Doppelgänger Folge #584 vom 31. Juli 2026

SF Gossip und MAMA (MAGA) Earnings #584

Der Hedgefonds des 25-Jährigen Leopold Aschenbrenner, war vierfach gehebelt auf die KI-Rally gesetzt, lag im ersten Halbjahr 450 Prozent im Plus und musste dann innerhalb von Stunden fast alles verkaufen. Ken Griffins Citadel hat die Reste eingesammelt. Pip erklärt, wie Margin Calls funktionieren, warum so ein Blocktrade für den Käufer beinahe risikofreies Geld ist und welche drei Erklärungen es für Aschenbrenners Aufstieg gibt. Danach senkt OpenAI die Preise um bis zu 80 Prozent, was zu der Frage führt, ob es je eine Softwarekategorie gab, die so schnell billiger wurde. Es folgt die große Earnings-Runde mit Apple, Microsoft, Meta, Amazon, Reddit und Robinhood, und die Beobachtung, dass zwei Konzerne für denselben Capex völlig unterschiedlich behandelt werden. In der Schmuddelecke will Josh Kushner Anteile an der Weltmeisterschaft kaufen, und Google Earth lässt jeden ein Atomkraftwerk in den Iran setzen.



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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Aschenbrenner und Citadel

(00:20:11) OpenAI senkt Preise

(00:30:00) Anthropic-Modelle hacken

(00:32:55) OpenAI-Umsatz

(00:36:00) Tesla und SpaceX

(00:39:35) Apple

(00:43:58) Microsoft

(00:46:18) Meta

(00:54:23) Amazon

(01:08:25) Reddit

(01:09:24) Robinhood

(01:12:50) FIFA-Ultimatum

(01:15:12) Gefälschte Satellitenbilder

(01:17:43) LinkedIn-Slop-Button

(01:23:46) Pentagon gegen Anthropic

(01:26:25) Durow


Shownotes

Situational Awareness sucht Kapital nach KI-Ausverkauf - ft.com

Citadel kauft Aschenbrenners Aktienportfolio - ft.com

OpenAI senkt GPT-5.6-Preise um bis zu 80 Prozent - axios.com

Anthropics Modelle hackten drei Firmen im Test - wsj.com

Juli-Umsatz uebertrifft das ganze zweite Quartal - cnbc.com

Tesla erwaegt Verkauf des China-Geschaefts - wsj.com

Apple-Quartalszahlen im Liveticker - cnbc.com

Apple bremst wegen Engpaessen in der Lieferkette - ft.com

Microsoft-Quartalszahlen, Azure knackt 100 Milliarden - cnbc.com

Groesster Kurssprung der Firmengeschichte - finance.yahoo.com

Meta-Aktie faellt nach Zuckerbergs Agenten-Vision - ft.com

Amazon erhoeht KI-Investitionen auf 220 Milliarden - ft.com

Amazon-Quartalszahlen, AWS waechst 37 Prozent - cnbc.com

Big Tech investiert mehr als eine Billion in KI - ft.com

Reddit-Quartalszahlen, Umsatz plus 61 Prozent - cnbc.com

Robinhood mit Rekordumsatz durch Volatilitaet - marketwatch.com

Infantino setzt FIFA-Verbaenden eine Frist von 53 Tagen - telegraph.co.uk

Wie man ein Atomkraftwerk in den Iran faelscht - digitaldigging.org

LinkedIn fuehrt einen Melde-Button fuer KI-Schrott ein - 404media.co

Richterin zerlegt den Pentagon-Fall gegen Anthropic - axios.com

Durows Reaktion auf den russischen Haftbefehl - xcancel.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 584 am 1. August 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und am Mittwoch habe ich Golf gespielt mit einem Doppelgänger-Hörer. 18-Loch-Matchplay ums Mittagessen. Das ist das Schönste, was es für mich gibt. Ich kann mich messen und vielleicht gibt es einen Free Lunch. Und als die Berater gebracht wurden, gab es eine Podcast-Empfehlung. Grüße gehen raus. Ich solle mir den OMR-Podcast doch nochmal anhören von Noah und dir über The German Wunder kennt Leopold Aschenbrenner. Habe ich dann auf meiner To-Do-Liste gehabt. Mir war aber nicht bewusst, dass das heute auch Thema wird.
Ich finde die auch nicht. Das ist der Zeitpunkt der Aufnahme.
Ich habe deinen und Westerweyer hat es auch gepostet. Ist das Next Level OMR Fluch? Also man muss nicht mehr als CEO in den Podcast gehen, damit die Aktie nach unten geht, sondern man muss einfach nur Thema sein. Welche Top 5 Deep Dives würdest du für OMR die nächsten Wochen gerne machen?
Also natürlich würde ich unbedingt den neuen ETF von Frank Thiel nochmal vorstellen in dem Rahmen. Dann das Firmenimperium des Christian Angermeyers, glaube ich, ist unheimlich hier dran. Wobei es ja schwer ist, die noch mehr zu kellern, ehrlich gesagt. Also was will OMR dann noch tun? Wird es schwer, zu weiteren Kursverlusten herbeizuführen? Das ist gar nicht so einfach. Ansonsten bin ich gar nicht so gastig. Das gönnt man ja niemandem, was da passiert bei einem OMR-Podcast. Den Home2Go CEO können wir auch hinschicken, da kann jetzt auch nicht mehr so viel passieren inzwischen.
Das aus dem Board, alter Falter.
Genau, also worum geht es? In dem vorvorvorletzten OMR-Podcast haben wir über den deutschen Leopold Aschenbrenner gesprochen. Das ist der, der das relativ viral gegangene Paper Situation Awareness geschrieben hat. Ich glaube 2024 war das, 2025, ich weiß gar nicht genau. Und der hat danach auch mit dem gleichen Namen einen Hedge Fund gegründet. Also er war selber mal Forscher bei OpenAI. Davor hat er in dem Charity-Arm von FTX, also von Sam Beckman Freeds Unternehmung gearbeitet. Und davor, ja, also ich glaube, man kann schon sagen, dass er ein hochintelligenter Mensch ist. Er hat mit 15 Schule abgeschlossen. Mit 19 hat er als Klassenbester in Columbia abgeschlossen. Er hat später bei Josef Stieglitz geforscht, dem Nobelpreisträger. Ist schon was, was man so landläufig als hochbegabt. bezeichnet, glaube ich, zumindest von den schulischen und universitären Leistungen. Wenn man ihn reden hört, hört er sich auch eher wie ein 60-jähriger Professor an, als ein, was ist er heute, 25-Jähriger, 23-Jähriger, irgendwie in dem Dreh. Genau, und in dem Podcast, also ich empfehle jedem, sich den ganz anzuhören, der ist natürlich hervorragend gealtert, aber haben wir unter anderem erzählt, was was ja quasi einen Wert geschaffen hat mit diesem Hedge Fund. Der ist mal mit 225 Millionen irgendwie gestartet. Gründungsinvestoren waren unter anderem, oder Gründungs-LPs, also Investoren im weitesten Sinne, waren unter anderem die Stripe-Gründer, also die Collison-Zwillinge, aber auch Daniel Gross und Ned Friedman, glaube ich, wenn ich mich nicht irre. Also schon Leute, die was von dem Handwerk verstehen. Und in kürzester Zeit, ich glaube im Podcast haben wir erzählt, haben wir 25 Milliarden daraus gemacht. Vielleicht nicht nur durch Kursentwicklung, sondern auch durch Mittelzuflüsse, das weiß ich nicht genau. Und zuletzt habe ich sogar die Zahl 45 Milliarden. Habe ich in Millionen gesagt? Ich meinte natürlich Milliarden. Also ich habe gestern sogar nochmal die Zahl 45 Milliarden genutzt. gelesen, die er an der Management haben soll, was schon beeindruckend wäre, wenn man überlegt, dass das alles in nur zwei Jahren aufgebaut wurde. Also da bewegt er sich in der Liga von einem Bill Eggman oder so, also den größten Hedgefund-Managern der Welt. Wie ihm das gelungen ist, ist, dass er mit gutem Timing und im Nachhinein kann man sagen hohem Risiko auf die KI-Rallye gesetzt hat. Also er hat sehr früh in die KI-Supply-Chain, also auch die Chip-Hersteller, auch die Energieunternehmen, auch die Turbinenunternehmen usw. investiert, ist damit gut gefahren. Zuletzt hatte er sich mehr und mehr, ich würde sagen, professionalisiert und abgesichert. Das Team war relativ klein. Ich glaube, es gab nur vier Leute, aber da waren dann auch ein paar Leute, die das Handwerk gelernt haben, dabei. Und er ist dann mehr Position eingegangen und hat auch echte Long-Short-Systeme Strategien gemacht. Also er war, als wir das analysiert haben, war er gerade Chip-Hersteller Short, aber Neo-Clouds Long zum Beispiel, zumindest mit einigen Positionen. Wir haben uns das so erklärt, oder ich habe mir das so erklärt, dass er wahrscheinlich glaubt, dass es zu Verzögerungen kommt. Also dass einerseits die Clouds gut laufen, weil die Knappheit groß bleibt, aber dass gleichzeitig nicht schnell genug ausgebaut werden kann, vielleicht wegen Bottlenecks und deswegen der Chip-Absatz dann doch langsamer geht. Das wäre eine mögliche Erklärung. Und jetzt kam gestern die News, dass er eigentlich sämtliche Positionen in Public Markets, also alles, was er in börsennotierte Firmen investiert hat, sehr schnell an Winden abbauen musste. weil er overleveraged war, also er hat Margin Calls bekommen. Man muss sagen, einige der Positionen, in die er investiert war, haben so 20-30% verloren, relativ kurzfristig. Also vom Ende des ersten Quartals hat Sandys zum Beispiel fast 45% verloren, Bloom Energy, Nebius hat minus 30% gemacht, CoreWeave minus 25%, Core Scientific, ein ehemaliger Bitcoin-Meiner, minus 15%. Also Und man muss sagen, er soll so Faktor 4 bis 5 geleveraged gewesen sein. Das ist relativ normal für Hedge Funds. Man kann mit einem Dollar auf fünf Dollar wetten, einfach gesagt. Das hieß aber auch, dass man bei 15% Verlust eigentlich schon Anruf bekommt, wo jemand entweder sagt, ich hätte gern mehr collateral, also ich brauche Bargeld, um diese Wette weiter offen zu halten, weil du bewegst dich gerade ins Minus. Also wenn ich... mit 1 Dollar 5 Dollar von einer Aktie kaufe, die dann 20% an Wert verliere, dann ist der Wertverlust von den 5 Dollar ja 1 Dollar. Und damit ist 100% meines Collaterals, also das Geld, das ich tatsächlich besitze, verbraucht. Und deswegen gäbe es bei 15% einen Anruf oder einen sogenannten Margin Call, wo man daran erinnert wird, dass man entweder schnell Geld hinterlegen muss oder die Position zwangsliquidiert wird. Also dann wird dein Trader, das ist eine große Investmentbank in der Regel, für dich versuchen, die Aktien zu entsorgen, um sich selber von dem Risiko zu befreien, weil die haben dir die 4 Dollar geborgt, die du brauchst, um dann für 5 Dollar mit Aktien zu spekulieren. Das ist dieses Hebel-Trading, was Hedgefonds typischerweise machen. Dadurch ist die Exposure, die man mit 20 Milliarden, die man vielleicht verwaltet, hat, dann tatsächlich, also du zockst, als hättest du 100 Milliarden, einfach gesagt, obwohl du nur 20 Milliarden hast. Wie gesagt, ein 20% Verlust reicht, um dein 100% deines Geldes auszulöschen. In dem Fall und einige dieser Aktien, in denen er investiert war, haben auf jeden Fall erhebliche Verluste im Q2 und Juli jetzt gemacht. Und so kam es jetzt wohl dazu, dass er sehr schnell sehr viele Aktien verkaufen musste. Er hat außerdem einen großen Teil des Vermögens des Hedge Funds aufgebaut, indem er sehr früh in Entropic investiert hat. Das ist sozusagen etwas, was man nicht so schnell verkaufen konnte. Da soll er aber auch wohl mit Green Oaks, einem großen Crossover Fund und Sequoia geredet haben, um das loszuwerden eventuell. Das ist einer der Profitbringer des Fonds, auch des Investment in Entropic, was er relativ früh gemacht hat. Seine Frau arbeitet bei Entropic als Chief of Staff oder seine Partnerin, Verlobte. Das wird ihm immer so ein bisschen vorgeworfen. Also es gibt drei mögliche Erklärungen, von denen auch alle drei wahr sein können gleichzeitig, fairerweise. Also das eine ist, absolutes Wunderkind, hat ein extrem hohes Verständnis der Branche, vielleicht auch von Stock Markets. Da kann er nur begrenzte Erfahrungen haben, aber er sieht auf jeden Fall, also wirkt wie jemand, der sich sehr schnell in Themen einarbeiten kann. Und er ist hochbegabt und verbunden mit dem Fachwissen, was er bei OpenAI erlangen konnte. Gleich noch darüber reden, wie er bei OpenAI herausgeflogen ist. Ist er prädestiniert, auch ein guter Fondsmanager in dem Bereich zu werden? Das ist die erste Erklärung. Die zweite, was ihm gerne vorgeworfen wird, er macht einfach nur Insider-Trading, weil er durch seine Verlobte sehr früh erfährt. Also er hat mal einen Iron-Investierten, einen australischen Investor. Eine australische Neocloud und genau in dem Moment hat Anthropic auch in Australien das erste Datacenter gebaut und dann hat man ihm gesagt, das ist doch alles Insider-Trading, kann jeder selbst entscheiden, wie viel da dran ist. Ich glaube, dass das eine Person bei Anthropic nicht reichen würde, um so viele gute Entscheidungen zu treffen, beziehungsweise das Know-how kann man sich auch so im Markt erarbeiten, würde ich behaupten.
Ja, witzig, dass du das sagst. Es gibt ja den Essay, den er geschrieben hat und da steht ja ganz unten so, das ist alles Public Information, meine eigenen Ideen, General Field Knowledge und dann Komma or SF Gossip. Also die Frage, was ist die Definition von SF Gossip? Also Flurfunk in San Francisco.
Ja, letztlich schon. Und ja, also wie gesagt, er steckt selber. Also er hat natürlich noch alte Kollegen von OpenAI. Wie gesagt, seine Verlobte ist bei Entropix sehr tief in der Organisation drin oder an einer relativ hohen Stelle als Chief of Staff. Ja, darf man selber entscheiden. Und die dritte Erklärung ist, ich weiß nicht, ob ich das on record gesagt habe beim OMR-Podcast oder im Vorgespräch oder Nachgespräch mit Philipp. Es ist natürlich schon auch so, dass jede Stock-Market-Rallye hat ein oder mehrere Fund-Manager, die einfach geleveraged oder mit sehr hohem Beta-Risiko arbeiten. Sozusagen einfach die Entwicklung des Marktes mit Leverage abbilden. Also quasi Beta-Maxing könnte man dazu sagen machen. Also die eigentlich keine originären Hypothesen haben, dass sie den Markt wirklich besser verstehen, sondern dass sie einfach das, was gerade läuft, long sind im richtigen Moment. Aber wenn dann die Blase sozusagen ein bisschen Luft rauslässt, verlieren sie das genauso wieder. Das könnte schon der Casey Wood für die letzte Blase, so ein bisschen für die Corona-Blase sagen. Es gab in den 2008er welche, es gab in der Internetblase mehrere solche. Und das ist natürlich auch eine Erklärung für seine Outperformance. Er hat dieses Jahr allein 450% gemacht zum besten Zeitpunkt. Hat lustigerweise Ende Q2 seinen Investoren nochmal ausgerufen. Es wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, noch mehr Geld zu deployen. Glück, wer das nicht gemacht hat, ehrlich gesagt. Das ist eine alternative Erklärung. Er ist vielleicht... begabt, aber nicht so begabt oder am Ende kann er den Markt auch nicht voraussagen, hat einfach mit viel Risiko auf die richtigen Titel gesetzt. Und wenn dann das Momentum umdreht, dann bist du halt einfach gepiept. So mal einfach gesagt. Es können alles drei davon sein. Zweifelsohneintelligent, seine gute Connection zu der Szene hilft ihm sicherlich. Und drittens, dass er mit viel Risiko gespielt hat, ist völlig klar, weil es jetzt spätestens auch jetzt offensichtlich geworden ist. Einfach, dass es auch zu viel Risiko war offensichtlich, weil der Hedgefonds wäre jetzt höchstwahrscheinlich liquidiert worden. Und dann gibt es noch eine spannende Side-Story, die so ein bisschen zur Haupt-Story wird inzwischen, nämlich dass Die Reste aufgesammelt hat Ken Griffin von Citadel, seinerseits einer der größten Hedgefonds mit 71 Milliarden an der Management und nur ein klein bisschen größer als Situation Awareness, die wirklich in Rekordzeit so groß geworden sind. Jetzt sagt man, Ken Griffin hat mit Absicht vielleicht so ein bisschen zur Zinspolitik in den USA spekuliert, um den Druck sogar noch ein bisschen zu erhöhen. in der Hoffnung, genau diese Position einsammeln zu können. Also was passiert, wenn so ein Hedge Fund liquidiert werden muss, wenn jetzt Goldman Sachs einfach für den Hedge Fund die Position auf den Markt schmeißen würden, allein auf der Größe, weil es hier um zig Milliarden oder die Exposure wäre dreistellige Milliardenbeträge, wenn es wirklich 20 Milliarden mit fünffachen Hebel wären. Das kannst du am Markt gar nicht so schnell verkaufen. Also die Liquidität dafür ist nicht da, um das aufzufangen. Das heißt... entweder musst du sogenannte Blocktrades machen, dass du quasi over the counter, nicht über den Markt, sondern per Telefon mehr oder weniger, an größere Parteien die Sachen verkaufst. Würdest du sie am Markt verkaufen, würde der Kurs noch weiter fallen. Es entsteht quasi das, man baut sich selber einen Short Squeeze damit, könnte man sagen. Also bei den Short Positionen wäre es ein Short Squeeze, bei den Long Positionen würde man den Gegenteil im Effekt haben. Auf jeden Fall würde es die Performance noch weiter verschlechtern. Und jetzt soll es wohl so gewesen sein, dass Citadel quasi sich bereit erklärt hat, das Portfolio rauszukaufen aus Situation Awareness, also im Fonds von Leopold Aschenbrenner. Das natürlich mit einem Discount, weil man sagen kann, du musst das jetzt nicht am Markt verkaufen und dabei weitere Verluste generieren, sondern Du verkaufst uns das einfach 5-10% günstiger. Dafür wirst du aber in einem Blocktrade alles auf einmal los. Und in dem Fall sollen alle Wetten eingekauft. Das aber mit einem Discount. Was heißt, mit der Sekunde des Vertrags machst du schon eine Rendite als Hedgefund. Das ist für einen Hedgefund natürlich eine Traumsituation. Es gibt auch wenige Hedgefunds, die so liquide sind, um so einen großen Blocktrade überhaupt machen zu können. Aber Citadel ist dafür bekannt, genau sowas zu tun. Und ja, es ist, wenn man so möchte, free money. Also du wirst eigentlich nur für die Fähigkeit, in dem Moment liquide zu sein, bezahlt. Dafür kriegst du eine Prämie. Ansonsten könntest du dann relativ nach und nach reguliert die Position abverkaufen und würdest höchstwahrscheinlich eine Rendite damit machen. Und ja, jetzt hat Leopold Aschenbrenner so ein bisschen gelernt von einem alten Hund, der Hedgefanz-Szene, wie Hedgefanz auch funktionieren kann. und ist jetzt vorläufig, also fairerweise die Leute, die da investiert haben, sind wahrscheinlich trotzdem noch im Plus. Also die haben so viel Geld verdient in der letzten Zeit, dass selbst nach dem Abverkauf wahrscheinlich positive Rendite übrig bleibt. Also es ist nicht so, dass die Investoren jetzt pleite gehen dadurch. Der Hedge Fund ist vielleicht in seinem Fortbestand so ein bisschen bedroht, beziehungsweise die Entropic-Position ist vielleicht das Letzte, was jetzt unten bleibt. Aber die Leute, die investiert haben, haben überlegt, wo der herkommt und dass sie 450% im Plus waren dieses Jahr. könnte es gut sein, dass da durchaus noch Geld übrig bleibt.
Zwei Fragen dazu.
Und was auch noch interessant ist, als Resultat jetzt die Aktien sozusagen, die jetzt da als Position weitergegeben worden, erstmal fast zweistellige Sprünge nach oben nochmal gemacht haben. Das sind genau die Sprünge, die das Portfolio gerettet hätten, weil jetzt gehen diese Aktien natürlich alle so irgendwie zwischen 8 und 12 Prozent hoch. Das wäre ausreichend gewesen, um dann ja wieder mit dem Leverage 50 Prozent Rendite zu machen, über Nacht mehr oder weniger. Das ist natürlich das Traurige, dass du dir das dann auch noch anschauen musst als Manager, dass der Typ, der gerade seine Aktien mit Discount gekauft hat, hat sie zwischen 5 und 10 Prozent günstiger gekauft und kriegt dann noch eine weitere Gratis-Rendite, weil die Aktien niedrig, zweistellig, hocheinstellig am gleichen Tag noch gewinnen, einfach weil der Verkaufsdruck weg ist und die Situation sich aufgelöst hat. Ein bisschen allgemeine News und KI-Euphorie, auch die dahinter steht, gute Zahlen, die im Hintergrund, dann kommen ja auch viele Effekte zusammen, fairerweise. Aber ich meine, das Gute, das Tröstliche, würde ich sagen, ist, dass Leopold Aschenbrenner so jung ist, Bei mir sage ich immer, ich bin sehr froh, dass mein erster Crash die 2000er Jahre war. Da hatte ich relativ nur eine fünfstellige Summe verloren. Und das ist im Gesamtkontext immer noch relativ günstig, so früh den ersten Crash mitzumachen. Bei ihm war es jetzt ein bisschen mehr, fairerweise. Aber er ist halt 25 und vielleicht hört man trotzdem nochmal was von ihm. Oder ich kann mir vorstellen, dass man ganz sicher nochmal was von ihm hört. Das war jetzt der erste Aufschlag, der jetzt nicht so geglückt ist.
Na gut, er selbst hat ja super Geld verdient in der Zeit.
Du kannst ja ausrechnen. Also Hedge Funds haben auch, es gibt welche, die sogar noch bessere Fees haben, aber der Durchschnitt wird so bei 2 in 20 liegen, wie auch die C-Funds. Also du hast eine 2% Management Fee und eine 20% Performance Fee. Wenn du jetzt überlegst, wie der Fund gelaufen ist in der Vergangenheit, kannst du davon ausgehen, dass da ein bisschen Geld zusammengekommen ist. Ob er das jetzt, um die Liquidität zu retten, schon wieder reingesteckt hat oder so, das weiß man nicht. Oder ob er diszipliniert genug war, die Kassen zu trennen und zu sagen, sein eigenes Geld ist dann sein eigenes Geld und dann geht der Hedgefonds halt tops, wenn es sein muss. Das habe ich jetzt nirgendwo gelesen, wie er das gehandelt hat.
Das schlagt mir, wenn er einfach untertaucht und nie mehr erscheint. Schön für ein Geldleben.
Glaube ich nicht.
Glaube ich auch nicht. Letzte Frage dazu. Ist das irgendwie vergleichbar mit der Nummer damals mit GameStop und Robinhood? Da hatte ja Robinhood irgendwelche Liquiditätsprobleme, oder? Wie war das damals?
Ja, da war es Lass mich mal erinnern. Ich weiß, welches Szenario du meinst. Als sie bei der Clearing-Stelle nicht genug Geld hinterlegen konnten, um die Trades ihrer Kunden abzusichern und deswegen sehr, sehr dringend eine Investitionsrunde machen mussten. Ja, es ist nicht das gleiche Phänomen, aber auf jeden Fall ähnlich enger Ablauf der Geschehnisse. Am ehesten zu vergleichen ist das mit dem Tiger Cup hier. Wie hieß der? Nicht Jensen Wang, sondern Bill Wang? Bill Wang hieß er, glaube ich. Wie hieß die Firma dahinter? Sekunde. Bill Wang, ich schaue mal. Mit HW war das, glaube ich. Bill Wang. Archivos Capital Management. AGM. Ändert sich noch?
Was war da nochmal?
Ja, das war ehemaliger Tiger Global Manager, der auch in der Corona-Zeit, glaube ich, Massive Long Tech war. und auf dem falschen Fuß erwischt, wurde er auch total overleveraged, ich glaube noch viel mehr, einfach auch hart am Gas gefahren und damit auf die Nase gefallen. Ansonsten, warum Leopold Aschenbrenner höchstwahrscheinlich OpenAI verlassen hat, ist, weil er angeblich Informationen geleakt haben soll. Einerseits hat er intern sehr stark vor Risiken gewarnt, er hat gesagt, die Technologie ist so mächtig schon und unsere eigene Security ist eigentlich nicht gut genug dafür. Dann hat er sich so ein bisschen dafür eingesetzt, dass der Staat, es gibt ein viereinhalbstündiges Interview bei Dark Cash Podcast. Da kann man das auch nochmal nachhören, wie er das beschreibt. Also er ist der Auffassung, dass eigentlich der Staat die Gewalt über KI übernehmen muss. Also vergleicht das quasi mit der Atombombe und der Staat muss die größten Waffen haben, ansonsten verliert er auch Souveränität und die Gefahr, dass einzelne Unternehmen sich eine so mächtige Technologie verwalten, ist relativ groß. Ich glaube, da ist schon ein bisschen was dran. Was dann eine elegante Lösung ist, ist aber noch eine andere Frage. Genau, und vermutlich für das Äußern dieser Kritik und das Teilen von seinen Gedanken und Dokumenten mit externen Partnern, also mit anderen Forschern, wo der dann bei Open Air reist. Man weiß nicht, ob es sozusagen... die politische Äußerung war, die dazu geführt hat oder wirklich, dass er Daten oder Dokumente, die er selber geschaffen hat bei OpenAI mit extern zum Review geteilt hat. Aber irgendwo da wird der Grund wahrscheinlich liegen. Hatte ihm ja erstmal nicht geschadet. Wie gesagt, seine echte Karriere fing danach erst an. Aber jetzt hat er das erste Mal mit der Nase auf der Straße gebremst, auf der Wall Street gebremst. Und so schnell kann es vorbei sein.
Für mich die größte Überraschung ist, dass er vorher bei FTX war. Also da wird er ja das Handwerk dafür so ein bisschen gelernt haben.
Ja, zu seiner Verteidigung, das war im Future Fund, hieß das glaube ich, das ist das Charity Vehicle gewesen. was es damals schon gab und er berichtet auch darüber, dass er sich eigentlich mit Sam Bankman-Fried nicht verstritten hat, aber dass sie über viele Sachen nicht der gleichen Auffassung waren und der Führungsstil jetzt von Bankman-Fried nicht so war, dass der das besonders gut gehandelt hat, wenn man anderer Auffassung war als er. Deswegen ist er da wohl auch gegangen.
Im Gegensatz zu Sam Altman. Lass uns zu OpenAI gehen und damit in den KI-Discount-Corner. Es gibt wieder was günstiger, außer Tiernahrung. Was gibt es diese Woche günstiger bei OpenAI?
Genau, Sam Altman kündigt an, dass sie eine weitere Preis-Offensive launchen. Und zwar hat man wohl intern Effizienzgewinne erzielt. und wird darum OpenAI Luna oder Chachapiti Luna, also die 5.6er Familie geht es, Luna ist das kleinste Modell, also Mond, Erde, Terra, also Luna, Terra, Sol, Mond, Erde, Sonne, das sind die verschiedenen Größen. Mond das kleinste, Sonne das größte, logischerweise. Und Luna soll 80% günstiger werden, also geht fast auf Open Source oder Open Weights Level runter. Und selbst Terra soll 20% günstiger werden. Man sagt, intern Effizienzgewinn haben dazu geführt. Ich frage mich so ein bisschen, ob es das gleiche ist, was letztes Mal bei Anthropic habe ich ja unterstellt, dass es daran liegen könnte, dass man die Halluzinationsrate höher akzeptiert und da ein paar Schleifen sich spart, frage ich mich, ob OpenAI jetzt einfach das Gleiche rausgefunden hat und das Gleiche macht, weiß ich nicht, spekulativ, aber auf jeden Fall sieht man das, also mein Gefühl ist, dass inzwischen so 50% der Forschungsleistung geht auf mehr Capabilities und was können wir noch machen und die anderen 50% gehen auf, wie kriegen wir es billiger hin, was ja auch total gut ist, also Auch da wieder so ein bisschen die Erinnerung, dass chinesische Models jetzt so günstig sind, ist eine Sache. Aber das sagt ja A noch nicht, dass Closed Models nicht ähnlich günstig werden kann und vor allen Dingen nicht, dass sie auf Dauer so teuer sein müssen. Also dass auch die eine Discount-Variante bauen, dass sie auch die vielleicht ihr eigenes Modell mal destillieren oder irgendwie mit Mix of Experts noch effizienter werden oder es abspecken oder, oder, oder. Also am Ende kannst du ja sagen, First Principles entscheiden dann wirklich nur noch die Technologie und Und Stromkosten, das würde wiederum Google einen großen Vorteil geben. Das ist umso trauriger, dass die mit Jammer ein relativ schlechtes Open-Source-Modell haben. Vergleichsweise wird sicherlich bald wieder ein neues kommen, aber das Jammer ist jetzt ein bisschen alt und auch nicht wirklich so Frontier-Frontier. Aber ja, prinzipiell kannst du sagen, der Staat schenkt den Chinesen den Strom und ein paar Chips obendrauf. Das hilft natürlich alles, das Dumping weiterzumachen. Aber irgendwann bist du bei den Preisen natürlich so weit unten, Wenn es um 25 Dollar bei einer Million Tokens geht, da ist der Schritt nach unten auf 2 Dollar natürlich erheblich. Aber wenn es darum geht, ob du 2 oder 3 Dollar für eine Million Tokens zahlst, da ist die vielleicht nicht so wichtig, solange du die 25 sparst. Insofern glaube ich, würde ich die Close-Modelle doch nicht abschreiben am Ende. Die werden alle dafür sorgen, dass sie so eine Art super effiziente Produktivversion haben und dass sie aber auch eben immer eine Frontierversion haben, die mehr Geld kostet, aber womit ich mal testen kann, was ist denn gerade möglich? Kann ich einen Prozess neu bauen? Kann ich ein Task oder ein Jobprofil auch damit zunehmend ersetzen? Und ich glaube, dass es auch logisch und effizient so im Markt sind.
War das früher bei Software auch so? Also so SARS war doch eigentlich immer relativ konstant vom Pricing her. Ich kann mich nicht so richtig erinnern, dass es irgendwann mal so richtig Software-Discounts gab.
Ja, guter Punkt. Mir fällt keine gute Analogie. Also du könntest natürlich argumentieren. Ein KI-Modell ist letztlich nur Software. Das hat mehr Faktoren der Produktion. Also da müssen Daten rein, da muss Hardware rein, hoher Forschungsaufwand. Aber letztlich ist es nur Software und es wäre wirklich das erste Mal, glaube ich, dass Software vor allem mit der Geschwindigkeit günstiger wird, also komplett deflationär ist eigentlich. Also das ist ja so, du kriegst die Leistung des letzten Jahres immer für 10% des Geldes. Also wenn ich so das beste Modell des letzten Jahres heute haben will oder die Leistung, dann zahle ich eher 1% als 10% dafür. Also super deflationäre Leistung, wenn du so möchtest, oder Produktkategorie. Nee, das gab es bei Software. Also natürlich wird Software günstiger oder Hardware wird durch das Moorish Law natürlich auch immer so alle zwei Jahre doppelt so günstig oder eben doppelt so leistungsfähig, je nachdem wie du siehst. Aber eigentlich ist es Es gibt, glaube ich, keine andere Kategorie, die sich so verhält, würde ich sagen. Du kannst sagen, Solarzellen hatten mal so eine Zeit, wo sie wirklich auf einen Bruchteil des Preises zurückgegangen sind. Aber es hat auch irgendwie 10, 15 Jahre, vielleicht sogar ein bisschen länger gedauert, weil die Technologie einfach sehr schnell vorangeschritten ist. Und Skalenerträge, also immer größere Fabriken, immer bessere Massenfertigung hat da günstigere Produktion erlaubt. Aber es zeigt auch, wie unfertig die Technologie ist. Also wenn du überlegst, dass du das, was du letztes Jahr für einen Dollar anbieten kannst, heute für zwei, drei Cent anbieten kannst, mit exakt der gleichen Leistung. Und nur weil es was anderes gibt, was noch besser ist letztlich und weil die Optimierung noch weiter vorangeschritten ist, dann ist das schon ein ökonomischer, wahnsinniger Erfolg. Und selbst die Modelle, die wir heute nutzen, es gibt immer diesen Spruch, KI wird niemals so schlecht sein, wie die, die wir heute nutzen. Das wird ja nur noch besser. Aber die, die wir heute nutzen, wird morgen umsonst sein. Das ist eigentlich die Aussage. Was du heute nutzt, wird morgen nichts mehr kosten. Und was du morgen nutzt, wird viel, viel besser sein. Wenn es teuer ist, wird es auch viel, viel besser sein.
Aber dann gibt es auch irgendwie ein Nachfrageproblem. Also wenn ich weiß, dass es morgen günstiger ist, kaufe ich dann nicht heute.
Du musst dein Problem ja auch heute lösen. Du kannst sagen, du bist immer okay mit dem zweitbesten Modell. Definitiv. Du musst erstmal begründen, für welchen Prozess du immer Cutting Edge, Bleeding Edge, das beste Modell brauchst. Ich glaube, es gibt ganz viele Cases.
Ich brauche deine Intelligenz nicht, um ein Problem zu lösen. Manchmal reicht meine Intelligenz auch.
Ja, ist so. Also um irgendwie ein verrostetes Gurkenglas aufzudrehen, so brauchst du mich halt nicht.
Das schaffe ich. Das würde ich gerade noch so schaffen. Also danach wird es schwierig.
Sorry, das sollte jetzt ein plakatives Beispiel sein. Du kannst natürlich sagen, du bist bei Mercedes für einen Kundenservice zuständig. Wir sind eine Luxusmarke, wir können nicht das zweitbeste Modell in unserem Kundenservice machen lassen.
Aber die Wahrheit ist ja... Mercedes hat keinen Service.
Es gibt keinen Kundenservice.
Es gibt keinen Verkauf, keinen Kundenservice.
Schlechtes Beispiel. Die Wahrheit ist ja, wenn du letztes Jahr das auch schon mit KI gemacht hast, dann hattest du ja aus heutiger Sicht auch eine Second-Best-Lösung und zwar damals auch okay, das zu machen. Das heißt, immer zu sagen, ich lebe mit drei bis sechs Monaten Verzug aufs beste Modell und spare damit aber locker Faktor 5, Faktor 10 Kosten, ist glaube ich eine sehr rationale Entscheidung.
Ja, aber ich meine, ist das verrückt. Das ist ein Riesenboom. Es reicht, das günstigere Modell zu nutzen. Und auf der anderen Seite brauchst du Armeen von Leuten, die das überhaupt in Unternehmen reinkriegen. Also eigentlich sind doch alle Lampen an.
Naja, nee, finde ich nicht. Also du willst jetzt sagen, deswegen funktioniert das nicht. Aber die einzelnen Menschen bekommen es ja hin. Das liegt an den Unternehmen und den Strukturen.
Ja, aber die Produkte von den einzelnen Leuten sind auch alle so...
Du kannst immer in Unternehmen das Schlüsselsystem von Karten auf Handy umstellen und wirst da irgendwie 20 Leute brauchen, um das Projekt zu betreuen. Es ist einfach so, sobald ein Unternehmen eine gewisse Größe hat, hast du halt Komplexitätskosten. Und daran, es liegt ja nicht daran, dass die Leute es nicht verstehen. Jeder Einzelne macht doch, also die allermeisten... Verstehen ja genau, was sie da rausbekommen können. Also die wissen noch nicht, wie mächtig die Technologie ist, aber...
Aber so die richtige Success Story, auf die warten wir immer noch. Die Taschenlampe-App gibt es immer noch nicht. Wo ist die Taschenlampe-App? Wo ist die App, die eine Million macht? Von einer Person an einem Tag?
Hat es leider nicht ins Trello geschafft, aber ich kann es aus Memory wiedergeben. Stripe hat gerade ein Report rausgebracht, dass sie immer mehr eine Million plus Accounts sehen, die von einzelnen Personen betrieben werden. Also Firmen, die mehr als eine Million über Stripe allein abwickeln und wo es keinen zweiten Mitarbeiter gibt. Und es gibt eine zweite Kategorie, nämlich die mehr als zehn Millionen mit einem Mitarbeiter machen, die Faktor drei gestiegen ist gegenüber dem Vorjahr. Also es funktioniert schon. Für einzelne Leute, für schlanke Organisationen funktioniert das 100%. Was nicht funktioniert ist, in so einen alten, sklerotischen, verkrusteten Organisationsmittelständler da eine KI-Strategie reinzusägen.
Aber davon lebt ja Software. Und die großen Firmen machen das ja. Wen heiert gerade Anthropic und OpenAI? Die Leute, die Salesforce verkauft haben? Die Leute, die AWS, Google Cloud verkauft haben? Das ist ja das Modell. Nur das Problem ist, die Marge ist schlechter.
Auch das ist, glaube ich, eine Momentbetrachtung. Ich glaube, da wird die Marge nicht so viel schlechter sein, je nachdem, wie tief man ins Applikationslayer reinkommt und ob man die Datacenter selber betreibt. Ja, natürlich wird man trotzdem versuchen, die großen Unternehmen zu gewinnen, aber es wird halt einfach länger dauern. Du wirst halt die gleichen Sales-Zyklen haben, wie lange hat es gedauert, bis der erste deutsche E-Commercler auf Salesforce umgestiegen ist oder so mit seiner E-Commerce-Suite. Das sind auch anderthalb Jahresentscheidungen gewesen. Also was du ja nicht verkennen darfst, ist, dass trotz den Problemen, die du alle vollkommen richtig beschreibst, ich stelle es überhaupt nicht in Abrede, trotz dieser Probleme machen die 120 Milliarden in Umsatz. Also annualisierten Umsatz. Also 10 Milliarden im Monat wird trotzdem für KI ausgegeben. Obwohl angeblich keiner es nutzt oder keiner was damit anfangen kann.
Spannende Zeit. Kurze Werbeunterbrechung. Wir haben in den letzten Monaten öfters darüber gesprochen, Secondaries von privaten Firmen zu kaufen. Zum Beispiel Anthropic vor dem IPO. Das Problem, wer gezielt am Wachstum künstlicher Intelligenz teilhaben will, sucht an der Börse oft vergeblich. Rund 85% der weltweiten Top-Unternehmen sind in privater Hand und nicht jeder hat Zugang zu Secondaries. Diese Lücke schließt Scalable Capital. Seit einem Jahr mit Private Equity Zugang für private Anleger. Über Scalable kannst du jetzt in einen Elte von BlackRock investieren. Und der hat neben OpenAI jetzt auch ganz frisch Anthropic als Neuzugang im Portfolio. Also genau die Firmen, über die wir hier jede Woche reden. Einstieg ab 10.000 Euro. Bis zum 31. August erhalten Anlegerinnen und Anleger einen Bonus von einem Prozent auf ihr nächstes Private Equity Investment. Die Aktion gilt sowohl für Erstinvestments als auch für die Aufstockung bestehender Positionen. Alle Infos auf scalable.capital.private-equity. Disclaimer. Es gelten Teilnahmebedingungen. Kapitalanlagen bergen Risiken.
Es bestehen Liquiditätsbeschränkungen.
Bitte beachte die spezifischen Produktinformationen. Werbung Ende spannende Zeit. Lass uns weitermachen. Wir gehen in die KI-PR-Nummer. Also ähnlich wie die Modelle. Also eigentlich kann man alles unter SF-Gossip nehmen. Also die reden untereinander, wo man investieren sollte. Die reden untereinander, wie sie die Modelle verbessern oder vergünstigen können. Und sie schauen voneinander ab, was PR-technisch ganz gut funktioniert. Und wenn bei OpenAI eine PR-Nummer gut funktioniert, dann macht Anthropic das halt nächste Woche auch.
Ja, so kann man das ganz gut zusammenfassen. Unser ganzer erster Teil heute ist so ein bisschen Hörensagen, wo man aufpassen muss, dass man nicht in die PR-Falle fällt. Inklusive des Stripe-Beispiels von eben gerade vielleicht. Und zwar hat Entropix jetzt bekannt gegeben, dass Wir haben auch drei Modelle, die sich durchgehackt haben durch andere Systeme. Als nächstes kommt Perplexity um die Ecke und sagt, Computer hat irgendwie einen Kiosk gehackt oder so. Oder Jonathan Drules kommt und sagt, ein öffentliches System habe ich nicht gehackt, aber ich kann jetzt meinen Geschirrspüler fernsteuern. Ich habe den Lidl-Shop gehackt.
Die Kühlschränke sind ja zwei Grad kälter.
Ich habe den Müllzer kleinerer von Lidl und Schwarz. Wie heißt die Recycling-Sparte? Das wusste ich damals. Weißt du, dass die eigene Recycling haben? Wie heißt das hier? Pre-Zero. Wie kam er da drauf? Wir haben letzte Woche darüber berichtet, dass OpenAI drei Modelle anbietet. Dabei handelt es sich um 5.6 Zoll und zwei, die noch nicht veröffentlicht sind, haben sich selbstständig gemacht. Das ist irgendwie erst nach Tagen aufgefallen. Sie sollen auch noch andere Seiten außer Huggingface befallen haben, ist inzwischen bekannt geworden. Also genau genommen habe ich das Gefühl, man weiß nicht, ob die Modelle noch irgendwo da draußen rumschwören und hacken.
So ein bisschen wie Hangover. Der ist einfach nicht nach Hause gekommen, aber keine Ahnung, was er macht.
Genau. Daraufhin hat Dario Amode Erektionsstörung bekommen, weil er dachte, er ist nicht mehr die gefährlichste KI der Welt und kann nicht mehr am meisten Angst verbreiten. Und hat jetzt nochmal zu Protokoll gegeben, dass auf jeden Fall Entropix-Modelle auch in der Lage sind, andere Seiten ohne Erlaubnis zu hacken, wenn man nicht ganz so laufsie aufpasst. Ja, wie gesagt. Ich weiß gar nicht, ob das so schlau ist. Also ist das gute PR? Ist das nicht Verzweiflung? Würde man da überhaupt noch eine große Nachricht draus machen? Wenn kein Schaden entstanden wäre oder niemand anders darüber berichten kann, dann hätte ich die News mir vielleicht erspart. Also ich halte es nicht für gute PR, ehrlich gesagt. Und das als Zweiter so in der zu schicken, wirkt immer ein bisschen verzweifelt. Ehrlich gesagt.
Ähnlich verzweifelt wie Quartalszahlen liegen.
Huch, aus einem internen Meeting von OpenAI ist durchgedrungen, dass man im Juli dreimal so viel Umsatz gemacht haben soll wie im Vorquartal. Also die Formulierung ist ein bisschen schwer. Also es geht um ein internes All-Hands-Meeting, wo Sarah Fryer, die CFO, Folgendes gesagt haben soll, dass das annualisierte Recurring Revenue im Juli exceeded, also übertroffen hat, das gesamte Zweite Quartal, also die Monate März bis Juni. Die Formulierung ist ein bisschen kompliziert. Das annualisierte Revenue im Juli hat das zweite Quartal übertroffen. Warum spricht man dann von annualisierten? Dann kann man auch sagen, wir haben ja Umsatz gemacht. Im Vergleich zweites Quartal gegen Juli brauchst du ja die Annualisierungslogik nicht. Du hättest einfach sagen können, wir haben dreimal so viel Umsatz gemacht. Mein Gefühl ist, und ich halte diese Zahl für ein bisschen sehr optimistisch, also der Juli war ein sehr guter Monat für OpenAI, das kann man extern nachvollziehen, mit Triangulierung verschiedener Quellen. Er war aber, glaube ich, nicht so gut, dass man sagen könnte, dass er dreimal so viel Umsatz wie der durchschnittliche Monat im Q2 gemacht hat. Das wäre überraschend gut, nicht unmöglich, aber ich halte es für unwahrscheinlich. Ich glaube, was sie tatsächlich gesagt hat, oder gesagt haben, hätte können. Und wie gesagt, CNBC oder wer auch immer das zuerst berichtet hat, ich will nicht unterstellen, dass sie es falsch mit Absicht schreiben, aber ich glaube, es ist viel wahrscheinlicher, dass das hinzugewonnene ERA mehr war als im ganzen Q2, weil das Q2 eher, was neues ERA angeht, relativ schlecht war und der Juli, was neues ERA angeht, sehr gut war. Die Aussage würde viel sinnvoller erscheinen und wäre für mich nachvollziehbar. Dass man wirklich im Juli dreimal so viel Umsatz wie im gesamten Q2 gemacht hat, hielte ich für eher unwahrscheinlich. Plus, man müsste dann den Term ARR nicht nutzen. Oder Annualized Recurring Revenue. Ob das Recurring ist, andere Frage, müssen wir nicht drüber reden. Aber Fakt ist, es gibt keine bessere Metrik als annualisierten Umsatz für Firmen, die so schnell noch wachsen. OpenAI wächst auch mit hoher Nachvollziehbarkeit zwischen Faktor 3 und Faktor 4 immer noch. So 250% wachsen, also knapp über Verdreifachung. Das ist auch mit hoher Konfidenz kann man das sagen, dass sie sich noch verdreifachen. Das lag im Juli deutlich besser, aber es war nicht so, dass sie sich im Juli verzehnfacht hätten. Das müsste ja passieren, damit die Aussage gestützt werden würde. Insofern, mal sehen, ob wir später irgendwann mal nachvollziehen können. Ich würde mich aus dem Fenster lehnen und alle Pressemeldungen hier korrigieren und sagen, es handelte sich viel wahrscheinlicher um neues hinzu, also incremental annualized revenue. Dass das im Juli dreimal so hoch war wie im durchschnittlichen Q2-Monat oder eben so hoch wie im gesamten Q2, das hielte ich für viel nachvollziehbarer.
Dann kleine Überraschung hier im Docket. Tesla hat es über die Schmuddelecke geschafft und über die Mama-Earnings, wie ich sie jetzt nenne. Marga oder Mama, alles mit M. Auf jeden Fall ist es wohl wahr, dass es bald zu einem Merger kommt und Tesla versucht sich da vorzubereiten?
Ob das wahr ist, kann man noch nicht sagen, aber es zeigen immer mehr Anzeichen darauf hin. Es spekuliert wurde ja schon lange vor dem IPO von SpaceX, dass Elon Musk irgendwann auch Tesla mit einsammeln würde. Was dem so ein bisschen im Wege steht, ist das China-Geschäft. Ich glaube, weil SpaceX so viele Regierungsaufträge hat, wäre es kompliziert, dass Tesla gleichzeitig in China aktiv ist. Jetzt war Elon Musk aber so vorausschauend, dass er Tesla so aufgebaut hat, dass er die China-Organisation sehr gut von der westlichen Organisation trennen kann. Das heißt, es gibt eine eigene, wie genau es ist, weiß man nicht, aber es könnte eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung geben, eine eigene Administrationsabteilung, eigenes Marketing, Fabriken sowieso, eigene Gigafactories und so. Und so könnte man sich relativ schnell trennen. Und es gibt jetzt wohl Gerüchte, dass Elon Musk Angestellte angewiesen haben soll, diese Trennung noch stärker zu vollziehen. Also quasi mal durchzugehen, ist hier wirklich alles so, dass ich es von heute auf morgen mit der chinesischen Mauer absondern könnte. Und dann könnte SpaceX quasi das westliche Geschäft von Tesla kaufen. Was natürlich geil wäre, wenn man in einem Asset-Deal – und Sekunde, das müsste so viel Stimmrechte, wie er hat und so wie das Board – Also eine richtige Elon-Arschlochnummer wäre es natürlich, das China-Geschäft in Tesla drin zu lassen und in einem sogenannten Asset-Deal alle Assets rauszukaufen mit SpaceX. Also er lässt sich von Tesla, meinetwegen sogar relativ günstig zufälligerweise, das Autogeschäft verkaufen für die westliche Hemisphäre, wenn man so möchte. Und Tesla bleibt als China-Aktie an der Börse, theoretisch. Das ist ja vielleicht spannender als ganz Tesla von der Börse zu kaufen. Vielleicht kriegt man es so noch günstiger. Und die Backholder sind dann die Investoren, die weiter in Tesla investiert sind. Also im Moment spekulierst du mit Tesla ja auf die Übernahme. Das heißt, du hoffst, du kriegst nochmal 20%, 25% mehr für deine Anteile irgendwann und wirst teuer rausbezahlt. Dass das Elon nicht schmecken kann, ist ja auch klar. Es wäre doch viel geiler, die Leute, die noch investiert sind, darauf hoffen zu Backholdern zu machen und sie sitzen dann auf den China Assets von Tesla, während die Firma, über die er relativ viel Kontrolle hat, bloß das Board kontrolliert, dazu bringt, ihm das Tesla-Geschäft und die Tesla-Marke oder die Lizenz, die Tesla-Marke auf Ewigkeit zu nutzen, zu verkaufen. Bzw. er kann die Marke ganz verkaufen und die Lizenz rückvermieten an das China-Geschäft, also an die börsennotierte Tesla. Das wäre governance-technisch schon eine krate Arschlochnummer, aber genau deswegen würde ich Elon Musk zutrauen.
You heard it here first. Er kriegt es wahrscheinlich durch.
Er kriegt es wahrscheinlich durch. Ansonsten kann er Tesla natürlich auch von der Börse nehmen und dann China-Geschäft abspalten. Das ist, halte ich aber für fast komplizierter. Es hat einen gewissen Charme. Also wenn dir vollkommen egal ist, was Aktionäre über dich denken, könntest du das so machen. Aber es spricht jetzt vieles dafür, dass man das auf jeden Fall so vorbereitet. Er macht es dementiert natürlich. Fake News. Auch ganz wichtig.
Gut, dann lass uns zu den Earnings gehen. Die großen Mama-Earnings. Man könnte fast Cloud-Earnings sagen. Die waren gut, aber nimm uns doch mal mit. Wir öffnen gemeinsam das Doppelgänger-Sheet und fangen wohl mit Apple an.
Apple würde ich jetzt nicht zu viel Detail machen. Auch relativ langweilig. Hat ganz gute Zahlen abgeliefert. Also iPhone-Absatz noch plus 22%. Das ist natürlich super. Dafür Dass man sich ja fragen muss, warum man eigentlich ein iPhone braucht gerade.
Das ist das Gegenteil mit den AI-Ausgaben. Wenn ich weiß, dass das iPhone bald teurer wird, dann kaufe ich es lieber jetzt.
Wenn ich weiß, dass KI bald günstiger wird, dann warte ich noch ein bisschen. Du kannst das iPhone ja bald für 18 Dollar im Monat leasen bei Klana.
Aber macht das Apple nicht auch?
Oder macht das Apple über Klana? Mit Klana machen sie es zusammen, genau. Aber die Aktie verliert gleich. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Ausblick ein bisschen enttäuschend war. Man rechnet nur mit im Mittelwert 10% Umsatzwachstum, Höchstpunkt 11%. Der Markt hätte sich 12% gewünscht, also 20% mehr relativ gesehen oder 2% mehr. Das ist eine relativ herbe Enttäuschung. Deswegen ging die Aktie 6%. Ich glaube, danach ein bisschen weniger in die Knie. Tim Cook hat auch davor gewarnt, dass die Supply Chain sehr gestresst ist. Konkret geht es natürlich um Speicherchips, wo er meint, es ist eine 100-Jahres-Flut, also unvorhersehbare Preiserhöhungen, die man da gerade mitmacht, die man vorher noch nie erlebt hätte. Und das trübt so ein bisschen die Aussichten auf die Zukunft ein. Gleichzeitig die Bullenthese für Apple wäre natürlich, wenn du jetzt ein, zwei Jahre vorausdenkst, wir haben gerade über die Fähigkeiten von GE gesprochen, wie billig und einfach die Modelle werden, Es ist relativ absehbar, dass du unheimlich viel auf einem kleinen Device wie dem iPhone schon machen kannst in Zukunft mit KI. Gerade wenn der nächste Chip dann wieder besonders auf Neural Networks und KI nochmal optimiert ist, eventuell. Und das könnte natürlich so einen Superzyklus oder Replacement Cycle auslösen. Also sagen wir, da ist jetzt die Frage, wie viele Leute wollen wirklich was mit KI machen. Ob es reicht, um ein iPhone absatzsignifikant anzuschieben. Aber wenn du es wirklich schaffst, dass das iPhone so ein bisschen zum KI-Edge-Gerät wird und dann viele Leute KI auf dem iPhone nutzen wollen, dann wäre das natürlich der Grund, mal dein iPhone 13 oder iPhone 12 oder iPhone 11 endlich zu ersetzen und wirklich die neueste Generation, egal wie teuer, zu kaufen, weil gewisse KI-Features vielleicht nur damit gehen. Das wäre so ein bisschen die Bull-Hypothese, dass noch reichlich Rückenwind im iPhone-Markt wäre. Und was ich viel spannender finde, ist, wie viel Service Revenue wird in Zukunft mit KI generiert werden. Also schafft es Apple, signifikante Anteile der Subscription Revenues von ChatGPT, Cloud und so weiter über den App Store laufen zu lassen. Die Marktmacht haben sie, Regulierung ist gerade relativ schwach. Weiß man nicht, wie in den USA die Gerichte das sehen würden. Aber theoretisch könnten sie es ganz gut durchsetzen, indem sie einfach sagen, jede andere KI, die side-geloadet wird quasi oder im Browser genutzt wird, darf einfach nicht aufs iPhone zugreifen. Fakt ist doch, wenn du Apple-Produkte hast, du willst, dass die KI auf deinen Kalender zugreifen kann, dass sie in dein Mail-Programm reinschauen kann. Und Apple wird natürlich einen Teufel tun, dir das zu erlauben, sondern sie werden 40 Disclaimer davor schalten, dass du gerade riskierst, dein Handy in die Luft zu jagen, wenn du der KI-App... die nicht über den App-Store geladen ist, Zugriff auf deine anderen Funktionen des iPhones gibt. Und so könnten sie erzwingen, die Gatekeeper-Fee über den App-Store zu bekommen. Und dann kannst du einfach vom Consumer-Revenue von OpenAI und Tropic ein paar Milliarden abziehen, die zu Apple gehen und Google demnächst. Das wäre mein Bull-Case für Apple, glaube ich. Plus, dass sie dann eventuell sogar noch einen Datacenter laufen lassen und dann doppelt mitverdienen. Wer weiß es.
Ich glaube eher, dass Produktinnovation wird jetzt mit dem neuen CEO. Dass das Portable-Produkt super in China funktioniert.
Schon wieder 2021? Nach fünf Jahren kommt Innovation bei Apple jetzt.
Aber die wird gut monetarisiert. Also, kann schon klappen. Lass uns zu deiner Lieblingsaktie oder einer deiner Lieblingsaktien gehen. Microsoft. Herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe, du hast noch genug von denen.
Ich glaube, inzwischen mag ich Google wirklich lieber als Microsoft. Also nicht als Unternehmen, aber als Aktie. Aber Microsoft hat gut funktioniert. Wir fangen mal von hinten an. Und zwar 15,5% oder rund 500 Milliarden US-Dollar hat Microsoft an einem Tag zugelegt. Der größte Kurssprung der Geschichte in dem Fall, glaube ich. Also auf jeden Fall in Dollar gewertet. Ich glaube aber auch relativ gesehen. Der Produktumsatz von Microsoft wächst nur mit 0,6%. Aber der Serviceumsatz wächst mit 23% auf jetzt 90 Milliarden US-Dollar. Die Rohmarge wird ein ganz klein bisschen schlechter, die operative Marge verbessert sich aber ein ganz klein bisschen, also man ist profitabler, macht 45% operative Marge, also egal wie langweilig Microsoft klingt, aber 45% operative Marge. sind natürlich eine Ansage. Also operativer Cashflow 55 Milliarden, das sind 62 Prozent des Umsatzes, der als Cash quasi reinkommt. Und dann, wenn man die einzelnen Segmente schaut, also das Wichtigste, worauf geschaut wird, ist natürlich Azure, die Cloud-Sparte, deren Wachstum nochmal von 40 auf 43 Prozent gestiegen ist. Das sind jetzt nicht die 83 Prozent von Google, aber auf einem höheren Level gestiegen. Trotzdem eine Beschleunigung von 40 auf 43. Das hat die Erwartungen leicht übertroffen. Aber auch sonst Rekordergebnisse. Die Remaining Performance Obligations wachsen um 84%. Man hiked den CapEx Outlook, glaube ich. Ich glaube, CapEx wurde nicht so stark erhöht. Das hat dem Markt wahrscheinlich auch gefallen, dass man nicht komplett durchgedreht ist. Ja, ansonsten die Intelligent Cloud hat auch eine Marge von 40, 41 Prozent inzwischen. Alles was Cloud Computing ist im weitesten Sinne. Also auch da hoch profitabel die Cloud Sparte. Sehr gute Ergebnisse, gutes Wachstum würde ich sagen. Cloud Sparte, Beschleunigung hat man alles sehr gut und das Backlog eben auch tendenziell eher besser als gedacht.
Was man nicht so gut fand, war, was Meta im letzten Quartal so gemacht hat und was Mark Zuckerberg so erzählt hat.
Genau, Meta ist eher unter den Erwartungen zurückgeblieben. Aktie lag zwischenzeitlich zweistellig im Minus, knapp über 10%. Umsatzwachstum mit 28% natürlich nicht schlecht, aber Vorquartal war 33%. Aber 28% ist für ein sehr reifes Business wie Meta, wo man sich wirklich fragt, woher das Wachstum kommt. Aber 28% Umsatzwachstum ist wirklich gut. Operative Marge aber schon deutlich höher. Gesenkt, wobei da ist eine Sonderzahlung von 2,5 Milliarden oder 2,4 Milliarden eine Gerichtsstrafe dabei. Das heißt, die operative Marge sieht jetzt schlechter aus, als sie eigentlich wäre. Eigentlich wäre die einigermaßen auf Vorjahresniveau, aber nicht so schlecht, wie sie jetzt aussieht. CapEx Guidance war, wir geben noch mehr Geld aus. Das geführt den Markt nicht. Man hat jetzt 30 Milliarden ausgegeben dieses Quartal. Free Cashflow ist um 90% zurückgegangen, bleibt knapp unter einer Milliarde noch übrig. Nächstes Quartal wird man mit Sicherheit das erste Mal negativen Cashflow haben bei Meta. Und weil hier halt noch nicht so klar ist, was man damit wirklich anfängt, also Ob die Cloud-Strategie, dass man jetzt selber die Datacenter vermietet, überhaupt funktioniert, ist unklar. Dadurch, dass Meta sagt, eigentlich müssen wir das ja nicht, weil wir können es auch selber gut einsetzen. Achso, Entschuldigung, der CapEx-Guidance wurde nicht erhöht, sondern eingeengt, also sozusagen genauer definiert. Also den trifft man eher. Deutlich erhöht wurde es jetzt nicht. Ich glaube, von außen ist die Strategie deutlich schwerer nachzuvollziehen. Es sind zu viele Sidequests bei Meta, wenn man so möchte. Das Kerngeschäft läuft eigentlich super. Aber glaubt man, dass Mark Zuckerberg, der jetzt in letzter Zeit nicht so besonders viel hinbekommen hat erfolgreich, außer die Kosteneinsparungsmaßnahmen vor zwei, drei Jahren, glaubt man, dass er erfolgreichen Cloud-Business aufbauen kann, was kompetitiv ist mit den anderen sehr erfahrenen Cloud-Professoren und den Neo-Clouds? Schafft er es, KI sinnvoll in die eigene App zu integrieren? Auch großes Fragezeichen dahinter. Und gleichzeitig gibt er halt Geld aus, als wäre das alles schon beantwortet. Und ich glaube, das ist ein bisschen der Grund, warum die Aktie zumindest nicht mehr nachgefragt ist.
Ich habe das gelesen und habe mir gedacht, ich glaube, der macht jetzt KI zur Chefsache. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Wochen oder Monaten dieser Alexander Wang gehen muss und er irgendwie sich da nochmal voll positioniert. Oder er macht das komplette Gegenteil und sagt, hey, das war unser Metaverse, wir lassen das jetzt alles sein. Aber er muss ja jetzt irgendwas... Der ist ja so kompetitiv und eigentlich so smart, dass er immer irgendwie einen Weg findet, das Ding zum Erfolg zu prügeln.
Ja, aber wenn du nicht eine Firma kaufen kannst und nicht den Erfolg kaufen kannst, dann wird es schon schwer für Meta. Das sagen sie, den Erfolg zu kaufen haben sie ja versucht, das lief bisher so mittelgut. Eigene Modelle läuft nicht, Integration in ein eigenes Produkt läuft so mittel, würde ich sagen. Im Werbemarkt sicherlich hilfreich, im Consumer-UX-Verhalten noch kein großer Durchbruch, würde ich mal behaupten, was die Nutzung von KI angeht. Insofern sind es lauter offene Wetten, wenn du so möchtest.
Genau, aber sie wurden ja fürs Metaverse richtig bestraft. Und jetzt geben sie eigentlich das Doppelte aus. Oder 2026 geben sie das Doppelte aus, was sie die fünf Jahre fürs Metaverse ausgegeben haben.
Und werden wieder bestraft dafür, wenn man es genau nimmt.
Genau, und es funktioniert halt nicht. Also irgendwo muss ja eine Lösung hin. Und der Typ ist ja so hyper-competitive. Wer will das ja auf jeden Fall zum Erfolg bringen?
Ja, dass das an sich reißt, ist natürlich eine Option. Ist aber auch ein Schuldeingeständnis des Versagens, weil gerade Alex Wang quasi, also er hat ja die Organisation umgebaut, Alex Wang dahin gesetzt, Jan Lecoeur verloren und dann den nächsten Schritt zu machen, heißt ja, du hast, ich meine, es ist immer richtig, wenn du dich geirrt hast, das zu korrigieren, aber es wirkt natürlich trotzdem erstmal wie Schwäche nach außen. Ansonsten dafür, dass sie fast 30% wachsen, sind sie mit 19er Price Earnings relativ günstig bewertet, muss man sagen. Wenn eine der Wetten aufgeht, dann ist Meta auch wieder in Kauf. Aber der Markt mag halt nicht, dass sie ganz oben mitspielen bei den KI-Spendings, aber die einzigen sind, die keine Strategie dafür haben, wie man es nutzt. Wobei, es gibt ja eben jetzt die Fallback-Strategie, du kannst es immer vermieten, wie SpaceX gezeigt hat.
Ja, aber es ist auch so unterschiedlich von den verschiedenen Produkten. Also das eine ist ja irgendwie, also KI ist ja eher so Effizienz, Optimierung, Zeitsparen. Und dann hast du auf der anderen Seite Instagram, Facebook, komplette Zeitverschwendung, Doomscrolling. Also Volkswagen hat es auch nicht geschafft, Luxusautos zu verkaufen. Also neben den Brands, aber unter der Volkswagen-Brand nicht. Und ich, keine Ahnung, ich kann mir nicht vorstellen. Ich bin gespannt. Wahrscheinlich kriegt er es hin, aber er muss sich noch tiefer reinbohren.
Also ich würde schon sagen, in Social Media sehe ich den KI-Use Case nicht. Der, den es gab, waren virtuelle Influencer oder Companions. Das ist jetzt nichts, was Meta abschrecken würde, aber die Auswirkungen von diesen Companions auf die Reputation sind natürlich per se schlecht. Also in dem Moment, wo damit anfangs die Skandale vorprogrammiert sind, jetzt ist es so, dass der Ruf bei Meta natürlich schon ruiniert ist und die sich darum weniger Sorgen machen müssen. Aber ich sehe nicht, wenn ich überlege, wie ich Social Media nutze, ich brauche da nirgendwo AI drin, ehrlich gesagt. Also es sei denn, ich möchte mich komplett automatisieren, irgendwie aufgrund meines historischen Verhaltens mich quasi in die Cloud hochladen und dann soll ab jetzt eine KI für mich antworten und irgendwie Aubergine-Emojis auf die Stories anderer Leute antworten.
Ja, und du hast das Gefühl so, also sie haben ja so ein bisschen präsentiert von wegen, wir wollen personalisierte AI-Agents für Gesundheit, Hobby, Finanzen, Karriere oder so. Aber als User-Sicht hast du eigentlich immer das Gefühl so, okay, Meta will jetzt mehr Daten über mich, damit sie mir noch bessere Währungen ausliefern können.
Ja, also und vor allen Dingen würde ich eher zu einem kongolesischen Medizinmann gehen, als Meta meine Gesundheit anzuvertrauen, ehrlich gesagt. Also wer ausgerechnet den Health Agent von Meta nutzt, weiß nicht. Also...
Weiß nicht.
Weiß nicht. Ist vielleicht... nicht der Firma, der man sozusagen das Mandat dafür erteilen würde.
Ja, wer mich eher meine Health-Daten geben würde, ist Amazon. Das hat mich sehr gefreut, hat meinen Blutdruck runter gemacht diese Woche. Ich bin froh, dass Amazon mal wieder eine gute Woche hatte.
Das ist eine meiner letzten Positionen, Einzelpositionen. Wahnsinn.
Also diese Woche, bestes Performance neben der, ich bin dir sehr dankbar, Monday.com hatte, glaube ich, auch eine gute Woche.
Hast du die einfach frech mitgekauft auch?
Klar, ich musste als Tracker Das ist übrigens, das haben wir gar nicht erzählt.
Ach doch, wir haben es teilweise erzählt. Also Leopold Aschenbrenner hat halt quasi gegen Software und auf Chips gesetzt. Und das Umgekehrte ist passiert. Also man kann nachvollziehen, warum er glaubte, dass das eine gute Wette wäre. Aber das war ein sehr crowded Trade, wenn man so möchte. Und damit auch schon relativ teuer. Und gleichzeitig die Gegenwette wäre halt das Richtige gewesen. Ja, ja, ja.
Er hätte damals zuhören müssen, als wir damit anfangen wollten mit der Saas-Schnäppchen-Jagd.
Damals wäre der richtige Punkt gewesen. Also wenn Leopold Aschenbrenner der FC Bayern ist, sind wir St. Pauli, der Hedgefund-Sieger-Besieger.
Okay, wir müssen mit Merch anfangen.
Wir waren Long, Amazon und money.com. Ja, Amazon wird ein ähnlich gutes Ergebnis wie Microsoft erziehen. Nämlich die sind jetzt, also wir nehmen am Dienstag Mittag auf.
Alter, was ist Freitag?
Ich habe Wochenende. Okay, lassen wir so drin. Wenn später mal jemand sich wundert, warum ich komisch war, sagt er, er war damals schon nicht zeitlich orientiert. Also wir nehmen jetzt gerade am Freitag Mittag auf und Amazon ist vorbörslich, also am Samstag, also wenn die US-Börse aufmacht nachmittags, wird Amazon zweistellig hochpoppen. Sie haben gestern schon vor den Awnings 4% gemacht, das war eher so die Gesamtlage am Markt. Und jetzt werden sie weitere 13 Prozent, sagt aktuell die Verhersage Plus an. Das sind dann auch wieder, also mit ein bisschen Rückenwind, 300, 400 Milliarden, die sie an einem Tag gewinnen.
Und heute ist die Börse zu?
Nein, es war Spaß. Heute Nachmittag macht die US-Börse natürlich auf. Also wenn ihr das hört, hatte sie gestern auf und dann wird Amazon zweistellig gewonnen haben. Es sei denn, sie haben die Gewinne am Tag wieder aufgegeben. Ich glaube aber eher nicht, weil die Zahlen waren wirklich sehr, sehr gut. Der zweistellige Anstieg ist hier meiner Meinung nach mehr als gerechtfertigt. Ich selber besitze leider keine Amazon-Aktien, obwohl ich sie eigentlich super günstig finde und auch Wenn man sich anschaut, auf was für einem Level AWS noch beschleunigt. Aber da kommen wir gleich drauf. Erstmal zu den groben Zahlen. Amazon Umsatz insgesamt steigt nach 16,6% im Vorquartal jetzt um 20%. Also beschleunigt sich. Sowohl im Service Revenue um 3,5% beschleunigt, als auch im Net Product Sales um rund 2,2%. Fairerweise. Das liegt auch daran, dass man den Amazon Prime Day in den Juni verschoben hat dieses Jahr. Also wer sich wundert, warum Amazon jetzt auch beim Retail wieder um 14% wächst, der Prime Day hat alleine einen, ich glaube, rund 3% Effekt. Also Amazon kann den Prime Day immer so in das schwächste Quartal oder das mit den kompliziertesten Vergleichszahlen legen. Und sich damit quasi 3% Zusatzwachstum kaufen durch die Verlegung des Prime Days. Wären dann natürlich im Q3 fehlen, dann würde es ein bisschen langsamer aussehen. Aber das erklärt jetzt, warum sie scheinbar auch beim Retail-Business sich wieder beschleunigen. Das ist, glaube ich, keine echte Beschleunigung, sondern ein Einmaleffekt aus dem Prime Day. Nichtsdestotrotz, die operative Marge... steigt von 11,5 auf 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sind nochmal 2,3 Prozentpunkte, die man da rausgeholt hat, 230 Basispunkte an operativer Marge, was auf Amazons Level natürlich einfach mal 8 Milliarden sind, die mehr rauspurzeln am Ende. Relativ beeindruckend kommt hauptsächlich aus der Rohmarge, nee, kommt nicht hauptsächlich aus der Rohmarge, Sekunde... Ach ne, Gesamtumsatz wächst mit 20%, OPEX wächst nur mit 16,6%, also es kommt aus den OPEX der operative Hebel. Insbesondere beim Fulfillment schafft man, ja es ist, weil Service Revenue am Fulfillment nicht teilnimmt. Amazon macht 20% mehr Umsatz, muss das Marketing aber nur 2,5% erhöhen, während sie selber mit Advertising natürlich noch richtig Geld einnehmen. Und General & Admin geht sogar 6% runter, also wird effizienter. Daher kommt die Extramarge 2%, die sie rausholen. Dann gibt es natürlich hier auch den Sondereffekt durch die Entropic-Beteiligung. 53 Milliarden Non-Operating Income, also Finanzbuchgewinn, der sorgt jetzt dafür, dass das Net Income eigentlich nicht auswertbar ist oder es keinen Sinn macht, darauf zu schauen, dass es so riesig durch diesen Bewertungs- oder Zuschreibungseffekt verfälscht ist. Aber das operatives Geschäft entwickelt sich wirklich sehr gut. Wir gehen kurz in die Märkte rein. Nordamerika wächst 16%, international fast gleich mit 15% und dann die verschiedenen Segmente Online-Stores, also das Eigengeschäft von Amazon. Wächst von 12% Wachstum auf jetzt 15% Wachstum, aber das ist eben die Beschleunigung, die hauptsächlich dem Amazon Prime Day zuzuschreiben ist, würde ich behaupten. Physical Stores von 4,6 auf 3,6%, wächst langsamer, könnte man sagen, das ist Affordability vielleicht schon ein bisschen der US-Consumer, der nicht mehr so healthy ist. Third-Party Seller Services 13,9 auf 15,9 Prozent. Hier auch der Effekt aus dem Prime Day hauptsächlich. Das gleiche gilt für Advertising. Das geht von 24 Prozent auf 26 Prozent Wachstum. Auch das würde nicht so gut aussehen ohne den Prime Day. Also ich könnte mir vorstellen, dass die Retail-Zahlen im Q3 relativ schlecht aussehen werden. Aber das ist egal. Man wird auf AWS schauen. Also wie das Retail-Beschäft von Amazon läuft, ist fast zweitrangig, weil es wird im Zweifel eh besser laufen als der Markt. Aber es wird nicht so gut laufen wie im Q2, das ist relativ klar durch die Prime-Day-Verschiebung. Während einerseits im Q3 die Vergleichszahlen besonders schwer sein und der Prime-Day aus dem Vorjahr macht den Vergleich schwerer und dass der fehlende Prime-Day aus diesem Jahr sorgt dafür, dass es langsamer aussieht, als es eigentlich wäre, wenn man so möchte. Auf Jahressicht macht es alles keinen Unterschied, aber durch die Quartalssaisonalität mit dem Prime-Day kommst du eben zu Verwerfungen. Advertising haben gesagt, 26% schnellste, also Retail-Media am schnellsten wachsender Werbemarkter mit. Wobei, wobei, wobei, wir haben gesagt, Facebook wächst mit 28. Dann wächst Facebook sogar noch schneller. Auch Wahnsinn, dass Facebook noch schneller wächst als Amazon Advertising. Verrückt. Und, aber das, woraus es wirklich ankommt, ist natürlich AWS. Und Amazon hat... das Wunderschwung geschafft, in den letzten drei Quartalen von 20% auf 24% auf 28% Wachstum sich zu beschleunigen bei AWS. Und jetzt ist man nicht etwa bei 32%, sondern bei 37% Wachstum gelandet. 32, 31 waren so die Erwartungen der Analysten. Die hat man hier deutlich übertroffen mit 37% Wachstum. Und das ist natürlich auf einer brutalen Runrate. Also AWS macht jetzt 42%. Milliarden Umsatz im Q4. Also analysiert sind das 170 Milliarden Cloud-Umsatz. Bis Ende des Jahres wird Amazon bei 200 Milliarden Cloud-Umsatz sein. Das heißt, es ist noch bald 30 Prozent des Gesamtgeschäftes von Amazon und irgendwann wird es mal die größte Sparte werden wahrscheinlich. Also Wahnsinnswachstum auf dem Level. Allein zum Vorjahr hat man 11,5 Milliarden annualisiert, während 45 Milliarden neues ERA reingeholt. Innerhalb von einem Jahr ist der Cloud-Umsatz von 125 Milliarden auf über Ende dieses Jahres wird es bei 200 Milliarden liegen. Also wahnsinnig, immer noch Wachstumstempo, was man da an neuem Revenue reinholt, auf der Gesamtgröße. Und auch was die Profitabilität angeht, ist es beeindruckend, das AWS-Geschäft, hat eine operative Marge von 40 Prozent inzwischen. Ich glaube, Google ist bei 36, wenn ich mich nicht irre. Microsoft auch zwischen 35 und 40, eher Richtung 40. Und auch AWS, 40 Prozent Marge, macht 17 Milliarden Operating Income nur mit der Cloud. Also 35, 70 Milliarden Operating Income pro Jahr aus der Cloud. Und dementsprechend sagt Amazon, sie wollen mehr ausgeben, nicht weniger. CapEx wird erhöht auf 220. Sie sagen, sie kriegen dafür gar nicht mehr Gigawatt, sondern es liegt hauptsächlich daran, dass Speicher und Chips teurer werden. Das haben wir unter anderem hier bei Holger im Podcast ein bisschen angesprochen neulich. Die CapEx steigen auch einfach, also die geben mehr aus, aber sie kriegen nicht mehr Datacenter dafür, sondern die Datacenter, die sie kaufen, werden einfach teurer und allein dadurch steigen die CapEx, würde ich behaupten. Das war meiner Meinung nach relativ absehbar, dass das so kommt und deswegen erhöht. Andy Jassy jetzt die CapEx-Prognose auf mittelwert 210 Milliarden dieses Jahr. Aber wie ich so oft sage, wenn man hier 45 Milliarden neues ERA innerhalb von einem Jahr generiert, wenn dieses ERA eine operative Marge von 40% und mehr hat, wenn man das Backlog kennt, also man darf nicht vergessen, natürlich hat dieser Ausbau spekulativen Charakter auch ein bisschen... Aber auf zwei Jahre ist das Revenue eigentlich ganz gut beobachtbar. Es gibt einen Backlog. Microsoft hat irgendwie 700 Milliarden, Google 500 Milliarden, AWS glaube ich auch 500 Milliarden Auftragsbestand. Das heißt, ich habe gerade gesagt, der Jahresumsatz wird bald bei 200 Milliarden liegen. Wenn Sie 500 Milliarden Auftragsbestand haben, haben Sie rund zweieinhalb Jahre Visibility an Umsatz schon. Das ist natürlich jetzt nicht alles, also es kann auch ein bisschen länger verteilt sein, aber dann Haben sie meinetwegen 60% Visibility auf fünf Jahre. Das heißt, der Umsatz ist relativ fix in den Büchern. Schon muss nur abgearbeitet werden. Also ich halte es weiterhin für richtig, dass die Unternehmen so viel investieren. Von daher, ich kann es ihnen nicht übel nehmen. Ich glaube, man wird das gut utilizen können. Ob man die Margen von 40% oder sogar 50% irgendwann mal zwischenzeitlich dauerhaft halten kann, ist eine andere Frage. Aber dass das Cloud-Geschäft profitabel bleibt und dass es keine bessere Möglichkeit gerade gibt zu investieren, bei Google 83% Wachstum auf einer 100 Milliarden Run-Rate, bei Amazon 37% Wachstum auf einer 200 Milliarden Run-Rate, bei Microsoft ähnliche Verhältnisse. Was hast du für eine bessere Chance, die nächsten 100 Milliarden aufzumachen an Umsatz als CFO von so einem Unternehmen? Wo findest du die nächste Industrie, die 100 Milliarden wert ist, wenn nicht hier?
Wie viel davon, von diesem Cloud-Wachstum, ist denn KI getrieben?
Ja, genau.
Du hast ja eben gesagt, für Apple könnte es ganz gut laufen, weil die Modelle irgendwann auf einem guten iPhone laufen könnten. Kann das nicht irgendwie der Weg sein? Dann lässt du einfach mehr in der Cloud noch weitermachen.
Die B2B-Applikation wirst du jetzt wahrscheinlich nicht auf dem iPhone laufen lassen. Ob du deinen Coding-Agenten, den wirst du vielleicht darüber befädigen, aber der läuft dann vielleicht trotzdem woanders, damit es schneller ist. Selbst wenn du es auf dem iPhone laufen lassen kannst, am Ende, also ich merke, wie Zeit immer mehr zum Faktor wird. Ich würde im Zweifel immer auch auf...
Eben war bei dir noch Dienstag.
Ja, genau. Das Schlauste, was ein Tropic machen könnte... wäre ein Button erfinden, der heißt für 2 Dollar diese Abfrage innerhalb von 3 Sekunden wählen. So einfach ist es nicht beschleunigbar. So schnell die Ressourcen dahin zu jagen, ist glaube ich nicht so einfach. Aber damit würdest du am meisten Geld auszahlen. Also Ungeduld zu monetarisieren, wäre, also gerade wenn du auf der Arbeit bist oder selbst wenn du im Privaten hier so eine Analyse machen willst, ich glaube, es gibt keinen besseren Weg, das zu machen, als einfach die Leute dafür zahlen zu lassen, dass sie ihre Ergebnisse noch schneller bekommen.
Ja, weißt du, was ich jetzt gerade für ein Bild im Kopf habe? Kannst du dich erinnern, wir, Heiligen Damm, laufen zum Parkplatz, dann läuft da diese Lok ab und dann drückt irgendeiner auf den Token-Kamin-Button und dann macht es ganz viel Rauch. Nur damit eine Abfrage eine Sekunde schneller geht.
Ja, die würde ja nicht zwangsläufig mehr verbrauchen, sondern die würde ja nur Ressourcen realokieren wahrscheinlich. Es ist gar nicht so einfach, das zu beschleunigen. Aber eigentlich wäre es cool, relativ früh zu schätzen, wie lange das jetzt rechnen wird und dann einen Weg zu finden, das zu beschleunigen. Zu sagen, mit Go-Account würde die Abfrage 10 Minuten brauchen, mit Pro 2 Minuten und mit Expert kannst du sie nach 30 Sekunden haben. Jetzt upgraden. Gar nicht, dass du pro Abfrage das Geld holst, sondern dass du das als Upgrade-Möglichkeit nutzt und immer sagst, diese Abfrage hätte die Hälfte der Zeit gebraucht, wenn du im Expert-Layer drin wärst.
Genau. Willst du 2 Cent zahlen oder willst du jetzt diese 15 Sekunden Werbung sehen?
Na.
Alright. Sind wir fertig mit Mama? Können wir zu, ah ne, du hast ja noch eine kleine Zusammenfassung dazu, oder?
Ich überlege gerade, haben wir zu Amazon das Wichtigste gesagt? Ja, eigene Chipsparte läuft super, also die Tranium und Graviton Chips finden auch guten Absatz. Cashflow ist natürlich, Pre-Cashflow ist inzwischen auch negativ bei Amazon, ist auch klar. Aber das Besondere ist, dass Amazon ist die eine Unternehmung, die das darf, die darf mehr ausgeben. Und der Kurs geht trotzdem zweistellig hoch. Also einerseits waren die Zahlen so gut, aber auch das ABS, also das Wachstum von ABS hat einfach krass überrascht. Und die Profitabilität, glaube ich auch, dass man Richtung 40% sich jetzt entwickelt. Das ist jetzt nochmal bewerkenswert. Weil normalerweise würdest du erwarten, dass jede Firma, die gerade sagt, sie hauen nochmal 10% auf die CapEx-Schätzung rauf, dass sie eher abgestraft werden. Aber ne, bei ABS sagt man ja, Zahlen sind so geil. Wenn irgendjemand das hier quasi gut nutzen kann, was sie gerade an Rechenzentren und Distributionszentren bauen, dann ist es Amazon.
Die haben ihre Shareholder aber auch schon seit Day 1 daran trainiert.
Ja, die haben lange damit gelebt, dass Amazon keinen Gewinn gemacht hat. Aber danach wurden sie sehr auf Free Cashflow trainiert oder dressiert. Und ich würde sagen, kaum ein Shareholder ist so sensitiv, was Free Cashflow angeht, als der durchschnittliche Amazon-Shareholder. Die fangen ja auch ihre Reportings mit dem Cashflow-Statement an, zum Beispiel. Interessanterweise, was allein schon viel sagt. Genau, damit Amazon. So, wir bleiben noch bei den Earnings. Die relevanten großen GAFA-Unternehmen haben wir durch. Ansonsten haben unter anderem auch Reported Reddit prinzipiell wieder sehr gute Zahlen. Aktien ist trotzdem 10% im Minus, weil der CEO sich ausgelassen hat über choppy Google-Traffic, also dass der Referral-Traffic von Google dieses Quartal ein bisschen zu wünschen überlässt und deswegen die Ergebnisse nächstes Quartal verhageln könnten, also die nächsten reporteten Ergebnisse. Man sieht das extern, wenn man sich das bei Systrix anschaut, da sieht man auch eine Abrisskante eigentlich in fast allen Märkten. Also das, worauf ich immer gerne spekuliert hätte bei Reddit, dass der Google Traffic mal nachlässt, scheint jetzt vielleicht wirklich mal zu passieren. Ob es sich dann wirklich so materialisiert, wird man sehen. Außerdem wissen wir, das Datenverkaufsgeschäft wächst relativ langsam. Also unser Werbegeschäft wächst über 60%, Datenverkauf nur mit 20%. Da verhandelt man ja gerade mit Google nach, ob man da Wachstum reinbekommt oder Revenue Expansion in den Deal. Aber genau, Reddit, kleiner Dämpfer. Und dann hat Robin Hood noch reported. Ist so im Medium gut angekommen, obwohl die Zahlen logischerweise beim aktuellen Börsenboom ganz gescheit aussehen. Wir gehen mal ins Sheet. Genau, Umsatz wächst mit 32 Prozent für einen relativ reifen Broker auch stabiles Wachstum, 32 Prozent, beziehungsweise stabil ist es eben nicht, weil das Geschäft natürlich hoch palatiert ist, aber es ist ein sehr gutes Wachstum. Operative Ausgaben steigen allerdings auch mindestens genauso hoch, deswegen verbessert sich die Marge jetzt nicht deutlich, aber mit 44 Prozent ist operative Marge steigend. Natürlich ganz gut. Bemerkenswert, dass das Geschäft mit Event Contracts, nenne ich das glaube ich, also mit Prediction Markets, inzwischen mehr Umsatz macht als Krypto. 156 Millionen Umsatz macht man mit sogenannten Other. Also im Moment werden Prediction Markets noch nicht einzeln ausgewiesen, aber so wie man das ansteigen sieht, weiß man, es muss sich dabei um Prediction Markets handeln oder ein Großteil von dem Other Income kommt daher. Aber auch das Geschäft mit Equities hat fast doppelt so viel Umsatz gemacht wie letztes Jahr. Also Aktien läuft wieder, Optionsumsatz nur um 29% gestiegen interessanterweise. Was einen auch zum Nachdenken bringen sollte, ist Margin Interest, die Zinsen, die sie für Zocken auf Pump bekommen, fast verdoppelt. Also Robinhood macht inzwischen ein Sechstel seines Umsatzes mit Margin Debt. Das ist auf absolutem Hoch. Über 20 Milliarden an Aktienkrediten verwaltet man inzwischen oder hat auf dem Margin Book. Relativ hoch auch. Das sind natürlich die ganzen kleinen Leo Aschenbrenners. Die da versuchen das Gleiche. Was wir noch empfehlen müssen, wir packen es in die Shownotes, der Wallstreetbets Threat of Reddit zu Leopold Aschenbrenner ist natürlich Gold. Also die Wallstreetbets Community feiert ihn als einen von ihnen. So ungefähr. Er ist auch nur ein Zocker wie wir, nur mit ein bisschen längerem Namen. Also viele sehr gute Memes da drin. Auf jeden Fall. Genau, das war es zu Robinhood. Sekunde. Und erwähnenswert, ich tracke ja immer so, wie verhalten sich die Renditen der Robinhood-Anleger im Vergleich zum Markt. Auch dieses Quartal, das dritte Quartal in Folge, underperformt der durchschnittliche Robinhood-Nutzer den Markt. Ich habe ausgerechnet, 2,4% ist nicht super wissenschaftlich, sollte aber indikativ richtig sein. Also ich setze die Net Market Gains... ins Verhältnis zum eigenen AUM und den nehmen wir als relativen Benchmark entweder in SPX oder NASDAQ. Im Vergleich zu NASDAQ hätte man noch deutlich stärker underperformed. Wenn man jetzt fairerweise in SPX nimmt, der natürlich viel weniger Risiko hat als der durchschnittliche Robinhood-Nutzer, dann wären es nur 2,5% underperformance. Das läppert sich aber. Ich habe mal Verglichen hätte man vor, was habe ich da, hätte man 2000, am 1. Januar 2000, 1 Dollar wie Robinhood-User angelegt, dann hätte man heute 1,76 Dollar immerhin. Hätte man es stattdessen in Nestec geparkt, hätte man aber 3,60 Dollar. Schon im S&P 500 hätte man 2,40 immerhin, also auch mehr Dollar. Also der durchschnittliche Nutzer bei Robinhood underperformt die Indizes signifikant. Genau. Und damit hätten wir es mit der Earnings Corner, glaube ich.
Ja, ab in die Schmuddelecke zu unserem Lieblingsthema, dem Fußball.
Genau. Wie hat es das hier eigentlich reingefunden? Achso, vor drei Tagen schien das alles noch heißer. Also wenig überraschend hat Gianni Infantino vorgeschlagen, die FIFA zu privatisieren im Sinne von externen Investoren. zu erlauben. Das hat er irgendwie mit Trump ausgeheckt. Einer der Investoren stand zufällig der Trump-Familie erstaunlich nah. Einer von den Kushners, nicht Jared, der andere. Wie heißt er? Josh? Josh Kushner? Dessen Firma sollte an dem Deal mitarbeiten und einer der Investoren sein. Ich wollte ursprünglich vorschlagen, dass die UEFA sich geschlossen querstellt und einfach sagt, wir weiten die Nations League international aus. Aber so schlau waren die inzwischen auch selber schon ohne mein Dafür-Tun und sind auf die Idee gekommen, das ganz schlau zu blockieren. Und ohne die UEFA ist es, glaube ich, schwer, ein internationales Turnier zu machen. Finde ich gut, dass die UEFA sich so einstimmig dagegen gestellt hat. Infantino hat natürlich gedroht, den Verbänden, die nicht zustimmen, die Förderung zu 75 Prozent zu streichen. Also die FIFA nutzt ja die Einnahmen aus der WM dann unter anderem, um das an Verbände weiterzugeben. So kann man sich dann auch immer wieder das Wohlwollen kaufen. Also weil man gleichzeitig so ein bisschen der Verteiler der Mittel ist, hat man politisch eine ganz gute Möglichkeit, sich im Amt zu behalten. Also Infantino Ich muss letztlich als Verband jedes Jahr mit Infantino verhandeln, aber wie viel Förderung ich dieses Jahr bekomme, dadurch hat er die Möglichkeit, sich meine Stimme vielleicht nochmal ein bisschen loyaler gestalten zu lassen. Das habe ich jetzt in aller Offenheit genutzt, indem er gesagt hat, alle, die dagegen stimmen, können gleich mal auf 75% ihrer Forderung verzichten. Oder ihrer, nicht Forderung, sondern Förderung verzichten. Das hätte man sogar nicht aussprechen müssen. Glaube ich, dass es jedem klar gewesen ist, dass das Resultat wäre. Aber ja, wie gesagt, zum Glück funktioniert das gegen den, nehme ich an, dass es gegen den Widerstand der Ufer nicht gehen würde. Andererseits wäre es mir auch vollkommen egal, weil diese Debatte, ob der Fußball zu kommerziell wird, ist natürlich in sich ein Witz, weil er schon immer kommerzieller werden wird, ob das jetzt durchgeht oder nicht. Und dann hat, also warum ist das eine Schmuddelecke? Google kam auf die grandiose Idee, uns ein Feature zu schenken, was wirklich niemand brauchte, würde ich mal behaupten. Und zwar hat der Produktmanager für Google Maps, müsste das sein, Sekunde, Brian Horowitz, ist vom Titel her, ja, Produktmanager Google Earth, Entschuldigung, Google Earth, also Satellitenansicht von Google Maps, kündigt ein Zitat Fun Feature an. Das, womit man mithilfe von Googles Image-Modell Nano-Banana in der echten Welt seiner Fantasie freien Lauf lassen darf. Also das wird so damit beworben bei Google. Dass man irgendwie seine eigene Immobilienentwicklung da generieren kann mit ein paar Klicks. Man kann sich das alte Rom nochmal entwerfen lassen in einem Google Earth View. Man kann sich historische Fakten zu irgendwelchen Landmarks anzeigen lassen. Irgendwie seine Hütte am See planen, eine futuristische Stadt planen. Man könnte diesen Spaß machen, wie sähe Berlin aus, wenn die und die Partei an die Macht kommt. Das werden wir nachher mal ausprobieren, auf jeden Fall. Also erstmal muss man sich fragen, wie wichtig diese Use Cases jetzt sind. Ist das das, wonach Leute gefragt haben, um KI einzusetzen? Woran man offenbar nicht eine Sekunde gedacht hat, ist das, und das berichtet das Blog von Henk van Esch, eine Digital Digging heißt das, wir packen einen Link in den Shownotes, oder das Substack von Hank von S, ganz gut, dass es ihm relativ schnell damit gelungen ist, irgendwie Zehntausende von Migranten in irgendwelche Google Earth-Szenarios rein zu photoshoppen mit dem Image-Modell, einen Bombenkrater neben einem UN-Hospital zu legen. Du könntest genauso gut eine Einschlagstelle in ein Fußballstadion rein projizieren mit einer Banane. Er hat irgendwo in den Iran in der Wohngegend ein Atomkraftwerk, sieht lustigerweise genau aus wie bei SimCity, ist mir aufgefallen. Hat sich sehr an SimCity erinnert, aber einfach so ein Nuklearplant reingeschoppt. Du kannst den Eindruck erwecken, dass in irgendeiner touristischen, belebten Straße ein Auto in ein Gebäude reingefahren ist oder eine Menschenmenge. Das alles scheint sich sehr einfach für ihn generieren zu lassen. Man kann sich gar nicht ausdenken, was für einen Unfug man damit treiben kann. Und gemessen an den positiven Anwendungsmöglichkeiten dieses Features scheint mir die Gefahren überwiegen hier deutlich den Nutzen von dem Feature, wo sich mir, wie gesagt, der Use Case sowieso erstmal ad hoc noch nicht erschließt.
Und damit gehen wir in die Good News. Ich habe eben, als du so ein bisschen Monolog gehalten hast, da habe ich auf LinkedIn rumgesurft, habe gesehen, du hast...
Welche letzten 90 Minuten meinst du?
Doomscrolling. Dann habe ich gesehen, du hast wahrscheinlich, als ich das Intro reingesprochen habe, vor einer Stunde einen Post gemacht.
Während ich monologisiert habe, habe ich trotzdem auf LinkedIn parallel noch gepostet.
Genau. Es gibt einen neuen Button, der heißt Seems like AI-Slob und der befindet sich oben rechts, wenn man auf diese drei Punkte geht und dann kann man so unfollow klicken, not interested oder seems like AI-Slob. Das habe ich jetzt bei deinem Post sofort gemacht in meiner Timeline. Damit bist du jetzt nach hinten gerutscht. Also es passiert genau das gleiche, wie wenn ich unfollow drücke, habe ich das Gefühl. Es ist weg.
Ja. Ja, du nimmst meinen gesamten Take vorweg. Ich befürchte natürlich, dass das jetzt der allgemeine Sanktionierungsbutton für jede Art von politischer Teilhabe zum Beispiel auf LinkedIn werden wird. Ich meine, das Ding ist, die Sanktionen gab es ja vorher schon. Du konntest sagen, du willst sowas nicht sehen. Also die Möglichkeit gab es auch vorher schon. Die hätte ähnlich gewirkt wahrscheinlich. Du kannst es jetzt als AI-Slob flaggen. Das wird dann dafür anders gesagt. LinkedIn muss da ein bestehendes Feature, nämlich Content als unerwünscht zu deklarieren, nochmal umflecken, damit Leute es verstehen. Weil ich glaube, eigentlich ist die Wirkungsweise ganz anders.
Ist natürlich vollkommen klar, dass die LinkedIn-Produktmanager hier zuhören und meinen Aufruf letzte Sendung gehört haben, wo ich gesagt habe, hier muss jetzt dringend was getan werden und zack, ist der Button da. Ich hätte es anders gemacht. Und zwar, ich würde mir, also falls ihr das hört, lasst uns nochmal ein bisschen umbauen. Und zwar folgendes. Pip hat ja hier den Kommentar und dann kann ich unter dem Kommentar, konnte ich früher einen Daumen hoch machen. Da kann ich jetzt auch noch klatschen, Herz geben. So und so weiter. Ein Lämpchen und ein Lacher. Daneben hätte ich gerne so ein Spam, so ein Slop. Also Slop ist ja eigentlich wie Spam. Also so eine Dose, wo so Billigfleisch drin ist, als Zeichen für AI-Slop. Und dann sehe ich unten drunter schön die Gesichter. Also da hat halt jemand einen Daumen hoch gemacht, da hat jemand eine Lampe an, da hat jemand ein Herz und dann sind da 20 Leute, die haben die ganze Zeit dieses Spam-Icon vorm Gesicht. So würde ich es machen.
Ja, fände ich auch besser, aber ich glaube, man wollte es auch nicht zu niedrigschwellig machen. damit es nicht zu einer allgemeinen Misstrauensbekundung wird. Ich meine, es ist vollkommen klar, das wird jetzt genutzt werden, um Leuten eins auszuwischen. Ob das denn so schlau ist, ist eine andere Frage.
Klickst du es denn irgendwie zurückgespielt, dass ich das jetzt geklickt habe?
Weiß ich noch nicht. Soll ich mal gucken, hier in meine Notification-Sekunde?
215 Likes und 180 AI-Slob-Requests.
Äh, Sekunde.
Wahrscheinlich nicht. So weit haben sie noch nicht gebaut. Das konnte die KI noch nicht umsetzen.
Ne, hier haben lauter Leute kommentiert, steht hier. Kommentiert, kommentiert. 266 Likes, das ist relativ viel. Gucken wir uns gleich mal an. Ne, also ich kriege keine Nachricht über negatives Feedback.
Gut, dann nehme ich alles zurück.
Ich würde das natürlich nie machen. Ja, aber wie gesagt, gleichzeitig ist es lustig, weil du hättest auch vorher dieses I don't want to see this Button klingeln. Und ich meine, das Ganze sagen, es geht ja gar nicht, dass ich nichts mehr von der Person sehen will, sondern ich mag nur AI-Slob nicht. Aber die Wahrheit ist ja, dass Personen in der Regel alles mit AI schreiben oder nichts. Insofern ist auch die richtige Sanktion, den Leuten dann zu sagen, ich will das halt nicht mehr sehen von dir, weil du schreibst jetzt nur mit AI-Slob. Wenn sich das ändert, die Frage ist immer, sollte LinkedIn dafür sorgen, dass nicht so ein Ewigkeits-Shadow-Band daraus wird und es vielleicht doch mal wieder reinspielen, um zu schauen, ob sich das geändert hat. Ich würde auch nochmal davor warnen, bei mir haben schon mehrmals Leute geschrieben, meine Posts werden AI generiert, wenn ich mich dafür verbürge, dass sie es nicht warnen. Es passiert halt, wie gesagt, teilweise ich Rechtschreibprogramme, teilweise fangen wir auch wirklich an zu schreiben, weil wir selber den Content konsumieren, beginnen wir selber so zu schreiben. Ich erwische mich manchmal schon dabei, wie ich selber so schreiben will, obwohl ich ja nicht wie KI klingen will. Und nicht jeder Bindestrich oder jedes Semikolon ist gleich ein Zeichen. Ich glaube, das, was AI Slop definiert auf LinkedIn für mich ist, ob ich glauben würde, dass der Text prinzipiell vom Inhaltlichen zum Autor passt und von dem Autor oder der Autorin geschrieben wurde. Ob jetzt die Grammatik, Rechtschreibung oder Zeichensetzung auf AI hindeutet, ist mir eigentlich relativ egal. Wenn jemand sein Schreibstil dadurch verbessern kann, gern die Frage ist, ist da Original Thinking drin und hätte ich der Person diesen Take zugetraut oder ist es Dieses vollkommen generalisierte, pseudo-ausgewogene Konsens-Meinungs-Einheitsbrei-Blabla, was du dann auch gleich lassen kannst. Was halt das Gegenteil von Leadership und Positionierung ist. Wenn jeder den gleichen Scheiß kommentiert und dabei sich keinen Strick aus dem Fenster lehnt, das ist ja eigentlich fast das Langweilige. Wie das dann geschrieben ist und ob da wie gesagt ein Bindestrich oder ein Emoji drin ist. Lustigerweise denken Leute immer, dass weil Emojis bei mir drin sind, das mache ich tatsächlich, weil ich es für übersichtlicher halte und besser erfassbar mit dem Auge. Also mir hilft es zumindest, muss nicht für jeden gelten, aber das ist jetzt für mich zum Beispiel überhaupt kein Zeichen, dass es KI generiert ist. Das sehe ich ganz woanders.
Genau, solange du die Bindestriche immer vorher löschst, ist es nicht KI-generiert.
Mal sehen, wie das ausgeht. Ich glaube, dass LinkedIn da was tun musste, war klar. Das haben wir ja gesagt und sie haben das dann auch erstmal umgesetzt, wenn man so möchte. Damit Und dann haben wir noch zwei kurze News. Das eine ist, dass...
Ich wollte sagen, dann haben wir zum Schluss noch zwei Mittelfinger.
Genau, dann haben wir zum Schluss noch zwei Mittelfinger. Und zwar einerseits hat die Richterin im Verfahren, wo es darum geht, ob Entropic immer noch ein Sicherheitsrisiko sein sollte für die US-Regierung, für das Pentagon... Da wurden jetzt die Argumente des Pentagon gehört und die Richterin Rita Lynn hat mehr oder weniger gesagt, die Beweislage ist durch die Argumente jetzt nicht besser geworden. Also eher gegenteilig. Das ist ja eigentlich immer nicht der Sinn eines Plädoyers oder einer Beweisführung, dass der Richter sich danach noch sicherer ist, dass der in dem Fall Kläger im Recht ist. Aber das Pentagon konnte hier offensichtlich in einem Fall, der, glaube ich, eh schwer war, zu beweisen, warum Entropic ein Sicherheitsrisiko wäre und andere Modelle nicht. Nicht überraschend, dass das wahrscheinlich im Sand verlaufen wird. Jetzt scheint, wie gesagt, aber die Verteidigung ja auch noch besonders talentlos gewesen zu sein. Man geht trotzdem davon aus, dass egal wie das Verfahren ausgeht, der jeweils Unterlegene oder die Unterlegene eine Berufung anstreben wird. Das heißt, das Pentagon würde diesen Status weiter noch verzögern und Entropic weiter behindern dadurch in der Geschäftsausübung. Ganz egal, wie man zu Entropic aktuell denkt, ich glaube, es ist ein Klares Beispiel für willkürliches Regierungshandeln. Kein Unternehmen in der freien Marktwirtschaft hat verdient, so behandelt zu werden von der eigenen Regierung. Insbesondere, wenn es so viel zum Wirtschaftswachstum und der technologischen Entwicklung und technologischen Fortsprung der eigenen Nation beiträgt, ist es wirklich beschämend. Ich glaube, wenn wir in ein, zwei Jahren über KI reden, werden weder Anthropic noch OpenAI Pastorentöchter sein. Also im Moment oder episodenweise sieht es manchmal so aus, als gäbe es da einen guten und einen schlechten in der Geschichte. Am Ende werden das beides große Tech-Unternehmen werden, sofern sie überleben und werden ausreichend Kritik ausgesetzt werden. Also die Sympathien für die Unternehmen halten sich insgesamt noch in Grenzen, auch wenn es manchmal so lichte Momente gibt, wo man denken würde, das eine Unternehmen ist vielleicht dem anderen zu bevorzugen. Fakt ist aber, dass egal, was man darüber denkt, Einzelunternehmen glaube ich so benachteiligt werden sollte, weil es einfach eine Verzerrung des Wettbewerbs wäre und ich glaube, jetzt kann man sagen, Entropic versucht sicherlich auch OpenAI versuchen das gleiche an anderen Stellen Wettbewerb zu verzerren durch Regulatory Capture eventuell oder so, aber am Ende gibt es noch nichts Trauriges, als wenn OpenAI jetzt deswegen zum Beispiel den B2B-Markt gewinnen würde. Es ist, glaube ich, sowohl für OpenAI entwürdigend als sowieso für den gesamten Markt und Kapitalismus und freie Marktwirtschaft in den USA. Und der andere Mittelfinger geht von Pavel Durov Putin, beziehungsweise ursprünglich ging er an die Mail.ru-Gruppe. Ich erkläre gleich, wie es dazu kam. Und zwar hat die russische Regierung Pavel Durov, das ist der Gründer von Telegram, dem anonymen Messenger, oder pseudonymen Messenger, zur Fahndung ausgeschrieben, weil er angeblich internationalen Terrorismus Vorschub geleistet hätte. Da geht es darum, dass ukrainische Bürger Anschläge auf russischem Boden mithilfe von Telegram, also durch Kommunikation auf Telegram, geplant haben soll, weil Durov sich nach wie vor noch dagegen wehrt, offenbar die russischen Behörden da mitlesen zu lassen. Wobei es in der Vergangenheit mal ein Deal mit Roskomnadza, dem Regulator, gab, wenn ich mich richtig erinnere. Ist er noch in Frankreich eigentlich? Ich glaube ja, oder? Weiß gar nicht, wo es sich gerade auffällt. Naja, auf jeden Fall, seine Reaktion war einerseits sein eigenes Profilbild in ein Bild von ihm selbst mit so, also im Salafisten-Outfit würde ich jetzt mal sagen, ähm, Also mit einem Rauschebart und einer Kopfbedeckung. Also das zeigt sein neues Profilbild. Und der offizielle Telegram-Channel, wie gesagt, hat ein Bild von Pavel Durov an einem Tisch geschickt, wo er den Stinkefinger in die Kamera hält. Das ist schon 15 Jahre alt. Damals ging es eigentlich um die Übernahme, als seine Firma Kontakte übernahm. übernommen werden sollte von Mail.ru. Das hat er jetzt nochmal recycelt und soll offenbar eine Nachricht an Putin sein. Bin gespannt, wie das ausgeht oder wie Wladimir Putin sagen würde, ganz schön dicke Lippe für jemand mit so dünnen Fenstern. Also wenn Pavel Duhov demnächst irgendwie aus dem 16. Stock von einem Gebäude in Paris fällt, wäre es mal wieder ein überraschendes Unglück wahrscheinlich. Aber wir wünschen ihm Besseres.
Nanu? Ja, ruft er an.
Ja.
Wir wünschen ihm was Besseres.
Ja, ich wünsche dir...
Genau, ich wollte gerade sagen, ich wünsche allen ein schönes Wochenende und dir eine schöne Woche. Bis Mittwoch. Genau, ich rufe dich an, bevor wir aufnehmen, dann weißt du Bescheid. Genießt die Sonne, schön eincremen, viel trinken und bis dann. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Glöckner und Philipp Glöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.