nutzer verkaufen, Sie können es selber für Forschung nutzen, Sie können es fürs Trainieren eigener Modelle verwenden. Wie gesagt, ich halte es für rational, wenn Google weiter investiert, auch wenn es negativen Cashflow ist. Wir beschweren uns immer, dass die Wirtschaft nicht wächst und was weiß ich. Und wenn Unternehmen dann investieren, was ja die Grundvoraussetzung ist für Wirtschaftswachstum, dann wird es kritisch gesehen. Ich glaube, es ist eine einzigartige Opportunity, Geld zu verdienen für die Firmen, aber auch für Google Investoren, ehrlich gesagt. Und deswegen bleibe ich da relativ bullisch und kann das zumindest nachvollziehen, was Google sagt. Was nicht heißt, dass es nicht schief gehen kann. Wenn aus irgendeinem Grund die KI-Nachfrage sich halbiert, dann gibt es sicherlich ein Problem. Aber A kann man auch damit umgehen und darauf reagieren. Man kann Datacenter-Ausbau auch stoppen, man kann Bestellungen auch irgendwie langsamer konsumieren und so weiter. Aber du musst erst mal erklären, in welchem Szenario die Menschheit in Zukunft weniger Tokens verkauft. produziert. Achso, dazu haben sie auch was gesagt. Tokenproduktion, was nicht die beste Metrik der Welt ist natürlich, aber ist von 16 auf 22 Milliarden gestiegen. Das sind 37,5 Prozent und das entspricht wiederum einer zweieinhalb bis zur Dreifachung im Jahr an Tokenproduktion. Google hat außerdem natürlich die günstigste Infrastruktur mit zukünftig den eigenen Frozen Chips vielleicht, aber derzeitig den TPUs. Das ist ein weiterer Vorteil, warum sie im Zweifel Vielleicht am schnellsten wachsen von allen Cloud-Anbietern, aber auch die besten Preise realisieren können und vor allen Dingen, warum sie KI kostenlos ihren eigenen Consumern anbieten können über die Google-Suche. Also sehe Google da weiterhin schon sehr, sehr gut. positioniert. Das einzige Problem ist halt, ihre eigene Organisation quasi anzupeitschen, bessere Modelle zu bauen. Google ist einer der größten Konzerne und das hilft nicht dabei, schnell neue Modelle zu entwickeln. Man hat jetzt Gemini 3.5 Pro mehr oder weniger übersprungen und sagt, wir trainieren stattdessen Gemini 4 und das wird dann noch größer. Ich glaube, die Taktik haben wir schon mal bei Grog gesehen, wenn ich mich nicht Also man sagt, wir starten nochmal einen noch größeren Pre-Training-Lauf und hoffen damit weiter voranzukommen. Man hat trotzdem aber günstigere Modelle als Open-Source-Konkurrenten ins Rennen geschickt, nicht ganz unwichtig. Ja, das ist schon das Risiko, dass sie beim Rennen um das beste Modell nicht so richtig mitstinken, aber dann haben sie immer noch die günstigste Infrastruktur gerade und Nochmal, Google mietet gerade bei SpaceX Ressourcen. Das ist bestimmt günstiger, eigene Datacenter zu bauen, glaube ich. Wenn Sie da die Erwartungen nach oben anpassen, bin ich nicht überrascht. Ich halte es auch für schlauer, die Datacenter zu bauen oder zu investieren, statt die 60% Marge von SpaceX noch zu bezahlen, um da die Ressourcen zu mieten. also die kannst du ja schon nicht mehr weiter an Kunden vermieten. Also wenn ich bei SpaceX miete, zahle ich die Marge von SpaceX. Das heißt, ich kann eigentlich keine kompetitiven Preise mehr anbieten für meine Kunden. Ich kann es noch selber nutzen. Ich kann es teuer weiterverkaufen oder irgendwelche Workflows da laufen lassen. Aber du brauchst am Ende, wenn du kompetitiv sein willst, schon auch deinen eigenen Datacenter, glaube ich. Insofern finde ich es nachvollziehbar. Die Anzahl der Mitarbeiter wächst bei Google übrigens bei 6%, trotz Entlassung und so weiter. Habe ich ja auch gesagt, dass wir Entlassung sehen und Restrukturierung und trotzdem werden die Leute mehr Mitarbeiter einstellen, netto am Ende, denke ich. Und genau, abgesehen davon ist bei 24% mehr Umsatz nur 6% Mitarbeiter einstellen natürlich auch ganz gut eigentlich. Wir können mal auf die Relationszahlen schauen.
Umsatz pro Google-Mitarbeiter Schätz mal. Keine Ahnung, riesengroß. 400.000? Nee, keine Ahnung. Viel, viel mehr.
4 Millionen? 2,2 Millionen. Nee, Sekunde. Achso, ja, genau. Der Net Profit auch 2,2 Millionen. Was liegt daran an diesem Sonderergebnis? Normalerweise wäre es 700.000 Netto Profit pro Mitarbeiter. Und theoretisch müsste das mit KI ja noch weiter vorangehen. Genug Google-Quatsche, haben wir alles erwähnt.
Ich habe mir den Earnings-Crawl so kurz angehört. Es hat sich so ein bisschen angehört, als ob es schon eine harte Gemini-Werbeveranstaltung ist. Und mein Highlight war Philipp Schindler, wahrscheinlich der erfolgreichste Ex-Appsler ever, hat gesagt, dass 83% seines Sales Teams nutzen Gemini Assistant Tools weekly. Und vor allem, um dann irgendwie die Pitches zu verändern und so weiter. Ja, ich habe mich gefragt, warum nur 83%, warum nutzt das nicht jeder? Also in einer Woche kann man ja schon mal so ein bisschen mit Gemini rumarbeiten. Ich fand schon interessant, wie sehr, also es war ja ein absoluter KI-Burningscroll. Man hätte ja schon fast so ein bisschen vergessen können, dass Google auch die anderen Sachen alle macht.
Ja, aber das ist halt schon das Wichtigste. Ich finde 83% eher wenig. Frag mal, was die anderen 17% machen.
Das sind die, die auf Cannes sind und die großen Deals machen wahrscheinlich.
Ja, mag auch sein. Apropos große Deals. Barron's, das Anlegermagazin Barron's, schreibt gerade, ob Reddit ein gefährliches Spiel mit Google spielt. Und zwar, wir wissen ja, dass Reddit einerseits in Google-Suchergebnissen scheinbar extrem bevorzugt behandelt wird. Also wirklich, ich glaube, es hat selten eine... So viel Liebe von Google erfahren in so kurzer Zeit wie Reddit und gleichzeitig, Koinzident, hat man ein Deal mit Google geschlossen, nachdem Google exklusiv die Reddit-Daten nutzen kann. Da ging es um 60 Millionen im Jahr. Ich erwähne, wenn wir auf die Reddit zahlen. Schauen immer, dass das so ein bisschen das Wachstum verwässert, weil das mehr oder weniger eine Fixzahlung ist, die sich nicht jährlich steigert. Das ist für eine wachsende Firma natürlich total doof, wenn du einen Revenue-Stream hast, der nicht wächst. Also du kannst keine weiteren Kunden annehmen. Oder es ist schwer, weitere Kunden zu finden, entweder weil es exklusiv ist oder weil es gar nicht so viele Unternehmen gibt, die für Reddit-Daten so viel Geld zahlen können. Und gleichzeitig ist es schwer, Google zu erklären, dass sie jedes Jahr mehr zahlen sollen. Und deswegen wächst dieser Revenue-Screen nicht so schnell wie das Advertising bei Reddit. Und genau das Problem scheint Reddit lösen zu wollen, nämlich indem sie relativ öffentlich darüber nachdenken, dass sie eventuell die Zusammenarbeit mit Google nicht so weiterführen wollen und glauben, dass ihr Content inzwischen mehr Geld wert ist. Also sie versuchen so ein bisschen zu pokern, ob Google auch mehr dafür bezahlen wird. Ich würde sagen, das ist extrem gefährlich, also riskant. Also wenn du dir nicht 100% sicher bist, dass Google diese Daten kauft. Wenn die Liebe auseinanderfällt, ist der gesamte Aufstieg von Reddit könnte ganz, ganz schnell vorbei sein. Auch ehrlich gesagt. Wenn zufällig dann damit Reddit auch nicht mehr so gut gelistet wird, den Google-Suchergebnissen, wer weiß. Genau, jetzt kann man gespannt sein, wie die Reddit-Zahlen aussehen und ob dieser Deal gelingt. werden wir dem demnächst sehen. Auf jeden Fall, das gefährliche Spiel trifft es, glaube ich, ganz gut. Andererseits zeigt es ja auch, wie selbstbewusst Reddit ist, dass sie sich trauen, quasi mit dem schon sehr mächtigen Google da in den Infight zu gehen, mehr oder weniger, um höhere Preise durchzusetzen.
Sie scheinen ja irgendeinen Datenschatz zu haben.
Also gehen davon aus. Ich habe neulich auch mal überlegt, ob Google nicht so viel Traffic zu Reddit schickt, damit mehr Content entsteht auf Reddit. Also mit jedem Nutzer, den ich da hinschicke, entsteht ja auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Redditor entsteht, der zum Content beiträgt. Und wenn du mehr menschengedrehten Content brauchst oder haben willst, in Klammern Trainingsdaten, dann wäre die beste Möglichkeit, jeden Nutzer des Internets zu Reddit zu schicken, damit er da irgendwelche Pamphlete verfasst. Sehr indirekt und weit hergeholt, glaube ich. Anders ist ja fast nicht zu erklären, warum Google so viele Leute zu Reddit schickt.
Aber wer weiß. Wir haben die Folge angefangen mit 66% nach oben, wenn du vor einem Jahr in Google investiert hättest. Was denkst du, wie wäre es gewesen? Ein Jahr SAP?
Halbiert, 45%.
Genau halbiert.
Bist du gut vorbereitet.
Ja.
Ja, ich würde auch sagen, vergleichsweise günstig zu haben inzwischen SAP. Das Problem ist, das Gesamtwachstum liegt nur bei 6%, glaube ich. Aber die Klaus-Sparte wächst mit 24%. Der Markt fand es eigentlich auch ganz gut, die Zahlen. Cloud Backlog wächst mit 26%. Das Problem ist, dass das ganze On-Premise-Geschäft das Gesamtwachstum noch relativ langsam... Es ist ein bisschen schwer, die Sum-of-the-Parts-Analyse zu machen. Du müsstest eigentlich überlegen, was wäre das Cloud-only-Business wert und wie würde man das heutzutage bewerten mit 24% Wachstum und einer gewissen Profitabilität. Dann kann man sich überlegen, ob SAP gerade unterbewertet ist oder nicht. Ich glaube, eigentlich geht das eigentlich zu langsam, diese Transition. Schätzen wir mal, wie viele Mitarbeiter SAP hat. 200.000? Nein, nicht ganz. Ich glaube, so 100.000, 120.000. Aber... Die Frage ist, ist SAP nicht einer der Konzerne mit dem größten Potenzial, wenn du überlegst, dass nicht alle, ich glaube nur ungefähr 40% davon sind IT-Leute, aber ich glaube schon, dass einer der Konzerne mit dem größten Potenzial dazu sparen, wenn du selber KI einsetzen würdest. Eigentlich braucht KI nicht so sein About-You-Moment, also dass du sagst, So ein bisschen machen sie das mit dem Cloud-Geschäft, aber die Cloud-Transition ist ja die, die sie vor 20 Jahren gemacht haben, hätten sollen. Jetzt musst du eigentlich schon die nächste machen und dafür gibt es wieder keine Lösung. Also eigentlich musst du doch jetzt... das KI-SAP daneben aufbauen. Also so wie bei About You baust du jetzt ein neues Intrapreneur-Startup. Die können alle Ressourcen und allen bestehenden Code von SAP nutzen, wenn sie wollen. Alle Schnittstellen, wenn sie wissen, die Vorarbeit, die SAP auf der ganzen Welt macht, 160 Länder, Steuerregimes, wie wird die Umsatzsteuer behandelt, bla bla bla. Also das kriegen sie alles geschenkt und dafür bauen sie aber den Kern-Software-Stack komplett from scratch. Müsstest du das nicht eigentlich bauen gerade als SAP? Und dann lässt du die quasi mehr und mehr in die komplette Produktsuite reinwachsen. Also entweder fängst du mit einer Industrie an oder machst nur Success Factors oder nur Finance Rechnungswesen oder nur ERP oder so.
Und dann lässt du dich von Salesforce kaufen nach ein paar Jahren.
Nee, aber du höhlst so nach und nach deine eigene Bestandsorganisation. Fakt ist ja, dass du die 100.000 Leute nicht transformiert bekommst. Wenn ich mir so einen durchschnittlichen SAP-Entwickler vorstelle, schwer wahrscheinlich.
Wie alt sind die? Gehen die nicht alle in Rente in den nächsten Jahren?
Du kriegst ja irgendwie hunderte von tausend Euro, wenn du früher in Rente gehst bei SAP, was ja auch schlau ist. Ich glaube, du brauchst die Bautier-Strategie. Du brauchst Junges Startup, wo der Konzern gar nicht reinreden darf, aber wenn sie was brauchen, bekommen sie es. Also das, was super schwer wäre vielleicht zu bauen für Startup, kriegen sie mehr oder weniger geschenkt. Und dafür refactoren sie eigentlich den Code nochmal von Grund auf mit KI. Und dann schaut man nach und nach, was der Bestandsorganisation kann man irgendwann abschalten. Weil die SAP Version 4.0 das dann selber kann. Dann wette ich mit dir, dass die neue Organisation weniger als die Hälfte der Mitarbeiter hat, als der alten. Du brauchst trotzdem die ganzen Berater, die ganzen Anpasser und so weiter. Das brauchst du schon alles trotzdem. Wobei gerade die Anpassung beim Kunden ist natürlich auch nochmal mit KI deutlich schneller eigentlich. Aber ja. Ansonsten geht so die Transformation zur Cloud halt sehr behäbig vor sich und du musst halt irgendwann mal was an den Kosten machen mit KI.
Denke ich. Das Revival der Corporate Startups.
Oder SAP kostet 220 Milliarden oder was denkst du? Sekunde. 166. Stimmt, du hast ja gesagt, es ist günstiger geworden. 166 nur noch. Wer kauft's? Das Wertvollste in SAP ist ja, dass sie den Login des Jahrhunderts haben. Also die sind wie...
OpenAI kauft die.
Ja, genau. Die Klette im Unternehmen, also wenn du SAP rausreißt, dann bricht alles zusammen, würde ich sagen.
Es bricht auch zusammen, wenn du es einführst.
Das stimmt auch. Aber es dauert eine halbe Dekade, wenn du dich irgendwie davon befreien möchtest wieder. Gleichzeitig verwaltet es alle Daten und es wird von 80% der Fortune 500 Unternehmen genutzt. Also es wäre eventuell tatsächlich, wollen wir spekulieren, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre, also die Prediction ist aber meine und nicht deine. Du hast dazwischen geredet nur. Aber ich würde sagen, OpenAI oder Entropic kaufen SAP innerhalb der nächsten zwei Jahre.
Und wenn du angerufen wirst als Berater, würdest du das erlauben oder nicht für Deutschland?
Schwer. Es gehen schon viele Arbeitsplätze wahrscheinlich verloren. Aber ja, ich meine, die einzige Möglichkeit, sich dagegen zu retten, obwohl es so ist, sie wären ja noch attraktiver, wenn sie... Wobei, dann würden sie wieder teurer werden, das macht die Übernahme ein bisschen schwieriger. Also ich wollte gerade sagen, die einzige Art sich zu verteidigen ist halt selber effizienter zu werden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die großen KI-Unternehmen sich das ans Bein binden wollen, ehrlich gesagt. Aber es ist die perfekte Expansion-Plattform. Also ich meine, was wird jetzt stattdessen gemacht? Du versuchst Berater in die Unternehmen zu jagen, die da quasi Token-Kamine aufbauen. Du versuchst, Deployment Companies zu bauen, du versuchst mit Private Equity zu arbeiten, um deine Leistung da rein zu bekommen. Das Einfachste wäre doch, die Softwarebasis der meisten Fortune 500 Unternehmen zu nehmen und darauf aufbauend KI-Lösungen zu bauen. Die werden sehr schwer zu gehen. Reiseplanung kann man in SAP... Mein Beileid für alle, die es in SAP machen müssen, aber Reiseplanung, ey, das ist halt komplett agentisch, wenn man mal ehrlich ist. Also vielleicht nicht die Planung, aber die ganze Abrechnung, Angebotserstellung. Sinn machen würde es schon, glaube ich. Aber kostet ein bisschen mehr als eine Deployment-Co, ehrlich gesagt. 200 Milliarden würden nicht reichen, glaube ich.
Ich hatte einen Titel für die Folge heute. CapEx, AI-Slob und Token-Kamine.
Also ich meine, wenn eine der Firmen auf über 2 Billionen Bewertungen kommen, könnten sie SAP kaufen, würde ich sagen. Meinst du, du glaubst, der Staat wird es blocken? SAP geht schon 5% hoch heute.
Wegen dieser News.
Ich habe hier irgendeinen Spitzel in der Wohnung, der mithört und mich frontrunnt. Übrigens, man kann jetzt den Philipp Klöckner Truth Token hier abonnieren. Dann kriegt man die Firehose. Noch bevor der Markt den Podcast hört, kriegt man unsere Aussagen. Nee, das macht nur Trump. Ja, also irgendwie macht SAP die Cloud-Transformation ganz gut. 20 Jahre zu spät, finde ich. Aber sie geht mir auch nicht schnell genug. Und ich glaube... Die nächste Welle kommt ja schon. Und ich glaube, diese Parallelstrategie, ich baue mir das schnelle Beiboot, was das, was wir machen, nochmal neu baut von Anfang an, nicht basierend auf 70er Jahre Annahmen, sondern es ist mir schon klar, dass man bei SAP auch moderner denkt. Aber ich glaube, es wäre schon schlau, dass nochmal vielleicht auch industriespezifisch oder Anwendungen, im Moment ist es ja so nach Anwendung Departments unterteilt. Macht schon auch Sinn, aber ich glaube, mit KI kann man ja viel individuell, also du musst diese ganze supermodulare Bauweise, brauchst ja auch theoretisch weniger. Du könntest theoretisch wirklich ein hoch angepasstes SAP für jede Industrie bauen, ohne dass du dafür zehnmal so viele Mitarbeiter brauchst. Naja, wer weiß. Ich bin kein Softwarearchitekt, aber mir scheint... man müsste es eigentlich mit KI nochmal von vorne bauen, ehrlich gesagt. Und dass das im Vergleich zu, dass das bei 110.000 Mitarbeitern, da irgendwie eine 200-Leute-Organisation daneben zu stellen, auch kein großer Aufwand mehr wäre, ehrlich gesagt.
Dann ab in die Schmuddelecke. Du hast Trump schon erwähnt. Was hat der gute Mann wieder vor?
Ja, ich war ein bisschen erschrocken, weil ich auf der Instagram-Kachel gelesen habe, dass Trump das 200 Milliarden Euro, Science- und Forschungs- und Entwicklungsbudget der US-Regierung auf KI umleitet. Tatsächlich geht es, glaube ich, nur um 5 Milliarden davon. Aber was stimmt ist, dass man klassische Forschung, klassische Universitäten marginal defundet. Und teilweise gehen die Einschnitte auch bis zu 50 Prozent in der Vergangenheit. Das weiß man ja. Manche Institute klagen sogar über noch mehr. Aber ein großer Teil davon soll in KI gesteckt werden. Was, glaube ich, prinzipiell sinnvoll ist, dass ein Staat auch die eigene KI-Strategie unterstützt und die Forschung unterstützt. Die Frage ist, ob das eben nicht ein zusätzliches Budget sein sollte oder was genau man die funden will. Deswegen, wenn du Geld, was in breite Forschung ausgeben ist, nicht trotzdem eine der besten Investitionen ist, die man machen kann als Staat. Wenn du überlegst, wie viel Geld die Trump-Administration zusätzlich ausgibt, ausgerechnet den Etat nicht zu erhöhen, kann man glaube ich schon kritisieren und da umzuschiften zu KI. Dann gibt es eine ganz spannende News von mehr oder weniger überraschenden Widersachern von Waymo. Und zwar tut sich die Vereinigung der Trial Lawyer, also Prozessanwälte, auf und versucht der Verbreitung von Robotaxis Steine in den Weg zu legen. Aus nachvollziehbarem Interesse, nämlich weil sie zu wenig Unfälle bauen und zu wenig Personen zu Schaden kommen. Also die sogenannten Ambulance Chaser, also Anwälte, die quasi ein Großteil ihres Geldes damit verdienen, Leuten, die bei Verkehrsunfällen zu Schaden gekommen sind, zu sehr hohen Schadenersatzforderungen zu verhelfen. versuchen sich jetzt zu Wert zu setzen, weil sie ihre Fälle, im wahrsten Sinne des Wortes, davon schwimmen sehen. Ja, versuchen den weiteren Ausbau von automatisiertem Fahren damit zu unterbinden oder zu verlangsamen. Was ich wirklich sehr lustig finde. Also in einer gewissen Komik nicht in Wert, aber dass man sich da nicht entblödet, das so klar zu machen, fand ich dann doch relativ überraschend. Wir bleiben bei Verkommenheit. Und zwar berichtet der Standard aus Österreich, dass man auf Polymarket unter anderem auf Waldbrände Wetten abschließen soll. Also irgendwie wie viel Hektar Fläche dieses Jahr vernichtet wird oder wie viel Brände, wann Brände gelöscht werden oder ausbrechen und so weiter. Was könnte wohl schief gehen bei einem Verbrechen, was mit einer weggeschmissenen Zigarette ausgelöst werden kann durch eigentlich jedermann? Und wo man dann Millionen oder Hunderttausende damit verdienen kann, darauf zu wetten. Und könnte das eventuell eine Motivation sein, neue Waldbrände zu legen, um die Zahlen zu verschieben? Und wären die sozialen Kosten, die dadurch entstehen, nicht exorbitant hoch? Eine seltene, dümmere Idee gehört, als Menschen auf Waldbrände wetten zu lassen, möglicherweise. mit den niedrigsten Mitteln ein massiver Effekt ausgeübt werden kann und darauf auch noch zu wetten, wo dann wirklich auch der letzte John Doe es schafft, eine Wette zu manipulieren, was sonst Pentagon-Mitarbeitern oder Regierungsmitarbeitern vorbehalten ist. Schon sehr gefährlich. Ich gehe davon aus, dass Polymarket das einstellen wird irgendwann. Aber in Spanien haben die es ja schon 125.000 Hektar. Ich glaube, die Hälfte des Saarländers ist gebrannt. In Frankreich, Wütengrad, Waldbrände, 10.000 von Menschen werden evakuiert. Und die neue Gambling-Ökonomie sitzt am Rand und wettet auf den Ausgang und begeht damit die Gefahr, dass neue Brände gelegt werden, um Wetten zu manipulieren. Wie dumm kann man sein?
Ja, da wird noch so viel kommen. Du wirst wahrscheinlich irgendwann überhaupt kein, also ich warte auf die News, dass das eigentlich in jeder Standardtat irgendwie eine Verbindung dazu gibt. Also keine Ahnung, Flugverspätung und so, weil irgendwelche Leute darauf wetten. Alles manipulieren.
Es gibt dieses gefährliche, diese gefährliche Entwicklung, dass Leute halt, weil sie das Gefühl haben, ähnlich mehr an der Wirtschaft teilzunehmen, wenigstens noch drauf wetten wollen. Also du glaubst nicht mehr, dass du ein großes Startup gründen kannst, du glaubst nicht mehr, dass du Profifußballer wirst oder du glaubst nicht mehr, dass du irgendwie am Wirtschaftswachstum teilnimmst, deswegen möchtest du wenigstens auf die Outcomes anderer Leute wetten. Ja. keine gute Zukunftsvision. Apropos gute Zukunftsvision, auch die kommt aus unerwarteter Ecke, könnte man sagen. Und zwar berichtet Exios, dass der sympathische Technologieunternehmer Mark Zuckerberg eine KI-Optimismus-Kampagne begonnen hat mit einem Video, das er auf unter anderem Facebook veröffentlicht hat, wo Meta in den Mittelpunkt stellt und dass sie die Optimisten sind, man soll sie verrückt nennen, man soll sie zu optimistisch nennen, aber sie glauben, dass auch KI, bei Meta wird es weiter um den Menschen gehen, es ging schon immer um den Menschen, es werden natürlich die Bekanntschaften zu alten Unifreunden erzählt, der Soldat in der Frontline, der mit seiner Familie telefonieren kann wegen Meta oder in Kontakt bleiben kann, die schönen herzerwärmenden Storys über Menschen und Meta verpflichtet sich einfach auch in Zukunft an die Menschen zu glauben und auf den Menschen aufzubauen, vor allen Dingen aber natürlich Gewinne zu extrahieren aus den Menschen und versucht sich auch so ein bisschen davon der Angstmacherei anderer KI-Unternehmen zu distanzieren, könnte man sagen. Ich war ein wenig überrascht, das zu sehen erst mal, aber warum nicht? In der Welt, wo alles geht, kann Meta auch erklären, dass sie die Guten sind und KI-Optimismus verbreiten.
Warum nicht? Ja, aber die Werbung war so austauschbar, es hätte auch für einen Automobilkonzern sein können.
Wir packen sie in die Shownotes, für die, die es sehen wollen. Ansonsten wird das schon in echte Strategie umgesetzt, würde ich sagen. Beziehungsweise Strategie wird in Produkte umgesetzt. Und zwar testet Meta still und heimlich eine App namens StoryKit. Allerdings erstmal nur sicherheitshalber in Mexiko und nicht in den USA oder im Rest der Welt. Und zwar kann man da personalisierte Kindergeschichten mit Illustration, Vertonung und Musik generieren. Man hat endlich einen Weg gefunden, wie jetzt die KI-Server ein bisschen busy gehalten werden bei Meta. Und zwar bauen wir alle, das ist ein Use-Case, den man von befreundeten Eltern und so kennt, dass da jeder jetzt seine eigenen Kinderbücher schreibt oder illustrieren lässt oder Toni-Geschichten einsprechen lässt von KI. Das ist sicherlich einer der sinnvolleren Use-Cases und Meta möchte daraus die App fürs Kinderzimmer machen, wo... Eltern, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben über KI wieder, weil Geschichten vorlesen irgendwie eine Zumutung ist, soll die KI das dann machen und Meta baut mit StoryKit gerade das Optimale. Cool, dafür. Mal sehen.
Also der Drogendealer aus der Nachbarschaft macht jetzt eine Kita.
Wird zum Baby. Kita ist noch geiler. Genau. Genau.
Gut, fahr mich nach Hause.
Ich will Pickleball spielen. Ja, wir bleiben bei den sympathischen Tech-Unternehmen. Nur ganz kurze Nachricht. Elon Musk hat ein Interview gegeben dem britischen The Economist. Da wird er von einer ketzerischen Mainstream-Media-Reporterin gefragt, ob er denn ein Rassist wäre. Und seine Antwort ist genau das, was man vom Nazi erwarten würde. Er sagt, seine Partnerin ist Halbinderin. Jetzt zeige ich noch eine Person. die mit einer Halbinnerin zusammen ist und deswegen keine Rassistin. Ach stimmt, Alice Weil ist ja auch keine Rassistin.
Achso, ich habe gedacht, du sagst J.D. Wells.
Übrigens hat sie keinen Migrationshintergrund, hat sie gerade erklärt nochmal. Die wird nur als Migrantin geframed. Wie auch immer. Also auf jeden Fall sagt Elon Musk, der klare Hinweis darauf, dass es sich bei ihm nicht um Rassisten handeln kann, ist, weil er eine Halbinnerin bumst und vier Kinder mit der gemacht hat.
Kannst du das nochmal so sagen, dass wir hier nicht wieder so ein E bekommen?
Das bleibt drin. Und daraufhin wird noch gefragt, ob er dann Anti-Muslim sei, also was gegen Muslime hätte. Und da weiß er dann alles, was er vorher gesagt hat, eigentlich Quatsch ist, indem er schon zwei Sätze später sagt, also er sagt, Ich weiß gar nicht, ob er da Ja oder Nein drauf sagt, ehrlich gesagt. Er erklärt dann aber, was er auf jeden Fall nicht gut findet und unterstellt quasi, dass Muslime per se Leute sind, die mit gegensätzlichen Auffassungen ins Land kommen. Und er sagt dann im nächsten Satz, er ist auf jeden Fall gegen Vergewaltigung und Morde. Also wenn dich jemand fragt, ob du gegen Muslime bist und du antwortest mit, ich bin auf jeden Fall gegen Vergewaltigung und Morde, Dann ist das eigentlich die Definition von Rassismus, dass du jetzt denen quasi exklusiv unterstellst, dass die daran schuld werden, dass es Vergewaltigungen und Morde gibt. Naja, damit auch genug. Willkommen in noch ein paar guten News. Achso, das haben wir schon erwähnt, dass Substack jetzt die Dinger prüft. Dann... Was gibt es noch für gute News? Competition Corner. Die EU erlässt eine weitere Milliardenstrafe gegen Google. Ich rechne mal einen Dollar, dann kommen wir auf eine Milliarde. Das sind 890 Millionen Euro. Das sind Konsequenzen aus dem Digital Markets Act. Es geht einerseits um die Selbstbevorzugung von Google in der Suche, also dass man die eigenen Shopping-Hotel, Transportprodukte, Maps usw. bevorzugt anzeigt und damit vertikalen Konkurrenten im Markt das Leben schwer macht. Das ist laut DMA untersagt. Google hat dauerhaft auch nach Klagen und Erlassen des DMA weit fortlaufend dagegen verstoßen. Hat keine sinnvollen Remedies, also Beschwichtigungsmaßnahmen gefunden, um das abzustellen und muss da jetzt eine halbe Milliarde Dollar zahlen. Und das andere ist das Handling der App Store Developer, die versuchen quasi nicht das App Store Payment zu nutzen, dass es denen schwer gemacht wird, andere Also sozusagen so Side-Loading-Möglichkeiten oder Side-Payment-Möglichkeiten, wenn man so möchte, einzuführen. Und so kommt man auf die Gesamtstrafe. Das ist deswegen erwähnenswert, nicht nur, weil es eine relativ hohe Strafe ist nach den Android, Digital Advertising und Shopping-Strafen, die ja insgesamt auch schon so 5, 6 Milliarden waren, sondern auch, weil es natürlich in einer Zeit ist, wo es einen gewissen Mut braucht, so eine Strafe gegen US-Konzern zu erlassen, weil natürlich mit Vergeltung von Trump Zumindest, wenn nicht zu rechnen, zu wähnen ist, würde ich mal sagen. Und trotzdem hat die EU sich mit ein bisschen Verzögerung entschieden, hier erstmal diese Strafe zu verhängen. Und wir werden sehen, wie das weitergeht. Und dann hat auch unsere Wirtschaftsministerin Katharina Reiche ihr Startup-Strategiepapier vorgelegt. Diese Woche, wir würden das mal verlinken. Ich will das gar nicht im Einzelnen so detailliert angehen. Das hat, glaube ich, viele richtige Analysen und genau das ist aber auch das Problem. ist natürlich vor allen Dingen an der Umsetzung gemessen werden muss und bis jetzt klingt es vor allen Dingen nach einem Lippenbekenntnis, also was ja irgendwie, wie lange ist März jetzt im Amt? Ein Jahr, anderthalb Jahre? Also es kommt relativ spät und es trifft kaum konkrete Ansagen, wann das alles umgesetzt wird, ob es überhaupt losgetreten wird, bleibt für mich noch viel zu sehr im Wagen und deswegen sollte man das vielleicht dann demnächst an der Umsetzung ein bisschen beurteilen. Für mich klingt es noch, also Wenn man sich selber keine Timelines, konkreten Timelines gibt, passiert das glaube ich nicht aus Versehen. Mein Gefühl ist, dass man... dann nicht unnötig viel aufs Gas treten möchte. Wenn es dann doch schneller kommt und besser kommt als gedacht, dann werden wir es hier auch gern loben. Aber ich bleibe erstmal verhalten, obwohl viele der Maßnahmen erstmal sinnvoll erscheinen. Aber das zu beurteilen, wie gesagt, macht nur im Kontext des Zeitrahmens auch Sinn, ob wir ein paar Sachen davon noch dieses Jahr spätestens machen. nächstes Jahr hinbekommen, gerade was schnellere Gründung, schnellerer Zugang zu Personal, höhere Fungibilität bei Arbeitskräften und so. Alles total sinnvoll, auch irgendwie Venture Capital mit Altersvorsorge vielleicht zu verknüpfen, staatliche Unterstützung, bin gar nicht so viel für Staatsgeld, ehrlich gesagt, aber naja, wir werden sehen, wie schnell das umgesetzt werden kann, aber pro forma Benefit of the doubt sagt, das sind erstmal Good News, dass es überhaupt eine Startup-Strategie wieder gibt.
In diesem Sinne, habt ein schönes Wochenende. Wir hören uns wieder am Mittwoch. Keine Sommerpause auf diesem Kanal. Bis dann.
Peace. Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Blöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.