Doppelgänger Folge #590 vom 21. August 2026

Auf wessen Kreditkarte ist noch Geld? Singularität, Knutschkugeln & LinkedIn-Slopments #590

Stripe schreibt seinen Investoren, die Singularität habe am 1. Januar begonnen, und bestätigt im selben Brief den Kauf von OpenRouter. Danach geht es eine Stufe tiefer in die Nahrungskette der Absatzfinanzierung: Broadcom nimmt bis zu hundert Milliarden Dollar Schulden auf, um Anthropic den Kauf von Chips zu ermöglichen, die Broadcom selbst entworfen hat. In Ohio warnt das Wahlkampfkomitee der Republikaner die KI-Konzerne, dass Rechenzentren die Partei einen Senatssitz kosten. Ab Montag läuft ChatGPT-Werbung auch in Deutschland, und es geht um die Frage, ob eine Suchmaschine mit Werbung überhaupt glaubwürdig bleiben kann. Bei den Quartalszahlen liegt Anthropic vor OpenAI, in den ersten Wochen des laufenden Quartals dreht sich das Momentum aber wieder. Anthropic könnte in den nächsten Tagen den Börsenprospekt vorlegen. Dazu Drohnen von Amazon in bis zu fünfhundert Städten, ein Cybercab ohne Lenkrad, eine Kamera im AirPod und eigene Chips von Waymo. Bei den Zahlen bremst Klarna wegen Deutschland, und die Doping-Olympiade macht achtzehn Millionen Umsatz bei sechsundneunzig Millionen Kosten. Am Ende eine längere Rechnung darüber, warum Zara mit Innenstadtläden mehr verdient als Shein online.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Stripe und die Singularität

(00:08:21) VC-Konzentration

(00:11:16) Broadcom bürgt für Anthropic

(00:13:24) Rechenzentren im Wahlkampf

(00:20:19) Die Kelce-Kampagne

(00:23:18) ChatGPT-Werbung in Europa

(00:38:05) OpenAI gegen Anthropic

(00:51:45) Amazon-Drohnen

(00:57:05) Tesla Cybercab

(00:58:51) AirPods mit Kamera

(01:03:35) Waymo baut Chips

(01:06:17) Der günstige Waymo

(01:08:42) SpaceX wollte Cognition

(01:12:45) Klarna

(01:15:52) Enhanced Games

(01:19:28) Ramp Router

(01:22:08) Personio

(01:23:09) LinkedIn-Slop

(01:25:04) Unitree

(01:26:51) Shein gegen Inditex

(01:37:52) Apotheken und E-Commerce

(01:42:50) Neom

(01:43:32) LandSpace landet

(01:45:09) Spirit-Flugbegleiter

(01:46:12) Metas Suchtprozess


Shownotes

Stripe schreibt Investoren, die Singularität habe begonnen - axios.com

Venture Capital war noch nie so konzentriert - profgmedia.com

Broadcom sucht mehr als 60 Mrd. für den nächsten KI-Schuldendeal - bloomberg.com

Das GOP-Memo zum Rechenzentrums-Risiko in Ohio - axios.com

Die Kelce-Brüder sammeln Kühlmittel für Rechenzentren - thoughtcatalog.com

ChatGPT Ads kommt in 31 europäische Märkte - openai.com

OpenAI baut Vertriebsteams für Werbung in Europa auf - digiday.com

OpenAIs Q2-Umsatz wächst langsamer als der von Anthropic - wsj.com

Friar: OpenAI wird 2027 eine Public Company - cnbc.com

Anthropic will die Größe des SpaceX-IPO erreichen oder übertreffen - bloomberg.com

Amazon weitet die Drohnenlieferung aus - bloomberg.com

Teslas Cybercab startet mit Mitarbeitern als Fahrgästen - thenextweb.com

Hinweise auf AirPods mit Kamera in macOS 26.7 - macrumors.com

Waymo hat einen eigenen Chip für seine Robotaxis gebaut - bloomberg.com

Das günstigere Waymo-Robotaxi ist in drei Städten für alle offen - techcrunch.com

SpaceX wollte Cognition kaufen - bloomberg.com

Klarna senkt die Prognose und sucht einen neuen CFO - wsj.com

Enhanced Games mit 62 Mio. Verlust im zweiten Quartal - themirror.com

Ramp startet einen eigenen KI-Modell-Router - techcrunch.com

Personio zeigt KI-Ausgaben neben den Vergütungsdaten - linkedin.com

Unitree legt im Shanghaier Debüt um mehrere Hundert Prozent zu - cnbc.com

Shein peilt den Handelsstart am 28. August an - reuters.com

Neom: The Line wird zum KI-Rechenzentrum - golem.de

China landet erstmals eine Trägerrakete auf dem Boden - qz.com

Flugbegleiter wehren sich gegen Googles Datenkauf - wsj.com

Der erste Zeuge im Meta-Prozess in Oakland - thenextweb.com

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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 590 am 22. August 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Ich habe gedacht, es wird eine Standard-AI-Bubble-Folge. Ich wollte eigentlich anfangen mit Absatzfinanzierung, wie immer. Aber du hast hier kurz noch einen Scoop nach vorne gezogen.
Was ist bei Stripe los? Ja, und zwar nur um ihn zu zerfleddern. Und zwar berichtet die ansonsten sehr gut informierte Quelle Exios darüber unter dem Titel Scoop, Stripe says the singularity has begun. Also die Stripe-CEOs hätten angeblich gegenüber Investoren gesagt, dass der 1. Januar den Beginn der Singularität markiert. Und dass das eben eine sensationelle News ist. Singularität ist so ein bisschen... der Tipping-Point, wo die Entwicklung von KI sich entkoppelt, könnte man sagen, und einfach Dinge passieren, die einigermaßen unvorhersehbar waren. Also ich glaube, es wird ein bisschen mehr aufgeblasen als es ist, weil a, diese Singularity-Meme, könnte man sagen, fahren die Collisons eigentlich seit Anfang des Jahres schon. Also man darf da an den Shareholderletter des letzten Jahres von 2025, der ich glaube im Februar rauskam, erinnern. Da sagen sie wortwörtlich, dass wenn man zurückschaut auf das Q1 2026, dann wird man es eventuell im Nachhinein als Singularität sehen. Ich war neulich auch auf dem Stripe Event in Berlin. Wo die erste Frage auffällt, sind wir schon in Singularität, weil die Collisions das eben unter anderem gegenüber TBPN, diesem News Network, thematisiert haben. Also es ist so ein bisschen, würde ich sagen, ihr Meme oder ihr Narrativ auch für dieses Jahr, dass Singularität beginnt oder sich die ersten Anzeichen zeigen. Insofern glaube ich, hat Access da auch ein bisschen übertrieben. Ich finde aber, oder man kann das noch auf Video nachschauen, meine Antwort, wenn man Stripe, Flipkart sucht, findet man ein YouTube-Video. Also ich würde jetzt nicht sagen, es ist glasklar zu erkennen, dass wir gerade in der Singularität uns befinden oder die hinter uns gelassen haben. Aber glaube ich, dass es so eine Art Inflection Point gibt, wo sich Dinge... nochmal beschleunigt entwickeln. Also du kannst auf New Business Formation schauen, also Neugründung von Ein-Mann-Companies, kleinen Firmen, Startups und so weiter. Da gibt es auf jeden Fall eine Beschleunigung. Dann eben der Fakt, dass KI wirklich beginnt, sich selbst zu verbessern und du so dieses Recursive Learning hast, was ziemlich genau in den letzten sechs bis neun Monaten eigentlich Gas gegeben hat. Die zusätzlichen Effekte aus Reinforcement Learning, from Human Feedback Wie gesagt, die Singularität kann man eigentlich erst so richtig im Nachhinein wahrscheinlich definieren, wann da der Point war, wo sich das losgelöst hat. Aber dass das dieses Jahr sein wird, oder dass man im Nachhinein sagen wird, dass dieses Jahr einfach viele große Umbrüche passiert sind und KI sich eher beschleunigt als verlangsamt hat. Also das Gegennarrativ wäre ja, die Diminishing Returns, AI hitting a wall, Scaling funktioniert nicht mehr, pipapo, das haben wir auch genug gehört. Und wenn ich jetzt wählen müsste zwischen ein der beiden Narrative, würde ich natürlich immer sagen, so differenziert wie möglich betrachten. Aber ich halte den Beginn der Singularität oder die ersten Anzeichen einer Singularität, das wäre meine Definition, für wahrscheinlicher, als dass wir gerade eine Verlangsamung der KI-Entwicklung erleben. Insofern... Ja, ist der Scoop nicht so groß, wie er ist, aber die Beobachtung von Stripe und sicherlich auch deswegen das Investment in Open Router, in dem Zusammenhang ist das natürlich gefallen, dass man glaubt, dass Open Router der Verschiebebahnhof zwischen den Tokens wird am Ende. Das ist sicherlich die Hoffnung, die sich dahinter ein bisschen versteckt und dass man vielleicht selber auch der Stellwerksmeister ist, der an den Weichen ein bisschen spielen darf oder auf jeden Fall aber 5% Gebühren mitnimmt von jedem Token, der über den Router verkauft wird. Das ist sicherlich einer der Gründe warum Stripe dazu schlägt. Und wir kommen später noch auf zwei weitere Firmen. die da auf dem gleichen Hype-Train gerade sind.
Aber diese ganze AGI-Thematik wurde doch eigentlich in den letzten Monaten relativ leise, oder? Also ich erinnere mich, dass es zwischen diesem OpenAI und Microsoft die Verhandlungen, dass immer nochmal so ein bisschen Thema war, dass sich irgendwas ändert, wenn AGI da ist.
Aber so richtig AGI-Chöre höre ich gerade nicht. Meine persönliche Definition, ich weiß nicht, wie streng Singularity definiert ist. Es geht um einen Punkt, wo sich Technologie abstrakt so ein bisschen entkoppelt von der menschlichen Entwicklung. Ich würde das nicht zwangsläufig mit AGI verbinden, sondern in dem Moment, wo AGI entsteht oder sich Technologie über Monate entkoppelt hat, da ist natürlich einfach Singularity auszurufen. Das Spannende ist halt, sich zu fragen, was war der erste Punkt, wo man es hätte sehen müssen. Das ist die einzig wertvolle Debatte, die es sich zu haben lohnt, würde ich behaupten. Retrospektiv wird super einfach zu sagen, es ging dann oder dann los, da kann man sich immer noch drüber streiten, aber das ist weniger schwer. Die Frage ist sozusagen, wann hättest du es zuerst sehen können? Und da finde ich, die Geschwindigkeit, mit der sich gerade neue Firmen bilden, die Geschwindigkeit, mit der sich Technologie beginnt, selbst zu verbessern, sehe ich als die ersten Anzeichen. Ich sage nicht, dass wir jetzt in dem Punkt sind, würde auch nicht sagen, dass der MQ1 definitiv bestätigt werden kann, dass das der Inflection Point war. Aber dass wir die ersten Zeichen einer singulären Entwicklung sehen, das würde ich auf 2026 datieren, auf jeden Fall. Und jetzt nicht über Monate oder Tage streiten wollen, ehrlich gesagt. Insofern bin ich da prinzipiell eigentlich zufrieden. mit einer differenzierten Logik dabei. Oder zumindest würde ich das Narrativ eben eher unterstreichen, als dass ich sage, wir sehen jetzt hier eine Verlangsamung der Entwicklung und es hat sich jetzt herausgestellt, dass KI eigentlich doch gar nichts kann, was es ja immer noch gibt. Ich glaube eher, dass was du in Zukunft haben wirst, also in der Vergangenheit waren es Nicht alle, aber einige Entwickler und Entwicklerinnen, die gesagt haben, KI wird nie gut genug sein, um Software zu bauen. Ich glaube, die meisten haben schmerzhaft gelernt, dass, auch wenn es ihren eigenen Job vielleicht noch nicht betrifft, aber dass es für ganz viele Leute eine riesen Opportunity oder auch Bedrohung ist teilweise. Und du wirst jetzt Berufsgruppe nach Berufsgruppe haben, die den gleichen Wandel durchgehen. Das heißt, alle, die sagen, ja, aber das kann KI heute noch nicht, werden halt auf einer Skala zwischen zwölf Monaten und zwölf Jahren erleben, wie sie das gleiche Schicksal ereilt wie ein Customer Service Arbeiter oder ein Entwickler. Was nicht heißt, dass alle ihren Job verlieren, aber dass ihre Arbeit signifikant von KI enhanced wird oder auch ersetzt wird. Das wird einfach mehr und mehr Berufsgruppen betreffen und man kann jetzt schauen, wie viele Berufsgruppen sozusagen die Standardreaktion haben werden. Uns betrifft das aber nicht, weil wir sind die Speerspitze der Evolution und unsere Arbeit ist wirklich zu schwer.
Ich habe so ein bisschen das Gefühl, aktuell ist es so, dass jeder sagt, bei mir ist KI, also mein Job ist sicher mit KI. Vom Arzt bis hin zum VC, das ist der letzte Job, den die KI machen wird. Aber dann auf der anderen Seite siehst du, dass Leute versuchen, den Job des anderen mit KI zu ersetzen. Also der Bauunternehmer, den es aufregt, dass der Architekt so teuer ist, wenn er irgendwie Sozialwohnungen baut und für jede, der irgendwie hundertmal die gleiche Wohnung machen muss.
Das ist der absolute NIMBY-Job-Market. Also wo du sagst, ich möchte, dass meine Angestellten alle mit KI ersetzt werden, aber als Geschäftsführer bin ich doch ein Leben lang sozusagen davor gefeilt. Weil ich bin jetzt wirklich zu schlau hier und trage das wirtschaftliche Risiko. Weil du gerade, wie ich sie gesagt hast, gibt es gerade eine ganz spannende Studie. Und zwar habe ich die gefunden bei Mia Silvero. Mia Silvero ist so, ich würde sagen, das Content-Mind von Scott Galloway. Kann man, glaube ich, fairerweise sagen. Die betreibt auch ein Substack. Ist das ihr eigenes? Sekunde. Ja, es läuft in der Prof. G Media. Aber sie wird als Autor zumindest genannt. Und sie kommentiert das auf... Also es geht um die Konzentration in der VC-Branche. Und da gibt es ganz spannende neue Zahlen. Und zwar... 1% der Manager, also es geht jetzt nicht um Funds, sondern Fundmanager, so die da auch auf der Midas-Liste erscheinen am Ende. 1% und das sind letztlich rund 100 Leute, 120 Leute, machen 57% der Profits der gesamten Venture-Capital-Branche. Was für eine krasse Verteilung. Das sind sozusagen die Top 1% Manager, literally 1%er. machen fast 60 Prozent der Profite. Und die anderen 99 teilen sich 40, 43 Prozent der gesamten VC-Gewinne. Krass wie kopflastig. Es gibt noch so andere. Natürlich sieht es beim Geldraisen genauso aus. Die Top 10 Funds, das sind dann so die Andreasons, Sequoias, Founders Fund, Thrive und so weiter. kriegen die Hälfte des Committed Capitals, auch Wahnsinn, 10 Largest Venture Funds, 43%, bis zu 48% inzwischen und natürlich geht irgendwie 8 bis 9 von 10 Dollars gerade raus. in KI. Genau, wir packen es mal in die Shownotes. Das heißt, Venture Capital has never been disconcentrated von Mia Silvero. Ich nehme an, dass diese Zahlen jetzt demnächst auch bei Pivoted dann immer wieder aufgerufen wird. Mein Gefühl ist so, dass sie, also Mia Silvero, der eigentliche Mastermind hinter vielen der quantitativen Auswertungen ist, die man von Scott Galloway hört. Deswegen packen wir die hier gern mal ins Spotlight.
In einer der letzten Folgen hast du mir erklärt, dass das mit der Absatzfinanzierung gar nicht so schwierig ist. Das wäre so ein bisschen so, wie wenn der Autokonzern mit seiner Bank hilft bei der Finanzierung der Autos.
Als Spruch, bevor du deine Nachfrage machst, so undifferenziert habe ich das nicht gesagt. Ich sehe natürlich Risiken da, gerade in der Incentive-Lage. Ich habe nur gesagt, dass es aber auch nicht vollkommen untypisch ist in der Industrie, wo der Umsatz so schnell wächst und die Kunden aber typischerweise selber noch dabei sind, ihre Umsatzkanäle aufzubauen und wo aber das Generieren von Umsatz an Investitionen gebunden ist. Also du kannst AI nicht verkaufen, ohne Rechenleistung zu haben. Da ist es vielleicht nicht ganz untypisch, dass es so eine Art von Vorfinanzierung gibt. Und ja, jetzt deine Frage.
Nun gehen wir in der Nahrungskette ein bisschen runter. Also die Autokonzerne helfen mit ihren Banken bei der Finanzierung der Autos, aber jetzt steigt auch Bosch ein.
Genau, und Michelin. Die Reifenhersteller finanzieren jetzt, die Reifenfinanzierer finanzieren jetzt, die haben ihre eigenen Leasingfirmen.
Genau, ab jetzt kann jeder Podcaster G-Klasse und Lambo fahren.
Es ist möglich. Henkel Adhesives, die so die Klebstoffe für die Türen herstellen, die finanzieren jetzt die Autos. Nee, das ist eine ganz gute Charakterisierung. Genauso würde ich es einordnen. Also es gibt gerade News, die auf Bloomberg laufen, die diesen Deal zwischen Broadcom und Entropic nochmal besser auseinandernehmen. Da wird von 60 Milliarden bis zu 100 Milliarden sogar genannt, die Broadcom jetzt an Dead Race auf eigene Balance Sheet nehmen. Also man muss dazu sagen, Broadcom ist ein Chip-Designer. Keine eigenen oder kaum eigene Factories oder Fabs. keinen großen Investitions-Cashflow, machen 30 Milliarden operativen Cashflow im Jahr, strotzen vor Geld normalerweise und raisen jetzt 60 bis 100 Milliarden in Schulden, für die sie selber eigentlich null Bedarf haben, damit sie dann damit Anthropic backstoppen können, quasi damit die wiederum Chips kaufen können, die am Ende von Broadcom designed worden sind. Ja, das ist so ein bisschen wie... Du fährst mit zehn Leuten nach Las Vegas und fragst am Ende so, auf wessen Kreditkarte ist dann noch Geld? Also wer kann denn noch, wer hat denn noch irgendwie Bonität? Und ja, mal sehen, am Ende wird Siemens Energy vielleicht, weil sie Generatoren verkaufen, die Data Center backstoppen oder also bürgen dafür. Also die großen Cloud-Anbieter haben ihre Balance Sheets offiziell und inoffiziell, also über Off-Balance-Sheet-Maßnahmen schon ganz gut belastet. Jetzt kommen, also TSMC, die Chip-Hersteller, Intel, AMD und so weiter machen mit. Jetzt kommen die Chip-Designer, die eigentlich ein Super-Asset-Light-Business haben und auf einmal, wie gesagt, zweistellige Milliardenbeträge an Schulden aufnehmen. Und mal sehen, wo das Stopp macht. Also ob am Ende die Landowner oder, ich weiß es nicht, die Kommunen selber. Ich glaube ja immer noch, dass der US-Staat einen Backstop anbieten wird irgendwann oder Tax-Exams oder Tax-Holidays eigentlich. Wir werden sehen. Aber hast du, glaube ich, richtig bemerkt. Also es entbehrt nicht eine gewisse Absurdität. Aber ich meine, auch für Broadcom ist es Absatz. Die handeln quasi bei TSMC hergestellte Chips weiter und dass die jetzt da auch Absatzfinanzierung betreiben wollen, ist auch nicht total überraschend wiederum, ne?
Ja, aber es geht ein bisschen weiter. Und wir gehen sofort zu den Rechenzentren. Also da, wo die Chips dann sind, da scheint es in Amerika jetzt so ein bisschen PR zu geben. Also es gibt einen Senator, der so das Gesicht der Rechenzentren ist in Ohio. Und es gibt jetzt einen Brief oder ein Memo der Republikaner, die warnen die KI-Konzerne, ey, also wenn der liebe Mann hier, der das Gesicht der KI-Rechenzentren ist, die nächste Wahl nicht gewinnt, Dann macht euch mal darauf bereit, dass hier nicht mehr so schnell das nächste Rechenzentrum genehmigt wird.
Und wer war als allererster dabei noch vor diesem Brief? Meta, die da mit ihrem Lipstick-Fund versucht haben zu sagen, wir sind die Guten bei Rechenzentren, wir unterstützen Communities, wir bauen da Kindergärten, Feuerwachen, was weiß ich, wenn wir Rechenzentren bauen dürfen. Die haben natürlich, wie wir später noch berichten werden, auch gerade ganz akute Probleme mit dem Gerichtsverfahren usw., Aber ja, die GOP, also es sind die Republikaner, Grand Old Party, die republikanische Partei in den USA, gilt ja als Pro-Business und die die Datacenter eher bauen wollen, obwohl sie gerade aus der MAGA-Community auch schon Backlash spüren. Also Leute pushen zurück und wollen zumindest in ihrer eigenen Umgebung keine Datacenter haben, weil sie angeblich Wasser wegnehmen, weil sie Strom wegnehmen, die Lebensbedingungen verschlechtern, die Landpreise verschlechtern. Natürlich ein bisschen Steuern geben die Kommunen, aber sie schaffen nicht unendlich viele Arbeitsplätze und so weiter und so fort. Insgesamt ist die Mehrheit Amerikaner eigentlich gegen Data Center, zumindest in ihrer eigenen Umgebung. Und das wird jetzt zu so einem politischen Spaltkeil und scheint wirklich die Republikaner Wählerstimmen zu kosten, weil man inzwischen... Und das könnte man jetzt sagen, ob das schlau ist oder nicht, will ich gar nicht beurteilen. Aber es war strategisch zumindest wirksam, dass die Demokraten im Bundesstaat New York gesagt haben, wir machen hier erstmal ein Moratorium. Hier wird kein Datacenter mehr gebaut, bevor wir nicht irgendwelche Konzessionen, also Zugeständnisse erwirken von den Datacenter-Anbietern. Also wir wollen einen besseren Deal. Da hat man gesagt, wir sind so ein bisschen die Anti- oder skeptische Datacenter-Partei. Und das hilft wahrscheinlich politisch den Demokraten, weil man könnte sich jetzt, wenn man so ein typischer Moderate ist oder jemand, der Centrist in der Mitte ist, sich noch nicht entschieden hat oder Wechselwähler, dann könnte man sagen, wenn ich ein Single-Issue-Voter bin und Datacenter ist gerade mein größter Issue, Immigration hat Trump ja so ein bisschen gelöst, Wirtschaft weiß nicht, interessiert vielleicht auch nicht jeden oder kann auch nicht jeder richtig beurteilen. Und wenn ich jetzt sage, Datacenter ist gerade eigentlich mein größtes Problem und KI sowieso für meinen Job, dann könntest du dich quasi auf die Demokraten schlagen, weil die eher so wirken, als wären sie dagegen oder würden zumindest bessere Konzessionen fordern für den Bau von Datacentern. Und da spürt jetzt die republikanische Partei, Natürlich, dass sie in Anführungsstrichen die Bösen sind. Gleichzeitig möchten sie natürlich aber ihre Sponsoren, und das sind die großen Tech-Konzerne im Moment, auch schützen und sie wollen weiter Data Center bauen, weil es gut für die Wirtschaft wäre erstmal vermutlich, mit all den Risiken, die sich damit verbinden natürlich. Und deswegen rufen sie jetzt die Tech-Konzerne auf, sagt man dafür, dass Data Center ein besseres Image bekommt. Bin gespannt, was es da jetzt an PR-Kampagnen, also ich bin mir sicher, in den Podcast des Q3s und Q4s werden wir dann ganz tolle Kampagnen hören, was für tolle Benefits Datacenter schon für kleine Communities irgendwo in Texas bewirkt haben und dass man jetzt versucht, das Image von Datacenter und AI Gerade. Zurück in Schade, dass gerade kein Superbowl ist, sonst würde man das wahrscheinlich in vielen Superbowl-Spots wiederfinden. Bin gespannt, was jetzt der effektivste Weg wird, um da die öffentliche Meinung so ein bisschen zu bewegen.
Ja, oder es entstehen einfach jetzt Data Center in Kanada und Mexiko an der Grenze.
Das passiert ja alles außerdem. Es werden auf der ganzen Welt Datacenter gebaut. Es gab gestern gerade beim Monitor eine spannende Reportage über Datacenter in Deutschland, die gebaut werden sollen und dass hier letztlich die gleichen Diskussionen laufen. So ein bisschen die lokalen Bürgermeister, egal zu welcher Partei sie gehören. freuen sich natürlich immer über die Steuereinnahmen. Die Leute, die da wohnen, sind oft nicht so scharf auf dem Data Center, weil gar nicht klar ist, ob eventuell das letzte Grundwasser noch weggesaugt wird oder mit hoher Wahrscheinlichkeit Gaskraftwerke gebaut werden, auch in Deutschland. Wir machen es immer lustig darüber, dass da bei Colossus von SpaceX irgendwie 36 Gasturbinen illegal laufen. In Deutschland wird es nicht illegal passieren, aber das Wirtschaftsministerium ist dabei, so Gaskraftwerke neben Datacenter in Deutschland zu genehmigen. Also neue Gaskraftwerke ans Netz zu stellen, die exklusiv Grundlast für Datacenter bauen werden.
Letzte Frage dazu. Also jetzt mal angenommen, es werden keine Datacenter mehr zugelassen, dann hat Amerika noch ein GDP-Problem. Also was ist da mit dem Wachstum los?
Ja und nein. Du könntest sagen, ich habe ja letztes Mal so ein bisschen angeschnitten, das würde ja zu extrem hohen Preisen führen. Also die Nachfrage würde ja zwangsläufig nicht runtergehen. Das heißt, die Preise für Tokens oder für Rechenzeit würden erstmal steigen. Das heißt, man könnte mit gleich viel Tokens mehr Umsatz machen eventuell. Eine Zeit lang natürlich. Also man hätte am liebsten natürlich Volumeneffekt und Preiseffekt. Aber den Preiseffekt hätte man weiter und weiter steigende Umsätze, würde ich vermuten, solange Leuten es gelingt, KI sinnvoll einzusetzen. Aber du möchtest natürlich auch über Skalierung der Ressourcen besser werden quasi. Nicht nur bei der Qualität der Modelle, auch bei Inferenz und Einsatz. Man würde dann vielleicht wieder mehr forschen. Wie kann ich KI effizienter machen? Muss ich wirklich... so viele Tokens beim Thinking verschwenden auf dem Weg, kann ich bessere Router machen, die einfache Fragen nicht immer durch den schwersten Modus jagen und so weiter. Und es wäre gar nicht schlecht, würde ich sagen. Ich sage es ja relativ oft, wirtschaftliches Handeln erfordert Restriktionen. Du brauchst eine knappe Ressource, um ökonomische Entscheidungen zu treffen. Wenn alles im Überfluss da ist, geht es nicht. Insofern wäre es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn es mal zwischenzeitlich auch ein bisschen verknappt wäre. Die Endkonsequenz ist, dass irgendwann dann wirklich Data Center in Space attraktiver werden. Aber lange bevor das passiert, würden natürlich in der Golfregion, in Südamerika, wie du richtig gesagt hast, in Neuseeland vielleicht, Argentinien, Südamerika zum Beispiel, würden wahrscheinlich neue. Peter Thiel hat sich ja gerade am Energieversorger, glaube ich, in Argentinien beteiligt. Ich könnte mir vorstellen, weil er voraussieht oder mit plant, je nachdem, dass Argentinien so ein bisschen die Freedom City für AI wird. Also man könnte ja Millet so beeinflussen, oder vielleicht braucht man den gar nicht beeinflussen, der ist eh so gepolt, dass der sagt, bei uns gelten bei KI gleich mal gar keine Regulierungen. Also wer KI freier forschen will, der kann nach Argentinien kommen, wir haben genug Energie. Und hier gibt es nicht so viel Regulierung, gibt auch hier Gas. Und vielleicht ist das der Grund, warum, also du müsst mir einen besseren Grund nennen, warum Peter Thiel sich an einem Energieversorger in Argentinien beteiligt. Naja.
Dann gibt es große Innovationen. Wer hätte es gedacht, zwei Baseballspieler erfinden einen Weg, wie man Data Center vernünftig kühlen kann und das noch zu günstigen Preisen? Nein, natürlich nicht. Aber es gibt einen Werbespot von den Kelsey-Brüdern, die dazu aufrufen, doch bitte Wasser und Bier abzuholen. umzuwandeln in Urin und das an Rechenzentrum zu schicken. Früher gab es das Coca-Cola-Glas irgendwie, wenn man ein Sixer oder so gekauft hat. Jetzt gibt es ein Glas, wenn man Bier oder Wasser kauft. Ich finde, eine gelungene Kampagne.
Es ist auf jeden Fall schlaues Marketing, könnte man sagen. Also die Kelsey-Brüder, der eine ist der Ehemann inzwischen von Taylor Swift. Und sind die Baseballspieler hier? American Football. Football, du hast gerade Baseball gesagt, glaube ich.
Beides uninteressante Sportarten.
Also die machen irgendeine Nischensportart in den USA und sind dabei mittelbegabt.
Podcaster als wir. Das kann man auf jeden Fall sagen.
Ja, definitiv erfolgreicher Podcaster als wir. Und haben sie ihre eigene Biermarke, die Garage Beer heißt. Und zusammen mit Liquid Death, was so eine Wassermarke ist, bauen sie jetzt ein Produkt, wo man ein wiederverschließbares Glas bekommt, das man dann eben an Data Center Betreiber als Kühlflüssigkeit zurückschicken soll. Das ist natürlich eine Form des, man könnte sagen, Konsum, Pro-Konsum-Protest. Das Narrativ ist, die Data Center verbrauchen so viel Wasser, es ist gar nicht so viel Wasser im Vergleich zu landwirtschaftlichen oder anderen Industrien, aber sie verbrauchen Wasser und entziehen das teilweise in Communities und deswegen sagen, dann schickt halt eure Pisse hin, dann haben die das als Kühlflüssigkeit, weil sie ja nicht zwangsläufig Wasser brauchen, sondern menschlicher Urin wäre ja auch eine tolle Kühlflüssigkeit. Ist kein schlaues Marketing, würde ich sagen. Es beißt natürlich, hat auch eine gewisse Doppelmoral, weil Wasserabfüller sind ja Jetzt auch in der Moditor-Doku zum Beispiel, die gestern Abend lief, wird auch erzählt, wie so ein großer Eisteehersteller und Red Bull in dem Fall, da 92% des Grundwassers, der erlaubten Abführung von Grundwasser sozusagen für sich vereinnahmen. Also Wasser abzufüllen und in Dosen weiterzuverkaufen ist jetzt auch nicht die ressourcenfreundlichste Industrie, würde ich behaupten. Das gleiche gilt für Bio und Brauerei letztlich. Also die holen das Wasser ja auch irgendwo her. Aber schlaues Marketing haben es damit in viele Medien geschafft und auch hier in dem Podcast, weil bei nephrologischen Witzen sind wir natürlich immer ganz weit von dabei.
Ich wollte jetzt noch die großen fünf machen, Firmen, an die du dein Urin schicken würdest, aber da haben wir leider heute nicht die Zeit.
Die nennen wir ja eh alle heute und ihr könnt euch selber aussuchen, welche Sekunde...
Schreibt mal in die Kommentare, welche großen fünf Firmen ihr euer Urin schicken würdet. Eine Option wäre OpenAI.
Und damit kommen wir zu den News.
ChatGPT wird ab Montag Werbung auch in Europa erlauben. Und ich bin gespannt.
Was denkst du? Erlauben, einführen. Leute motivieren, Werbung zu schalten über ChatGPT.
Mal gucken. Meinst du, wir bekommen bald in der Post einen 100-Euro-Gutschein für die erste Werbung bei OpenAI?
Nein. Definitiv nein, weil... die Self-Service-Plattform noch gar nicht existiert. Also die Möglichkeit für eine kleine Shopify-Merchant, da man hunderte ausgeben kann und OpenAI als Channel austestet, die wird es gar nicht geben, sondern du buchst das über die großen Omnicom WPP-Media-Agenturen. Das ist derzeit die einzige Möglichkeit. Das heißt, du musst auch mindestens 50.000 Dollar mitbringen und so weiter und so fort. Hattest du noch eine andere Frage dazu?
Also ich sage, es wird eine schlechte Conversion geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das super funktioniert.
Perplexity hat es ja schon bewiesen, wenn man so möchte. Die haben es ja schon wieder zurückgerollt. In den USA läuft es offenbar gut genug, um es in Europa zu probieren, aber auch nicht erfolgreich. Die Runrate, die OpenAI im Moment erzielt mit Werbung, soll wohl eine Milliarde im Jahr sein. Das ist 80, 90 Prozent unter Ihren eigenen Plänen. Sie wollten eigentlich dieses Jahr schon zweieinhalb Milliarden Umsatz machen. Mit einer Runrate von einer Milliarde im August schafft man sich auf zweieinhalb Milliarden Umsatz im Jahr. Das kann ich jetzt schon sagen. Sie wollten 2030 in fünf Jahren bei 100 Milliarden sein Umsatz. Da sind Sie weit von entfernt, also auf das richtige Trajectory zu kommen. Und Ja, ich glaube das. Also man könnte jetzt sagen, Sie haben ja angeblich eine Milliarde Nutzer und Sie machen jetzt eine Milliarde Umsatz mit Werbung. Das ist ein Abo von einer Milliarde. Klar, es läuft nur in den USA. Da sind vielleicht nur 200 Millionen der Nutzer. Ich würde die Nutzerzahl sowieso mal in Frage stellen. Ich bin mir nicht so sicher, ob diese eine Milliarde so verlässlich ist. Aber wenn jetzt USA sagt, sie würden 5 Dollar pro Nutzer verdienen, das ist schon sehr, sehr wenig. Google macht in USA, ich würde schätzen, zwischen 60 und 120 Dollar pro Nutzer weltweit, vielleicht um die 40, 50. Nee, USA müsste 4, 5 Mal höher sein als weltweit, glaube ich. Auf jeden Fall ist Open Air weit davon entfernt, das gut zu monetarisieren. Sie haben natürlich trotzdem keine Wahl, weil sie können die Free-User nicht dauerhaft subventionieren. Das habe ich ein paar Mal erklärt. Sie haben das Geld dazu nicht, irgendwo müssen sie sparen. Und eine Möglichkeit ist natürlich, die Leute, die ständig kostenlos TGPT nutzen, jetzt mit Werbung zumindest teilweise zu refinanzieren. Jetzt ist halt das Problem, Sie sagen, Sie werden Werbung und Inhalt sehr gut trennen. Und da muss man sich fragen, ist das gelogen oder sind Sie so dumm? Sam Ortmann hat früher mal gesagt, dass er gegen Werbung ist und das der letzte Ausweg für seine Firma wäre, wenn sie mal Werbung machen. Das haben die Google-Gründer beim IPO oder bei der Gründung ihrer Firma übrigens auch gesagt, dass Yahoo deswegen kaputt gegangen ist, weil sie so viel Werbung hatten und dass Werbung sofort einen Interessenskonflikt immer bei einer Suchmaschine erzeugt. Und genauso ist es natürlich bei OpenAI. Und egal, wie gut sie es heute in der Version 0.9 trennen werden, Vielleicht ist es gut getrennt und wenn es gut getrennt ist, wird es unwirksam sein. Das muss man auch sagen. Wenn Werbung klar erkennbar ist, dann funktioniert sie nicht. Dann gibt es sofort Adblindness. Leute werden es ignorieren. Sie werden vielleicht trotzdem die organischen Ergebnisse oder die Antworten infrage stellen. Das heißt, für die Kredibilität des Chatbots ist es so oder so schon schlecht, wenn man überhaupt nur erkennt, dass Werbung da ist. Wenn man die Werbung aber erkennt, dann wird sie nicht funktionieren. Was OpenAI, wenn sie darüber eine Sekunde nachgedacht haben, klar sein muss, ist, dass Sie jetzt einen Incentive haben, den Umsatz pro Nutzer jedes Jahr 20% zu steigern im Werbemarkt. Und der einfachste Weg, das zu tun, ist, Werbung verschwimmen zu lassen mit den organischen Ergebnissen. Was du dir über die letzten 20 Jahre bei Google perfekt anschauen kannst, schau dir an, wie die Werbe-Kennzeichnung 2005 war. Oder 2010 und schau dir an, wie sie heute aussieht. Sponsored Results sind heute nicht mehr zu erkennen. Früher waren es zwei Drittel der Nutzer, die das nicht auseinanderhalten können. Heute sind es wahrscheinlich 85% der Nutzer, die nicht sagen können, was bei Google ein bezahltes Ergebnis ist und was nicht. Also würdest du 100 Nutzern 10 Google Ergebnisse geben und sagen, sie sollen alle Werbung markieren, alles wofür bezahlt wurde und was Google eigene Produkte sind. Ich würde sagen, mehr als 90% sogar daran scheitern, das in 10 Fällen richtig zu markieren. Und die gleiche Entwicklung wird natürlich OpenAI machen. Spätestens wenn sie an der Börse sein sollten, falls sie jemals da hinkommen, wird der Druck immer mal irgendein Quartal so hoch sein, dass man sagt, mach mal doch andere Farbe, mach die Linie mal ein bisschen dünner. schiebst mal zwischen die Antworten, mach mal einen extra Werbeblock noch dazu und so weiter. Wenn du einmal diesen Weg gehst, ist es der Anfang vom Ende. Das heißt, das werbefinanzierte Produkt von OpenAI wird aussehen wie Google irgendwann.
Was ist mit AGI? Dann ist es genau das gleiche wie damals. Die schlauesten Leute machen einfach nur die Schriftgröße.
Ja, das wird passieren. Ich glaube, man kommt dahin, dass am Ende Leute den Vertrauen verlieren werden in das Produkt. und zu einer anderen Alternative gehen. Die Frage ist, ob Google es zum Beispiel so schlau ist, es dauerhaft weniger werbelastig zu machen, ihren AI-Mode. Ich glaube, da sie die günstigste Kostenstruktur haben, wäre es eigentlich schlau. Es wäre der stärkste wirtschaftliche Schaden, den sie bei der neuen Konkurrenz anrichten können, wären dauerhaft ein kostenloses AI-Mode-Produkt anzubieten, bis sie irgendwann dann Bait & Switch machen können, eventuell. Weil sie kurzfristig auf diese Umsätze eigentlich nicht angewiesen sind, wenn man ehrlich ist. OpenAI ist aber kurzfristig auf diese Umsätze angewiesen, um bessere Zahlen hinzubekommen und diese Nutzer nicht dauerhaft zu subventionieren. Es wird Werbung geben im Free-Segment und im... Pro und Plus sind die teuren und Free und Go werden Werbung haben, Pro und Plus werden keine Werbung haben. Und das ist eigentlich die spannende Chance wiederum, weil wenn OpenAI es schafft, dass nur 2-3 Prozentpunkte der Nutzer dadurch in ein Subscription-Modell wechseln, das wäre der eigentlich große Hebel. Also scheiß auf die Werbeumsätze, aber wenn von 5-6 Prozent der Nutzer, die bisher zahlen, das auf die avisierten 8-9 Prozent steigt, die sie mal erreichen wollen... dann wäre das ein schlauer Hebel wiederum. Also die Werbung so in Neuigen zu machen, dass Leute, also was wäre die schlauste Werbung? Während du auf deinen, also viel besser als in den Antworten Werbung zu verstecken, wäre ein Interstitial, während das Ding arbeitet.
Ja, funktioniert bei Amazon Prime hervorragend.
Ich wette mit dir, sie werden die Werbung so wie Google erstmal einbauen, irgendwo da drunter daneben am Anfang. Ja, sieht man schon. Was zehnmal schlauer wäre, wäre zu sagen, während der Chatbot arbeitet, guckst du dir hier einen Spot an und wenn du 30 Sekunden durchschaust, versprechen wir dir, ist der Bot fertig. So, das wäre ein geiles Angebot. Das würden Nutzer vielleicht sogar gern machen und aktiv machen. Wäre das viel schlauere Werbeformat. Weil ich... beginne nicht so stark hinterher dem Ergebnis zu misstrauen. Also dass das manipuliert ist, als wenn da Werbung daneben steht. Ich glaube, das ist viel fragwürdiger. Ich verstehe einfach, dass ich mit dem Gucken in der Zeit, die ich eh nicht nutzen kann, sozusagen das Ergebnis finanziere, das fände ich eine ganz gute Möglichkeit. Ich kann mir vorstellen, dass man das zum Beispiel bei Bildgenerierung, bei Videogenerierung macht, wo es besonders teuer ist. Da wären Interstitials nochmal schlauer. Wie gesagt, nicht in den Videos selber, sondern in der Wartezeit. Bin gespannt. Aber zu sagen, wir machen neben den Ergebnissen Werbung und dann zu sagen, ja, wir trennen das. Also A, glauben Leute nicht, dass sie es trennen und B... Selbst wenn sie es am Anfang gut trennen, wird es über die Zeit hin verwischen und es wird immer weniger zu erkennen sein. Und ich halte es nicht für einen guten Weg und es ist der beste Weg, glaube ich, von den ein Milliarden Nutzern ein paar zu verlieren. Die Frage ist, wird irgendjemand anderes es besser machen? Schafft Cloud es, das länger zu subventionieren? Wird Google bereit sein, es dauerhaft zu oder relativ lang zu subventionieren? Das werden wir sehen. Das Ausrollen, wie gesagt, in den USA gibt es sie schon, in den UK ist es auch schon seit ein paar Wochen online. Jetzt gibt es 31 weitere Märkte, unter anderem Deutschland, darunter in denen Werbung sind. Es werden auch schon die entsprechenden Vertriebsteams geheiert. Digiday berichtet, dass man in Europa einen Vertriebschef oder Regional Manager mit 15 Jahren Experience in Digital Marketing sucht. Für Paris, München, Dublin, die Offices sucht man wiederum lokale Managers mit zehn Jahren Erfahrung. Also, du machst ja im weitesten Sinne Werbeverkauf hier beim Podcast. Vielleicht wäre das für dich. Also, ich glaube, für jemanden mit durchschnittlichen Vertriebskenntnissen gibt es gerade keinen geileren Job. Also, Werbung verkaufen ist ja nicht mal das Geilere. Aber Enterprise Sales gerade für OpenAI oder Entropic zu machen... Wenn du es da reinschaffst, bist du in zwei, drei Jahren saniert, würde ich sagen.
Echt? Ach, dann ist das vielleicht die letzte Podcast-Folge hier. Mein Leben ist zu gut und das Leben ist zu kurz, um so einen Job anzunehmen. Aber würdest du es machen? Also wenn ich jetzt einen Kumpel anrufen würde und sagen würde, hey, ich habe hier ein Offer von OpenAI, würdest du sagen, duet?
Es kommt drauf an, wer es ist. Wenn es ein seelenloser Sales-Dude wäre. Und der sagt so, ich habe hier ein Offer von MongoDB, Schwarz Digits, OpenAI und Entropic, dann würde ich sagen, nimm eine der zwei KI-Companies natürlich. Weil das ist das Produkt, was ich fast von alleine verkaufe gerade. Wenn du es da schaffst, irgendwie 5% des Contract Values zu bekommen, machst du wahrscheinlich Millionen innerhalb von 2-3 Jahren. Ja, also ich glaube, ob das die beste Möglichkeit ist, ein guter Sales-Mensch zu werden, Das ist eine andere Frage, glaube ich. Du wirst halt so ein Sales-Typ wie bei Google, wo du sagst, dein Ziel ist, 30% mehr aus dem Kunden rauszuholen jedes Jahr. Der Marktzug ist aber gleichzeitig so groß, dass deine Bonusregelung jetzt nicht so schwer zu erreichen ist. Ich würde sagen, dass mittlere Management bei Google jetzt nicht die besten Sales-Leute der Welt sind. Einfach weil sie noch nie ein Produkt, was gibt es auch im neuen 20VC-Podcast eine ganz gute Debatte darüber. Da wird nicht über Google geredet, aber ich finde, Google ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn du in einem quasi monopolen Produkt hast, was jeder nachfragt und nicht dran vorbeikommt, wie willst du ein guter Sales Manager werden? Sondern wenn du für Snap in Deutschland Werbung verkaufst oder so, das ist ein tougher Job, glaube ich. Aber wenn du schnell Geld machen willst, ohne viel Arbeit, viel arbeiten wirst du bei all den Firmen allen müssen, fairerweise, aber ich glaube, das ist einer der lukrativsten Jobs, die du gerade haben kannst, ehrlich gesagt. Vorausgesetzt, deine Aktienoptionen werden auch was wert und so und die Börsengänge scheitern jetzt nicht komplett. Das wirkt schon auch Risiken. Aber bin gespannt, wer sich da jetzt den vorzeitigen Ruhestand holt.
Ich gehe mal davon aus, dass die Profile alle sehr ähnlich sein werden. Also die werden halt bei AWS gewesen sein, bei Google gewesen sein, vielleicht bei Salesforce.
Für die KI-Salesjobs, für die Werbe-Salesjobs wird es jemand sein, der vorher vielleicht bei Facebook oder so Werbung verkauft hat.
Um Werbung abzuschließen, einmal kurz, falls ihr, also ich gehe davon aus, dass der ein oder andere, der hier zuhört, wahrscheinlich jetzt in den kommenden Wochen damit rumspielen wird. So eine Erfahrung würde mich schon interessieren. Also wenn ihr irgendwie damit Erfahrung habt, so wie die Conversions ist, wie das so funktioniert, schreibt uns gerne mal eine Mail an podcast.doppelgänger.io und dann gehen wir zum...
Das kann man ja ganz gut antizipieren. Also ja, bitte schickt das her, interessiert mich total. Aber ich würde mal meinen Default-Erwartung ist, dass die Werbung nicht besonders gut funktioniert, weil sie gekennzeichnet ist. Also sie wird erkannt, sie wird nicht geklickt. Leute rechtfertigen das mit Branding-Budgets. Niemand ist darüber ROI-positiv im E-Commerce, behaupte ich. Self-Service-Tool wird kommen sicherlich. Das wird aber nicht zu einer Explosion der Sales führen. Da gibt es vielleicht ein paar Leute, die schlaue Nischen finden und die da Versicherungsleads oder so günstig rausholen aus der GPT, solange es funktioniert. Aber dass du die großen Advertiser da reinholst, glaube ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das... Und ich mag mich irren, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie es so... attraktiv und wirksam wird als Werbeformen wie Meta oder Google. Obwohl natürlich das genau der Grund ist, dass Meta und Google gerade so übergekauft sind, dass jeder sich sehnt nach einer Alternative. Aber auch wenn Google und Meta viel zu teuer sind inzwischen eigentlich aus Sicht vieler Advertiser, glaube ich nicht, dass OpenAI die Möglichkeiten bieten kann, günstiger Leads oder Sales einzukaufen. Befürchte ich ehrlich gesagt. Ich wäre sehr überrascht, sagen wir mal so. Außer in kleinen Nischen, wie gesagt, da gibt es sicherlich Ineffizienzen im System. wo du einen sehr teuren Lead günstiger kaufen kannst zu anderen Plattformen, weil noch nicht genug Advertiser da sind. Das wäre vielleicht auch spannend, dass du sagst, du bist einer der Großen, sagen wir mal ein Check24, der jetzt dafür für den 50.000-Mittel-Einsatz kein großes Problem wäre. Wenn die da als Erster reingehen in gewissen Nischen, könnte das, glaube ich, schon spannend sein, glaube ich, für die.
Kurze Werbeunterbrechung. Unser heutiger Werbepartner ist Jonas. Kennt ihr das? Ihr seid mitten in einem Termin und das Handy klingelt? Oder ihr seid gerade beim Kunden auf der Baustelle im Gespräch und während ihr beschäftigt seid, entscheidet euer Kunde selbst, ob er es nochmal versucht. Für Selbstständige und kleine Unternehmen ist das kein kleines Ärgernis, sondern bares Geld. Denn jeder verpasste Anruf könnte ein verlorener Auftrag sein. Und da kommt der KI-Telefonassistent von IONAS ins Spiel. Das Prinzip ist simpel. Jemand ruft an und statt der Mailbox meldet sich eine natürliche Stimme, die Fragen beantwortet, Termine vereinbart oder dringende Anliegen direkt weiterleitet. Ganz normal am Telefon. Ohne drücken Sie die 1, ohne Warteschleife. Und er stellt sich dabei ehrlich als digitaler Assistent vor. Kein Trick, sondern Absicht, damit alle wissen, womit sie sprechen. Technisch müsst ihr dafür nichts umbauen. Eure Nummer bleibt, wie sie ist, einfach per Weiterleitung. Ist in 5 Minuten einsatzbereit. Nach jedem Gespräch bekommt ihr eine Zusammenfassung per E-Mail. Und wenn er etwas nicht weiß, erfindet er nichts, sondern notiert es für einen Rückruf. Einen Monat könnt ihr das gratis testen, danach ab 39 Euro im Monat. Monatlich kündbar.
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Werbung Ende. Dann lass zu den Zahlen gehen. Es kamen ein paar Zahlen raus. 18% Wachstum, Quarter over Quarter ist super, aber halt nicht gut genug, wenn der Konkurrent sich verdoppelt.
Ja, da gibt es gerade so ein bisschen scheinbar widersprüchliche Zahlen. Das Wall Street Journal berichtet exklusiv am 18. August, dass OpenAI nur 18% gewachsen ist vom Q1 auf Q2 und zwar von 5,7 auf 6,7 Milliarden Umsatz. Das ist jetzt nicht annualisierter Umsatz, sondern sozusagen der abgeschlossene Umsatz im Quartal. Das kann ja trotzdem heißen, dass du am Ende des Juni zum Beispiel 3,5 Milliarden Umsatz gemacht hast und das dann annualisiert irgendwie über 40 sind. So ähnlich wird es auch sein wahrscheinlich. Aber ja, von Q1 auf Q2 ist OpenAI nur 18% gewachsen, während Entropic auf 11,6 Milliarden gewachsen ist und damit fast doppelt so groß ist und sich aber auch selber verdoppelt hat und OpenAI überholt hat. Wie gesagt, diese 11,6 Milliarden heißen wahrscheinlich auch eher, dass sie 5, 6 Milliarden im Juni gemacht haben, vielleicht eher 5. Und das analysiert dann 60, ist wie ich zumindest ich vermute. Das sind alles nur deren eigene Zahlen, wie belastbar die sind. Die sind nicht attestiert und so. Das können wir jetzt noch nicht kommentieren. Aber die Wachstumsgeschwindigkeit im Q2 war bei Entropik einfach noch deutlich, deutlich höher. Wir sind jetzt aber auch in der Mitte des Q3, muss man sagen. Es sind 60, 70 Tage vergangen seitdem. Und die aktuelleren Zahlen zeigen schon wieder ein ganz anderes Bild. Und zwar soll die CFO Sarah Fryer beim internen Meeting, wo jetzt auch mehr und mehr rausdringt, immer bei OpenAI, was vielleicht auch schon wieder was aussagt, aber Zahlen gezeigt haben, dass die Revenue Run Rate gerade um 35% gestiegen ist, Quarter to Date. Das heißt sozusagen, Status heute im Vergleich zum Vorquartal, das würde heißen, OpenAI macht ein Drittel mehr Umsatz inzwischen. Also vergleichbar mit den 18% vorher ist man jetzt eher bei 35% Wachstum. Und die Enterprise Runrate ist sogar 50% am wachsen, was wiederum heißt, dass die Consumer Runrate nicht so stark wächst. Grund dafür ist der Erfolg von Codex und vor allen Dingen aber auch 5.6 Zoll. Also GBT 5.6 Zoll gilt als ganz beliebt und erfolgreich, während Fable wiederum nicht ganz so gut im Markt ankommt von Entropic. Entropic wächst trotzdem weiter dynamisch. Aber es sieht jetzt so aus, nachdem Entropic wirklich sich verdoppelt hat, und viel, viel größer geworden ist als OpenAI im Q2, sie jetzt ein bisschen Momentum verlieren. Das belegen unter anderem auch Zahlen von Ramp. Und zwar glaubt Ramp, die sehen wiederum über so einen Router-Service oder Bookkeeping-Service ganz gut, was Kunden bei den großen Anbietern ausgeben. Und die sehen, dass in ihrer Kundenbasis oder das im reinen API-Verkehr, der Umsatz von OpenAI sogar 82% steigt, während der Entropic um 76% steigt. Quarter to date. Also vom 1. Juli bis jetzt. Das ist jetzt nicht weit voneinander entfernt, muss man auch sagen. Also Entropic wächst genauso dynamisch. Beide Gewinnmarkteinteile, beide Gewinn in absoluten Zahlen sowieso dazu. OpenAI wächst jetzt hier ein bisschen schneller wieder. Was gut im Vorquartal war, sieht man als Vergleich, hat bei Anthropic eine Verdopplung gesehen, bei OpenAI immerhin 40%, um das ein bisschen vergleichbar zu machen. Jetzt wachsen beide um die 80%, könnte man sagen, aber OpenAI hat die Nase vorn für die ersten 60 Tage dieses Quartals. Wie das dann am Ende aussieht, muss man sehen, wo sie ankommen, aber man kann definitiv sagen, es gab jetzt wieder eine kleine Drehung im Momentum, oder doch, wenn man sieht, wie OpenAI vorher zurück lag, holt OpenAI auf jeden Fall auf und ist sogar dabei, Entropic bei der Wachstumsrate, aber von einer viel kleineren Basis, muss man sagen inzwischen, zu überholen. Und wir werden regelmäßig diese Zahlen beobachten und auch reporten. Wenn sich da der Markt dreht, ich habe da keine klare Präferenz oder so, wenn OpenAI bessere Zahlen liefert, werden wir es natürlich genauso hier wiedergeben. Und im Moment haben sie auf jeden Fall ein Momentum zurückgewonnen. Wie gesagt, man muss bei den Wachstumsraten schon betrachten, dass OpenAI jetzt von der kleineren Basis steigt. Also selbst wenn sie 82% wachsen und Entropic 76%, wird Entropic am Ende des Jahres noch größer sein als OpenAI. Aber es sind auf jeden Fall spannende Zahlen. Ich finde es ganz cool, dass das Rennen, wenn nicht, hätte man auch relativ klar sagen können, OpenAI schafft den IPO vielleicht gar nicht mehr und Entropic liegt so klar vorne. Und jetzt bleibt wenigstens, also es ist nicht so wie im deutschen Fußball, dass Bayern irgendwie zehn Tage vorm Ende der Saison als Gewinner feststeht, sondern es bleibt einfach spannend und das ist auch cool, finde ich. Und Sarah Fry hat außerdem gesagt, dass sie damit rechnet, dass OpenAI 2027, das ist natürlich ein langer Zeitraum, fairerweise, eine Public Company sein wird und das letztlich nur eine weitere Finanzierungsrunde für sie darstellt. Eventuell auch früher, sagt sie, wenn die Zahlen es erlauben oder die Entwicklung es erlaubt, Da wäre ich jetzt ein bisschen skeptisch. Man könnte sagen, dass wenn dieses Quartal jetzt so gut verläuft, also dass man bei irgendwo zwischen 50 und 80 Prozent Wachstum bleibt und dieses Moment bleibt, dann wäre es natürlich schlau. das IPO vor dem Weihnachtsgeschäft irgendwann Anfang November abzuwickeln. Weil dann hättest du ganz gute Q3-Zahlen vielleicht, die du reporten kannst. Das Q3 sieht ja wieder ein bisschen besser aus als das Q2 bei OpenAI. Das Q2, auf dem hätte man nicht an die Börse gehen können, behaupte ich. Während Entropic, aber sehr gut mit dem Q2 jetzt. Entropic übrigens wird höchstwahrscheinlich Ende August, und das sind ja nur noch die nächsten 10 Tage, Ihr IPO-Prospekt rausgeben. Das ist zumindest die Erwartung im Moment. Ich bin super gespannt. Die werden mir natürlich den Urlaub damit ruinieren, mit dem ganzen IPO-Prozess. Aber wenn Entropic vielleicht im September rauskommt, dann müsste Ende August schon das Prospekt rauskommen. Das wäre natürlich super spannend. Sie wagen selber, Sie wollen damit den, oder es wird erwartet, dass Sie den... die Größe vom SpaceX IPO einstellen oder übertreffen damit. Das heißt, sie wären mehr als 75 oder ich glaube insgesamt, inklusive Green Shoe und Everything oder Over Allotment, ob schon oder wie es heißt, hat SpaceX 82,5 oder so eingenommen, glaube ich. Das heißt, Entropic wird vermutlich versuchen, 100 Milliarden zu raisen im IPO. Über Bewertungen schweigen sie sich noch aus. Also ob es 2 Billionen oder 3 Billionen oder was auch immer werden. Aber es soll das größte IPO aller Zeiten werden. Es wäre so oder so schon das größte IPO-Jahr aller Zeiten. Egal, was sie raisen, könnte man sagen. Ja, und vielleicht sehen wir Ende August. Das könnte Ende nächster Woche. Theoretisch Anfang übernächster Woche könnten wir schon die Zahlen haben. Und bei den Zahlen... würde ich vor zu viel Optimismus wahren bei Entropix. Auch wenn ich glaube, sie haben vergleichsweise gute Zahlen zur OpenAI. Die Profitabilität, von der sie sprechen, ich gehe davon aus, dass das eine Art von adjustierter Profitabilität ist, die insbesondere, wenn man überlegt, wie hoch Sharebase-Compensation und Depreciation, wenn sie eigene Datacenter bauen, dann haben sie auch, oder eigene Ships betreiben, dann haben sie erhebliche Abschreibungen. Ausgerechnet die beiden Die Position zu reconciliaten, zu adjustieren, macht natürlich keinen Sinn. Das ist keine echte Profitabilität. Trotzdem wollen wir natürlich wissen, wir gehen von einer positiven Rohmarge aus. Wie positiv ist sie? Sind es 40, 50, 60 oder sogar mehr Prozent? Ich schätze zwischen 50 und 65, hoffe ich. Das wäre eine gute Rohmarge für diesen Schritt. Für diese Zeit, glaube ich, wenn man bedenkt, dass man noch viel kostenloses Usage subventioniert, dass man in einer 200-Dollar-Subscription teilweise Tausende von Dollars an Arbeit tun kann, wären 50, 60 Prozent Rohmarge eigentlich schon ganz gut. Es wäre überhaupt nicht meine Erwartung, dass Entropic nett oder Operating Profit positiv sein müsste. Als so schnell wachsende, so frühe Company es wäre, Andersrum, es wäre sogar ein sträflicher Fehler. Es wäre vielleicht eine gute IPO-Story, um mal zu zeigen, wir könnten auch profitabel sein, aber wenn du jetzt nicht weiter investierst, und das ist der Grund, warum sie so händeringend Sales-Leute und, glaube ich, hiren und vielleicht auch gar nicht genug auf Qualität achten teilweise, es wäre blöd, einfach jetzt profitabel zu sein, sondern du müsstest weiter investieren, insbesondere in Sales und Marketing, in Forward Deployment, also Engineers, die man zum Kunden schickt. Von daher erwarte ich kein echtes positives Ergebnis, sondern irgendeine Spaßkennzahl adjusted EBITDA, was wie gesagt in dem Business keinen Sinn macht, was positiv ist. Was wäre negativ, wenn man jetzt sieht, dass die echte Rohmarge deutlich unter 40% wäre? Ich rechne nicht mal mit, aber das wäre sicherlich ein Bummer, eine große Enttäuschung, wenn die Headline-Umsatzzahlen, mit denen sie bisher gearbeitet haben, nicht GAP-kompatibel sind. Also wenn sich dieses Narrativ, Entropik würde zu hoch reporten, weil sie die Data-Center-Marge mit reinrechnen. Muss man jetzt sehen, wie das in GAP dargestellt wird. Es wäre furchtbar dumm, wenn man... jetzt monatelang das so falsch dargestellt hat öffentlich. Ich kann es mir fast nicht vorstellen. Es könnte natürlich sein, dass dadurch die Rohmarge ein bisschen niedriger aussieht, weil man die Marge, also die Cost of Goods relativ hoch sind, weil man eben den Data Center Provider oder Hyperscaler mit drin hat. Aber das sind so die Zahlen, mit denen ich rechne. Wir werden mal sehen.
Ja, ich wünsche mir, dass beide schnell ein IPO machen. Es wird ja spannend dann.
Also die wahrscheinlichste Option ist gerade, dass ein Shopping im Q3 kommt und OpenAI, wenn das Q3 weiter so läuft, kommt OpenAI Mitte 2. November-Hälfte mit den Zahlen aus dem Q3, weil die noch mal wieder wachsen. Dann können sie sagen, wir haben jetzt Traction im Werbegeschäft, das fängt gerade erst an. Enterprise-Geschäft läuft gerade erst an. Sol 5.6 ist so... so erfolgreich gerade. Wir hatten ein schwaches Quarter in Q2. Da war Anthropic einfach kurz vorne. So oder so, es bleibt ein sehr dynamisches Marktumfeld, was, glaube ich, gut ist. Konkurrenz führt auf jeden Fall dazu, dass alle anderen gewinnen, könnte man sagen.
Was denkst du, wenn Anthropic an der Börse ist? Wird es dann ähnlich laufen wie über SpaceX?
Also ich rechne mit einem Popp. Fast egal, was die Bewertung sein wird, weil einfach so viele Leute im Private-Markt keinen Zugang bekommen haben zu Entropic. Ich will nicht sagen, dass es noch super schwer ist. Es gibt schon Möglichkeiten, aber es ist deutlich schwerer als SpaceX. Also zu SpaceX konntest du als Zahnarzt schon Exposure bekommen, relativ einfach über Plattformen, über SPVs, über Family Offices und so weiter. Bei Entropic ist es nicht unmöglich, aber relativ schwer, würde ich behaupten. Das heißt, es müsste eine Nachfrage geben. Du hast natürlich nicht die ganz krassen Elon-Jünger, die jedes Elon-Projekt kaufen würden, wie bei SpaceX. Ich glaube, du hast aber ein gutes Maß an Professional User, also die Claude nutzen und das so ein bisschen vergleichen mit, hätte ich beim ersten Börsengang in Google investieren können. Ich habe damals Google genutzt, mir war vollkommen klar, wie wichtig das ist. Und wenn du jetzt Claude nutzt, dann glaubst du vielleicht auch, dass das die größte Firma der Welt werden kann. Das Ding ist, damit du dein Geld verdreifachst mit N-Shopic, muss N-Shopic ja irgendwie zwischen 6 und 10 Milliarden landen. Dafür muss es schon eine relativ große Firma werden am Ende. Aber Inflation does a lot of work hier. Insofern rechne ich schon damit, dass es eine Nachfrage gibt. Einfach von Leuten aus der Tech-Branche, die noch keinen Exposure haben und die aber... das als führendes Unternehmen sehen oder sich auch einfach versichern wollen, die sich nicht so ein bisschen Regret Minimization machen wollen und sagen, wenn Entropic in drei Jahren das wertvollste Unternehmen der Welt ist oder vielleicht sogar früher, oder sagen wir, wenn es in drei Jahren ein Centicorn, nee, was ist das denn? Centicorn ist ja 10 Milliarden. Wie nennt man ein 10 Trillion Unternehmen? Keine Ahnung, also 10 Trillion Unternehmen. eine TTC 10 Trillion Company ist, dann willst du vielleicht es nicht bereuen und allein deswegen kaufst du einen Teil. Ich bin relativ optimistisch. Was nicht heißt, dass es danach... Danach wird es halt sehr stark an den täglichen Wasserstandsmeldungen hängen. Das Gute ist, wir kriegen dann ja Quarterly Results. Das heißt, man bekommt ganz gute, richtige Accounting-Nachrichten regelmäßig und muss nicht mehr so wie jetzt einzelne Äußerungen ständig extrapolieren oder auf Third-Party-Anbieter re-ramp oder Ticket-Trends oder Semi-Analysis und so weiter vertrauen. Aber ich bin vorsichtig optimistisch. Also ich würde sagen, Entropic ist auch Ende des Jahres noch 2 Billionen wert. Ich glaube nicht, dass SpaceX wieder 2 Billionen werden. Würde ich aber nicht ausschließen, ehrlich gesagt. Auch da lässt sich sicherlich ein guter Newsflow generieren. Das Q3-Earnings von SpaceX werden relativ gut aussehen durch die neuen. Das ganze Entropic und Google-Revenue kommt ja im Q3 erst rein. Da sind wir immer noch in der Ramp-Up-Phase. Das heißt, das XAI-Business in SpaceX wird weitergehen. sehr gut aussehen. Ich glaube, Starlink ist ja 66% sehr schnell gewachsen letztes Mal. Das hat mich eher überrascht, ob man das so lange aufrechterhalten kann. Und ich glaube, da muss man auch ein bisschen Geld zurückerstatten, ob das nicht die Starlink-Umsätze belässt. Also ich würde sagen, Starlink schließt unter 66% ab, aber XAI wird wieder echt gute Ergebnisse liefern. Von daher nehme ich das mit SpaceX unter 2 Billionen vielleicht sogar zurück. SpaceX könnte sich auch weiter positiv entwickeln, muss man mal sehen. Einfach, weil jetzt viel Revenue recognized wird, was schon angekündigt wurde und das an den Zahlen aber erstmal sehr gut aussehen wird.
Dann gibt es noch ein bisschen Hardware-News, würde ich die nächsten drei Storys zusammenfassen. Wir haben in der letzten Folge schon über Drohnen gesprochen, Drohnen, die uns das Essen liefern. Nun macht Amazon News, dass sie, ich meine, 30 Millionen Haushalte haben. möglicherweise Ende des Jahres schon mit Drohnen beliefern können.
In den USA.
Was ist denn da los?
Da ist ja die Zukunft. Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Story. Uber und Zipline, über die wir letzte Woche mal gesprochen haben, oder über die wir letzten Podcast gesprochen haben, da ging es um Phoenix and Dallas oder Phoenix and Houston, zwei Südstaatenstädte. Und Amazon will in bis zu 500... Cities und Towns operieren und den Footprint wirklich massiv ausbauen. Es geht um die MK30 Drohne, mit der man, wie gesagt, jeder, der eine Fläche hat, die von der Drohne angeflogen werden kann. Das kann an häuserbaulichen oder städtebaulichen Maßnahmen hängen, aber auch in Regulierung und Sicherheitsbestimmung natürlich. Aber ja, das wäre natürlich vom Delivery Speed Wahnsinn. Du hättest nur noch das Distribution Center. Das Distribution Center ist ja in der Regel... In großen US-Städten würde ich sagen selten mehr als 5 Meilen oder 10 Meilen entfernt. Wenn du von dort losfliegen kannst, kannst du ganz viele Sachen same days. Also das Picking, wenn du zum Beispiel die Sachen priorisierst, also du kannst einen höheren Preis machen oder ein höheres Prime-Abo, Dann priorisierst du es beim Picking. Also du hast Skip the Line. Egal welche Picking Jobs gerade, also Picking ist das aus den Regalen holen. Du könntest quasi Skip the Line machen, dass der Drone Delivery immer als erster aus dem Regal geholt wird oder als nächster Job, der vom Mitarbeiter übernommen wird oder vom Roboter. Und dann könntest du innerhalb von Stunden, also zwei, drei Stunden, wirklich viele Sachen, wenn sie im nächsten Distribution Center von dir sind, könntest du ganz viel Same-Day einfach damit schaffen oder Same-Hour theoretisch, wenn du es im Picking priorisierst, was natürlich ein geiles Produktversprechen ist. Stell dir vor, du bist so, was man so typischerweise hat, du machst irgendeine Haushaltsreparatur zu Hause und brauchst jetzt ein bestimmtes Werkzeug oder nochmal eine Fliegengase oder ein Klebeband, irgendwie sowas. Und das in der Stunde zu haben, statt am nächsten Tag, macht natürlich einen riesen Unterschied. Und oft gäbe es dafür vielleicht extra Zahlungsbereitschaft und wahrscheinlich ist es auch einfach günstiger, wenn man davon ausgeht, dass die Drohnen neben der Abschreibung aufs eigene Gerät eigentlich nur mit Software und Energie laufen. schon ganz spannend. Ich halte den Kostenfaktor noch für weniger wichtig als den Convenience- und Speedfaktor, aber alles spielt hier natürlich rein. Und 500 Cities ist natürlich eine Ansage. Und wie gesagt, in den USA, wo viel flach bebaut ist, weniger High-Rise-Buildings, also gerade in den mittleren Städten. Du hast da nicht diese typische deutsche, französische 5-6-Story-Architektur ja in der Regel. Ist das natürlich ein spannendes Produktversprechen.
Aber sind sie in der Lage, die ganzen Stromleitungen zu überfliegen? Welche Leitungen sind da überirdisch in Amerika?
Telefon und Strom. Das würde sich zeigen, aber Fakt ist, das kannst du ganz gut lernen. Das wiederum kannst du vermessen einmal. Also du kannst quasi so Geofence-Bereiche machen, die du einmal clearest, also du lässt sie einmal mit einer Drohne kartografieren, zeichnest die Leitung halt ein, die kannst du ja optisch schon ganz gut erkennen, in der Regel bei guten Sichtverhältnissen. Und dann kannst du sagen, der Bereich, da haben wir jetzt ein 3D-Modell, wie das aussieht. Die Drohne fliegt halt mit einer Mischung aus Optik und 3D-Modell vielleicht oder Geofencing. Kriegst du, glaube ich, ganz gut hin. Du wirst am Anfang Unfälle haben, bestimmt hier und da mal, aber du wirst ja mit jedem Flug sicherer. Andersrum, die Unfallquote nähert sich ja asymptotisch der Null an mit der Zeit.
Ja, meine Prediction, die nächsten Drohnen-News, die wir hier verlesen, ist irgendwie so ein Weed-Dealer, der das auch per Drohne macht.
Das Koks-Taxi steigt auf Drohnen um. Ja, wie gesagt, in Berlin geht das ja alles nicht so gut mit den Drohnen, aber das wäre natürlich, mit legalen Drogen wäre das auf jeden Fall, wie hieß denn das, GoPuff.
Die können sowas doch machen. 100 Pro, die kommen diese...
Die Bourbon-Buttle oder ein bisschen Edibles per Drohne.
Snoop Dogg kommt auf jeden Fall. Wette ich, das passiert bevor Tesla mit den Cybercabs wirklich fährt.
Mich wundert ja immer, dass es so relativ wenig Vandalismus bei sowas gibt.
Bei den Drohnen, 100 Pro, die werden runtergeholt.
Also wenn ich ein kleines Kind, ich würde ja die Dinger irgendwie mit so Erbsenschießern runterholen. Oder nicht runterholen, aber...
Ich habe mich sofort gefragt, ob ich die mit dem Golfball runterschießen kann.
Könntest du gar sagen, es ist ein Unfall. Also es kann kein Aufruf zu Vandalismus sein, aber ich würde ja damit rechnen, also sowohl bei selbstfahrenden Autos schon, aber erst recht so bei Drohnen. Bin gespannt, wann man da die Gesetzgebung ändert und das zu inländischem Terrorismus erklärt oder so, wenn du eine Big Tech Drohne vom Himmel holst. Ich sehe das auf jeden Fall kommen. Sowohl die Angriffe auf die Drohnen als auch die Regulierung. Dazu apropos Regulierung. Die Robotaxis kommen, sagt The Next Web. Tesla's Cybercap is finally launching. Die Nachricht verspricht ein bisschen mehr als tatsächlich passiert. Die ersten Fahrgäste werden mal wieder Tesla-Employees sein. Also sie fahren erstmal nur die Tesla-Mitarbeiter zur Arbeit in der Testphase. Die soll aber nur wenige Tage oder Wochen dauern. Danach sollen sie wirklich auch für normale Menschen verfügbar sein. Man muss dazu sagen, die normalen Robotaxis von Tesla werden von den Operations gerade erst zurückgefahren. Also in Austin zum Beispiel ist die Flotte von 25 auf 17 gesunken der aktiven Autos. Das kann man ganz gut nachverfolgen. Wie erfolgreich jetzt dieser Rollout ist, wird sich zeigen. Fakt ist, man hat in den allermeisten Städten noch keine Zulassung für die Robotaxis. Unter anderem, weil sie im Notfall nicht gesteuert werden können, weil sie ja gar kein Lenkrad und so mehr haben. Es gibt aber in der Regel in der Nähe Überwachungsfahrer, die schnell eingreifen können und auch nicht immer irgendwie weit weg sitzen. Fakt ist aber, dass die Fabrik, die Gigafactory Texas, darauf umgestellt wurde und die Dinger müssen in den Markt. Also irgendjemand muss Robotaxis betreiben. Ansonsten eidelt nämlich die Gigafactory vor sich hin. Die kann die schon seit längerem produzieren. Das Ding ist nur, sie dürfen auf der Straße nicht fahren. Das heißt, Elon Musk wird viel dafür tun. das Zulassungsverfahren zu beschleunigen. Ich nehme an sich politisch auch engagieren weiterhin dafür, um das positiv zu gestalten, allein damit die Produktion hochlaufen kann und man irgendwie diese Fabrik wieder in ein sinnvolles ökonomisches Modell überführen kann. Und dafür müssen die Robotaxi oder die Cybercaps auf die Straße und bald soll das eben losgehen.
Dann News von Apple. Es ist ein Video in der Apple-Testversion aufgetaucht, die zeigt, wie die Kopfhörer eine Kamera haben und aufzeichnen, wie jemand ein Buch in der Hand hat und sowas sagt, wie hier, merkt ihr das mal. Ich habe das Gefühl, im September, also bald, könnte es sein, dass man schon Kopfhörer mit Kameras bekommt.
Ja, Surprise. Ich habe immer gesagt, die AirPods sind das beste KI-Variable, das es gibt. Man braucht kein weiteres. Da eine Kamera reinzubauen ist vollkommen schlüssig, auch relativ klar. Also allein einerseits ist Voice natürlich sowieso schon ein wichtiges Interface für KI. Wenn Leute viel KI nutzen, dann nutzen sie es in der Regel über Voice, über Whisperflow, Mikrofone oder indem sie mit Chat-GVT sprechen zum Beispiel. Trotzdem brauchst du natürlich eine Kamera, um den Kontext des Menschen oder des Individuums auch interpretieren zu können, damit du zum Beispiel siehst, was er oder sie sieht. Insofern machen Aircops mit Kameras total viel Sinn. Kameras sind inzwischen einfache Kameras, um die Umgebung zu erkennen. Wenn du jetzt keine 4K-Bilder schießen willst, dann sind sie auch in Airpods von der Größe her zu verbauen. Da muss man sehen, wie lange die Airpods dann halten. Aber die wären ja eventuell auch nicht always on, sondern vielleicht nur auf request anzuschalten. Das würde die Energieverbrauch ein bisschen senken. Insofern glaube ich wenig überraschend und ist auch, wie gesagt, das konsequent logische AI-Variable. Das ganze Computing kann am Ende dann ja wieder auf dem Handy passieren. Die Frage ist, wie gut du Bilder dann über das Bluetooth-Protokoll, wie zuverlässig es übertragen bekommst. Bluetooth ist ja immer noch so eine der schlimmsten Erfindungen der Menschheit. Es gibt leider auch kein bestes Protokoll oder zumindest keins, was sie durchgesetzt hat. Aber ja, relativ logisch, dass es kommt. Ich bin gespannt, wie schnell Apple damit am Markt sein wird. Es ist auch deswegen natürlich spannend, Ich wollte gerade sagen, ich nehme es gleich wieder zurück, aber es ist auch deswegen spannend, weil es natürlich einen neuen Produktzyklus eröffnet und dann Leute ihre AirPods wieder austauschen müssen. Aber das passiert bei AirPods fairerweise ja eh alle drei Wochen, dass man die verliert und sich neue kaufen muss. Das heißt, das ist vielleicht nicht so wichtig wie bei den iPhones. Da wäre es wichtiger, mal eine Innovation zu haben, die die Leute dazu bringt, ein neues iPhone zu bringen. AirPods, wie gesagt, muss man sich ja mehr oder weniger sowieso regelmäßig neu kaufen, weil sie irgendwie verloren gehen und so.
Ich bin mal gespannt, wie Apple das Privacy-Thema regelt. Also die Brille von Meta kommt ja nicht so gut an im öffentlichen Raum. Google hatte das Thema vor einem Jahrzehnt schon mit den Glass Holes. Mal schauen, wie das mit den Kopfhörern ist. Nicht, dass man irgendwie durch die Straße läuft und jemand einem die Kopfhörer irgendwie vom Ohr flippt.
Ja, du musst natürlich lösen. Also wie du an einem weißen AirPod... sicherstellst, dass das Gegenüber erkennt, dass die Kamera gerade läuft, ist vielleicht dann fast schon wieder das größere Problem. Also bräuchte es ja ein relativ gut sichtbares LED-Signal.
Die leuchten rot, die ganzen Airpods leuchten rot.
Das würde natürlich im Design von Apple nicht funktionieren. Ich meine, in Deutschland ist ja relativ klein, dass der Einsatz so einer Meterbrille irgendwie gesetzeswidrig ist. Jeder, der da im Straßenbild rumläuft, verliert das Recht am eigenen Bild. Wenn ich das dann auch hochlade oder gar verbreite, ist es schon krass, dass überhaupt Leute sich trauen, damit rumzulaufen. Vor allen Dingen, wenn sie es wirklich nutzen. Dass Leute das rumspielen und irgendwie mal im privaten Kontext nutzen, subiert. Wenn alle das verstehen, die sich da rumbewegen, ist ja okay. Aber Dass Leute wirklich so durch die Straßen laufen, finde ich schon kompliziert, ehrlich gesagt. Und teilweise ungewollt Leute damit aufnehmen.
Wollen wir darüber reden? Wir hatten das Phänomen ja in unserem kleinen Offsite. Wir waren zusammen in einem schönen Hotel und es wurden Bilder von uns gemacht und die wurden irgendwie privat verschickt. Darüber wurden wir informiert. Wir wissen aber immer noch nicht wann, wer wo ein Foto von uns gemacht hat. Und das wirst du ja, also bei meinen Reden, hat jemand das Handy irgendwie in der Hemdtasche gehabt und drauf gedrückt oder hat er eine Brille auf?
Ja, man weiß es nicht. Aber ja, es wird zunehmend mehr Leuten so gehen. Ich wäre schon dafür, das in Deutschland einfach zu regulieren. was du in deinem Zuhause machst, wie du deine eigene Familie oder bekannte Verwandte filmst, sei jedem selbst überlassen, wie er es da einsetzt. Aber im öffentlichen Raum sehe ich keinen Grund, warum man sowas erlauben müsste, ehrlich gesagt.
Dann geht es weiter mit autonomen Autos nochmal. Waymo versucht sich von Nvidia ein bisschen loszulösen und eigene Chips zu bauen.
Genau, Bloomberg berichtet, dass Waymo zusammen mit Ich weiß gar nicht, wer der Designer ist, aber bauen tut es am Ende natürlich die SMC wieder. Aber auf jeden Fall bauen sie ihre eigenen ASICs, also hochspezialisierte Chips. Sicherlich auch aus... um Kostengründen und vielleicht auch um den technologischen Vorteil zu erringen. Im Moment ist Nvidia da führend bei der Technologie noch und hat eine Automotiv-Sparte, die im Vergleich zur Rechencenter-Sparte aber minimal groß ist. Ich glaube, weniger als zwei Prozent des Umsatzes, wenn ich mich richtig erinnere. Waymo, also die Google-Tochter, möchte da jetzt über einen anderen Weg gehen und eigene Chips entwickeln. Man setzt auf die 5-Nanometer-Technologie. Das ist nicht die kleinste Miniaturisierungsstufe. Also es gibt ja 3- und 2-Nanometer-Chips inzwischen. Das heißt, für die Anwendung braucht man auch gar nicht super Miniatur-Chips. In einem Auto hast du so viel Platz, dass ob das Ding jetzt größer oder kleiner ist, ist gar nicht so wichtig. Wenn du es für die Hälfte des Preises machen kannst auf 5-Nanometer-Technologie, das ist jetzt... Ich kenne mich nicht so gut damit aus, weil es ist auf jeden Fall günstiger, wenn du nicht zwei oder drei Nanometer Chips nimmst. Dann ist das vielleicht total ausreichend, wenn du Geld damit sparst. Und durch die Spezialisierung, also was du in einem fahrenden Auto machen musst als KI-Chips, ist ja ein begrenztes Set an Dingen. Es geht viel um Image Recognition oder Interpretation von Kamerabildern und Sachen, die man ganz gut auf dem Chip schon vorinstallieren kann, wenn man so möchte, oder schon vorsehen kann. Dadurch werden die Chips ja effizienter und leistungsfähiger am Ende. Je mehr man quasi ins Hardware-Layer verlegt und nicht mit der Software bauen muss, desto effizienter und schneller kann es am Ende auch computen. Insofern total sinnvoll. Die Frage ist, ob Waymo es damit schafft, tatsächlich einen technologischen Vorteil gegenüber Nvidia zu gewinnen. Also dass jeder, der auf Nvidia baut, quasi dann nicht so gut ist wie das eigene System von Waymo. oder ob es hier nur um Kostenthema geht, wobei die Chips von den Kosten her, glaube ich, nicht so viel ausmachen. Ich habe eher das Gefühl, dass Google glaubt, technologisch voranschreiten zu können und sich quasi so ein bisschen loslösen kann vom Rest des Marktes oder der Konkurrenz. Wobei es, wie gesagt, eben auch Kostenvorteil hat, sich jetzt nicht von Nvidia zu beziehen. Und dann gibt es noch eine zweite Frage, wo wir gerade bei Kosten sind. Waymo hat außerdem ein paar hundert von ihren, ja man könnte sagen Discount-Waymos auf die Straße gebracht. Und zwar heißen die Ojai, oder geschrieben wird es Ojai mit O-J-A-I, aber ausgesprochen wird es wohl Ojai. Das sind so Mini-Robotaxis, die von einem chinesischen Hersteller, also die gehört zur Geely-Gruppe. Die Firma heißt Zeeker, Z-E-E-K-E-R, und die bauen so eine kleine... Ich würde sagen, wie ein Renault 5 ohne Schnauze oder also noch kleiner, so Knutschkugeln, die halt super als Robotoxi einsetzbar sind, könnte das die Discount-Version sein. Wir wissen, bisher basiert Waymo viel auf dem Jaguar I-Pace, aber Hyundai baut auch schon ein Budget-Modell für Google. Der Jaguar I-Pace gilt die erste Generation noch als relativ teuer, wobei die Kosten schon sinken. Dieser Seeker oder dieses Geely-Fabrikat wäre dann sicherlich noch mal deutlich günstiger in den Leasingkosten. Die natürlich zunehmenden Teil, den immer größeren Teil der Gesamtkosten, wenn man keinen Fahrer mehr hat. und die Software hauptsächlich eigentlich nur Rechenleistung oder die restlichen Kosten eigentlich nur Energie und Rechenleistung sind, dann ist die Leasingrate des Autos natürlich nicht ganz unwichtig. Wobei ich ja glaube, dass Leute auch bereit sind, mehr für ein Robotaxi zu bezahlen, als für ein Taxi mit Mensch. Also ich würde sofort 20% Aufpreis zahlen für ein Robotaxi, wenn ich dafür keinen Mensch hätte, weil zumindest der durchschnittliche Erwartungswert besser ist. Es gibt natürlich auch immer super nette, freundliche, unterhaltsame Taxifahrer, Taxifahrerinnen, die man erlebt, aber Im Schnitt ist kein Taxifahrer zu haben, die hat den besseren Erwartungswert, würde ich behaupten. Aber man will offensichtlich auch das Preisrennen logischerweise gewinnen. Das stand ja von Anfang an fest, dass wenn du diese Kosten eliminieren kannst, hast du am Ende nur noch Autoleasing, Energie und ein bisschen Rechenzeit und Software. Und dann möchtest du natürlich lieber ein Auto für 22.000 Dollar als eins für 80.000 Dollar haben, mit dem man fährt. Oder du kannst eben eine Black-Version haben und eine Budget-Version, worauf es wahrscheinlich hinauslaufen wird. Also für eine lange Flughafenfahrt holst du dir vielleicht den I-Pace. Für eine kurze Fahrt zur nächsten S-Bahn-Station fährst du vielleicht die Knutschkugel.
Ich komme jetzt von Knutschkugel zur nächsten Story.
Es wurde nicht geknutscht. Es wurde nicht geknutscht, aber SpaceX hat die Lippen gespitzt. Und SpaceX hat ja für 60 Milliarden Cursor akquiriert und sie sollen sich wohl ebenfalls in Gesprächen gefunden haben mit Cognition, also der Mutter von Devon, dem IDE oder Vibe-Coding-Produkt Devon. Cognition soll relativ klar gesagt haben, unsere Firma steht nicht zum Verkauf. Letzte Bewertung war 26 Milliarden im Mai. Sicherlich hätte SpaceX eine Prämie darauf angeboten, so wie sie es bei Cursor getan haben. Aber man kam hier offensichtlich nicht zusammen. Die Frage ist, war das ein Plan B für die Akquisition von Cursor oder wollte man beide haben? Ich habe das Gefühl, SpaceX will einfach unheimlich viel Code-Training-Daten akquirieren, um in der Hoffnung den besseren Coding-Bot zu bauen. Also die Logik, die sich mir erschließen würde. wäre ja, wenn ich Entropic irgendwie einholen will. Entropic hat den großen Vorteil, dass sie mit Coding angefangen haben und dass sie mit B2B angefangen haben. Coding hat irgendwann den Vorteil, dass es sehr stark selbstverstärkend wirkt, wo wir so gerade eintreten, würde ich sagen, in die Zeit, wo das passiert. Und wie kann ich diesen Nachteil noch aufholen? Eigentlich nur, indem ich unheimlich viele Trainingsdaten habe. von Code. Da hat Microsoft mit GitLab sicherlich einen Vorteil. Andere Firmen, die viel Codebase sehen oder eigene Codebase haben, vielleicht Google und so weiter. Und SpaceX hat relativ wenig Codebase bisher natürlich. Und durch die Akquisition von Cursor, ich weiß jetzt nicht, wie die Terms of Service da sind, also ob sie überhaupt auf den Code von Kunden zugreifen können. Aber ich würde mal vermuten, dass sie im Rahmen der Qualitätskontrolle auf den eigenen generierten Code zumindest zugreifen können. Also es gibt ja zwei Sachen, wo ich Kundencode quasi entfremden kann. Das eine ist, Kunde A generiert mithilfe von Cursor neuen Code. Dann ist die Frage, gehört er exklusiv Kunde A oder darf Cursor den mitlesen und zur Verbesserung der eigenen Produkte in Anführungsstrichen nutzen und damit aber zum Training. Und das andere ist, Kunde B legt ins Kontext-Window von Cursor, um Code zu erstellen, seinen gesamten Bestandscode hoch. Dann ist die Frage, inwiefern, und das weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber inwiefern könnte ich diesen Code verwenden, um darauf zu trainieren. Und das wäre auf jeden Fall ein hoher Anreiz, jetzt zum Beispiel Cursor und Devin und vielleicht weiter Coding, also vielleicht auch noch ein Lovable oder andere aufzukaufen. um einfach viel Trainingsdaten von Code zu bekommen und damit schneller zu Entropic aufschließen zu können. Wir haben vorhin bei unserer Betrachtung der Wachstumsgeschwindigkeiten vergessen, zumindest als Fußnote zu erwähnen, dass Grogbot gerade zumindest so in kleinen Nischen Gigi-Kreisen, auch relativ populär wird. Nicht so, dass es wirtschaftlich schon einen Impact hätte, würde ich behaupten, aber das erste Mal sehe ich da ein bisschen Traction, anekdotisch, aber auch aus sozusagen Nutzungszahlen und was man so an Third-Party-Data bekommt. Nicht, dass es jetzt irgendwie ins Rennen eintreten würde mit InShopic oder OpenAI, aber Das erste Mal seit langem sehe ich da ein bisschen echte User. Also nicht nur, dass ein paar verwirrte X-User sagen, das ist ganz cool, sondern dass Leute schon auch sagen, ich nutze das persönlich und finde das praktischer als andere Anwendungen, die ich bisher genutzt habe. Also ich vermute, SpaceX will Trainingsdaten im Coding-Bereich sammeln. Vielleicht kaufen sie Stack Overflow, wobei Stack Overflow hat, glaube ich, einfach zu früh mal seine Daten offen gehabt in der Vergangenheit und ich könnte mir vorstellen, dass das einfach schon in vielen... rein trainiert worden ist oder als Piraterie-Datensatz irgendwo verfügbar ist. Aber das ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, im Rennen um den besten Coding-Bot noch mitzustinken, dass man unheimlich viel exklusive Codedaten, also bestehende Software-Code, irgendwoher akquiriert. Geklappt hat es im Fall von Cognition, also Devins Mutter, auf jeden Fall nicht. Bei Cursor waren sie erfolgreich, es hat aber 60 Milliarden gekostet, wie wir wissen.
Wo es auch nicht geklappt hat, ist bei den beiden nächsten Firmen im Earnings. Kurzes Update von deiner Seite.
Ja, unter anderem hat kürzlich Klana berichtet, ist darauf 9% eingestürzt. Die haben ihren Ausblick einfach ein bisschen revidiert und zwar nach unten, was selten gut ist. Und zwar einerseits ist das GMV, also es ist nicht nur der Ausblick, muss man mal sagen, die Zahlen haben sich auch einfach deutlich moderiert. Das GMV-Wachstum ist von 33% auf 17,5% gesunken. Transaction Service Revenue Wachstum ist von 29 auf 17 Prozent gesunken, also da ist hier eine ganz klare Deakzelerierung. Sie hatten zum Börsengang und nach dem Börsengang ein paar echt gute Quartale, muss man sagen, aber jetzt sieht es hier deutlich weniger dynamisch gerade aus. Sie schieben das oder begründen das mit getrübter Konsumstimmung, insbesondere im wichtigsten Land, welches Deutschland ist. Also das ist vielleicht auch schon eine Warnung an alle Retailer, wobei die es vielleicht selber auch schon spüren inzwischen. Aber das Geld soll wohl nicht mehr so locker sitzen. Das liegt sicherlich so ein bisschen an der Stimmung, ein bisschen vielleicht auch am guten Sommer. Man muss verstehen, gutes Strand- oder Freibadwetter ist der größte Feind des E-Commerce, kann ich aus Erfahrung berichten. Das heißt, ein richtig heißer Sommer ist in der Regel schlecht für E-Commerce. Würde ich sagen, ob das dann irgendwann nachgeholt wird im Sommerschlussverkauf oder so, ist die andere Frage. Aber es gibt definitiv, glaube ich, auch eine Eintrübung des Konsumklimas in Deutschland. Man muss gucken, wie weit sich das fortsetzt oder sogar ausbreitet in Europa. Umsatz ist im Vorquartal um 44% gestiegen, jetzt nur noch 27% Wachstum. Das operative Ergebnis ist zwar leicht positiv, aber 2,5% operative Marge nach zuvor, vor Jahresquartal, minus 5,5%. ist ein bisschen unter den Erwartungen, insbesondere weil der Ausblick sich jetzt noch weiter eintrübt und weil der CFO wohl das Weite sucht und man da gerade Ersatz sucht. Das alles in Verbindung hat, glaube ich, dafür gesorgt, dass der Kurs zu 10% eingebrochen ist.
Die Aktie ist Year-to-Date minus 52%. Was ich da irgendwie spannend fand, ist, dass der Firm mehr oder minder sich gar nicht verändert hat in den letzten Monaten.
Sekunde, ich schaue mal, wann die aktuellen Zahlen kamen. Habe ich jetzt leider die Vergleichswerte nicht fertig gemacht heute. 2026 Q4, die haben ein abweichendes Jahr. Kommt am 27. August. Ich würde sagen, wir schauen dann nochmal rein. Doppelgänger geht rein. 27. August, das ist nächsten Freitag, also in der Samstag-Folge nächsten Jahres. Nächster Woche. Schauen wir nochmal in die Firmenzahlen, wie es für die aussieht.
Ich bin froh, dass du schon wieder die Tage richtig drauf hast. Jahre ist nicht so wichtig.
Ja, ich habe mich gerade gewundert, was hier für ein Termin, hier ist ein sehr kryptischer Termin für Samstag, nächsten Samstag eingetragen, aber ich weiß gerade wieder...
Gut, dann ein bisschen Sport. Sport mit Doping läuft auch nicht so, wie man sich das verhofft hat. Ich hätte gedacht, ein Event-Business kann man irgendwie besser hochziehen.
Ja, also es geht natürlich um die sogenannten Enhanced Games oder Doping Olympics, gedubbt von der Presse. Die Aktie ist mal für 10 Dollar als Back an die Börse gekommen, notiert jetzt bei 1,7 Dollar, also 83% verloren in relativ kurzer Zeit. Sicherlich ein neuer Rekord, selbst für Christian Angermeyer, der das mitverantwortet. Die Ergebnisse sind rausgekommen und für das erste Halbjahr kann man sagen, dass die Enhanced Games, die Ende Mai stattgefunden haben, also Mitte Q2, Der Umsatz, den man bisher generiert hat, sind ganze 17,7 Millionen US-Dollar, die man eingenommen hat. Mit vielleicht Werbung, vielleicht schon erste verkaufte Arzneimittel oder Supplements. Arzneimittel weiß ich nicht, aber Supplements vor allen Dingen. Vielleicht sonstigen Lizenzeinnahmen. Vielleicht hat ein Hotel da ein bisschen was bezahlt, damit es da stattfindet. Aber 17,7 Millionen Umsatz hat man auf jeden Fall gemacht im ersten Halbjahr. Vielleicht läuft da noch was nach im Rest des Jahres über Supplementumsätze. Und die operativen Ausgaben fürs erste Halbjahr waren aber fast 100 Millionen. Also 17,7, 18, rund 18 Millionen Umsatz, 96 Millionen operative Ausgaben, was dann zu einem Verlust von 78,5 Millionen US-Dollar führt im ersten Halbjahr. Also man macht roundabout vier, viereinhalb mal so viel Verlust, wie man Umsatz macht. Sicherlich nicht das, was man sich versprochen hat, wenn man den Ausführungen von Christian Angermeier gelauscht hat über US-Dollar. Diese wahnsinnig spannenden Doping-Olympics, auch sportlich war es ja kein Riesenerfolg. Viele Wettkämpfe wurden von nicht gedopten Athleten, die trotzdem angetreten sind, gewonnen. In den Übertragungsbildern, Streamingbildern im TV, wollte es ja niemand haben, in Streamingbildern hat man leere Plätze gesehen und so weiter und so fort. Der Gründer und Christian Angermeyer haben wohl nochmal neues Geld reingeschossen, damit aber anscheinend eine Verbindlichkeit gegenüber Apeiron, also dem Family Office, wenn ich es richtig gesehen habe, abgelöst. und gleichzeitig Gratisaktien, also sogenannte Warrants, bekommen. Also wenn man zum Kopfkurs von 3 Dollar noch was eine Aktie gekauft hat, hat man einen weiteren Warrant, also das Recht eine Aktie zu kaufen, zu einem gewissen Kurs, dazu geschenkt bekommen, die für den Fall, dass die Aktie mal über 20 Dollar landen sollte, sogar beschleunigt zugeteilt wird, wenn ich richtig interpretiert habe. Also für die, die da in dieser Runde teilgenommen haben, da gab es wieder reichlich Gratisaktien, zu jeder gekauften Aktie eine. Dazu war es für den Kurs auch wenig verwunderlich, nicht besonders positiv war.
Und noch ein bisschen AI-News. Die hätten wir doch eigentlich weiter oben positionieren können. Oder geht es schon fast in die Schmuddelecke?
Nee, warum sind die hier gelandet? Nee, es ist definitiv noch nicht Schmuddelecke. Ja, hätten wir weiter... Wir haben über die Akquisition von Stripe und Open Router geredet und Ramp, das ist die Firma, von der wir oft die Marktdaten bekommen über KI-Modelle, was gerade gut gekauft wird, weil sie als Fintech das ganz gut beobachten können. Die bauen jetzt ihr eigenes Router-Produkt. Also die haben schon ein Produkt gebaut, mit dem man den Spend, die Ausgaben gut überwachen kann für KI-Produkte. Und jetzt bauen sie in logischer Konsequenz, könnte man sagen, den Open-Router-Konkurrenten. Also wenn du eh überwachst, wo der Kunde sein Geld ausgibt, dann baue ihm doch auch das Stellwerk, die Weiche dazu, um den Traffic zu routen oder verschiedene APIs mit einem Key anzusprechen oder mit einer Schnittstelle anzusprechen. muss man mal sehen, wie gut sie das an ihre Kunden, ihre Kunden würde ich vermuten, sind nicht die Leute, die jetzt Billionen von Tokens abnehmen, aber trotzdem kann es natürlich spannend sein, da auf der Weiche zu sitzen. Jetzt fragt man sich, das kleine Ramp gegen den großen Konkurrenten Stripe, wenn man so möchte, sind nicht im gleichen Markt, aber zumindest hier wären sie dann ja Konkurrenten, haben die überhaupt eine Chance, aber Ramp ist ja auch schon mit 44 Milliarden bewertet, glaube ich, in der Runde. Sekunde, was war die letzte Bewertung? Ich schaue nochmal kurz... Ja, 44 Milliarden. Stripe ist bei 190, glaube ich, oder? Also sie sind bei einem Fünftel von 160 offiziell. Dann sind sie bei einem Viertel von Stripe. Also jetzt auch kein zu vernachlässigender Konkurrent, würde ich sagen. Bin gespannt, ob sie da Open Router wirklich einen Marktanteil abnehmen kann. Ich glaube es eher nicht, weil ich vermute so ein bisschen, dass der typische RAM-Kunde ein bisschen weniger relevant ist als Stripe. Also Open Router hat natürlich auch ein SMB-Segment oder ein Segment mit kleineren Kunden, aber ich glaube nicht, dass RAMP Zugang zu vielen ganz großen hat, die dann diesen Router nutzen. nutzen würden. Trotzdem scheinen viele Leute zu glauben, dass diese Middleman-Position oder Intermediärposition vor den Modellen da lukrativ sein könnte in Zukunft und wollen sich damit reinquetschen. Wenn man überlegt, wir haben ja letztes Mal gesagt, dass Unternehmen gerade 12% des Umsatzes für Personal ausgeben und nur 0,1% für KI ausgeben. Wenn man überlegt, dass sich das so ein bisschen angleichen könnte über die Zeit, dann wäre es quasi Der Lohnkostenabwickler für die gesamte Industrie zu sein, wäre natürlich der dann hier in dem Fall 5%, ob das gerechtfertigt ist oder nicht, ist eine andere Frage. Aber wenn du sozusagen der Lohnkostenabrechner für die KI-Industrie wärst, das würde ich jetzt mal so verbinden mit der Position von Open Router oder Ramp Router, dann wäre das natürlich ein beeindruckender Markt. Wenn du davon ausgehst, dass KI nur auf 1% der Umsatzrelation kommt von großen Unternehmen, wie gesagt Personal rund 12%, dann wäre es natürlich lukrativ. das mit zu intermediieren und auf dem Weg ein bisschen Geld zu verdienen. Das hat sich anscheinend auch das deutsche Unternehmen Personio gedacht. Die kündigen nämlich das an, was Ramp zuvor gemacht hat, nämlich ein AI-Kosten-Tracking-Tool. Die haben sich gedacht, wenn sie selber auch ihre KI-Kosten tracken und ein Tool dafür gebaut haben, um da Insights draus zu gewinnen, warum bieten wir das nicht auch unseren Kunden an? Und das ist eigentlich, ich habe intuitiv gerade das verglichen mit dem Lohnkostenanbieter. Personio ist ja eigentlich ein HR-Startup. Man könnte sagen, wenn man KI so ein bisschen als Coworker sieht, dann möchtest du vielleicht dieses Line-Item quasi über deine eigene Bilanz laufen haben. Sie tracken jetzt erstmal nur die Ausgaben für die Kunden, muss man sagen. Ob sie jetzt auch den nächsten Schritt machen, wie Ramp und den Router bauen, bin ich gespannt, ob das so einfach ist und ob Personio sich da sozusagen qualifiziert für sieht, muss man sagen. Bis jetzt ist erstmal ein Tracking-Tool, mit dem man dann seine Ausgaben bei Cloud, OpenAI, Copilot oder Langdoc ganz gut überwachen kann.
Und ich habe gesehen, du warst wieder als LinkedIn-Polizist unterwegs.
Also genau, weil der erste Kommentar darunter, zumindest der erste, der mir angezeigt wird, ist jemand, ich will gar nicht disclosen hier, weil das ist, soll auch kein Diss sein, aber der erste Kommentar ist dann, Framing AI spend against salary and workforce data rather than in a standalone dashboard is the sharper insight here. It turns a cost-line item into a productivity ratio HR can actually act on. Was ich sagen würde, ist 100% KI generiert, also dieses... Ist the sharper insight here? Ist typische Claude-Speech, würde ich sagen, also insbesondere dieses hier, also dass man so sagt, the word tracking does a lot of work here oder ist the sharper insight here, ist immer so eine typische analytische Draufschauweise von KI, behaupte ich jetzt erstmal. Oder es kann immer auch sein, dass der Mensch einfach schon die KI-Sprache übernommen hat. Dann ist so ein Bindestrich, den man mit Absicht in ein Nicht-M-Dash verwandelt hat, behaupte ich mal, zwischen dem It Turns. Und dann kommt der zweite Absatz. Replacing your own manually maintained dashboard with this before shipping it externally is a good sign. It solves a real problem, not just a feature checkbox. Würde ich auch sagen. Klingt ein bisschen nach... Naja. Ich habe diese Woche schon gepostet. Oder das haben wir letztes Mal schon drüber gesprochen, oder? Ich glaube, also diese Slopmans oder wie auch immer man das nennen möchte. Wie habe ich das hier genannt? Ja, Slopment, Reply Slop, wie auch immer man das nennen möchte. LinkedIn-Kommentare kann man sich eigentlich komplett kneifen. Im Moment habe ich das Gefühl.
LinkedIn ist dead. Dead Internet.
Alles egal. Ja, bin gespannt, ob Personio dafür für das Feature chargen kann und wie das ankommt im Markt und vor allen Dingen, ob sie tatsächlich auch irgendwann einen eigenen Router bauen wollen, so wie Ram das macht. Rem kommt eher von der Fintech-Ecke, Personio eher von der HR-Ecke. Wird man sehen, von wem Unternehmen das am Ende auch kaufen möchten vielleicht.
Noch ein bisschen China, bevor es in die Schmunde der Ecke geht.
Es gab einen weiteren Blockbuster IPO in China und zwar zwischenzeitlich über 630% IPO Pop, also Anstieg nach der ersten Notierung. Am Ende geschlossen hat Unity Robotics mit 542% im Plus an einem Tag gestiegen. kompletter Wahnsinn. Unitree ist, habe ich glaube ich vor zwei, drei Jahren oder so in meiner Präsentation mal gezeigt, so der früheste, vielversprechendste Roboterhersteller vielleicht in den USA. Gerade zumindest was Humanoide angeht, baut diesen unter 10.000 Dollar. Der erste Unitree H1 oder G1, habe ich schon wieder vergessen. Und die gehen jetzt an die Börse. Insgesamt gibt es glaube ich erst 10.000 Roboter im Umlauf und fairerweise, die meisten machen davon nämlich keine produktive Arbeit, sondern pimmeln auf irgendwelchen Messen und in Company-Showrooms ab. Trotzdem scheint die Euphorie für Robotics ungebrochen groß zu sein in China. Deswegen, man fragt sich auch so ein bisschen, warum man die IPO-Kurse Also wenn du so möchtest, sind ja diese IPOs alle komplett mispriced. Wenn die alle irgendwie dreistellige Prozent zahlen und nicht 100 Prozent, sondern wirklich 400, 500 Prozent in der Regel im Plus landen am ersten Tag, Mein Gefühl ist, man möchte den Börsenboom noch weiter anfeuern in den USA und misprice die IPOs fast so ein bisschen mit Absicht, mit staatlichem Dazutun vielleicht sogar, um die IPO-Frenzy noch weiter zu erhöhen, wie jeder fängt dann an, die Aktien zu zeichnen oder früh zu kaufen, in der Hoffnung dann auch ein paar Prozent oben drauf zu machen am ersten Tag. Es sorgt, wie gesagt, schon ein paar Mal erklärt für günstige Finanzierungskosten auf jeden Fall der chinesischen KI-Industrie und Robotik-Industrie. Nicht ganz so viel Glück hat, wie wir ja wissen, Shein. Das gestaltet sich schwerer. Wir haben letztes Mal gesagt, sie können froh sein, wenn sie auf 25 Milliarden kommen, was wie Alex Raff und Flo Heinemann richtig bemerkt haben, ja nicht viel über der Cash-Position ist. Ich glaube, sie haben 15 bis 20 Milliarden in Cash irgendwie rumlaufen und eine Bewertung von 25 wäre natürlich schon ein krasses Misstrauensstatement. Große Empfehlung übrigens für den aktuellen Daily Heinemann Podcast im Kassenzonefeed. Da wird nochmal über SHEIN IPO gesprochen. Hat mich erinnert an unsere letzte Diskussion, die wir hier hatten, wo ich so ein bisschen meinte, ist Inditex nicht das bessere Modell. Und ich habe mir es daraufhin nochmal genauer angeguckt, weil ich dann wieder so ins Grübeln kam. Und ich bin wirklich kurz davor, sozusagen, dass E-Commerce ja eigentlich gescheitert ist als Modell. Wenn man sich Inditex anschaut im Vergleich, also das ist die Mutter von Zara, Amancio Ortega, einer der reichsten Männer in Europa war, ist dann überholt von Elve Yamash, glaube ich. Also was ist eigentlich das Versprechen von E-Commerce? Dass du irgendwie, du hast eine größere Auswahl, du sparst dir die Miete und viele Mitarbeiter, erhofft man sich bestimmt. Und dadurch kann man bessere Margen machen oder eh nicht gute Margen. Am Ende, und nichts davon scheint sich aber einzulösen. Also wenn man über die Scheinen reinguckt, dann ist es halt so, dass sie 45% des Umsatzes, das liegt jetzt natürlich auch daran, dass es ein Marktplatz ist, aber 45% des Umsatzes in Fulfillment stecken, was ja kompletter Wahnsinn ist, und weitere 15% in Marketing. Das heißt, 60% des Umsatzes gehen schon mal in Marketing und Fulfillment. Das könnte ein normaler Online-Retailer gar nicht, weil die nur 40, also die besten haben 50% Rohmarge, die schlechten, also in Zalando About You eher so 40%. Das heißt, wenn die jetzt 60% des Umsatzes für Marketing und Fulfillment ausgeben würden, würden sie 20% negativ sein. Jetzt muss man sagen, Shein hat eben, weil sie einen Marktplatz haben, eine größere Rohmarge, Wahrscheinlich haben sie im eigenen E-Commerce-Retail auch nur 40-50% Rohmarge, aber im Marktplatz hast du ja fast 100% Rohmarge, dafür aber höhere Marketingkosten und Fulfillment-Anteile. Deswegen sind die Fulfillment-Marketing-Anteile auch so hoch. Also der Service-Anteil am Umsatz, und das ist wahrscheinlich der Marktplatzumsatz, ist bei SHEIN ja ungefähr ein Sechstel. Aber wenn man jetzt von einer Take Rate von 10% ausgeht, dann wären es 13 Milliarden, die man Umsatz macht, verglichen mit 8 Milliarden im eigenen Retail, wenn das eine richtige Sichtweise wäre. Aber um darauf zurückzukommen, warum gewinnt Inditex? Also zum Vergleich, SHEIN macht ungefähr 2% Marge gerade, mit Mühe und Not. Und ob das so bleiben wird, ist auch noch die Frage, würde ich mal behaupten. Weil in dem Podcast von Heinemann und Graf, also wie gesagt, den ich sehr empfehle, aber Da wird so ein bisschen der Marktplatz, der gerade erst startet, als die Rettung verkauft. Aber der Marktplatz wächst halt auch nur noch mit 9%. Also das eigene Geschäft schrumpft schon minimal oder ist komplett stagnierend. Aber selbst der Marktplatz wächst auch nur noch mit 9%. Das heißt, die Rettung wird der Marktplatz auch nicht. Das ist auch schon absehbar. Wie auch immer. Also Sheen schafft 2% operative Marge zu machen. Super knapp und eng immerhin. Inditex, Zara macht 20%. Mit dem Brick-and-Mortar-Modell. Mit langweiligen High-Street-Mode-Geschäften. Wenn man jetzt aber mal abstrahiert, ist das komplett logisch, warum das das viel, viel bessere Modell ist. Also wie sieht Inditex P&L aus? Die kommen, und das ist sicherlich beeindruckend, auf eine 58% Rohmarge. Also kommen in den Bereich von Shein ohne Marktplatz. Das ist beeindruckend. Jetzt hat nicht jeder Fashion-Retailer 58%, sondern freut sich wahrscheinlich über 50%. Aber Inditex hat zum Beispiel 58%. Und ich behaupte jetzt, dass das Marketing von Zara ist ja eigentlich nur das Geschäft. Also ich nehme eine der besten Flächen in der Mall oder im Einkaufszentrum in der Innenstadt, erhöhe sogar noch die Attraktivität des Restes, des Einkaufszentrums dafür. Also ich bekomme vielleicht sogar günstigere Mieten, weil ich der Enkermieter bin, der andere anzieht oder die Innenstadt am Leben hält, wie auch immer. Aber ich würde behaupten, die Location, die A-Lage sind die Marketingkosten von dem Modell Fast Fashion in der Innenstadt. Wenn man jetzt mal anschaut, was Inditex oder auch H&M für Rent and Lease ausgeben, das ist ein bisschen versteckt teilweise in so dauerhaften Leases und so, das ist nicht einfach so, dass die Miete zahlen, aber man kann sich das ein bisschen schätzen und erschließen, dann wirst du bei Inditex so zwischen 8 und 10, 9 Prozent ungefähr des Umsatzes, den sie an Miete zahlen, Und H&M 7,5 Prozent ungefähr. Ungefähr 17 Milliarden SEK, also schwedische Kronen durch 10 sind Euro, glaube ich. Das heißt, Zara, die 40 Milliarden Umsatz machen, zahlen nur 3,6 Milliarden an Miete. Und das, behaupte ich, sind die eigentlichen Marketingkosten, wenn du so möchtest. Das heißt, das wäre eine Marketingquote von 9 Prozent. Während Shein bei 14,8 Prozent hängt. Während Zalando About You über 10 Prozent sind, gerade wieder, glaube ich. Und so, jetzt würde ich sagen, es stehen die 15% Marketingkosten gegen 10% so viel kostet es eine 1A-Lage zu mieten, 10% deines Umsatzes. Da hast du schon mal einen Vorteil. Also du zahlst 9 statt 15% als Inditex-Sara. Ist so ein bisschen Äpfel mit Birnen wegen des Marktplatzcharakters von SHEIN, das ist mir auch klar. Aber ich würde es trotzdem einmal so vergleichen, um auf einer ganz hohen Flughöhe zu erklären, warum das Modell so viel besser funktioniert von Inditex. Was hast du noch für weitere Kosten? Logistik ist bei SHEIN... 45, 46 Prozent. Bei einem Zalando, ich glaube, eher so 20 Prozent. Sekunde, ich schaue mal rein. Fulfillment Cost as Percent of Revenue ist 22 Prozent. So bei SHEIN sind es 45 Prozent. Jetzt muss man fairerweise sagen, auch ein Inditex Zara hat noch eine Logistik. Das heißt, die müssen über Verteilerzentren die Ware natürlich auch verteilen und vom Hersteller holen. Macht Zara ganz schlau. Die produzieren nicht so, wie man denkt, alles in China und Bangladesch, sondern ganz viel in Marokko, Türkei, Spanien, Portugal, im näheren Umfeld von Europa. Dadurch haben sie Logistikkosten, die unter 5% sind höchstwahrscheinlich, aber auf jeden Fall deutlich niedriger als im E-Commerce, die Logistikkosten. Da hast du noch ein bisschen Personalkosten, die haben prinzipiell beide Modelle und so kommt Inditex am letzten um 20%. Und das, was Inditex an Miete zahlt an die Innenstadt oder an den Centerbetreiber, an ECE oder was weiß ich, oder wen es da noch so gibt, zahlt der Onlinehandel am Ende und das haben Flo und Alex, genau richtig gesagt, an Google und Meta. Also die Kosten zu existieren im Internet, das Internet ist nicht frei, beziehungsweise wir können gleich mal erklären, wie ein freies Internet funktionieren würde, aber das Internet, sozusagen die Kosten dafür, dass du noch Menschen siehst im Internet, ist, dass du 10 bis 15 Prozent deines Umsatzes an Google und Meta abführst. Und die gleichen Kosten sind bei Inditex halt nur 9% für die Innenstadtlage des Umsatzes quasi. Jetzt kannst du ja sagen, Inditex muss ja außerdem noch Marketing machen. Jetzt schätze mal die Marketingkosten von Inditex auf den Umsatz. Also wie viel Prozent des Umsatzes investiert Zara in Werbung? Weil ich ja gerade gesagt habe, die Miete ist die ganze Werbung. Jetzt muss man sagen, es gibt natürlich den Posten Werbung zusätzlich. Wie hoch ist der wohl?
3 bis 5 Prozent?
Ja, unter 1 Prozent. Also die Schätzungen schwanken zwischen 0,3 und 5 Prozent. Wenn du mal überlegst, du hast auch noch nie Werbung für Pull&Bear, Zara oder so gesehen in der Regel. Oder sehr, sehr wenig. H&M gibt ein bisschen mehr aus, liegen so zwischen 4 und 5 Prozent wahrscheinlich bei Werbung. Haben aber auch niedrigere Mieten. Liegen nur bei 7,5 Prozent Mietkosten. Also wenn man es aufeinander rechnet, ist es gar nicht so weit entfernt. Das heißt, Zara spart sich die ganze Werbung, muss kein Google und Facebook zahlen, außer im Online-Business noch was anderes, aber im Film- und Offline-Business Du musst keine Werbung machen. Du zahlst die Innenstadtlage, 10% deines Umsatzes. Deine Logistikkosten sind unter 5%. Und wenn du dann 58% Rohmarge machst, kommst du auf eine 20% Operating-Marge. Du hast ein paar Abschreibungen, musst ein paar Sachen wegschmeißen, du machst Personalkosten, aber du nimmst 20% Operating-Marge mit nach Hause. Und warum die Online-Retailer das nicht können, ist, weil sie alle mindestens 20% Fulfillment-Ausgaben haben, bei Marktplatzanbietern bis zu 45%, wie man bei SHEIN ansieht. Bei SHEIN ist es natürlich auch einen niedrigen Warenwert, dass relativ gesehen zum Umsatz Logistikkosten hoch sind, weil es sehr billige Waren sind in der Regel. aber du wirst überall mindestens 20, 22 Prozent Logistikkosten haben, dann zahlst du deine Miete im Internet, nämlich 15 Prozent an Google oder 10 bis 15 Prozent an Google und Meta. Die Vorstellung, dass man Stammkunden hätte, auf die man kein Marketing zahlt, die funktioniert ja nicht. Du musst die Kunden immer wieder reakquirieren aus dem Internet. Zu glauben, jemand könnte die Marketingquote dauerhaft reduzieren, wäre so, als wenn du sagst, ich baue mein Geschäft, ich baue meinen Zara-Markt irgendwo auf die grüne Wiese und hoffe, die Leute kommen jetzt umsonst dahin. So geil ist Fashion als Produkt leider nicht, dass irgendjemand da raus, also du baust eine Outlet-Umgebung mit ganz vielen Marken und bla bla bla, aber wenn du jetzt einen einzelnen Zara-Store irgendwo nach Spandau auf die grüne Wiese baust, kommt halt keine Sau hin. Deswegen ist die A-Lage das Marketing, würde ich vergleichen. Und deswegen ist das aber letztlich das bessere Modell als E-Commerce, weil Den freien E-Commerce-Shop, der weniger als 5% Marketingausgaben hat, den gibt es halt nicht. Und deswegen ist vollkommen klar, glaube ich. Und jetzt ist Zara natürlich das beste Beispiel, wenn man so möchte, das profitabelste Fast-Fashion-Unternehmen. SHEIN fairerweise ist mit 68% Rohmarge aber auch schon das beste Online-Unternehmen, wenn man so möchte. Jetzt überleg dir mal, du bist ein Zalando und musst mit 40% Rohmarge diese ganzen Kosten stemmen. Also du hast trotzdem 10% Kosten-Umsatz-Relation im Marketing, du hast trotzdem 22% Fulfillment und jetzt arbeitest du noch mit 8% sozusagen für allen Rest, den du hast, SG&A und Personal und Pipapo. Wie willst du dann jemals Gewinn machen oder signifikant Gewinn machen oder noch wachsen dabei? Es ist annähernd unmöglich. Also wer in E-Commerce zu investieren ist, fast so wie in Airlines investieren, würde ich behaupten. Und du siehst das eigentlich mit Ausnahme von ganz wenigen Spezialanbietern fast überall, wo wir von Spezialanbietern reden. Ich versuche das nochmal zusammenzuschreiben übrigens. Vielleicht schaffe ich es so den Newsletter auch so wieder zu beleben, ehrlich gesagt. Ich möchte es nochmal optisch vergleichen, dann wird es vielleicht auch klarer, was ich gerade sage. sagen will, es macht zum Beispiel vielleicht Sinn, das im Vergleich zur Rohmarge zu machen, nicht Umsatz, weil dann der Marktplatzcharakter nicht mehr so sehr das verfälscht. Aber ein noch schöneres Beispiel finde ich tatsächlich den Apothekenmarkt. Weil wenn du dir so einen Doc Morris oder Shop Apotheke Red Care anschaust, die geben auch bis zu 10% für Marketing aus in der Vergangenheit, haben aber nur eine Rohmarge von 20% oder vielleicht kommst du im Onlinehandel auf 22, 23%. haben trotzdem noch die Logistikausgaben von 7-8%, sind ein bisschen niedriger anteilig im Pharma-Bereich natürlich. Also du hast 10% Marketing trotzdem, du hast trotzdem 7-8% Logistikausgaben, du hast nur 20-23% Rohmarge. Und jetzt mal zum Vergleich eine lokale Apotheke. Philipp Glööckler hat durch Zufall ein Pharma-Studium abgeschlossen und macht jetzt eine Apotheke auf. Schätzt mal, wie viel Prozent der Miete, jetzt können wir sagen, die Marketingkosten einer Apotheke sind die Standortmiete. Du hast ein ganz kleines Gebietsmonopol oder wenig Konkurrenz. Du hast kein echtes Monopol, aber es ist schon so, dass ein paar Leute immer zu der gleichen Apotheke gehen irgendwie und du lebst hauptsächlich aus dem eigenen Einzugsgebiet. Also ich behaupte, die Standortkosten, Mietkosten sind deine Marketingkosten. Ansonsten hat eine Apotheke auch keine signifikanten Eigenmarketingkosten. Im Gegenteil, sie nehmen außerdem noch Werbekostenzuschüsse ein von der Pharmaindustrie, die das bisschen Marketingkosten, die man hat, zu mindestens 50% decken, würde ich behaupten. Schätzt mal die Mietkosten, was macht nur Apotheke Umsatz am Tag? Absolut durchschnittlich Apotheke Deutschlands. 5.000 Euro. Also eher 15.000. 300.000 im Monat, 20 Öffnungstage wären 15.000. Aber Ballpark richtig. Dann wie gesagt, in Anführungsstrichen nur 80% Rohmarge. Das ist knapp, aber bei 15.000 am Tag natürlich dann trotzdem nicht schlecht. Wir rechnen mal auf den Monat hoch. 300.000 waren ein Satz 250.000. Rohertrag kommst du so auf 50.000, 60.000 Rohertrag im Monat mit der durchschnittlichen Apotheke. Die Mietkosten werden in der Regel zwischen 5.000 und 8.000 liegen. Also bei ungefähr 2% des Umsatzes von 300.000. Also deine Marketingkosten, ich behaupte, die Miete sind die eigentlichen Marketingkosten in der Innenstadt, sind 2% des Umsatzes. Und dagegen... will jetzt Shop-Apotheke und Doc Morris gewinnen mit 10% Marketingkosten. Wenn sie den gleichen Rohertrag haben oder gleiche Rohertragsmarge von 20, sie kommen auf 22%, 23% vielleicht, wenn es gut läuft. Wenn sie wirklich schlaue Produktmixes bauen und Supplements und was weiß ich. Aber du hast fünfmal so hohe Marketingkosten wie die lokale Apotheke. Dann kannst du sagen, okay, aber es ist ja viel effizienter, aus dem großen Lager zu liefern. Die Apotheke hat nämlich der größte Kostenbestandteil bei Apotheke ist natürlich das Personal. Das macht ungefähr 10% des Umsatzes aus, nämlich 30.000, 32.000, 300.000. Jetzt schätze mal, was die Personalkostenquote bei DocMorris ist. 8-10%. Das heißt, genauso effizient wie die kleine Apotheke, wo irgendwie den ganzen Tag Leute rumstehen. Personalkosten gemessen am Umsatz genauso hoch. Oder ähnlich hoch wie bei der kleinen Apotheke. Das heißt, ich verstehe überhaupt nicht, wie man mit einer Online-Apotheke Geld verdienen will, ehrlich gesagt. Also du darfst kleine Apotheken nicht so gut zusammen kaufen. Das geht nur so der Umwege. Ich glaube, man darf maximal vier Apotheken besitzen. Du kannst dann so Distributionsnetzwerke bauen oder so was, Zwischenhändler werden. Aber deswegen kannst du die nicht konsolidieren gut. Aber das bessere Business, wenn du nur einfacher Millionär werden willst, ist auf jeden Fall eine Apotheke, würde ich behaupten. Und wie man jemals schnell wachsen und Geld verdienen möchte mit Online-Apotheken, ist mir vollkommen unklar, ehrlich gesagt. Und auch Fashion E-Commerce halte ich für bestenfalls herausfordernd, wenn du es vergleichst mit, wie gesagt, Inditex ist natürlich der Prototyp, der die Logistikkosten unter 5% gedrückt bekommen hat, der keine Werbung machen muss und ohne 58% Rohmarge hat, aber einfach nur gute Unternehmensführung und geile Innenstadtlagen. Dual of Work hier, wie Cloud sagen würde. Ja, ich bin gespannt, wann das erste wirklich spannende, ich will jetzt nicht vom 100. ins 1000. kommen, aber schauen wir uns mal das prototypische Online-Business an. Also wer ist der beste Online-Retailer, wenn nicht Shein? Amazon. So, jetzt rechnen wir mal den Subscription-Umsatz und den AWS-Umsatz oder Gewinn runter von Amazon, dann wissen wir ja, dass sie eigentlich immer noch kein, nicht signifikant Geld verdienen mit Amazon. Und wenn der größte Monopolist kein Geld verdient in einem Markt, dann ist es ein ziemlich beschissener Markt. Ich versuche es nochmal aufzuschreiben. Grüße gehen nochmal raus an Deli Heinemann. Das hat mich inspiriert, das weiter zu denken. Ich versuche es in den Newsletter reinzubringen, wenn ich Zeit habe, am Wochenende mal endlich wieder einzuschreiben. Was haben wir noch hier?
Ich hätte jetzt noch eine Herausforderung für dich. Wir haben noch sieben Minuten. Du hast einen Termin. Ich habe Hunger. Fahr uns schnell nach Hause.
Wir ziehen durch. Die Saudis, wenig überraschend, bauen ihr Projekt Niem, also diese Leihen durch die Wüste, zurück. Da werden die Pläne signifikant abgespeckt. Und ich vermute, weil auch niemand da wohnen hätte wollen, versucht man jetzt unter anderem ein Data Center zu bauen in dieses hässliche, kilometerlange Gebäude, was man in der Wüste erreichen will. Es liegt aber auch tatsächlich daran, dass bei den Saudis das Geld ein bisschen knapp wird. Man möchte in KI investieren, man möchte in Sport investieren und man hat EA Sports gekauft, dies und das. Und irgendwo, selbst wenn das Geld aus der Erde kommt, muss man irgendwann ein bisschen haushalten. Und dass jetzt dieses Wahnsinnsprojekt Niem, diese Leiden in der Wüste, darunter leidet, ist vielleicht klar, dass das der erste. der nachgeben muss. Nicht nachzugeben, scheinen die Chinesen im Weltraum rennen. SpaceX-Fans glauben es ja in der Regel nicht, aber es gibt andere Nationen, die es auch schaffen, zumindest teilweise wieder landende Raketen zu bauen oder wiederverwertbare Raketenbestandteile. Und zwar ist China jetzt der erste Testflug mit einer Reusable Rocket oder mit einem Reusable Rocket Booster gelungen. Berichtet Quartz unter anderem Die Rakete heißt Suk oder Sucky oder ich weiß nicht, wie man es ausspricht, ehrlich gesagt. Die Firma heißt Landspace. Die Rakete heißt Suk 3, nenne ich es jetzt mal. Wir packen Artikel in die Shownotes. Aber wenn man so stark an SpaceX glaubt und im Moment ist es ein Weltraummonopol, was 80% der Masse ins All bringt, dass das ebenso wie bei Autos auf Dauer so bleiben wird, ist glaube ich nicht ganz klar. Wir haben Blue Origin von Jeff Bezos und natürlich wird China allein aus geostrategischen Gründen auch hier versuchen mitzustinken und das nachzubauen und im Zweifel 20 Konkurrenten ins Rennen schicken in der Hoffnung, dass ein Tesla oder SpaceX draus entsteht. Nur die Warnung, dass man da vielleicht nicht mit einem dauerhaften Monopol rechnen sollte, sondern dass China auch in dem Markt, den sie auch für strategisch erklärt haben, versucht aufzuschließen und erste Fortschritte macht mit Reusable Rockets, weil natürlich auch China eigene Satelliten im All haben möchte, weil auch China defensive Capabilities und vielleicht offensive militärische Capabilities im All haben möchte. Dafür brauchst du den günstigsten Weg, Sachen ins All zu schießen. Und China wird einiges investieren, da zumindest... SpaceX schnell zu kopieren und daran zu kommen mit allen Mitteln, die dafür erforderlich sind. Kurze Service-Nachricht. Wir haben letzte Woche darüber berichtet, dass Google die Daten von der pleitegegangenen Spirit Airlines kauft. Da wehren sich jetzt zumindest erstmal die FlugbegleiterInnen. und sagen, sie möchten, bevor diese Daten verkauft werden, sicherstellen, dass Kundendaten, Fluggastdaten da nicht drin sind, hat man versichert. Ob das bei Personaldaten, und das ist natürlich eine spannende Diskussion, wenn jemand die Überreste eines Unternehmens aufkauft, wenn du damit auf einmal die Krankheitsdaten der Mitarbeiter hast und so weiter oder die Schichtplanung der Mitarbeiter, wer wo wann übernachtet hat oder eingesetzt wurde, Vielleicht sind das Daten, die vorher auch gereinigt werden müssen. Ob das hier passiert ist oder noch passieren wird oder man das nachbessert, wissen wir nicht. Aber ein spannender Einwand, worüber man sich auch Gedanken machen sollte, wenn man in Zukunft über solche Firmenhüllen, die man kauft, nachdenkt. Welche persönlichen Daten man eigentlich damit verletzt, außer die der Kunden. Es geht natürlich auch um das Personal und hier setzen sich die Flugbegleiterin zu werb. Und dann, wir haben es vorhin schon angeteasert, der aktuelle Prozess um Meta, wo vorgeworfen wird, dass sie absichtlich wohlwissend Features so entwickeln, dass sie Minderjährige... abhängig von der App machen, also durch Entry Scrolling, durch Autoplay, durch algorithmische Verstärkung. Das ist der Vorwurf, dass insbesondere junge Menschen darauf keine Antwort haben oder nicht vorbereitet sind, sich nicht schützen können und ihnen trotzdem die App zur Verfügung gestellt wird oder aktiv beworben wird, wo diese Megastrafe von 1,4 Billionen droht, zu der es sicherlich nicht kommen wird. Aber da wurde jetzt ein erster Meta-Entwickler verhört, der selber große Anschuldigungen erhebt. Und zwar sagt er am Ende... dass nichts von den Unternehmungen, die Meta getan hat, um junge Menschen zu schützen, gefruchtet hat, liegt unter anderem an der Kultur, die Mark Zuckerberg aufgebaut hat. Also wörtlich sagt er, Es geht hier um Minderjährige. Also er beschreibt, quasi, dass man zwar Features gebaut hat, aber dass mehr oder weniger, meine Interpretation, jetzt Feigenblätter waren, die man dann aktiv anschalten musste, was natürlich keiner getan hat. Also Meta macht ja auch immer Lobby-Werbung, wo sie sagen, wir haben hier ganz tolle Features für Eltern, wo man einschränken kann, was Kinder machen und so weiter. Das Problem ist, dass es alles kein Default ist, sondern das Default ist, wir wollen wachsen so schnell wie möglich, die Tests werden alle so flapsig wie möglich gemacht. Wir wollen lieber ein Sign-up mehr, egal ob es ein Kindergroomer ist, ob es illegale Werbung ist, Scammer, was weiß ich. Lieber mehr Einnahmen, mehr Umsatz, mehr Werbetreibende, mehr Sign-ups und Safety and Security oder Wellbeing ist immer ein Afterthought. Und obwohl Meta natürlich ein Team hatte, was daran gearbeitet hat, war das eigentlich, behaupte ich, zu jeder Zeit ausgebremst oder hat eh was gebaut. was dann im Produkt nicht zur Standardeinstellung wurde. Und Defaults matter, wie wir wissen. Also der einzige Weg, das Verhalten von Menschen in einer App wirklich zu ändern, ist, indem man die Defaults, die Standardeinstellungen verändert. Dass Leute dann freiwillig wählen, ich bin ein Kind, ich möchte jetzt bitte den entschärften Algorithmus haben, daran glaubt ja nun wirklich niemand. Wir packen den Artikel in die Shownotes, damit sich jetzt jeder auch ein Bild machen kann. Ich habe das jetzt bestimmt nicht in der positivsten Weise beschrieben. Aber The Next Web schreibt ganz gut runter, was der Mensch, der hier selber bei mir da gearbeitet hat, zu Protokoll gegeben hat.
Vielen Dank. Ich wünsche dir einen schönen nächsten Termin, mir einen guten Hunger und euch ein schönes Wochenende. Bis Mittwoch.
Peace. Ciao, ciao. Super Punktlandung.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Glöckner und Philipp Glöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.