Doppelgänger Folge #588 vom 14. August 2026

Kaperbriefe Comeback | Silver Lake will Workday | Lovable = Myspace? | $2 Billionen Anthropic IPO #588

Anthropics Investoren erwarten für Oktober einen Börsengang bei zwei Billionen Dollar, was der größte IPO aller Zeiten wäre. Pip erklärt, warum der Termin geschickt gewählt ist. Für OpenAI sieht er die Lage umgekehrt. Dort kommt der zweite Vertriebschef in einem Jahr. Zusammen mit Cerebras hat OpenAI dafür eine Variante gebaut, die vierzehnmal schneller antwortet. Danach vier Modellstarts in einer Woche, bei denen ausgerechnet DeepSeek die Preise um bis zu das Zwölffache erhöht, und Elon Musk sein neues Grok für objektiv das beste Modell hält. Bei den Finanzierungsrunden geht es um Databricks, Lovable, Legora und Cognition, dazu um die Frage, ob man das Geld gerade nehmen und liegen lassen sollte. Silver Lake holt Workday von der Börse. In der Schmuddelecke erlaubt die Trump-Regierung privaten Firmen offensive Cyberangriffe und beruft sich dabei auf Kaperbriefe aus der Verfassung.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Aus der Community

(00:02:05) OpenAI wechselt den Vertriebschef

(00:12:20) Ultrafast mit Cerebras

(00:17:16) Anthropic-IPO

(00:29:10) Anthropic kauft Decart

(00:30:34) Braucht man ein KI-Device?

(00:32:36) Gemini 3.7 Flash

(00:34:10) DeepSeek V4-Pro

(00:34:47) Grok 4.6

(00:37:11) SpaceX

(00:38:49) Databricks und Snowflake

(00:42:40) Workday geht von der Börse

(00:44:11) Lovable

(00:49:26) Legora

(00:52:28) Cognition

(00:55:18) Mistral

(00:57:22) Kaperbriefe

(01:02:05) Truth API

(01:03:28) Chronext

(01:06:55) Apple zahlt Verlage


Shownotes

OpenAI holt den zweiten Vertriebschef in einem Jahr - bloomberg.com

GPT-5.6 Sol läuft mit Cerebras bis zu 14-mal schneller - 9to5mac.com

Anthropic peilt einen Börsengang bei 2 Billionen Dollar an - ft.com

Anthropic verhandelt über Decart für 6 Mrd. - bloomberg.com

Google stellt Gemini 3.7 Flash vor - blog.google

DeepSeek bringt V4-Pro und erhöht die Preise um bis zu das Zwölffache - theinformation.com

Grok 4.6 startet zuerst in Cursor - gizmodo.com

SpaceX-Leerverkäufern gehen die Kugeln aus - cnbc.com

Databricks sammelt 5 Mrd. bei 190 Mrd. Bewertung ein - cnbc.com

Silver Lake verhandelt über eine Übernahme von Workday - reuters.com

Lovable verdoppelt die Bewertung auf 13,3 Mrd. - trendingtopics.eu

Legora verhandelt bei mindestens 10 Mrd. - ft.com

Cognition verhandelt bei 40 Mrd. - bloomberg.com

Mistral will bis 2030 ein Gigawatt in Europa bauen - aibusiness.com

Trump lässt private Firmen offensive Cyberangriffe fahren - bloomberg.com

Kaperbriefe stehen in der Verfassung - xcancel.com

KI-Agenten greifen Taiwans Regierungssysteme an - ft.com

Presseverbände klagen gegen Trumps Truth API - ft.com

Chronext-Kunden warten auf Zahlungen und Lieferungen - wiwo.de

Apple verhandelt mit Verlagen über Nachrichten für Siri - techcrunch.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 588. Am 15. August 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Ich glaube, es ist so unsere letzte Urlaubsfolge. Ihr müsst verstehen, es ist so ein bisschen so, dass... abends in das Docket guckt und es ist noch nichts drin. Also unsere Redaktionsmaus Pip bereitet ja hier alles vor über die Themen, über die wir so sprechen. Und dann werde ich selbst, der ja nicht fürs Arbeiten bekannt ist, nervös, poste da einfach ein paar Links rein. Aber es ist auch so, dass dann irgendwann kommen dann doch News, die interessant sind. Also ich bin heute Morgen aufgewacht, mache mein Handy an und sehe eine Nachricht von einem Hörer. Grüße gehen raus nach München. Läuft wohl nicht bei OpenAI wie geplant. Ein bisschen Karussell. Leute gehen, Leute kommen.
Was ist die große Personal-News bei OpenAI? Ich habe gar nicht in unsere Community geguckt. Ich gucke nur mal ganz kurz hier auf Discord. Du sprichst kurze Werbung für den Discord-Service ein. Ich gucke mal kurz, ob wir irgendwas hier verpasst haben, was aus der Gewinn-Illusion, das Fundament der KI-Rallye steht in Frage. Schreibt das Handelsblatt. Na gut, das sparen wir uns mal. Okay, lauter kritische Opinion-Artikel hier. Ja, die ignorieren wir jetzt einfach. Das passt hier gar nicht in unsere Stimmung.
Sekunde. Wir lieben unsere Community. Wir lieben unsere Community.
Das ignorieren wir. Das hier ist eine spannende Zahl. Die kann ich noch nicht. Agents are using 14 times more tokens today than in February. Humans use 3x. Das hier ist auch spannend. Das habe ich gestern gelesen. Forbes hat einen Redakteur rausgeschmissen, der die 30 under 30 gemacht hat und wohl für eine Zahlung von 6 Millionen jemand included haben sollen. Was ja so ein bisschen Full Circle 30 under 30 ist, dass Betrüger sich betrügen oder bestechen, um da reinzubekommen, um dann später 30 under 30 zu sein und eventuell im Knast zu landen. Genau, genug aus der Community. Du hast vorgeschlagen, wir fangen an mit OpenAI holt sich einen neuen Vertriebschef, nachdem sie ja eigentlich im Dezember, glaube ich, gerade jemanden geholt hat, die frühe Slack-Chefin Denise Dresser von Salesforce. Und jetzt hat man sie wieder gehen lassen, offenbar unzufrieden mit den neuesten Revenue-Zahlen und holt Dali Radjic, der wiederum war vorher Präsident und COO, Chief Operating Officer von WIS, also das ist diese Cyber Security Firma, die Google betreibt. gekauft hatte oder akquiriert hatte. Er wird jetzt neuer Chief Revenue Officer bei OpenAI. Wo haben wir neulich diskutiert, ob OpenAI einen neuen Chef bekommt? Oder war das in einem anderen Interview? Ich glaube, es war in einem Interview, was ich gegeben habe. Da habe ich nämlich gesagt... dass er so ein bisschen Ideal-Supervision bekommen wird und irgendein Seasoned Enterprise Executive sich holen wird als Co-CEO. Das ist jetzt noch nicht als Chief Revenue Officer, aber es geht in die Richtung. Also Sam Ordman wackelt noch nicht, aber er braucht quasi jemand, der Enterprise Sales wirklich gut kann. Das ist sicherlich die Qualifikation, um die es hier geht, sowohl bei der Slack-Chefin. Slack könnte man sagen, hat gut gepasst, weil das ein Produkt ist, was teilweise von Usern selber, also Product-Led-Growth würde man vielleicht sagen, also User holen das selber in die Unternehmung und expandieren dann irgendwann muss das Startup doch richtig blechen dafür, dass es Slack nutzen kann. Das passt ganz gut zu OpenAI, weil sie so kleine Commercial-Customer haben und aber auch richtig große Enterprise-Accounts. Insofern ist die Wahl von Slack eigentlich relativ nachvollziehbar und trotzdem scheint Denise Dresser zumindest Sam Ordman enttäuscht zu haben. Und jetzt wird man mit Dali ratet eben jemand, der eher typische Enterprise-Sales-Executive oder Revenue-Verantwortlicher ist. der dann eben hauptsächlich die großen Verträge, die das wirkliche Geld bringen, da wo Entropic auch deutlich vorne ist, holen soll. Obwohl Entropic ja nicht so ein, also es ist ja nicht so, dass Entropic vorne liegt, weil sie irgendwie ein CRO wundert. Ich wüsste nicht mal, wer der oder die CRO bei Entropic ist, ehrlich gesagt. Also wer ist das Sales Talent, was für den Erfolg von Cloud verantwortlich ist?
Ich habe mir bei der News mal Google Trends angeguckt. Und ich glaube, es zeigt so ein bisschen, wie sich der Wind verändert hat in den letzten Monaten. Also Anfang des Jahres war OpenAI eigentlich noch vorne. Und da ist man noch davon ausgegangen, dass man das Produkt einfach von unten in die Organisation bekommt. Und das hat sich halt in den letzten Monaten verändert. Und das Nächste, was ich geguckt habe, ist... Also er wird jetzt da als Chief Revenue Officer vorgestellt. Aber eigentlich war er ja Chief Operating Officer vorher. Und dann habe ich so ein bisschen überlegt, wahrscheinlich wird er, also wie du auch schon fast gesagt hast, ich glaube, dass der Sam Altman das Job nehmen wird. Also ich bin ja immer noch der Meinung, oder meine Prediction für dieses Jahr ist ja immer noch, dass Sam Altman Ende des Jahres nicht mehr CEO ist.
Ich glaube, du könntest recht haben.
Und das ist jetzt hier die Tim Cook Nummer. Der COO, der zum CEO wird.
Ja, ich glaube, du könntest recht haben, aber nicht mehr dieses Jahr. Ich glaube, dieses Jahr überlebt Sam Ortman noch. Ich bin mir relativ sicher, dass er so eine Art Co-CEO bekommen wird, also jemand, der explizit Revenue Officer eigentlich ist, also das Enterprise-Geschäft verantwortet. Ob man ihn ganz kippen kann, da bin ich mir nicht so sicher, ehrlich gesagt. Ich glaube, dazu muss er irgendwie persönlich noch mehr eine Liability werden. Also, dass Kunden sagen, wegen Sam Ortman bestelle ich das Produkt nicht, ich glaube, das wäre so ein bisschen sein Todesurteil, dass er so den Elon-Must-Charme so ein bisschen bekommt. Bei Grog gab es ja immer mal Zeiten, wo Grog als Modell gar nicht so weit hinten war. Jetzt gerade ist vielleicht wieder einer auch so. Und Leute bestellen es halt trotzdem nicht, weil sie Elon Musk, vorsichtig gesagt, irgendwo zwischen nicht vertrauen und abgrundtief hassen. Und wenn das gleiche irgendwann mit Sam Ortman passieren sollte, dann wird es, glaube ich, gefährlich für Sam. Dieses Jahr gebe ich ihm auf jeden Fall noch gute Chancen, was relativ klar ist, aber dass OpenAI seinen Börsengang dieses Jahr nicht machen wird und Ich bin mir noch nicht sicher, wie sich das überhaupt hinbekommt. Die eigentlich spannende Frage für unsere Prediction-Folge dieses Jahr wird, was sind die alternativen Finanzierungswege für OpenAI, wenn der Börsengang nicht funktioniert? Also wird es der größte Spec aller Zeiten? Was muss der US-Staat da reinbuttern, um OpenAI über Wasser zu halten? wird das zwangsläufig in die Trump-Accounts gepackt. Also so eine wilde Aktion, wie jeder, der Trump-Accounts hat, muss eine Aktie von OpenAI kaufen. Irgendwie sowas Wildes wird man bauen, um OpenAI zu retten. Glaube ich, weil im Gegensatz zu Entropic können die ihre Burn-Rate nicht so richtig rechtfertigen. Was sind denn die Revenue-Probleme? Also ganz kurz... Du hattest gesagt, dieses Bottom-Up-Sales funktioniert nicht so richtig bei OpenAI. Ich glaube, das ist weniger das Problem. Das Problem ist, und das haben wir eben durch Zufall auf Discord einen schönen Graphenfilm gefunden, das, wo wirklich Tokens geburnt werden und das, wo Umsatz entsteht, sind halt die Agentic-Use-Cases und ist Coding und sind die großen Enterprise-Use-Cases, wo irgendjemand das wirklich tief in die Prozesse einbaut. Und richtig Umsatz damit gemacht wird. Und das ist nicht typischerweise das, was sozusagen aus dem Button-Up-Sales entsteht, sondern das ist eben schon teilweise selbstbestelltes Coding, Agent-Use-Cases und da ist Entropic vorne und macht den Umsatz, würde ich behaupten. Ja, Openair ist so bei 40, 45 Milliarden Revenue, Runrate, also annualisierten Umsatz, wächst so 10, 12 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das ist gut, aber nicht gut genug, würde ich behaupten, gerade im Vergleich zur Konkurrenz. Und deswegen überlegt man, glaube ich, wie man jetzt wieder schneller wachsen kann im Enterprise-Segment. Codex war, ich will nicht sagen Strohfeuer, Codex funktioniert weiterhin gut. Aber Codex erreicht nur die Hälfte, zwischen einem Drittel und der Hälfte der neuen Enterprise Kontrakte im Vergleich zu Cloud Code. Also auch wenn Codex, also das Coding-Produkt von OpenAI zwischendurch relativ populär war. ist es zu keinem Monat so gewesen, dass man irgendwie mehr neue Verträge verkauft hat dadurch als Entropic. Also Entropic gewinnt trotz Codex, trotzdem Faktor 2, Faktor 3 mehr Enterprise-Kunden. Damit ist relativ klar, dass OpenAI dann ein Problem hat, das sie jetzt versuchen zu fixen mit dem neuen Chef.
Glaubst du denn, dass so ein Problem mit so einer Position gefixt werden kann?
Nein, ich glaube, das ist ultimativ ein Produktproblem und es ist so ein bisschen ein Kultur- oder Brandproblem, glaube ich auch. Also Entropic hat, glaube ich, Einerseits, wie gesagt, beim Go-To-Market so viel richtig gemacht, sich auf B2B und auf Software zu kaprizieren. Haben wir mehrmals beschrieben, warum. Also Software hilft am ehesten auch das eigene Produkt besser zu machen. Das war mega schlau. Enterprise ist der bessere Markt. Revenue Expansion. Man hätte früher vielleicht auf 200% gehofft. Wir wissen inzwischen, es sind 400-500% Revenue Expansion. Also was die Kunden mehr ausgeben, gibt es auch gerade wieder neue Zahlen dazu, die das bestätigen. Also das war schlau und gleichzeitig scheint Ihnen das auch so ein bisschen die Kredibilität in der Branche zu geben, bei den Leuten, die es bestellen. Das sind ja die Fachabteilungen. Das ist halt nicht der oder die CFO, die am Ende sagt, nee, wir haben OpenAI zu Hause, wir brauchen kein Anthropic. Sondern es sind die Fachabteilungen, die es am Ende bestellen oder bestellt bekommen. Und die entscheiden, glaube ich, auch so ein bisschen nach Kultur und Sympathie. Und die liegt, glaube ich, bei Anthropic, weil OpenAI ist halt die Company, die auch deiner Mutter das Chat-GPT gibt oder die deinen Kindern Sora aufdrückt oder irgendwie komische Videomodelle macht und dies und das. Ich glaube, kulturell fühlt sich Entropic dann näher zu den Leuten, die wirklich im Maschinenraum sitzen, könnte ich mir vorstellen. Das ist so ein bisschen, warum du irgendwie in der IT-Abteilung früher kein Windows-PC genommen hast. Ich weiß nicht, ob das Sinn macht, der Vergleich, aber du weißt, glaube ich, was ich sagen will. Es liegt nicht am Chief Revenue Officer. Ich glaube, der beste Chief Revenue Officer kann der kann vielleicht eine bessere Organisationsstruktur machen, bessere Sales-Leute oder bessere Prozesse für die Sales-Leute etablieren. Das funktioniert bestimmt, aber dass der allein jetzt große Verträge einwirbt, sehe ich auch nicht kommen, ehrlich gesagt. Aber ich meine, die Frage ist, du musst ja irgendwas machen. Und ein Bauernopfer ist ja immer erstmal eine Möglichkeit, um Zeit zu gewinnen. Also wenn du so sagst, es läuft nicht bei OpenAI, jemand muss die Verantwortung übernehmen, Und was machst du dann? Also selber den Hut nehmen? Ist ja wieder Politik. Also entweder nimmst du selber den Hut oder du wirfst irgendwie deinen Generalsekretär oder Chief Sales Officer unter den Bus und dann nimmst du natürlich lieber deine Chief Sales Officer.
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Das Prinzip ist simpel.
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Da wird man schnell ungeduldig. Früher war man begeistert, dass gewisse Tasks innerhalb von 10, 20, 30 Sekunden oder anderthalb Minuten vollzogen werden können. Heute ist es eher so, dass der Hauptblocker von Produktivität manchmal das Warten auf den persönlichen Agenten ist. Und OpenAI hat zusammen mit Cerebras, das sind die mit diesem Pizza-Chip, also diesem großen, runden Multi-Chip, gerade eine Lösung gebaut, die sich Ultra-Fast GPT 5.6 Zoll nennt. Mithilfe dieser Cerebras Chips, deren Vorteile haben wir schon mal in der Vergangenheit erklärt, schafft man es quasi GPT 5.6 Zoll, also das größte Modell, 14 mal schneller. anzubieten als die Standardverarbeitung und kann so 750 Token pro Sekunde ausgeben, also fast 600, 600, 700 Worte pro Sekunde. Also der Faktor 14 sagt ja eigentlich, wie schnell das ist und das könnte natürlich spannend werden. Ich glaube, für mehr und mehr Anwendungen, also einerseits gibt es Leute, glaube ich, die sehr stark auf Kosten optimieren werden und sagen, Mir ist Geschwindigkeit und sowas eigentlich fast sekundär. Ich möchte vor allem das billigste Modell und gleichzeitig wird es aber, man könnte zum Beispiel nachdenken, gerade in alles, was man mit Sprache steuert oder wo es um Gespräche geht und Reaktionszeit wichtig ist, da ist Geschwindigkeit vielleicht so wichtiger als die Kosten am Ende. Oder einfach, wenn du so eine Art Coworker hast, der wirklich parallel mit dir arbeitet, dann... wäre mir das zum Beispiel 100% mehr wert, definitiv zu bezahlen, wenn es dafür meine eigene Geschwindigkeit und Wartezeit und auch so ein bisschen Distraction, wenn man da mal multitast zwischen den Tabs und dann wartet man gerade mal wieder 20 Sekunden auf die Antwort von Claude und auf einmal ist man 30 Minuten auf Instagram oder so. Um das zu verhindern, ist es, glaube ich, schon wertvoll, schnellere Optionen zu haben. Lustigerweise, nachdem ich das gesagt habe, hat Entropic natürlich relativ zufällig so eine Option Fast Mode angeboten und auch stärker beworben. Nicht, dass das damit zusammenhängt, das ist natürlich Koinzidenz, reiner Zufall. Aber ich glaube, den Demand von Usern gibt es mehr und mehr, dass sie sagen, ich möchte ja auch mal die Gastaste haben oder den Schock, womit ich so ein bisschen Druck machen kann auf die Anwendung, dass sie schneller rechnet.
Und die Antwort, dass es schneller ist, ist einfach, es verbrennt mehr Tokens.
Es verbrennt nicht mehr Tokens. Die Antwort ist, dass die Zero-Wars-Architektur halt besser ist, weil sie ganz viele Prozessorkerne auf einem großen Wafer hat, schnellere Kommunikation darunter ermöglicht, den Memory mit auf dem gleichen Wafer hat und so weiter. Ist einfach die bessere Chip-Architektur. Ist vielleicht nicht effizienter, aber schneller. Am Ende. Der Term Gas geben übrigens, den müssten wir auch mal so ein bisschen zum Usus machen, weil da die ganzen Datacenter ja auf Natural Gas laufen oder auf Erdgas, ist Gas geben in dem Bereich natürlich wirklich das richtige Wort. Also wortwörtlich, wenn du dein Modell stärker trittst, gehen die Gasturbinen los.
Hast du diesen Chart gesehen? der zeigt, dass die neueren Modelle einfach wesentlich mehr Tokens brauchen für die gleiche Aufgabe?
Also was man auf jeden Fall sieht, das hat auch nochmal ein Hörer geschrieben, vollkommen richtigerweise, wenn man den Kostenvergleich von Modellen macht, dann macht es keinen Sinn, nur auf die reinen Tokenkosten zu gucken, weil ein Modell kann teilweise komplexe Aufgaben mit weniger und mit mehr Tokens erledigen. Das heißt, man könnte ein billigeres Modell haben, was dafür aber dreimal so viele Tokens verbraucht und kommt beim gleichen Preis raus. Das relativiert auf jeden Fall die Kostenvorteile von chinesischen Modellen so ein bisschen, weil die oft noch mehr Tokens brauchen. Ist es aber auch so, gerade wenn man zum Beispiel Halluzinationen zurückfahren möchte oder bessere Nachvollziehbarkeit haben möchte, bessere Dokumentation, höhere Zuverlässigkeit, dann verbraucht man tendenziell mehr Tokens. Und ich glaube, in Zukunft werden auch für einfache Abfragen tendenziell mehr Tokens gebraucht werden, weil man mehr Sicherheitsprüfungen macht, eventuell mehr internes Verhandeln im Modell und so weiter und das frisst alles Tokens. Man kann so ein bisschen darüber reden, ob die Modelle oder Modellanbieter da richtig inzentiviert sind, weil die haben natürlich immer ein Interesse, erstmal die Anzahl der Tokens zu erhöhen. Das funktioniert aber nur, solange sie konkurrenzfähig bleiben im Markt. Also es gibt schon Konkurrenzdruck, du kannst jetzt nicht die Kosten einfach erhöhen, indem du immer mehr Tokens generierst, sondern... Der Druck kommt ja mindestens aus China, aber auch von den Konkurrenten, die versuchen günstiger zu sein. Das heißt, es ist nicht so, dass das reine Incentive wäre, jetzt noch mehr Tokens zu verbrennen, um Geld zu verdienen, sondern du musst auch das wirtschaftlichste Modell bleiben dabei. Aber dass tendenziell die Modelle mehr Tokens verbrauchen, glaube ich, das liegt daran, dass sie komplexere Aufgaben lösen und dass sie sie zuverlässiger lösen als in der Vergangenheit. Dass das mehr Tokens verbraucht, ist relativ klar.
Gute News gab es diese Woche von Anthropic. Zum einen wird eine Bewertung gemunkelt und zum anderen werden sie wohl eine Firma kaufen. Pip hat so eine kleine Pistole aus dem Stripclub mitgebracht, in der er die Dollarscheine jetzt durch die Republik schießen kann. Hast du so schnell schon mal dein Geld verdoppelt?
Ähm... Ja, bestimmt schon mal, aber ich bin ganz happy mit, also es gab jetzt, fairerweise, es gab zwischendurch schon mal eine Zeit, also ich habe vor kurzem nochmal auf eine 900 Milliarden Bewertung in den Shop investiert, auch ein klein bisschen mehr Geld. Zwischenzeitlich habe ich schon mal überlegt, ob das noch so schlau war. Also nicht, weil ich dachte, irgendeine Blase platzt oder so, aber weil so ein bisschen ich dachte, wie, also insbesondere durch den Verlauf von SpaceX an der Börse auch, wobei sich auch das ja schon wieder revidiert hat. Aber inzwischen bin ich ganz happy. Also die Financial Times schreibt, dass die Investoren von Entropic alle offenen Börsengang im Oktober übrigens, also das scheint schon so, ich habe auf September oder Ende September getippt, jetzt soll es wohl Oktober werden. Aber die Investoren von Entropic, Entropic selber äußert sich nicht dazu, aber die Investoren sagen, sie gehen eigentlich relativ fest davon aus, dass wir über ein 2 Billionen IPO sprechen. Das ist so Meta-Niveau oder Amazon-Niveau, glaube ich, ne?
Sekunde.
Amazon ist 2,8. Meta ist 1,7 oder was? Ach ne, ist auch wieder höher schon, glaube ich.
1,5. Ja.
Ja, also so Broadcom-TSMC-Niveau wäre das. Oder ein bisschen unter Amazon. Das geht ja noch hoch, musst du bedenken. Wenn 2 Billionen an die Börse kommen, kommt ja noch der Pop bei 2,5.
Das ist so geil. Alle Investoren labern das Ding jetzt hoch. Ich kann aktuell YouTube nicht mehr aufmachen, ohne irgendein Investor, der mir erzählt, dass Anthropic mega abgeht.
Ja, aber lass uns das mal, also es soll ja gar kein stumpfes Fandom hier werden, sondern man kann es ja mal versuchen, so nüchtern wie möglich zu betrachten. Das Hauptproblem ist, es gibt keine Public Peers, würde man sagen, also Vergleichsaktien, die man anschaut. Man versucht ja eigentlich jemanden zu finden, der in der gleichen Industrie lebt, idealerweise. Und vielleicht gleiche Margen, gleiches Umsatzwachstum hat. Das gibt es jetzt hier alles nicht. Man könnte SpaceX sagen, die uns ja als KI-Company verkauft werden. Wir wissen aber, es gibt da keinerlei Umsätze, die zu vergleichen wären mit Entropic. Außerdem würde niemand die Bewertung von SpaceX als vernünftiges Peer Multiple anerkennen. Das heißt, am ehesten würde man zum Beispiel bei so einem Palantir vielleicht landen. Die machen im weitesten Sinne Software. Haben wahrscheinlich bessere oder haben ganz sicher bessere Rohmargen fairerweise. Aber Palantir ist ja mit zwischen 50 und 70 je nach Börsentag mal Umsatz bewertet. Das will ein Entropic ja nicht mehr. Also wir können davon ausgehen, dass Entropic mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zwischen 75 und 80 Milliarden Umsatz annualisiert gerade landet. Wir können auch davon ausgehen, dass es im Oktober oder spätestens Ende des Jahres über 100 Milliarden sein wird. Dann wären 2 Billionen nur noch ein 20-faches, oder meinetwegen, wenn es jetzt im Oktober ist, vielleicht sogar ein 25-faches des Umsatzes. Also weit unter einem Palantir in dem Bereich, wo kleinere Startups gerade gehandelt werden, also 30-mal Umsatz ist für schnell wachsende Startups mit Bewertungen im Milliardenbereich ja, Relativ normale Bewertung. Ich sage nicht, dass es günstig wäre oder so. Aber das ist, was der Markt gerade zahlt, wenn man gekauft wird. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass Entropic mit 2 Billionen, also wenn SpaceX gerade wieder fast 2 Billionen wert ist, dann werde ich jetzt nicht diskutieren, dass Entropic das nicht wert sein sollte, die immerhin 100 Milliarden Umsatz haben werden zum Zeitpunkt des Börsengangs, die sich gegenüber dem Vorjahr verzehnfachen. Der Zeitpunkt im Oktober ist, glaube ich, schlau gewählt, weil man gut erklären kann, dass man die Q3-Zahlen noch nicht hat. Die Q2-Zahlen werden ja, ich glaube, die besten der Geschichte gewesen sein, wegen hoher Profitabilität, hohem Wachstum. Man hatte so viel Nachfrage, dass man die Kosten gar nicht schnell genug ausbauen konnte. Ob man Q3 schon mitzeigt, ist nicht ganz unmöglich. Ich glaube, man wird sagen, im Oktober lagen die September-Zahlen oder 7, 8, 9, ja, September-Zahlen noch nicht vor. Deswegen zeigen wir das Q2 und hinten aber so ein bisschen, wir sagen, haben eine Guidance fürs Q3 oder sagen, wie es eigentlich läuft, wie das Wachstum sich weiterentwickelt, wie die Kohorten aussehen. Das heißt, ich kann Lust auf das Q3 machen, ohne einzugestehen, dass das Q3 schon nicht mehr ganz so gut aussehen wird, wie das Q2. Das ist zumindest meine Vermutung. Bei den Wachstumsraten. Absoluter Umsatz wird natürlich im Q3 höher als im Q2 sein. So, das heißt, Oktober macht als Zeitpunkt, glaube ich, total viel Sinn. Ende September hätte genauso viel Sinn gemacht. Letztlich geht es dann ein paar Wochen. Die 2-Billionen-Bewertung, ich sehe die total, ehrlich gesagt. Man muss über Rallye... Ja, I'm talking my book, kannst du sagen, gern. Aber ich versuche es ja zu plausibilisieren. Und ich sage, das ist hier ein krasser Discount auf Palantir. Also Palantir wächst zwar auch schnell, aber nicht mit 900% oder 800% im Jahr. Insofern... Ich halte 2 Billionen noch für günstig und gehe davon aus, dass es einen Top geben wird. Allein weil die Nachfrage nach Entropic, also Entropic ist eine der wenigen Companies, die auf den großen Secondary-Plattformen gerade nicht handelbar ist. Gehst du zu Hive, gehst du zu Forge, steht da, leider erlaubt diese Firma keine Secondary, sozusagen kein Verkauf von Secondaries. Das heißt, die Nachfrage ist nochmal, SpaceX konntest du eigentlich überall, wo du wolltest, kaufen zuletzt. Hättest du vor dem Börsengang noch überall kaufen können. Vielleicht nicht so günstig. Das war übrigens das, wo ich wahrscheinlich relativ schnell mehr Geld verdoppelt hatte. Bei SpaceX. Und inzwischen sieht es ja so aus, als wenn die Exit Liquidity auch da ist wieder. Und bei N-Shopic gibt es auch so viele Leute, die einfach nicht an Aktien gekommen sind. Leute werden sich darauf stürzen. Ich sehe definitiv fest, dass der Börsengang durchgeht. Ich sehe definitiv fest, dass er über 2 Billionen landet. Und ich würde sogar sagen... dass wenn es kein großes Makro-Event gibt, also einen großen Crash oder Korrektur, ein Tropic Ende des Jahres auch über 2,5 Billionen wert sein wird. Bin ich mir relativ sicher. Und, dass OpenAI's Zahlen im Vergleich so bescheiden aussehen werden, dass sie nicht mehr an die Börse gehen. Also, ich meine, OpenAI dürfte, was das Umsatzniveau, also wenn ein Tropic bei 100 Milliarden annualisierten Umsatz ist, Ende des Jahres, gegen Oktober schon, werden sie das erreichen, glaube ich. dann wird OpenAI ziemlich genau bei der Hälfte sein bis dahin oder ein klein bisschen mehr als die Hälfte und wächst langsamer. Das heißt, es verbietet sich eigentlich für OpenAI dann mehr als eine Billion zu bezahlen, wenn du Anthropic für zwei Billionen an der Börse hast, die doppelt so viel Umsatz machen und viel schneller wachsen und bessere Margen haben und weniger Burnrate haben. Warum würdest du noch OpenAI für eine Billion bezahlen? unterstützen oder unterzeichnen wollen. Das heißt, OpenAI muss eigentlich muss OpenAI bis Oktober ein SPAC machen, um ohne schöne Zahlen zu zeigen oder mit viel Fantasie an die Börse zu kommen.
Die Math ist bestimmt schon dran.
Ja, aber ich weiß nicht, wie du einen 1-Billionen-Dollar-SPAC aufsetzen möchtest. Also, wie viel Pipe du da raisen willst, weil das Ding ist, Open AI will ja nicht nur an die Börse, um an der Börse zu sein, sondern sie brauchen auch das Kapital aus dem Börsengang. Das heißt, der SPAC müsste mindestens 100 Milliarden raisen. Und das wiederum sieht der Schachstammart auch nicht, glaube ich. Also Safe Open AI geht dieses Jahr nicht mehr an die Börse und dann müsste man fast sagen, geht gar nicht mehr an die Börse, es sei denn, sie finden noch ein neues Wunderprodukt. Um das zu finden, geht ihnen aber langsam das Geld aus, fairerweise. Entropic macht einen ganz entspannten Börsengang, Anfang Q4, nimmt das Geld mit, hat... nimmt die Jahresendrallye mit. Wenn die Exit Liquidity nach einem halben Jahr kommt im März, werden die Börsen auf Höchstständen sein. Philipp wird eine Weltreise machen. Nein, Spaß. Ich bin ganz optimistisch für Anthropics.
IPO eigentlich. Aber du hast angefangen mit Peers. Es gibt keine Peers. OpenAI ist auf jeden Fall ein Peer. Kann Anthropic denn die Bewertung überhaupt halten, wenn es bei OpenAI nicht mehr so gut läuft?
Also der eigentliche Fehler war, dass vor zwei, drei Monaten noch OpenAI und Entropic auf der gleichen Bewertung geracet haben. Also dass OpenAI es noch geschafft hat, Geld auf 850 Milliarden zu bekommen, als Entropic Post 960 wert war. Auch zu dem Zeitpunkt hätte meiner Meinung nach Entropic schon doppelt so viel wert sein müssen wie OpenAI. Ich habe damals gesagt, ich würde eher Entropic für den doppelten Preis kaufen als OpenAI für den halben, damals. Und ich glaube, das hätte gut gehalten. Das ist ja genau, was sich jetzt nach und nach einstellt, dass die Märkte das rebalancen. OpenAI war zu dem Zeitpunkt schon überbewertet, Entropic war zu dem Zeitpunkt unterbewertet, würde ich behaupten, sonst hätte ich es nicht gekauft mit relativ hohem Risiko. Und ja, die OpenAI-Bewertung müsste man, also wir können auch da die Mathematik machen. OpenAI ist auf Richtung 50 Milliarden Umsatz, wächst aber langsamer. Und jetzt lass uns den auch 20 Mal Umsatz geben, was wie gesagt viel ist. Wenn du dem Peer, der sich verachtfacht, verneuntfacht gegenüber dem Vorjahr, 20 Mal Umsatz gibst, darfst du OpenAI eigentlich, die unprofitabler sind und langsamer wachsen, nicht auch 20 geben. Aber wir geben ihm jetzt 20. dann sind sie knapp eine Million wert. Aber ich meine, OpenAI hat ja mit Banken gesprochen und die Banken scheinen OpenAI gesagt zu haben, lass uns mal warten, das klappt gerade so nicht. OpenAI konnte seitdem die Zahlen nicht verbessern, Codex hat ein bisschen geholfen, aber es gab eine Wiederbeschleunigung durch Codex, immerhin, wenn nicht, hätte OpenAI stagniert, befürchte ich, gegenüber den Vormonaten. Aber es reicht halt nicht, um wieder Traktion und Momentum zu finden, die ein IPO rechtfertigen. Und das Hauptproblem ist, wie gesagt, dass OpenAI nicht die Zeit hat, jetzt ein neues Produkt zu finden. Also woher soll das Wunderwachstum kommen? OpenAI hat halt eine deutlich höhere Burnrate als Entropic, weil sie so ein bisschen wie in Drunken Sailors Geld ausgegeben haben, deutlich höhere Personalkosten haben, deutlich mehr für Compute ausgeben, was sie alles so ein bisschen korrigieren. Aber bei OpenAI könnte ich mir vorstellen, dass man vielleicht sogar Leute entlässt, um die Burnrate ein bisschen zu melden. Das wäre eine weitere Prediction. Innerhalb der sechs Monaten sehen wir die erste Entlassung bei OpenAI. Oder man lässt Leute einfach gehen. Vielleicht muss man gar nicht entlassen, die Leute gehen so schnell. Du hast so viel Attrition, dass du es wahrscheinlich auch so matchen kannst. Aber ich würde sagen, OpenAI stellt außer im Sales-Netto nicht so viele neue Leute ein, gerade weil sie Burn-Rate managen müssen. Und wenn, jetzt kommen wir zum eigentlichen Segment, Bing, Bing, Bing, Bubble-Diskussion. Wenn OpenAI den Börsengang nicht schafft, dann werden sie auch ihre Datacenter-Rechnungen nicht zahlen können, natürlich. Und dann müssen wir uns als nächstes fragen, wer mietet dann die ganzen Datacenter, die OpenAI für sich selber hat bauen lassen, Kredite für aufgenommen wurden und so weiter. Weil das ist schon das größte Risiko, was ich gerade sehe neben China, ist, dass OpenAI die eigene Finanzierung nicht mehr bewerkstelligen kann. Bestenfalls eine Downround oder auf der letzten Bewertung nochmal Geldraised. Aber das glaube ich ja nicht. Und dann muss man sich schon fragen, wer die Rechnung zahlt für die 1,5 Billionen an Datacentern, die sie für die nächsten 7, 8 Jahre in Auftrag gegeben haben.
Ja, dann wird sich unser Podcast auch wieder ein bisschen ändern und wir reden wieder zwei Jahre nur über Krypto.
Krypto kommt auch noch später, ja. Aber... Wir machen mal weiter mit Entropic. Da gab es noch eine kleine News, und zwar, dass sie Dekar AI für rund 6 Milliarden Dollar kaufen sollen. Sie scheinen das Geld zu haben. Dekart, schreibt sich wie D-E-C-A-R-T, baut einerseits eigene World Models, andererseits will eine günstige GPU-Infrastruktur entwickeln. Beides könnte Entropic logischerweise helfen. Das ist, wie gesagt, was wir auch sehen werden. Ein paar von den Venture- und Secondary-Wetten, die ich gerade mache, sind eigentlich explizit Gambles auf solche Szenarios. Also, dass ich in Leute investiere, wo ich glaube, das wird entweder SpaceX oder einer der Großen kaufen. Man könnte irgendwie Miramurati als Beispiel nehmen, man könnte Yann LeCun als Beispiel nehmen. Das sind, glaube ich, Firmen, die keine eigenständigen KI-Firmen bleiben werden, sondern... die von dem, der an der Börse eine gute Bewertung bekommt, am Ende gekauft werden, glaube ich. Auch das könnte OpenAI natürlich noch versuchen, wobei das Geld eben knapp wird, aber sie können natürlich mit allen Aktien tauschen. Also OpenAI könnte sich mit Aktien Umsatz kaufen, so ein bisschen wie SpaceX das versucht hat. Also das eigene Cash schon, aber Firmen mit echtem KI-Umsatz hinzukaufen, um so ein bisschen Umsatzwachstum zu erzeugen. Das ist natürlich aber auch durchschaubar, weil der Erfolg der eigenen Modelle dann wieder relativ gut nachvollziehbar ist.
Glaubst du denn, das Investment oder der Kauf war sinnvoller als Johnny Ive zu kaufen? Das war ja ungefähr die gleiche Summe.
Ja, safe, würde ich sagen. Also ich verstehe, ob man ein eigenes Device haben möchte. Ich verstehe aber nicht, warum ich ein eigenes Device brauche. Ich verstehe, warum OpenAI ein Device braucht oder Meta ein Device braucht. Ich verstehe aber nicht, warum ich eins brauche als Nutzer, um das Problem schnell runterzubrechen. Dass die als Firma ein Device brauchen, ist vollkommen klar. Unabhängigkeit von Google und Apple. Und höhere Kundenbindung eventuell auch. Aber dass ich als Nutzer ein AI-Device brauche, das sehe ich überhaupt nicht, ehrlich gesagt. Ich habe meinen Laptop, ich habe meine AirPods, ich habe mein Telefon, ich habe eine Brille. Wozu brauche ich noch so ein Pocketbook mit Arm oder wie das Donut mit Stativ oder wie auch immer das am Ende aussehen soll.
Stell dir vor, das Ding floppt wie der Humane Pin. Wird er wahrscheinlich.
Ja, also ich meine, es wird so ein paar Gadget-Maximalisten geben, die jedes Gadget kaufen. Die werden sich auch das holen. Aber ich wüsste, wie gesagt, es ist ein Echo Dot oder wie hieß das bei Alexa? Das kleine Hockey-Puck-Ding? Fairerweise so. Alexa war kein geiles Sprachmodell, aber... Ich brauche es nicht. Vielleicht kaufe ich es mir aus, um die Capabilities zu testen. Aber ich weiß jetzt nicht, warum Anwender das brauchen oder für Geld ausgeben sollten.
Der einzige Use Case bei dir zu Hause wird sein, dass er jetzt nicht mehr mit Alexa das Licht an und aus geht.
Ja, und du wirst das Ding, wenn du ein Pro-Abo abschließt, wirst du es kostenlos dazu bekommen, nehme ich an. Also wenn du hier irgendwie nördlich von 500 Dollar im Jahr ausgibst bei OpenAI, dann kriegst du so ein Ding wahrscheinlich geschenkt, könnte ich mir vorstellen. Und das könnte dann wieder die Nutzung intensivieren, ist vielleicht sogar ganz schlau, aber dass jemand es nativ braucht, sehe ich jetzt erstmal nicht, ehrlich gesagt. Dann haben wir noch ein paar Model-Launch-News, wie jede Woche. Und zwar kommt einmal Gemini 3.7 Flash aus dem Hause Google raus. Was vor allen Dingen erstmal überdeckt, dass wir das nächste große Gemini-Modell wieder nicht sehen. Stattdessen kriegen wir Google nennt es selber jetzt, also haben sie es von mir übernannt oder habe ich es irgendwo unwissentlich übernommen, aber sie nennt es selber Our Most Intelligent Workhorse Model und ich nenne es ja mal die Arbeitspferde, die günstigen, schnellen Modelle. Das ist ja Gemini Flash eigentlich und sie sagen Our Most Intelligent Workhorse Model yet for Coding and Agents. Und laut ihren eigenen Benchmarks schließt das wirklich sehr gut, vor allem gegenüber Gemini 3.6 Flash, also im letzten Modell, aber auch Claude Sonnet 5.0. Und GPT-Terra den beiden mittleren Modellen ab, also kann er mithalten oder ist teilweise sogar besser in einzelnen Coding-Benchmarks. Ganz gute Ergebnisse, das wie gesagt deutlich schneller und günstiger. Zumindest für den Deep-SWE-Software-Benchmark sind sie auch deutlich günstiger. Richtung Efficient Frontier gerutscht, vor die Frontier gekommen. Das heißt, sie sind noch leistungsfähiger und günstiger als zuvor. Also bestes Verhältnis von Leistung zu Preis. Man könnte sagen Deep Seek oder was ist das andere hier? GPT Luna wäre noch günstiger, aber das wäre es dann auch. Ansonsten erstmal ordentliches Modell von Google, aber das Problem ist halt, dass das große Modell noch nicht kommt. So, dann sind wir weiter bei Model Launches. DeepSeek bringt V4 Pro raus, erhöht die Preise teilweise bis zum Zwölffachen, berichtet die Information. V4 Pro ist auch hier ein deutlicher Fortschritt. Interessant, man misst sich eher an Chemie, also man sagt quasi, es stellt die Leistung von Chemie ein, ist dabei ein bisschen günstiger. Trotzdem im Vergleich zu anderen Deep-Seek-Produkten dann wieder relativ teurer. Aber man scheint gar nicht so stark auf die Konkurrenz zu westlichen Modellen mehr zu schauen da. Und wo wir gerade bei destillierenden Modellen sind, auch GROK 4.6 ist rausgekommen. Jetzt erstmal basierend auf Cursor, was SpaceX AI ja aufgekauft hat. Produktadvokat Nummer 1 Elon Musk nennt das Modell Also laut Elon Musk ist es objektiv das Number One Modell, wenn man Intelligenz, Geschwindigkeit und Kosten vergleicht. Die meisten Benchmarks sehen das nicht so. Die sehen, dass es in den Bereich der besten Modelle vorgedrungen ist, dass es teilweise auch schneller und günstiger ist, aber... dass es so eine klare Nummer 1 in allen Benchmarks wäre, das kann man jetzt ehrlich gesagt nicht behaupten. So oder so wird es das Problem nicht lösen, was Grog hat, dass Leute die Modelle teilweise trotzdem meiden. Ich glaube, Grog müsste, ich will nicht sagen doppelt so gut, aber einfach so viel deutlich besser sein, bevor irgendjemand das anfasst, weil man eben weiß, dass Elon Musk seine Finger darin hat. Das ist jetzt nicht nur meine Meinung, sondern für Leute, die jetzt glauben, dass das irgendwie persönliches Ressentiment ist, Die müssten ja erklären, warum der Rest des Marktes das Modell auch nicht haben will. Das scheint nicht meine exklusive Meinung zu sein, dass trotz angeblich Number One Performance niemand dieses Modell benutzen möchte am Ende oder in der Vergangenheit zumindest benutzen wollte. Wir können ja auf Open Router sehen, wie es sich entwickelt. Es hat gerade auch ganz gute Reviews bekommen, fairerweise, dass das ein großer Sales-Erfolg wird, glaube ich. Trotzdem nicht, ehrlich gesagt.
Aber einstellen wird das halt auch nie.
Naja, man muss es weiter versuchen. Man kann gucken, ob man aus Cursor... Ich meine, wenn du die Daten... Cursor hat echt viele Nutzer, generiert viel Code. Wenn du die Daten alle nutzen kannst, wäre es fast unmöglich, kein gutes Coding-Modell zu bauen, ehrlich gesagt. Ich glaube, dass die Daten von X relativ wertlos sind, hat man inzwischen gesehen. Also mit den Daten von X hat Elon Musk es nicht geschafft, ein besseres Modell zu bauen als andere. Das heißt, es wäre daran noch klar, es sind natürlich inkrementelle Daten, die haben schon einen Wert, aber mich würde auch wundern, warum man jetzt mit dem, was auf X geschrieben wurde, was nicht heißt, dass alles Bullshit ist oder so, aber die Informationsdichte auf X ist halt doch nicht so hoch, dass man allein daraus jetzt ein deutlich besseres Modell bauen kann. Zumindest wäre mir das nicht erklärlich und es gibt ja auch keinerlei Anzeichen dafür. Andernfalls müsste man unterstellen, dass sie trotz dieser ganzen Daten komplett unfähig sind, ein gutes Modell zu bauen, was ich wiederum nicht glaube, weil dass sie das effizient versuchen, glaube ich schon. Ansonsten läuft es für SpaceX aber gerade gar nicht so schlecht, weil der Börsenkurs so ein bisschen so einen Bounce gemacht hat um die 100 Dollar, also er ist nicht unter 100 gefallen, sondern ist jetzt wieder auf 140 hoch. Teilweise, weil Short-Seller wirklich ihre Positionen abgebaut haben. Also die Short-Sell-Rate soll von 34% auf nur noch 11% der Aktien, die schon Short gehandelt werden, gefallen sein. Das heißt, viele Short-Seller haben ihre Positionen aufgelöst, nachdem sie auf den Kursverfall gewettet hatten. Vermutlich, weil die Liquidität, die an die Börse gedrungen ist, also die Altinvestoren, die vermeintlich hätten verkaufen wollen, jetzt den Kurs nicht ausreichend gedrückt haben, um da das Katalysator-Event zu erzeugen, wurden teilweise sicherlich weg auf dem falschen Fuß. Ich würde jetzt noch nicht sagen, dass es ein Short-Squeeze ist, ehrlich gesagt, aber man kann schon sagen, dass da relativ viele Positionen abgebaut worden sind. Und vermutlich haben dann ausgerechnet die Short-Seller quasi die Aktien gekauft, die die Altinvestoren vielleicht verkaufen. Verkauft haben, aber SpaceX mit 140 Dollar jetzt erstmal wieder über Ausgabekurs und mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Interessanterweise angeblich glaubt die Presse zumindest, dass das ausschlaggebende Event ein Kommentar von Morgan Stanley war, was ja eine der IPO-Banken waren. Dass die jetzt positive Kommentare abgeben, wissen wir, dass man eigentlich nichts draufsetzen kann, aber die sehen weiterhin viel Zukunft im KI-Geschäft von SpaceX. Dass das dann in kurz tatsächlich so bewegt, fand ich ja überraschend. Ehrlich gesagt, aber es kam einfach auch viele Sachen da zusammen mit dem Short Interest und dass Leute dann lieber die Seite gewechselt haben.
Dann gibt es eine ganze Menge neue Finanzierungsrunden diese Woche. Also es scheint irgendwie alles noch ganz gut zu laufen. Firmen-Valuations gehen weiterhin nach oben.
Ja, wir fangen mal in den USA an und zwar mit Databricks. Die waren vor kurzem 134 Milliarden wert vor sechs Monaten. In den sechs Monaten ist ihre Bewertung jetzt nochmal auf 190 Milliarden gestiegen, ist glaube ich damit vielleicht zusammen mit ByteDance eine der wertvollsten Private Companies, ausgenommen natürlich die großen KI-Companies, aber 190 Milliarden ist was, haben 5 Milliarden eingesammelt auf dieser 190 Milliarden Bewertung. Bei 7 Milliarden Dollar Umsatz, da haben wir wieder das 25-fache Umsatz-Multiple übrigens. Ein schönes Beispiel, Databricks wächst glaube ich mit 80% ungefähr und wird mit dem 25-fachen des Umsatzes bewertet. Wenn du ein Multiple Comparable brauchst, da hättest du eins, wobei die Marge sicherlich besser ist, wobei die Rohmarge wahrscheinlich noch nicht bei 80% ist, weil sie auch hohe Kosten haben für das Hosting. Databricks baut Data Lakes in the Clouds, ein bisschen vergleichbar mit Snowflake. Ich hatte immer mal wieder gesagt, dass ich eigentlich so relativ Hochkonjunktur erwarte für Databricks und Snowflake, wenn man sich anschaut, wie die KI-Projekte laufen bei den großen Corporates. Dann beginnen die eben ganz oft mit, wir bauen jetzt erstmal Databricks oder Snowflake hier in die Firma ein, damit wir überhaupt Daten an einem zentralen Ort oder dezentral in der Cloud haben und damit arbeiten können. Das ist, was die Sonderkonjunktur schafft, warum Databricks immer noch mit 80% wächst und warum Snowflake übrigens wieder, glaube ich, auf 33% beschleunigt hat. Snowflake auf Jahressicht, glaube ich, 77% im Plus beschleunigt.
Die Aktie steht 55.
Year-to-date, genau. Einjahressicht wäre, ich glaube, 77. Year-to-date über 50. Könnte wieder alte Höchstkurse um die 400 erreichen, irgendwann tatsächlich. Im Moment kriege ich nur jeden Tag eine Push-Notification, dass es neue 52 Wochen hoch ist. Das heißt immer, wenn nicht All-Time-Hider steht, dass die Aktie früher mal sehr hoch bewertet war. Ein Snowflake war mal 400 Dollar wert, jetzt sind es aber 330, glaube ich. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie die 400 noch sehen, weil die ganze Data-Infrastructure hat einfach massiven Rückenwind. Also auch, dass diese Firmen teilweise mit in dem SaaS-Sellout betroffen waren, ist... Einfach komplett undiskriminierendes, blödes Verhalten gewesen. Also du hättest eigentlich verstehen müssen, dass Snowflake und Databricks, also Databricks weniger, aber Snowflake sicherlich nicht eine der Softwarefirmen sein wird, die jetzt von KI ersetzt wird. Im Gegenteil, sie sind absolute Schaufelverkäufer, wenn man so möchte. Oder Immobilienbesitzer oder wie auch immer man das nennen möchte. Weil auf ihrer Dateninfrastruktur am Ende die KI in Unternehmen in der Regel abläuft. Deswegen auch nicht verwunderlich, dass Databricks mit 80% wächst und 25er Umsatzmaltepil bekommt. Bin gespannt, wann die an die Börse gehen. Wenn sie schlau werden, müssen sie sich eigentlich auch relativ früh noch vor Entropic oder nach Entropic kleben, meiner Meinung nach. Die können definitiv den Fehler machen, zu lange abzuwarten. Wobei sie im Moment sicherlich noch viel Rückenwind und ein großes Backlog sehen, das für den Börsengang ihnen etwas Flexibilität gibt.
Ich sehe gerade Snowflake.
Im April diesen Jahres waren die fast, also die haben sich verdreifacht seitdem fast.
Wahnsinn.
Ja. Weil, vollkommen bekloppt, die abzuverkaufen in der Sasokalypse. Also, ja. Ja, wir hatten, es ist meine Schuld, dass wir damals uns nicht mehr Aktien angeschaut haben, aber man muss ja auch so ein bisschen der Interessenneigung nachgehen. Was wir dann vielleicht auch gesehen hätten übrigens, wäre, ich hatte ja damals erwähnt, so monday.com sehe ich, ich sehe ServiceNow, Workday, Asana, finden wir als Produkt aber scheiße. Und Workday hat jetzt tatsächlich jemand von der Börse genommen, nämlich Silver Lake, zusammen mit Toma Bravo und Vista, wahrscheinlich einer der großen Software-VCs, oder nicht VCs, sondern Private Equity Firmen, die sich trauen, auch große Softwarefirmen von der Börse zu nehmen. Und Silver Lake wird eventuell um die 50 Milliarden zahlen oder etwas über 50 Milliarden, um Workday von der Börse zu nehmen. Und da ist genau das passiert, was ich beschrieben habe. Also du schaust dir Workday an, die damals viermal Umsatz gekostet haben, Forward Price Earnings unter 20 Milliarden. Naja, klar nimmst du die. Also wenn du eine Hypothese hast als Private Equity, dass die nicht negativ betroffen werden von KI oder dass die sogar von KI profitieren könnte, dann nimmst du die von der Börse für 17 mal Forward Price Earnings. Daraus machst du als Private Equity, wenn du möchtest. Direkt nur der 12 oder 15er Multiple, weil du Kosten optimieren kannst. Vier-, fünfmal Umsatz klingt auch nicht teuer. Also keine Überraschung, dass da jemand zugegriffen hat bei dem Kurs. Mich wundert eher, dass es nur die eine Firma ist und nicht mehr Taking Privates passiert sind. Wahrscheinlich wäre es auch schwer gewesen, die Aktionäre zu überzeugen. Und ob es ihnen damit jetzt gelingt, wirklich Workday von der Börse zu nehmen, muss man mal sehen. Oder ob sie die Prämie dann nochmal erhöhen müssen. Ansonsten haben wir auch aus Europa ganz gute News. Und zwar einmal hat Lovable seine Bewertung verdoppelt auf 13,3 Milliarden US-Dollar und hat jetzt wohl 400 Millionen Dollar aufgenommen. Angeführt soll die Runde einerseits Menlo Ventures haben, aber auch der von EQT, also schwedischem Private Equity Player, verwaltete ScaleUp Europe Fund. Außerdem neu dabei Balderton, Tencent, Carmignac und Kascheck, was immer das ist. Ich würde sagen, klingt relativ late-stage-ig in dem Sinne, da haben wir jetzt... keine übermäßig schlauen Investoren mehr investiert in Lovable. Dass da der Europe Fund mit drin ist, der wird zwar von EQT, die sicher ganz smart sind, gemanagt, aber die Frage ist ja, warum EQT das nicht mit eigenem Geld macht, wenn sie so überzeugt sind von der Firma. Weiß ich sowieso ehrlich gesagt nicht, wie man das regelt, die Interessenskonflikte da, also wann EQT selber kauft und wann sie das Geld vom Europe Fund nimmt. Allein, dass ich mir diese Frage stelle, erklärt vielleicht auch so ein bisschen, warum das problematisch ist. Aber Also wenn Lovable nicht dieses Jahr verkauft wird, sage ich Peak Lovable. Also 15 Milliarden mehr werden wir nicht sehen bei Lovable, könnte ich mir vorstellen. Aber ich gönne ihnen natürlich Besseres. Aber wir werden sehen. Ich spüre so ein bisschen Abnahme des Momentums, wenn ich die Investorennamen hier lese. Also dass der ScaleUp Europe Fund da einschreit und China, Kaminiak und Kaschek. Ist nicht die erste Riege der Investoren, die sich da streiten mussten, um Geld in Lovable reinzubekommen.
Wer sollte die denn kaufen? Elon als Feigenblatt?
Bei 13 Milliarden Bewertungen machen sie wahrscheinlich auch so 400 Millionen Umsatz, oder was?
600 Millionen ARR.
600 immerhin. Elon, aber wenn du Cursor hast, brauchst du Lovable nicht mehr, würde ich sagen. Entropic braucht Lovable auch nicht. Entropic muss nur darauf warten, dass Leute verstehen, dass Claude das bessere Produkt ist.
Jemand aus Europa?
In Europa zahlt niemand 25 Mal Umsatz, glaube ich. Ich wüsste nicht, wer. Ich weiß nicht, wo Lava Bill den Exit hinschaffen will. Also, guck mal, die ganzen Börsen... Facebook. Facebook kauft die. Nee, die börsennotierten Firmen, für die ist das vom Multiple her nicht so attraktiv, was auf 25... Facebook. Facebook aber auch kein Lava Bill. Facebook will doch nicht, dass die Leute eigene Webseiten bauen oder Apps bauen. Facebook möchte, dass alle in ihrem Kack-Universum bleiben, da.
Naja, wieso? Für Facebook ist es doch super.
Ich sag, pick Loverbill. Wird nicht mehr verkauft. Also, wer am Ende pick at the Lizard hat, weiß ich nicht. Irgendjemand wird es kaufen, aber vielleicht sehen wir nochmal 15 Milliarden, aber das ist das Dach.
Let's see. Ich glaube, Meta kauft sie, weil Loverbill für sie ähnlich ist wie Shopify. Sie brauchen die ganzen Leute, die dann... Die Apps zu bauen kostet nichts mehr, aber du musst Zeug halt bewerben, damit die Apps genutzt werden.
Das machen die Agenten ja auch relativ automatisch. Wenn du einem Agenten sagst, baue mal ein eigenes Business oder was muss ich jetzt als nächstes machen, um Kunden zu bekommen, dann fangen die ja an, eigene Ad-Accounts aufzusetzen und so. Also ich weiß gar nicht, ob du da eine große Koop brauchst mit den Website-Bildern oder App-Bildern, weil die Agenten eigentlich schlau genug sind, am Ende zu sagen, Leute kaufen, gibt es halt nur auf Google App Store und Meta. Ja, aber das ist eine gute Frage. Wer würde die noch kaufen? Der Schwarz, der Schwarz, der Schwarz, aber der hat seinen Job ja nicht mehr.
Nee, nee, ich hätte jetzt gesagt...
Ja, nein, aber... Nee, auch nicht. Ich glaube, Lovable ist so ein MySpace. War sehr früh dabei, ist schnell gewachsen. Gut wäre, dass Secondary's machen konnte, jetzt auf 13 Milliarden Euro. Aber ich sehe nicht so richtig, wo sich das Produkt positionieren soll. Beziehungsweise, es wird relativ teuer sein in Zukunft, Leute zu akquirieren für das Produkt. Also jemand, der sagt, ich möchte eine Webseite mit KI bauen, wo fange ich an? Das wird eines der teuersten Keywords der Welt werden. Also der Welt, ein bisschen übertrieben. Aber es wird ein teures Keyword werden. Gleichzeitig wirst du den Nutzer nicht vier Jahre lang monetarisieren. Weil wer damit anfängt und das... Das ist so ein bisschen wie Nahrungsergänzungsmittel. Die Leute, die nicht mehr ins Gym gehen, die kaufen es nicht mehr, weil sie nicht mehr ins Gym gehen. Und die Leute, die oft ins Gym gehen, die kaufen immer bessere Sachen. Das heißt, du gehst irgendwann von Lovable weiter zu Codex oder zu Cloud. Lovable ist ein super Einsteigerprojekt, aber ich glaube, du bleibst nicht lange. Warum solltest du drei Jahre lang mit Lovable coden? Ich glaube, es macht keinen Sinn. So ein bisschen wie, ja, ne, Macromedia Dreamweaver war viel länger früher aktiv, aber so, ja, wie die ersten HTML-Baukasten gestern, so zu Webseiten, könnte man sagen. Aber die Leute, die was Richtiges gebaut haben, haben halt irgendwann selber programmiert oder, ja, also, ich wünsche ihnen Besseres, ne, nicht falsch verstehen, aber mein Bauchgefühl sagt, ist jetzt auch rich genug bewertet. Dann ebenfalls aus Schweden, glaube ich, Legora. Das ist der größte Konkurrent von Harvey. Und zwar sollen die wohl auf 10 Milliarden ihre nächste Runde raisen. Vor vier Monaten waren sie bei 5,6 Milliarden, jetzt wollen sie fast doppelt so viel haben. Teilweise wird auch schon 11 und 12 Milliarden besprochen. Interessanterweise EAA liegt hier deutlich tiefer, nur bei 150 Millionen, wächst aber mit 50% immerhin. Offenbar glaubt man aber, dass der Markt insgesamt attraktiver ist, weil man nicht nur Software, sondern einen Großteil der Servicekräfte in der Legal Branch, Legal Practice mit ersetzen kann. Und ja, das ist fast 100 mal Umsatz, ne? Ja, nicht ganz. 60, 70 mal Umsatz. Das ist schon ordentlich bei nur 50%. Wachstum. Obwohl, das ist im Vergleich zum Vorquartal wahrscheinlich das Wachstum, dann wäre es ja ganz okay. Ja, ich bin gespannt, ob es da dauerhaft zwei große Player geben wird, ob nochmal neue hinzukommen oder ob die Anthropic und OpenAI Teile des Marktes ganz übernehmen. Es gibt ja schon auch Kanzleien, die entweder einen ganz unabhängigen Stack bauen wollen oder vielleicht auch zusammen mit OpenAI was bauen. Kirkland Ellis, glaube ich, hat gesagt, die bauen es mit Palantir, glaube ich. Mal sehen. Wenn ich... Ich würde auch eher Legora als Lovable kaufen. Sagen wir mal, beides würde 12 Milliarden kosten, dann würde ich eher Legora kaufen als Lovable.
Aber Databricks und Anthropic.
Ja, genau. Also Legora hat im Vergleich zu Lovable natürlich einen viel besseren Lock-In. Also wenn so eine Anwaltskanzlei begonnen hat, Ich würde sagen, wenn du das erste halbe Jahr oder die ersten zwölf Monate überlebt hast, dann bist du fünf bis zehn Jahre drin in der Kanzlei. Niemand, der da die IT-Entscheidung getroffen hat und gesagt hat, wir nutzen jetzt Harvey oder Legora, sagt dann, wir wechseln jetzt jedes Jahr einmal das Produkt und nerven unsere gesamte Belegschaft. Ich glaube, das lassen sowohl die fleißigen Hände als auch die Partner nur begrenzt oft mit sich machen. Wenn der IT-Dude sagt oder der Chef, wir nutzen jetzt hier KI, dann fährst du damit, glaube ich, fünf bis zehn Jahre erst mal.
Echt? Glaubst du, die KI ist so...
Glaubst du, irgendjemand in der Anwaltskanzlei hat Bock, jetzt hier nochmal zehn Meetings zu machen, wie die neue KI funktioniert?
Ja, aber das Interface ist ja überall das Gleiche. Also, ich... Ich kann mir irgendwie nicht so vorstellen, dass die AI-Tools...
Keine Industrie ist besser, mit immer dem gleichen Geld zu verdienen.
Ja, ich weiß nicht. Es ist die Frage, ob die AI-Tools so sticky sind wie irgendwie ein SaaS, ein ERP-System.
Ich glaube schon. Es gibt vielleicht Churn, aber es gibt, glaube ich, nicht viele Wechsler. Also die sagen, ich laufe von Legora zu Habe.
Außer wenn du merkst, eins gibt dir einen großen Vorteil.
Aber sehe ich ehrlich gesagt nicht, dass da jemand nachhaltig so große Vorteile gewinnen kann, ehrlich gesagt. Um es abzuschließen bei den Coding-Agenten vielleicht, Cognition, das ist Devin, seine Mutter, wenn ich mich richtig erinnere, die wollen sogar auf 40 Milliarden. Raisin haben auch zuletzt vor drei Monaten eine Milliarde auf 26 Milliarden eingesammelt. Kein Grund jetzt nicht bei 40 zu sein. Ist es der letzte Money-Grab vom Platz in der Blase? Fühlt sich so an, oder? Alle nochmal schnell an den Markt eine Milliarde einsammeln. Also, wenn du ein verantwortlicher VC bist, würdest du jetzt schon sagen, wir haben 2000 und 2008 miterlebt, solange der Markt heiß ist, holt euch Geld. Und vielleicht gibt es aber nicht so schnell aus, was natürlich widersprüchlich ist für einen VC, weil der will eigentlich, dass das Geld schnell durchgebracht wird, aber... Ich würde jetzt ja schon sagen, nicht weil ich glaube, die Blase platzen morgen, aber ich glaube, weil Optionalität sehr wertvoll sein wird, also Geld zu haben, wenn du es brauchst. Also wenn du jetzt auf 30 Mal Umsatz gerade Geld einsammeln kannst, dann würde ich es mir definitiv holen am Markt. Und gleichzeitig würde ich es aber nicht ausgeben, wie in einem Markt, der 30 Mal Umsatz bezahlt. Weil du könntest ja sagen... Mit der Milliarde könntest du dir dann einfach 50 Millionen Umsatz kaufen. Und die wiederum werden dann ja wieder mit weiteren 1,5 Milliarden bewertet. Aber mit einer Milliarde 50 Millionen Umsatz kaufen wäre echt schon ein schlechter Deal. Aber ich glaube, wir sind so ein bisschen in der Zeit. Also ich würde das Geld holen gerade, aber ich würde es nicht ausgeben, als hätten wir die Multiples, die wir haben.
Aber wenn die Leute anfangen, das Geld nicht mehr auszugeben, dann fällt das Kartenhaus auch zusammen.
Ich meine nur, ich würde nicht damit rechnen, dass man in sechs Monaten wieder eine Milliarde racet. Das könnte natürlich alles funktionieren, aber ich glaube, einfach mal 18 Monate Burnrate auf dem Konto zu haben, oder Die Fähigkeit, deine Firma schnell in einen Zustand zu bringen, wo du 18 Monate Default-Überlebenszeit hast oder eher 24, ist schon ganz schlau gerade.
Wie hieß das damals?
Efficient Growth? Nur aus vorauseilender Besorgnis möchte ich. Also nicht, weil ich glaube, in den nächsten sechs Monaten platzt das alles, sondern weil ich glaube, dass wenn es platzt, die Optionalität unheimlich wertvoll ist.
Es darf erst platzen, wenn du deine Anthropic-Aktien verkaufen konntest.
Ab April 2027 nach mir die Sintflut, alles egal.
Das Schlimme ist, dass jeder Anthropic-Investor genau so denkt und bis dahin auch jede Möglichkeit nimmt, um Talk is Book zu machen.
Ich mache jeden Tag noch zehn neue Accounts auf. So, wir gehen nochmal zurück nach Europa. Wir hatten Legora und Lovable aus Schweden und auch in Frankreich gibt es News und zwar gibt Mistral bekannt, dass man bis 2030 ein Gigawatt Rechenkapazität in Europa hat. bauen will. Bis Ende nächsten Jahres erstmal 200 Megawatt. Zur Erklärung, wenn wir hier von großen Datacentern in Europa reden, geht es oft so um den Bereich 50 bis 200 Megawatt. Jülich ist da irgendwie eine zweistellige Megawatt-Anzahl, glaube ich. Sekunde. Ja, genau. Jupiter, das ist das Forschungszentrum Jülich, hat rund 10 Megawatt Leistung im Mittel. Kann auf 17 bis 20 hochgefahren werden zum Vergleich. Das ist so das, was uns in Deutschland zuletzt als Supercomputer verkauft wurde. Mistral will bis Ende 2027, Ende nächsten Jahres 200 aufbauen, bis Ende 2030 1 Gigawatt. Ist, glaube ich, schlau. Am Ende ist das das Versprechen, dass du irgendwie komplett europäische Infrastruktur haben kannst. Und dann wird Mistral, denke ich, sicherlich erlauben, dass du das Modell frei wählen kannst. Du wirst Open-Source-Modelle aus China wählen können. Du wirst die großen US-Konzerne nutzen können. Mistral wird eigentlich, behaupte ich jetzt mal, zum europäischen Integrationshaus die Harnesses für Unternehmen bauen können. irgendwo zwischen Palantir und Accenture angesiedelt mit eigener Infrastruktur. Das ist insofern ganz schlau, dass da ein großer Teil der Wertschöpfung im Moment anfällt. Das heißt, es macht einfach viel mehr Sinn, das mitten im Datacenter zu machen als ohne. Man muss sich eigentlich fast fragen, warum die Accentures und die Palantirs nicht eigene Datacenter bauen und das mehr und mehr sozusagen in ihre... Für Palantir wäre es eine Margenverschlechterung, für Accenture wäre es eine krasse Margenverschlechterung, Verbesserung. Würden Sie das alles in der eigenen Cloud anbieten? Kann man sich fragen, sind Sie dann unabhängig genug, dies und das, aber wahrscheinlich hätte es dem Aktienkurs von Accenture ganz gut getan, wenn Sie vor drei Jahren parallel begonnen hätten, so eine eigene Cloud aufzubauen, statt es anderen als Beratungsansatz zu verkaufen. Und damit gehen wir in die Schmuddelecke, oder? Jawoll!
Wie tief tauchen wir in die Schmuddelecke ein?
Und zwar berichtet Bloomberg, dass seit 300 Jahren oder so das erste Mal wieder KAPA-Briefe im Umlauf sind, würde ich es mal nennen. Und zwar wird die Trump-Administration in Zukunft erlauben, dass private Firmen offensive Cyber-Operationen gegen Feinde der amerikanischen Bevölkerung oder so hat man es genannt, durchführen.
Also man könnte sagen...
Ja, und genau da ist das Problem. Also man könnte sagen, es geht hier darum, Cyberkriminelle, Kryptogangster, was es alles so gibt, Dark Web, auch Foreign State, also Bad State Actors, oder wie heißt das? Adversary State Actors, und so quasi zu überwachen mithilfe von offensiven Cyber, also mithilfe von Angriffshacking übersetzt, offensiven Cyber Capabilities. zu überwachen, aber auch zu penetrieren, an der Arbeit abzuhalten, ihn Krypto abzunehmen eventuell und so weiter und so fort. Oder die gestohlene Ware wieder einzusammeln, zu konfiszieren. All das sollen private Firmen mit Genehmigung des Weißen Hauses tun sollen. Und das erinnert so ein bisschen, also es erinnert nicht nur an Kaperbriefe irgendwie aus Francis Drake Zeiten, sondern der verantwortliche Dude da aus dem Weißen Haus, Sagt sogar, Letters of Marquis, das heißt auf Deutsch, glaube ich, Kaperbrief, are in our Constitution, also ist verfassungsrechtlich erlaubt, making privateer is as American as apple pie, also Freibäuter zu erschaffen, oder ja, Kaperschiffe, Freibäuter zu erschaffen, ist so amerikanisch wie Apfelkuchen. Also zweierlei Probleme. Das eine ist, Wir wissen, wie leicht die Trump-Regierung gerade genau solche Paragraphen ausnutzt, sozusagen uraltes Handelsrecht zum Beispiel nutzt, um Zölle zu erlassen. Ich hätte auf jeden Fall Angst, dass irgendeine NGO, die der echten Freiheit verpflichtet ist, am Ende hier als Feind Amerikas deklariert wird. Also sagen wir jemand, der so Hate-Aid oder sowas, die... am Ende nicht explizit gegen Meta, aber viele der Dinge, die auf Meta passieren, aktiv sind. Was stellt sicher, dass das nicht auf einmal als amerikanisch feindlich bezeichnet wird und dann europäische oder deutsche NGOs gehackt werden mit Erlaubnis der US-Regierung? Und das andere ist, und das hat man, glaube ich, im Zeitalter der Freibeuter so ein bisschen gelernt, dass wenn du solche Capabilities einmal schaffst und subventionierst und aufbaust, dass in der Regel mit Also die sitzen nicht still, wenn der Staat nicht bezahlt. Also es ist ein bisschen wieder wie ein stehendes Heer, was bezahlt wird. Am Ende wollen die Leute Geld verdienen und nutzen ihre Fähigkeiten vielleicht auch, wenn sie nicht mehr vom US-Staat bezahlt werden. Nur für einen anderen Dienstherrn, insbesondere wenn man jetzt irgendwie ausländische Unternehmen vielleicht nutzen würde. Aber die Gefahr ist natürlich, dass mit diesen Capabilities am Ende auch ganz andere Dinge noch getan werden, wenn der Staat eventuell nicht mehr bezahlt für die KAPA-Briefe. Wie gesagt, ich finde es besorgniserregend, aber vor allem, weil man sich fragen muss, wie schnell Institutionen gerade zum Fight Amerikas erklärt werden und damit sofort freiwillig für solche Hacker werden, ehrlich gesagt. Und warum das aber vielleicht auch nicht, trotzdem nicht ganz unwichtig ist, um den Kontext zu erklären, in dem das passiert, die Financial Times berichtet gerade, dass mit China zu verbindende Hacker wohl gerade mit autonomen KI-Möglichkeiten versucht haben, Taiwan anzugreifen, die sich wohl erfolgreich gewährt haben dagegen. Aber so mit Hilfe von Open-Source-Agenten soll es da wohl gelungen sein. Ist eben nicht gelungen, aber man hat auf jeden Fall versucht, relativ skalierbar Taiwan anzugreifen. Und eventuell rechnet man eben schon mit einem Zeitalter, wo defensive Maßnahmen nicht mehr reichen, sondern man eigentlich den Angreifern aktiv das, wie sagt man, was muss man denen legen?
Keine Wolke ohne schlechte Versprecher.
Ja, wie sagt man das denn? Das Handwerk legen muss man ihm natürlich. Deutsche Sprache, diese ganzen Idiome. Also eventuell muss man ihm präventiv das Handwerk legen. Vielleicht versucht man deswegen auch mehr und mehr offensive... Capabilities auszubauen. In Deutschland wurden die Geheimdienstbefugnisse ja auch gerade erweitert, um quasi früher einzugreifen in gewisse Dinge und nicht nur zu überwachen und Informationen zu sammeln, sondern eventuell, wenn Gefahr im Verzug ist, auch aktiv einzugreifen in Gefahrenlagen. Dann gibt es noch gute News für schlechte News. Und zwar klagen jetzt mindestens zwei Presseinstitute. Eins ist The Intercept, Gegen diese Truth-API, also wo man sozusagen die marktbewegenden Äußerungen des US-Präsidenten vor dem Markt kaufen kann. Und von einer Firma, die dem US-Präsidenten größtenteils gehört. Also die offenste Korruption, die es gerade gibt auf der Welt.
Stell dir vor, vor 20 Jahren hätte dir jemand erzählt, dass es sowas irgendwann mal in Amerika geben wird.
Dann hätte ich gefragt, Bolivien oder Venezuela?
Das ist so unfassbar.
Das ist aus heutiger Sicht eine Beleidigung für Bolivien und Venezuela, was in den USA passiert. Aber ich meine, gut, dass dagegen klagt wird. Es gab wohl schon mindestens zehn Kunden, die da gern für bezahlt hätten, was ja auch aus Sicht eines Hedgefunds unbedingt Sinn macht. Das wäre Free Money quasi, was man sich damit kaufen kann. Und gleichzeitig kauft man sich noch die Gunst des Präsidenten, weil man Geld bei ihm lässt. Aber wir hoffen mal, dass die klare Aussicht auf Erfolg hat. So, wo wir gerade... Mir fielen nur Überleitungen ein, die wir aus rechtlichen Gründen vielleicht nicht so formulieren. Aber...
Ich habe mir gerade die Aktie von der Platform Group angeguckt. Minus 85% Year-to-Date. Alter Falter. Sind aktuell noch 17 Millionen wert und ein bisschen was hinter der Kommastelle.
Wer hätte das voraussehen können? Die Wirtschaftswoche, also das Manager-Marzin beschäftigt sich ja schon länger, vollkommen zu Recht meiner Meinung nach mit der Platform Group. Jetzt schreibt auch die Wirtschaftswoche darüber, dass insbesondere Kunden von Cronext, das ist ein Marktplatz für Luxusuhren, entweder auf ihr Geld oder ihre Uhren warten sollen, mutmaßlich. Da beschweren sich wohl immer wieder Mandanten. dass sie das Geld für Uhren, die sie verkauft haben, nicht bekommen. Oder Leute, die Uhren gekauft haben, beschweren sich, dass sie ihre Uhr nicht anschaut. Ich habe mal, um das so schnell zu validieren, oder zumindest einen weiteren Tag... Ich habe mir mal zwei Nautilos gekauft, um zu checken, wie lange das dauert. Sie sind noch nicht da. Mit dem Entropic-Geld habe ich mir zwei Nautilos gekauft. Wie man das als guter Investor macht, man gibt das Geld vor dem Börsengang schon mal aus. Aber ich habe mal auf einer Vertrauensplattform im Internet geschaut, wie eigentlich so die wie Cronex dort beleumundet ist.
Also man muss ehrlicherweise sagen, dass die doch auch schon nicht so gut im Licht waren, bevor die Plattform die gekauft hat.
Genau, wollte ich fairerweise auch sagen. Das war jetzt, ich will nicht sagen, schon mal eine Mistbude, aber Aber man kann aber auch schon sagen, dass sie sich jetzt nicht deutlich gebessert hat mit dem neuen Eigner. Aber wenn man Trustpilot glauben kann, ich lese einfach mal die KI zusammen. Trustpilot macht ja so eine schöne KI-Zusammenfassung der Bewertung. Also die einzelnen Bewertungen haben schon Unterhaltungspotenzial. Ich hätte sie gerne verlesen, aber so lange macht mein Akku nicht mit. Deswegen lese ich nur die KI-Zusammenfassung vor. Bewertet man 269 Bewertungen, die meisten Rezensenten waren mit ihrem Gesamterlebnis unzufrieden. Viele Kunden beklagten bitterlich, dass vereinbarte Auszahlungen nach erfolgreichen Verkäufen sowie geforderte Rückerstattung über viele Monate hinweg stark verzögert wurden. Verzögert wurden und das stellt ja aktives Handeln hier. Das sind die Aussagen der Kunden. Nicht, dass es irgendwie zu Verzögerungen kam, sondern dass es verzögert wurde, interessanterweise. Zudem wurde kritisiert, dass der Kundenservice kaum auf E-Mails reagierte und betroffene Personen stattdessen immer wieder nur hingehalten wurden. Die Minderheit der Menschen war zufrieden mit dem reibungslosen Kauf von gebrauchten Luxusuhren. Und dann geht es noch ein bisschen weiter. Aber 2,6 Stern sind keine Top-Bewertung, sage ich mal. Ich habe mal vergleichsweise Chrono24 angeschaut, die liegen stabil zwischen 4,7 und 4,8. Also nicht ganz doppelt so viel, aber man kann das Business offenbar auch vernünftig machen. 2,6 ist ein wirklich schlechter Wert. Und gerade wenn man im Markt für Luxusuhren, was natürlich Vertrauensbusiness ist, ist es natürlich desaströs, dass... zu machen. Hätte man mal damals vielleicht doch eine Short-Position eingegangen für die Platform Group, das hätte ja ganz gut laufen können. So, apropos gut laufen können, könnte es in Zukunft vielleicht auch für Verlage Fragezeichen? Und zwar berichtet TechCrunch, dass Apple in Zukunft Publisher immer dann, wenn das neue Siri darauf zugreifen wird, auf die Inhalte, vergüten möchte. Also es kommt so ein bisschen das Pay-Per-View-Modell für KI, also was man mit Menschen nie geschafft haben, nämlich dass man... Das ist auch so geil. Kein Verlag würde ja sagen, für einen Cent lassen wir einen Menschen auf unsere Webseite gucken. Und jetzt passiert aber, genau mit KI-Agenten will man das jetzt machen. Es wäre so lustig, wenn es ausgerechnet da funktioniert. Also Apple will einen neunstelligen, also 100 bis 900 Millionen, also 100 Millionen bis eine Milliarde könnte man sagen, einen neunstelligen Pool an Geld zur Verfügung stellen, um Publisher zu vergüten. wenn Siri auf ihre Inhalte zugreift, im Kundensinne. Also wenn der User quasi eine KI-Anfrage stellt und Siri holt sich die Informationen von einer Webseite, dann plant Apple, die Publisher, also die Verleger, dafür zu vergüten. Das kann sich nur um Centbeträge handeln. Wie gesagt, interessant, weil es als Modell für Menschen nie richtig funktioniert hat, obwohl es sicherlich Nachfrage von der Consumer-Seite dafür gab. Was sind deine Gefühle dazu?
I don't know. Meine Gefühle sind eher so Siri-mäßig. Wann Siri so gut ist, dass ich sie nutze. Einmal im Monat habe ich einen Siri-Lacher. Ich muss Siri im Auto nutzen und dann kommt irgendwas raus, was ich nicht gedacht hätte. Aber es wird doch wahrscheinlich sein wie bei Spotify. Das werden so mickrige Sendprodukte sein, dass es keinen interessiert.
Anfangs auf jeden Fall, glaube ich auch. Also ich finde es erstmal gut, dass es so ein bisschen verursachungsgerecht ist. In der Vergangenheit war es ja eher so, dass... die großen KI-Labore dann relativ große Verträge mit einzelnen Medienhäusern gemacht haben und stattdessen aber wirklich pro Content-Piece zu bezahlen, was man entfremdet oder was man dem Nutzer anbietet, finde ich erstmal eine ganz gute Lösung. Das andere ist, ich finde es ja furchtbar schlau von Apple, das zu machen, weil wenn sich das durchsetzt, Könnte daraus ja auch ein bisschen das Selbstvertrauen der Verlage erwachsen, zu sagen, wenn es mit Apple geht, muss es ja auch mit allen anderen geben. Und dann wiederum gibt es einen neuen Kostenpunkt, der bei allen KI-Unternehmen aufsteigt. kann das, glaube ich, relativ gut bezahlen, weil sie immer ein gutes Monetarisierungsmodell dahinter haben werden. Also weil jemand für das neue Siri zahlen wird oder weil sie an den ganzen KI-Modellen mitverdienen, ohne selber Kosten zu haben. Und gleichzeitig, wenn alle KI-Firmen jetzt für den Content endlich zahlen müssen, ist das aus Apples Sicht, glaube ich, eigentlich ganz cool. weil das im Zweifel deren Position so ein bisschen schwächt. Also damit anzufangen, fände ich gar nicht so blöd an Apples Stelle. Ich will jetzt gar nicht unterstellen, dass sie so einen infamen Plan dabei haben, aber ich glaube, es könnte sich als relativ schlau rausstellen im Nachhinein, wenn sich das wirklich so als Standard durchsetzen sollte. Ob das so funktioniert, werden wir dann sehen. Das war's für diese Woche, würde ich sagen.
Ja, wir sehen uns wieder Mittwoch. Habt ein schönes Wochenende, schön eincremen, immer Wasser trinken. Bis dann.
Tschüss.
Ciao, ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.